The Village – ein Dorf vor dem Wald, I   139

Romane/Serien · Erinnerungen

Von:    Ingrid Alias I      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 29. Januar 2010
Bei Webstories eingestellt: 29. Januar 2010
Anzahl gesehen: 1986
Seiten: 7

Diese Story ist Teil einer Reihe.

Verfügbarkeit:    Die Einzelteile der Reihe werden nach und nach bei Webstories veröffentlicht.

   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


Der Geruch wehte mich urplötzlich an, als ich auf irgendeinem Parkplatz aus dem Auto stieg, und dieser Geruch ließ mich erzittern. Ich kannte ihn. Er war eine Mischung aus zerdrückten Himbeeren und aus Schweinebraten. Er war der Duft meiner Kindheit, und mir stiegen unwillkürlich Tränen in die Augen.

Das war mein Dorf, meine Ferien, meine Kindheit. Ich schloss die Augen, um alle Moleküle dieses Geruchs in mir aufzunehmen, und etwas passierte in meinem Gehirn: Synapsen schlossen sich zusammen, stellten Verbindungen her zur Vergangenheit, schufen Stimmungen, stellten Szenen dar, und ich glaube, für Sekunden war ich so glücklich wie nie zuvor in meinem Leben. Und dann war es vorbei, kein Geruch mehr – und auch kein Glück. Wen wundert’s, mein Leben befindet sich im letzten Viertel, und meine Kindheit ist schon so lange vorbei, dass man sie gar nicht mehr als ‚real’ bezeichnen kann.

Und gerade deswegen war ich besessen davon, sie wieder aufleben zu lassen, es scheiterte natürlich an meinen mangelnden Schreibkünsten, welche anfangs innere Blutungen bei dem hervorriefen, der sie las – also bei mir. Aber allmählich lernte ich, mich besser ausdrücken, und ich fing auf unbeholfene Art an, meine Erinnerungen aufzuzeichnen. Allerdings sind diese ein wenig ungeordnet, die Jahre gehen ungeordnet ineinander über, aber trotzdem bin ich froh, dass sie da sind, diese Aufzeichnungen, denn ich habe Angst, dass ich sie ganz vergessen könnte.



Die Vorgeschichte:

Meine Eltern lernten sich gen Ende des Krieges kennen, und zwar im Heimatdorf meines Vaters im südöstlichen Niedersachsen. Meine Mutter mitsamt ihrer Familie schwamm mitten im Strom der zurückflutenden Flüchtlinge, die vor den Bombenangriffen der Alliierten in der Tschechei Schutz gesucht hatten – meine Urgroßmutter war gebürtige Tschechin – aber natürlich wurden sie dort hinausgeworfen, als der Endsieg scheiterte.

Ich war ein so genanntes Kind der Liebe, und natürlich wurde ich evangelisch getauft, meine katholische Mutter hatte keine Chance, das zu verhindern.

1954 zogen meine Eltern mit meiner Wenigkeit (ich war vier Jahre alt) in das viel versprechende Ruhrgebiet. In den Großstädten des Ruhrgebiets gab es nämlich Arbeit, was man vom Dorf nicht gerade behaupten konnte. Mein Vater ließ seine Mutter, seinen jüngeren Bruder und die zwei jüngeren Schwestern zurück.
Seite 1 von 8       
Mein Großvater war im Krieg gefallen. Lore, die jüngste Schwester verließ ein paar Jahre später das Dorf, sie hatte immer schon den Drang gehabt, aus der ländlichen Umklammerung auszubrechen. Mein Onkel heiratete ins Nachbardorf.



