Frisch gebackenes Brot schmeckt am Besten ( In den Hügeln der Montagnola )   73

Romantisches · Romane/Serien

Von:    Wolfgang scrittore      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 20. April 2017
Bei Webstories eingestellt: 20. April 2017
Anzahl gesehen: 794
Seiten: 14

Diese Story ist Teil einer Reihe.

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   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


Ich stand auf und goß mir ein Glas Whisky ein. Eva schüttelte ihren Kopf, als ich sie fragend ansah.

„Gib mir lieber ein Glas Vin Santo und wir müßten noch Cantucci haben Peterl." Ich holte die Karaffe mit dem Vin Santo und goß Eva ein Likörglas ein. Eva öffnete die Tüte, nahm ein Cantucci heraus und stippte es in das Likörglas. Dann bot Eva mir auch ein Cantuccistück an.

„Ich weiß, das sind auch Kalorien", seufzte Eva und zwickte sich in die Hüfte.

„Schaut nicht so, bei euch werde ich auch fündig", schimpfte Eva.

Ich wagte keinen Protest und auch Lena zeigte keinerlei Reaktion, die Kerbe durch meinen Hosengummi war deutlicher Beweis.

Eva legte für jeden zwei Cantucci heraus, unsere Zuteilung für heute. Ich gönnte mir unter Evas kritischen Blicken noch ein Fingerbreit Whisky. Auch das waren Kalorien, das brauchte Eva nicht erst zu sagen.

Wir schliefen bei offener Terrassentür, die Nacht war noch drückend warm. Wir schliefen nackt, nur mit dünnen Laken bedeckt. Wir hatten kurz überlegt, auf der Terrasse zu übernachten, uns dann aber wieder anders entschieden. Früh klebte der Schweißfilm auf unseren Körpern und das Duschen war eine richtige Erfrischung. Sogar Lenchen war heute nicht zu Streichen aufgelegt und startete unter der Dusche keine Attacken. Wir versorgten unsere Zwillinge, dann bereiteten Eva und Lena das Frühstück. Ich holte die Körbchen von oben. Giulia und Gianni schnatterten fröhlich vor sich hin. Hungrig saugten sie an ihren Nuckeln. Lena verputzte ihr Honigbrötchen. Dann holte sie ihre Schultasche herunter und wartete auf mich. Ich trank noch einen Schluck Kaffee, dann trug ich die Körbchen nach draußen. Wir bekamen von Eva ein Busserl zum Abschied, dann holte ich die Ape aus der Garage. Wir stiegen ein und ich fuhr los. Unten wartete ich, bis Lena im Schulbus saß und fuhr wieder hoch. Eva war schon in voller Montur, ich gab ihr einen Klaps und sie lief los. Ich schaute ihr noch hinterher, bis sie um eine Biegung verschwand. Eva hatte mir meine Laufsachen hingelegt. Ich zog mich auf der Terrasse um, dann schlüpfte ich in meine Schuhe und wartete auf Evas Rückkehr. Ich nahm Giulia, die quengelte, auf meinen Arm und lief mit ihr den Hof auf und ab. Schließlich beruhigte sich das Fräulein wieder und schlief ein. Ich legte unsere Tochter wieder in ihr Körbchen. Eva kam den Hügel herauf und schaute nach unseren Kleinen, dann bekam ich einen Klaps und ein Busserl und lief los.
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Ich lief wieder die Strecke Richtung Marmoraia, dann bog ich nach Süden ab, auf der Strada die Montemaggio, einem schmalen selten befahrenen Staubsträßchen ( Via Giubbileo ) durch die Wälder und Hügel der Montagnola. Das stete auf und ab des Sträßchens forderte mich ganz schön. Aber nach eineinhalb Stunden erreichte ich Cetinale. Ich bestaunte die gut erhaltene Adelsvilla und ließ mich dann vor einem Bauernhaus nieder, wo man mir ein Glas Wein servierte.

Ich lief weiter bis Ancaiano, wo ich parallel zur Straße zurück nach Pievescola rannte. Ich passierte ein paar verträumte Weiler, die zum Teil Agritourismo, Ferien auf dem Land, anboten. Ich kam an Simignano vorbei, wo es auch einige etruskische Fundstücke gab. Die Straße wand sich in Kurven über Hügel durch die Montagnola. Ziemlich erschöpft erreichte ich das Dorf, lief um den Kreisel und bog nach zweihundert Metern ab zu unserem Hügel.

Eva schaute schon auf die Uhr.

„Wo bleibst du denn Peterl? Du mußt gleich Lenchen abholen, du kannst dich gerade noch umziehen." Ich bekam ein Busserl, dann lief ich ins Haus, duschte schnell und zog mich um. Zum laufen war es zu spät, also holte ich Lena mit der Ape ab. Sie stand schon ungeduldig an der Haltestelle und begrüßte mich nur kurz, dann warf sie ihre Schultasche auf die Ladefläche und stieg ein.

