Gone with the death? – Teil 19 RIDERS ON THE STORM   112

Romane/Serien · Trauriges · Fan-Fiction/Rollenspiele

Von:    Ingrid Alias I      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 2. November 2011
Bei Webstories eingestellt: 2. November 2011
Anzahl gesehen: 1783
Seiten: 8

Diese Story ist Teil einer Reihe.

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   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


„Wir sollten wieder mit der Haussuche anfangen, irgendwie habe ich kein gutes Gefühl hier. Das Ding gehört W & H, und denen kann man nicht trauen.“ Lilah lächelte Spike an - sie wollte ihn nicht beunruhigen - und sagte dann noch leiser, denn sie wusste, dass die Wanzen immer noch da waren: „Außerdem solltest du Gwydion sofort in Sicherheit bringen, wenn irgendwas passieren sollte.“ Lilah sagte das so nebenbei, als hätte es keine große Bedeutung. Ihre Befürchtung von wegen W&H, vielleicht war das alles nur eine große Luftblase, die zerplatzen würde. Andererseits war das nicht sehr wahrscheinlich.

„Wenn du meinst.“ Spike schaute sie erstaunt an.

Lilah nahm seine Hand und sagte: „Ich hatte einen seltsamen Traum, die Doors kamen darin vor...“

„Was denn, diese uralten Freaks, mit ihrem endlosen Gedudel?“

„Ja genau”, lächelte Lilah, „aber dieses Stück war absolut schnörkellos, ich fand es einfach schön.”

„Da bin ich jetzt aber gespannt!“

„Es heißt Riders on the storm. Und das ist eine Strophe davon.“ Lilah räusperte sich und sprach mit ihrer klaren Stimme:

„Girl ya gotta love your man

Take him by the hand

Make him understand

The world on you depends

Our life will never end…”

„Kenne ich natürlich, aber wie du das sagst, ist es wirklich wunderschön. Ich verspreche dir hiermit alles!”

Er nahm ihre Sorgen immer noch nicht ernst, und daran konnte sie auch nichts ändern. Also musste sie subtil vorgehen.

„Spätestens übermorgen fangen wir also mit der Haussuche an, morgen geht’s ja nicht, da müssen wir mit Gwydion zur Untersuchung, und nachmittags muss ich für die Jungs kochen...“

„Du willst wirklich morgen selber kochen? Da bin ich aber gespannt drauf!“ Spike musste lachen und küsste Lilah auf den Mund.

Lilah war ausnahmsweise nicht von Spikes Kuss abgelenkt, ihr war soeben eine großartige Idee gekommen. Warum sollte sie nicht einfach zu W&H gehen und diese Bande ein bisschen unter Druck setzen? Im Falle meines Todes, das würde sie ihnen androhen, gelangt jede Menge belastendes Material in Umlauf. Warum war ihr das nicht früher eingefallen? Diesen Mistkerlen konnte man nicht anders beikommen!

Übermorgen würde sie hingehen, und zwar ganz in der Frühe



~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~



( --- http://www.
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youtube.com/watch?v=lS-af9Q-zvQ --- Kann man nebenbei hören, wenn man ein neues Firefox- oder Explorerfenster aufmacht und es dann minimiert.)



Der Gasofen war solide in die Wand eingemauert und machte einen vertrauenswürdigen Eindruck. Er wurde von einem Butangas-Tank außerhalb des Hauses versorgt.

Bronson liebte diesen Ofen, er hatte darauf schon jede Menge Steaks gebraten, und die waren alle gut geraten. Er hatte früher mal einen Gasherd gehabt und vertrat die Meinung, dass so ein Gerät in jeder Beziehung einem Elektroherd überlegen wäre. Und nun wollte Lilah diesen Wunderherd testen, und zwar den Backofen.

Lila und Spike hatten die Jungs eingeladen. Es war zwar Halloween und nicht gerade die übliche Zeit für ein Thanksgiving-Essen, aber Spike und Lilah hatten sich noch nie groß um Traditionen gekümmert. Außer bei Gwydion.

Lilah hatte einen Truthahn bestellt, einen Riesenkerl von einem Truthahn. Lilah hielt sich für alles andere als eine gute Köchin, sie war schließlich eine Karrierefrau – nun ja, im Augenblick mehr Ehefrau und Mutter – und hatte mit Kochen nie viel am Hut gehabt.

