Sebastian und Seine Abenteuer auf dem Raumschiff Far Horizon (17)   56

Fantastisches · Romane/Serien · Fan-Fiction/Rollenspiele · Experimentelles

Von:    Andreas Kretschmann      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 18. April 2013
Bei Webstories eingestellt: 18. April 2013
Anzahl gesehen: 1242
Seiten: 36

Die GHOSTBIRD- Klasse – Testflug eines neuen Kampffliegermodells / Fliegen wie die Wächter



Zeitepoche 28.07.2013 Tag 4 im Dienst der Erdraumflotte



„Sebastian, Du hast mich beauftragt Dich nach 2 Stunden zu wecken.“, hörte Sebastian die künstliche Stimme von Alice. Er blinzelte in das helle bläuliche Licht, welches sein Quartier durchflutete. Dann streckte sich Sebastian und richtete sich auf. Ruby gähnte verschlafen und fragte: „Sind die 2 Stunden schon um?“ – „Es sieht so aus.“, antwortete Sebastian während er langsam aufstand. Das Licht in Sebastians Quartier wechselte in die normale Lichtfarbe nachdem Sebastian aufgestanden war. Ruby stand ebenfalls auf und sie zogen sich die Uniformen an. Sebastian fragte: „Alice, gibt es irgendwelche Nachrichten oder Informationen für uns?“ – „Für Leutnant Ruby Ivanes liegt eine neue Nachricht im Flottennetzwerk vor.“, antwortete Alice. Ruby nahm ihr X-Pad zur Hand und navigierte durch das Flottennetzwerk. Schließlich sagte sie: „Unsere bestellten Outfits sind verfügbar und ich soll entscheiden wohin sie geliefert werden sollen. Hast Du was dagegen wenn ich sie hierher in Dein Quartier teleportieren lasse?“ – „Natürlich nicht. Nur zu, lasse sie hierher schicken!“, antwortete Sebastian. Daraufhin tippte Ruby auf ihrem X-Pad herum und sagte schließlich: „Komm mit in den Wohnbereich! Unsere Sachen müßten jetzt da sein.“, daraufhin folgte Sebastian ihr schweigend in den Wohnbereich seines Quartiers.



Auf der kleinen Teleporterstation lagen zwei Pakete. Ruby nahm das größere Paket von der Teleporterstation und warf es Sebastian zu. „Das müßte Dein Outfit sein.“, sagte sie und nahm das kleinere Paket die Hände. Dann fragte Ruby: „Wollen wir die Outfits gleich mal anprobieren?“ – „Aber Hallo! Ich bin schon ganz gespannt.“, antwortete Sebastian. Daraufhin gingen sie zurück in den Schlafbereich und zogen ihre neuen Outfits an. Ruby sah in ihrem Outfit ziemlich gut aus. Fast wie ein Offizier der Sternenflotte aus Startrek. Als Sebastian sein neues Outfit angelegt hatte sagte Ruby: „Oh Basti, dieses Outfit verschafft Dir ein respektables Aussehen.“ – „Und mit Deinem Outfit könntest Du Captain Janeway Konkurrenz machen. Das sieht verdammt gut aus.“, antwortete Sebastian. Ruby nahm Sebastian in die Arme und sagte: „Mit den Outfits können wir uns auf offiziellen Anlässen sehen lassen.
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“ – „Hast Du ein bestimmtes Ereignis im Sinn?“, fragte Sebastian. Ruby grinste nur und sagte: „Man weis ja nie welche Empfänge einen erwarten. Mach Dir darüber aber keine Gedanken! Es ist noch zu früh über diese Ereignisse nachzudenken.“ – „Na gut, wenn meine Ausbilderin das sagt, dann werde ich nicht darüber nachdenken.“, erwiderte Sebastian. Nachdem sie sich in ihren neuen Outfits ausgiebig betrachtet hatten zogen sie wieder ihre Uniformen an. Sebastian verstaute sein Outfit im Kleiderschrank seines Schlafbereichs und Ruby ließ sich in ihr Quartier teleportieren um dort ihr Outfit zu verstauen. Wenig später kehrte sie in Sebastians Quartier zurück.



Sebastian sagte: „Ich sollte mich doch bei Nicole melden wenn ich mich etwas ausgeruht habe.“, daraufhin sendete er einen Sprechwunsch an Nicole aus. Als Nicole sich meldete sagte Sebastian: „Ich bin jetzt wieder fit. Hast Du in den Aufzeichnungen der Sensoren etwas entdeckt?“ – „Etwas hoch interessantes. Das Schiff welches Ihr entdeckt habt, also das neue Kampffliegermodell, verfügt über eine Tarntechnologie die anscheinend von einigen Tieren wie dem Chamäleon oder dem Tintenfisch abgeschaut wurde. Wie Du bereits erzählt hattest, paßt sich das Schiff dem Hintergrund an. Allerdings tut es dies dreidimensional so daß man es von verschiedenen Seiten betrachten kann und es dennoch sehr schwer zu entdecken ist.“, antwortete Nicole. Sebastian fragte: „Weis Yvette schon davon, daß ihr neues Spielzeug geliefert wurde?“ – „Ich glaube Du hättest es längst erfahren wenn Yvette davon erfahren hätte.“, antwortete Nicole. Sebastian fragte: „Hast Du kurz Zeit, damit wir uns die Sensorendaten ansehen können?“ – „Sicher doch. Kommt zu mir in die Wissenschaftsstation!“, antwortete Nicole. Sebastian erwiderte: „Gut, wir kommen zu Dir.“ – „Verstanden, ich erwarte Euch. Berghof Ende!“, antwortete Nicole und trennte die Verbindung. Sebastian ließ sich mit Ruby in die Wissenschaftsstation teleportieren.



Nicole erwartete sie bereits und sagte: „Es ist mir gelungen das Schiff sichtbar zu machen indem ich die Aufzeichnungen der Sensoren durch einige Filter und Analysen geschickt habe. Das hat etwa eine Stunde gedauert.
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Diese Tarntechnologie ist äußerst effizient. Wollt Ihr mal einen Blick auf das Schiff werfen?“ – „Aber sicher doch!“, antwortete Sebastian und Ruby nickte eifrig. Nicole führte sie zu einem Bildschirm und tippte auf der Konsole davor herum. Darauf erschien das Bild des Schiffes auf dem Bildschirm und Nicole sagte: „Hier ist er, der sogenannte Geistervogel.“ – „Das ist ja der Wahnsinn! Es sieht wirklich wie ein Klingonenschiff der K-VORT- Klasse aus.“, sagte Sebastian staunend. Auch Ruby war begeistert von der Form des Schiffes. Während sie die überarbeiteten Sensorendaten bestaunten war plötzlich die Stimme von Alice aus Sebastians Armband zu hören wie sie sagte: „Eingehende Sprechverbindung von Leutnant Yvette Mangold.“ – „Verbindung herstellen!“, antwortete Sebastian. Kurz darauf hörte er wie Yvette sagte: „Hawk, Du glaubst ja gar nicht was passiert ist.“ – „Laß mich raten Yvette! Der Weihnachtsmann hat Dir ein neues Spielzeug gebracht.“, erwiderte Sebastian. Yvette sagte: „Ja genau! Woher weist Du das?“ – „Das Schiff ist während der Nachtschicht angekommen. Hat Kapitän Tönnigs Dich schon informiert?“, erwiderte Sebastian. Yvette antwortete: „Ja, Kapitän Tönnigs hat mir Leutnant Peterson vorgestellt, der mich über die Technologie der GHOSTBIRD- Klasse informiert hat. Ich habe die Aufgabe das Schiff ausgiebig zu erproben und wollte mal fragen ob Du und Ruby vielleicht dabei sein wollen.“ – „Darauf kannst Du wetten.“, sagte Sebastian nachdem Ruby ihm zugenickt hatte. Yvette fragte: „Wie sieht’s aus, wollen wir jetzt gleich ausprobieren was das neue Schiff kann?“ – „Ich dachte schon Du fragst nie. Das würde mir gefallen.“, antwortete Sebastian nachdem Ruby ihm lächelnd zugenickt hatte. Yvette sagte: „Gut, dann sehen wir uns gleich in der Kampffliegerrampe. Mangold Ende!“, darauf trennte sie die Sprachverbindung.



Sebastian und Ruby verabschiedeten sich von Nicole und ließen sich in die Kampffliegerrampe teleportieren. Das neue Schiff stand schon bereit, sein Anblick war unbeschreiblich. Die leichte V- Pfeilung der Tragflügel ließen es wie ein Vogel im Gleitflug erscheinen. Genau genommen sah es aus wie ein Schwan. Vor den Flügeln hatte es eine Art Hals, an dessen vorderen Ende sich eine Kugel befand. An den Flügelenden befanden sich auf jeder Seite zwei übereinander liegende Mikrowellengeschütze, welche nach vorne gerichtet waren.
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Die Kugel am vorderen Ende des Halses trug die beiden Gammastrahlenemitter und das leichte gammastrahlengepulste Plasmageschütz. Auch diese Waffen waren nach vorne gerichtet. Während Sebastian und Ruby das Schiff betrachteten gesellte sich Yvette zu ihnen und sagte: „Ein ziemlich beeindruckender Vogel. Nicht wahr?“ – „Wirklich beeindruckend, die Ähnlichkeit zu einem Klingonenschiff ist verblüffend.“, antwortete Sebastian.



Yvette sagte: „Ich habe die Checkliste für den Testflug. Eigentlich wollte ich ja daß Lady G-Force das Schiff für uns testet aber jetzt bin ich doch zu neugierig was der Vogel kann. Wollen wir das Schiff nur besichtigen oder wollen wir mit dem Testflug beginnen?“ – „Laßt den Testflug beginnen!“, antwortete Sebastian lächelnd. Darauf kletterten sie durch eine Leiter von unten in das geräumige Cockpit des Schiffes. Sebastian schaute sich staunend um, ein derart geräumiges Cockpit kannte er nicht aus den real existierenden Raumschiffen. Das einzige Raumschiff mit einem vergleichbaren Cockpit war der DELTAFLYER aus der Fernsehserie Raumschiff Voyager. Das Cockpit hatte drei Sitzplätze, einen vorne und zwei im hinteren Teil die links und rechts hinter dem vorderen Sitz lagen. Vor jedem Sitz war eine Konsole an der ein Augenliederprojektionssystem angeschlossen war. Yvette setzte sich natürlich auf den vorderen Sitz. Ruby und Sebastian nahmen auf den hinteren Sitzen Platz. Yvette erklärte ihnen daß sie alle die Augenliederprojektionssysteme aufsetzen sollten, also setzten sie diese auf. Sebastian staunte, dieses Augenliederprojektionssystem war etwas anders als die anderen die er kannte. Man konnte die äußere Ansicht um das Schiff herum erkennen aber auch die Konsole an der man saß. Die Konsole und das Innere des Schiffes waren durchsichtig dargestellt. Sebastian konnte sein staunen nicht verbergen und ein langgezogenes Wow entfuhr ihm. Yvette kommentierte dies mit den Worten: „Du hast doch noch gar nichts gesehen.“, daraufhin forderte sie die Starterlaubnis an und startete als diese erteilt war.



Als sie den Startkanal verlassen hatten und sich von der Far Horizon entfernten sagte Yvette: „Also Antrieb, Steuerung und Sprungantrieb wurden bereits während der Überführung getestet.
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Ich würde trotzdem gerne die Fähigkeiten des Schiffes im Atmosphärenflug testen. Irgendeine Idee wo wir das machen?“ – „Wie wäre es mit dem Mars? Dort gibt es diese Rennstrecke und in der Kolonie auf dem Mars gibt es vielleicht einen Gegner für eine Gefechtsübung um die taktischen Systeme zu testen.“, erwiderte Sebastian. Yvette war begeistert und plante den Sprung zum Mars selbst. Nachdem sie sich überzeugt hatte daß Ruby und Sebastian bereit zum Sprung waren aktivierte sie den Sprungantrieb. Wenig später waren sie in einem hohen Orbit um den Mars. Yvette nahm Kurs auf den Planeten und tauchte in die Marsatmosphäre ein. Sebastian beobachtete durch das Augenliederprojektionssystem die Umgebung des Schiffes und seine Konsole. Sie näherten sich der unteren Schicht der Atmosphäre. Aus einer Laune heraus fragte Sebastian: „Alice, bist Du bei uns?“ – „Ja Sebastian, ich bin bei Euch.“, ertönte die warme künstliche Stimme von Alice, was Sebastian ziemlich erstaunte. Schließlich näherten sie sich der Planetenoberfläche und Yvette brachte das Schiff auf parallelen Kurs zum Boden. Schließlich fragte Yvette: „Seid Ihr bereit für den Test?“ – „Bereit!“, antworteten Ruby und Sebastian im Chor. Yvette bog daraufhin auf den Rennkurs ein, auf dem die Piloten der Marskolonie ihre Rennen flogen.