„Ich dachte schon, du hast mich vergessen", brummelte sie. Wir fuhren den Hügel hoch und Eva begrüßte uns.

„Wann gibts was zu essen", begrüßte die Kleine Eva.

„Heute dürft ihr schlemmen, ich dachte an Bratkartoffeln mit Bratwurst. Wenn du mir hilfst, können wir in einer halben Stunde essen. Peterl, du könntest die Kartoffeln schälen. Ich bring sie dir gleich."

Ich setzte mich hin und schälte die Kartoffeln. Als ich fertig war, holte Lenchen sie zurück in die Küche.

Lena kam wieder heraus.

„Die Mama hat gesagt, du sollst dich duschen und dich umziehen, ich passe auf die Kleinen auf." Lena stupste mich in den Bauch und ich lief ins Haus. Ich war froh aus den verschwitzten Laufsachen herauszukommen, duschte und zog mich um. Dann lief ich wieder ins Haus. In der Küche drückte mir Eva das Tablett mit Tellern und Bestecken in die Hand.

„Komm dann noch mal zurück und nimm Getränke und Gläser mit Peterl."

Eva kam mit der Pfanne und stellte sie auf einer Terrakottaplatte ab.
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Eva hatte mit Tomaten und Gewürzen nicht gespart. Es schmeckte uns hervorragend. Der Lauf hatte mich hungrig gemacht. Lena stocherte lustlos in ihrem Salat herum.

„Mädchen, du mußt Vitamine zu dir nehmen, Salat ist gesund."

„Ich mag keine doofen Vitamine, die schmecken überhaupt nicht", protestierte Lena.

„Na Lena, ein Blatt noch, dann gib dem Papa deinen Teller, der braucht auch Vitamine."

Lena nahm ein kleines Blatt mit der Gabel, stopfte es lustlos in den Mund und kaute mißmutig darauf herum. Dann schob sie mir den nahezu vollen Salatteller herüber.

Ich erzählte von meiner Tour und schlug vor, sie mit Paola und Bruno zu wiederholen. Ich holte eine Karte aus dem Büro und zeigte Eva den Verlauf der Strecke.

„Wo seid ihr heute gelaufen", wollte ich von Eva wissen.

„An Beppes Baustelle vorbei hoch zur Casa Verniano. Claudia gönnt sich da gerne ein Gläschen Wein, ich habe natürlich nur ein Glas Wasser getrunken."

Zu meiner weißen Bermudas zog ich ein kurzärmeliges weißes Hemd an, das ich bis zum Bauchnabel offen trug. Eva musterte mich und schloß zwei Knöpfe wieder. Dann bekam ich einen Klaps.

„Wen willst du denn beeindrucken Peterl?"

Wir legten unsere Zwillinge in ihre Wagen und spazierten hinunter ins Dorf. Bei Marta kauften wir zwei Ciabatta, drei Kugeln Mozarella di Buffala, ein Kilo Pizzamehl und zwei Tüten Trockenhefe. Claudia servierte uns eine Karaffe Vernacchia und für Lena Apfelschorle. Lena rannte hinein und kam mit einer Schale Pistazien wieder. „Die hat mir Onkel Matteo gegeben", meinte sie und nahm sich gleich eine Handvoll Pistazien heraus.

„Du hast doch gerade Mittag gegessen Lena", mahnte Eva.

Wir zahlten und liefen weiter Richtung Industriegebiet. Beppes LKW kam uns auf dem Weg von seinem Bauhof zur Baustelle entgegen.

Auf der Ladefläche stand ein kleiner Bagger. Beppe und seine Männer standen auf dem Gerüst und deckten das Dach mit Terrakottaziegeln. Lena rief und winkte, aber niemand schien sie zu hören. Wir liefen weiter und erreichten den Waldrand, wir schoben unsere Kinderwagen über die wurzelbewachsenen Wege. Es war angenehm kühl im Schatten des Blätterdaches. Eva stieß mich an, nicht weit entfernt, lag unser Stagno d`Amore im Sonnenschein. Leider bot sich heute keine Möglichkeit dort zu relaxen.
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Als wir den Wald wieder verließen, sahen wir Trudis Kunstscheune vor uns. Eine Gelegenheit zum stöbern, ich liebte es mich auf die Suche zu begeben. Lena wollte nach ihrer Schale schauen, die sie letztes Mal bei Trudi getöpfert hatte.

Trudi war heute in eine wallende lila Toga gehüllt und umarmte uns bei der Begrüßung.

„Schaut euch nur um, ich geh mit meiner Lena die Schale holen." Sie nahm Lena an die Hand und ging mit ihr ins Nebenzimmer.

Ich suchte im Bücherregal nach Schätzen, während Eva die kleinen Kostbarkeiten im Schmuckkästchen bewunderte.

„Wenn ihr Morgen Lena zur Malstunde bringt und noch etwas Zeit für euch braucht, passe ich gerne auf die Kleinen auf", meinte sie beim Abschied augenzwinkernd zu uns. Eine kleine Amethystdruse gefiel Eva, sie zeigte mir den Stein. Die Kristalle funkelten in einem mittleren Violett. Es war ein wunderschöner Stein. Lena kam wieder heraus, sie trug mit beiden Händen ihre Schale und zeigte sie uns stolz.