Aber den Truthahn wollte sie heute selber würzen und in den Backofen schieben, alles andere sollte fertig ins Haus geliefert werden, Süßkartoffeln, Salate, Gemüse, frisch gebackenes, noch warmes Maisbrot und diverse Nachspeisen.

Gesegnet sei die Dienstleistungsgesellschaft, sie lächelte amüsiert, denn mittlerweile konnte man sich sogar die Füllung für den Truthahn anliefern lassen. Sollte sie die Füllung als selbstgemacht ausgeben? Spike wusste, dass sie als Köchin eine Niete war, aber er würde den Mund halten. Mal schauen, sie konnte es sich ja noch überlegen.



Es war ein wunderbarer Tag, sie fühlte sich so glücklich, ihr Glück wuchs anscheinend immer mehr, sie fand es schon unheimlich, dennoch genoss sie es.

Es war noch früh am Nachmittag, als sie sich die Latexhandschuhe überzog, um den riesigen Truthahn zu würzen. Fast vergaß sie, die in Folie eingepackten Innereien herauszunehmen, aber im letzten Moment fühlte sie ein kantiges Stück Plastik und kapierte es.
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Das wäre eine tolle Füllung geworden!

Verstohlen sah sie sich nach Spike um, der nach Gwydion geschaut hatte und gerade die Treppe herunterkam. Er hatte nichts bemerkt. Vielleicht hätte er sich über sie lustig gemacht. Und sich hinterher dafür mit geilen Sachen bei ihr ‚entschuldigt’...

„Guck dir das Riesending an“, sagte sie verträumt.

„Das ist es, wirklich“, stimmte Spike ihr zu.

„Wie lange wird er wohl brauchen, um gar zu werden?“

„Oooh...“, Spike sah für einen Augenblick bestürzt aus, doch dann grinste er. „Ach so, du meinst den Truthahn! Der braucht bestimmt ein paar Stunden.“ Er trat von hinten an Lilah heran, legte seine Arme um ihre Taille und küsste sie auf den Nacken, der frei war, weil sie ihr Haar hochgesteckt hatte. Lilah atmete heftig ein, seine Berührung gab ihr ein wundervolles Gefühl, ihr Körper schien sich aufzulösen, ihre Beine wurden schwach, ihre Brüste drängten sich nach seinen Händen, ihr Unterleib wurde warm, so warm, so willig...

Sie erschauerte und ließ sich hilflos nach hinten gegen ihn fallen...



Das Telefon klingelte, Spike schnaubte unwillig, ließ sie dann sanft los und nahm den Hörer ab. „Wie denn, wie kann so was passieren?“ Seine Worte hörten sich unwirsch an. Er knallte den Hörer auf. „Ich muss noch mal ins Krankenhaus mit Gwydion“, sagte er verärgert.

„Ach du lieber Himmel, warum denn das?“

„Sie haben bei der Untersuchung was verschlampt, die Idioten!“

„Der arme Schatz, hoffentlich müssen sie ihm kein Blut abzapfen. Soll ich mitkommen?“

„Warum? Beschäftige du dich mit deinem Truthahn, mein Liebling.“ Spike lachte und zog sie eng an sich. „Wir sind ja bald wieder da...“

Spike holte Gwydion, wickelte ihn in eine Decke, küsste Lilah zum Abschied auf die Wange und fuhr mit dem Porsche, in dem sich jetzt eine doppelt gesicherte Kinderwagen-Halterung auf dem Rücksitz befand, zum Krankenhaus.



Lilah schaute ihnen nach und wandte sich dann wieder ihrem Truthahn zu. Er war jetzt fertig gewürzt, innen wie außen, befreit von lästigen überflüssigen ‚Füllungen’ und konnte endlich gebacken werden.
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Ein paar Stunden lang, das hatte Spike gesagt. Hoffentlich war der Truthahn dann noch genießbar. Egal, sie freute sich auf die Jungs, und noch mehr freute sie sich auf Spike und Gwydion.

Sie zog die Handschuhe aus und schaltete den Herd ein. Er war einfach zu bedienen, sie musste nur die gewünschte Temperatur einstellen und den Startknopf drücken. Und tatsächlich erwachten sofort zwei Reihen blauweiß glühender Flammen zum Leben. Es sah faszinierend aus!



Der Ofen war in der Tat ein wahres Wunderwerk der Technik. Denn noch etwas anderes erwachte, als Lilah nach fünf Minuten, so war es in der Gebrauchsanweisung des Herdes angegeben, die Backofentür öffnete, um den Braten in die Röhre zu schieben.

