Sünde einer Nacht/2/erotische Geschichte 11   81

Romane/Serien · Erotisches

Von:    rosmarin      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 8. Juli 2010
Bei Webstories eingestellt: 8. Juli 2010
Anzahl gesehen: 11654
Seiten: 9

Diese Story ist Teil einer Reihe.

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   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


-2-

____

Am nächsten Tag konnte ich mich kaum auf meinen Text konzentrieren. Unentwegt dachte ich an den Idioten Siggi. An seine Bernsteinaugen, die Küsse, seine offene Hose. Den Sternenhimmel. Die heruntergefallene Sternschnuppe.

Wenn ich mir etwas gewünscht hätte, hätte ich gewünscht, Bernstein wieder zu sehen. Nachdem es an dem gestrigen Abend beim Nuranstarren geblieben war.



„Verdammt noch mal!“, wütete der Regisseur, „was ist denn los? Bist du nicht fähig oder Willens, einen einzigen Satz so zu sprechen, wie er im Drehbuch steht?“

„Doch“, sagte ich geknickt.

„Was doch!“, schrie der Regisseur noch lauter. „Claudia wisch die 9 von der Klappe!“

„Ich bin fähig und Willens“, stotterte ich, während ich die Hand des Idioten zwischen meinen Beinen spürte. „Wenn du mich nicht verlässt, wirst du es bereuen. Ich werde an dich denken.“

„Nein! Nein! Nein!“

Der Regisseur war verzweifelt. Fassungslos ließ er sich in seinen Regiestuhl fallen, während mein Partner, der Charlie, der Siggi so gar nicht ähnelte, einen Lachkrampf zu unterdrücken versuchte und die gesamte Technik sich köstlich zu amüsieren schien.

„Claudia, neue Klappe“, sagte der Regisseur, nachdem er ein Weile stumm dagesessen und sein Gesicht mit den Händen verdeckt hatte, resigniert. „Und sprich ihr diesen einen Satz, diesen einen, einzigen kleinen Satz, den sie in dieser Szene hat, laut und deutlich vor. Hörst du, laut und deutlich.“

Claudia nickte mir zu und sagte dann schön langsam und artikuliert:

„Wenn du mich verlässt, wirst du es bereuen. Du wirst an mich denken.“



'Es sind zwei Sätze', dachte ich und dachte weiter an Bernstein. Die vergangene schlaflose Nacht, in der ich nur an ihn gedacht hatte. Und ich dachte an meine Mutter. Linda. Wie recht sie doch hatte. Fast alle Mädchen in meiner Klasse wollten Schauspielerin werden. Wir hatten eine sehr romantische Vorstellung von diesem Beruf. In diesem Nest. In dem nie etwas wirklich Aufregendes passierte. In dem das tägliche Einerlei uns aufzufressen drohte. Klar heckten wir so manchen Streich aus, ärgerten die Lehrer und die Eltern. Aber auf der Bühne zu stehen oder gar in einem Film mitzuspielen, wäre das vollkommene Glück.
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Wie liebten wir die Bretter, die die Welt bedeuteten. Doch real nur bei den Schüleraufführungen. So zweimal im Jahr.

Doch im Gegensatz zu den anderen, die sich mit ihren Träumen begnügten, war ich ein Mann, pardon, eine Frau der Tat.

Heimlich, ich wollte mich ja nicht zum Klops machen, schrieb ich an die Schauspielschule in Berlin einen langen Brief über meine Träume, Hoffnungen, Wünsche. Und nach einem Jahr, als ich es schon aufgegeben hatte, überhaupt eine Antwort zu bekommen, kam der entscheidende Brief. Ich sollte vorsprechen. Das war kurz vor dem Abitur.

Aufgeregt fuhr ich dann einige Wochen später nach Berlin. Schon das war eine Sensation. Am liebsten wäre Linda mitgefahren. Und die ganze Schule.