Während Yvette die Schleifen und Bögen des Rennkurses durchflog prüfte Sebastian auf der Konsole vor ihm die Flugdaten. Dabei fiel ihm auf daß die optischen Anzeigen der Konsole auf seinem Augenliederprojektionssystem vergrößert dargestellt wurden. Sebastian sagte: „Das ist erstaunlich. Das Augenliederprojektionssystem zeigt mir die Displayanzeigen direkt wenn ich in Richtung der Konsole schaue. Die Flugdaten sehen gut aus, die Trägheitskompensation schluckt alles bis zum zehnfachen der Erdbeschleunigung.“ – „Was hast Du erwartet? Dies ist der Prototyp eines neuen Kampffliegermodells. Dieses Schiff ist auf dem neuesten Stand der Technik.“, antwortete Yvette mit erkennbarem Stolz in der Stimme. Nachdem sie einige Runden auf dem Rennkurs geflogen waren sagte Yvette: „Dieser Vogel ist phantastisch! Ich kenne kein Schiff, das an die Wendigkeit dieses Schiffes herankommt.“ – „Vielleicht sollte ich mal Stefanie fragen ob sie gegen uns antreten will.“, erwiderte Ruby.
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Yvette antwortete: „Ja, das ist eine gute Idee. So haben wir einen Vergleichswert.“ – „Mal sehen ob sie Zeit hat.“, erwiderte Ruby. Dann stellte sie eine Verbindung zu ihrer Schwester her. Nach einer kurzen Besprechung der Einzelheiten stimmte Stefanie zu. Während sie auf Stefanies Schiff warteten probierte Yvette einige Flugmanöver aus. Sie rollte das Schiff auf die Seite und in den Rückenflug, dann probierte sie den Schwebeflug aus und driftete vor- und rückwärts sowie zur Seite.



Schließlich meldete Alice: „Ein Schiff verläßt den Hangar der Marskolonie.“, worauf Yvette Sebastian und Ruby sich umschauten bis sie das erwähnte Schiff sahen. Kurz darauf ging eine Anforderung für eine Sprachverbindung ein und Ruby baute die Verbindung auf. Stefanie sagte begeistert: „Was habt Ihr denn da für ein Schiff? Das sieht ja beeindruckend aus.“ – „Es ist der Prototyp eines neuen Kampffliegermodells. Wir wollen mal bei einem kleinen Rennen die Manövrierfähigkeit und die Beschleunigung testen.“, antwortete Ruby. Stefanie erwiderte: „Mein Flugausbilder wird diesmal die Steuerung übernehmen, damit Ihr einen anspruchsvollen Gegner habt.“ – „Alles klar, Ihr fliegt voraus und wir versuchen an Euch dran zu bleiben.“, antwortete Ruby. Stefanie bestätigte und akzeptierte den Vorschlag und sagte daß sie die Sprechverbindung aufrecht erhalten würde, damit sie ihre Manöver besser abstimmen könnten. Ruby bestätigte daß sie verstanden hatte und Stefanies Schiff flog voraus. Yvette flog Stefanies kleinem Schiff hinterher bis sie den Rennkurs erreichten. Schließlich sagte Stefanie: „Das Rennen ist eröffnet. Versucht uns zu folgen und wenn Ihr es schafft zu überholen.“, daraufhin beschleunigte Stefanies Schiff. Yvette zog den Schub auf und nahm die Verfolgung auf. Sie rollte das Schiff in den Kurven mit der Unterseite zum äußeren Rand der Kurve und vollführte nach der Kurve eine 360- Grad Rolle bevor sie das Schiff wieder in die horizontale Lage brachte. Sebastian überwachte während des Fluges auf der Konsole vor ihm den Flugverlauf. Als Yvette langsam ein Gefühl für das Schiff hatte sagte sie: „Dann wollen wir mal auf den nächsten Level wechseln.“, daraufhin gab sie maximalen Schub und raste auf das Heck von Stefanies Schiff zu. Kurz bevor die Kollisionsgefahr akut wurde machte Yvette mit dem Schiff eine 360 Grad- Rolle und passierte währenddessen Stefanies Schiff.
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Anschließend raste sie auf die nächste Kurve zu und absolvierte diese mit der bereits gewohnten Rolltechnik.



Stefanie rief durch die Sprechverbindung: „Wer auch immer Euer Schiff fliegt, hat einen ziemlich heißen Flugstil.“ – „Ja, das ist die Geschwaderführerin von der Far Horizon.“, antwortete Ruby. Nach einigen weiteren Runden mit atemberaubenden Flugmanövern fragte Yvette: „Will einer von Euch mal fliegen?“ – „Ich würde gerne mal ein paar spezielle Manöver ausprobieren.“, antwortete Sebastian. Ruby informierte daraufhin Stefanie daß Sebastian die Kontrolle des Schiffes übernehmen würde. Yvette zog das Schiff hoch und sagte: „Okay Sebastian, Du übernimmst!“ – „Verstanden, ich übernehme die Steuerung jetzt.“, sagte Sebastian und griff nach den Flugkontrollen links und rechts neben der Konsole vor ihm. Dann bat Sebastian Alice aus der Datenbank den Musiktitel MUSICA FANTASIA von RONDÒ VENEZIANO abzurufen und im Cockpit, sowie über die Sprechverbindung abzuspielen. Als die Musik zu Spielen begann sagte Sebastian: „Jetzt will ich mal unseren Tanz vom Flottenball auf einen größeren Maßstab übertragen.“. darauf flog Sebastian leichte Rollbewegungen und Schleifen, welche er auf die Musik abstimmte. Das Schiff vollführte unter Sebastians Steuerbefehlen Manöver, welche den Flugbewegungen eines großen Raubvogels ähnelten. Die Flugbewegungen waren flüssig und sanft, wie die eines Falken der die Thermik nutzt um zu gleiten. Zwar flog das Schiff mit etwa 7500 Stundenkilometern, was in der dünnen Marsatmosphäre keinerlei Probleme bereitete, doch die Flugmanöver sahen dennoch elegant aus. Als die Musik verklungen war rief Stefanie: „Das sah ja phantastisch aus, Du solltest an einem Luftballett teilnehmen!“ – „Man kann den Nullschwerkrafttanz auch mit einem Schiff vollführen. In einer Formation mehrerer baugleicher Schiffe sieht das bestimmt auch gut aus.“, erwiderte Sebastian. Stefanie fragte: „Willst Du sowas wie einen großen Vogelschwarm darstellen?“ – „Die Idee gefällt mir.“, erwiderte Sebastian. Ruby sagte: „Das klingt interessant. Man sollte diese Idee in Erwägung ziehen. Mit den Möglichkeiten der Erdraumflotte könnte man den Kunstflug auf eine ganz neue Ebene heben.
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“ – „Ich fand Sebastians Flugstil auch ziemlich heiß. Besonders die Abstimmung mit der Musik war unglaublich.“, fügte Yvette hinzu. Nach einer längeren Debatte über von Musik begleiteten Kunstflug verabschiedete sich Stefanie, trennte die Sprechverbindung und kehrte zum Hangar der Marskolonie zurück.



Yvette sagte: „Ich würde gerne mal die Schild- und Waffensysteme testen.“ – „Wie wäre es mit einer kleinen Zielübung im Asteroidengürtel oder der Oortschen Wolke?“, fragte Ruby. Yvette antwortete: „Das würde mir gefallen. Laßt uns zur Oortschen Wolke springen!“ – „Geht klar, Sprungziel ist fixiert. Sollen wir vorher die Marsatmosphäre verlassen oder gleich von hier aus springen?“, erwiderte Sebastian. Ruby antwortete: „Das spielt zwar keine Rolle aber ich würde trotzdem lieber erst in einen hohen Orbit einschwenken bevor wir springen.“ – „Verstanden, wir verlassen die Atmosphäre.“, erwiderte Sebastian. Daraufhin zog er das Schiff steil nach oben und gab vollen Schub. Als sie die Marsatmosphäre verlassen hatten meldeten Ruby und Yvette daß sie bereit für den Sprung waren und Sebastian aktivierte den Sprungantrieb. Wenig später waren sie am Rand der Oortschen Wolke. Sebastian wollte gerade fragen wie Yvette sich die Zielübung vorgestellt hatte, da ging ein Sprechwunsch von Commander Junkers ein. Sebastian stellte die Verbindung her und fragte: „Was können wir für Sie tun Commander?“ – „Ich hörte das Sie den neuen Kampfflieger einem Testflug unterziehen. Deshalb wollte ich Ihnen für den Test von Waffen und Schilden einen Vorschlag machen.“, antwortete Commander Junkers. Sebastian fragte: „Was für einen Vorschlag haben Sie denn Commander?“ – „Sie können doch die taktischen Systeme nicht an ein paar treibenden Asteroiden testen. Was Sie brauchen ist ein richtiges Ziel, welches zurück schießt.“, antwortete Commander Junkers. Yvette fragte: „An welche Art von Ziel haben Sie gedacht Commander?“ – „Im Flottendock in der nähe des Uranus befindet sich ein Schiff, das für diese Aufgabe bestens geeignet ist. Das heißt wenn es Ihnen nichts ausmacht die taktischen Systeme mit einem echten Gegner zu testen.“, antwortete Commander Junkers mit herausforderndem Unterton in der Stimme.
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Yvette fragte: „Ist das eine Herausforderung Commander?“ – „Das ist das Wort welches ich im Sinn hatte Leutnant Mangold. Ja, es ist eine Herausforderung.“, antwortete Commander Junkers. Yvette drehte sich zu Sebastian und Ruby um und fragte: „Was meint Ihr?“, Ruby und Sebastian nickten nur schweigend als Antwort. Yvette sagte daraufhin zu Commander Junkers: „Commander, wir nehmen die Herausforderung an. Schicken Sie ihr Schiff!“ – „Exzellent! Ich werde persönlich das gegnerische Schiff befehligen. Wir sind bereits im Uranusorbit und werden in Kürze das erwähnte Schiff bemannen. In 5 Minuten sind wir bereit für die Schlacht. Nennen Sie uns den Ort, wo die Schlacht stattfinden soll!“, erwiderte Commander Junkers. Yvette fragte Sebastian und Ruby nach einem geeigneten Ort und Sebastian schlug die Umgebung um den Mars vor. Ruby und Yvette stimmten zu und Sebastian plante den Sprung zurück in den Marsorbit. Nach Meldung der Sprungbereitschaft aktivierte Sebastian den Sprungantrieb und wenig später waren sie wieder im Orbit des Mars.



Yvette fragte: „Wie soll die Rollenverteilung während der Schlacht aussehen?“ – „Ich nehme mal an Daß Du selbst fliegen und schießen willst Yvette. Von mir aus bestehen dagegen keine Einwände. Wir können uns um die Technik und die Sensoren kümmern.“, sagte Ruby. Sebastian fügte hinzu: „Ja Yvette, Du fliegst und feuerst.“ – „Okay Leute!“, antwortete Yvette. Daraufhin übernahm sie die Flugkontrollen und Sebastian nahm seine Hände vom Schubregler und dem Steuerstick. Ruby übernahm die Aufgabe des Waffensystemoffiziers und Sebastian kümmerte sich um die Sensoren. Dann fragte Sebastian: „Machen wir es so wie auf der Far Horizon, als wir gegen die Tridentklasse angetreten sind?“ – „Das ist eine gute Idee. Dieses Schiff hat doppelte Schildfelder, so daß wir die Strategien aus der Gefechtsübung gegen die Tridentklasse auch diesmal verwenden können.“, antwortete Ruby. Yvette fragte: „Was glaubt Ihr, mit welchem Schiff Commander Junkers wohl gegen uns antreten wird?“ – „Ich habe da eine verrückte Vermutung.“, antwortete Sebastian. Yvette fragte erneut: „Welches Schiff, glaubst Du, wird er wohl gegen die GHOSTBIRD- Klasse einsetzen? Meinst Du etwa er wird...?“ – „Mit der BLACK HALFMOON in die Schlacht ziehen? Das wäre denkbar, GHOSTBIRD heißt übersetzt Geistervogel.
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Und gegen einen Geistervogel setzt man am Besten ein Geisterschiff ein.“, erwiderte Sebastian.