Wie man auf dem Dorf lebte:

Fortan verbrachte ich jedes Jahr ein paar Wochen in Daarau, so werde ich mein Dorf nennen. Meine Großmutter lebte mit ihrer zweitältesten Tochter, also mit meiner Tante Helga in einem dieser seltsamen Häuser, die es bestimmt nur auf dem Land gibt. Es war ein Fachwerkhaus, unten befand sich ein recht großer Raum, der als Küche und als Wohnzimmer benutzt wurde. Und es gab eine große Speisenkammer. Dort hingen riesige Schinken und Mettwürste. Der Schinken erinnerte – das habe ich erst später entdeckt – an italienischen Parmaschinken, der ja auch ungeräuchert und luftgetrocknet ist. Schinken, Mettwürste und auch das Schmalz stammten von einem der jeweils zwei Schweine, die im Stall des Hauses mit Essensabfällen gemästet wurden. Durch die Tür neben dem Kohleofen kam man in eine große mit Steinen gepflasterte Halle. Geradeaus gab es eine Waschküche mit einer Wassermotor-Waschmaschine und einem großen hölzernen Zuber, und links ging es durch einen finsteren Gang in den Stall. Meistens grunzten zwei Schweine in ihrem Koben, und wenn es Futter gab, steigerte sich ihr Grunzen zu einem verheerenden Kreischen und Quieken.



Es gab auch einen Verschlag für die Hühner, aber die liefen tagsüber draußen auf dem Hof herum oder auf der großen mit Apfel- und Pflaumenbäumen bestückten Wiese, genauso wie die beiden weißen Ziegen, die abends von meiner Oma in ihren Stall zurückgebracht wurden. Ich hatte mächtig Respekt vor diesen meist schlechtgelaunten Zicken.



Gut, das war also unten. Oben befanden sich zwei Schlafzimmer, eins wurde von meiner Oma benutzt und von mir, wenn ich da war, und das andere gehörte meiner Tante Helga, die dann geheiratet hat und mit ihrem Mann Gerhard dort schlief.

Fehlt da nicht irgend etwas? Ja tatsächlich, es gab kein Klo, und es gab auch kein Badezimmer. Nun denn, es gab schon ein Klo, aber es handelte sich um eines dieser archaischen Foltergeräte, nämlich um ein Plumpsklo.
Seite 2 von 8       
Dieses Plumpsklo war der Schrecken meiner Kindheit. Schnell verwöhnt vom städtischen Luxus fand ich es grauenhaft, in dieses finstere stinkende Kabuff zu gehen und mich auf eine der zwei runden Öffnungen zu setzen. Zwei Öffnungen? Ja tatsächlich, es war ein Zweisitzer, wahrscheinlich von wegen der Geselligkeit... Jedenfalls verspürte ich absolut keine Lust, meinen Popo dem unbekannten Grauen auszusetzen, das vielleicht unter mir lauerte. Also verrichtete ich meine Notdurft lieber am Rande des Misthaufens, und ich hoffe, es hat mich nie einer dabei gesehen.



Zum Glück gab es Nachttöpfe in den Schlafzimmern. Zum Unglück gab es keine Heizung in den Schlafzimmern, das war im Winter fatal, man musste viele Wärmflaschen vorbereiten und viele zusätzliche Wolldecken benutzen, bevor man den Gang ins Bett wagte. Welch entsetzliche Kälte! Dem Himmel sei Dank war ich nur selten im Winter dort, außer zu Weihnachten. Andererseits war es im Winter wunderschön in Daarau, meistens lag an Weihnachten Schnee, aber leider dann immer so hoch, dass der Schlitten hoffnungslos im Schnee versank.



Gut, es gab kein Wasserklosett und kein Badezimmer, und man badete in der Waschküche in dem großen Zuber, in den jedes Mal eine Menge warmes Wasser geschüttet werden musste. Ansonsten kann ich mich kaum daran erinnern, wie die tägliche Körperreinigung vonstatten ging. Oder hab’ ich’s verdrängt?

Ein riesiger Kohleherd heizte die Wohnküche. Das Holz, das meine Oma im Sommer gehackt und feinsäuberlich zu einem dieser akkuraten großen Stapel aufgeschichtet hatte, wurde Stück für Stück im Laufe des Winters verbrannt. Manchmal kochte sie sogar auf diesem Ofen, obwohl sie schon einen Elektroherd hatte.



Diese Wohnküche war der gemütlichste Ort auf der Welt. Am Esstisch stand ein uraltes Sofa, das ich ‚mein Hoppsala-Sofa’ nannte, und wie der Titel schon sagt, hopste und sprang ich gewaltig auf diesem Sofa herum. Ich hab' es nicht kaputtgekriegt, es war wohl von bester Qualität.