Da hinein können wir in der Diele Obst legen." Lena nickte, das schien ihr zu gefallen. Trudi gab uns noch Einwickelpapier und Eva verstaute die Schale unterm Kinderwagen ins Ablagefach. Eva legte Trudi das Geld für den Amethysten hin und verstaute ihre Beute in ihrer Tasche.

„Na Peter, hast du es dir noch einmal überlegt. Ich suche immer noch ein Aktmodell für meinen Zeichenkurs. Ludovico hat abgesagt. Mit dir wäre der Kurs schnell ausgebucht. Die Weiber würden sich um die Plätze prügeln" Trudi faßte mich am Arm. Eva gab mir einen Klaps auf den Hintern.

„Das würde diesem eitlen Burschen sicher gefallen." Eva und Trudi lachten auf meine Kosten. Ich schüttelte den Kopf, vor so vielen Augen die letzten Hüllen fallen zu lassen, dazu war ich zu schüchtern.

Ich lehnte zu Trudis Bedauern nachdrücklich ab. Eva gab mir ein Busserl und tätschelte mir nochmals mein Hinterteil. Wir schoben unsere Wagen durch die Siedlung, am Friedhof vorbei und winkten Francesca zu, die in ihrem Garten arbeitete.

„Ich muß noch einmal in den Weinkeller", sagte ich zu Eva. In den beiden Stahltanks arbeitete unser neuer Wein, in den Holzfässern reifte der vorherige Jahrgang. Ich wischte auf der Flaschenabfüllanlage etwas Staub, stellte ein paar leere Holzkisten zusammen. Dann schaute ich mir unsere Flaschenregale an. Hier brauchte der Wein noch ein Jahr bis zum Verkauf.

Lena kam herein.
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„Papa, du sollst zum Essen kommen", rief sie und zog mich an der Hand. „Du Floh hast wohl Hunger", spottete ich. Lena gab mir empört einen Stupser in die Seite.

Eva hatte Tagliatelle bereitet, dazu einen Tomatensugo mit Speck, Zwiebeln und Knoblauch. Der Geruch machte hungrig und wir aßen mit großem Appetit. Dessert gab es nicht, Eva sorgte sich wohl um unser Gewicht.



„Ihr habt sicher noch Lust zu einer kleinen Radtour, da sind die Kalorien schnell wieder abgestrampelt." Eva lachte, aber wir waren einverstanden. Wir liefen hoch, um uns in unsere Radlerkluft zu begeben. Lena war schnell fertig und kam ins Schlafzimmer. Ich stand vorm Spiegel und zupfte noch an meiner Hose herum, bis sie richtig saß. Ich traute mich kaum zu atmen, so eng kam sie mir vor. Das Oberteil des Einteilers war etwas lockerer. Lenas Montur saß auch recht knapp. Eva tätschelte uns zum Abschied noch einmal den Hintern, dann stiegen wir auf und radelten los. Lena war letzte Woche mit Eva beim Kinderarzt gewesen, die obligatorische Untersuchung stand an. Er war mit ihr zufrieden. Lena war jetzt 1,20 m groß und brachte 25 kg auf die Waage, für ihr Alter ganz normal.

Wir fuhren die Straße zum Weinkeller hinunter und hinter dem Weinfeld unseres Nachbarn zum Waldrand hoch. Der Weg parallel zur Straße verlief eben und überforderte Lena nicht. Sie trat energisch in die Pedalen und schaute sich immer wieder nach mir um.

Bei San Chimento machten wir eine kurze Pause, Lena verschwand in die Büsche. Dann fuhren wir weiter, bis wir die Straße nach Scorgiano überqueren mußten. Unser Ziel war die Tenuta Bicchi Borghese, der Spielplatz und natürlich das Eis, auf das Lena spekulierte, zogen sie magisch an. Lena mußte mir wieder helfen, das Geldtäschchen zu öffnen. Sie nutzte das, um den Papa ausgiebig zu patschen. Die Bedienung beobachtete uns grinsend. Schließlich zog Lena einen Geldschein heraus und fragte mich, ob er ausreicht. Ein zehntausendlire Schein war mehr als genug. Lena stopfte mir das Wechselgeld in die Tasche und brachte sie auch zu. Dann schleckte sie ihr Eis. Wir setzten uns noch eine Viertelstunde. Ich trank den Rest meines Wassers aus, dann setzten wir uns auf die Räder und fuhren heim.

„Schiebst du mich den Berg hoch Papa", bettelte Lena, als wir die Steigung zum Weinkeller erreichten.

