Giulia und Gianni unsere Zwillinge ( In den Hügeln der Montagnola )   100

Romantisches · Romane/Serien

Von:    Wolfgang scrittore      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 18. Februar 2017
Bei Webstories eingestellt: 18. Februar 2017
Anzahl gesehen: 762
Seiten: 9

Diese Story ist Teil einer Reihe.

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   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


Das Essen war ein Gedicht, Gaspare hatte sich mal wieder selbst übertroffen. Dazu tranken wir einen Vernacchio di San Gimignano.

Lena wippte auf ihrem Stuhl hin und her.

“Lena, komm benimm dich, sonst gibts kein Dessert. Was mögt ihr noch”, wollte Eva wissen.

Wir bestellten uns einen leckeren Macedonia, einen Obstsalat. Er paßte gerade noch in unsere Bäuche.



Als Anna uns das Dessert servierte, beugte sie sich vor und gewährte uns einen beeindruckenden Blick in ihr sehenswertes Dekolleté. Sie schaute hoch und bemerkte Evas mißbilligenden Blick, dann stieß Eva mich unter dem Tisch an. Die beiden maßen sich sekundenlang mit Blicken, dann mußten sie aber doch lachen.

“Guarda i nostri due leonesse come si affilano gli artigli. Schau dir unsere zwei Löwinnen an, wie sie ihre Krallen wetzen”, lachte Gaspare, der neben ihr stand.

“Du scheinst ja auch in Form zu sein, ich wette Eva paßt gut auf dich auf Peter.”

“Paß lieber auf deine Anna auf, meinen Peter habe ich schon im Griff”, fauchte Eva ihn an.

“Spielst du am Sonntag”, wollte Gaspare wissen, als ér mir die Rechnung in die Hand drückte.

“Wenn mit Eva alles in Ordnung ist, komme ich.”

Anna patschte Gaspare auf den Bauch “Und ich habe ein Auge auf dich mein Bester.”

Dann entfernte Anna sich mit wiegenden Hüften.

Gaspare schaute ihr hinterher, zuckte die Schultern, reichte mir die Rechnung und servierte uns den Grappa.

Lena tunkte ihren Finger in mein Glas, schleckte daran, rief dann “Iiih, das schmeckt ja widerlich” und schüttelte sich. Zum Glück hatte sie das in deutsch gerufen. Mehrere Gäste schauten zu uns herüber.

“Ihr seid beide unmöglich”, schimpfte Eva und bedachte uns mit strafenden Blicken. Dann gab sie mir einen langen Kuß.

“Du hast gehört, was Anna mit Gaspare machen würde. Das gleiche Schicksal würde dir blühen Peterl. Pah, Männer!”

Eva funkelte mich mit blitzenden Augen an. Tante Maria legte ihr besänftigend die Hand auf den Arm.

“Ist doch wahr”, schimpfte Eva leise vor sich hin, dann lachte sie “Ich kenn doch mein Peterl.”

“Kannst du noch laufen, oder soll ich das Auto holen Liebes”, erkundigte ich mich bei Eva.
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“Das wäre schön mein Peterl”, antwortete Eva und lächelte mich an.

“Ich geh mit dir Papa”, forderte Lena.

“Dann genehmige ich mir mit dir noch ein Dessert Mama”, freute sich Eva.

“Ich zahl dann auch, ihr seid eingeladen”, rief Tante Maria.

Beschwingt lief ich mit Lena an der Hand los. Die Sterne funkelten und die Luft war lau.

Die Kleine war ganz aufgedreht.

“Kommen jetzt bald die Babies Papa”, wollte sie wissen.

“Geduld Lena, das kann noch ein paar Tage dauern”, beruhigte ich sie.

Wir hatten mit Francesca vereinbart, dass Lena die Tage während der Entbindung bei ihr wohnen könnte. Tante Maria würde in der kleinen Pension in der Nähe der Klinik wohnen und ich konnte bei Eva bleiben. Wir hatten uns eines der kleinen Appartements in der Klinik reserviert. Das lief unter der Bezeichnung - Mamma, Papà e bambino.

Lena hatte zuerst etwas protestiert, aber Eva und ich hatten ihr schnell klargemacht, dass die Schule Vorrang hatte.

Ich holte die Giulia aus der Garage und Lena kletterte auf den Beifahrersitz.