Yvette schüttelte sich und sagte: „Dieses Schiff macht mir irgendwie eine Gänsehaut. Wie seht Ihr die Sache?“ – „Ich wollte die BLACK HALFMOON schon immer in Aktion sehen. Sie ist ein elegantes Schiff das durch ein bedauerliches Mißverständnis zum Geisterschiff wurde. Ich freue mich darauf sie wieder zu sehen.“, antwortete Sebastian. Ruby fügte hinzu: „Sie ist etwas größer und nicht so manövrierfähig wie unser Schiff. Außerdem kann sie wie wir nur nach vorne feuern. Sie hat zwar nur Mikrowellengeschütze aber auch die können, wenn sie richtig eingesetzt werden großen Schaden anrichten.“ – „Wir sollten auch Commander Junkers und Alice nicht unterschätzen. Sie haben bestimmt noch ein paar Asse im Ärmel um uns das Leben schwer zu machen.“, ergänzte Sebastian. Schließlich sprang ein Schiff in die Region. Sebastian prüfte die Sensorendaten und sagte: „Es ist die BLACK HALFMOON und ihre Waffen sind bereits im Simulationsmodus.“ – „Alice, auf Borg- Gefechtsmodus gehen und die Waffen in den Simulationsmodus schalten!“, sagte Ruby. Alice bestätigte den Befehl und die Ausführung und Yvette fragte: „Borg- Gefechtsmodus?“ – „Eine kleine Sauerei, die Miriam und Wir uns für das Gefecht gegen die Tridentklasse ausgedacht haben.“, antwortete Sebastian. Commander Junkers meldete sich und fragte: „Wie sieht’s aus, kann die Schlacht beginnen?“ – „Wir sind bereit.“, antwortete Yvette. Commander Junkers sagte daraufhin: „Wir umkreisen mit unseren Schiffen den Mars in entgegengesetzten Richtungen. Auf der Rückseite des Planeten beginnt das Gefecht, sobald der Gegner in Waffenreichweite ist. Alle Taktiken, die zum Sieg führen, sind zulässig.“ – „Verstanden Commander, Viel Glück!“, antwortete Yvette. Dann wurde die Sprechverbindung getrennt und beide Schiffe begannen den Mars zu umkreisen. Yvette fragte: „Ob Commander Junkers sich dessen bewußt ist, daß unser Schiff über Tarntechnologie verfügt?“ – „Davon solltest Du ausgehen. Ich vermute jedoch daß wir die Tarnung nicht benötigen werden. Wir sind im Borg- Gefechtsmodus, das allein verschafft uns schon einen taktischen Vorteil.
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“, antwortete Sebastian.



Dann näherten sie sich der Rückseite des Planeten und die BLACK HALFMOON kam in Sichtweite. Sebastian sagte zu Yvette: „Wir werden passiv bleiben. Laß Commander Junkers den ersten Zug machen!“ – „Na gut, auch wenn es mir absolut nicht gefällt, Du wirst wissen, warum Du einen solchen Vorschlag machst.“, antwortete Yvette. Commander Junkers eröffnete mit der BLACK HALFMOON das Feuer. Wie Sebastian es erwartet hatte, paßte sich die Oszilationsfrequenz des inneren Schildfeldes der Waffenoszilationsfrequenz der gegnerischen Waffen an. Yvette fragte: „Wie ist das möglich daß unsere Schilde durch das gegnerische Waffenfeuer keinerlei Schwächung erleiden?“ – „Automatische Anpassung der Schildoszilationsfrequenz.“, antwortete Sebastian. Yvette fragte: „Wollen wir nun als Zielscheibe für die BLACK HALFMOON dienen oder wollen wir endlich reagieren?“ – „Die Waffen sind bereit, Du kannst jederzeit feuern.“, antwortete Ruby. Yvette wählte das gammastrahlengepulste Plasmageschütz aus und feuerte genau eine Sekunde lang. Fünf Kugeln aus supererhitztem Plasma verließen die Geschützmündung und trafen auf die Schilde der BLACK HALFMOON, die dadurch um 30 Prozent geschwächt wurden. Yvette rief staunend: „Heiß! Dieses Schiff gefällt mir.“, währenddessen drehte die BLACK HALFMOON ab und führte einen kurzen Sprung aus. Sebastian prüfte die Sensorendaten und sagte: „Sie ist etwa 3 Lichtsekunden entfernt. Vermutlich remodulieren sie jetzt gerade ihre Waffen. Was für ein Pech daß es nichts nutzt.“ – „Sollen wir sie nicht verfolgen?“, fragte Yvette. Sebastian antwortete: „Das wird nicht nötig sein. Commander Junkers wird sicher nicht vor einer Schlacht davon laufen.“ – „Also werden wir hier auf ihn warten und ihn gebührend empfangen.“, erwiderte Yvette. In diesem Augenblick sprang die BLACK HALFMOON und tauchte etwa eine Lichtsekunde hinter dem Schiff auf und näherte sich schnell. Yvette zog das Schiff herum und näherte sich ebenfalls schnell der BLACK HALFMOON. Sebastian sagte: „Feuere auf ihren Sprungantrieb, sobald sie in Reichweite sind!“ – „Mit welcher Waffe?“, fragte Yvette. Ruby und Sebastian antworteten im Chor: „Mit allen Waffen!“ – „Alles klar!“, erwiderte Yvette.
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Als die BLACK HALFMOON in Waffenreichweite kam feuerte Yvette aus allen Rohren. Die 4 Mikrowellengeschütze, die 2 Gammastrahlenemitter und das gammastrahlengepulste Plasmageschütz schleuderten der BLACK HALFMOON eine unbeschreiblich große Energiemenge entgegen. Als die Schilde der BLACK HALFMOON mit dieser konzentrierten Feuerkraft in Kontakt kamen fielen sie aus. Dann zeigten die Sensoren daß die BLACK HALFMOON in einem realen Gefecht zerstört worden wäre.



Commander Junkers meldete sich und sagte: „Ihr Schiff hat eine ziemlich beeindruckende Feuerkraft. Außerdem ist es verdammt wendig und seine Schilde scheinen undurchdringlich zu sein. Ich nehme mal an daß es zwecklos wäre eine Revanche zu fordern, da ein weiteres Gefecht ebenso ausgehen würde wie dieses. Wir kehren zurück zum Flottendock im Orbit des Uranus. Die Far Horizon liegt dort ebenfalls.“ – „Wir folgen Ihnen.“, antwortete Yvette. Dann plante sie den Sprung und vergewisserte sich daß Sebastian und Ruby bereit für den Sprung waren. Als die BLACK HALFMOON sprang aktivierte auch Yvette den Sprungantrieb. Wenig später waren sie im Orbit des Uranus. Die BLACK HALFMOON näherte sich dem Flottendock und Yvette steuerte ihr Schiff zur Far Horizon. Als die Landeerlaubnis erteilt war landete Yvette das Schiff auf der Far Horizon. Während der Druckausgleich in der Kampffliegerrampe vollzogen wurde sagte Sebastian zu Yvette: „Wenn Du mit diesem Schiff bei der nächsten Fighterchallenge für Piloten und Waffensystemoffiziere antrittst, wird das ein ziemlich kurzes Vergnügen. Du hast ja gesehen welche Feuerkraft in diesem Schiff steckt.“ – „Aber Euer Borg- Gefechtsmodus ist auch ein ziemlicher taktischer Vorteil. Wir sollten bei der nächsten Fighterchallenge wieder gemeinsam antreten.“, erwiderte Yvette. Dann setzten sie die Augenliederprojektionssysteme ab und kletterten durch die Luke im Boden des Cockpits nach draußen.



In der Kampffliegerrampe wartete schon Leutnant Jörg Peterson. Als Yvette, Ruby und Sebastian ausgestiegen waren fragte er: „Und, hat der neue Kampfflieger Ihre Erwartungen erfüllt?“ – „Das Schiff ist beeindruckend. Sowohl die Manövrierfähigkeit als auch Waffen und Schilde sind hervorragend. Und die künstliche Intelligenz erleichtert die Bedienung erheblich.“, antwortete Yvette.
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Sebastian fügte hinzu: „Und das Design ist ziemlich gut gelungen. Aber die Tarntechnologie ist der Höhepunkt. Wenn man nicht gerade eine Diagnose der Sensoren durchführt, ist es ziemlich schwer das Schiff aufzuspüren.“ – „Das freut mich zu hören. Die Mannschaft der Werftstation bei Wolf drei fünf neun wird erleichtert sein, daß das neue Kampffliegermodell den Erwartungen gerecht wird. Die Niederlage der Tridentklasse bei der Gefechtsübung hat das Selbstbewußtsein der Werftarbeiter doch ziemlich angekratzt. Wir werden baldmöglichst mit der Serienproduktion beginnen. Ich muß nur noch mit Kapitän Tönnigs absprechen wieviele dieser Kampfflieger er an Bord seines Schiffes benötigt.“, antwortete Leutnant Jörg Peterson, verabschiedete sich und ging zum Lift. Sebastian schaute Yvette an und sagte: „Du und Miriam, Ihr zwei habt da einen phantastischen Vogel entwickelt. Gut gemacht!“, dabei klopfte er Yvette mit der Hand leicht auf die Schulter. Yvette antwortete: „Ich werde es Miriam ausrichten. Ich muß sowieso noch was mit ihr besprechen.“, dann ließ sie sich in den Maschinenraum teleportieren.



Ruby schaute Sebastian an und sagte: „Der Testflug hat Dir Spaß gemacht, das habe ich gemerkt.“ – „Ja, das war eine interessante Erfahrung. Ich würde gerne noch einen weiteren Testflug mit einem anderen Schiff machen. Dafür muß ich aber noch mit Doktor Ngujen und Commander Junkers sprechen.“, erwiderte Sebastian. Ruby neigte den Kopf zur Seite und fragte: „Was hast Du im Sinn?“ – „Jetzt bitte nicht erschrecken! Ich würde gerne auf die BLACK HALFMOON gehen und dort etwas ausprobieren.“, erwiderte Sebastian. Ruby fragte: „Denkst Du etwa an das, was ich vermute?“ – „Wenn Du vermutest daß ich versuchen möchte die BLACK HALFMOON mit Hilfe meiner Gedanken zu steuern, dann hast Du Recht. Wenn der induktive Eingriff in beide Richtungen funktioniert, müßten wir das Schiff wie ein Wächterschiff steuern können.“, antwortete Sebastian. Ruby nahm Sebastians Hand und sagte: „Na dann laß uns mal auf die Krankenstation gehen und sehen, was Doktor Ngujen dazu meint.“, dabei lächelte sie aufmunternd. Daraufhin ließ Sebastian sich und Ruby auf die Krankenstation teleportieren. Als sie auf der Krankenstation eintrafen saß Doktor Ngujen an ihrem Schreibtisch und erledigte Routineaufgaben.
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Sebastian sagte: „Doktor, haben Sie kurz Zeit? Es gibt zwar kein medizinisches Problem aber ich hätte da eine Frage.“, darauf schaute Doktor Ngujen Sebastian an und erwiderte: „Natürlich habe ich Zeit. Was haben Sie auf dem Herzen?“ – „Ich habe über den induktiven Eingriff nachgedacht und mich gefragt, ob man mit dieser Technologie auch ein Schiff steuern könnte.“, antwortete Sebastian. Doktor Ngujen stand langsam von ihrem Sitz auf und fragte: „Ist das Ihr Ernst?“ – „Ja, ich denke man kann auf diese Weise ein Schiff steuern wie die Wächter es tun.“, antwortete Sebastian.