„Pass gut auf dich auf“ ,hatte Linda gesagt, nachdem ich im Abteil des D-Zuges ein Fenster heruntergedreht hatte und ihre Hand hielt, „die Menschen dort sind anders, als hier bei uns in Thüringen. Besonders die Männer. Fahr sofort nach der Prüfung wieder zurück.“

Ich versprach es. Ich hätte ihr auch den Himmel versprochen. Ich würde schon aufpassen. Ich war doch erwachsen.

Und in der Tat, unbeeindruckt von den tausend neuen Eindrücken der Großstadt hatte ich nur ein Ziel: Die Schauspielschule. Doch als ich sie verließ, ergab ich mich der Faszination dieser Weltstadt. Ich stürzte mich in das Gewimmel der Massen. Bewunderte die S-Bahn, die U-Bahn, die doppelstöckigen Omnibusse. Immer wieder stieg ich um in die laut quietschenden Straßenbahnen. Bestaunte die Autos, die Kinos, die Restaurants. Konnte mich nicht satt sehen an dem alles überflutenden Neonlicht, stürzte mich, fasziniert und erregt, in das Abenteuer Nochniedagewesen, keine Sekunde mehr gedenkend der mahnenden Worte meiner Mutter.

Das gefräßige Maul der Millionenstadt verschluckte mich wie ein lüsternes Ungeheuer.



*

In einer Tanzbar lernte ich einen jungen Mann kennen und verliebte mich auf den ersten Blick in ihn. Er war die Sünde einer Nacht. Er war der Traum dieser Nacht. Und so wie die Nacht sich verflüchtigt und dem Tag weichen muss, war mein Liebhaber am nächsten Morgen verschwunden. Doch er hatte ein Andenken hinterlassen, die Beute dieser lasterhaften Nacht.
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Johanna.

Bis heute ist mir schleierhaft wie ich dieser Magie verfallen konnte.

Aber schön der Reihe nach.



Ich betrat also die Bar. Magisch angezogen von der Lichtreklame und der lauten rockigen Musik, die unaufhaltsam nach außen drang. Den Namen dieser Bar habe ich vergessen. Oder vielleicht auch nie gewusst.

Unschlüssig stand ich an der Tür. Was nun. Ich war noch nie in einer Bar gewesen. Na, jedenfalls wollte ich den aufregenden Tag mit einem Gläschen Wein enden lassen, bevor ich mit dem Nachtzug wieder nach Hause fahren würde.

Plötzlich starrte mich aus dem Gewühl auf der kleinen Tanzfläche ein Augenpaar an. Fast körperlich spürte ich es auf meinem Gesicht, dann runtergleiten über meinen Körper, zu meinen Füßen.

‚Ein Glück‘, dachte ich in diesem Moment, ‚dass ich meine besten Schuhe angezogen habe.‘

Es waren rote Pumps. Passend zu meinem roten Kleid. Auch mein bestes. Und meine schwarze Lacktasche baumelte irgendwie verloren an meiner linken Hand. Ich kam mir in diesem Augenblick auch etwas verloren vor.

Die Augen schälten sich aus dem Gewühl, kamen näher. Immer näher. Die Glut in den dunklen Augen sprühte Funken. Blitzten in meine. Hielten sie fest. Ließen sie nicht mehr los. Zu den Augen gehörte natürlich ein Mann. Und was für einer. Mittelgroß. Sportliche Figur. Glattes, dunkles Haar bis zur Schulter. Anzug. Grau. Offenes graues Hemd. Kein Schlips.

Als er endlich vor mir stand, sagte er mit einer Stimme, die mir durch und durch ging:

„Siehst du aber süß aus. Kommst du mit an meinen Tisch? Da steht eine Flasche Wein. Die wartet schon auf dich.“

Ohne meine Antwort abzuwarten, nahm der Unbekannte meine Hand. Er führte mich zu seinem Tisch mit der Flasche Wein.

Wir kamen schnell ins Gespräch, schon nach kurzer Zeit waren wir so vertraut, als kennten wir uns schon ewig. Wir alberten herum und quatschten dummes Zeugs. Unterhielten uns über Gott und die Welt, wie man so schön sagt. Also über alles, was uns so bewegte. Literatur. Musik. Politik. Nur, was uns persönlich betraf, war tabu.