“Unten mußt du aber die Mama nach vorne lassen Lena.”

Lena nickte. “Ja, die Babies brauchen so viel Platz, ich setz mich dann zur Oma.”







Die Kräuter, die Eva gesät und ausgepflanzt hatte, hatten sich prächtig entwickelt. Besonders das Basilikum hatte sich seinen Platz an der sonnenverwöhnten Rückwand der Garage erobert.Überall hatte sich kleine blaue Iris verbreitet. Eva stellte jeden Tag einen frischen Strauß aus Ginster, der am Rande des Gartens wuchs und Iris auf den Tisch. Im Hochsommer pflückte sie mit Lena Mohnblumen, die verschwenderisch auf unserer Wiese wuchsen.

Der Thymian hatte dichte Kissen gebildet und duftete kräftig. Am Rande des Beetes hatte sich ein Polster Katzenminze gebildet. Für Strega und Leone war der Geruch unwiderstehlich uns sie wälzten sich gerne darin. Im Gartencenter hatten wir eine besonders hohe, tiefblau blühende Lavendelart gesehen und uns ein paar Pflanzen mitgenommen, jetzt setzte sie herrliche Farbtupfer und breitete sich immer weiter aus.

Lena hatte vor ein paar Wochen beim Spielen an der etruskischen Mauer noch ein kleines Bronzepferdchen gefunden und mir zum Geburtstag geschenkt.
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Es stand jetzt bei mir auf dem Schreibtisch neben einem Foto von uns dreien. Lena stieg mit ihrer Oma aus, während ich Eva half. Dann fuhr ich die Giulia in die Garage und schlenderte ebenfalls zum Haus. In der Küche goß ich mit einen Grappa ein, als Verdauungsschnaps, dann ging ich zu den Anderen ins Wohnzimmer.





Den Sommer über hatten wie unsere große Wiese oberhalb der etruskischen Mauer an einen Schafhirten verpachtet, der seine Herde dort grasen ließ. Als Entgelt bekamen wir dafür ein paar Laibe Pecorino.

Lena verbrachte jede freie Minute bei den Schafen und versuchte die Lämmer zu streicheln. Ein transportabler Elektrozaun hielt die Schafe davon ab, sich an unseren Weinreben gütlich zu tun.

Besonders gern sah Lena beim melken zu. Allabendlich kam die Frau des Hirten und holte die Milchkannen mit ihrem Pickup ab um sie zu ihrer Caseifiera in der Nähe Montepulcianos zu bringen. Wir hatten sie vor Jahren, bei einem Besuch von Montepulciano kennengelernt. Wir hatten uns auch im Käseladen der Familie an der Via Graciano nel Corso im Ort eingedeckt.

Lenaq hatte sich zwischen Eva und ihre Oma geschmiegt und kuschelte mit beiden.

“Na du alter Schmusebär, hast du deine Schulsachen gepackt. Denk dran, morgen ist Sport.”

“Ich brauche eine neue Turnhose”, forderte Lena.

“Paßt dir dein Höschen wohl nicht mehr”, wollte Tante Maria wissen.

“Doch, aber die ist so doof. Ich will so eine haben wie die Mama, die Rebecca hat auch so eine.”

“Gut, wir fahren morgen Nachmittag zu Genesis und schauen mal”, entgegnete Eva.

“Ich werde auch mal nach einer neuen Laufhose schauen”, meinte ich.

“Zwickt dich dein Höschen wohl, hast du wieder zugelegt”, foppte Eva mich.

Ich schüttelte meinen Kopf.

“Na vorsichtshalber werde ich nachher mal deinen Speck messen Peterl”, lachte Eva.

“Du hast in letzter Zeit das Radtraining vernachlässigt und gelaufen bist du auch nicht viel Peterl”, tadelte Eva und tätschelte mir den Hintern.

“Hier in der Zeitschrift ist eine Artikel über Bauch, Beine, Po. Die Übungen brauche ich, wenn ich nach den Zwillingen wieder in Form kommen will.
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Warum soll das bei Männern nicht helfen?”,lächelte Eva.

“Schau dir die Übungen mal an Peterl, kann ja nicht schaden.Bauch und Beine brauchst du nicht machen, die sind perfekt bei dir, aber dein Hinterteil kannst du damit wieder in Form bringen. Fang am Besten gleich vor dem Schlafengehen damit an. Ich schau dir dabei zu und kann mir Appetit holen.”