Doktor Ngujen stellte eine Sprechverbindung zu Commander Junkers her und sagte: „Commander, wenn Sie noch auf der BLACK HALFMOON sind dann bleiben Sie bitte dort! Leutnant Ivanes und Leutnant Neuhof werden in Kürze zu Ihnen kommen.“ – „Verstanden! Darf ich fragen worum es geht?“, erwiderte Commander Junkers. Doktor Ngujen antwortete: „Das möchte ich nicht über eine Sprechverbindung erörtern.“ – „Ich verstehe und werde Warten. Junkers Ende!“, erwiderte Commander Junkers. Nachdem die Sprechverbindung getrennt war, ging Doktor Ngujen zu einem Schrank und holte drei Sets für einen induktiven Eingriff heraus. Sie reichte Sebastian die drei Sets und sagte: „Hier ist Ihre Ausrüstung. Sie müssen mir anschließend unbedingt in allen Details von Ihrem Ausflug berichten.“ – „Selbstverständlich werde ich das tun.“, antwortete Sebastian. Dann bedankte sich Sebastian bei Doktor Ngujen für ihre Unterstützung und ließ sich mit Ruby auf die BLACK HALFMOON teleportieren. Auf der BLACK HALFMOON angekommen fragte Sebastian: „Alice, wo befindet sich Commander Junkers und wie gelangen wir dorthin?“ – „Commander Junkers befindet sich auf der Brücke. Sie gelangen dorthin, indem sie der gelben Linie auf dem Fußboden folgen.“, antwortete Alice. Sebastian und Ruby folgten der Wegmarkierung auf dem Boden und erreichten schließlich die Brücke der BLACK HALFMOON. Commander Junkers saß auf dem Sitz des Kapitäns und drehte sich zu ihnen um. Lächelnd fragte er: „Nun, was haben Sie vor?“ – „Wir wollen probieren, ob sich das Schiff auch ausschließlich über den induktiven Eingriff steuern läßt.“, antwortete Sebastian und hielt Commander Junkers eines der drei Sets für den induktiven Eingriff entgegen.
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Commander Junkers zog eine Augenbraue hoch und sagte: „Sie überraschen mich immer wieder Leutnant Neuhof. Ich hoffe Sie wissen was da auf Sie zukommt.“ – „Ja, ich habe bereits Erfahrungen in der Steuerung verschiedener Systeme mit Hilfe eines Hirnstromscanners gesammelt, zum Beispiel auf dem Flottenball bei unserer Flugvorführung.“, antwortete Sebastian. Commander Junkers nickte und setzte das Set für den induktiven Eingriff auf. Sebastian und Ruby setzten die anderen beiden Sets auf und setzten sich auf die Sitzplätze neben Commander Junkers. Commander Junkers ließ Alice eine Verbindung zu den Sets herstellen, die Sensorendaten auf die Augenliederprojektionssysteme zu transferieren und die Hirnströme überwachen. Darauf sprachen sie die Aufgabeneinteilung ab. Sebastian wurde die Kontrolle über die Flugsteuerung, die Navigation und die Taktischen Systeme übertragen. Ruby erhielt die Aufgabe des Ingenieurs und Waffensystemoffiziers. Commander Junkers hatte das Kommando und überwachte die Sensoren sowie die Kommunikation.



Nach der Aufgabenverteilung forderte Commander Junkers vom Raumdock die Starterlaubnis an und sagte als diese erteilt war: „Also gut Leutnant Neuhof, fliegen Sie uns aus dem Dock!“ – „Verstanden!“, antwortete Sebastian. Daraufhin konzentrierte er sich darauf, das Schiff langsam vorwärts zu bewegen. Es klappte, die BLACK HALFMOON bewegte sich langsam aus dem Dock heraus. Als sie das Dock verlassen hatten sagte Commander Junkers: „Nicht schlecht Leutnant Neuhof! Jetzt planen Sie den Sprung an den Rand der Oortschen Wolke!“ – „Verstanden!“, antwortete Sebastian. Dann ließ er sich die Navigationsdaten auf dem Augenliederprojektionssystem einblenden und plante den Sprung zum gewählten Ziel. Als dies erledigt war sagte Sebastian: „Wir sind bereit zum Sprung.“ – „Sprungantrieb ein!“, antwortete Commander Junkers. Sebastian führte den Sprung aus und etwas später waren sie am Rand der Oortschen Wolke. Commander Junkers sagte: „Nur zu Leutnant Neuhof, fliegen Sie uns hinein!“ – „Verstanden! Wir fliegen in die Oortsche Wolke.“, antwortete Sebastian. Darauf ließ er sich von Alice einen sicheren Kurs auf dem Augenliederprojektionssystem darstellen und folgte diesem. Commander Junkers hatte einen der Brocken markiert und sagte zu Sebastian: „Ich habe ein Ziel für Sie markiert Leutnant Neuhof.
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Gehen Sie nach eigenem Ermessen vor um dieses zu zerstören!“ – „Verstanden!“, antwortete Sebastian. Dann analysierte er den Brocken und erkannte daß es sich um einen Klumpen aus Staub und Eis handelte. Sebastian aktivierte die Mikrowellengeschütze und modulierte sie auf die Resonanzfrequenz von Wassermolekülen, auf 22,23508 GHz. Anschließend feuerte er mit voller Leistung auf den Brocken.



Als der Brocken sich aufgelöst hatte sagte Commander Junkers: „Sie haben den Brocken auf eine ziemlich unkonventionelle Weise zerstört. Ich habe erwartet daß Sie ihn einfach nur schmelzen lassen aber Sie haben ja gleich die Wassermoleküle zerlegt.“ – „Ich sollte bei der Zerstörung des Brockens nach eigenem Ermessen vorgehen. Da wir als Bewaffnung nur Mikrowellengeschütze haben, mußte ich diese so effektiv wie möglich einsetzen.“, antwortete Sebastian. Commander Junkers sagte mit erkennbarer Begeisterung in der Stimme: „Sie sind wirklich sehr einfallsreich Leutnant Neuhof. Jetzt lassen Sie mal sehen, wie gut Sie fliegen können!“, darauf plazierte Commander Junkers einige Wegpunkte in der Oortschen Wolke und sagte: „Passieren Sie die Wegpunkte nacheinander so schnell, wie Sie es sich zutrauen!“ – „Verstanden Commander!“, antwortete Sebastian. Dann ließ er sich von Alice die Bewegungsdaten der einzelnen Brocken und einen daraus resultierenden Flugpfad auf dem Augenliederprojektionssystem darstellen. Darauf sagte er: „Commander, ich bin bereit mit der Flugübung zu beginnen.“ – „Beginnen Sie!“, antwortete Commander Junkers. Sebastian beschleunigte und folgte dem, von Alice projizierten Kurs. Während Sebastian den Hinderniskurs absolvierte sagte Ruby: „Das machst Du gut! Ich glaube wir sollten öfter mal zu einem Testflug aufbrechen.“ – „Die Steuerung über den induktiven Eingriff ist effizienter als ich es mir jemals vorgestellt habe. Ich treffe eine Entscheidung und das Schiff setzt sie um. Dazu kommt noch das Augenliederprojektionssystem, durch das ich mit geschlossenen Augen sehen kann. Mit normalen Steuerkontrollen würde ich mich das hier bestimmt nicht trauen.“, antwortete Sebastian während er durch die Oortsche Wolke raste. Schließlich passierte Sebastian den letzten Wegpunkt und erreichte den Rand der Oortschen Wolke.
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Commander Junkers sagte: „Respekt Leutnant Neuhof, Sie haben Talent zu fliegen!“ – „Auf diese Art zu fliegen ist der Wahnsinn Commander! Ich habe mit Ruby ja schon auf dem Flottenball erlebt wie abgefahren es ist, nur mit den Gedanken zu steuern aber das hier ist absolut unbeschreiblich.“, erwiderte Sebastian. Commander Junkers sagte: „Lassen Sie uns zum Flottendock zurückkehren! Ihre Methode ein Schiff zu steuern hat mich überzeugt. Ich werde mich mit der Dockverwaltung in Verbindung setzen und eine Studie in Auftrag geben, welche die Vorteile dieser Steuerungsmethode verdeutlichen soll.“ – „Ich berechne den Sprung zum Uranusorbit.“, sagte Sebastian. Dann berechnete er den Sprung und meldete als er damit fertig war: „Wir sind bereit zum Sprung.“ – „Sprungantrieb ein!“, antwortete Commander Junkers. Sebastian führte daraufhin den Sprung aus. Als sie im Orbit des Uranus angekommen waren forderte Commander Junkers die Erlaubnis zum Andocken an und sagte, als diese erteilt war: „Bringen Sie uns in das Flottendock Leutnant Neuhof!“ – „Verstanden! Wir docken an.“, antwortete Sebastian. Dann flog er die BLACK HALFMOON vorsichtig und langsam in das Flottendock. Als sie die Endposition erreicht hatten, fuhr Ruby die Maschinen herunter und sie setzten die Sets für den induktiven Eingriff ab. Sebastian schaute Commander Junkers an und sagte: „Die BLACK HALFMOON ist ein tolles Schiff, sie ist wendig und schnell. Was sie vielleicht braucht sind ein paar stärkere Waffen und modernere Schilde. Aber sonst ist sie doch noch in einem sehr guten Zustand.“ – „Ja die BLACK HALFMOON ist ein ganz besonderes Schiff. Das habe ich schon damals gemerkt.“, antwortete Commander Junkers.



Commander Junkers reichte Sebastian sein Set für den induktiven Eingriff und sagte: „Ich muß noch mit der Dockverwaltung ein paar Dinge besprechen.“ – „Vielleicht können wir die Steuerung per induktivem Eingriff auch auf der Far Horizon ausprobieren. Ich muß noch die Sets zu Doktor Ngujen zurückbringen und ihr ausgiebig von unserem Testflug berichten.“, antwortete Sebastian. Commander Junkers nickte und lächelte, Sebastian und Ruby ließen sich daraufhin auf die Far Horizon in die Krankenstation teleportieren. Doktor Ngujen saß an ihrer Konsole und erledigte Routineaufgaben als Sebastian und Ruby in der Krankenstation eintrafen.
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Als sie Sebastian und Ruby sah fragte sie: „Wie ist Ihr Testflug gelaufen?“ – „Es war unbeschreiblich. Man faßt den Entschluß ein Manöver auszuführen und das Schiff führt das entsprechende Manöver aus. Ohne daß man einen Handgriff tätigt oder darüber nachdenkt welche Kontrollen wie zu bedienen sind, man wird praktisch selbst das Schiff.“, antwortete Sebastian voller Begeisterung. Ruby ergänzte: „Du hast mich richtig stolz gemacht. Deine Flugmanöver waren effizient und präzise.“ – „Ich habe mir von Alice die Sensorendaten der Hindernisse darstellen lassen und habe mir vorgestellt wie ich dazwischen hindurch fliege. Den Rest hat Alice gemacht, sie hat meine Hirnströme interpretiert und meine Entscheidungen umgesetzt.“, erwiderte Sebastian. Doktor Ngujen sagte: „Das klingt alles ziemlich aufregend. Ich habe während Ihres Ausfluges mit Kapitän Tönnigs gesprochen. Er war ziemlich angetan von der Idee, ein Schiff nur mit Hilfe der Gedanken zu steuern. Vielleicht werden Sie bald die Gelegenheit haben die Far Horizon auf diese Weise zu steuern.“ – „Das ist ja der Wahnsinn! Vielleicht wird diese Steuerung auch bald in einem kleinen Kampfflieger eingesetzt. Ich bin schon gespannt wie gut Yvette damit klar kommt.“, antwortete Sebastian. Dann gab er Doktor Ngujen die drei Sets für den induktiven Eingriff zurück und bedankte sich für ihre Unterstützung bei diesem Experiment. Doktor Ngujen scannte Sebastian und Ruby zur Sicherheit, fand aber keine medizinischen Probleme. Daraufhin verabschiedeten sich Ruby und Sebastian von Doktor Ngujen und ließen sich in die Mannschaftsmesse teleportieren.



