Erotisches · Romane/Serien

Von:    rosmarin      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 19. Februar 2013
Bei Webstories eingestellt: 19. Februar 2013
Anzahl gesehen: 1724
Seiten: 5

Diese Story ist Teil einer Reihe.

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   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


12. Kapitel

_________

Matthias trug mich wieder zum Bett, hielt meine Arme fest, legte sich auf mich, küsste mich zärtlich auf den Mund. Willig öffnete ich meine Lippen. Unsere Zungen fanden sich. Die Erregung pulsierte pochend in meiner Möse. Matthias umfasste mit einer Hand meine eine Brust, während seine andere seinen Gürtel löste. Schnell zog ich den Reisverschluss herunter, spielte mit seinen prallen Hoden, rieb langsam den Schaft auf und ab, zog seine Vorhaut zurück, verrieb die kleinen Tröpfchen auf der Spitze.

Matthias stöhnte und stöhnte, presste meine Brüste, zwirbelte die erigierten Nippel. Ich fühlte seinen Höhepunkt kommen, hielt kurz inne, sprang vom Bett, posierte in der Pose einer Wildkatze auf allen Vieren auf dem Boden.



Sollte er nur um Gnade winseln. Ich würde mich beherrschen können und damit unsere Lust, unser Begehren ins Unermessliche steigern. Den Verstand auslöschen. Verbannen ins Reich der Dämonen. Gefühl wollte ich. Nichts als Gefühl. Ertrinken im Taumel der Lust. Keine schnelle Nummer.



„Der Spiegel muss randvoll sein. Damit Eros wachsen kann.“



Matthias rutschte über das Bett. Hinunter zu den Füßen der Wildkatze. Umarmte sie stürmisch. Seine Hände suchten ihre geheimnisvolle Höhle. Sein Schwanz drängte sich von hinten heran, klopfte fordernd an ihren Eingang, drang ungestüm ein.

Matthias rammelte wie ein wild gewordener Karnickelbock, heftig und schmerzhaft. Ich klammerte mich an die Bettpfosten, stöhnte und schrie und wollte doch keine schnelle Nummer.

„Entschuldige“, bat Matthias Flegel, „entschuldige. Ich war so lange in keiner Frau.“

„Das war doch geil“, japste ich, „und genau richtig.“



Der Spiegel würde nicht randvoll sein. Doch mein Körper brannte.



Matthias hob mich auf, legte mich auf das Bett, küsste mich zärtlich und lange, streichelte und fingerte mich und drang nochmals in mich ein.

„Kannst du das auch von vorn?“, fragte ich anzüglich.

„Was denn, du kleine süße Schlampe?“

„Rammeln“, hechelte ich, „wild rammeln.“

Matthias nahm meine Beine und legte sie auf seine Schultern.
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„Und ob“, keuchte er, „und ob.“



*



Später hatten wir Hunger. Wir duschten, kleideten uns an, fuhren chinesisch essen. Ich nahm Seelachsfilet Peking. Dazu gab es Wasser und Pflaumenwein. Matthias aß Hühnchenfilet Peking. Dazu trank er ein großes Weizenbier.

Zwischendurch erzählten und lachten wir ungeniert, waren ausgelassen, fröhlich und von Grund auf befriedigt.

Was guter Sex doch so vermag.

„Erzähl mir von dir und Brigittchen“, verlangte ich.



*



Es war einmal eine große Liebe. Eine Liebe wie im Märchen. Matthias war dreiundzwanzig, als er Brigitte kennenlernte. Sie vierzig. Er kam aus dem Osten. Sie wohnte im Westen. Sie kannte alles, wusste alles. Er setzte sein unterbrochenes Medizinstudium fort, nachdem er zu ihr gezogen war. Eine wilde Zeit begann. Nächtelang zogen sie um die Häuser.

Brigitte ließ sich für Matthias scheiden.

„Ihr Ex lädt uns noch manchmal zum Essen ein“, sagte er.

