Sebastian und Seine Abenteuer auf dem Raumschiff Far Horizon (08)   44

Fan-Fiction/Rollenspiele · Experimentelles · Fantastisches · Romane/Serien

Von:    Andreas Kretschmann      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 25. November 2012
Bei Webstories eingestellt: 25. November 2012
Anzahl gesehen: 1378
Seiten: 41

Diese Story ist Teil einer Reihe.

Verfügbarkeit:    Die Einzelteile der Reihe werden nach und nach bei Webstories veröffentlicht.

   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


Zero – G – Maskottchentraining / Noch ein Tag bis zum großen Ball! / Ein unglaublicher Vorfall

Zeitepoche 19.07.2013



Sebastian wurde wach als er eine Stimme im Kommunikationssystem hörte, wie sie rief: „Sascha Bienek an Ruby Ivanes!“ Er stieß Ruby sanft an, als sie die Augen öffnete sagte er: „Da will Dich jemand sprechen.“ Ruby hob verschlafen ihr Armband vor das Gesicht und sagte mit schläfriger Stimme: „Sprechen Sie!“ Sascha erwiderte: „Hey Ruby, sag bloß daß ich Dich geweckt habe!“ Ruby antwortete: „Macht nichts. Was gibt’s denn?“ Sascha erwiderte: „Wir wollten uns doch heute in der Niedrigschwerkrafthalle treffen. Paßt es Dir in einer Stunde?“ Ruby sah Sebastian an und Sebastian nickte, dann sagte Ruby: „In einer Stunde, geht klar.“ Sache antwortete: „Okay, bis dann! Bienek Ende!“ Damit schloß er den Kanal, Ruby sah Sebastian an und sagte: „Na dann laß uns mal aufstehen.“ Sie wälzten sich aus dem Bett und tapsten verschlafen in den Waschraum.



Als sie unter der Dusche standen und das Wasser mit siebenunddreißig Grad Celsius auf sie herabströmte fragte Sebastian: „Was meinst Du, brauchen wir die Aufwachhilfe?“ Ruby erwiderte: „Es würde mich jedenfalls nicht stören. Es ist Deine Entscheidung!“ Sebastian gab den Befehl das Aufwachhilfe – Programm zu starten, dann hielten sie sich beide in den Armen und warteten auf den Temperatursturz. Als der kalte Schauer vorüber war sagte Sebastian: „Wer braucht schon Kaffee bei so einem Programm?“ Ruby lachte, dann verbrachten sie noch einige sinnliche Minuten unter der Dusche. Als aus der Dusche kamen und sich die bequeme Freizeitkleidung anzogen fragte Ruby: „Willst Du vor oder nach unserer Low – G – Verabredung frühstücken?“ Sebastian erwiderte: „Ich denke, ich frühstücke vorher. Das Low – G macht mir zum Glück nicht mehr so viel aus.“



Ruby fragte: „Wollen wir gleich hier oben frühstücken?“ Sebastian antwortete: „Klar, wir ersparen uns damit einige Minuten.“ Ruby stand vor dem kleinen Speiseaufzug und fragte: „Ich weis, was ich nehme aber was nimmst Du?“ Sebastian antwortete: „Heute probiere ich es mal mit einem kleinen Erdbeerjoghurt, zwei Eierkuchen mit Apfelmuß und dazu trinke ich einen Neurobooster mit Mangogeschmack.
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“ Ruby erwiderte: „Nette Auswahl! Ich glaube ich verwerfe meine ursprüngliche Wahl und nehme das gleiche Menü.“ Dann orderte sie das Frühstücksmenü und fragte anschließend: „Wollen wir beim Frühstück etwas auf dem großen Bildschirm laufen lassen?“ Sebastian antwortete: „Ja, Frühstücksfernsehen! Ich weis zwar nicht, welche Sender man hier empfängt aber ich würde schon gerne mal wissen was es für Nachrichten über die Erdraumflotte gibt.“ Ruby erwiderte: „Dann laß den Nachrichtenkanal der Flotte abrufen!“ Sebastian sprach den entsprechenden Befehl in sein Armband und auf dem Bildschirm wurde eine Art Nachrichtensendung wiedergegeben.



Inzwischen war auch die Bestellung für das Frühstück mit dem kleinen Aufzug eingetroffen. Ruby nahm das große Tablett aus dem Speiseaufzug und stellte es auf den Eßtisch. Dann setzte sie sich neben Sebastian, der interessiert die Flottennachrichten verfolgte. Ruby sagte: „Laß es Dir schmecken Basti!“ Sebastian erwiderte: „Danke, das werde ich.“ Darauf hin machten sie sich über ihr Menü her. Während sie beim Frühstücken mit einem Ohr den Nachrichten lauschten, wo es um Flottenoperationen, neue Technologien, Änderungen an Vorschriften, die Besonderheiten einiger Sternensysteme und das aktuelle Geschehen in der Flotte ging, kam plötzlich ein Aufruf, wie eine Art Werbeunterbrechung. Ruby verschluckte sich fast an ihrem Neurobooster als es Da hieß: „Denken Sie daran, morgen ist der große Tag! Im großen Saal der Hoststation findet wieder der alljährliche Flottenball statt. Auch diesmal werden, wie es bereits Tradition ist die neuen Angehörigen der Erdraumflotte vorgestellt und diese dürfen natürlich auch wieder mit einem Partner ihrer Wahl einen Tanz alleine auf der Tanzfläche vorführen.“



Ruby kam der Neurobooster fast wieder durch die Nase heraus, sie hustete und prustete. Als sie sich wieder gefangen hatte sagte sie: „Scheiße! Das habe ich völlig vergessen, der Flottenball ist ja schon morgen!“ Sebastian fragte: „Wo ist das Problem?“ Ruby antwortete: „Du hast doch gehört, die neuen Flottenangehörigen dürfen einen Tanz mit einem Partner ihrer Wahl vorführen.“ Sebastian erwiderte: „Nun, da ich nicht tanzen kann und das Tanzen auch nicht zwingend verlangt wird, sondern nur die Möglichkeit angeboten wird, sehe ich da kein Problem.
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Übrigens wenn es Dir nichts ausmacht, würde ich gerne mit Dir dort hingehen.“ Ruby sagte: „Ja, ich wollte ebenfalls mit Dir auf den Ball gehen. Aber wie sieht denn das aus, wenn wir als einziges Paar nicht tanzen?“ Sebastian fragte: „Wäre es besser wenn ich Dir auf der Tanzfläche hinterher stolpere?“ Ruby antwortete: „Mach Dir erst einmal keinen Kopf darüber, ich lasse mir was einfallen, wir haben noch gut eineinhalb Tage bis der Ball beginnt.“ Sebastian erwiderte etwas beunruhigt: „Das ist es ja, was mich beunruhigt. Die kurze Vorwarnzeit und die Ungewißheit, was Dir einfallen könnte.“ Ruby sah Sebastian tief in die Augen und sagte: „Wir kriegen das hin! Okay?“ Dann widmeten sie sich wieder ihrem Frühstück.



Als sie fertig mit frühstücken waren nahm Ruby das große Tablett und stellte es in den Speiseaufzug, dann schloß sie den Aufzug und sagte: „Wollen wir? Es ist fast soweit.“ Sebastian deaktivierte den Bildschirm, stand auf und verließ mit Ruby das Quartier. Ruby hielt ihr Armband an die Aufzugskonsole und wählte als Ziel die Niedrigschwerkrafthalle aus. Die Türen des Lifts öffneten sich, sie stiegen ein, die Türen schlossen sich und der Lift fuhr los. Ruby sagte die ganze Zeit nichts, Sebastian hielt sein Armband an die Konsole des Lifts und sagte: „Halt!“ Dann sah er Ruby an und fragte: „Ruby, was ist los? Du wirkst, als wäre etwas schreckliches passiert.“ Ruby hob den Blick, sah Sebastian an und sagte: „Der Flottenball ist eines der wichtigsten kulturellen Ereignisse, besonders für neue Flottenangehörige. Und da Du aufgrund Deiner Sichtweise über das Universum bereits die Aufmerksamkeit der meisten Flottenangehörigen sicher hast, wird man Dich ganz besonders im Auge haben auf dem Ball. Und ich habe es versäumt, Dir das Tanzen beizubringen.“ Sebastian antwortete: „Ja, das ist natürlich übel. Aber vor ein paar Tagen warst Du in einer noch übleren Situation, als es Dich in den Raum der Wächter katapultiert hat. Ich werde auch jetzt versuchen, Dich nicht hängen zu lassen. Selbst wenn mich der Versuch auf die Krankenstation verschlägt, ich werde nicht aufgeben nach einer Lösung zu suchen.“



Dann hielt Sebastian sein Armband erneut an die Liftkonsole und befahl: „Weiterfahren!“ Schließlich erreichten sie die Ebenen der Niedrigschwerkrafthalle wo die Vier vom Zero – G – Team bereits warteten.
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Sascha sah Ruby an und fragte: „Ist was passiert? Du siehst aus, als wäre Dir was über die Leber gelaufen.“ Ruby antwortete: „Ich glaube ich habe großen Mist gebaut. Ich habe den morgigen Ball vergessen.“ Sascha fragte irritiert: „Na und, dann gehst Du eben mit Sebastian hin, ich dachte das würdest Du sowieso.“ Sebastian erwiderte: „Das ist es ja gerade, Ruby wird mit mir hingehen. Das Problem ist nur, daß ich nicht Tanzen kann und damit meine ich daß ich nicht eine einzige Schrittfolge beherrsche.“ Judith fragte: „Brauchst Du Hilfe?“ Sebastian erwiderte: „Hilfe? Nein, das reicht wohl nicht. Was ich brauche ist so etwas wie ein Wunder! Warum ist Tanzen nicht so einfach wie der Flug bei Low – G?“



Sascha sagte: „Ja, beim Low – G und beim Zero – G sieht alles wesentlich eleganter aus, da man dabei mit wenig Kraftaufwand relativ flüssige Bewegungen hinkriegt.“ Sebastian erwiderte: „Ja, schade daß der Ball nicht hier in der Niedrigschwerkrafthalle stattfindet.“ Judith rief: „Das ist es, eine Low – G Synchronflugvorführung! Das wird die Leute vom Stuhl reißen.“ Sebastian fragte: „Willst Du die künstliche Schwerkraft im Ballsaal reduzieren?“ Judith erwiderte: „Nur für Euch beide, die anderen behalten ihr Gewicht.“ Jan fragte ungläubig: „Partielle Schwerkraftverringerung mit variablen Positionen?“ Judith erwiderte: „Nicht ganz. Wißt Ihr noch, wie wir trainiert haben, wenn die Hallen mit wenig oder ohne Schwerkraft nicht zur Verfügung standen?“ Sonja fragte: „Meinst Du etwa die Sache mit den phaseninvertierten Schwerkraftanzügen?“ Judith erwiderte: „Genau das meine ich. Allerdings werden diesmal noch einige Trägheitsverlagerungsfeldgeneratoren mit im Spiel sein. Sebastian und Ruby werden Fliegen ohne einen Muskel bewegen zu müssen.“ Sebastian fragte: „Wie sollen wir dann steuern?“ Judith sagte: „Genau so einfach als würdet Ihr einen Arm oder ein Bein bewegen. Mit den Gedanken, die durch einen Hirnstromscanner abgetastet werden.“ Ungläubig fragte Sebastian: „Soll das heißen wir werden Fliegen können, so wie die Superhelden in einem Comic?“ Judith erwiderte: „Ja, nur wesentlich eleganter.
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Sebastian sagte: „Wenn das funktioniert, wäre ich bereit es zu probieren. Was ist mit Dir Ruby?“ Ruby erwiderte: „Ich sehe keine andere Möglichkeit. Ich bin dabei!“ Sebastian rief: „Hey Judith, könnte ich diese Technik eventuell auch als Maskottchen des Zero – G – Teams einsetzen? Ich könnte dann sowohl in den Hallen mit geringer oder fehlender Schwerkraft als auch außerhalb fliegen.“ Judith schaute Sebastian überrascht an, dann sagte sie: „Hey, das ist eine Wahnsinnsidee, damit würdest Du die Zuschauer ziemlich beeindrucken. Das sollten wir in Erwägung ziehen.“ Sonja rief: „Ich stelle schon mal die Ausrüstung zusammen. Macht Ihr mal mit Judith inzwischen eine Choreographie aus.“ Damit verschwand sie in Richtung des Lifts.