Als sie die Messe erreichten war der mittägliche Andrang bereits vorüber. Miriam und Yvette saßen an einem Tisch und diskutierten. Sebastian und Ruby setzten sich zu ihnen. „Mahlzeit!“, grüßte Sebastian. Yvette erwiderte: „Ah, da seid Ihr ja! Ich habe gerade mit Miriam über unseren Testflug gesprochen.“ – „Und Yvette, bist Du zufrieden mit dem Verlauf des Testfluges?“, fragte Sebastian. Yvette antwortete: „Das Schiff ist der Wahnsinn, es läßt sich gut manövrieren und ist wirklich gut bewaffnet.“ – „Und es verfügt über Tarntechnologie.“, fügte Sebastian hinzu. Miriam fragte: „Und ihr Zwei, wie war der zweite Testflug?“ – „Ein zweiter Testflug, was meinst Du?“, fragte Yvette verwundert.
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Sebastian antwortete: „Der Ausflug mit der BLACK HALFMOON war ein unvergeßliches Erlebnis. Besonders wenn man bedenkt daß ich das Schiff gesteuert habe, ohne die Flugkontrollen zu berühren. Allein meine Gedanken haben, über einen Hirnstromscanner, die Steuerbefehle an Alice übertragen und sie hat diese dann umgesetzt.“ – „Du hast dieses Schiff allein mit Deinen Hirnströmen gesteuert?“, fragte Yvette etwas erschrocken. Sebastian erwiderte lächelnd: „Commander Junkers und Ruby hatten ebenfalls einen Hirnstromscanner angelegt. Ruby hat darüber die Aufgaben des Ingenieurs und Waffensystemoffiziers erledigt und Commander Junkers hatte Zugriff auf die Sensoren. Außerdem verfügte jeder Hirnstromscanner über ein Augenliederprojektionssystem. Es war wie bei den Borg in den Startrek- Serien. Wir haben Entscheidungen getroffen und das Schiff hat diese umgesetzt.“ – „Ich fasse es nicht! Wir hätten bei der Werft ein kubusförmiges Schiff bauen lassen sollen.“, antwortete Yvette. Ruby sagte: „Nun mal langsam! Das Borgkollektiv arbeitet zwar sehr effizient, es sollte aber kein Vorbild für die Erdraumflotte sein.“ – „Richtig, die Borg erlangen neue Technologien durch gewaltsame übernahmen von Schiffen, Planeten und ganzen Rassen. Das Primärziel der Erdraumflotte ist die Erforschung des Weltraums. Und wenn möglich eine friedliche Kontaktaufnahme zu anderen Spezies“, ergänzte Sebastian.



Dann schauten sie, was im Tagesangebot der Bordverpflegung stand. Es gab Kartoffeln mit Quark und verschiedenen Salaten. Sie bestellten sich jeder eine Portion und dazu einen Becher blauen Honigwein. Als sie sich ihr Essen und die Getränke einverleibt hatten streckte sich Yvette und sagte zufrieden: „Das war gut. Jetzt bin ich in Stimmung für einen kleinen Flug. Nichts besonderes, einfach nur ein Wenig durchs All heizen.“ – „Das könnte mir jetzt auch gefallen. Wir könnten uns jeder einen Einmannjäger nehmen und ein Wenig im Sonnensystem patrouillieren oder durch den Rennkurs auf dem Mars heizen.“, erwiderte Sebastian. Ruby sagte: „Mir soll’s recht sein. Die Einmannjäger haben auch Alice an Bord. Willst Du versuchen Deinen Jäger über einen Hirnstromscanner zu steuern?“ – „Hey, das ist eine abgefahrene Idee! Wir können ja ausprobieren wer schneller reagieren kann, wir mit der Steuerung über die Hirnströme oder Yvette mit konventioneller Handsteuerung.
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Das heißt, wenn Yvette nicht auch die Steuerung über die Hirnströme ausprobieren will.“, antwortete Sebastian. Yvette fragte unsicher: „Meint Ihr das ernst?“ – „Wir können auch den Prototypen der GHOSTBIRD- Klasse nehmen. Da können wir Dir das Steuern über die Hirnströme beibringen.“, antwortete Sebastian. Ruby grinste Yvette herausfordernd an. Schließlich sagte Yvette: „Na gut, ich probier’s. Es hat bestimmt Vorteile, wenn man direkt mit den Hirnströmen steuert, zumindest müßte die Reaktionszeit kürzer sein.“ – „Prima! Dann gehen wir noch mal auf die Krankenstation um uns drei Hirnstromscanner- Sets zu holen und anschließend brechen wir auf.“, erwiderte Sebastian. Damit standen Yvette, Ruby und Sebastian auf. Miriam sagte: „Sagt mir wie es gelaufen ist, wenn Ihr zurück seid!“ – „Machen wir. Bis dann.“, erwiderte Sebastian. Dann ließen sich Yvette Ruby und Sebastian in die Krankenstation teleportieren.



Als sie in der Krankenstation eintrafen saß Doktor Ngujen an ihrem Schreibtisch und trank einen Neurobooster. „Was kann ich für Sie tun?“, fragte sie die drei. Sebastian antwortete: „Wir hätten gerne drei Hirnstromscanner- Sets. Wir wollen Yvette die Steuerung eines Schiffes mit Hilfe der Hirnströme näherbringen.“ – „Ich verstehe. Commander Junkers hat mir von ihren Erfahrungen mit der Steuerung über die Hirnströme berichtet. Vielleicht haben Sie, ohne es zu wollen, eine neue Ära der Schiffssteuerung begründet. Leutnant Mangold, Sie werden diese Art der Steuerung als sehr effizient empfinden. Wenn Sie jedoch Probleme bemerken, dann zögern sie nicht den Hirnstromscanner abzusetzen und auf konventionelle Art zu steuern!“, erwiderte Doktor Ngujen. Dann holte sie die drei Hirnstromscanner- Sets aus einem Schrank und gab sie Sebastian, Ruby und Yvette. Sie bedankten sich und ließen sich in die Kampffliegerrampe teleportieren. Nachdem sie bei der Hangarverwaltung die Bereitstellung der GHOSTBIRD- Klasse angefordert hatten sagte Ruby zu Yvette: „Okay Yvette, den Start führst Du aber auf konventionelle Art aus oder Du läßt einen von uns starten! Du mußt Dich erst an die Reaktionsgeschwindigkeit der Steuerung mit den Hirnströmen gewöhnen, und es ist besser Du tust das im freien Raum.
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“ – „Verstanden, ich starte auf konventionelle Weise.“, antwortete Yvette. Wenig später hatte die Hangarmannschaft die GHOSTBIRD- Klasse bereitgestellt und Yvette, Ruby und Sebastian kletterten in das Cockpit. Als die Startvorbereitungen getroffen waren forderte Ruby die Starterlaubnis an. Kapitän Tönnigs erteilte die Starterlaubnis und informierte Ruby daß die Far Horizon in Kürze in den Neptunorbit springen würde. Ruby bestätigte dies und schloß den Kanal. Dann sagte sie Yvette daß sie starten könnte. Yvette startete das Schiff ohne Probleme und wenig später hatten sie die Far Horizon verlassen.



Ruby sagte: „Laß uns erst in eine leere Region des Raumes springen, bevor Du Dich mit der neuen Steuerung vertraut machst!“ – „Alles klar, ich bringe uns auf eine Lichtsekunde an den Mars heran. Das müßte genug Distanz sein, damit ich uns nicht versehentlich in den Mars ramme.“, antwortete Yvette. Nachdem sie den Sprung vorbereitet hatte sagte sie: „Bereit zum Sprung.“ – „Sprungantrieb ein!“, erwiderte Ruby. Yvette führte den Sprung aus und einen Augenblick später befand sich das Schiff in der Nähe des Mars. Ruby sagte: „So Yvette, jetzt wird’s ernst. Setze das Set mit dem Hirnstromscanner und dem Augenliederprojektionssystem auf und entspanne Dich!“ – „Okay, ich versuche es.“, antwortete Yvette. Auch Ruby und Sebastian setzten ihre Hirnstromscanner- Sets auf. Dann gab Ruby Alice den Befehl die Sets für die individuellen Aufgaben zu konfigurieren. Ruby übernahm die Aufgaben des Waffensystemoffiziers und des Ingenieurs, Sebastian erhielt zugriff auf die Sensoren, die Datenbanken sowie die Kommunikation und Yvette wurde die Steuerung, sowie die taktischen Systeme zugeteilt. Alice bestätigte die Befehle und führte sie aus. Als die Vorbereitungen getroffen waren sagte Ruby zu Yvette: „Okay Yvette, das Ganze ist ziemlich einfach. Du steuerst das Schiff als ob Du zum Beispiel einen Arm oder ein Bein bewegst.“ – „Versuche aber erst einmal so zu steuern, als ob Du den kleinen Finger bewegst. Schön vorsichtig, damit Du ein Gefühl für das Schiff bekommst.“, ergänzte Sebastian. Yvette antwortete: „Gut ich werde zuerst einmal versuchen die Lage des Schiffes zu kontrollieren.
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“, daraufhin rollte das Schiff einmal um die Längsachse. Yvette rief: „Hey das ist ja abgefahren! Es ist als ob das Schiff ein Teil meines Körpers wäre.“ – „Das ist der Sinn hinter dieser Art zu steuern. Du triffst eine Entscheidung und das Schiff führt sie aus. Ohne daß Du erst überlegen mußt, welche Kontrollen Du als nächstes wie benutzt. Auch die Zeit, die Deine Muskeln brauchen um die Befehle Deines Gehirns umzusetzen entfällt.“, erwiderte Sebastian. Yvette drehte das Schiff um alle drei Achsen und probierte es schließlich mit wenig Schub zu manövrieren.



Sebastian überwachte währenddessen die Sensoren. Schließlich fragte Yvette: „Und, was sagst Du als Ausbilderin zu meinen Fähigkeiten im Umgang mit der neuen Steuerungsmethode?“ – „Du gehst die Sache langsam und vorsichtig an. Gut so, mach weiter so!“, antwortete Ruby. Daraufhin machte sich Yvette weiter vertraut mit der ungewohnten Art zu steuern. Schließlich hatte sie den Bogen raus, wie man manövriert. Die Manöver, welche Yvette flog wurden immer anspruchsvoller. Schließlich sagte Yvette: „So, das Steuern habe ich jetzt im Griff. Jetzt versuche ich es mal mit dem Springen und dann mit dem Atmosphärenflug.“ – „Systeme sind bereit.“, antwortete Ruby. Yvette plante den Sprung bis zum, eine Lichtsekunde entfernten Mars. Als sie mit den Sprungvorbereitungen fertig war sagte sie: „Wir sind bereit zum Sprung.“ – „Sprungantrieb ein!“, erwiderte Ruby. Daraufhin führte Yvette den Sprung aus. Nicht einmal einen Wimpernschlag später befanden sie sich am äußeren Rand der Marsatmosphäre. Yvette sagte: „Na dann wollen wir mal sehen, wie sich die neue Steuerungsmethode auf das Flugverhalten im Atmosphärenflug auswirkt.“ – „Laß es langsam angehen! Du kannst Dich später immer noch steigern.“, antwortete Sebastian. Yvette erwiderte: „Hast Du Angst vor einem Blackout?“ – „Nein, ich habe Angst davor, mit der Planetenoberfläche nähere Bekanntschaft zu machen.“, antwortete Sebastian. Yvette sagte: „Gut, ich werde versuchen mich von der Planetenoberfläche fernzuhalten.“ – „Das ist eine verdammt gute Idee.“, erwiderte Sebastian. Yvette schnaufte als Antwort leicht genervt, dann aktivierte sie die Schildfelder und begann mit dem Atmosphäreneintritt.
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Als sie den Atmosphäreneintritt überstanden hatten nahm Yvette Kurs auf den Rennkurs auf der Marsoberfläche. Sie manövrierte durch die Kurven des Rennkurses mit einer unglaublichen Geschwindigkeit und Präzision. Ruby sagte anerkennend: „Nicht schlecht Yvette!“ – „Es ist unglaublich! Das Schiff reagiert direkt auf meine Absichten. Es ist, als wäre ich ein Vogel und hätte mein Leben lang nichts anderes gemacht als zu fliegen.“, antwortete Yvette begeistert. Dann flog sie noch einige Runden und unterbot dabei wahrscheinlich sämtliche Bestzeiten, die jemals auf diesem Rennkurs erreicht wurden. Schließlich verließ sie den Rennkurs und stieg auf in die höheren Atmosphärenschichten. Dann sagte Yvette: „Schade daß wir keinen Gegner für ein Simuliertes Gefecht haben! Ich würde die neue Steuerungsmethode gerne mal im Gefecht ausprobieren.“ – „Warum fragen wir nicht mal bei der Werftstation im System Wolf drei fünf neun? Dort gibt es doch bestimmt einige Schiffe, gegen die wir antreten könnten. Vielleicht steht die Tridentklasse sogar für ein simuliertes Gefecht bereit.“, erwiderte Sebastian. Yvette rief begeistert: „Hey, die Idee gefällt mir. Frag‘ doch mal bei der Werftstation, ob man dort Zeit für eine kleine Gefechtsübung hat!“ – „Alles klar, ich versuche mal mein Glück.“, antwortete Sebastian. Daraufhin stellte er über den Quantenverschränkungstransmitter eine Verbindung zur Werftstation bei Wolf drei fünf neun her.