„Liebst du sie?“

„Ja“, erwiderte Matthias nach kurzem Zögern, „ich liebe sie noch immer. Sie braucht mich.“

„Das ist keine Antwort auf meine Frage. Liebst du sie?“

„Ich weiß nicht. Wohl nicht so richtig. Sonst könnte ich mit dir wohl nicht, “

„Das ist nur der Sex“, beruhigte ich Matthias, „hat mit Liebe nichts zu tun.“

„Und wenn doch?“

„Hast du ein schlechtes Gewissen?“

„Nein. Du?“

„Wieso ich? Ich kann tun und lassen, was ich will. Was du tust, musst du mit deinem Gewissen ausmachen. Falls du eines haben solltest.“

Matthias schaute mich mit seinen undurchsichtigen Augen nachdenklich an. „Vielleicht ist es auch Gewohnheit mit ihr“, sinnierte er, „ich wollte mir schon mal eine Wohnung suchen. Es geht nicht. Ich kann sie nicht verlassen. Sie hat viel für mich getan.“

„Und warum habt ihr nicht geheiratet.“

„Ich wollte ja. Aber sie nicht.“

„Und?“

„Jetzt will sie. Aber ich nicht. Wenn es zwischen uns noch stimmen würde, wäre das mit uns nicht geschehen.“

„Kann schon sein“, stimmte ich zu, „küsst du sie auch so wie mich?“

„Wie soll denn das gehen?“ Matthias lachte frech.
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„Wenn ich mit dem Kopf zwischen ihren Beinen bin?“

„Das geht doch auch.“ Ich lachte ebenfalls frech. „Natürlich nicht gleichzeitig.“

„Sie will es nur so. Wenn überhaupt.“

„Aha.“

„Und so wie wir?“

„Das will sie nicht.“

„Und du?“

„Es ist wunderbar“, Matthias nahm meine Hände, „du fühlst dich so herrlich an“, flüsterte er, „ich bin Arzt. Und ein Arzt will das Innere eines Menschen erforschen.“

„Eines Menschen?“

„Einer Frau, die man begehrt. Es macht mich wild. Und dich dabei zu beobachten. Mann, oh Mann. Du bist toll. Du bist eine Wucht. Du gehst ab wie eine Rakete.“

„Oh.“

„Verzeih den etwas abgedroschenen banalen Ausdruck. Aber mir fällt kein anderes Bild ein.“

„Hör auf.“ Mir wurde plötzlich unbehaglich unter Matthias‘ forschendem Blick. „Guck nicht so lüstern. Wir fahren lieber.“

„Ich denk an deine Wahnsinnsbrüste.“ Matthias lächelte frivol. „und an dein Inneres.“

„Hör auf Matthias“, sagte ich, „sonst werde ich gleich wieder geil. Und du musst auf der Stelle.“

"Immer wieder gern."



Wir lachten und küssten uns und Matthias bezahlte. Hand in Hand verließen wir das Restaurant. Inzwischen war es Nacht geworden. Nur noch wenige Autos fuhren auf den notdürftig beleuchteten Straßen. Matthias stoppte den Wagen vor einem Park.

„Komm, lass und noch ein wenig schmusen“, verlangte er, „jetzt bin ich total geil. Komm her du kleine Wildkatze. Lass dich rammeln.“

Ich erstarrte. Der Traum war da. Die blutige Fesselszene. Ich stierte in den bleichen Vorvollmond. Gepeinigt von der Erinnerung an das grausige Geschehen im Traum.

„Fahr sofort weiter“, herrschte ich Matthias an, „es geht nicht!“

„Warum?“, fragte Matthias enttäuscht, „ein wenig im Dunkeln zu rammeln wäre doch geil.“

„Fahr schon!“

„Wenn du willst auch nur schmusen. Bitte.“

Matthias versuchte mich zu küssen.

„Fahr weiter!“, schrie ich, „mach schon!“ Mit Schaudern fühlte ich das Messer in meiner Hand.
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Das kühle Metall. Die scharfe Klinge. „Oder es passiert was!“

Vor Schreck drehte Matthias den Motor wieder auf. Etwas in meiner Stimme schien ihn gewarnt zu haben. Fast ängstlich sah er in mein Gesicht.

Schweigend fuhren wir durch die Nacht, hielten vor meinem Haus.

„Darf ich mit zu dir?“ Matthias zog den Zündschlüssel. „Du wohnst doch allein?“

„Meine Hunger - und Durstgefühle sind vorerst gestillt“, erwiderte ich fast grob.

„Dann hier. Nur einen Moment. Ich muss dich noch mal fühlen.“



Aufeinmal sah ich in Matthias einen Fremdgeher. Einen Betrüger. Einen miesen, kleinen, feigen Wichser. Doch das hielt mich nicht ab, weiterhin mit ihm zu schmusen. Autos hatten mich von jeher sexuell stimuliert. Sex auf engstem Raum fand ich toll. Es gab kein Entkommen. Erinnerte an Unterwerfung. Käfig. Gefangenschaft.