Judith schaute Sebastian und Ruby an, dann fragte sie: „Habt Ihr schon eine Vorstellung, wie es aussehen soll?“ Sebastian erwiderte: „Ich habe da etwas im Sinn aber ich weis nicht ob wir das auf der begrenzten Größe der Tanzfläche hinkriegen.“ Judith rief: „Vergiß die Größe der Tanzfläche, Du mußt dreidimensional denken! Der gesamte Saal wird Eure Aktionsfläche sein, Ihr werdet über den Köpfen der Anwesenden agieren können.“ Sebastian erwiderte: „Na wenn das so ist, dann könnte ich mir einige synchrone Flugmanöver bei hoher Geschwindigkeit vorstellen und als Finale vielleicht den Tanz zweier sich vereinigender Galaxien beziehungsweise zweier Sterne.“ Judith sagte: „Wow, jetzt bin ich aber platt, so etwas hätte ich mir in den kühnsten Visionen nicht einfallen lassen. Was meinst Du dazu Ruby?“ Ruby antwortete: „Also wenn es klappt, hätte ich nichts dagegen.“ Sascha sagte: „Also der Tanz zweier Galaxien oder Sterne sieht bestimmt spektakulär aus. Wenn Ihr aufeinander zu fliegt und dann aneinander vorbei, nur um dann das selbe Schauspiel in immer kleiner werdenden Flugbahnen zu wiederholen bis Ihr Euch schließlich eng umschlungen in schneller Rotation langsam dem Boden der Tanzfläche nähert.“ Sebastian fragte: „Wird mir dabei nicht schwindlig werden?“ Aber Judith beruhigte ihn und sagte: „Durch die Trägheitsverlagerungsfeldgeneratoren wirst Du überhaupt nichts spüren.“ Ruby fügte dem noch hinzu: „Das ist wie auf einem Schiff mit Trägheitskompensation.
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“ Sebastian atmete erleichtert aus und sagte: „Dann ist es ja gut.“



Judith fragte: „Welche Musik sollte denn zu Eurer Vorführung laufen?“ Sebastian erwiderte: „Entweder der Titel The Search of Spock oder Star Beyond Time gespielt vom Silver-Screen-Orchester.“ Ohne lange zu überlegen sagte Judith: „Nehmt – Star Beyond Time – , das geht etwas über fünf Minuten. Das ist genug Zeit um alle Anwesenden zu verzaubern.“ Sebastian sagte: „Und für die Synchronflugmanöver habe ich auch schon eine Idee.“ Judith erwiderte: „Laß mal hören!“ Sebastian sagte: „Während wir am äußeren Rand des Saals unsere Bahnen ziehen umkreisen wir uns gegenseitig, so daß unsere Flugbahnen wie zwei verflochtene Seile verlaufen.“ Judith rief: „Die Doppelhelix? Langsam machst Du mir Angst, daß ich meine Position als Choreographin an Dich verlieren könnte. Aber Ihr solltet auch andere Manöver mit einbauen. Zum Beispiel einige Kunstflugfiguren, natürlich synchron.“ Jan sagte: „Den Leuten wir der Atem stehenbleiben vor schreck, wenn ihnen nicht vorher vor staunen die Augen herausfallen.“



Die Türen des Lifts öffneten sich und Sonja kam mit zwei Taschen bepackt angelaufen. Sie rief: „Hier ist alles. Wollt Ihr es mal ausprobieren?“ Sebastian rief: „Natürlich!“ Daraufhin zogen Ruby und Sebastian die Schwerkraftanzüge an, dann band jeder sich eine Art Armband um Hand- und Fußgelenke und schnallte einen Gürtel um. Zuletzt setzte sich jeder eine Brille auf an deren Bügeln auf beiden Seiten jeweils eine auffällig große Spule befestigt war. Dann sagte Sonja: „Ich habe da noch etwas hinzugefügt. Schließe mal die Augen Sebastian!“ Sebastian schloß die Augen und sah ein Flugdatendisplay und sein übliches Sichtfeld. Er rief: „Ein Projektionssystem für die Augenlieder, phantastisch!“ Sascha sagte: „Hey Ihr zwei! In diesen Outfits seht ihr richtig cool aus, fast außerirdisch.“ Und Judith fügte hinzu: „Ihr braucht Euch jedenfalls keine Gedanken darüber zu machen, was Ihr beim Ball anzieht.“ Sebastian sah Ruby an und sagte: „Diese Anzüge mit den Brillen und diesen Teilen um die Hand- und Fußgelenke sehen aus wie die Uniformen aus dem Film X-MEN, Das sind die perfekten Superheldenkostüme!“



Sascha sagte: „Wollen wir nicht rein gehen? Sebastian kann uns ja mal zeigen ob er die neue Ausrüstung beherrscht.
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“ Ruby fragte: „Wieder mit Anlauf?“ Sebastian erwiderte: „Nein, diesmal nicht. Ich denke ich fliege in die Halle hinein.“ Judith rief: „Denk daran die umgekehrte Schwerkraft dem Schwerkraftniveau Deiner Umgebung anzupassen!“ Sebastian legte die Arme an und hob langsam ein paar Zentimeter ab. Dann richtete er sich in Richtung des Eingangs der Niedrigschwerkrafthalle aus und flog langsam hinein. Als er in der Halle angekommen war drehte er im rechten Winkel ab und flog die Wand entlang. An jeder Ecke der Halle bog er ab und hielt immer den gleichen Abstand zu den Wänden. Ruby folgte Sebastians Kurs und rief: „Es sieht so aus, als hättest Du Spaß.“ Sebastian erwiderte: „Hallo? Das ist der wohl älteste Traum der Menschheit, fliegen wie ein Vogel. Natürlich habe ich Spaß!“



Die anderen kamen in die Halle geschwebt und stellten sich in die Mitte der Halle. Sascha rief: „So Sebastian, jetzt zeig mal ob Du den Flugstil eines Raubvogels beherrschst!“ Sebastian flog in die Mitte der Halle und breitete die Arme aus, dann begann er über Sascha und den Anderen zu kreisen. Wenig später hielt er in der Luft inne und flatterte mit den Armen, als ob er eine Beute von oben ausmachen wollte. Daraufhin legte er die Arme an, machte einen kurzen Sturzflug und heizte wenig später mit nur wenigen Zentimetern Abstand über Saschas Kopf hinweg. Sascha rief: „Hey, so realistisch hätte ich es mir nicht vorgestellt!“ Auch Judith, Sonja und Jan waren begeistert und Johlten. Sascha rief: „Hey, Du hast die Stelle als Maskottchen! Jetzt komm runter, dann können wir Euer Programm für den Ball morgen zusammenstellen.“



Sebastian landete sanft und elegant neben Sascha, auch Ruby machte bei der Landung eine gute Figur. Judith sagte: „Also gut, zu Anfang solltet Ihr Euch gegenüberstehen und die Hände mit gekreuzten Armen auf die Schultern legen, auf die eigenen Schultern. Dann legt Ihr den Kopf nach vorne, als wolltet Ihr auf Eure Füße sehen.“ Daraufhin erklärte sie Sebastian und Ruby einige Flugfiguren. Anschließend probierten Ruby und Sebastian diese Flugfiguren aus. Wenig später probierten Sebastian und Ruby das synchrone Fliegen mit gegenseitiger Umkreisung aus.
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Judith war begeistert, sie rief: „Hey, das sieht gut aus, die Doppelhelix war ein toller Einfall Sebastian. Jetzt probiert mal das Finale aus, den Tanz der Sterne oder Galaxien!“



Sebastian hielt seine Flugbahn, Ruby änderte ihre Flugbahn und beide hielten wenig später die Position einander gegenüber in verschiedenen Ecken der Halle. Dann flogen sie aufeinander zu, passierten sich nur knapp und vergrößerten den Abstand zueinander. Dies wiederholten sie immer wieder mit immer kleiner werdenden Abständen und steigender Geschwindigkeit bis sie sich an den Händen faßten und näherten sich in einer immer schneller werdenden Drehung einander an. Als sie sich mit atemberaubender Rotationsgeschwindigkeit in die Armen nahmen verringerten sie langsam die Flughöhe. Kurz vor dem Bodenkontakt stoppten sie die Rotation und ließen sich von der Fliehkraft trennen. Dabei hielten sie sich an den Händen und kamen nebeneinander auf dem Boden zum Stehen.



Judith rief: „Hey das war ja phantastisch, teilweise habe ich mich gar nicht getraut hinzusehen, das war schon fast beängstigend wie schnell und doch präzise Ihr Euch bewegt habt.“ Ruby sah Sebastian an und sagte: „Also wenn das klappt und wir die anderen Tanzpaare mit unserer Aktion tatsächlich in den Schatten stellen können, dann mache ich mit Dir eine Aktion, egal was Du willst.“ Sebastian antwortete: „Wirklich? Ich hätte da schon eine Idee. Ich würde gerne mit Dir und Miriam Sukow bei der nächsten Piloten- und WSO-Challenge antreten. Du als Pilotin, Miriam Sukow als WSO und ich als Kommandant oder Heckschütze.“ Ruby fragte: „Mit mir und Miriam?“ Sebastian antwortete: „Ja, Du bist als Pilotin der Wahnsinn und Miriam, unsere Chefingenieurin wäre als WSO die Perfekte Wahl.“ Ruby lächelte, dann sagte sie: „Okay, ich schätze das läßt sich einrichten.“ Sebastian fügte hinzu: „Und beim Zero – G würde ich Dich auch gerne mal live erleben.“ Ruby erwiderte: „Natürlich, aber pass auf daß Du nichts verpaßt wenn es richtig zur Sache geht.“



Aus Rubys Armband war die Stimme von Kapitän Tönnigs zu hören: „Tönnigs an Leutnant Ivanes!“ Ruby hob ihr Armband vor den Mund und sagte: „Sprechen Sie!“ Kapitän Tönnigs sagte: „Leutnant Ivanes, haben Sie und Ihr Auszubildender sich schon einige Gedanken über den morgigen Ball gemacht?“ Ruby erwiderte: „Ja, wir werden gemeinsam als Paar am Flottenball teilnehmen.
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“ Kapitän Tönnigs antwortete: „Verstanden, wir sind noch eine Weile mit den Umrüstungen und Tests beschäftigt. Vor übermorgen werden wir garantiert nicht fertig. Genießen Sie Ihre Zeit auf der Hoststation.“ Ruby erwiderte: „Danke, wir werden die Zeit nutzen.“ Kapitän Tönnigs sagte: „In Ordnung, wir sehen uns auf dem Ball. Tönnigs Ende!“



Sebastian fragte: „Wie geht’s jetzt weiter? Ich würde gerne mal so ein Zero – Spiel sehen. Gibt’s da irgendwelche Dokumentationen oder Aufzeichnungen?“ Sascha sagte: „Wir können ja mal sehen, ob es im Mediencenter einige Spielaufzeichnungen gibt.“ Sebastian sagte: „Oh ja, da könnt Ihr mir bei Gelegenheit noch einiges zu den Regeln erklären.“ Sascha nickte und sie verließen die Niedrigschwerkrafthalle und gingen in Richtung des Lifts. Vor dem Lift sagte Sascha: „Vielleicht solltet Ihr die Schwerkraftanzüge vorher ausziehen, die sind doch ziemlich auffällig. Ihr seht damit aus wie zwei Superhelden aus einem Comic.“ Ruby und Sebastian zogen die Schwerkraftanzüge aus und packten sie inklusive der Generatoren für das Trägheitsverlagerungsfeld und der Brille mit den Hirnstromscannern und dem Projektionssystem für die Augenlieder in zwei Sporttaschen. Sascha hielt daraufhin sein Armband an die Aufzugskonsole und sagte: „Mediencenter!“ Wenig später öffneten sich die Türen des Lifts und sie stiegen ein. Als die Türen sich schlossen sagte Sebastian zu Ruby: „Mache jetzt bitte keine Experimente mit der Liftgeschwindigkeit!“ Ruby lachte und sagte: „Nein, keine Sorge. Obwohl, so voll wie der Lift jetzt ist, wäre das umfallen schwer. Es ist ja nicht genug Platz dafür hier.“



Als der Lift hielt und die Türen sich öffneten fragte Sebastian beim Aussteigen: „Hier war ich ja noch nie. Was ist das hier?“ Ruby sagte: „Das ist das Mediencenter, hier kannst Du Audio- und Videoaufzeichnungen hören und sehen, auch Videospiele gibt es hier.“ Sascha sagte: „Da vorne ist ein Raum für zehn Personen frei!“ Dann gingen sie durch eine Tür in einen kleinen Raum in dem zwei Sofas mit je fünf Sitzplätzen und davor je ein Couchtisch stand.
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Auf den Couchtischen waren kleine Konsolen für die Steuerung der Medienwiedergabe und an der Wand gegenüber den Sofas hing ein großer Bildschirm mit etwa zwei Metern Diagonale. Sebastian setzte sich mit Ruby und Sascha auf das eine Sofa und der Rest des Zero – G – Teams setzte sich auf das andere. Sascha tippte auf der Konsole des Couchtisches herum und sagte: „Hey, die haben unsere Spiele im Archiv!“ Judith sagte: „Spiele mal das letzte Spiel der vergangenen Saison ab!“ Sascha tippte wieder auf der kleinen Konsole herum und auf dem großen Bildschirm vor ihnen wurde die ausgewählte Aufzeichnung abgespielt. Sascha kommentierte die Einzelheiten des Spiels.



Das Spiel war ungewöhnlich rasant, man konnte nur schwer verfolgen wer gerade den Ball hatte. Trotz der fehlenden Schwerkraft bewegten sich die Spieler ungewöhnlich zielsicher. Beide Mannschaften schenkten sich absolut nichts wenn eine Mannschaft ausnahmsweise mal mit zwei Punkten führte, dauerte es nicht lange bis die andere Mannschaft mit einem oder zwei Punkten nachzog. Sebastian fragte Sascha: „War das eines dieser Spiele, die sich über eine längere Zeit hinziehen?“ Sascha sagte: „Es sieht nur so aus, das ändert sich aber bald?“ Nach einer halben Stunde war der erste Spielteil noch nicht entschieden, das Punkteverhältnis betrug zur ersten Pause fünfzehn zu vierzehn für das Team der Hoststation. Auch nach der Pause dauerte es noch zwanzig Minuten bis das Team der Hoststation den Spielteil mit fünfunddreißig zu zweiunddreißig gewonnen hatte. Dann gab es wieder eine Pause von zehn Minuten.



Nach der Pause begann der zweite Spielteil, welcher dem ersten an Spannung und Geschwindigkeit in nichts nachstand. Nach abermals dreißig Minuten stand es dreizehn zu vierzehn, das Team der Hoststation lag mit einem Punkt zurück. Nach einer weiteren Pause wurde der zweite Spielteil fortgesetzt und das Spiel verlor nichts an Geschwindigkeit und Spannung. Nach weiteren dreiundzwanzig Minuten stand es dreißig zu dreiunddreißig, der Spielteil ging somit an das gegnerische Team.



Als nach einer erneuten Pause der dritte Spielteil begann sagte Judith zu Sebastian: „Pass auf, kurz nach dem ersten Punkt für die Gegner haben wir die Choreographie geändert.
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“ Als das gegnerische Team seinen ersten Punkt gemacht hatte sah man wie das Team der Hoststation eine andere Strategie einschlug. Die Feldspieler spielten sich den Ball abwechselnd einander zu während der Teamkapitän sich oberhalb der drei Feldspieler in Stellung brachte. Dann spielte Judith den Ball nach oben zu Sascha und der schleuderte den Ball am gegnerischen Teamkapitän und seinen Feldspielern vorbei in das Fenster der Gegner. Sebastian rief: „Hey, das war ja ein irres Manöver, die dritte Dimension macht das Spiel erst richtig spannend!“ Dann änderte das Team her Hoststation die Strategie, sie spielten die gleichen Spielzüge. Wieder spielten sich die Feldspieler den Ball einander zu und dann spielte Judith den Ball Sascha zu. Als die gegnerischen Feldspieler sich daraufhin auf den Angriff von oben einstellten, schleuderte Sascha den Ball zurück zu Judith, worauf sie den Ball unter den Gegnerischen Spielern in das Gegnerische Fenster schlug. Der nächste erfolgreiche Angriff kam von der linken Seite ebenso überraschend für das gegnerische Team.