Am anderen Ende der Verbindung meldete sich jemand: „Hier ist die Werftstation bei Wolf drei fünf neun, Sie sprechen mit Leutnant Jörg Peterson. Was kann ich für Sie tun?“ – „Hier ist Leutnant Sebastian Neuhof vom Raumschiff Far Horizon. Wir sind gerade dabei den Prototypen der GHOSTBIRD- Klasse ausgiebig zu erproben. Für die Tests der taktischen Systeme benötigen wir allerdings ein gleichwertiges Schiff. Stehen Ihnen vielleicht ein Schiff und eine Besatzung für ein simuliertes Gefecht zur Verfügung?“, erwiderte Sebastian. Leutnant Peterson antwortete: „Das ist ein interessanter Vorschlag. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, gegen die Tridentklasse anzutreten...“ – „Bitte warten Sie einen Moment!“, sagte Sebastian. Dann fragte er Yvette und Ruby: „Was meint Ihr, können wir es mit der Tridentklasse aufnehmen?“ – „Klar! Sie hat zwar etwas mehr Feuerkraft, aber damit komme ich schon zurecht.
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“, antwortete Yvette und Ruby sagte: „Tun wir’s!“ – „Also gut!“, sagte Sebastian. Dann sagte er zu Leutnant Peterson am anderen Ende der Kommunikationsverbindung: „Wir nehmen es mit der Tridentklasse auf. In etwa einer halben Stunde können wir bei Ihnen sein.“ – „Exzellent, wir treffen die entsprechenden Vorbereitungen. Melden Sie sich, wenn Sie unser System erreichen!“, antwortete Leutnant Peterson. Sebastian erwiderte: „Verstanden. Neuhof Ende!“, dann trennte er die Kommunikationsverbindung. Anschließend sagte Sebastian zu Yvette: „Na dann laß uns mal aufbrechen! Wir haben eine Verabredung zu einem simulierten Gefecht bei Wolf drei fünf neun.“ – „Alles klar, wir verlassen die Atmosphäre und dann brechen wir auf.“, antwortete Yvette. Sie zog das Schiff hoch und verließ die Marsatmosphäre. Als das Schiff eine gewisse Distanz zum Rand der Atmosphäre erreicht hatte, plante Yvette den Sprung ins System Wolf drei fünf neun. Nach dem Abschluß der Sprungvorbereitungen sagte sie, daß sie Bereit zum Sprung war. Sebastian sagte daß er bereit war und Ruby sagte zu Yvette, daß sie den Sprungantrieb aktivieren sollte. Daraufhin führte Yvette den Sprung aus. Als sie die Passage erreicht hatten sagte Yvette: „Sehr verehrte Passagiere und Mannschaftsmitglieder, ich begrüße Sie auf unserem Flug nach Wolf drei fünf neun. Unsere Reisezeit beträgt etwa eine halbe Stunde. An unserem Reiseziel erwartet uns eine aufregende Gefechtssimulation.“ – „Das hier ist kein Passagierschiff sondern ein Kampfschiff. Du tust ja gerade so, als ob wir in den Urlaub fliegen.“, antwortete Sebastian. Yvette erwiderte: „Also aufgepaßt Kameraden, wir ziehen in die Schlacht! Auch wenn vor uns nur eine simulierte Schlacht liegt, werden wir unser Bestes geben. Wir verteidigen in dieser Schlacht nicht nur unsere Ehre, sondern auch die Ehre der Far Horizon.“ – „Das war schon eher eine Motivation.“, antwortete Sebastian. Ruby sagte zu Sebastian: „Du hast offenbar Spaß.“ – „Ja, und zwar jede Menge.“, antwortete Sebastian. Dann suchte er aus der Datenbank einige klingonische Schlacht- und Trinklieder heraus und startete die Wiedergabe. Den Rest der Zeit bis zur Ankunft grölten sie lautstark die klingonischen Lieder mit.
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Kurz bevor sie das System Wolf drei fünf neun erreichten gab Yvette Sebastian und Ruby Bescheid daß sie in weniger als einer Minute den normalen Raum erreichen würden. Sebastian stoppte die Musikwiedergabe und sagte: „Laßt uns die Tarnung aktivieren, mal sehen ob man unsere Ankunft bemerkt!“ – „Alles klar!“, antwortete Yvette und aktivierte die Tarntechnologie. Im selben Augenblick als die Tarnung aktiviert wurde, deaktivierten sich die Schildsysteme. Yvette meckerte: „Hey! Was ist mit den Schilden?“ – „Kein Grund zur Sorge, das habe ich erwartet.“, erwiderte Sebastian. Yvette fragte: „Wie jetzt?“ – „Die Schilde sind im Grunde zwei elektromagnetische Wechselfelder. Solange sie aktiv sind, wirken sie wie gigantische Peilsender. Man würde uns zwar nicht sehen, doch die elektromagnetische Energie unserer Schilde würde man sicher entdecken.“, antwortete Sebastian.



Dann erreichten sie das System Wolf drei fünf neun. Sebastian stellte eine Verbindung zu Leutnant Peterson her. Kurz darauf meldete er sich: „Hier ist die Werftstation bei Wolf drei fünf neun, Sie sprechen mit Leutnant Jörg Peterson. Was kann ich für Sie tun?“ – „Hier ist nochmal Leutnant Neuhof vom Raumschiff Far Horizon. Wir sind soeben in Ihr System eingeflogen.“, erwiderte Sebastian. Leutnant Peterson antwortete verwundert: „Unsere Sensoren zeigen kein kürzlich eingetroffenes Schiff.“ – „Das würde ich als erfolgreichen Test der Tarntechnologie werten.“, erwiderte Sebastian und wies Yvette an, die Tarnung abzuschalten. Yvette tat dies und am anderen Ende der Sprechverbindung sagte Leutnant Peterson: „Erstaunlich, wie effizient die Tarntechnologie der GHOSTBIRD- Klasse arbeitet!“ – „Ich kann nichts negatives über irgendeines der Systeme dieses Schiffes sagen.“, erwiderte Sebastian. Leutnant Peterson sagte: „Die Vorbereitungen für das simulierte Gefecht sind fast abgeschlossen. Die Tridentklasse wird in etwa 10 Minuten kampfbereit sein.“ – „Sehr gut! Nach der Gefechtssimulation würde ich gern etwas mit Ihnen besprechen. Es geht um eine neue Methode ein Schiff zu steuern und ich würde gerne Ihre Meinung über die Möglichkeiten hören, diese Steuerungsmethode auf zukünftigen Schiffstypen standardmäßig zu verwenden.“, antwortete Sebastian. Leutnant Peterson fragte: „Meinen Sie zufällig die Steuerung über die Hirnströme, von der mir Commander Junkers berichtet hatte?“ – „Genau die meine ich.
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Wir verwenden diese Art der Steuerung übrigens in diesem Augenblick hier auf der GHOSTBIRD- Klasse.“, antwortete Sebastian. Leutnant Peterson erwiderte: „Interessant! Ich vermute mal daß Sie um ein simuliertes Gefecht gebeten haben um diese neue Steuerungsmethode unter realistischen Bedingungen zu testen.“ – „So ist es. Ich hoffe wir halten Sie mit unserem Anliegen nicht von wichtigeren Aufgaben ab.“, entgegnete Sebastian. Leutnant Peterson lachte, dann sagte er: „Nein, ganz im Gegenteil. Nach der Niederlage, welche die Tridentklasse gegen die Far Horizon erlitten hatte, sind wir sogar sehr an einer Revanche interessiert. Die Mannschaft, welche die Tridentklasse entwickelt und gebaut hat, möchte sichergehen daß ihr Schiff nicht fehlerhaft ist.“ – „Ich glaube daß unser simuliertes Gefecht nicht als Bewertung der Tridentklasse taugt. Die Tridentklasse hat nur einfache Schilde, die GHOSTBIRD- Klasse verfügt dagegen über eine doppelte Schildanordnung. Dadurch ist die Tridentklasse im Nachteil. Der Sieg der Far Horizon war zum Teil auch einer Strategie zu verdanken bei der die doppelten Schildfelder eine wichtige Rolle spielten.“, antwortete Sebastian. Leutnant Peterson sagte: „Ja, Kapitän Tönnigs erwähnte so etwas wie einen Borg- Gefechtsmodus.“ – „So ist es, unsere Strategie basierte darauf daß wir uns dem Gegner anpassen. Genau so wie es die Borg bei Startrek tun.“, antwortete Sebastian. Leutnant Peterson war sehr interessiert an Sebastians Ausführungen. Nach einigen weiteren technischen Fachsimpeleien war es soweit. Die Tridentklasse war fertig zum Gefecht. Leutnant Peterson lud Sebastian, Ruby und Yvette ein, im Anschluß an das Gefecht die Werftstation zu besuchen. Er sagte daß er ihnen was zeigen wollte. Dann trennte er die Sprechverbindung.



Nachdem der Kanal zur Werftstation geschlossen war, ging ein Sprechwunsch von der Tridentklasse ein. Sebastian öffnete einen Kanal und sagte: „Hier ist Leutnant Neuhof an Bord der GHOSTBIRD- Klasse. Mit wem haben wir die Ehre, diese Gefechtssimulation zu bestreiten?“ – „Leutnant Neuhof, mit Ihnen habe ich hier überhaupt nicht gerechnet. Hier ist Kapitän Vera Bach.“, kam es aus dem Kommunikationssystem.
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Sebastian erwiderte: „Kapitän Bach? Soviel ich weis ist Ihr Schiff, die E.S.F.S. Newton, ein Frachter. Was verschlägt Sie auf ein Angriffsschiff wie die Tridentklasse?“ – „Die Newton war nur ein vorübergehendes Kapitel meiner Karriere. Es gab einfach zu wenig Schiffe in der Flotte, als daß man mir das Kommando über ein anderes Schiff übertragen konnte. Aber demnächst werde ich wieder ein richtig wehrhaftes Schiff kommandieren. Ich hoffe es stört Sie nicht daß sie gegen eine Frau antreten.“, antwortete Kapitän Bach. Sebastian erwiderte: „Ganz im Gegenteil, ich habe hier auf der GHOSTBIRD- Klasse selbst zwei Frauen an Bord. Leutnant Ruby Ivanes und Leutnant Yvette Mangold. Es wird mir eine Ehre sein, gegen Sie anzutreten.“ – „Gut, dann lassen Sie uns zur Tat schreiten! Ich schlage vor daß Sie die Rolle des Angreifers übernehmen. Aber erwarten Sie nicht, daß wir es Ihnen leicht machen!“, antwortete Kapitän Bach. Sebastian sagte: „Dann ist ja alles geklärt. Wir werden jetzt aus dem System springen um wenig später zurückzukehren und mit dem Angriff zu beginnen. Viel Glück!“ – „Danke, das wünschen wir Ihnen auch.“, sagte Kapitän Bach und schloß den Kanal. Daraufhin schaltete Ruby die Waffen und Schilde in den Simulationsmodus und Yvette plante einen Sprung, der sie etwas weiter aus dem Sternensystem heraus führte. Nach Sebastians und Rubys Bestätigung der Sprungbereitschaft aktivierte Yvette den Sprungantrieb. Der Sprung dauerte etwa eine Minute und brachte sie etwa 0,27 Lichtjahre von der Werftstation weg. Als sie den normalen Raum wieder erreicht hatten wendete Yvette das Schiff und fragte: „Irgend eine Idee, wie wir vorgehen?“ – „Auf Borg- Gefechtsmodus gehen und zuerst die Schilde des Gegners neutralisieren. Wenn ihre Schilde unten sind, müssen wir zuerst das schwere gammastrahlengepulste Plasmageschütz ausschalten. Danach die Gammastrahlenemitter und die Mikrowellengeschütze. Nach der Neutralisierung ihrer Waffen konzentrieren wir uns auf ihren Sprungantrieb und dann auf ihren konventionellen Antrieb.“, schlug Sebastian vor. Ruby stimmte Sebastians Plan zu und Yvette war ebenfalls begeistert von dieser Strategie.