Und dann kam, was kommen musste. Obwohl ja gerade das ein Tabu für mich hätte sein sollen.
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aber ich hatte alles vergessen. Die Schauspielschule. Linda. Das Nest in Thüringen. Für mich gab es nur noch ihn. Den Unbekannten. Wir fragten nicht einmal nach unseren Namen.

„Komm mit“, sagte der Mann. „Die Bar hat einige separate Zimmer.“

Er nahm unsere Gläser und die halb geleerte Flasche Rotwein und stand auf. Ich stolzierte hinter ihm her. An der Theke steckte er dem Barmixer einen großen Schein zu, bekam ein verstehendes Lächeln und noch eine Flasche Wein, die er mir in die Hand drückte. Vom Barmixer bekam ich einen lüsternen Blick.

Durch eine Tür in der Wand, die ich vorher nicht gesehen hatte, gelangten wir über eine Treppe vor eine Tür mit der Nummer 13.

13. Eine Unglückszahl, schoss es mir durch den Kopf.

Das machte alles noch spannender. Noch aufregender.

Kennt ihr das Knistern, das Knacken, das sich ergibt, wenn zwei unbekannte Wesen, in diesem Falle ein Mann und eine Frau, aufeinander treffen. Wenn sie sich annähern mit dem einzigen Ziel, sich näher kommen zu wollen. Ganz nah. Zu nah vielleicht. Sich zu vereinen. Die kleinen Blitze, wenn Erwartungen sich berühren, Vorstellungen sich treffen. Welche Überraschung könnte größer und schöner sein als die, sich einem Menschen durch Worte anzuvertrauen und die körperliche Ebene dann unvermittelt aber bestimmt folgen zu lassen.

Diese Gedanken gingen mir damals natürlich nicht durch den Kopf. Ich folgte einfach meinem Gefühl, meiner Neugierde.

Es war eine Verabredung mit einem Unbekannten, dessen Körper ich nicht kannte, dessen Vertrautheit ich aber spüren wollte. Gleichzusetzen mit einem Blind Date mit unzweifelhaften Absichten. Und es war mir durchaus bewusst, dass da etwas sehr Außergewöhnliches geschah. Etwas für mich Verbotenes. Ja, Unvorstellbares.

„Bring mir ja kein uneheliches Kind ins Haus“, hatte Linda gesagt.

Und sie meinte es ernst. In so einem kleinen Nest, wie dem unseren, war das noch immer eine Schande. Diese durfte ich Linda um keinen Preis der Welt antun. Das hatte sie nicht verdient. Ich dürfte mich auch nie wieder in dem Ort blicken lassen. Alle würden mit Fingern auf mich zeigen. Wahrscheinlich hatte ich deshalb bisher allen Versuchungen getrotzt. Und heiraten wollte ich natürlich noch lange nicht.
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Doch an all dies dachte ich jetzt nicht. Jetzt wollte ich dieses Abenteuer. Es war etwas in mir, etwas Wildes, Ungestümes, das geradezu danach drängte, freigelassen zu werden. Wie ein wildes Tier im Käfig.



Das Zimmer war in schummriges Licht getaucht, das von der einzigen Kerze ausstrahlte, die auf dem Schränkchen neben einem fast quadratischen Bett stand, auf dem eine rote Decke aus Plüsch lag. Übrigens das einzige Möbelstück außer dem Schränkchen.

Der Mann stellte die Gläser und die Flasche Wein neben die Kerze.

“Komm her”, sagte er und stellte meine Flasche Wein neben seine. Wie ein Liebespaar.

Er nahm meine Hände, schaute wieder tief in meine Augen, zog mich dann auf das rote Plüschbett.

Die Spannung wuchs, es knisterte förmlich in allen Ecken vor erregender Erotik. In dem Dämmerlicht konnten wir uns nur schemenhaft erkennen. Die anderen Sinne arbeiteten dafür umso besser. Wir rochen den Duft unserer Haut. Spürten die Hitze der Körper. Waren überwältigt von der Spannung der Vorfreude. Vernahmen die Nervosität in unseren Stimmen.