Sascha fragte Sebastian: „Was meinst Du, von wo kommt der nächste Angriff?“ Sebastian sah ihn an und sagte: „Also wenn ich die Strategie bestimmen würde, dann würde ich jetzt absichtlich nicht von rechts angreifen, weil der Gegner das vielleicht erwarten könnte.“ Judith rief: „Gut kombiniert, pass mal auf was gleich passiert!“ Nach einer Weile wurde Sascha der Ball wieder zugespielt. Diesmal täuschte Sascha einen Wurf zu seinem rechten Feldspieler an, worauf die gegnerischen Feldspieler sich auf die entsprechende Seite konzentrierten. Sascha warf den Ball nun jedoch seinem linken Feldspieler zu und der schleuderte den Ball am gegnerischen Teamkapitän vorbei in das gegnerische Fenster. Das war das Ende des dritten Spielteils, den das Team der Hoststation mit vier zu eins gewann.



Der vierte Spielteil begann nach einer Pause von zehn Minuten. Die Strategie des Teams der Hoststation war es jetzt, den Ball in den eigenen Reihen hin und her zu spielen, bis sich das gegnerische Team darauf eingestellt hatte. Dann aus heiterem Himmel erfolgte ein Angriff, der die Gegnerischen Spieler völlig überraschte. Daraufhin änderte das Heimteam erneut die Strategie, sie spielten sich den Ball erneut nur in den eigenen Reihen zu aber diesmal verteilten sie sich in vertikaler Anordnung.
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Dann kam der Angriff, über die Köpfe der Gegner hinweg in das gegnerische Fenster. Jetzt änderte das Heimteam kontinuierlich die Formation, während sie sich den Ball zuspielten. Mal ordneten sie sich horizontal und mal vertikal an. Wieder kam der Angriff völlig überraschend und der Spielteil endete zugunsten des Heimteams mit drei zu null.



Nach einer weiteren Pause begann der fünfte Spielteil. Das Heimteam spielte zuerst nur defensiv, wenn das gegnerische Team einen Punkt machte, glich das Heimteam den Punktestand kurz danach wieder aus. Sebastian sagte zu Sascha: „Ich habe den Eindruck, daß Ihr Euch in diesem Spielteil absichtlich zurückgehalten habt.“ Sascha erwiderte: „Ja, diese Vermutung ist absolut richtig. Wir mußten nur noch einen Spielteil gewinnen um das Spiel für uns zu entscheiden. Der Gegner mußte dies unter allen Umständen verhindern um nicht zu verlieren. Wir konnten uns also zurückhalten und brauchten nur auf die Aktionen der Gegner reagieren.“ Sebastian antwortete: „Ihr habt auf ein Unentschieden hin gearbeitet um den Gegner müde zu machen, das ist genial!“ Bis kurz vor das Zeitlimit beschränkte sich das Heimteam nur auf das Reagieren auf die Angriffe der Gegner. Doch ab der fünfundzwanzigsten Minute zogen sie das Tempo an, es folgten drei schnelle Angriffe hintereinander. Damit endete der fünfte Spielteil mit dem Punktestand von fünfzehn zu zwölf und somit das Spiel mit drei zu einem gewonnenen Spielteilen und einem Gesamtpunktestand von siebenundachtzig zu achtundsiebzig.



Sebastian sagte nach dem das Spiel zuende war: „Wow, was für ein Spiel! Ich bin an manchen Stellen kaum mitgekommen, wer gerade den Ball hat, das war ja der Wahnsinn.“ Sascha sagte: „Eigentlich war das nur ein völlig normales Spiel. Du solltest mal eines der Spiele sehen, das absolut nicht enden will. Wenn das Spiel bereits im fünfzehnten Spielteil angekommen ist, wird es erst richtig nervenaufreibend, stell Dir vor, Du liegst mit zwei Spielteilen in Führung und dann entscheidet der Gegner gleich vier Spielteile für sich.“ Sebastian erwiderte: „Ja, diese Vorstellung ist recht grausam.“ Judith antwortete darauf: „Ja aber wenn man ein solches Spiel dann doch noch gewinnt, ist die Freude um so größer.
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“ Sebastian erwiderte: „Diese Spiele erinnern mich irgendwie an große Schlachten, besonders wenn zwei gleichwertige Mannschaften sich gegenüber stehen. Oftmals ist dann die Strategie oder das Überraschungsmoment entscheidend.“ Sascha nickte und sagte: „Ja, das hört sich nach einigen Spielen an, die mir noch in der Erinnerung sind.“



Dann fragte Judith: „Wollen wir noch etwas sehen?“ Sebastian erwiderte: „Ich weis ja nicht, ob es von der letzten Piloten- und WSO-Challenge auch eine Aufzeichnung gibt?“ Ruby sagte: „Mal sehen, ob ich was finde.“ Dann tippte sie auf der kleinen Konsole der Mediensteuerung herum. Schließlich sagte sie: „Hier habe ich es, die letzte Piloten- und WSO-Challenge, die Aufzeichnung der Kämpfe des Schiffes Atrocious.“ Sebastian erwiderte: „Das war das Schiff mit dem wir teilgenommen haben. Ist es möglich die Schiffsdaten wie zum Beispiel die Schildstärke und Schäden einzublenden?“ Ruby antwortete: „Die Daten werden standardmäßig eingeblendet.“ Dann fragte Ruby noch: „Willst Du, daß ich unsere schiffsinterne Kommunikation auf den Audiokanal lege?“ Sebastian sagte: „Ja, da werden Erinnerungen wach!“ Ruby tippte auf der Konsole herum und sagte: „Okay ich habe es.“ Dann startete sie die Wiedergabe.



Die Vier vom Zero – G – Team verfolgten gebannt die drei Schlachten welche Sebastian mit Ruby und Yvette während der Piloten- und WSO-Challenge bestritten hatte. Besonders Judith schien sich sehr für die Strategievorschläge zu interessieren, welche Sebastian im laufe der Schlacht seiner Mannschaft unterbreitete. Besonders als die dritte Schlacht anbrach, in der sie gegen das große Kriegsschiff antraten fieberte Judith richtig mit. Und doch schien sie überrascht als das gegnerische Schiff besiegt war. Sascha fragte: „Täusche ich mich oder kamen mir Deine Strategien irgendwie bekannt vor?“ Sebastian erwiderte: „Das kann durchaus möglich sein. Ich habe mir diese Taktiken aus Startrek abgeschaut.“ Judith rief: „Ich wußte es! Aber ich hätte nie gedacht daß Ihr damit Erfolg habt.“ Ruby antwortete: „Ja, vieles aus Startrek hat durchaus das Potential als Ausbildungsmaterial.“ Sascha sagte: „Egal, woher Du die Strategien abgeschaut hast, es war eine wahrhaft ruhmreiche Schlacht.“ Sonja rief: „Ich bekomme langsam Hunger.
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Laßt uns die Ruhmreichen Schlachten und Spiele mit einem Festmahl gebührend würdigen!“ Alle waren einverstanden, dann standen sie auf und gingen zum Lift. Sonja wählte den Restaurantbereich als Fahrziel als die Türen sich öffneten stiegen sie ein.



Wenig später erreichten sie den Restaurantbereich, als sie den Lift verlassen hatten fragte Sascha: „In welches Restaurant gehen wir heute?“ Sonja schlug den Merkurgrill vor, was allgemeine Zustimmung fand. Sebastian merkte dazu an: „Merkurgrill, der Name ist gar nicht mal so weit hergeholt. Da der Merkur unserer Sonne am nächsten ist, herrschen dort auch höllische Temperaturen, wie es sich für einen Grill gehört.“ Als sie das Lokal betraten war es etwa zur Hälfte ausgelastet doch Jan erspähte in einiger Entfernung einen freien Tisch mit sechs Sitzplätzen. Sie schlängelten sich durch die Masse der Gäste und setzten sich an den ausgewählten Tisch. Sascha fragte: „Trinken wir das gleiche wie gestern?“ Dieser Vorschlag fand eine breite Zustimmung, worauf Sascha gleich wieder eine gewaltige Flasche blauen Honigwein und sechs große Trinkbecher orderte. Wenig später kam der kleine Wagen mit der Getränkebestellung,



Sascha nahm die Flasche und die sechs Trinkbecher und stellte sie auf den Tisch, dann schenkte er ein. Daraufhin fragte Jan: „Ist hier jemand unter uns, der auf seine Linie achten muß und der daher lieber was mageres essen möchte?“ Alle schauten sich fragend an und schüttelten als Antwort den Kopf. Jan fuhr fort: „Das Essen hier ist ziemlich gehaltvoll und die Portionen scheinen recht groß.“ Sascha fragte ihn herausfordernd: „Glaubst Du, daß Du es nicht schaffst?“ Daraufhin antwortete Jan: „Pass mal auf, ich werde noch die Reste verdrücken, welche die anderen nicht schaffen!“ Sascha konterte: „Du glaubst doch wohl nicht, daß ich Dir die Reste alleine überlasse?“ Judith rief: „Hey Jungs, wenn Ihr von Eurer Portion und unseren Resten nicht satt werdet, bestellt Euch doch einfach noch eine Portion!“ Sonja erwiderte: „Ja gut aber was essen wir denn nun?“ Sascha laß das Angebot vor doch die Auswahl fiel ihnen schwer. Schließlich fragte Sascha: „Was würdest Du nehmen Sebastian?“ Sebastian überlegte kurz, dann sagte er: „Also wenn es satt machen soll, dann ist ein schönes Eisbein mit Sauerkraut, Erbsenpüree und Kartoffeln genau das richtige.
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Ich denke das werde ich nehmen.“ Alle stimmten Sebastian zu und Sascha sagte: „Dann werde ich mal sechs Eisbeine bestellen.“ Darauf tippte er auf der Konsole des Tisches herum und sagte: „Das Essen ist unterwegs. Laßt uns anstoßen!“ Sie erhoben die großen Trinkbecher und prosteten sich zu.



Wenig später sagte Sebastian zu Judith: „Ich habe da noch eine andere Idee, was die Musik betrifft zu der wir durch den Saal heizen.“ Judith erwiderte: „Okay, schieß los!“ Sebastian fragte: „Was hältst Du von dem Titel – A Neverending Dream – von – X-Perience?“ Judith überlegte kurz und fing dann an eine Melodie zu summen, darauf sagte Sebastian: „Genau den Titel meine ich.“ Judith sagte: „Wow, alleine die Vorstellung wie Ihr zu diesem Titel durch den Saal heizt verschafft mir eine Gänsehaut. Das heißt, Ihr solltet es auf jeden Fall machen!“ Sebastian nickte und sagte: „Okay, wenn Dir schon der Gedanke daran eine Gänsehaut macht, dann wird es die Leute im Saal umhauen.“ Judith stimmte zu.



Dann kam der kleine Wagen mit den bestellten Mahlzeiten. Sascha hob die Teller auf den Tisch herüber, verteilte das Besteck und sagte: „Mahlzeit! Alles was Ihr nicht schafft, zu Jan oder zu mir!“ Sebastian machte sich zuerst über das Fleisch her, genüßlich verspeiste er zuerst die Fettschicht. Dann arbeitete er sich durch das Fleisch bis der blanke Knochen übrig war. Danach widmete er sich dem Sauerkraut, dem Erbsenpüree und den Kartoffeln. Als er den großen Teller leer hatte während die anderen noch rätselten, wie sie ihre Portion wohl schaffen sollten sagte Sascha: „Mann Dein Appetit ist ja so groß wie der eines schwarzen Loches!“ Sebastian erwiderte: „Aber mehr geht wirklich nicht hinein. Obwohl, ein kleines Dessert oder ein paar Becher blauer Honigwein vielleicht doch.“ Mit diesen Worten erhob er seinen Becher und trank diesen mit großen Schlucken leer.



Einige Zeit waren auch die Anderen gesättigt. Jan und Sascha machten sich über das her, was die Anderen nicht geschafft hatten zu verputzen, somit blieb auf jedem Teller nur ein blanker Knochen zurück. Sascha orderte noch eine groß Flasche blauen Honigwein und die Abholung der leeren Teller, dann packte er aller Knochen auf einen Teller und stellte die Teller übereinander.
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Als der kleine Wagen ankam stellte Sascha die neue Flasche blauen Honigwein auf den Tisch und die leeren Teller mit den Knochen, inklusive der leeren Flasche auf den kleinen Wagen. Dann fuhr der kleine Wagen wieder davon. Daraufhin füllte Sascha die Trinkbecher wieder auf und sagte: „Was für ein fürstliches Mahl, ich bin richtig satt geworden.“ Jan stimmte ihm zu, auch er fühlte sich wohlgenährt. Dann erhoben sie die Becher und prosteten sich zu.



Sascha fragte schließlich Sebastian: „Und, was habt Ihr gestern noch gemacht?“ und Jan fügte hinzu: „Ich kann es mir schon lebhaft vorstellen.“ Dabei grinste er verschlagen. Sebastian erwiderte: „Ruby hat mir noch einen Flug mit Lady G-Force verschafft. Und der Hammer war, Lady G-Force hat mir den vorderen Sitz überlassen und ich durfte das Schiff selber fliegen. Inklusive Abdocken von der Station und Landung nach der Rückkehr. Dazwischen haben wir noch ein kleines simuliertes Gefecht gegen Yvette Mangold im Marsorbit ausgetragen und gewonnen. Nur das Manövrieren im Asteroidengürtel habe ich dann doch lieber Lady G-Force überlassen.“ Sonja fragte: „Lady G-Force hat Dich das Schiff fliegen lassen?“ Sebastian erwiderte: „Ja, sie hätte zwar jeder Zeit eingreifen können aber ich durfte fliegen und springen, wohin ich wollte.“ Ein langes Wow kam nur aus den Mündern des Zero – G – Teams.



