Wolfgang Reuter  ( Autor )  10.749

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Vorwort:

Ich bin Jahrgang 1943, in Görlitz geboren und dort aufgewachsen. Erst mit meinem Lehrerstudium an der Pädagogischen Hochschule Potsdam musste ich mich allmählich von meiner Heimatstadt lösen; und als Lehrer kam ich ab 1965 nach Laubusch (Kreis Hoyerswerda).

Mein Leben hatte immer mit jungen Leuten zu tun, kein Wunder also, dass ich beim Kinderfernsehen der DDR landete. Mit Sandmännchen, Pittiplatsch, Fuchs und Elster, Clown Hoppla, mit dem Märchenland, dem Spielhaus und vielen anderen Freunden der Kleinsten hatte auch ich meine Freude.

Am 31. 12. 1991 war ich unter denen, die im DDR-Fernsehen das Licht ausknips  ... weiter gehts unter: "Über mich".

Wolfgang Reuter
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Über mich:

Ich bin Jahrgang 1943, in Görlitz geboren und dort aufgewachsen. Erst mit meinem Lehrerstudium an der Pädagogischen Hochschule Potsdam musste ich mich allmählich von meiner Heimatstadt lösen; und als Lehrer kam ich ab 1965 nach Laubusch (Kreis Hoyerswerda).

Mein Leben hatte immer mit jungen Leuten zu tun, kein Wunder also, dass ich beim Kinderfernsehen der DDR landete. Mit Sandmännchen, Pittiplatsch, Fuchs und Elster, Clown Hoppla, mit dem Märchenland, dem Spielhaus und vielen anderen Freunden der Kleinsten hatte auch ich meine Freude.

Am 31. 12. 1991 war ich unter denen, die im DDR-Fernsehen das Licht ausknipsen mussten. Lediglich "Unser Sandmännchen" überlebte mit Mühe die Wende. Warum das so war, wissen die vielen Zuschauerfans, die den Helden der ostdeutschen Kinderzimmer einfach nicht hergeben wollten.

Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit erfuhr ich von der Absicht, in München-Unterföhring einen neuen Sender zu starten: DSF. Das kam mir vertraut vor, denn ich hatte meinen DSF-Beitrag bis zur Wende regelmäßig entrichtet. Also bewarb ich mich und hatte das Glück, von der ersten Sendeminute an eingestellt zu werden. Bis zur Rente 2008 ist es dabei geblieben.

Natürlich hat ein Sportsender nicht so zwingend mit Kindern zu tun, das fehlte mir ein bisschen. Ich fing an, über mein Leben nachzudenken und landete folgerichtig bei dessen Ausgangspunkt - in Görlitz. Meine Kindheits- und Jugendträume setzten mir so lange zu, bis ich ein paar davon in "Ein Schatz für Anke" aufgeschrieben habe.

Zwei Jahre später war es wieder so weit: Es reichte für mein zweites Buch (gemeinsam mit Texten von Barbara Siwik). Diesmal reizte mich der politische Schweinsgalopp der deutschen Politik. Statt mich darüber aufzuregen, schrieb ich lieber ein paar satirische Texte.

Und natürlich bin ich dem Schmöker-Verlag Garbsen ausdrücklich dankbar, dass er mir beide Bücher eingeräumt hat.

Was jetzt noch folgen wird, ist offen.

Einerseits liegen "Flunkergeschichten" für Kinder zur Veröffentlichung bereit, mit Illustrationen von Kerstin Arndt. Unter "Kindergeschichten" sind viele in WebStories veröffentlicht - wie "Der Wassertropfen", "Warum die Fische Schuppen haben" oder "Warum es keine Eisenwürmer gibt".

Andererseits ist Text- und Bildmaterial für ein Spaß-Büchlein "Deine letzte Zigarette" zusammengestellt. Beides aber will bisher kein Verlag herausbringen, jedenfalls habe ich noch keinen gefunden.

Und am Bilderbuch "Erika, das Waschbär-Mädchen" arbeitet Kerstin Arndt ebenfalls gegenwärtig. Wer aber wird das drucken?!