Ich hatte eins der Gästezimmer zum Kinderzimmer umfunktioniert und das neue Zimmer fertig renoviert und das Bad ans nächste Gästezimmer angebunden. Tante Maria und Eva nähten jetzt Vorhänge, alles war für unsere Zwillinge vorbereitet. Wir hatten zwei Kinderbetten ud zwei Schlafkörbe gekauft. Die ersten Wochen würden sie natürlich bei uns im Schlafzimmer übernachten.

Nachdem ich im Kinderzimmer einen neuen Teppichboden verlegt und die Wände mit einer bunten Tapete tapeziert hatte, standen nun die beiden neuen Gästezimmer auf dem Plan. An einer Wand stand ein zwillingserprobter Wickeltisch, den uns Benedetta geschenkt hatte. Beim letzten Besuch in Siena hatte Eva reichlich Windeln und Babywäsche eingekauft. Josefa hatte ein großes Paket mit abgelegter Kleidung von Miriam geschickt, die Lena bald passen würde. Benedettas Tochter Tabbea war zwar nur ein Jahr älter als Lena, aber sie war viel zierlicher als unsere, doch etwas robustere Lena und ihre Kleider paßten Lena nicht. Zudem naschte Lena gern und war immer hungrig.

Lena wuchs recht schnell, doch zuletzt war sie eher etwas in die Breite gegangen. Ihre Lieblingsjeans paßten nicht mehr über den Po und auch ihre geliebte Fußballhose war viel zu eng geworden. Lena war todunglücklich und nahm jede Bemerkung übel. Ich war ein paar mal angeeckt und es hatte viel Zeit gekostet, Lena wieder zu versöhnen. Eva versuchte sie zu trösten und erzählte ihr, dass das während des Wachstums ganz normal war.

Paola hatte sie mal damit zu trösten versucht, dass sie die Veranlagung von Mama und Papa geerbt hätte. Seitdem musterte sie uns beim Duschen und in der Sauna kritisch und bemerkte immer wieder „Mama, Papa, ihr habt so einen dicken Po.“

„Wie kommst du denn darauf“, wollte Eva wissen und ich schluckte.

„Tante Paola hat das gesagt.“

Dann klatschte Eva mit flacher Hand auf mein Hinterteil und meinte „Du hast recht Lenchen.
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Ich wußte zwar, dass Paola gerne mal über meinen Hintern lästerte und auch immer wieder zugrabschte, aber dass sie Lena diesen Floh ins Ohr gesetzt hatte, ging doch etwas zu weit. Außerdem hatte ich ein schlechtes Gewissen. Ich hatte in letzter Zeit wenig Sport getrieben und etwas zugelegt. Meine Hosen spannten und besonders bei meiner Radlerhose hatte Eva schon gelästert.

Benedetta hatte versprochen morgen mit Lena und Tabbea einkaufen zu fahren. Tabbea könnte vorher Lenas zu enge Hosen anprobieren.

Tabbea war überglücklich, Lenas fetzige Jeans paßte ihr perfekt. Sie probierte noch ein paar andere abgelegte Sachen von Lena an. Dann nahm sie einen dicken Beutel mit und Benedetta fuhr mit den Mädels nach Poggibonsi zu Genesis.





Nächste Woche wollte ich die Renovierung und die Umbauten in den Räumen beginnen, die unsere neuen Gästezimmer werden sollten. Baumaßnahmen, wie die neue Zuordnung der Bäder wollte ich erst vornehmen, wenn Tante Maria wieder abgereist war und die Zwillinge etwas größer waren.

Theoretisch hatten wir noch zwei Wochen bis zum errechneten Geburtstermin, aber Tante Maria hatte mich gewarnt, „Zwillinge haben es oft etwas eiliger.“

Benedetta würde Lena für die Zeit von Evas Klinikaufenthalt aufnehmen. Aber das gäbe Probleme mit der Schule, deshalb hatten wie mit Francesca gesprochen, die sofort einverstanden war. Lena betrachtete Francesca als Omaersatz.

Lena konnte in Lauras ehemaligem Zimmer wohnen und Francesca würde sie jeden Morgen zum Schulbus bringen. Lena wäre zwar lieber mit Benedetta gegangen, da hatte sie jemanden zum spielen, aber die Schule ging natürlich vor.