Etwas später, die Trinkbecher waren bereits wieder leer sagte Ruby: „Hey Basti, laß uns nach oben fahren! Ich brauche etwas Ruhe.“ Sebastian fragte: „Ist alles Okay?“ Ruby antwortete: „Ja, ich bin nur etwas träge von der üppigen Mahlzeit.“ Sebastian und Ruby standen auf und verabschiedeten sich von den Mitgliedern des Zero – G – Teams, dann nahmen sie ihre Sporttaschen und verließen den Merkurgrill. Draußen in der Halle des Restaurantbereichs hielt Ruby ihr Armband an die Liftkonsole und wählte ihr Büro als Ziel. Aus der Konsole kam der Hinweis, daß sie Kabine vier nehmen sollten. Sie begaben sich zu der entsprechenden Tür und stiegen ein, als diese sich öffnete.



Wenig später kamen sie auf der Ebene an, wo Sebastians Quartier und Rubys Büro waren.
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Sebastian fragte: „Willst Du Dich etwas hinlegen?“ Ruby antwortete: „Nein es geht schon, laß uns einfach eine kleine Pause machen.“ Sebastian öffnete die Tür seines Quartiers und sie traten ein. Ruby ließ sich auf die Couch sinken und sagte: „Puh, was für ein Vormittag!“ Sebastian setzte sich neben sie und lehnte sich bei ihr an. Dann sagte er: „Mach Dir keine Vorwürfe mehr, daß Du den Ball beinahe vergessen hast. Du hattest in den letzten Tagen wirklich viel um die Ohren. Da kann sowas schon mal passieren.“ Ruby drehte sich zu Sebastian um und küßte ihn sanft, dann sagte sie: „Hey, wenn das mit der Flugeinlage beim Ball klappt, dann lassen wir es richtig krachen. Und damit meine ich nicht nur die nächste Piloten- und WSO-Challenge. Mehr mußt Du im Moment aber nicht wissen.“ Sebastian küßte Ruby zärtlich und Ruby hielt ihn dabei fest im Arm. So verbrachten sie einige Minuten.



Nach einer Weile meldete sich Nicole Berghof über das Kommunikationssystem bei Ruby, worauf Ruby den Kanal öffnete und fragte: „Was gibt’s?“ Nicole erwiderte: „Ich bin gerade dabei die Anmeldungen unserer Mannschaft für den Ball durchzugehen. Es wird erzählt daß Ihr beide als Paar hingeht.“ Ruby antwortete: „Da hast Du richtig gehört, Sebastian und ich gehen gemeinsam zum Ball.“ Nicole fragte: „Weist Du schon welchen Tanz Ihr auf dem Ball vorführen werdet?“ Ruby sagte: „Ja, wir haben da etwas einstudiert.“ Nicole erwiderte: „Etwas, könntest Du ein Wenig konkreter werden? Ich fülle gerade die Meldungen aus und brauche für die Moderation des Balls noch ein paar Angaben zu Eurem Tanz.“ Ruby fragte: „Moderierst Du den Ball?“ Nicole erwiderte: „Nein, aber die Stichpunkte für die Moderation werden auf den Anmeldungen nachgefragt. Man will wissen was für ein Tanz es ist und zu welcher Musik Ihr tanzen werdet. Und eventuell noch, wie Ihr Eure Nummer nennt.“ Ruby sagte: „Also die Musik wird sein – A Neverending Dream – von – X-Perience – und, warte mal kurz!“ Dann fragte Ruby Sebastian: „Wie nennen wir unsere Nummer?“ Sebastian antwortete: „Ich habe da eine Idee, warum nennen wir sie nicht einfach – Phantasie in Zero – G?“ Ruby nannte Nicole den Namen der Tanznummer, Nicole antwortete: „Wow, das klingt ja geheimnisvoll, jetzt muß ich nur noch wissen um welche Art von Tanz es sich handelt.
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“ Sebastian beugte sich zu Ruby herüber und sprach in ihr Armband: „Hallo Nicole, hier ist Sebastian. Die Frage nach der Art des Tanzes kann momentan noch nicht beantwortet werden aber wenn der Name für Dich geheimnisvoll klingt, dann schreibe zur Art des Tanzes einfach folgendes – noch nicht klassifiziert.“ Nicole antwortete: „Hey, bei jedem anderen hätte ich das für einen schlechten Scherz gehalten aber bei Dir Sebastian, muß man ja mit allem rechnen. Wenn Euer Tanz auch nur ansatzweise so spektakulär wie die Beschreibung geheimnisvoll ist, dann wird Yvette vor Neid platzen.“ Sebastian fragte: „Was hat den Yvette damit zutun?“ Nicole antwortete: „Nun, sie hat bei den letzten Bällen mit ihrem Tanzstil stets die meiste Aufmerksamkeit und Bewunderung auf sich gezogen.“ Ruby erwiderte: „Also daß wir für eine Menge Aufmerksamkeit sorgen werden, darauf möchte ich wetten. Wie es mit der Bewunderung aussieht da wage ich noch keine Prognose.“



Nicole lachte und sagte: „Das wird sicher interessant. Ach ja, kommt Ihr in einer Stunde in den kleinen Saal der Hoststation?“ Ruby fragte: „Warum, was findet den dort statt?“ Nicole erwiderte: „Was dort stattfindet? Die traditionelle Karaokeparty, wie immer am Vorabend des großen Flottenballs. Leider ist Kapitän Tönnigs durch die Umrüstung der Far Horizon nicht in der Lage dabei zu sein. Jetzt wird wahrscheinlich Kapitän Vera Bach von der ESFS Newton den Titel holen.“ Sebastian rief: „Nicole, kannst Du in Erfahrung bringen ob die Veranstalter der Karaokeparty das Album – Bis ans Ende der Welt – von der Band – Santiano – haben?“ Nicole erwiderte: „Warte einen Moment Sebastian, ich checke das. Santana, Santiago, Santiano, ja hier steht es, – Bis ans ende der Welt – von den singenden Seebären. Wieso fragst Du?“ Sebastian antwortete: „Sage Kapitän Tönnigs, daß jemand von der Far Horizon bei der Karaokeparty antreten wird.“ Ungläubig fragte Nicole: „Was denn, etwa Du?“ Sebastian rief: „Richtig geraten.“ Worauf Ruby erwiderte: „Nicht ganz, es wird ein Duett sein!“ Nicole sagte: „Ist das Euer Ernst? Das ist ja riesig! Wir sehen uns auf der Party. Berghof Ende!“ Als die Verbindung geschlossen war fragte Sebastian: „Wir beide, im Duett, einen Titel von Santiano? Denkst Du etwa an den Titel – Weit übers Meer?“ Ruby nickte und sagte: „Das ist korrekt.
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“ Darauf erwiderte Sebastian: „Wow, Gänsehautgarantie, das wird der Hammer!“ Darauf sagte Ruby: „Laß uns losgehen, wir wollen doch nicht den Anmeldeschluß versäumen!“ Dann standen sie auf und verließen das Quartier.



Im Lift besprachen sie ihren Auftritt und stellten fest, daß sie den Text bereits auswendig kannten. Als sie die Ebene des kleinen Saals erreichten gingen sie zum Büro des Veranstalters und meldeten sich und ihren Auftritt für die Karaokeparty an. Dann gingen sie zu einem kleinen Tresen, wo man kleine Erfrischungen bekam und Ruby fragte: „Willst Du was trinken?“ Sebastian erwiderte: „Laß uns mal den gelben Honigwein probieren, falls die Party etwas länger dauert will ich auf keinen Fall mit meiner Müdigkeit kämpfen müssen.“ Daraufhin orderte Ruby zwei kleine Becher mit gelbem Honigwein. Nachdem Sebastian einen Schluck genommen hatte fragte er: „Was meintest Du vorhin, als Du sagtest daß wir es richtig krachen lassen, falls das mit unserer Nummer auf dem Ball klappt?“ Ruby erwiderte mit breitem Grinsen: „Laß Dich überraschen aber versuche nicht zu viel darüber nachzudenken! Es liegt sowieso jenseits Deiner Vorstellungskraft.“ Sebastian antwortete: „Seit ich hier oben also im Weltall bin, habe ich ohnehin schon einiges erlebt was andere Menschen als Wunder oder Zauberei bezeichnen würden. Ich werde gar nicht erst versuchen darüber nachzudenken was Du mit mir vor hast.“ Ruby erwiderte: „So ist es richtig, laß die Dinge auf Dich zukommen!“



Wenig später kam Nicole Berghof aus dem Lift. Als sie Sebastian und Ruby sah, kam sie zu ihnen herüber und setzte sich zu ihnen an den kleinen Tresen. Dann zog sie zwei Stäbe aus der Tasche und sagte: „Hier, die werden bei Eurem Auftritt von Vorteil sein.“ Sebastian fragte: „Sind das Mikrofone?“ Nicole lachte laut, dann sagte sie: „Aber nein, das sind modifizierte Photonenemitter!“ Ruby fragte: „Modifizierte Photonenemitter, was sollen wir mit Leuchtstäben machen?“ Nicole erklärte: „Das sind nicht einfach nur Leuchtstäbe sondern leicht veränderte Leuchtstäbe. Sie leuchten nur an einer Seite und ihr Licht hat einen Farbton, der einer Kerzenflamme nachempfunden ist. Außerdem verfügen sie über Bewegungssensoren damit die Illusion einer Kerzenflamme perfekt ist.
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Wann immer Ihr Euch bewegt, es wird so aussehen als ob die Flamme vom Luftstrom der Bewegung beeinflußt wird.“ Sebastian fragte erstaunt: „Nicole, woher wußtest Du daß sowas zu diesem Lied paßt?“ Nicole erwiderte: „Ich war neugierig und habe mir das Lied angehört, welches Ihr singen wollt. Für ein Duett kommt ja wohl nur eines in Fragte – Weit übers Meer. Da bin ich zu der Auffassung gekommen daß Kerzenschein einfach dazu gehört. Ihr werdet Euren Leuchtstab wie eine Kerze vor Euch halten, das wird dem ganzen Auftritt etwas mehr Stimmung verleihen.“ Sebastian antwortete: „Wow, danke Nicole!“ Doch Nicole antwortete nur: „Zeigt es den Anderen!“ Dann bestellt sie sich einen Becher blauen Honigwein.



Kurz bevor die Karaokeparty begann erklärte Nicole Sebastian und Ruby noch einmal wie die modifizierten Photonenemitter zu aktivieren waren. Die kleinen Kerzenattrappen hatten es in sich, sie strahlten ein warmes helles licht aus und das Zentrum des Lichts hatte die exakten optischen Merkmale einer Kerzenflamme. Als sie den kleinen Saal betraten erhielten sie vom Veranstalter ein kleines Kärtchen aus Plastik auf dem Ihre Auftrittsnummer stand. Sebastian sagte leise zu Ruby: „Sieh mal, wir haben die Nummer dreizehn von dreizehn. Ich bin zwar nicht abergläubisch aber daß wir die letzten Teilnehmer sind macht mir doch etwas aus.“ Ruby erwiderte: „Mach Dir nichts draus, es kann auch von Vorteil sein als letzter aufzutreten. Du siehst zum Beispiel die Auftritte der Anderen bevor wir auftreten. Auf diese Weise kennst Du Deine Konkurrenz.“



Sie setzten sich an einen kleinen Tisch mit zwei Stühlen. Kurz darauf hörte Sebastian eine vertraute Stimme, die sagte: „Kann ich Ihnen was zu trinken bringen?“ Sebastian schaute sich um und erkannte Frau Lorenz. Als sie Ihn erkannte sagte sie: „Herr Neuhof, wie geht es Ihnen?“ Sebastian erwiderte: „Kennen Sie das Märchen von Alice im Wunderland? Genau so habe ich mich die ersten Tage gefühlt. Es ist als ob meine Phantasien und meine Lieblings- Science-fiction – Geschichten auf einmal wahr geworden sind. Ich fühle mich großartig.“ Frau Lorenz antwortete: „Das freut mich zu hören. Was darf ich Ihnen denn nun zu trinken bringen?“ Ruby und Sebastian bestellten sich jeweils eine Becher blauen Honigwein.
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Jeweils mit einem Fassungsvermögen von einem halben Liter. Frau Lorenz bestätige die Bestellung und verschwand.



Ruby stieß Sebastian vorsichtig an und sagte: „Werde jetzt bloß nicht nervös aber da hinten steht Miranda Raven.“ Sebastian erwiderte leise: „Ich bin nicht nervös, ich weis ja nicht einmal wer Miranda Raven ist.“ Ruby sagte leise: „Du weist nicht wer... Okay jetzt mach Dir nicht ins Hemd, Miranda Raven ist Reporterin und Moderatorin des Flottennachrichtenkanals und sie hat ihr Kamerateam dabei.“ Sebastian fragte: „Warum hast Du mir nicht gesagt, daß dies hier so eine wichtige Veranstaltung ist?“ Ruby erwiderte: „Hallo? Es ist die traditionelle Karaokeparty am Vorabend des großen Flottenballs, dem wichtigsten kulturellen Ereignis der ganzen Flotte.“ Sebastian sagte: „Jetzt ist eh nichts mehr zu löten, gut daß ich keinen Soloauftritt habe. Machen wir das Beste draus.“ Dann kam Frau Lorenz mit den bestellten Getränken herbei. Sie fragte: „Werden sie denn heute auch auftreten?“ Sebastian nickte und sagte: „Ja, wir sind die letzten Kandidaten.“ Frau Lorenz wünsche ihnen viel Erfolg und verschwand wieder.