„Du bist wohl platt Mäuschen?" Lena nickte und ich schob sie an, bis wir oben waren.
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Dann brachten wir unserer Räder zur Garage und verstauten sie. Eva saß mit einem Buch auf der Terrasse und hütete die Kleinen. „So ihr Zwei, geht hoch, duscht und zieht euch um." Lena rannte hoch und stand schon unter der Dusche, als ich das Bad betrat. Sie rückte etwas auf die Seite und machte mir Platz. Dann zwickte sie mich übermütig. Ich schimpfte

„Soll ich dich auch mal kneifen Lieschen?" Lena kicherte nur und verließ eilends die Dusche. Sie schnappte ihre Sachen und rannte in ihr Kinderzimmer. Ich zog mir leichte Sachen an und lief die Treppe hinunter. Lena kam zu uns, schaute mich verlegen an und setzte sich neben mich. Langsam fuhr sie mit ihrer Hand über meinen Oberschenkel. Sie hatte offensichtlich ein schlechtes Gewissen.

„Na, vertragt ihr euch jetzt wieder", wollte Eva wissen. Lena und ich schauten uns an und nickten gleichzeitig. Eva bemerkte unsere Einigkeit mit einem Grinsen. Sie wußte, das Lena trotz aller Streiche, die sie mir nur zu gern spielte, an ihrem Papa hing. Lena stand auf, eilte ins Haus und kam nach einer Weile mit ihrem Buch und dem Plüschbären heraus und lief zum Baumhaus.

Lena liebte ihre Mama über alles, aber mit ihrem Papa unternahm sie sehr viel, auch wenn ich eigentlich immer das Ziel ihrer Streiche und Neckereien war, ist Lena im Grunde ein Papakind. Sie wußte eben, dass sie mich am leichtesten um den Finger wickeln konnte. Jetzt versuchte sie gerade aus meinen Haaren am Schenkel eine Locke zu drehen.

„Aua, das ziept", schimpfte ich. Sie grinste und patschte mir aufs Bein. „Du mußt dich rasieren Papa", meinte sie.

„Dein Papa ist ein haariger Bär, Lena, ein lieber Kuschelbär", gab Eva ihren Senf dazu. Zu Anfang unserer Beziehung hatte Eva mal die Idee, ich solle mich rasieren. Aber nachdem ich beinahe ein Blutbad angerichtet hatte, beim Versuch, Brust, Bauch und Beine zu rasieren, gaben wir diese Idee wieder auf. Eva brauchte reichlich Pflaster, um mich zu verarzten. Jetzt spielte sie gerne mit meinem Pelz. Giulia schien meine Haare ebenfalls zu lieben, denn sie rupfte zu gerne daran herum, wie jetzt auch wieder, als ich sie mit nacktem Oberkörper auf den Knien hielt. Mein leises Geschimpfe schien sie zu amüsieren, denn sie gab juchzende Laute von sich. Ich hob das zappelnde Mädchen hoch in die Luft und spielte Flieger mit ihr. Giulia war begeistert und krähte vergnügt, als ich sie auf und ab kreisen ließ.
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Gianni saß brav auf Evas Schoß und betrachtete seine Schwester nur mit großen Augen.

„Halt du mal deinen Bruder, Lenchen. Ich hole die Flaschen für die Kleinen." Lena nahm vorsichtig Gianni auf ihren Schoß. Sie stupste ihre Nase gegen seine, was ihm zu gefallen schien. Die Zwillinge hatten dralle Beine, das saß noch ordentlich Babyspeck. Als Lena ihn sanft zwickte, fing Gianni an, wild zu zappeln.

Lena, das mag er nicht. Wenn ich dich in deinen Speck zwicke, dann schimpfst du auch wie ein Rohrspatz." Lena schaute mich entrüstet an.

„Wenn du mich zwickst, dann zwicke ich dich aber ganz fest in deinen dicken Po, böser Papa."

„Na, habt ihr euch wieder lieb", wollte Eva wissen, als sie Lenas finstere Miene sah. Eva nahm Gianni und Lena sauste in ihr Baumhaus. Wir gaben den Kleinen ihre Fläschchen. Zufrieden nuckelten sie daran. Erst, als nichts mehr kam, gaben sie Ruhe und schliefen schnell ein. Ich erklärte Eva Lenas finstere Miene und sie meinte „Dann sehe ich schwarz für dich heute Nacht, du Armer. Obwohl, ich überlege gerade, ob ich diese günstige Gelegenheit nicht schamlos ausnutzen sollte. Bei dir ist ja genug zum bearbeiten dran." Eva lachte, als sie meine etwas mürrische Miene sah.

„Morgen früh nach dem laufen, bereite ich den Forno Mattoni vor. Claudio will noch eine Ladung Olivenholzschnitt vorbeibringen. Gegen fünf bringt er dann die Brote. Und Francesa hat noch zwei Bleche Kuchen vorbereitet."

„Ich mache noch zwei Bleche mit Pizza, die schmeckt euch doch immer", lockte Eva.

„Wollt ihr Zwei noch mal zu Frutta e Verdura? Ich brauche noch Paprika und Zwiebeln, je vier Stück." Ich ging zu Lena, sie hatte Lust und kam die Strickleiter herunter. Lena nahm meine Hand und wir spazierten ins Dorf. Marisa packte mir alles in eine große Tüte.