Morgen waren wir zum Geburtstag meines Vaters eingeladen.



"Wird dir das nicht zu viel Liebes?"

"Ach was, wenn die Zwillinge es eilig haben, ist es ja nicht weit zur Klinik. Ich nehme vorsichtshalber meine Tasche mit."

"Nimm du auch deine Tasche mit Peterl, man kann nie wissen."

"Ich hab auch schon das nötigste zusammengepackt", meinte Tante Maria.

Zu meiner Überraschung sah ich Benedetta mit Signore Filippo und Signora Elena ins Gespräch vertieft.
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Mein Vater klärte die Situation auf. Signore Filippo war der Besitzer der Villa, die mein Vater und Louisa gemietet hatten und Benedetta war als Leiterin der Geschichtsfakultät der Universität eingeladen.

Die Firma hatte beschlossen, der Fakultät ein Forschungsprojekt zu finanzieren und das Abkommen sollte hier und heute unterzeichnet werden.

Lena spielte mit Max in dessen Zimmer, das Kindermädchen kümmerte sich um die Kleinen.

Auch Dottore Faletti war unter den geladenen Gästen. Er wandte sich sofort Eva zu und unterhielt sich mit ihr.

Nach einer Weile kam Louisa aufgeregt auf mich zu.

"Komm Peter, Dr. Faletti meint, es geht bald los."

"Ich habe ihre Frau untersucht, es scheint bald soweit zu sein."

Eva wirkte noch ganz entspannt.

"Ich nehme ihre Frau gleich mit in die Klinik", schlug der Dottore vor.

Ich informierte Lena.

"Kommen jetzt die Babies", wollte sie wissen. Ich nickte

"Louisa bringt dich nachher zu Francesca. Sei schön brav. Ich sage dir, wenn die Babies da sind." Lena kuschelte sich an mich. Dann reichte ich Louisa Lenas Tasche und die beiden fuhren davon. Dottore Faletti war schon mit Eva unterwegs. Tante Maria stieg ein und wir fuhren auch Richtung Klinik. Ich setzte sie an der Pension ab und versprach ihr, sie gleich zu informieren. Dann fuhr ich zur Klinik. Unser Appartement war schon fertig. Die Klinikverwalterin, Dottoressa Fellini, stellte mir die Kinderschwester vor, die sich um Eva und die Kleinen kümmern würde.

Am nächsten früh setzten bei Eva die Wehen ein. Ich hielt ihre Hand im Kreißsaal. Dieses Mal mußte Eva nicht so leiden, wie bei Lena. Unsere Zwillinge purzelten nur so in die Welt. Giulia hatte es am Eiligsten, eine Viertelstunde später erblickte auch Gianni das Licht der Welt. Eva seufzte, es war vollbracht. Als Eva wieder in ihrem Bett lag, meinte sie. "Peterl, hol bitte die Mama. Sie wird schon ganz aufgeregt sein." Die Kinderschwester hatte die Beiden gebadet und jetzt durften sie bei Eva trinken. Es war ein wunderschönes Bild. Jetzt waren wir zu fünft.

Tante Maria war ganz aus dem Häuschen und durfte unsere Zwei kurz auf ihre Arme nehmen. Giulia und Gianni schauten aus großen Augen in die Welt.
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Ich rief Francesca an und teilte ihr die Neuigkeiten mit. Lena jubelte im Hintergrund.

Eva sollte noch den Rest der Woche zur Beobachtung in der Klinik verbringen.

Während der Woche hatte ich noch Schonfrist, da die Kinderschwester die Kleinen versorgte und säuberte. Aber mit dem Windelwechsel hatte ich ja noch von Lena Erfahrung. Ich hatte den Wickeltisch vorerst ins Schlafzimmer gestellt.

Louisa und mein Vater kamen ebenso zu Besuch, wie Benedetta und Mario. Die Zwei hatten Francesca und Lena mitgebracht. Paola und Bruno verbrachten einen Urlaub in Rom. Lena schaute die Zwillinge erstaunt und ungläubig an.

"War ich auch mal so klein", wollte sie neugierig wissen. Ich nickte. Maria und Hannes schickten ein Glückwunschtelegramm. Sie wollten zur Taufe kommen.Wieder daheim, kam meine Mutter und Rodrigo zu Besuch. Sie wollte sich ihre Enkel nicht entgehen lassen. Meine Mutter brachte einen ganzen Stapel Babykleidung und eine Grundausstattung an Windeln mit.