Auf diesem Sofa konnte man auch wunderbar Bücher lesen, vor allem bei schlechtem Wetter, und schlechtes Wetter war eigentlich die Norm in all den Jahren. Die Bücher bezog ich aus dem Bücherfundus meiner Tante Lore, der jüngsten Schwester meines Vaters.
Seite 3 von 8       
Es gab da Werke wie ‚Die Blechtrommel’, ‚Lolita’ und ‚Lady Chatterley’ und vor allem die Kurzgeschichten von Daphne du Maurier, die ich mir im Alter von zehn oder elf Jahren einverleibte. Lolita fand ich irgendwie doof. Wie ich Lady Chatterley fand, weiß ich nicht mehr so genau. Ich glaube aber, dass dieses Werk keinen großen Schaden an meiner kindlichen Seele angerichtet hat. In der Wohnküche fand auch die so genannte Vesper statt, das nachmittägliche Kaffeetrinken. Aber richtiger Bohnenkaffee wurde nur an den Sonntagen kredenzt, es gab normalerweise Malzkaffee oder frische Milch, die meine Oma immer in riesigen Kannen vom Bauern bekam. Auf das herrliche Brot, das so glänzend aussah wie lackiert, wurde selbst gemachte Ziegenbutter gestrichen, die meine Oma aus der wässrigen, leicht bläulich aussehenden Milch ihrer beiden Ziegen gewann. Sie drehte solange an dem Rädchen ihrer kleinen Zentrifuge, bis sich das Fett in der Milch von den anderen wässrigen Substanzen schied. Dann wurden die so gewonnenen Fettklumpen in ein Tuch gelegt, und das Tuch wurde solange ausgewrungen, geknetet und wieder ausgewrungen, bis der letzte Tropfen Flüssigkeit heraus war. Und dann war es endlich Ziegenbutter, die immer in Kugelform auf einem kleinen Teller serviert wurde. Ich liebte diese Ziegenbutter. Vor allem mit viel Salz...



Das Wetter:

Der Winter war zwar schön, aber es ist der Sommer, der meine Erinnerungen an Daarau bestimmt. Der Sommer allgemein, denn ich kann die vielen Sommer nicht mehr voneinander unterscheiden. Ich weiß nur, dass es nie lange warm oder gar sonnig war, immer dominierte das typische Seeklima mit den Tiefs, die von Westen her über den Everstein mit seinem kleineren Bruderhügel heranzogen.

Dieser Berg, der Everstein, beflügelte wie kein anderer meine Fantasie. Es gab nämlich eine Ruine auf seinem Gipfel, genauer gesagt waren es nur ein paar riesige Steinquader, die dort wild herumlagen, aber ich fuhr öfter mit dem Fahrrad dort hin, manchmal mit meinem Cousin mütterlicherseits, wenn er auch die Ferien in Daarau verbrachte, und wir versuchten angestrengt, den geheimen Gang zu finden, der unterirdisch zu der anderen Ruine führen sollte, nämlich zu der auf der Homburg, einem Berg auf der anderen Seite des Tales.
Seite 4 von 8       
Die Grafen von Everstein sollten Raubritter gewesen sein, während die von der Homburg angeblich die ’Guten’ waren. Natürlich haben mein Cousin und ich nie den geheimen Gang gefunden. Wenn er jemals existiert hat, dann war er bestimmt lange schon verschüttet.



Die Tiefs, die in fast ununterbrochener Folge über das Land zogen, brachten natürlich auch viel Regen mit sich. Ich kann mich an Jahre erinnern, da trug ich immer einen dieser braunen Nylonmäntel, während ich mit meinem riesigen Fahrrad unterwegs war. Dieser braune Nylonmantel, den ich über meinem Röckchen trug, war damals der letzte Schrei der Mode. Nylon war total neu, es galt als das Nonplusultra unter den Stoffen, und jeder Mann trug Nylonhemden, bis sich dann herausstellte, dass diese Hemden zwar absolut bügelfrei waren, dass sie aber nach kurzer Zeit den Schweißgeruch so verstärkten, dass der Gestank kaum auszuhalten war. Gab es damals eigentlich schon Deodorants? Keine Ahnung. Aber die hätten auch nichts gebracht...