„Hast du Lust?“

Mein Fremder nahm einen tiefen Schluck aus seinem Glas, beugte sich zu mir. Mit leicht geneigtem Kopf näherte er sich vorsichtig meinen Lippen. Willig öffnete ich meinen Mund und er ließ den Wein einfach so hineinlaufen. Vorsichtig legte er dann eine Hand auf meine Brust. Die Sanftheit der Berührung ließ mich erschauern. Und jetzt, da der erste Kontakt zu meiner erhitzten Haut hergestellt war, begann es in mir zu brodeln. Der Mann schien meine Bereitschaft zu spüren, ganz langsam ließ er seine Zunge in meinen Mund gleiten. Das Spiel unserer Zungenspitzen wurde schnell intensiver, heißer. Und schon wurde aus unserem ersten Kuss eine leidenschaftliche Umarmung. Ich schnappte nach Luft.

„Wow“, flüsterte ich überwältigt, „das ist echt super, verrückt, total scharf!“

Überschwänglich legte ich meine Arme um des Mannes Nacken. Jetzt konnte er mehr von meinem Körper spüren, der noch unter meiner Kleidung verborgen war. Doch nicht mehr lange.

Wir prosteten uns erneut zu, versanken in einem weiteren innigen Blick, ließen das süßliche Nass unsere Kehle hinunter rinnen.
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Es war nur noch eine Frage der Zeit, wann einer von uns den ersten letzten Schritt wagen würde.

‚Ich bestimmt nicht‘, dachte ich und legte meine Hand auf die Knie des Mannes. Seine Hand landete auf der Innenseite meiner Schenkel. Ziemlich weit oben. Dann fuhren seine Hände in meinen Slip.

„Ich will dich nackt“, flüsterte er heißer.

Gekonnt entkleidete er mich. Viel war es ja nicht. Kleid. BH. Slip.

„Strümpfe und Schuhe behältst du an.“

„Klaro. Zu Befehl“, versuchte ich zu scherzen, während die Erregung und auch die Angst und Ungewissheit vor dem unweigerlich Kommenden immer mehr Besitz von mir ergriff. Sollte ich es ihm sagen? Dieser eine Gedanke beschäftigte mich nun doch. Wie würde er reagieren. Vielleicht schnell das Weite suchen. Oder aber weitermachen. Im besten Falle.

So, als wollte ich ihn mit Gewalt festhalten, umklammerte ich den Oberkörper des Mannes, während er mit einem Finger in mich eindrang. Erst vorsichtig und langsam, dann etwas heftiger.

Es war ein so berauschendes Gefühl, dass ich wie eine Besessene forderte: „Mach weiter. Mach weiter.“

Und mein Fremder machte weiter. Liebend gern sogar. Unsere Lippen suchten und fanden sich wieder. Und das wilde Küssen gehörte wohl dazu. Plötzlich spürte ich eine schmerzhafte Enge, sodass ich immer lauter stöhnte. Allerdings nicht mehr vor Lust.

„Du bist doch wohl nicht …!“

Erstaunt und erschrocken sprang mein Geliebter vom Bett. Mit großen Schritten lief er aufgeregt im Zimmer hin und her.

„Doch“, flüsterte ich. „Doch.“

„Du bist also noch Jungfrau.“ Der Mann schien sich beruhigt zu haben. Er setzte sich wieder auf das runde Bett. „Und warum hast du mich nicht gewarnt?“

„Ich, ich weiß nicht“, stotterte ich.

Der Mann lachte laut auf, lief wieder im Zimmer hin und her.

„Himmel und Hölle“, fluchte er. „Dich hat mir der Teufel geschickt. Eine Jungfrau zum Ficken. Oh, sorry.“ Er schlug sich auf den Mund. „Ist nicht bös gemeint. Habe ich nur noch nie erlebt. Und dabei siehst du so sexy aus. Bist extrem heiß.“ Er packte mich an den Beinen und zog mich ganz nah an sich heran.
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„Du Luder“, grollte er. „Soll ich weitermachen?“



Ich war wirklich extrem heiß. Allerdings mehr aus Neugier. Jetzt wollte ich es wissen. Unbedingt. Der Mann machte weiter. Ich schloss meine Augen, erwiderte seine drängenden Küsse, spürte seine Finger in mir, spürte den Moment, den er brauchte, um die letzten Zentimeter ins Glück zu überbrücken. Als es ihm endlich gelang, reagierte ich mit einem lauten Schrei, griff vor unerwartetem Schmerz spontan nach seinem Schwanz.