Eine Woche später brachte uns Benedetta ihren Zwillingskinderwagen. Sie hatte Tabbea und Tommaso im Schlepptau, die natürlich auch neugierig auf die neuen Erdenbürger waren. Lena war ganz stolz, die Zwillinge vorführen zu können.

Wir brachten den ganzen Besuch gut unter, meine Mutter und Rodrigo wohnten bei meinem Vater und Louisa. Josefa, Karl, Miriam und Jona übernachteten im Tre Archi. Waltrauf hatte uns das liebenswerterweise angeboten. Es wurde Zeit, dass ich die neuen Gästezimmer in Angriff nahm.

Die Kinder waren hellauf begeistert von unseren Zwillingen, wir mußten sie nur noch eindrücklich ermahnen, dass Babies sich nicht zum spielen eignen. Jetzt tobten sie auf dem Hof, Lena hatte sie zu einem Fußballmatch überredet. Bis auf Miriam und Jona, die schon zu groß dafür waren, machten alle mit. Tabbea, Tommaso, Anna und Lena droschen den Ball gegen die Garagentore. Miriam und Jona machten einen Spaziergang, Strega und Leone folgten ihnen auf dem Fuße. Ich hatte den Verdacht, die Kinder wollten wieder etwas an der etruskischen Mauer auf unserer Wiese herumstochern.

"Onkel Peter, ihr habt ja Schafe", meinte Miriam ganz aufgeregt, als sie von ihrem Spaziergang zurückkam.

"Nein Miriam, die Schafe gehören nicht uns, der Hirte weidet sie nur den Sommer über auf unserer Wiese.
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"

Am Wochenende war die Taufe durch Don Fulvio in unserer Kirche San Giovanni Battista vorgesehen, so daß alle noch blieben.



"E così ti battezzo nel nome Giulia, Paola, Maria”, beendete Don Fulvio die Taufzeremonie. Während Giulia während der Taufzeremonie vehement protestierte und sich das Gesicht und die flaumigen Haare mit den Händen abwischte, nahm Gianni das Ganze gelassen hin. Er spuckte Mario nur etwas Wasser aufs Hemd, während der ihn übers Taufbecken hielt. Paola und Bruno waren früh aus Rom zurückgekommen. Jetzt wiegte Paola Giulia auf ihren Armen. Paola trug eine enge weiße Leinenhose und ein kurzes Jäckchen dazu.

Auf dem Kirchplatz hatte Mattheo einen großen Tisch aufgebaut. Zusamen mit Claudia schenkte er für unsere Gäste Prosecco aus.

Das Mittagessen organisierte Gaspare, er hatte heute exklusiv für uns geöffnet.



In unserer Kirche wurden Giulia und Gianni getauft

Giulia und Gianni lagen einträchtig in ihrem Zwillingskinderwagen und schliefen brav. Ich konnte mich kaum daran erinnern, ob Lena damals auch so winzig gewesen war. Lena und Miriam stritten sich, wer den Wagen schieben durfte. Eva rief die Beiden zur Ordnung, dann wurde einträchtig abgewechselt.

Gaspare hatte sein Ristorante mit Girlanden geschmückt und begrüßte uns zusammen mit seiner Anna an der Tür. Anna knuddelte unsere Zwei und war ganz aus dem Häuschen.

“Selber machen” spöttelte ich zu Gaspare gewandt.

Heute half sein Vater Ottavio mit aus und dirigierte das Personal.



Tagliatelle alle Gallinacci (Tagliatelle mit Pfifferlingen)

Zutaten:

500 g Pfifferlinge

125 g Butter

3 Knoblauchzehen, feingehackt

12 Salbeiblätter

4 Tomaten geschält und gehackt

Salz, Pfeffer

300 g Tagliatelle



Zubereitung:

Die Pfifferlinge putzen, nicht kleinschneiden. Die Hälfte der Butter in einer Pfanne zum schmelzen bringen. Den Knoblauch und die Salbeiblätterschnell darin anbraten. Die Pfifferlinge in die Pfanne geben, die Hitze reduzieren und kurz anbraten. Anschließend die Tomaten zugeben, salzen und pfeffern.
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Zugedeckt bei schwacher Hitze reduzieren. Gegen Ende der Garzeit die restliche Butter zugeben und die al dente gekochten Tagliatelle darin wenden. Sofort servieren.