Die chemische Substanz Gasplo - entwickelt in der Hexenküche von W&H - verlangte nach Erreichung einer gewissen Temperatur eine riesige Menge an Sauerstoff. Gasplo wurde nach Betätigung einer Fernsteuerung in den Ofen eingespritzt. Zwar nur ein einziges Mal, aber das sollte reichen.

Man hatte bei W&H sofort bemerkt, dass ein Unbefugter in das System eingedrungen war und herumspioniert hatte. Es konnte sich nur um Lilah Morgan Castaway handeln. Damit war ihr Schicksal besiegelt.



Als Lilah die Backofentür öffnete, versuchte der Ofen im Bruchteil einer Sekunde, die gesamte Luft des Hauses in sich hinein zu saugen.

Bei der gewaltigen Implosion barsten mehrere Fenster, und die Außenluft drang schlagartig in das Vakuum des Hauses ein.

Die daraufhin folgende Druckwelle schleuderte Lilah erbarmungslos an die gegenüberliegende Wand.

Sie war sofort tot.

Sie hatte immer noch ein Lächeln auf ihrem Gesicht, denn sie starb als glückliche Frau.



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Spike kam kurz darauf nach Hause, er war ziemlich genervt, denn im Krankenhaus hatten sie ihn zuerst lange warten lassen und dann in ein Zimmer geführt. Dann wieder eine endlos scheinende Zeit warten lassen. Bis ihm auf einmal klar wurde, dass niemand mehr kommen würde, um Gwydion Blut abzuzapfen.

Da stimmte was nicht! Das sagte ihm ein ungewisses Gefühl, und er fuhr so schnell es die Geschwindigkeitsbegrenzungen erlaubten nach Hause.
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Die Haustür hing etwas schief in den Angeln, und das große Fenster im Erdgeschoss war geöffnet. Warum? War der Truthahn angebrannt, musste deswegen gelüftet werden? Bestimmt!

Doch bei näherem Hinsehen stellte er fest, dass die Scheiben fehlten. Sie waren einfach weg. Bis zu diesem Augenblick hatte er noch gedacht, alles wäre in Ordnung, aber jetzt musste er sich der Realität stellen. Er nahm Gwydion auf den Arm und ging vorsichtig ins Haus hinein.

Im Hause selber sah es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. So ähnlich hatte es damals in seiner Gruft ausgesehen. Irgendetwas hämmerte gnadenlos auf seinen Kopf ein.



Er bettete Gwydion auf ein zerfetztes Kissen, das auf dem Boden lag und machte sich auf die Suche nach Lilah.

Schließlich fand er sie an der Wand gegenüber dem Backofen, der vollkommen zerstört war.

Sie sah aus, als wäre sie ohnmächtig, und er hob sie vorsichtig hoch, obwohl er es besser wusste. Er wusste, wie Tote aussahen.

Er hielt sie im Arm, unter ihrer Haut fühlte sie sich an wie Gelee. Unwillkürlich musste er an den zweiten Weltkrieg denken, als er ähnliche Opfer von Druckwellen gesehen und auch gefühlt hatte.



Bis dass der Tod euch scheidet. Er streifte Lilah den Ehering ab - es ging ganz leicht - und zog ihn über seinen kleinen Finger. Bis dass der Tod euch scheidet. Er küsste sie auf die Stirn und wollte einfach nur hier bleiben und sie im Arm halten. Was anderes gab es nicht, warum nur sah sie so friedlich aus? Warum nur hatte er nicht aufgepasst. Warum nur? Er hielt sie im Arm und versuchte, einen bestimmten Gedanken zu fassen, der ihm immer wieder entfleuchte. Da war etwas, ein Vermächtnis, eine Bitte. Verzweifelt wiegte er ihren Körper hin und her, schaute in ihr schönes blasses Gesicht. Da war doch etwas, aber was war es?



Bis dass der Tod euch scheidet. Welch kurze Zeit! Und er hatte mit ihr alt werden wollen. Sie gab ihm den inneren Frieden. Und er liebte sie so sehr. Er küsste sie wieder auf die Stirn und versuchte ihren zerschmetterten Körper nicht allzu heftig zu drücken. Was sollte er noch hier? Sie war tot, es gab keinen Sinn mehr für ihn, am Leben zu bleiben.