Sie aktivierten den Borg- Gefechtsmodus und Yvette plante den Sprung zurück nach Wolf drei fünf neun und nach dem Okay von Ruby und Sebastian führte Yvette den Sprung aus.
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Eine Minute später erreichten sie wieder den normalen Raum. Die Tridentklasse wartete bereits im offensiven Gefechtsmodus mit aktivierten Schilden und Waffen. Kapitän Bach forderte sie zum Rückzug auf und kündigte an daß sich ihr Schiff verteidigen würde, wenn es nötig wäre. Sebastian hatte die Schildoszilationsfrequenz der Tridentklasse erfaßt und übertrug die Sensorendaten an Ruby, die daraufhin die Waffenoszilationsfrequenz entsprechend anpaßte. Als Ruby das Okay gab leitete Yvette den Angriff ein. Zuerst nur mit den Mikrowellengeschützen und Gammastrahlenemittern. Die Tridentklasse erwiderte das Feuer und feuerte mit dem schweren gammastrahlengepulsten Plasmageschütz. Yvette hatte dies kommen sehen und flog ein ziemlich heftiges Ausweichmanöver, anschließend setzte sie den Angriff fort. Die Tridentklasse feuerte nun ebenfalls mit den Mikrowellengeschützen und Gammastrahlenemittern, doch da das äußere Schildfeld der GHOSTBIRD- Klasse als Frequenzdetektor diente und das innere Schildfeld daher immer optimal an das gegnerische Waffenfeuer angepaßt war, verloren die Schilde kaum an Feldstärke. Die Schilde der Tridentklasse dagegen wurden von Waffenfeuer der GHOSTBIRD- Klasse regelrecht aufgezehrt. Beide Schiffe flogen aufeinander zu und Sebastian sagte: „Yvette, hast Du eventuell vor auszuweichen?“ – „Noch nicht. Sowohl der Gegner als auch wir können nur nach vorne feuern. Wer als erster ausweicht ist im Nachteil.“, antwortete Yvette, während sie weiter mit Mikrowellen und Gammastrahlen feuerte. Schließlich wich die Tridentklasse aus und Yvette hängte sich an sie dran, ohne das Feuer einzustellen. Die Schilde der Tridentklasse verloren immer mehr an Feldstärke als Kapitän Bach das Schiff ohne Schub um 180 Grad drehte, wodurch es ohne Kursänderung weiter flog und sein Bug nun jedoch nach hinten zeigte. Unmittelbar im Anschluß an dieses Manöver feuerte Kapitän Bach das schwere gammastrahlengepulste Plasmageschütz ab. Die Schildstärke der GHOSTBIRD- Klasse sank auf 75 Prozent. Yvette rief: „Mann, jetzt reicht es aber!“, daraufhin feuerte sie zusätzlich zum Dauerfeuer der übrigen Waffen das leichte gammastrahlengepulste Plasmageschütz der GHOSTBIRD- Klasse ab. Die Schilde der Tridentklasse kollabierten und wenig später erlitt die Tridentklasse einen simulierten Ausfall des schweren Plasmageschützes.
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Daraufhin drehte Kapitän Bach ihr Schiff um 90 Grad und gab vollen Schub. Yvette folgte dem gegnerischen Schiff und Sebastian sagte: „Das war ein astreines Manöver Yvette! Wenn die uns nur das Heck zudrehen, schalten wir eben zuerst ihren Sprungantrieb und die Schubsysteme aus.“ – „Na klar doch!“, antwortete Yvette und feuerte weiter auf die Tridentklasse. Wenig später fielen die Antriebssysteme der Tridentklasse aus und kurz darauf zeigten die Sensoren, daß das gegnerische Schiff in einem realen Gefecht zerstört worden wäre. Yvette stellte das Feuer ein und rief: „Jawohl, das nenne ich ein richtiges Gefecht!“ – „Beeindruckend Yvette, Du kommst mit der Steuerung über die Hirnstromscanner ziemlich gut zurecht.“, erwiderte Ruby.



Eine Sprechverbindung von der Tridentklasse wurde aufgebaut. Sebastian öffnete einen Kanal und Kapitän Bach sagte: „Donnerwetter, Ihr Schiff verfügt trotz seiner kompakten Bauweise über eine verdammt große Feuerkraft.“ – „Sie haben uns das Leben aber auch ziemlich schwer gemacht. Der Treffer mit dem schweren Plasmageschütz war mörderisch.“, antwortete Sebastian, dann folgte eine detaillierte Nachbesprechung der Gefechtssimulation. Im Anschluß landeten beide Schiffe im Hangar der Werftstation. Als der Druckausgleich im Hangar vollzogen war, kletterten Sebastian, Ruby und Yvette aus dem Cockpit ihres Schiffes. Wenig später kam Kapitän Peterson in den Hangar und beglückwünschte die Drei zu ihrem Sieg. Kapitän Bach benutzte den Teleporter um ihr Schiff zu verlassen und erschien direkt neben Sebastian, Ruby, Yvette und Leutnant Peterson. Sie war etwas blaß im Gesicht und sagte: „Sie haben gut gekämpft und gewonnen. Obwohl ich absolut nicht verstehe wie Sie es angestellt haben daß Ihre Schilde unseren leichten Waffen ohne nennenswerte Schwächung standgehalten haben.“ – „Das hatten wir der speziellen Schildkonfiguration des Borg- Gefechtsmodus zu verdanken. Dabei hat das äußere Schildfeld nur eine geringe Amplitude und dient quasi als Frequenzdetektor um das innere Schildfeld an die Waffenoszilationsfrequenz des Gegners anzupassen.“, erklärte Ruby. Yvette und Leutnant Peterson machten ein erstauntes Gesicht und Leutnant Peterson sagte: „Das erklärt so manches.
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Zum Beispiel warum nur das gammastrahlengepulste Plasmageschütz Ihre Schilde nennenswert schwächen konnte. Egal wie oft der Gegner seine Waffenoszilationsfrequenz ändert, Ihre Schildoszilationsfrequenz ist immer optimal daran angepaßt.“ – „Wie gemein! Deshalb hatten wir mit der Tridentklasse damals keine Chance gegen die Far Horizon.“, rief Yvette. Sebastian nickte und Kapitän Bach sagte: „Sehr einfallsreich diese Strategie. Stammt diese Idee von Ihnen Leutnant Neuhof?“ – „Nun ja, ich war zumindest an der Entwicklung dieser Strategie beteiligt.“, antwortete Sebastian. Daraufhin stieß ihn Ruby an und sagte: „Machst Du Witze? Du hast mit Deinen Strategien, die Du aus Startrek übernommen hast, für eine Menge Wirbel gesorgt und die Idee die Schilde so zu konfigurieren war auch von Dir.“ – „Ja gut, die Idee ist auf meinem Mist gewachsen aber Miriam hat mir geholfen sie umzusetzen, indem sie die notwendigen Einstellungen im Borg- Gefechtsmodus zusammengefaßt hat.“, erwiderte Sebastian. Leutnant Peterson und Kapitän Bach waren äußerst beeindruckt von Sebastian, sogar Yvette schaute ihn fast ehrfürchtig an.



Schließlich sagte Leutnant Peterson: „Bevor ich es vergesse, will ich Ihnen noch etwas interessantes zeigen. Unser neuestes Schiff, auf dem Kapitän Bach nach der Fertigstellung das Kommando übernehmen wird. Es ist die verbesserte Version eines Schiffes, das Ihnen bekannt sein dürfte.“, mit diesen Worten ging er auf den Liftzugang des Hangars zu. Kapitän Bach, Yvette, Ruby und Sebastian folgten ihm. Sie fuhren mit dem Lift zu einer Aussichtsplattform, von der aus man in einen großen Hangar schauen konnte. Leutnant Peterson deutete mit der Hand auf die Fenster der Aussichtsplattform und sagte: „Hier ist sie, die RED-HALFMOON.“, darauf schauten Sebastian, Ruby und Yvette durch die großen Fenster in den Fertigungshangar. Dort lag ein Schiff der HALFMOON- Klasse, seine Außenhülle war rot wie Blut. Sebastian fragte: „Ein Schiff der HALFMOON- Klasse? Hat es auch das System für den induktiven Eingriff an Bord und in wie fern unterscheidet es sich von der BLACK-HALFMOON, mit Ausnahme der Farbe der Außenhülle?“ – „Das letzte Schiff, welches ein System für den induktiven Eingriff an Bord hatte, machte vor einigen Tagen als Geisterschiff Karriere.
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Unsere Experten sind sich nicht sicher, ob es ratsam wäre ein weiteres Schiff mit diesem System auszurüsten.“, sagte Leutnant Peterson. Sebastian erwiderte: „Wenn die Besatzung damals gewußt hätte womit sie es an Bord der BLACK-HALFMOON zutun hatte, dann hätte sie das Schiff nicht verlassen. Alice war darauf ausgelegt die Probleme der Besatzung zu erkennen und zu beheben. Sie hat es nur gut gemeint als sie ihnen Bilder der Personen zeigte, welche die Menschen an Bord am meisten vermißten.“ – „Alice scheint Ihnen ja richtig ans Herz gewachsen zu sein.“, sagte Leutnant Peterson. Sebastian antwortete: „Ja, Alice ist für mich sowas wie eine gute Freundin. Ich möchte ihre Präsenz nicht mehr missen, auch wenn sie nicht physisch präsent ist. Sie ist mehr als eine gewöhnliche künstliche Intelligenz.“ – „Oh ja, das ist sie in der Tat. Sie wurde mit emphatischen Möglichkeiten ausgestattet um besser mit der Besatzung interagieren zu können. Commander Junkers war an ihrer Entwicklung maßgeblich beteiligt.“, erwiderte Leutnant Peterson. Dann erzählte Sebastian von seinem Erlebnis auf der E.S.F.S. TRIANGLE und wie Alice ihn während eines induktiven Eingriffs dabei unterstützt hatte diese Erlebnisse zu verarbeiten. Leutnant Peterson erzählte von den technischen Spezifikationen der RED-HALFMOON, dabei konnte er einen gewissen Stolz nicht verbergen.



Einige Stunden später kehrten Sebastian, Ruby und Yvette zu ihrem Schiff zurück. Sie kletterten in das Cockpit und trafen die Startvorbereitungen. Ruby forderte die Starterlaubnis an und als diese erteilt und der Hangar geöffnet war, flog Yvette das Schiff langsam aus dem Hangar der Werftstation. Als sie genügend Distanz zur Station hatten plante Yvette den Sprung in den Neptunorbit. Nachdem Ruby und Sebastian ihr Okay gegeben hatten aktivierte Yvette den Sprungantrieb. Während sie durch die Passage in Richtung des Heimatsonnensystems flogen war Sebastian auffällig still. Ruby fragte: „Alles in Ordnung Basti?“ – „Ja, alles im grünen Bereich. Ich muß nur den heutigen Tag erst einmal verarbeiten.“, antwortete Sebastian. Yvette fragte: „Das war ein ereignisreicher Tag heute oder was meinst Du?“ – „Das ist eine treffende Umschreibung. Erst unser Testflug mit dem neuen Schiff, dann der Flug mit der BLACK-HALFMOON und anschließend unser Test der Steuerung über die Hirnstromscanner.
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Dann war da noch diese atemberaubende Gefechtssimulation gegen die Tridentklasse und wir haben das neue Schiff von Kapitän Bach gesehen.“, antwortete Sebastian. Yvette erwiderte: „Ja, die RED-HALFMOON ist ein tolles Schiff. Aber wenn mir dieses Schiff in einem Traum erschiene, würde ich wahrscheinlich schweißgebadet aufwachen. Dieses Blutrot ist irgendwie furchteinflößend.“ – „Na wenn es nur die Farbe ist, die Dir Furcht einflößt, dann weis ich auch nicht weiter. Hast Du nichts von der Bewaffnung und den taktischen Systemen gehört? Doppelte Schildfelder, 4 Mikrowellengeschütze vorne und 2 hinten und je eines oben und unten, 2 Gammastrahlenemitter und ein leichtes gammastrahlengepulstes Plasmageschütz vorne. Außerdem kann es seine Energiereserven im Inneren eines Sterns ergänzen und ist zum Atmosphärenflug fähig. Es kann selbst in einen Wasserplaneten wie GJ 1214 b eintauchen.“, antwortete Sebastian. Ruby sagte: „Leutnant Peterson hat mir ein Pad mitgegeben welches die Beschreibung und die Leistungsmerkmale der RED-HALFMOON beinhaltet. Miriam wird ihre helle Freude daran haben.“ – „Hoffentlich läßt sie sich vor Begeisterung nicht auf die RED-HALFMOON versetzen.“, antwortete Sebastian. Ruby lachte und sagte: „Da mußt Du Dir keine Sorgen machen. Miriam fühlt sich auf der Far Horizon zuhause. Eine Versetzung wäre das letzte woran sie denken würde.“ – „Gut, ich wüßte nicht was wir ohne sie machen würden. Mit wem sollte Yvette neue Kampffliegermodelle entwickeln, wenn Miriam nicht mehr da wäre? Außerdem ist sie mit der Far Horizon bestens vertraut. Sie kennt das Schiff wie ihre Westentasche.“, ergänzte Sebastian.