„Papilein, krieg ich noch ein Eis." Wir liefen um die Ecke zu Matteos Bar.

Claudia freute sich, uns zu sehen und brachte Lena einen großen Eisbecher. Ich trank ein Glas Vernacchia. Schließlich hatte Lena ihren Eisbecher gründlich ausgeschleckt. Ich zahlte und wir gingen heim.

„Ihr seid vielleicht Naschliesen", empfing uns Eva mit drohendem Finger.

„Woher weißt du das", wollte Lena wissen.

„Weil ich euch kenne", erwiderte Eva und zwinkerte mir zu.

„So Lenchen, bring die Tüte mal in die Küche", bat Eva.
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„Na, hat Claudia dich wieder angebaggert, Peterl."

Ich schüttelte meinen Kopf.

„Du meine Güte, er hats nicht mal bemerkt", spottete Eva dann und drückte mir ein Busserl auf.

Lena kam wieder heraus und knabberte an einem Apfel.

„Mama, Papa, die Rebecca kriegt von ihren Eltern Taschengeld. Krieg ich auch Taschengeld von euch?"

„Aber du bekommst doch alles, was du haben willst. Du futterst beinahe jeden Tag ein Eis Lena", entgegnete Eva.

„Aber ich krieg kein Taschengeld, wenn ich mir mal was kaufen will."

„Da muß ich heute nachher mal mit der Mama drüber reden Lena, einverstanden?"

Lena gab sich vorerst zufrieden und zog wieder ab zum Baumhaus.

Ich schaute Eva an.

„Da müssen wir wohl in die Tasche greifen, wenn die Rebecca auch Taschengeld bekommt. Oder willst du Rebeccas Mutter mal anrufen?"

„Ich glaube, nicht, dass Lenchen schwindelt Peterl."

„Dann fangen wir mal mit 10.000 Lire an, mal sehen, wie lang das reicht. Dann gibts eben nicht jeden Tag mehr ein Eis oder Pistazien. Ich bin gespannt, wie sie damit klar kommt, was meinst du?"

Eva war einverstanden. „Bevor Lena ins Bett geht, gebe ich ihr das Geld. Ich bin wirklich gespannt."



Am nächsten früh stand ich noch unter der Dusche, als Claudio hupte. Eva zog sich einen Bademantel an, trat auf die Terrasse und rief zu Claudio hinunter.

„Lad das Holz dort vor der Werkstatt ab, Peter räumt es dann nachher weg." Ich frühstückte noch in Schlafhose. Nach dem Frühstück zog ich mich an und brachte die Körbchen auf die Terrasse. Eva schlüpfte gleich in ihre Sportmontur, meine nahm sie mit hinunter. Ich lief mit Lena zur Bushaltestelle und lieferte sie dort ab. Gestern abend hatte Eva ihr einen 10.000 Lireschein in die Hand gedrückt.

„Aber nicht gleich ausgeben", hatte ich die Kleine gemahnt.

Wieder oben gab ich Eva ein Busserl, tätschelte ihr den Po und sie lief los.

Ich räumte das Holz zum Backofen und stapelte es dort auf. Dann zwängte ich mich in meine Laufkombi und wartete auf Eva.

Eva kam umgezogen und frisch geduscht wieder herunter und gab mir einen Abschiedsklaps.

„Renn nicht so weit, Lena kommt heute eine Stunde eher, denk dran. Oder soll ich Francesca anrufen, damit sie Lena holt?" Ich schüttelte meinen Kopf, ich würde rechtzeitig zurück sein.
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Ich kam an einem verlassenen Hof vorbei. Ich betrat neugierig den Hof und hockte mich auf einen Stein, um mich kurz auszuruhen. Da kam ein vierschrötiger Mann in Bauernkleidung mit drohend erhobener Mistgabel aus einer Tür und brüllte mich an

„Vieni scompaiono, il tuo culo grasso, altrimenti lo fa con un conoscente forcone.” Ich stand auf, hob beschwichtigend meine Hände und verlies rückwärtsgehend den Hof. Ich hatte keine Lust, dass mein Hintern Bekanntschaft mit den Zinken einer Mistgabel machte. Mein Puls raste und ich mußte mich erst wieder beruhigen. Dann lief ich weiter und erreichte rechtzeitig unseren Hof. Ich erzählte Eva von meinem Erlebnis.

„Prosciutto allo spiedo, das hört sich nicht schlecht an, du Armer." Sie lachte und tätschelte mir meinen Hintern. Ich duschte und zog mich um, um Lena abzuholen.





Als ich Lena vom Bus abholte, hatte sie wieder Appetit auf ein Eis. Als Claudia kassieren dann wollte, meinte ich

„So Lena, dann gib Claudia mal das Geld für dein Eis."

Lena schaute mich entsetzt an „Ich habe doch gar kein Geld Papa."