Doch, da gab es etwas, sie hatte es gesagt.
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Wie durch Watte drangen ihre Worte endlich zu ihm durch: Außerdem solltest du Gwydion sofort in Sicherheit bringen, wenn irgendwas passieren sollte.

Er riss sich mühsam von Lilah los und ließ sie behutsam auf den Boden gleiten. Er würde sie nie vergessen, er würde sie immer lieben, würde ihr bald nachfolgen, aber nun musste er seine Pflicht tun. Er stand schwankend auf und rief Snikkers mit dem Handy an: „Bitte komm’ sofort!“

Er nahm Gwydion auf den Arm, ging nach oben, packte wahllos einige Kindersachen zusammen, ferner Windeln, Babynahrung, Spielzeug, stopfte alles in zwei Reisetaschen, legte Geld dazu, ging wieder nach unten. Er streichelte, mit Gwydion auf dem Arm Lilahs Gesicht und wartete.

Snikkers kam keine zehn Minuten später, er sah die Verwüstungen im Haus, sah die tote Lilah, sagte aber nichts. Spike half ihm, Gwydion mitsamt Kinderwagen und Taschen ins Auto zu packen, er gab ihm einen Zettel mit Angels Adresse: „Bring ihn dort hin. Angel ist zwar ein Vampir, aber er wird auf Gwydion aufpassen.“

Er sah Snikkers mit seinem Sohn davonfahren und wollte nun die Polizei anrufen, aber da hörte er in der Ferne eine Sirene, die schnell näher kam. Den Anruf sparte er sich.



~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~



There's a killer on the road,

his brain is squirming like a toad.

Taking a holiday, let your children play.

If you give this man a ride,sweet family will die.

Killer on the road...yeah!

Es dröhnte in seinen Ohren, verdammt, ausgerechnet Doors, die hatte er noch nie gemocht, dieses endlose Gedudel, ohne Drums, ohne Rhythmus. Dieses hier war aber schnörkellos, genau wie Lilah es gesagt hatte. Lilah, Liebste... Er wurde es einfach nicht los, es dröhnte in seinem Kopf, Killer on the road...



Spike war drei Tage in Untersuchungshaft. Er spürte nicht allzu viel davon, es war ihm egal, er wurde wohl allmählich verrückt. Snikkers kam am Abend des ersten Tages vorbei. Er versuchte Spike zu sagen, dass er die Kaution stellen würde. Spike war auch das egal.

Am dritten Tag wurde er entlassen.

Es gelang ihm, den Fotografen und Reportern zu entkommen, die sich vor der Haftanstalt postiert hatten, er ging in das Hotel, in dem er vor über einem Jahr gelebt hatte.
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Dort erkannte ihn niemand, und es interessierte auch niemanden, wer er war.

Er rief Angel an und fragte nach Gwydion.

Angel sagte, dass es Gwydion gut ginge und er der Liebling der Frauen wäre.

„Wie sein Vater“, stellte Spike mit leiser Stimme fest.

„Ja, wie sein Vater“, sagte Angel.

„Kannst du ihn noch bei dir behalten?“

„Natürlich! Ist nett, mal wieder ein Baby im Haus zu haben.“ Angels Stimme klang deprimiert, weil er seinen eigenen Sohn nur ein paar Wochen als Baby erlebt hatte, bevor er entführt wurde.

„Ich bin im Augenblick eine Bedrohung für ihn. Bitte kümmere dich um ihn. Wenn irgendwas ist, bin ich hier im Hotel zu erreichen.“ Spike gab Angel die Adresse des Hotels. „Aber pass gut auf ihn auf. Ich glaube, er ist in Gefahr.“

„Spike, hast du heute schon irgendeine Zeitung gelesen?“

„Nicht dass ich wüsste“, sagte Spike träge

„Lies irgendeine. Ist sehr interessant...“

Obwohl es Spike nicht wirklich interessierte, begab er sich in die Bar und verlangte von dem Barkeeper irgendeine Tageszeitung und zwei Flaschen Whiskey.

Auf seinem Zimmer entkorkte er eine Flasche, setzte sie an den Mund und trank locker, während er in die Zeitung schaute.



Die Titelzeile sah ziemlich fett aus. So fett, als könne man damit die Aufmerksamkeit eines Toten erwecken, dachte er sarkastisch.