Dann begann die Veranstaltung, der erste Teilnehmer begann den Reigen mit einem klingonischen Kampf- und Trinklied in dem es unter anderem hieß: "Und das Blut war knöcheltief und der Fluß Kral färbte sich karmesinrot.“ Nach diesem Auftritt brach eine Mischung aus Applaus und Gejohle aus. Sebastian sagte zu Ruby „Ein Lied, wie geschaffen für ein ausschweifendes Gelage. Das hat mir gefallen.“ Ruby erwiderte: „Ja, martialisch aber dennoch stimmungsvoll.“



Dann war Kapitän Vera Bach mit ihrem Auftritt an der Reihe. Sie sang ein Lied mit dem Titel „Star Beyond Time“ Ihre Stimme war klar und für eine Frau ziemlich tief, doch in den hohen Passagen demonstrierte sie die unglaubliche Bandbreite Ihrer Stimme. Sie schaffte es die Akustik des Saals voll auszunutzen. Auch dieser Auftritt wurde mit rauschendem Beifall honoriert. Sebastian sagte leise zu Ruby: „Nicole hat zurecht geglaubt, daß Kapitän Vera Bach den Titel holen könnte. Diese Frau ist eine phantastische Sängerin.“ Ruby nickte und sagte: „Das ist sie in der Tat. Mach Dir keine Sorgen, der olympische Gedanke zählt, dabeisein ist alles!“



Darauf folgte ein Beitrag einer jungen Frau, sie sang ein Lied, das Sebastian von der Sängerin Bianca kannte.
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Das Lied trug den Titel „Schweigender Don“ Und es handelte von einem Mann, der nach langer Gefangenschaft nachhause zurückkehrt, ein trauriges Lied. Doch die Sängerin trug es mit einer klaren Stimme eindrucksvoll vor. Als sie das Lied beendet hatte herrschte ein paar Sekunden andächtiges Schweigen, dann folgte ein langer und stürmischer Applaus.



Der nächste Beitrag kam ebenfalls von einer Frau, sie war etwas älter als die Sängerin vor ihr aber auch ihre Stimme war eindrucksvoll. Sie sang einen Song von der Formation Iperio, der den Titel Cyberdream trug. Es war eine Mischung aus Sprache und Gesang. Dabei setzte sie einen künstlichen Hall ein, wodurch ihre Stimme einen sehr mystischen Klang erhielt und die Dimensionen des Saals akustisch um ein Vielfaches größer erschienen. Für ihre Darbietung erhielt sie ebenso überschwenglichen Applaus wie die Interpreten vor Ihr.



Der folgende Teilnehmer im Wettbewerb war ein Mann im mittleren Alter, sein Auftritt beinhaltete den Titel „Jenny Komm heim!“ von Christian Anders. Sebastian beugte sich zu Ruby hinüber und sagte: „Diese Veranstaltung hat eine gute Mischung, sowohl was die Genres als auch die Interpreten betrifft.“ Ruby erwiderte: „Die Veranstaltung ist immer so vielfältig wie die Vorlieben ihrer Teilnehmer. Niemand, den ich kenne würde ein Lied vortragen, welches ihm nicht gefällt.“ Als dieser Teilnehmer seinen Beitrag vorgetragen hatte bekam auch er den schon bekannten stürmischen Applaus, einige aus dem Publikum jubelten auch lautstark.



Jetzt betrat ein junger Mann die Bühne, sein Beitrag war das Lied „Zwei weiße Pferde“. Auch diesen Titel kannte Sebastian. Das Lied stammte von einem Interpreten, der sich einfach nur NIC nannte. Auch dieser Teilnehmer nutzte künstlichen Hall um die Wirkung seiner Stimme aufzuwerten. Obwohl Sebastian fand, daß die Stimmlage des Teilnehmers nichts zu wünschen übrig lies, doch durch den Hall bekam sie noch einen mystischen Touch. Auch der Text und die Melodie des Liedes gingen direkt in die Seele hinein. Einige im Publikum hatten eine oder zwei Tränen in den Augen.
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Trotz oder auch wegen der rührenden Wirkung spendete das Publikum stürmischen Applaus als der Beitrag vorüber war.



Bevor der nächste Teilnehmer die Bühne betrat sagte Sebastian zu Ruby: „Oh weh, die Konkurrenz ist stark. Wir müssen ganz schön aufpassen!“ Ruby erwiderte darauf: „Ruhig bleiben! Das ist nur ein freundschaftlicher Wettbewerb unter Musikliebhabern. Hier geht es ausschließlich um die Freude an der Musik und am Singen. Außerdem soll es doch Spaß machen.“ Wenig später kam eine junge Frau auf die Bühne, Sebastian schätzte sie auf höchstens achtzehn Jahre. Sie hatte einen Titel ausgewählt, der im Original von dem Interpreten „Guido Hoffmann“ gesungen wurde. Das Lied hieß „Die Legende Von Colloden Moor“ Auch dieser Titel begann mit einem gesprochenem Text als Einleitung. Sebastian rief Ruby leise zu: „Wow, was für eine Stimme!“ Ruby nickte nur wortlos. Auf der Bühne war eine erwachsene Frau zu sehen, doch ihre Stimme ließ ein junges Mädchen vermuten. Es war absolut unbeschreiblich wie diese junge Frau mit dieser noch jüngeren Stimme den Saal in Schwingung brachte. Dementsprechend war auch der Applaus. Das Publikum wollte sich überhaupt nicht mehr beruhigen.



Dann betrat ein älterer Herr mit weißgrauem kurzem Bart die Bühne, er trug das alte Lied „Hoch auf dem gelben Wagen“ vor, welches Sebastian mit dem Sänger Heino in Verbindung brachte. Seine Stimme war klar aber sehr tief. Dennoch sang er kraftvoll und füllte den Saal mit seiner Stimme akustisch voll aus. Das führte beim Publikum zu einer gewaltigen Gänsehaut, alle lauschten ergriffen mit großen Augen. Dieser Beitrag wurde vom Publikum, wie auch die anderen davor mit heftigem Beifall gewürdigt. Sebastian war besorgt, ob er gegen diese Konkurrenz überhaupt was ausrichten konnte. Doch Ruby hatte ihm zuvor klar gemacht, daß es nicht darum ging zu gewinnen sondern daß man Spaß haben sollte.



Dann betrat wieder eine junge Frau die Bühne, sie trug den Song „Never Go Away“ von der Formation Imperio vor. Auch sie verwendete künstlichen Hall um ihrer Stimme mehr Mystik zu geben. Offensichtlich war diese Maßnahme sehr beliebt unter den Teilnehmern, doch sie zeigte stets Wirkung. Die scheinbare Größe des Saals wuchs durch diese akustische Spielerei gewaltig an.
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Sebastian hatte wieder eine Gänsehaut vom Feinsten. Doch den Anderen im Publikum schien es genauso zu ergehen. Das würdigten sie natürlich mit großem Applaus, nachdem der Beitrag beendet war. Sebastian sagte zu Ruby: „Wir hätten auch ein paar Effekte bestellen sollen.“ Ruby sah Sebastian an und sagte: „Ganz ruhig, das ist längst passiert. Schon bei der Anmeldung habe ich für unseren Auftritt spezielles Licht, besser gesagt Dunkelheit und viel Nebel bestellt. Vertraue mir einfach!“



Jetzt betraten vier Männer in mittlerem Alter die Bühne, sie trugen den Titel „Frei wie der Wind“ von der Gruppe Santiano vor. Das Publikum ging richtig mit, immer wenn der Refrain kam sangen alle mit, auch Sebastian und Ruby. Es klang gigantisch, sogar noch besser als die Klingonischen Trinklieder, welche Sebastian und Ruby am Vortag mit dem Zero – G – Team in der Jupiterlunge geschmettert hatten. Für eine derart mitreißende Wirkung spendete das Publikum extra lange Beifall. Die Leute johlten, jubelten und applaudierten.



Jetzt kam wieder eine Frau auf die Bühne, sie war im mittleren Alter und präsentierte das Beresina – Lied. Sie trug es mit fester Stimme und voller Überzeugung vor daß es einigen kalt den Rücken hinunter lief. Dafür erntete sie auch einen gebührenden Applaus, besonders die älteren Zuschauer hatten Gefallen an ihrem Vortrag gefunden. Ruby flüsterte Sebastian zu: „Mach Dich bereit! Ein Beitrag kommt noch, dann sind wir dran. Und vergiß nicht, es geht hier um nichts als den Spaß und die Freude am Singen!“



Ein Mann in mittlerem Alter betrat jetzt die Bühne, er trug eine Lederjacke und hatte weißgraues Haupt- und Barthaar. Und als ob Sebastian es gewußt hatte trug der Mann einen Titel von Freddy Quinn vor und es war genau der, welchen Sebastian geahnt hatte. Das Lied „Junge komm bald wieder“ Das Publikum sang leise den Refrain mit, manche hatten Tränen in den Augen selbst Sebastian hatte es schwer, nicht zu weinen. Für diese eindrucksvolle Darbietung gab es einen Beifall, welcher stürmisch wie ein Orkan war.



Ruby sagte zu Sebastian: „Los komm, wir sind dran! Und nicht erschrecken, ich habe vereinbart daß die Lichter ausgehen, sobald Du deinen Leuchtstab aktivierst.
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“ Sebastian trank seinen Becher leer und folgte Ruby zur Bühne. Auf der Bühne war ein kleines Geländer aufgebaut, das an die Reling eines Schiffes erinnerte. Sebastian aktivierte seinen Leuchtstab und die Lichter im Saal wurden gelöscht, bis auf ein sehr schwaches, kaum wahrnehmbares dunkelblaues Licht, dazu wurde die Bühne in einen Nebel aus einer Nebelkanone gehüllt. Dann begann die Musik, Sebastian hielt den Leuchtstab vor sich als wolle er in die Ferne hinaus blicken. Sein Gesicht wurde durch das schwache Licht in ein sanftes Leuchten gehüllt. Dann kam sein Einsatz und Sebastian begann zu singen. Als Rubys Einsatz begann wurde ein schwacher Lichtstrahl von oben auf sie gerichtet. Dann kam die Stelle wo sie beide im Duett sangen, währenddessen gingen sie langsam aufeinander zu. Als sie sich erreicht hatten stellten sie sich mit den Rücken aneinander und wandten den Blick dem Publikum zu während sie sangen. Die Leuchtstäbe behielten sie dabei in den Händen und wurden noch zusätzlich von dem schwachen Scheinwerferlicht von oben angestrahlt. Als das Lied zuende war, wurde das Licht im Saal wieder aufgedreht. Kurze Zeit herrschte ergriffenes Schweigen, dann brach der Beifall los, die Leute johlten, jubelten und applaudierten. Es wollte gar nicht mehr aufhören. Ruby und Sebastian winkten den Leuten zu und verließen dann die Bühne.



Als der Beifall verstummt war, informierte der Veranstalter das Publikum und die Teilnehmer der Karaokeparty daß die Veranstaltung nach einer Pause von dreißig Minuten, in der die Bewertung der Beiträge stattfände, fortgesetzt würde. Im Anschluß an die Pause würde es dann die Publikumsabstimmung geben. Sebastian und Ruby gingen hinaus und setzten sich an den kleinen Tresen. Ruby bestellte zwei Becher blauen Honigwein, dann fragte sie Sebastian: „Na, wie fandest Du es bis jetzt?“ Sebastian antwortete: „Phantastisch, einige Teilnehmer sind wirklich eine harte Konkurrenz. Du hast aber auch eine hammermäßige Stimme. Und die Idee mit den Licht- und Nebeleffekten war der absolute Wahnsinn.“



Als sie ihre Getränke bekommen hatten kam Nicole Berghof zu ihnen heran, sie sagte: „Wow, das war ja abgefahren, was Ihr da auf der Bühne geboten habt!“ Sebastian erwiderte: „Hey, die Effekte waren Rubys Idee, ich habe nur gesungen.
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“ Ruby entgegnete Sebastian: „Nur gesungen? Ein wenig mehr war es schon. Nicht jeder kann ein Lied auswendig singen, Du hast nicht einmal auf das Textdisplay geschaut.“ Nicole ergänzte: „ Außerdem war es Deine Idee, bei der Karaokeparty teilzunehmen. Ruby hat Dich nur bei der Umsetzung aktiv unterstützt.“ Ruby nickte und sagte: „Das stimmt, die Idee war von Dir.“ Sebastian erkannte schließlich die Meinung von Ruby und Nicole an. Nicole bestellte sich auch einen Becher blauen Honigwein und sagte leise zu Ruby: „Wirst Du, so wie Du jetzt bist mit Sebastian zum Ball gehen oder als Lady G-Force?“ Ruby erwiderte: „Natürlich mit meiner jetzigen Identität! Ich kann ja nicht die ganze Zeit über mit Helm auf dem Ball herumlaufen.“ Schließlich gesellte sich Frau Lorenz zu ihnen, sie sagte: „Ich gratuliere Herr Neuhof, Ihr Beitrag hat mich ziemlich beeindruckt. Dieses Lied schien wie für Sie beide geschrieben.“ Nicole sagte: „Ja, es schien als ob dieses Lied Eure Geschichte erzählt. Sebastian schaute früher fragend in den tiefschwarzen Weltraum, dann kam Ruby und zeigte ihm die Wunder der Milchstraße.“



Sebastian nahm Ruby in den Arm und sagte: „Oh ja, einiges von dem was ich hier gesehen und erlebt habe, hätte ich zuvor nie gewagt mir zu erträumen.“ Frau Lorenz wünschte Sebastian und Ruby noch viel Erfolg für die Auswertung. Dann zog sie sich zurück und widmete sich wieder ihrer Arbeit. Sebastian holte seinen Leuchtstab aus der Tasche und wollte ihn Nicole zurückgeben doch Nicole sagte: „Behalte ihn nur, vielleicht wirst Du ihn noch brauchen wenn Euer Beitrag gewonnen hat. Dann werdet Ihr nicht drum herum kommen noch einmal aufzutreten.“ Sebastian fragte schließlich: „Wie fandet Ihr den ersten Beitrag, das klingonische Lied?“ Nicole erwiderte: „Es war recht martialisch aber in der richtigen Situation ist es sicher ein Kracher.“



Plötzlich sagte Ruby: „Hey, da hinten kommt Miranda Raven, jetzt nicht unruhig werden Basti!“ Nicole sagte: „Okay, ich bin weg.“ Damit verschwand sie und Sebastian schaute ihr fragend hinterher. Dann kam Miranda Raven an den kleinen Tresen und sagte: „Hallo, mein Name ist Miranda Raven vom Flottennachrichtenkanal. Sie waren die Interpreten des letzten Beitrages. Welcher Beitrag der anderen Teilnehmer hat Ihnen persönlich am Besten gefallen?“ Sebastian sagte: „Den ersten Beitrag fand ich ziemlich gelungen, dieses Lied käme auf einer Siegesfeier gut an.
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Zum Beispiel wenn das Zero – G – Team der Hoststation ein Spiel gewonnen hat. Aber der Beitrag welcher mich besonders beeindruckt hat, war das Lied – Die Legende Von Colloden Moor – weil die Stimme der Sängerin eine ziemliche Überraschung war. Mit geschlossenen Augen hätte ich die Sängerin auf höchstens zwölf Jahre alt geschätzt.“ Dann fragte Miranda Raven wer Rubys Favorit war. Ruby erwiderte: „Ich schließe mich der Meinung über den ersten Beitrag an, mein Favorit war jedoch der Titel Cyberdream.“ Dann fragte Miranda Raven: „Was glauben Sie, auf welchem Platz liegt Ihr Beitrag am Ende der Jury- und Publikumsauswertung?“ Ruby antwortete: „Ich hoffe doch daß wir gewinnen, auch wenn das Ziel des Wettbewerbs nur der Spaß und die Freude am Singen ist.“ Dann richtete Miranda Raven die Frage an Sebastian: „Und welchen Platz erhoffen Sie sich?“ Sebastian zuckte mit den Schultern und sagte: „Das war meine erste Karaokeparty, ich hoffe nur daß wir nicht auf dem letzten Platz gelandet sind.“ Miranda Raven sagte: „Gut, dann bedanke ich mich für das Interview und wünsche Ihnen noch viel Erfolg für die Auswertung.“ Damit zog sie sich zurück.