„Hast du denn dein Taschengeld schon ausgegeben?"

„Mama hat gesagt, das Geld kann ich in meine Spardose tun."

„Was hast du denn schon für ein Geld in deiner Spardose Lena?"

„Da ist das Geld von der Oma Amelia drin, das Geld vom Opa, das Geld von Oma Maria, das Geld von dir, das Geld von Claudia und Oma Francesca hat mir auch was gegeben."

„Dann bist du ja ein reiches Mädchen Lena."

„Ich bin reich", stellte jetzt auch Lena stolz fest.

„Na, wenn du so sparsam bist Lena, dann lade ich dich heute zum Eis ein."

Ich zahlte, Claudia gab mir das Wechselgeld zurück. Dann zögerte sie und drückte Lena einen 5.000 Lireschein in die Hand.

„Weil du so sparsam bist und damit du morgen dein Eis selber zahlen kannst, auch wenn dein Papa mal geizig ist." Lena bedankte sich überschwenglich und hielt stolz den Schein fest in ihrer Hand. Sie griff mit der anderen Hand nach mir und ich trug ihre Schultasche.

„Soll ich das Geld auch in die Spardose tun Papa?"

„Nein, davon kannst du morgen dein Eis bezahlen Lena."

Daheim zeigte sie Eva ganz stolz das Geld.



„Das behalte mal in deinem Geldtäschchen, davon kannst du dir Kleinigkeiten kaufen.
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" Eva gab ihr noch einen 5.000 Lireschein dazu „Weil du dein Taschengeld so brav in die Spardose gesteckt hast." Lena strahlte und bedankte sich überschwänglich.



Nach dem Mittagessen unternahmen wir noch einen Spaziergang zur Torre Dogana. Trudi hatte angerufen und die Malstunde abgesagt, Lena war traurig. Wir stellten die Kinderwagen im Schatten ab und nahmen auf der sonnigen Seite des Tisches Platz. Die Bedienung nahm unsere Getränkebestellung auf.

„Lena, wenn du noch ein Eis haben willst, geh mit der jungen Dame mit. Such dir ein Eis aus und bezahle es gleich."

Lena lief mit der jungen Bedienung zum Kiosk. Nach einer Weile kam sie zurück mit einer für ihre Verhältnisse kleinen Portion, nur zwei Eiskugeln waren in dem Schälchen.

Ich schaute sie fragend an.

„Das ist ja alles sooo teuer Papa. Eine Kugel hat mir die Tante geschenkt." Sie zeigte mir den Bon, nur 500 Lire hatte sie ausgegeben. Lena lernte wohl gerade den Wert des Geldes kennen.

„Morgen, wenn du von der Schule kommst, spendiert dir der Papa noch einmal ein Eis und wenn du am Nachmittag noch eins möchtest, zahlst du es selbst."

Lena strahlte, dann löffelte sie ihr Eis aus und wir genossen unsere Getränke.

Auf dem Rückweg pflückte Lenchen Blumen und überreichte den Strauß am Hof ihrer Mama.

„Die Blumen sind für euch. Ich habe euch lieb Mama und Papa." Ich zog mir meine Arbeitsjeans an und kehrte noch einmal den Ofen aus. Jetzt war alles bereit zum backen. Claudio kam später noch mit den Broten. Wir brachten sie über Nacht in den kühlen Vorratskeller. Ich fuhr mit der Ape den Hügel hinunter und ließ mir von Francesca und Laura die beiden Backbleche geben. Auf der Ladefläche transportierte ich sie nach oben. Eva bereitete in der Küche mit Lenas Hilfe den Pizzateig. Belegen wollte sie ihn erst morgen vormittag, über Nacht kamen auch diese Bleche in den Vorratskeller.

„Ich verzichte morgen vormittag mal aufs Laufen, ich habe Claudia schon Bescheid gesagt. Ich bringe Eva zum Schulbus, du kannst gleich nach dem Frühstück losrennen", informierte mich Eva.

„Nun aber ab unter die Dusche mit dir, du staubiger Bursche." Ich wischte mir übers Gesicht und meinte Handfläche war schwarz.

„Leg deine Sachen gleich vor die Kellertür und schlepp mir den Schmutz nicht nach oben.
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" Ich zog mich auf der Diele aus und schaffte die Sachen gleich in den Waschkeller. Im Slip rannte ich dann nach oben, streifte ihn im Bad ab, räkelte mich unter der Dusche und spülte die Schmutzbrühe ab. Im sportlichen Outfit rannte ich wieder nach unten.

„Schaut mal ihr Mäuse, euer Papa glänzt wieder wie neu", rief Eva.

Für die nächsten Tage hatten die Wetterfrösche Abkühlung und Regen angekündigt.

„Wollen wir noch mal in den Pool springen Peterl?" Ich nickte.

„Dann trag schon mal die Zwerge zum Pool, aber in den Schatten. Ich geh hoch und zieh mich um. Ich bringe dir dein Höschen mit."