Der Mann packte jetzt fester zu, bemächtigte sich erneut meines Heiligtums, das jetzt keines mehr war, und entweihte es mit seinen animalischen Gelüsten, wie ein Unheiliger eine Tempelgöttin.

„Ich werde dein Blut trinken“, knurrte er. „Das Blut der Unschuld.“ Sein Kopf rutschte jetzt zwischen meine Beine, die er herrisch um seine Schultern legte. „Verflixt“, stöhnte er. „Wie ein Vampir werde ich dich aussaugen.“ Seine Lippen umschlossen fest meinen Kitzler, saugten daran, leckten, schlürften. Dann stieß seine Zunge mehrmals wild in mich hinein. "Ohhhh! Mann, ist das Klasse!“ Er lachte laut. „Und das mit einer Jungfrau.“

Ich zitterte am ganzen Körper, wusste nicht, wie mir geschah. Wand mich unter seinen Berührungen, stöhnte, jammerte, schrie.

Endlich gab er mich frei, richtete sich auf und nahm einen tiefen Schluck aus der Flasche.

„Willst du auch?“

Natürlich wollte ich auch. Ich hatte das Gefühl, als sei ich völlig ausgetrocknet. War ich vielleicht auch.

Mein Entweiher stieg stolz wie ein Sieger vom Bett, sodass ich zum ersten Mal seinen noch immer stark erregten Schwanz, der in vollkommener Schönheit vor mir posierte, bewundern konnte.

„Er wartet auf seinen Einsatz“, sagte er provozierend, als er meine Blicke bemerkte.

Ich hatte mich etwas beruhigt. Neugierig betrachtete ich den Mann im Dämmerlicht. Das flackernde Licht der Kerze spiegelte sich geheimnisvoll auf seiner Haut.

„Dann komm doch“, ermutigte ich ihn.

Ohne den Blick von mir zu lassen, legte er sich endlich auf mich. Küsste mich. Wieder und wieder. Ganz zärtlich diesmal. Dann richtete er sich etwas auf, umfasste meine eine Brust. Sie war warm und voll.
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Und die Brustwarze stand ihm erregt entgegen. Genüsslich rollte er sie zwischen seinen Fingern. Ein Schauer durchzuckte meinen Körper. Mein Unterleib drückte sich gegen seinen. Und während er nochmals meine Nippel zwickte, wiederholte sich das Spiel, diesmal stärker. Eine Weile ging das so weiter, bis ich nur noch stöhnen konnte. Der Mann wollte mehr. Endlich. Er rutschte zurück, kam vor dem Bett zum Knien. Ich lag direkt vor ihm, wie auf einem Präsentierteller. Er fasste meine Oberschenkel, zog mich näher zu sich heran.

Ich ließ das alles mit geschlossenen Augen geschehen. Wartete ungeduldig, dass er einen Schritt weiterging. Ich wollte es endlich wissen.

„Mach es doch endlich“, bettelte ich.

Er spreizte meine Knie, tauchte ein, bahnte sich seinen Weg durch das rote Dickicht. Schauer liefen über meinen Körper. Ich war wie benebelt. Lautes Stöhnen drängte von ganz innen aus mir heraus.

Auch der Mann steigerte sich immer mehr, ein neuer Schwall Adrenalin und Blut schien durch seinen Körper zu schießen, ihn noch mehr zum Glühen zu bringen. Mit drei, vier Stößen hatte er mich voll im Griff.

Zielgerichtet glitt er mit seinem Steifen in meine Spalte, die sich wie durch ein Wunder immer mehr dehnte. Mein Schoß drängte sich ihm regelrecht entgegen. Noch immer hatte ich meine Augen geschlossen, empfing jeden seiner Stöße mit einem lauten Seufzen. Je fester er zustieß, desto tiefer wurden meine Laute. Meine Arme lagen über meinem Kopf. Ich gab mich ihm ganz hin. Schutzlos und verletzlich.