Wenig später kam Nicole Berghof zurück und sagte: „Puh das war knapp. Wollen wir langsam wieder hineingehen? Die Publikumsauswertung müßte gleich anfangen.“ Sie stellten die leeren Trinkbecher auf den Tresen und gingen zurück in den Saal. Sebastian und Ruby setzten sich wieder an den kleinen Tisch mit den zwei Stühlen. Einige Minuten kam Frau Lorenz mit dem Abstimmungsgerät vorbei, Sebastian und Ruby gaben ihre Stimme für ihre Favoriten ab und Frau Lorenz bedankte sich bevor sie zum nächsten Tisch weiter ging. Etwa zehn Minuten später kam Frau Lorenz wieder am Tisch von Ruby und Sebastian und fragte ob sie noch etwas zu trinken wünschten. Sebastian und Ruby bestellten sich noch je einen großen Becher blauen Honigwein. Frau Lorenz bestätigte dies fuhr mit ihrer Arbeit fort.



Dann trat Miranda Raven auf die Bühne und verkündete: „So, verehrte Teilnehmer und Gäste, die Ergebnisse der Jury- und Publikumsauswertung wurden zusammengezählt und liegen jetzt vor.
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Auf dem dritten Platz mit zweiundzwanzig Komma acht Prozent liegt – das klingonische Kampf- und Trinklied!“ Die Menge grölte, johlte und Jubelte. Als die Freude wieder abgeebbt war sagte Miranda Raven: „Auf dem zweiten Platz mir fünfundzwanzig Komma eins Prozent liegt das Lied – Star Beyond Time!“ Wieder begann ein lauter Jubel und ein stürmischer Applaus. Als die Menge sich wieder beruhigt hatte rief Miranda Raven: „Und auf dem ersten Platz liegt mit sensationellen fünfunddreißig Komma fünf Prozent liegt... Na was glauben Sie? Weit übers Meer!“ Im Saal brach ein ohrenbetäubender Jubel aus, die Leute waren nicht mehr zu halten. Es wurde rhythmisch geklatscht und gejubelt. Als die Meute sich wieder beruhigt hatte sagte Miranda Raven: „Und hier sind die Interpreten des Siegertitels, Leutnant Ruby Ivanes und Fähnrich Sebastian Neuhof von der ESFS Far Horizon. Kommen Sie bitte nach vorne!“



Unter lautem Beifall, Jubel und Gejohle standen Sebastian und Ruby auf und gingen in Richtung der Bühne. Als sie die Bühne betraten schüttelte Miranda Raven beiden die Hand und gratulierte ihnen zum Sieg. Dann fragte sie: „Wie fühlen Sie sich jetzt?“ Als sie Ruby das Mikrofon entgegen hielt sagte Ruby: „Glücklich.“ Dann hielt Miranda Raven Sebastian das Mikrofon und fragte: „Und Sie?“ Sebastian erwiderte: „Überrascht.“ Darauf erwiderte Miranda Raven: „Was überrascht Sie denn an diesem Ergebnis?“ Sebastian antwortete: „Das war mein erster Karaokewettbewerb.“ Miranda Raven erwiderte: „Ihr erster Karaokewettbewerb und dann gleich auf Platz eins gelandet, das nenne ich einen gelungenen Start. Aus sicherer Quelle weis ich, daß Sie morgen beim Flottenball zum Kreis der neuen Flottenmitglieder gehören. Darf man fragen für welchen Tanz sie sich entschieden haben, wenn die Tanzfläche für einen Tanz nur Ihnen und Ihrer Begleitung gehört?“ Ruby zwinkerte Sebastian zu und Sebastian sagte: „Wir haben was einstudiert, unglücklicherweise existiert dafür aber noch keine Bezeichnung.“ Miranda Raven schaute Sebastian erstaunt an und erwiderte: „Das klingt ziemlich interessant. Wir dürfen uns also auf eine Überraschung gefaßt machen?“ Sebastian und Ruby antworteten im Chor: „Ja!“ Miranda Raven erwiderte: „Dann sehen wir uns morgen auf dem Flottenball.
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Und jetzt liebe Gäste, noch einmal der Siegertitel der heutigen Veranstaltung. Weit übers Meer!“ Damit verließ Miranda Raven die Bühne worauf Sebastian und Ruby die Leuchtstäbe heraus holten. Dann wurde das Licht im Saal bis auf das schwache blaue schimmern gelöscht und Sebastian und Ruby trugen nochmals ihren Titel vor.



Als der Beifall nach ihrer Zugabe verstummt war verließen Sebastian und Ruby den Saal. Auf dem Weg zum Lift kam Nicole ihnen hinterher gelaufen und rief: „Herzlichen Glückwunsch zu Eurem Sieg!“ Sebastian und Ruby bedankten sich und Nicole fragte: „Was habt Ihr jetzt vor?“ Sebastian schaute Ruby an und fragte: „Was hältst Du vom einer kleinen Feier?“ Ruby nickte und sagte: „Das hört sich gut an, laßt uns feiern!“ Dann sagte Sebastian zu Nicole: „Wo wollen wir denn feiern?“ Nicole überlegte, dann sagte sie: „In der Sagitarius Bar ist jetzt bestimmt noch was los, ich würde dahin gehen.“ Darauf erwiderte Ruby: „Okay, dann gehen wir da hin.“ Mit diesen Worten kamen sie an der Liftkonsole an. Ruby wählte den Restaurantbereich als Ziel aus und es kam der Hinweis, daß Kabine eins die nächste freie Möglichkeit für diese Fahrt war, also gingen sie zu Kabine eins und stiegen ein.



Als sie im Restaurantbereich ankamen war dort recht wenig Betrieb. Sebastian fragte: „Was ist denn hier los, Sperrstunde?“ Nicole antwortete: „Wahrscheinlich sind die Meisten in ihren Quartieren oder dem Mediencenter und haben bis jetzt die Karaokeparty auf dem Bildschirm verfolgt. Natürlich kann es auch sein, daß die Leute einfach ihre Freizeit woanders verbringen.“ Sie betraten die Sagitarius Bar und setzten sich an den Tresen. Ruby bestellte eine große Flasche blauen Honigwein und drei Trinkbecher, als die Bestellung kam schenkte Ruby ein und jeder nahm sich einen Becher. Ruby erhob ihren Becher und sagte: „Auf unseren Sieg!“ Nicole fügte hinzu: „Ein glorreicher Sieg mit dreiunddreißig Komma fünf Prozent!“ Darauf sagte Sebastian: „Ja, doch nichts ist so schön, wie ein unerwarteter Sieg!“ Dann nahmen sie jeder einen großen Schluck. Sebastian fragte plötzlich: „Ob Kapitän Tönnigs das Ganze auf dem Flottennachrichtenkanal mit verfolgt hat?“ Nicole erwiderte: „Kontaktiere Ihn doch einfach, wenn er es noch nicht weis dann kannst Du ihm die frohe Botschaft gleich überbringen.
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“ Sebastian sagte: „Ja, das mache ich gleich.“



Dann sprach Sebastian in sein Armband: „Verbindung zu Kapitän Tönnigs auf der ESFS Far Horizon!“ Kapitän Tönnigs meldete sich: „Ja Fähnrich, was gibt es denn?“ Sebastian erwiderte: „Kapitän Tönnigs, wir haben bezüglich der Karaokeparty eine gute und eine schlechte Nachricht. Welche möchten Sie zuerst hören?“ Kapitän Tönnigs antwortete: „Dann erzählen sie mir die schlechte Nachricht!“ Sebastian erwiderte: „Kapitän Vera Bach hat mit ihrem Auftritt den zweiten Platz belegt.“ Kapitän Tönnigs fragte: „Und was ist die gute Nachricht?“ Sebastian antwortete stolz: „Auf dem ersten Platz sind Leutnant Ruby Ivanes und ich gelandet.“ Kapitän Tönnigs erwiderte: „Wirklich? Das ist ja wunderbar, Sie haben den Titel für das Schiff geholt.“ Sebastian sagte: „Ich hatte zwar nicht mit einem Sieg gerechnet aber ich bin dennoch erfreut, daß wir es geschafft haben.“ Kapitän Tönnigs erwiderte: „Gut gemacht! Ich werde mir die Zusammenfassung auf jeden Fall morgen früh auf dem Flottennachrichtenkanal ansehen. Wir sehen uns auf dem Flottenball morgen. Ich hörte daß sie angeblich etwas überraschendes im Rahmen des Vorstellungstanzes für neue Flottenmitglieder einstudiert haben. Ich bin schon sehr gespannt was Sie uns präsentieren werden. Genießen Sie den Abend! Tönnigs Ende!“ Damit schloß er den Kanal.



Nicole fragte: „Könnt Ihr mir nicht wenigstens einen kleinen Tip geben, was Ihr morgen beim Vorstellungstanz machen werdet?“ Ruby antwortete: „Äußerst ungern, es wird nämlich ziemlich speziell. Soviel kann ich Dir sagen, wir werden den Begriff Tanzen auf eine völlig neue Weise definieren.“ Nicole erwiderte: „Also wenn Sebastian darin verwickelt ist, dann rechne ich mit dem Undenkbaren.“ Sebastian sagte: „Wenn Du das Undenkbare erwartest, liegst Du vielleicht gar nicht mal so falsch.“ Nicole antwortete: „Wenn es wirklich so spektakulär wird, dann platzt Yvette vor Neid. Allein diese Vorstellung erweckt in mir eine ungeahnte Vorfreude.“ Sebastian sagte: „Yvette wird überhaupt nicht wissen, wie ihr geschieht.“ Darauf erhoben sie die Becher und stießen an.
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Wenig später sagte Nicole: „Bitte haltet mich nicht für verrückt, aber ich habe vorgestern abend etwas seltsames erlebt.“ Sebastian antwortete: „Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster. Vorgestern am Abend hast Du plötzlich in Gedanken meine Stimme gehört, wie ich die Wächter bat mir ihre Geschichte zu erzählen. Dann hast Du die Geschichte mit angehört.“ Nicole erwiderte: „Woher weist Du das? Ich habe es noch niemandem erzählt.“ Ruby antwortete: „Wir drei waren auf dem Schiff der Wächter, dort gab Riona uns die Möglichkeit im Geiste mit den Wächtern zu kommunizieren. Ich glaube wir drei sind über die Wächter auch miteinander verbunden.“ Nicole fragte: „Du meinst wie in einer Art kollektivem Bewußtsein?“ Sebastian erwiderte: „Ja, aber nicht wie bei den Borg aus Startrek. Unsere Verbindung dient nur der Kommunikation. Ich wäre Dir aber Dankbar, wenn Du dies für Dich behältst. Ich will nicht den Rest meines Lebens als ein Abgesandter der Wächter gelten und ständig von Gläubigen umlagert werden.“ Nicole antwortete: „Alles klar, das kann ich nachvollziehen. Versprochen, meine Lippen sind versiegelt.“



Nicole tippte auf der Konsole des Tresens herum und rief: „Was denn, schon zwanzig Uhr? Oh man wie die Zeit vergeht! Ich werde Euch jetzt alleine lassen, wir sehen uns spätestens morgen beim großen Ball. Ich bin schon sehr gespannt auf das Unerwartete.“ Dann stand sie auf und verließ die Bar. Ruby füllte nochmals die Becher und sagte: „Wir werden auch bald aufbrechen.“ Sebastian fragte: „Bist Du müde?“ Ruby lächelte und sagte: „Nein, ich habe nichts vom Schlafengehen gesagt.“ Dann tranken sie aus, standen auf und verließen die Bar. Sebastian fragte: „Wo gehen wir hin?“ Worauf Ruby antwortete: „Laß Dich überraschen!“ Darauf hielt sie ihr Armband an die Liftkonsole und sagte: „Simulationszentrum für Offiziere!“ aus der Konsole kam der Hinweis auf Kabine zwei, dann fragte Sebastian: „Wie bitte, wo fahren wir hin?“ Doch Ruby zog ihn ohne Worte in den Lift hinein. Dann schlossen sich die Türen.