Vielleicht bleibt mir also nur, einen weiteren Traum zu realisieren: einen Krimi schreiben, der fast wie eine Fortsetzung zu "Ein Schatz für Anke" mit den gleichen Hauptfiguren in Görlitz spielen soll, natürlich mit nun fast schon erwachsenen Roman-Helden. Schaun wir mal!

Berlin, Februar 2010
Wolfgang Reuter
http://www.wolfgang-reuter.com/




Mein erstes Buch: "Ein Schatz für Anke" (2005):

Der Nikolaifriedhof in Görlitz ist ein uralter Friedhof, mindestens neunhundert Jahre alt. Hier hat die dreizehnjährige Anke Wolfsgruber ein "Date" mit ihrem Freund Frank. Dieser hatte den verschwiegenen Treffpunkt wohl aus der Sorge heraus vorgeschlagen, von Klassenkameraden beobachtet zu werden.

Was Anke aber beim Warten auf Frank hier entdeckt, ist die große Sensation dieser Sommerferien für sie: Auf einem uralten Grabstein liest sie ihren eigenen Namen.

Anke kann gar nicht glauben, dass in Görlitz schon einmal ein Mädchen mit Ihrem Namen gelebt hat. Schon bald beginnt sie eine abenteuerliche Spurensuche nach ihrem "Schwesterchen ANKE", und gemeinsam mit Frank findet sie auch wirklich einen Weg, mehr über diese ANKE von vor fünfhundert Jahren herauszufinden.

Im Buch erleben wir nicht nur, wie Anke und Frank Stück für Stück das Geheimnis um "Schwesterchen ANKE" lüften. Wir geraten auch mitten hinein in das Leben der Kaufmannstochter Anke aus dem spätmittelalterlichen Görlitz. Und das Erstaunlichste: Es gibt tatsächlich Spuren, die diese fünfhundert Jahre überdauert haben und noch heute auffindbar sind.

Ich gebe ja zu, dass die erzählte Geschichte etwas frei erfunden ist. Aber fast alle Hintergründe entsprechen der Wahrheit. Die Görlitzer Altstadt hat sich in den letzten fünfhundert Jahren nur unwesentlich verändert, wenn auch der große Stadtbrand von 1525 die Görlitzer zwang, ihre Stadt auf spätgotischen Grundmauern fast neu aufzubauen.

Das Gotische in den Grundmauern und den vielen mehrstöckigen Kellern hat die Zeiten überdauert. Darüber erhebt sich vieles aus der Zeit der Frührenaissance; denn die Görlitzer beeilten sich, die Brandspuren von 1525 zu beseitigen. Innerhalb weniger Jahrzehnte erstand wieder ein blühendes Görlitz, dessen Altstadt fast unverändert bis heute erhalten ist: die Kirchen, das Rathaus, das Jüdische Bad, der Nikolaifriedhof, die alten Kaufmannshäuser, die Konsolköpfe an Häusern und in Kirchen und die alten Gassen natürlich auch. So kann man also ober- wie unterirdisch auch heute noch jederzeit weitere Spuren finden bei einer eigenen Suche nach "Schwesterchen ANKE". Und vielleicht findet sich ja dann tatsächlich -

EIN SCHATZ FÜR ANKE.


Mein zweites Buch: "High-matt-Land" (2007)

Barbara Siwik aus Braunsbedra bei Merseburg (wir kennen uns nur aus dem Internet) und ich haben satirische Texte zusammengetragen, die ein paar Schlaglichterchen auf unser Heimatland werfen. Dass es mal "high" und mal "matt" erscheint, liegt aber (bitte) nicht an uns!!! Wir wollten nur ein wenig den Blick schärfen für die Holprigkeiten des deutsch-deutschen Weges der Noddis, Wessis, Süddis und Ossis. Und natürlich kommt dabei der altbekannte "deutsche Michel" nicht zu kurz, heutzutage natürlich "HERR Michel" (so viel Zeit muss sein!). Ein paar meiner Texte sind hier bei "WebStories" einzusehen oder auch auf meiner Homepage, wenngleich der größere Teil auf Verlangen des Verlages hier gelöscht werden musste.
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