„Lena, willst du auch baden? Dann lauf hoch zur Mama und zieh dich um."

Lena kletterte die Strickleiter herunter und lief zum Haus. Nach einer Viertelstunde kam sie mit Eva zurück. Eva hatte auf ihr Bikinioberteil verzichtet und krempelte Lena das Höschen ein. Dann bekam die Kleine einen Klaps hintendrauf und kam zu mir und drückte mir mein Badehöschen in die Hand. Ich breitete die Handtücher aus, zog mir meine Badehose an. Dann sprangen wir alle Drei ins erfrischende Wasser und kühlten uns ab. Lena war wieder übermütig und versuchte uns zu zwicken. Lena lachte nur, wenn wir schimpften oder versuchten ihr auszuweichen. Als ich die Leiter hinaufkletterte, schlich sie sich an und grabschte kräftig zu. Ich zuckte zusammen und drohte ihr mit dem Finger. Ich rieb mir die Rückseite und ging zum Körbchen. Ich hob Giulia hoch, schnupperte an ihrer Windel, aber alles ok. Ich nahm ihr die Windel ab und legte sie zurück ins Körbchen. Dann reichte ich die Kleine an Eva weiter. Das Gleiche machte ich mit Gianni, nahm ihn auf den Arm, setzte mich auf den Rand und ließ mich vorsichtig ins Wasser gleiten. Die Kleinen waren wieder begeistert und krähten lauthals um die Wette. Besonders das Fliegerspielen gefiel ihnen. Lena machte Tauchversuche und schnaufte beim auftauchen, wie ein kleines Walroß. Dann kletterten wir wieder heraus, rubbelten die Kleinen trocken und ließen uns auf unseren Handtüchern nieder. Wir cremten uns gegenseitig ein. Lenchen blieb brav und unternahm keine Versuche, uns zu ärgern.

„Mama, Papa, Laura kommt", rief Lena plötzlich. Ich bekam einen Klaps auf den Hintern.

„Zieh dir was an Peterl, oder soll Laura dich so zu sehen bekommen." Ich sprang auf, zog mir meine Mikrofaserhose an und setzte mich hin.
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Laura brachte noch einen Korb mit Ciabattabrötchen zum aufbacken mit. Sie schaute sehnsüchtig auf unseren Pool, am liebsten hätte sie wohl gefragt, ob sie mitbaden dürfte. Aber Eva fragte nicht. Ich nahm den Korb und brachte ihn in den Vorratskeller. Als ich zurückkam, war Laura verschwunden.

„Zieh dich aus Peterl, das Weib ist weg." Ich schlüpfte aus meiner Mikrofaserhose und streifte mir meine Badehose über. Dann legte ich mich auf den Bauch und ließ meine Rückseite in der Sonne braten. Lena schlich sich an und warf sich naß wie sie war auf meinen Rücken. Mir blieb kurz die Luft weg.

„Mein Papa, mein lieber Papa", krähte sie und zog mich an den Ohren.

„Sag mal, spinnst du", wollte Eva wissen.

„Du bist doch viel zu schwer, du tust dem Papa weh."

Lena kicherte und rollte sich wieder herunter, dann flüchtete sie in den Pool.

„Lieschen ist total überdreht", meinte Eva zu mir.

„Komm hilf mir, die Körbchen wieder auf die Terrasse zu schaffen."

„Ihr seid ja Nackefrösche", krähte Lena hinter uns her, als wir nur in Badehöschen die Körbe zur Terrasse schafften.

„Wir ziehen uns lieber wieder an, bevor Marta und Claudio kommen. Und du mußt den Ofen einheizen." Ich legte Olivenholzschnitt in die Ofenkammer und zündete das Holz mit Papierknäueln an. Dann holte ich meine Sachen von der Poolwiese und kleidete mich an. Ich drückte Eva ihre Kleidung in die Hand und sie schlüpfte auch hinein.

„Bleib bei den Kleinen, ich hole die Fläschchen", bat Eva und lief ins Haus. Die Zwerge wurden langsam unruhig, sie schienen Hunger zu haben. Eva kam mit den Fläschchen zurück. Wir nahmen Giulia und Gianni auf den Schoß und fütterten sie.

„Ich geh zum Ofen und passe auf", meinte Lena.

„Auf was willst du denn aufpassen Lena", wollte Eva wissen.

„Na, wenn die böse Hexe kommt und den Papa fressen will, schubse ich sie in den Ofen", stellte Lena lakonisch fest.

„Da kommst sie schon", flüsterte Eva mir ins Ohr. Claudia kam mit Marta den Hügel herauf. Claudia wurde wohl von der Neugier getrieben. Ich mußte lachen.

„Claudio kommt später mit der Ape, um das Brot abzuholen", informierte uns Marta. Jetzt kamen auch Francesca und Laura. Francesca war unsere Spezialistin, sie wußte, wann der Ofen für die Brote heiß genug war.
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Wir legten die Kleinen wieder in ihre Körbchen. Eva räumte den Tisch leer und legte Tücher in das große Regal, auf dem die Brote auskühlen sollten. Marta und ich machten uns auf, in den Keller zu gehen. Claudia folgte uns. Marta und ich nahmen uns eins der großen Bleche und trugen es empor. Claudia folgte uns.