Als die Türen des Lifts sich wieder öffneten gaben sie den Weg auf einen langen Gang frei, in dem sich auf beiden Seiten in großen Abständen Türen befanden.
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Als sie den Lift verließen standen Miriam Sukow, Nicole Berghof und Yvette Mangold neben der Lifttür und riefen: „Überraschung!“ Sebastian fragte: „Was für eine Überraschung?“ Ruby fragte: „Wenn Dir alle Möglichkeiten offen stünden, welchen Posten würdest Du gerne mal auf einem Schiff der Erdraumflotte übernehmen?“ Sebastian antwortete ohne zu zögern: „Den Posten des Kapitäns.“ Ruby erwiderte: „Such Dir ein Schiff aus!“ Sebastian fragte: „Aussuchen, wie?“ Yvette antwortete: „Das ist doch eine ganz einfache frage. Auf welchem Schiff wärst Du gerne mal der Kapitän?“ Sebastian erwiderte: „Na wenn das so ist, dann wähle ich die Far Horizon. Aber das dauert sicher noch eine Ewigkeit.“ Ruby fragte: „Was hältst Du von jetzt gleich?“ Sebastian fragte: „Wie denn?“ Miriam Sukow erwiderte: „Hinter jeder dieser Türen befindet sich ein Brückensimulator.“ Yvette Tippte auf einer Konsole herum, worauf sich eine der vielen Türen öffnete, dann sagte sie: „Ihr Schiff erwartet Sie Kapitän Neuhof.“ Sie traten durch die offenstehende Tür. Als sich die Tür hinter ihnen geschlossen hatte sagte Ruby: „Jetzt solltest Du Deiner Mannschaft, also uns die Einsatzgebiete zuteilen.“ Sebastian erwiderte: „Okay, ich setze am Besten jeden auf seinen angestammten Posten. Miriam ist für das Ingenieurswesen zuständig, Yvette steht an der Operationszentrale, Nicole Du bist mein Wissenschaftsoffizier und Du Ruby bist mein erster Offizier.“ Dann gingen alle an ihre Stationen, Ruby setzte sich auf den Platz des ersten Offiziers und sagte: „Bitte setzen Sie sich Kapitän Neuhof, Ihr Platz erwartet Sie!“ Sebastian nahm auf dem Platz des Kapitäns Platz daraufhin fragte Ruby: „Wie lauten Ihre Befehle?“



Sebastian sagte: „Alle Stationen Bericht!“ Miriam antwortete: „Maschinen und Schiffssysteme klar.“ Dann antwortete Nicole: „Sensoren klar.“ Yvette antwortete: „Navigation und taktische Systeme Klar.“ Ruby Antwortete zuletzt: „Das Schiff ist im Uranus-Flottendock im angedockt und einsatzbereit Kapitän.“ Sebastian fragte Ruby: „Wie lauten unsere Befehle?“ Ruby erwiderte: „Wir sollen ins System Ypsilon Andromedae springen und dort die drei Planeten erforschen.“ Sebastian sagte: „Freigabe zum verlassen des Docks anfordern!“ Ruby erwiderte: „Verstanden.
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Freigabe zum Verlassen des Docks ist erteilt worden.“ Dann sagte Sebastian zu Yvette: „Abdocken einleiten, mit Manövriergeschwindigkeit das Dock verlassen und anschließend in den Standardorbit des Uranus einschwenken!“ Yvette erwiderte: „Verstanden. Wir verlassen das Dock. – Wir schwenken nun in den Standardorbit des Uranus ein.“ Dann fragte Sebastian Miriam: „Wie ist der Status des Sprungantriebs?“ Miriam erwiderte: „Sprungantrieb ist einsatzbereit.“ Sebastian sagte zu Yvette: „Wir verlassen den Orbit, danach springen wir ins System – Ypsilon Andromedae!“ Yvette bestätigte: „Verlassen jetzt den Uranusorbit. Bereit zum Sprung.“ Darauf antwortete Sebastian: „Sprungantrieb ein!“ Yvette bestätigte und führte den Sprung aus.“ Ruby sagte zu Sebastian: „Hier in der Simulation dauern die Sprünge nur maximal eine Minute.“



Yvette meldete: „Ankunft im System – Ypsilon Andromedae – in wenigen Sekunden.“ Sebastian erwiderte: „Verstanden.“ Dann befanden sie sich im Ypsilon Andromedae – System. Sebastian sagte zu Nicole: „Langstreckensensoren, Scannen Sie das System!“ Nicole erwiderte: „Verstanden! – Der Stern hat die Spektralklasse F8V, das System hat drei Planeten. Ypsilon Andromedae B, – C und – D. Sie haben im Verhältnis zum Jupiter das Größenverhältnis 0,687, 1,97 und 3,93.“ Sebastian fragte Nicole: „Welcher der drei Planeten ist uns am nächsten?“ Nicole antwortete: „Andromedae D.“ Sebastian sagte zu Yvette: „Sprung in den Orbit von Andromedae D!“ Yvette bestätigte die Sprungbereitschaft und Sebastian sagte: „Sprungantrieb ein!“



Daraufhin sprangen sie und tauchten wenig später im Orbit des Planeten wieder auf. Yvette meldete: „Wir sind im Standardorbit von Andromedae D.“ Sebastian antwortete: „Verstanden.“ Dann sagte er zu Nicole: „Hochauflösender Scan, entlocken Sie dem Planeten seine Geheimnisse!“ Nicole antwortete: „Hochauflösender Scan ist im Gange. – Der Planet ist ein Gasriese, seine Umlaufzeit um den Stern beträgt 1290,1 Tage, seine Bahnhalbachse beträgt 2,54 Astronomische Einheiten und seine Exzentrizität hat den Wert 0,258. – Kapitän, ein Schiff ist soeben in das System gesprungen.“ Sebastian erwiderte: „Können Sie es Identifizieren?“ Nicole erwiderte: „Ja, es ist die – Ivan der schreckliche – von der freien russischen Raumflotte.
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“ Sebastian rief: „Defensiver Gefechtsmodus!“ Dann sagte er zu Nicole: „Verfolgen Sie den Kurs des Schiffes, und geben Sie mir den Status ihrer Waffen und Schilde!“ Nicole erwiderte: „Sie halten Kurs auf uns zu, ihre Waffen und Schilde sind aktiv.“ Sebastian rief: „Offensiver Gefechtsmodus!“ Dann sagte er zu Ruby: „Rufen Sie das Schiff!“ Ruby sagte: „Verstanden, sie antworten.“ Sebastian sagte: „Auf den Schirm!“



Auf dem Bildschirm erschien das Bild eines Mannes in einer grünen Uniform. Sebastian stand von seinem Sitzplatz auf und sagte: „Ich bin Kapitän Sebastian Neuhof vom Erdraumflottenschiff Far Horizon. Bitte erklären Sie Ihre Absichten!“ Der Mann auf dem Bildschirm antwortete mit russischem Akzent: „Ich bin Kapitän Igor Valentin. Erklären Sie Ihre Absichten zuerst!“ Sebastian antwortete: „Wir sind in diesem System um die drei Planeten zu erforschen.“ Kapitän Valentin erwiderte: „Sie wollen zweifellos dieses System für sich beanspruchen, das werden wir nicht zulassen. Die freie russische Raumflotte beansprucht dieses System. Sie haben fünf Minuten um sich zurückzuziehen.“ Dann wurde die Verbindung beendet.



Sebastian setzte sich wieder und sagte zu Nicole und Yvette: „Taktische Analyse! Können wir es mit ihnen aufnehmen?“ Nicole scannte das russische Schiff und transferierte die Daten an Yvette weiter. Yvette sagte: „Ihre Bewaffnung ist mit unserer Vergleichbar, ihre Schilde ebenfalls. In der Frage der Manövrierfähigkeit sind sie uns unterlegen, dafür ist ihre Höchstgeschwindigkeit der unseren überlegen.“ Sebastian sagte: „Erfassen sie ihre Waffenoszilationsfrequenz ständig und passen Sie unsere Schilde an jede Änderung an!“ Nicole und Yvette erwiderten im Chor: „Verstanden.“ Dann fügte Sebastian hinzu: „Und wenn wir schon dabei sind, passen Sie unsere Waffenoszilationsfrequenz so an daß wir ihre Schilde schnellstmöglich ausschalten können und kompensieren Sie jede Änderung ihrer Schildfrequenz.“ Auch diese Entscheidung bestätigten Nicole und Yvette im Chor. Daraufhin sagte Sebastian zu Yvette: „Wenn es zum Kampf kommt, schalten Sie sobald deren Schilde offline sind deren Waffen, Antriebe, den Sprungantrieb und die Langstreckenkommunikation aus.
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“ Yvette erwiderte: „Verstanden.“ Dann wandte sich Sebastian Ruby zu und sagte: „Informieren Sie das Flottenmanagement über unsere Lage!“ Ruby bestätigte den Befehl und tippte auf ihrer Konsole herum.



Wenig später sagte Ruby: „Ein Ruf vom Flottenmanagement kommt soeben herein.“ Sebastian erwiderte: „Auf den Schirm!“ Kurz darauf war auf dem Bildschirm eine Frau in er Uniform eines Admirals zu sehen. Sie sagte: „Kapitän Neuhof, ich habe Ihren Statusbericht erhalten und mit unseren russischen Kontaktpersonen gesprochen. Die freie russische Raumflotte ist eine Organisation von Abtrünnigen. Die russischen Behörden distanzieren sich offiziell von den Taten dieser Organisation. Man läßt Ihnen freie Hand in dieser Angelegenheit.“ Sebastian erwiderte: „Verstanden.“ Die Frau in der Admiralsuniform antwortete: „Viel Glück!“ Dann wurde die Verbindung beendet.



Sebastian sagte: „Sehr interessant, wir haben es also mit Abtrünnigen zutun.“ Dann sagte er zu Yvette: „Sobald ich mit den Fingern schnippe ist dies das Zeichen für Sie, den Angriff auf die bereits angesprochenen Systeme zu starten. Vermeiden Sie es jedoch die Hülle der Bereiche zu beschädigen, in denen sich Menschen befinden!“ Yvette erwiderte: „Verstanden.“ Ruby fragte: „Was werden Sie jetzt tun Kapitän?“ Sebastian erwiderte: „Ich, wir werden warten und denen den ersten Schritt überlassen.“ Dann sagte Sebastian zu Miriam: „Versuchen Sie die Leistung und die Reaktionszeit der Triebwerke und des Sprungantriebs noch etwas zu verbessern, falls wir hier ganz schnell weg müssen!“ Miriam antwortete: „Verstanden. – Ich habe die Triebwerke auf zwanzig Prozent über normal und der Sprungantrieb ist aufgeladen und bereit für einen Sprung von einer Lichtminute.“



Dann sagte Ruby: „Das gegnerische Schiff ruft uns wieder.“ Sebastian erwiderte: „Auf den Schirm!“ Auf dem Bildschirm war wieder Kapitän Valentin zu sehen, er sagte: „Sie haben noch eine Minute um sich zurückzuziehen.“ Sebastian erwiderte: „Die russischen Behörden haben sich von Ihnen distanziert, wir werden uns nicht zurückziehen sondern Sie!“ Daraufhin erwiderte Kapitän Valentin: „Ach wirklich?“ Dann sagte Nicole: „Sie feuern auf uns!“ Yvette meldete: „Die Schilde halten.“ Sebastian schaute auf den Bildschirm und sagte zu Kapitän Valentin: „Sie hatten Ihre Chance sich zurückzuziehen.
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“ Dann schnippte er mit den Fingern und Yvette führte den vorbereiteten Angriff aus. Auf der Brücke des gegnerischen Schiffes kamen Funken aus den Konsolen und Yvette sagte: „Alle Hauptsysteme des gegnerischen Schiffes wurden unbrauchbar gemacht.“ Sebastian sagte zu Kapitän Valentin: „Das war nur eine Warnung. Ergeben Sie sich und übergeben Sie Ihr Schiff. Sie sind nicht länger in der Lage Widerstand zu leisten.“ Kapitän Valentin machte ein mürrisches Gesicht, dann sagte er: „Lieber sterben wir hier.“ Sebastian erwiderte: „Aber nicht durch unsere Hand!“ Dann sagte er zu Ruby: „Kanal schließen!“ Der Bildschirm wechselte wieder zur Ansicht nach vorne. Sebastian sagte zu Yvette: „Wir verlassen den Orbit mit halber Kraft in Richtung – Ypsilon Andromedae C.“ Yvette erwiderte: „Kurs eingegeben.“ Sebastian erwiderte: „Beschleunigen!“ Yvette bestätigte den Befehl und führte ihn aus.



Yvette fragte erstaunt: „Wollen wir den Gegner einfach zurücklassen?“ Sebastian erwiderte: „Sie werden jedenfalls nicht wegfliegen. Haben Sie Geduld, unsere Freunde werden sich bestimmt bald bei uns melden, wenn sie realisieren daß sie absolut handlungsunfähig und nicht in der Lage sind Verstärkung zu rufen.“



Nach einer Weile sagte Ruby: „Das gegnerische Schiff ruft uns.“ Sebastian erwiderte: „Jetzt schon? Das ging aber schnell. Auf den Schirm!“ Erneut war Kapitän Valentin auf dem Bildschirm zu sehen, er fragte: „Wollen Sie uns einfach hier zurücklassen?“ Sebastian erwiderte: „Ich habe Ihnen versichert, daß Sie nicht durch unsere Hand sterben werden. Wenn Sie uns um Hilfe ersuchen wollen, werden wir Sie aus Ihrer mißlichen Lage befreien. Dazu müssen Sie sich lediglich ergeben und Ihr Schiff übergeben.“ Kapitän Valentin antwortete: „Also schön, sie haben gewonnen. Wir ergeben uns.“ Sebastian erwiderte: „Sie haben die richtige Entscheidung im Interesse Ihrer Mannschaft getroffen Kapitän Valentin, auf diese Weise wird Ihre Mannschaft nicht hier draußen stranden sondern zur Erde zurückkehren können. Selbst wenn sie sich dort für ihre Taten verantworten müssen.“ Kapitän Valentin antwortete: „Ich verstehe. Wir sind bereit unser Schiff zu übergeben.
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“ Sebastian sagte: „Verstanden.“ Dann sagte er zu Ruby: „Verbindung Ende!“ Ruby schloß daraufhin den Kanal. Dann sagte Sebastian zu Yvette: „Wenden und das Schiff in Teleporterreichweite passieren!“ Yvette bestätigte den Befehl und führte ihn aus. Dann sagte Sebastian zu Nicole: „Behalten Sie die System des gegnerischen Schiffes im Auge, beim kleinsten Anzeichen einer Selbstzerstörung geben Sie sofort den Befehl zum unverzüglichen Sprung!“ Nicole bestätigte den Befehl und führte ihn aus.