„W&H AM ENDE?“, stand dort in riesigen Buchstaben. Das weckte nun wirklich Spikes Interesse, und er begann zu lesen:



- - - Vor drei Tagen wurden an alle großen und mittleren Zeitungen in den Staaten und auch an alle Polizeistationen mehrere Dateien via Internet gesendet, die den Verdacht erhärteten, dass die bekannte Anwaltskanzlei Wolfram & Hart sich schuldig gemacht hat der Entführung und der Ermordung einer großen Anzahl von Personen.

Das umfangreiche Beweismaterial besteht aus Geheimdossiers der Firma, ferner aus Aktenmaterial und Fotos der Opfer mit detaillierter Beschreibung der Vorgehensweise der Firma.

Es wird vermutet, dass Lilah Morgan Castaway, die früher eine Führungsposition bei W&H innehatte, diese Kampagne ins Leben rief.
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Aus dem Jenseits klagte sie W&H an, an ihrem Tode schuldig zu sein. Lilah starb durch eine Implosion in einem Haus von W&H.

Zuerst wurden keine Nachforschungen angestellt, erst durch den Druck der empörten Öffentlichkeit musste die Staatsanwaltschaft von LA einen Untersuchungsbefehl ausstellen.

Als die Polizei das Labor im W&H-Gebäude untersuchte, entdeckte sie unter anderem das Katalyt Gasplo, eine genaue Beschreibung, wie es einzusetzen war und eine Fernsteuerung. Diese chemische Substanz hat möglicherweise die tödliche Implosion verursacht, bei der Lilah Morgan Castaway ums Leben kam.

Ferner wurden weitere seltsame Dinge bei W&H gefunden. Man hatte offenbar nicht genug Zeit gehabt, alles zu verschleiern, zu verbergen und zu vernichten Man entdeckte jede Menge belastendes Material, seltsam deformierte ‚Menschen’, wahrscheinlich Opfer von Experimenten - und im Keller des Gebäudes mehrere Leichen.

Die Firma scheint am Ende zu sein, das Gebäude steht leer, die Mitarbeiter sind fort, grausige Stille herrscht, die Leichen reden für sich...

Lilahs Ehemann Bill Castaway, der unter dem Verdacht stand, seine Ehefrau ermordet zu haben, wurde inzwischen aus der Untersuchungshaft entlassen. - - -



Spike war nicht erleichtert, sondern es ging ihm womöglich noch beschissener als zuvor. Lilah hatte es gewusst. Warum hatte sie ihm nichts gesagt? Warum hatte sie ganz alleine die Last getragen, die das Wissen um diese Firma und ihre Machenschaften mit sich brachte? Jetzt war sie tot. Sie würde nie wiederkommen. Sie war tot. Spike setzte die Flasche wieder an.



Die Jungs holten einen bleichen Spike zu Lilahs Beisetzung ab. Es war zehn Tage nach dem Mordanschlag auf Lilah. Spike ließ Lilahs sterbliche Überreste einäschern, seine Frau sollte nie wieder zum Leben erweckt werden, weder durch Zauber noch durch genetische Manipulationen, das verdiente sie. Ihr Saphirring wurde mit ihr verbrannt.

Irgendwie überstand er die Zeremonie.

Der Nachlassverwalter stellte fest, dass Lilah Castaway ihrem Mann und ihrem Sohn eine Eigentumswohnung in Los Angeles, diverse Aktienpakete, deren Wert in den letzten Jahren gestiegen war, ein respektables Geldvermögen durch den Verkauf einer großen Farm in Idaho nach dem Tod ihrer Eltern – und einen Porsche vererbt hatte.
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Spike war mit einem Schlag ein sehr wohlhabender Mann geworden. Aber das scherte ihn einen Dreck. Nach der Einäscherung zog er sich wieder in sein Hotelzimmer zurück und orderte mehrere Flaschen Whiskey.

Die Gütertrennung, die er von ihr verlangt hatte, war nie in Kraft getreten. Das Dokument, das sie ihn vor der Hochzeit unterschreiben ließ, war genauso Placebo wie die Antibabypillen, die sie eingenommen hatte. Er hatte unterschrieben: ‚Hiermit teile ich alles mit meinem Ehemann Bill Castaway, und mein Ehemann teilt alles mit mir. Es gibt keine Gütertrennung.’

Auch das machte ihn nicht glücklicher.



Fortsetzung...
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Kommentare zur Story:

  stimmt, ich wollte schnell damit fertig werden. ich mag lilah - und sie sterben zu lassen, war gemein. also habe ich auf große emotionen verzichtet und das ganze so von oben betrachtet. ;-)  
   Ingrid Alias I  -  13.02.12 16:27

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  Uiuiui da hab ich ja ne Menge verpasst, seit ich das letzte Mal hier war.