Wenn sich endlich einmal die Sonne durchsetzte und die letzten Wolken am Himmel vertrieb, dann herrschte übergangslos hektische Betriebsamkeit. Man fuhr mit dem Leiterwagen auf die Felder, um die Getreidebündel, die man vorher zu Haufen geschichtet hatte – eine Kunst, die mittlerweile wohl ausgestorben ist – schleunigst auf die Wagen zu laden und dann schleunigst zur Dreschscheune zu bringen. Es gab zwar schon Mähdrescher, aber die konnte sich keiner der Bauern leisten, auch nicht ausleihweise, und so gesehen war die elektrifizierte Dreschscheune, die jeder im Dorf benutzen konnte, ein Glückstreffer.



Manchmal blieb das Wetter sogar gut und entlud sich nicht gleich in heftigen Gewittern, und das war noch herrlicher. Der Himmel strahlte dann in einem tiefen Blau. Ich liebte es, auf den steinigen ausgewaschenen Feldwegen entlang zu wandern. Manchmal stand noch ein bisschen Getreide hier und dort, ich weiß noch genau, dass ich den Hafer mit seinen vielen Rispen am liebsten mochte, ich pflückte Kornblumen und Klatschmohn, legte ein bisschen Hafer, ein bisschen Gerste mit langen klebrigen Spelzen, ein bisschen gedrungenen rundlichen Weizen und den etwas schlankeren Roggen dazu und hatte einen prächtigen Strauß, der allerdings nicht lange vorhielt, bis auf das Getreide. Manchmal hörte ich hoch über mir einen jubilierenden Vogelgesang, und ich wusste genau, weil meine Oma es mir gesagt hatte, dass es sich um eine Lerche handelte.
Seite 5 von 8       
Sie sang vorzugsweise in der Mittagsglut und sie schwebte so weit über mir, dass ich erst nach einiger Zeit einen winzigen schwarzen Punkt sehen konnte.



Was man in den Ferien so trieb:

Ich hatte in Daarau nie Langeweile. Meistens begleitete ich meine Oma zum Großbauern des Dorfes. Auf dessen Bauernhof arbeitete sie als Tagelöhnerin. Die Frau des Bauern lag schon seit Jahren gelähmt im Bett, es war ein furchtbarer Anblick, denn sie war sehr lieb und auch sehr unglücklich, dass ausgerechnet sie als Bäuerin nichts arbeiten konnte. Und es gab soviel Arbeit auf dem Hof. Jahre später, als ich an meine Oma und den Großbauern dachte, hegte ich kurzfristig den Verdacht, die beiden hätte mehr verbunden als nur die Arbeit, aber bei näherer Überlegung verwarf ich diesen Verdacht.

Meine Oma war erstens älter als er, das hat zwar nichts zu bedeuten, aber sie sah schon recht alt aus, obwohl sie keine fünfzig war. Kosmetika benutzte sie nie. Ihr langes graues, schon leicht schütteres Haar trug sie in einem Knoten, der von einem Haarnetz geschützt wurde. Sie redete nicht viel, eigentlich nur über praktische Dinge wie Erntewetter, Geld und so. Die Briefe, die sie meinem Vater schrieb, waren natürlich in deutscher Schrift verfasst, und sie waren genauso karg und aussagekräftig wie ihr Wesen. Sie schrieb über die Ernte und wer im Dorf gestorben war. Ich konnte diese Briefe sogar lesen, denn wir lernten in der Volksschule noch das Schreiben dieser verschnörkelten Buchstaben. Nein, meine Oma hatte nur einen einzigen Mann gehabt, nämlich ihren Ehemann.

Und mein Vater war ein uneheliches Kind gewesen, erst nach seiner Geburt hatten meine Großeltern geheiratet. Meine Tante Lore klärte mich darüber auf, dass früher auf dem Dorf die Männer wohl erst die Fruchtbarkeit der Frauen testen wollten. Ich fand das schrecklich. Was war denn, wenn trotz bestandenen Testes der Mann keine Lust hatte, einen zu heiraten. Ja toll, dann stand man mit der Frucht seines Bauches da, nämlich mit einem unehelichen Kind, was bestimmt auch nicht gerade der Renner auf dem Dorf war...