Schließlich sagte Nicole: „Wir sind fast in Teleporterreichweite.“ Sebastian sagte: „Gefechtsmodus aufheben!“ Ruby bestätigte dies, dann sagte Sebastian zu Ruby: „Die Besatzung des gegnerischen Schiffes in die Arrestzellen teleportieren!“ Ruby bestätigte den Befehl und sagte: „Alle neununddreißig Besatzungsmitglieder sind in den Arrestzellen.“ Sebastian sagte zu Yvette: „Halten Sie einen großen Sicherheitsabstand zum gegnerischen Schiff!“ Yvette erwiderte: „Verstanden gehen auf Distanz von dreißigtausend Kilometern zum gegnerischen Schiff.“ Daraufhin sagte Sebastian zu Ruby: „Kontaktieren Sie das Flottenmanagement und teilen Sie ihnen unseren Status mit!“ Ruby bestätigte Befehl und Ausführung.



Wenig später meldete Ruby: „Eine Nachricht vom Flottenmanagement“ Sebastian erwiderte: „Auf den Schirm!“ Auf dem Schirm war diesmal ein männlicher Admiral zu sehen. Er sagte: „Gute Arbeit Kapitän Neuhof! Kehren Sie umgehend zurück in den Orbit des Uranus. Ein russisches Schiff wird sich um das aufgebrachte Schiff kümmern. Dann wurde der Kanal geschlossen. Sebastian sagte zu Yvette: „Sie haben den Admiral gehört, Sprung in den Uranusorbit!“ Yvette bestätigte die Sprungbereitschaft und Sebastian befahl: „Sprungantrieb ein!“ Dann sprangen sie.



Nach einer Minute simulationsbedingter Sprungzeitverkürzung kamen sie im Orbit des Uranus an. Ruby sagte: „Hier kommt eine Nachricht herein.“ Sebastian erwiderte: „Auf den Schirm! Kurz darauf sah er Kapitän Tönnigs auf dem Bildschirm. Sofort stand er auf und sagte: „Kapitän Tönnigs?“ Daraufhin erwiderte Kapitän Tönnigs: „Rühren Fähnrich! Ich hatte gerade nichts zutun und da berichtete man mir daß einige Mitglieder meiner Mannschaft sich im Brückensimulator herumtreiben, also habe ich mir Ihre Simulation mal angesehen.
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Mir fehlen einfach die Worte um zu beschreiben was ich von dem gesehenen halte.“ Sebastian fragte: „Habe ich etwas falsch gemacht?“ Kapitän Tönnigs erwiderte: „Wenn Sie es als falsch bezeichnen eine praktische Prüfung für das führen eines Schiffes noch vor Beginn Ihrer Ausbildung zu bestehen, dann ja. Ich muß Ihnen mitteilen, daß noch nie ein Anwärter für das Kommando eines Schiffes diese Prüfung in der selben Art und Weise absolviert hat wie Sie. Bisher endete diese Prüfung meist mit der Zerstörung des Gegnerischen Raumschiffes inklusive aller dem Tot Besatzungsmitglieder oder mit der Zerstörung der Far Horizon. Jetzt hat dieses Szenario dank Ihnen eine dritte Lösungsmöglichkeit und wir müssen die Kriterien für die Fähigkeitsbewertung von Anwärtern für das Kommando eines Schiffes völlig überarbeiten. Das gibt sicher wieder einen Haufen Papierkram. Wie dem auch sei, ich bin von Ihrer Leistung tief beeindruckt. Wenn es Ihnen möglich ist, treffen Sie mich doch in zehn Minuten in der Jupiterlounge.“ Sebastian erwiderte: „Verstanden Kapitän Tönnigs, ich mache mich sofort auf den Weg.“ Daraufhin schloß Kapitän Tönnigs den Kanal.



Sebastian sah fragend in die Gesichter seiner Mannschaft, dann fragte er: „Kann mir irgendwer erklären, was Ihr Euch dabei gedacht habt, als Ihr mir eine Praktische Prüfungsaufgabe gestellt habt?“ Yvette stammelte kleinlaut: „Wir wollten Dir nur einen Einblick in das praktische Leben auf der Brücke verschaffen. Manchmal gibt es dort auch ausweglose Situationen.“ Sebastian erwiderte: „Nun, dies war offensichtlich keine ausweglose Situation. Na nun kommt schon, wir wollen Kapitän Tönnigs nicht warten lassen!“ Daraufhin verließen sie den Brückensimulator und gingen zum Lift. Sebastian hielt sein Armband an die Aufzugskonsole und wählte den Restaurantbereich als Fahrziel und als der Lift sich öffnete stiegen sie ein.



Als sie im Restaurantbereich ankamen gingen sie in die Jupiterlounge wo schon Kapitän Tönnigs und Commander Junkers saßen. Kapitän Tönnigs sagte zu ihnen: „Setzen Sie sich bitte!“ Sebastian und die anderen setzten sich zu Kapitän Tönnigs und Commander Junkers an den großen Tisch.
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Als alle saßen fragte Kapitän Tönnigs: „Okay, wessen Idee war das, wer hat ausgerechnet dieses Szenario für die Simulation ausgewählt?“ Yvette hob zaghaft die Hand. Darauf sagte Kapitän Tönnigs: „Sie schon wieder! Wollten Sie Fähnrich Neuhof etwa mal eine richtige Niederlage spendieren?“ Yvette brachte kein Wort heraus, daraufhin sagte Kapitän Tönnigs: „Offensichtlich ist Ihr Vorhaben gründlich schief gelaufen Leutnant Mangold.“ Commander Junkers sagte: „Ich habe die Simulation auch verfolgt und konnte keine grobe Abweichung von den Protokollen und Vorschriften feststellen. Wissen Sie eigentlich was das heißt?“ Kapitän Tönnigs ergänzte: „Den Vorschriften zufolge hat das Bestehen einer praktischen Prüfung für die Befähigung ein Schiff zu kommandieren die Konsequenz daß der Absolvent der Prüfung das Patent erhält, das ihn dazu berechtigt ein Schiff zu kommandieren.“ Commander Junkers merkte dazu an: „Und normalerweise liegen vor dem Ablegen einer praktischen Prüfung einige Jahre Ausbildung. Aber nein, Sie haben es irgendwie geschafft, daß Fähnrich Neuhof den allerletzten Schritt noch vor dem allerersten macht.“



Kapitän Tönnigs sagte: „Ich muß jetzt etwas tun, was ich nie für möglich gehalten habe. Fähnrich Neuhof, hiermit erteile ich Ihnen die Berechtigung leitende Aufgaben auf Brücke zu übernehmen.“ Mit diesen Worten steckte Kapitän Tönnigs Sebastian ein Rangabzeichen an die Uniform und sagte: „Leutnant Neuhof, hiermit mache ich Sie zum Brückenoffizier der Far Horizon. Damit können Sie stellvertretend für Commander Junkers oder Mich das Schiff kommandieren.“ Dann wandte sich Kapitän Tönnigs Yvette zu und sagte: „Und Sie werden ab sofort im selben Schichtrhythmus eingeteilt, in dem Leutnant Neuhof auf der Brücke seinen Dienst verrichtet. Sie haben ihm diesen Posten eingebrockt also werden Sie auch von den Konsequenzen betroffen. Das bedeutet, sie werden die Fliegerei hinter den Brückendienst anstellen müssen. Ich hoffe sie haben Ihre Lektion gelernt. Unterschätzen Sie niemals Leutnant Neuhof!“



Daraufhin sagte Commander Junkers zu Sebastian: „Hat es Ihnen Spaß gemacht?“ Sebastian antwortete: „Ja, und wie!“ Kapitän Tönnigs wollte wissen, wo Sebastian sein Wissen her hatte, welches er in der Simulation zum Einsatz brachte.
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Sebastian sagte zu Kapitän Tönnigs: „Bitte lachen Sie mich jetzt nicht aus aber ich habe im Simulator nur angewendet, was ich aus Startrek kannte.“ Kapitän Tönnigs erwiderte: „Das gibt’s doch wohl nicht, diese Serien sorgen in der Erdraumflotte ganz schön für Bewegung! Ab heute integrieren Wir diese Serien in das Ausbildungsprogramm.“ Commander Junkers sagte: „Ich werde mich persönlich darum kümmern.“ Dann sagte Kapitän Tönnigs zu Sebastian: „Nehmen Sie sich für den fünfundzwanzigsten Juli nichts vor, das ist der erste Tag nach Ihrem Urlaub, an diesem Tag werden Sie ab acht Uhr auf der Brücke neben mir sitzen. Ich will sehen, wozu Sie fähig sind.“ Dann sagte Kapitän Tönnigs zu Yvette: „Und den selben Schichtplan haben damit auch Sie. Während Leutnant Neuhof auf der Brücke ist, werden Sie an der Operationszentrale Ihren Dienst verrichten.“ Yvette erwiderte: „Verstanden Kapitän Tönnigs. Soll das bedeuten, daß ich bis zum fünfundzwanzigsten Juli...“ Kapitän Tönnigs ergänzte: „Daß sie bis dahin Dienstfrei haben? Ja und nein, Sie werden sich während dieser Zeit mit dem Thema Startrek befassen. Die Serien befinden sich im Bordarchiv, sehen sie zu und lernen Sie! Doch zuvor bereiten Sie sich auf den morgigen Ball vor, Ihre Studien von Startrek können bis nach dem Ball warten.“ Kapitän Tönnigs lächelte weise und Yvette antwortete: „Verstanden, danke Kapitän Tönnigs.“



Dann sagte Kapitän Tönnigs: „Jetzt machen Sie sich noch einen schönen Abend! Und bitte halten Sie sich von Szenerien für praktische Prüfungen fern, nicht daß ich Leutnant Neuhof demnächst noch zum Kapitän befördern muß. Ich habe auch so schon genug Papierkram, aber dank Leutnant Neuhof hat die Far Horizon nun ein leistungsfähiges Magnettraktorsystem. Ich sehe Sie morgen alle auf dem Ball.“ Mit diesen Worten Stand Kapitän Tönnigs auf und verließ die Lounge auch Commander Junkers verabschiedete sich und wünschte noch einen guten Abend.



Sebastian sah die vier Frauen neben sich an und fragte: „Ich glaube einfach nicht, was da gerade passiert ist.
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So etwas passiert einem doch nicht so einfach.“ Miriam, Nicole, Yvette und Ruby wußten auch nichts dazu zu sagen. Dann verabschiedeten sich Miriam, Nicole und Yvette. Kurz bevor sie die Lounge verließen rief Sebastian: „Hey Yvette – Danke!“ Yvette verzog das Gesicht und verschwand. Sebastian sah Ruby tief in die Augen und fragte: „Hast Du geahnt, wie das endet?“ Ruby schüttelte fassungslos den Kopf. Darauf sagte Sebastian: „Laß uns ebenfalls verschwinden, bevor mich Yvette noch in eine Prüfung zum Admiralspatent verwickelt!“ Ruby versuchte zu grinsen, dann stand sie auf und folgte Sebastian aus der Lounge. Sebastian wählte sein Quartier als Fahrziel für den Lift und bekam den Hinweis auf Kabine fünf. Sie stiegen ein und fuhren nach oben.



Als sie vor Sebastians Quartier standen fragte Sebastian: „Kommst Du mit rein?“ Ruby fiel ihm um den Hals und Sebastian öffnete die Tür, dann traten sie ein. Sebastian setzte sich mit Ruby auf die Couch und nahm sie in den Arm. Ruby fragte leise: „Bist Du irgendwie sauer?“ Sebastian erwiderte: „Ich weis nicht was ich sein soll, ich kann ja noch nicht einmal glauben, was gerade passiert ist. Ihr habt mich in eine praktische Prüfung verwickelt, ich habe sie irgendwie bestanden und jetzt habe ich das Kommandopatent. Nein, ich denke sauer bin ich nicht, nur extrem verwirrt.“ Ruby wollte gerade aufstehen doch Sebastian zog sie auf seinen Schoß, dann küßte er sie zärtlich. Ruby ging darauf ein und küßte Sebastian ebenfalls leidenschaftlich. Danach sagte Sebastian: „Laß uns schlafen gehen, bevor noch irgend etwas unglaubliches passiert.“ Ruby grinste leicht, dann standen sie auf und gingen in den Schlafbereich. Sie zogen sich die Nachtkleidung an und legten sich ins Bett.



Sebastian sah Ruby tief in die Augen, Ruby fragte daraufhin: „Was ist denn?“ Dann fuhr Sebastian mit der Hand sanft über Rubys Körper. Ruby fragte: „Oh, warum sagst Du denn nichts?“ Dann kroch sie zu Sebastian unter seine Decke und sagte: „Wenn Du meinst daß der Tag bis jetzt schon aufregend war dann warte mal ab, was Dich jetzt erwartet!“ Mit diesen Worten entledigte sie sich ihres Schlafanzugoberteils und zog anschließend Sebastian sein Oberteil aus. Dann begann sie Sebastian stürmisch zu küssen, dabei führte sie seine Hände so wie es Sebastian sich sonst nie getraut hätte.
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Es wurde eine äußerst wilde Stunde, sie gingen so nahe es ging an die Grenzen der Physik. Wären sie noch weiter gegangen hätten sie gegen das Naturgesetz verstoßen, wonach zwei Körper sich nicht zur selben Zeit am selben Punkt im Raum befinden können. Nach dieser Stunde zogen sie sich die Nachtkleidung wieder an und schliefen Arm in Arm glücklich und erschöpft ein.
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