Etwa eine halbe Stunde später trafen sie im Orbit des Neptun ein. Die Far Horizon und die Hoststation umkreisten den Neptun. Ruby forderte die Landeerlaubnis von der Far Horizon an und als diese erteilt wurde landete Yvette das Schiff schwungvoll aber präzise in der Kampffliegerrampe. Nachdem sie die Hirnstromscanner abgesetzt hatten und aus dem Cockpit geklettert waren betrat Miriam die Kampffliegerrampe. Sie sagte: „Ihr wart ja ziemlich lange unterwegs. Wie war es?“ – „Du hast ja keine Vorstellung was für ein Unterschied es zum normalen Fliegen ist, wenn man direkt mit den Hirnströmen steuert.
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Anfangs war ich skeptisch ob es wirklich so ein Unterschied ist wie Sebastian behauptet aber dann habe ich gemerkt wie effizient man auf diese Weise fliegen kann.“, schwärmte Yvette. Miriam sagte: „Das klingt nach einem erfolgreichen Testflug.“ – „Ja, erfolgreich war der Testflug wirklich aber das simulierte Gefecht gegen die Tridentklasse war der Hammer.“, antwortete Sebastian. Miriam fragte: „Ein simuliertes Gefecht gegen die Tridentklasse?“ – „Ja, direkt bei der Werftstation im System Wolf drei fünf neun. Es war Sebastians Idee, bei der Werftstation nachzufragen ob man dort ein Schiff hat, welches gegen uns antritt. Die Tridentklasse war gerade verfügbar und wir haben sie erneut besiegt. Diesmal hatte Kapitän Vera Bach das Kommando auf der Tridentklasse. Nach dem simulierten Gefecht haben wir Leutnant Peterson und Kapitän Bach erzählt, wie wir die Tridentklasse besiegt haben. Ach ja, anschließend haben wir das neue Schiff gesehen, welches Kapitän Bach demnächst kommandieren wird. Hier, wirf mal einen Blick drauf!“, sagte Ruby und gab Miriam das Pad mit den Informationen über die RED-HALFMOON. Miriam bedankte sich und sagte zu Sebastian: „Wir sehen uns morgen, Deine Schicht beginnt um 8:00 im Maschinenraum. Vielleicht können wir Kapitän Tönnigs überzeugen die Steuerung via Hirnstromscanner auf der Far Horizon einzuführen. Ich sehe dabei jedenfalls eine Menge Vorteile.“ – „Alles Klar, dann sehen wir uns spätestens morgen um 8:00 im Maschinenraum.“, erwiderte Sebastian. Miriam nickte lächelnd und verließ die Kampffliegerrampe. Yvette gab Sebastian ihren Hirnstromscanner und sagte: „Es war ziemlich aufregend. Falls Du mal wieder eine revolutionäre Idee zum Thema Fliegen hast, sage es mir einfach! Aber jetzt bin ich doch etwas müde. Ich haue mich aufs Ohr, morgen um 8:00 beginnt meine Brückenschicht.“ – „Alles klar, man sieht sich.“, antwortete Sebastian. Daraufhin verließ auch Yvette die Kampffliegerrampe. Die Wartungsmannschaft verstaute inzwischen den Prototypen der GHOSTBIRD- Klasse und Ruby sagte: „Was willst Du jetzt machen?“ – „Laß uns erst mal die Hirnstromscanner zu Doktor Ngujen zurückbringen! Dann können wir ja noch einen Happen essen.“, antwortete Sebastian. Daraufhin ließen sie sich in die Krankenstation teleportieren.



Als sie in der Krankenstation ankamen sortierte Doktor Ngujen gerade ihre medizinische Ausrüstung.
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Sebastian sagte: „Ich hoffe wir kommen nicht ungelegen.“ – „Nein, ich mache nur etwas Ordnung.“, antwortete Doktor Ngujen. Ruby setzte ihren Hirnstromscanner ab und gab ihn Sebastian. Daraufhin reichte Sebastian die drei Hirnstromscanner Doktor Ngujen und sagte: „Yvette war begeistert und ich fand es auch ziemlich aufregend.“ – „Das freut mich. Hatten Sie Gelegenheit alle Möglichkeiten des neuen Schiffes auszuprobieren?“, erwiderte Doktor Ngujen. Sebastian nickte und sagte: „Wir haben sogar ein simuliertes Gefecht gegen die Tridentklasse bei Wolf drei fünf neun bestritten und gewonnen. Kapitän Vera Bach hatte das Kommando auf der Tridentklasse und nach dem Gefecht haben wir noch das Schiff gesehen, welches Kapitän Bach demnächst kommandieren wird. Es ist ein blutrotes Schiff der HALFMOON- Klasse und trägt den Namen RED-HALFMOON.“ – „Na da hoffe ich mal daß dieses Schiff nicht demnächst in unseren Träumen auftaucht.“, sagte Doktor Ngujen lachend. Nachdem Sebastian Doktor Ngujen alles so genau er konnte berichtet hatte, verabschiedeten sich Ruby und er. Daraufhin ließ Sebastian sie beide in sein Quartier teleportieren. In Sebastians Quartier angekommen ließ sich Ruby auf die Couch fallen und sagte: „Was für ein Tag!“ – „Das kannst Du laut sagen, dieser Tag war echt der Wahnsinn.“, antwortete Sebastian und nahm Ruby in den Arm. Nach einiger Zeit fragte Sebastian: „Glaubst Du, meine Schicht morgen im Maschinenraum wird etwas ereignisreicher als unsere Nachtschicht auf der Brücke?“ – „Das ist schwer zu sagen. Durch die umfassende Automatisierung ist für die Mannschaft im Maschinenraum im Normalfall nicht viel zutun, bis dann irgendwann mal etwas unvorhergesehenes passiert.“ – „Du meinst so einen Fall wie vor einigen Tagen, als wir bei GJ 1214 b auf die E.S.F.S. TRIANGLE getroffen sind?“, erwiderte Sebastian. Ruby grinste und sagte: „Da haben wir nicht nur die Ingenieure im Maschinenraum beschäftigt, auch auf der Krankenstation hatte man an diesem Tag alle Hände voll zutun.“ – „Das war aber auch eine echte Katastrophe, zum Glück waren wir gerade im System GJ 1214.“, antwortete Sebastian.



Schließlich fragte Ruby: „Wann hast Du das letzte Mal ins Flottennetzwerk geschaut?“ – Damals als Du mir gezeigt hast, wie man mit dem Fleetnet umgeht.
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“, antwortete Sebastian. Ruby sagte: „Na dann schau mal nach, ob es was neues gibt!“, darauf ließ Sebastian die Oberfläche des Flottennetzwerks auf dem großen Bildschirm seines Quartiers anzeigen. In der Rubrik Allianz gab es keine neuen Einträge von Miriam, Nicole oder Ruby, doch unter der Interessenten- Rubrik war ein Eintrag von Kapitän Tönnigs zu sehen. Kapitän Tönnigs lobte darin den Einsatz als Feldsanitäter auf der E.S.F.S. TRIANGLE. Sebastian sagte: „Nichts besonderes im Netzwerk zu lesen.“ – „Du kannst auch die Seiten anderer Personen aufrufen.“, antwortete Ruby. Sebastian wählte die Präsenz von Kapitän Vera Bach aus. Sie hatte bereits etwas über das simulierte Gefecht gegen die GHOSTBIRD- Klasse geschrieben. Außerdem stand im Flottennetzwerk etwas über Kapitän Bachs zukünftiges Kommando auf der RED-HALFMOON. Sie beschrieb ihr zukünftiges Schiff in allen Details. Sebastian fragte: „Glaubst Du, Kapitän Bach wird mit der RED-HALFMOON erfolgreich sein?“ – „Wenn man sich die Taktische Übersicht ansieht, dann liegt diese Vermutung nahe. Die RED-HALFMOON ist ein tolles Schiff und kein Vergleich zu einem Frachtschiff wie der Newton, welches Kapitän Bach die letzten Monate kommandiert hatte.“, antwortete Ruby. Sebastian grübelte, dann sagte er: „Na hoffentlich tritt Kapitän Bach mit der RED-MOON nicht bei der Fighterchallenge an. Ich habe keine Ahnung, wie wir mit diesem Gegner fertig werden sollen.“ – „Keine Sorge, Kapitän Bach ist nicht an der Teilnahme an einem Kampfwettbewerb interessiert. Auch wenn sie mit der RED-HALFMOON durchaus an der Fighterchallenge teilnehmen könnte.“, antwortete Ruby lächelnd. Dann stand sie auf, ging zu der kleinen Teleporterstation und fragte Sebastian: „Wollen wir noch etwas trinken?“ – „Ja, einen blauen Honigwein würde ich jetzt gerne trinken.“, antwortete Sebastian. Ruby orderte zwei Becher blauen Honigwein. Als die Getränke auf der Teleporterstation erschienen, reichte Ruby Sebastian einen Becher und setzte sich wieder zu ihm auf die Couch. Dann stießen sie auf den hinter ihnen liegenden Tag an.



Nachdem sie ihre Getränke ausgetrunken hatten stellte Ruby die Becher wieder auf die kleine Teleporterstation und schickte sie zurück an das Lager für Trinkgefäße.
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Anschließend sagte sie: „Na komm, hauen wir uns hin! Es war ein langer Tag.“ – „Ja, laß uns schlafen gehen!“, antwortete Sebastian. Daraufhin gingen sie in den Schlafbereich von Sebastians Quartier und zogen sich die Nachtkleidung an. Als sie wenig später im Bett lagen sagte Sebastian: „Der Wahnsinn, was wir heute erlebt haben. Das Steuern eines Schiffes mit den Hirnströmen ist wirklich phantastisch. Man trifft eine Entscheidung und Alice setzt sie um. Es ist als ob das Schiff zu einem Teil des eigenen Körpers wird.“ – „Das war eine interessante Idee von Dir. Du hast anscheinend Deine Erlebnisse vom Flottenball und von unserem Weltraumspaziergang auf eine höhere Ebene übertragen.“, antwortete Ruby. Sebastian erwiderte: „Ja, das Fliegen mit dem Trägheitsverlagerungsfeld war phantastisch. Die Verwendung der Hirnstromscanner zur Steuerung eines Schiffes war da nur noch ein kleiner Schritt.“ – „Dein Einfallsreichtum überrascht mich jedes Mal. Jetzt laß uns aber etwas Schlaf finden!“, antwortete Ruby.



Sebastian kuschelte sich an Ruby und wenig später schliefen sie ein. Sebastian träumte von der vergangenen Gefechtssimulation und von anderen atemberaubenden Raumschlachten. In seinen Träumen sah er sich an der Seite von Miriam, Nicole, Ruby und Yvette auf den aufregendsten Missionen.
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