Matthias‘ Schmusen wurde immer heftiger, feuriger, seine Berührungen fast schmerzhaft. Ungeduldig kurbelte er die Sitze zu Liegen, fand meine heißeste Stelle. Drang ein. Wir stöhnten um die Wette. Pressten unsere Münder fest aufeinander. Unser Atem beschlug die Scheiben.

„Wir müssen uns morgen wieder sehen“, forderte Matthias wenig später völlig aufgelöst, „ich muss so viel nachholen. Mein Gott, was habe ich alles versäumt!“



Erschreckt öffnete ich die Augen. Bald würde der Vollmond in seiner ganzen Pracht erstrahlen. Dann wäre es zu spät für Matthias. Das Auto stand einsam in seinem gespenstischen Licht. Schemenhaft lächelte Lilith durch die beschlagenen Scheiben. Wissend. Betörend. Und wie ein Heiligenschein schwebte golden der Hof des Mondes über ihrem roten Haar.



„Bis zwei Uhr bist du wieder zu Hause“, drängte Matthias.

„Nein“, wehrte ich mich energisch, „es geht nicht. Ich bin mit Helli verabredet. Und kein Mann ist es wert, dass ich seinetwegen meine beste Freundin versetze. Keiner.“

„Wenn du so gegen zehn Uhr losfährst zur Pankstraße“, ignorierte Matthias meine Worte, „haben wir zwei Stunden Zeit. Ich bin verrückt nach dir. Ich brauche deinen Körper. Bitte“, forderte Matthias unbeirrt.
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„Heute kommt doch Brigittchen“, erinnerte ich, „vielleicht klappt es ja wieder mit euch.“

„Ich bin süchtig nach dir.“

„Bist du nicht.“

„Von diesen Berührungen kann man nicht süchtig werden? Nein?“ Gewaltsam spreizte Matthias nochmals meine Beine. Legte seine Hand dazwischen, zupfte an den dunklen Löckchen. „Ich brauche dich. Deinen Körper.“

„Ja, meinen Körper.“ Langsam kroch die Wut in mir hoch. „Für alles andere hast du ja Brigittchen.“



In einer Woche würde Matthias mit Brigittchen in Urlaub fahren. In ihr Häuschen am Meer. Und mich vergessen haben. Und ich ihn. Nein, ich wollte ihn nicht. Der one Nightstand war super. Mehr war nicht drin. Matthias war nicht besser als andere, versuchte ich mich zu beruhigen.



Schnell ordnete ich meine Kleidung, fuhr mit den Händen flüchtig durch meine jetzt rote Mähne, stieg aus dem Auto.

„Tschüss, Matthias.“

Ich rannte zu meinem Haus hinauf in die Wohnung.

Geschafft! Matthias war gerettet. Sein Penis noch an am richtigen Ort.



Und doch fand ich die Situation ziemlich makaber. Warum lag mir so viel daran, Matthias vor Liliths Gelüsten zu bewahren? Der Spiegel sollte randvoll sein. Und Eros wachsen. Doch mit Matthias war das wohl nicht möglich. Er hatte die Nursexvariante nicht bestanden, war schwärmerisch offen für sinnliche Genüsse und würde sich unweigerlich in seine eigenen Gefühle verstricken. Vielleicht war er ja schon mittendrin. Der Sex mit ihm war jedenfalls alles andere als gefühllos. Besonders von seiner Seite. Mein Körper war heiß. Mein Kopf kühl. Rammeln würde mir auch genügen. Mein Kopf und meine Seele gehörten mir. Randvoll war der Spiegel nur mit Ricardo gewesen. Ein schönes Märchen Es war einmal.



Ich duschte lange und ausgiebig und betrachtete dann zufrieden meinen von Matthias, dem Erdenmann, liebkosten Körper.



„Scheißkerl“, zischte Lilith im Spiegel. „Sex ohne Gefühle.“

„Heuchler!“ Ich zwinkerte Lilith verschwörerisch zu. „Der ist Leidenschaft pur.“

„Dem wollen wir mal so richtig einheizen.“



Lilith lachte boshaft und verschwand.
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***



Fortsetzung folgt
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Kommentare zur Story:

  Also wird crysella doch nicht so stark von Lilith beherrscht, wie ich zunächst gedacht habe. Sie hat durchaus eigene Gedanken und einen eigenen Willen. Bis jetzt jedenfalls. Schöne heiße Sexszenen.  
   Else08  -  19.02.13 22:37

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