Ich hatte auch Freundinnen, mit denen ich spielte, bevorzugt an diesen verregneten Tagen, aber am liebsten spielte ich mit den Katzen.
Seite 6 von 8       
Es war wunderbar, diese ausgemergelten Katzen zu liebkosen, manche von ihnen waren noch nie gestreichelt worden, denn meine Oma hatte für so einen sentimentalen Quatsch keine Zeit und auch nicht die Neigung dazu. Die Katzen mussten sich ihren Lebensunterhalt selber verdienen durch die Mäusejagd. Sie wurden zwar ab und zu gefüttert, aber eher sporadisch und mit Sachen, die man heutzutage einer Katze nie geben würde. Manchmal erhielten sie ein bisschen Suppe, das war dann ein guter Tag, und manchmal ein paar zerquetschte Salzkartoffeln mit Bratensoße, das war schon ein Festessen. Serviert wurde dieses Essen in einer alten Sardinenbüchse, die natürlich nie gereinigt wurde und am Rand schon einen dicken Pelz aus nicht gefressenen Essensrückständen hatte.

Ich versuchte immer, diese scheuen Wesen an mich zu gewöhnen, und wenn es gelang, wenn sie sich anfassen und streicheln ließen und ich sie sogar auf den Arm nehmen konnte, dann hatte ich immer ein schlechtes Gewissen. Wenn nämlich meine Ferien zu Ende waren, dann gab es keine Zärtlichkeiten mehr für sie. Es waren schon arme Wesen, sie hausten in den Ställen der Bauernhöfe, vermehrten sich unkontrolliert und litten an vielen Krankheiten. Die Katzenmütter versteckten ihre Kleinen während der ersten Wochen gut auf den Heuböden der Scheunen und Ställe. Aber wenn sie sich zum ersten Mal stolz mit dem Nachwuchs zeigten, trat sofort der Bauer oder sonst ein Großinquisitor auf den Plan, griff sich die Kleinen, steckte sie in einen Sack und ersäufte sie in einem der drei Dorfteiche, die wirklich idyllisch waren...

Das Katzenelend war das Schlimme, war die dunkle Seite an Daarau.

Jahre später, als mein Vater wieder dort lebte, erzählte er mir, dass der Jäger des Dorfes letztens die Kätzchen erschossen hatte. Er wollte sie nicht ersäufen, aber das Erschießen war ein fast noch grauenvolleres Gemetzel - und danach entschloss sich mein Vater, die Kleinen zum Tierarzt zu bringen und sie dort einschläfern zu lassen. Es hört sich grausam an, aber mein Vater liebt Katzen, so wie ich, und ich musste ihm beipflichten. Denn sie kriegen das in den Dörfern einfach nicht auf die Reihe, die unendliche Kette des Katzennachwuchses zu unterbrechen, übrigens genauso wenig wie mittlerweile in den Großstädten.
Seite 7 von 8       




Fortsetzung folgt (nur ein Teil)
Seite 8 von 8       
Punktestand der Geschichte:   139
Dir hat die Geschichte gefallen? Unterstütze diese Story auf Webstories:      Wozu?
  Weitere Optionen stehen dir hier als angemeldeter Benutzer zur Verfügung.
Ich möchte diese Geschichte auf anderen Netzwerken bekannt machen (Social Bookmark's):
      Was ist das alles?