Welch tragische und plötzliche Wendung in der Geschichte um die Beziehung der beiden und auch wenn ich mir persönlich vielleicht etwas mehr Emotionen von Seiten deiner Charaktere zum Tod Lilahs erwartet habe, so gefällt es mir dennoch sehr gut, was du aus diesem Kapitel gemacht hast.

Es hat für mich ein bisschen den Anschein, als ob die schnell mit diesem Teil fertig werden wolltest um in der Geschichte voranzukommen, denn die dir eigene Detailverliebtheit geht hier ein bisschen flöten, aber Spannung kommt auf und ich muss mich gleich den Fortsetzungen widmen.  
   Jingizu  -  11.02.12 08:33

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  @ michael, lilah ist im laufe der geschichte unheimlich sympathisch geworden, und jeder hadert mit ihrem schicksal. ob buffy aber ihre nachfolgerin werden wird? hm, da muss sie aber viel tun... ;-)
@ dieter, ja, es ist schrecklich, und ich bin auch schrecklich, weil ich sowas schreiben konnte. jetzt würde ich es anders machen... ;-)
wie immer danke ich euch fürs dranbleiben. und kommentieren. und bewerten. toll das!  
   Ingrid Alias I  -  08.11.11 14:13

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  Liliah tut mir schrecklich leid. Ich hatte zwar damit gerechnet, das W&H Liliah auf dem Kieker hatte, zumal sie in das Firmengeheimnis eingedrungen war - nicht aber, dass dieser Anschlag so schnell vonstattengehen würde. Für Spike ist es ein Glück im Unglück, dass W&H nun nicht mehr existiert, aber was wird aus Gwydion?
Möglich, dass jetzt Buffy, die Spike imer noch geliebt hatte, wieder ins Spiel kommen könnte.
LG. Michael  
   Michael Brushwood  -  06.11.11 10:45

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  Das ist ja schrecklich. Damit hätte ich nun auch nicht gerechnet. Spike ohne Lilah und der Kleine nun bei Angel. Das wird wohl auch bald Buffy zu Ohren kommen. Immerhin konnte sich Lilah indirekt an W&H rächen.  
   Dieter Halle  -  04.11.11 21:20

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  @ petra, ich glaube wirklich unrettbar, aber es gibt immer einen weg. meistens jedenfalls.
@ jochen, ja, ich mach' sachen... ;-) hatte ich erwähnt, dass es mein erstlingswerk ist - und ein bisschen... na ja.
@ tis-anariel, ich bin auch nicht zufrieden mit dem teil, bastele immer wieder dran rum. ;-) zumindest habe ich heute die ersten 2 seiten gelöscht, die waren ziemlich überflüssig. wenn ich jetzt noch den rest löschen würde, dann ginge es... ;-)
@ doska, ja ich weiß, ich bin grausam, und lilah tut mir auch leid.
danke, ihr lieben fürs lesen und kommentieren!  
   Ingrid Alias I  -  04.11.11 07:53

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  Oh, nein, meine arme Lilah. Wirklich unrettbar? Und wie soll das jetzt weitergehen?  
   Petra  -  03.11.11 14:48

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  Dramatisch! Mensch, du machst ja Sachen! Der arme Spike und sein Sohn. Schön, Angel steht zur Verfügung, aber ob das gut gehen wird?  
   Jochen  -  03.11.11 14:16

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  Ohh..tragisch.

Schön geschrieben, wie immer.
Aber irgendwie fehlt mir hier ein wenig etwas...die Atmosphäre, die Tiefe... Ich kanns nicht genau benennen.

Nun, ich bin ja auf das nächste Kapitel gespannt.  
   Tis-Anariel  -  03.11.11 01:16

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  Aaach, ist das traurig. Hätte nie gedacht, dass du es mit deinen düsteren Vorankündigungen derart ernst meinst. Und ich hing doch ganz besonders an Lilah. Na, wenigstens haben W&H ordentlich ihr Fett abgekriegt. Aber wie geht`s jetzt weiter? Sehr spannend.  
   doska  -  02.11.11 21:55

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Kommentar von "Sabine Müller" zu "finn"

Schön, echt wunderschön. Wundert mich, dass noch Niemand einen Kommentar abgegeben hat.

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