„Ist die Hose neu Peter, sie sitzt perfekt", wollte sie neugierig wissen.

„Faß lieber mit an und hilf uns, anstatt Peter zu nerven", schalt Marta sie.

„Ich hab ja nur gefragt", antwortete sie etwas eingeschnappt, faßte aber das Blech mit an.

Wir mußten noch dreimal gehen, bis alle Brote oben waren.

Francesca hatte die Temperatur des Ofens geprüft. Sie nahm dazu drei Ähren und legte sie auf die Steine im Ofen. Wenn sie sich braun verfärbten, war die Temperatur in Ordnung. Mit dem großen Holzschieber schob ich die Brote in den Ofen, dann verschloß ich die Öffnung. Zwischendurch schaute ich kurz hinein, aber Francesca meinte, es sei noch Zeit. Schließlich signalisierte sie mir, es sei soweit. Ich öffnete die Klappe und die Brote waren gut gebräunt, die Kruste war rissig. Ich holte die Brote eins nach dem anderen heraus und brachte sie auf die Regale. Eva und Marta legten die Tücher darüber.

„Tut mir leid Eva, aber die neugierige Claudia mußte unbedingt mitkommen." Claudia saß mit Lena bei den Kleinen. Als ich alle Brote heraus geholt hatte, lief ich mit Francesca, Laura und Marta wieder in den Keller und wir holten die beiden Kuchenbleche.

Francesca schaute noch einmal in den Ofen und meinte, „Jetzt ist die Temperatur richtig für die Kuchen."

Der Kuchen wurde perfekt. Eva und ich holten die Pizzableche, Claudia eilte uns hinterher. „Wir haben alles, du brauchst nicht mehr zu helfen. Geh nur voran."

Laura kam uns entgegen. „Jetzt hätte ich doch bald die Panini vergessen. Sie nahm den Korb mit den Teigklumpen und ging mit hoch.

„Die Panini kannst du mit an die Seite legen", meinte Francesca, „Die brauchen aber nicht solange wie die Pizzen." Nach einer Viertelstunde holte ich die Panini heraus, sie waren perfekt gebräunt. Die Pizzen waren noch nicht ganz fertig, aber langsam bräunten sich die Ränder und der Käse fing an zu verlaufen.

Wir trugen die fertigen Pizzableche mit Handschuhen geschützt in den kühlen Vorratskeller, Eva deckte beide Bleche ab.
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„Francesca, ich fahre euch den Kuchen mit der Ape hinunter." Laura wollte sich mit auf den Sitz drängeln, aber Francesca meinte „Peter braucht Platz, du kannst laufen Mädchen." Laura stieg wieder aus und marschierte, den Korb mit den Panini unterm Arm, hüftschwenkend nach unten, während Francesca sich neben mich setzte.

Unterwegs meinte sie zu mir, „Hüte dich vor Claudia, die täte dir nicht gut. Ich hab doch gesehen, wie sie dich mit ihren Augen verschlingt." Ich beruhigte Francesca.

„Laura will nichts von dir, sie prüft nur ihre Wirkung auf Männer, das macht sie nicht nur bei dir, auch wenn ihr im Dorf ein Mann über den Weg läuft."

Ich trug Francesa die Bleche ins Haus, dann wendete ich und fuhr wieder hoch.

„Na Peterl, hat Laura es sich auf deinem Schoß bequem gemacht?"

Ich schüttelte den Kopf, „Francesca hat sie den Weg laufen lassen." Jetzt öffnete ich die Ofenklappe, damit er wieder auskühlen konnte. Eine Stunde später kam Claudio mit der Ape hoch und wir verluden die Bleche mit den Broten auf die Ladefläche.

Claudia schaute auf ihre Uhr, „Jetzt muß ich aber los, sonst wird Matteo sauer. Ihr könnt mich wohl nicht mitnehmen", meinte sie an Marta gewandt. Claudia verabschiedete sich mit Wangenküßchen und lief den Hügel hinunter. Dann fuhren auch Marta und Claudio und wir waren wieder alleine.

„Heute abend gibts noch ein Stück kalte Pizza für alle, das muß reichen." Lena und ich liebten kalte Pizza und freuten uns schon darauf. Eva sammelte die Tücher wieder ein und legte sie an die Haustür, dann öffnete ich die Werkstatttür und gemeinsam mit Eva trug ich das Regal hinein.

„Lena hol mal unsere Badesachen und die Handtücher und trag sie in den Waschkeller, die Brottücher kannst du liegen lassen und zieh dich auch gleich um. Lena bekam einen Klaps auf den Po.

„Du bist ja noch ganz naß, du erkältest dich noch."
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Kommentar von "Aya" zu "Der kleine Vogel"

finde ich auch echt gut.

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