Kommentare zur Story:

  ich liebe sie auch, die erinnerungen, meistens sind sie natürlich verklärt, aber das rücke ich im zweiten teil von 'the village' wieder ins rechte licht... ;))  
   Ingrid Alias I  -  05.02.10 13:47

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  Sehr hübsch. Ich liebe Erinnerungen. Habe mir alles wie in einem Film vorstellen können. Die ganze herrliche Landschaft aber auch die armen abgearbeiteten Menschen, wie deine Großmutter. War hart das Leben damals, aber ich glaube die Natur war um Vieles schöner. Das hast du gut mit deinem Text festgehalten.  
   doska  -  02.02.10 16:49

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  na dann ist ja alles bestens.... ;))
der schneesonntag war ganz toll, bis auf das morgendliche schneescheppen natürlich.
lieben und schönen abend noch.  
   Ingrid Alias I  -  31.01.10 20:51

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  hallo, ingrid, lach, lach. ich benutze es. es ist so schön idyllisch. und so tief und dunkel. und riesengroße spinnen verstecken sich darin. eine blumenwiese und eine rotglühende sonne habe ich an die tür gemalt.
hab einen wunderschönen schneesonntag.
gruß von  
   rosmarin  -  31.01.10 14:00

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  @ rosmarin
was denn für erinnerungen?
ach ja, meine... *gg*
ich hoffe aber, dass du das plumpsklo nicht benutzt, wäre ja auch langweilig so als einsitzer, man könnte vielleicht besser blumen reinpflanzen oder so.... ;))
lieben gruß  
   Ingrid Alias I  -  30.01.10 20:19

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  @ jochen
danke schön! ich lass mich auch immer wieder davon mitreißen, muss wohl ein anderer als ich geschrieben haben... ;)) die katzen und die hunde, das ist ein trauriges kapitel, es gibt viele menschen, die helfen wollen, sie investieren viel zeit und geld und liebe darin, aber es gibt auch immer mehr leute, die ihre tiere einfach aussetzen, vor allem in der stadt. es ist eine katastrophe und wird auch nicht besser werden.
lieben gruß von mir  
   Ingrid Alias I  -  30.01.10 17:59

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  hallo, ingrid, ach, ja, die erinnerungen. sie sollen ja das wertvollste im leben sein, schon, weil man sie eines tages vergessen könnte. über das plumsklo musste ich lachen. ich liebe plumpsklos. habe selbst eins im garten, leider nur ein einsitzer. dafür aber schön kunstvoll bemalt. ich würde es niemals hergeben.
grüß dich  
   rosmarin  -  29.01.10 23:30

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  Das war ja ein recht interessanter Einblick in deine Vergangenheit. Hat sich gut und flüssig gelesen. Die Story ist wunderschön bildhaft und mitreißend geschrieben. Um auf den letzten Teil deiner Geschichte einzugehen; Gott sei Dank ist der Mensch inzwischen auf die Idee gekommen, wilde Katzen und Hunde einzufangen und zu kastrieren.  
   Jochen  -  29.01.10 22:32

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

Stories finden

   Hörbücher  

   Stichworte suchen:

Freunde Online

Leider noch in Arbeit.

Hier siehst du demnächst, wenn Freunde von dir Online sind.

Interessante Kommentare

Kommentar von "CC Huber" zu "Ein Blatt nur im Wind"

Punkte vergessen, ich Schussel. C

Zur Story  

Aktuell gelesen

  In Arbeit

Funktion zur Zeit noch inaktiv. Über ein Konzept zur sicheren und möglichst Bandbreite schonenden Speicherung von aktuell gelesenen Geschichten und Bewertungen, etc. machen die Entwickler sich zur Zeit noch Gedanken.

Tag Cloud

  In Arbeit

Funktion zur Zeit noch inaktiv. In der Tag Cloud wollen wir verschiedene Suchbegriffe, Kategorien und ähnliches vereinen, die euch dann direkt auf eine Geschichte Rubrik, etc. von Webstories weiterleiten.

Dein Webstories

Noch nicht registriert?

Jetzt Registrieren  

Webstories zu Gast

Du kannst unsere Profile bei Google+ und Facebook bewerten:

Letzte Kommentare

Kommentar von "Marco Polo" zu "Das Licht der Hajeps Band 2 Guerillas - Kapitel 11"

Also doch noch nicht. Allgegenwertig sind anscheinend selbst Hajeps nicht.

Zur Story  

Letzte Forenbeiträge

Beitrag von "Tlonk" im Thread "Accountzugang"

bitte schreibe uns über den Knopf "Kontakt" (unter dem Strich am Ende der Seite) eine Email und gib dabei deine Daten wie User und Email an, dann können wir dir dein Passwort per E ...

Zum Beitrag