Meine Laute waren in ein langgezogenes, hohes Stöhnen übergegangen, meine Brüste schwangen im Takt des Liebesspiels. Mein Becken war hart vor Erregung, lag wie ein Fels in der Brandung unter ihm. So empfing ich ihn mit verkrampfter Passivität.

Die Härte seines Schwanzes versenkte sich ungerührt ganz tief in mir. Dann durchzuckte es ihn. Ich spürte seinen Schwanz pumpen, fühlte, wie sich mit jedem Stoß sein Samen nach außen presste und alle Mauern in mir zum Einstürzen brachte.

Laut stöhnend legte er dann seinen Kopf auf meinen zuckenden Leib.

Als ich erwachte, war es dunkel. Nicht mal das Flackern der Kerze erhellte die Nacht. Für einen kurzen Moment wusste ich nicht, wo ich mich befand.
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Ja, so war das. Mein Kind nannte ich nach der Orleans Johanna. Ich liebte die Schöpfung dieser wunderschönen mutigen Frau. Sie war keine Hexe, die auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden musste. Überhaupt Hexenverbrennung. Welche Schmach für ein Land. Aber das ist ein anderes Thema. Die Orleans Johanna jedenfalls war die Vorkämpferin für Recht und Freiheit schlechthin. Sie wurde ja dann auch heilig gesprochen, allerdings einige Jahrhunderte später.

Meine Johanna sollte ihr ähnlich sein. Schön und wild und freiheitsliebend. Und ich kannte nicht einmal den Namen ihres Vaters. Ich hatte ihn Apoll genannt, denn er hatte mich betört mit schönen Worten, zügelloser Lust, und mir meine bis dahin so hartnäckig gehütete Unschuld geraubt. Ich war seine Göttin der Nacht. Einer Nacht. Jedenfalls in meiner Fantasie. Wie er das sah, wusste ich nicht. Er hatte sich ja ohne Abschied aus dem Staub gemacht. Und ich war ihm nicht einmal böse.

Nach Hause zurückgekehrt bin ich allerdings nicht. Ich blieb in Berlin, schlug mich ganz allein, mit einem Kind im Bauch, mehr schlecht als recht durch.



***





Fortsetzung in Kapitel 3
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Punktestand der Geschichte:   81
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Kommentare zur Story:

  hallo, doska, hab ganz lieben dank, ich denke auch, dass sie es schafft. sie muss ja. und wer weiß, vielleicht geschieht ja noch ein wunder.
grüß dich  
   rosmarin  -  21.07.10 22:50

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  Nur eine kleine Sünde einer Nacht und schon ein Kind. Aber immerhin hat sie die Nacht mit dem Fremden sehr genossen. Bei ihrem Lebenswillen wird sie es wohl auch mit Kind schaffen, das Leben zu meistern. War sehr lebendig und sinnlich geschrieben.  
   doska  -  20.07.10 21:44

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  hallo, ingrid und jochen, danke euch fürs feedback. jepp, schön erotisch. mal sehen, ob mir kapitel 3 heute gelingt.
grüß euch, und lasst euch nicht verbrennen. mir läuft der schweiß.  
   rosmarin  -  12.07.10 10:46

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  Sehr schön erotisch beschrieben, das allererste Mal. Habe gehört, dass manche Frauen das gar nicht schön in Erinnerung haben, aber deine Protagonistin empfand es wohl nicht als allzu schlimm. Vielleicht sogar als ein prickelndes Abenteuer. Und nun wird sie wohl bald eine kleine Tochter haben. Mal sehen wie es weitergeht.  
   Jochen  -  10.07.10 14:39

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  gibt bestimmt schlimmeres als so ein erstes mal. ;) abgesehen natürlich, dass apoll sich aus dem staub gemacht hat. und die folgen, hmmm...
sehr schön geschildert!
lieben gruß von mir  
   Ingrid Alias I  -  09.07.10 07:28

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