Beim Essen meinte mein Vater beiläufig “Ich habe übrigens eine Ausbildungsversicherung für die beiden abgeschlossen, da bekommen sie einmal einen nennenswerten Betrag. Für dich natürlich auch Lena.”

“Was willst du denn einmal werden Lena”, wollte mein Vater noch wissen.

“Na, Fußballweltmeisterin Opa.”

“Aber das kannst du doch nur ein paar Jahre machen und was dann?”

“Na Papa helfen, Nonno Gianfranco ist doch schon so alt”, meinte sie voller Überzeugung. Francesca und Gianfranco waren für sie wie Oma und Opa. Lena durfte die Beiden auch so nennen

“Wenn du studieren willst, mußt du aber gute Schulnoten haben”, meinte mein Vater lächelnd.



“Die Lehrerin hat sie gelobt. Noten gibts ja erst in der zweiten Klasse”, meinte Eva stolz und strich Lena übers Haar.



Bevor Anna und Gaspare den Hauptgang servierten, verschwanden Eva und Josefa im Nebenraum um unsere unruhigen Zwerge zu versorgen und die Windeln zu wechseln.



Schweineschnitzel à la Saltimbocca mit Saisongemüse - Maiale scaloppa à la saltimbocca con verdure di stagione

Zutaten:

8 Schweineschnitzel

Salz, Pfeffer

8 Scheiben Schinken

16 Blatt frischer Salbei

100 g Butter

400 ml Weißwein



Zubereitung:

Schweineschnitzel kalt abspülen, trocken tupfen, leicht flach klopfen, dann halbieren, sodass 16 kleine Schnitzel entstehen. Jedes mit wenig Salz und Pfeffer würzen.

Schinkenscheiben halbieren. Auf jedem Schnitzel ½ Scheibe Schinken und 1 Blatt frischen Salbei mit einem Zahnstocher befestigen.

Die Hälfte der Butter in einer Pfanne erhitzen, Schnitzel bei mittlerer Temperatur von jeder Seite ca. 4 Min. braten. Herausnehmen und warm stellen.

Weißwein in die Pfanne geben und den Bratenfond unter Rühren lösen. Die Sauce ca. 5 Min. einkochen lassen, dann die restliche Butter hineinrühren und zu den Schnitzeln servieren.

Dazu servierten die Zwei Saisongemüse und Ciabatta.
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Als nachtisch freuten wir uns auf einen Obstsalat



Tropischer Obstsalat mit Basilikum-Joghurt-Sauce - Macedonia di frutta tropicale con salsa di basilico yogurt

Zutaten:

2 Bananen

Saft von 2 Zitronen

600 g Mango

1400 g Ananas

2 Kiwi

250 g Physalis

2 Bund Basilikum

300 g Joghurt Pur, 3,8 % Fett

4 EL Honig

4 EL Milch, 3,8 % Fett



.Zubereitung:

Bananen schälen und in Scheiben schneiden, mit der Hälfte des Zitronensaftes beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und mundgerecht würfeln.

Ananas schälen, vierteln, den Strunk herausschneiden und das Fruchtfleisch in mundgerechte Stücke schneiden.

Kiwi schälen und würfeln.

Physalis aus den Hüllen lösen, waschen und halbieren.

Alle Obststücke mit dem restlichen Zitronensaft mischen und ca. 10 Min. durchziehen lassen. Dann auf Portionsschalen verteilen.

Basilikum waschen, trocken tupfen, die Blättchen abzupfen und mit Joghurt, Honig und Milch in einen hohen Messbecher geben, mit dem Pürierstab glatt mixen. Die Joghurt-Sauce über das Obst geben und sofort servieren.
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  Unsere kleine Familie ist jetzt komplett. Eva und Peter haben Zwillinge bekommen. Tante maria ist aus Wien angereist und bemuttert Eva. Zur Taufe sind verwandschaft und freunde eingeladen. Gaspare serviert wieder kulinarische Köstlichkeiten  
   Wolfgang scrittore  -  18.02.17 16:55

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Interessante Kommentare

Kommentar von "Aya" zu "Der kleine Vogel"

finde ich auch echt gut.

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