Gone with the death? – Teil 12 DANCING WITH TEARS IN MY EYES   84

Romane/Serien · Erotisches · Fan-Fiction/Rollenspiele

Von:    Ingrid Alias I      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 24. August 2011
Bei Webstories eingestellt: 24. August 2011
Anzahl gesehen: 1665
Seiten: 8

Diese Story ist Teil einer Reihe.

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   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


Sylvester verbrachten die Jungs bei Spike und Lilah, erstens wollten sie richtig feiern - zweitens musste noch einiges abgeklärt werden, denn die Tournee stand kurz bevor.



Spike bat auch Lilah in den Keller.

„Die Jungs haben mir erzählt“, er lächelte heimtückisch, „du würdest gerne mitkommen auf die Tour.“

„Oooh, äääh, na ja...“

„Sie wären eventuell einverstanden“, Spike lächelte immer noch so heimtückisch, „wenn du gewisse Bedingungen erfüllst...“

„Was denn für Bedingungen?“ Lilah sah ihn misstrauisch an.

„Schau dir dieses Bild an!“ Spike hielt Lilah ein bedrucktes Blatt vor die Nase.

„Das kann doch nicht euer Ernst sein“, keuchte Lilah fassungslos.

„Oh doch“, meinte Spike fröhlich. „Ist doch halb so wild...“



Lilah guckte sich das Foto noch mal genauer an. Es handelte sich um den Ausdruck einer Website, auf der die Leela aus Futurama zu sehen war. Und sie trug einen lilafarbenen Pferdeschwanz, ein weißes Top, schwarze enge Hosen und klobige Astronauten-Stiefel.

„Das kann ich nicht!“, meinte sie schließlich.

„Na gut, dann eben nicht. Wo waren wir stehen geblieben, Jungs?“

„Hey Moment mal“, meldete sich Lilah wieder zu Wort, „kann ich wenigstens darüber nachdenken?“

„Gut, wir geben dir eine Minute“, sagte Spike grinsend, es war eine Anspielung auf eine gewisse Sache, und Lilah wurde ein wenig rot.

„Ich mach’ es! Obwohl, das mit dem einen Auge – das kriege ich nicht hin.“ Sie hatte sich entschlossen, ins kalte Wasser zu springen, und bei näherer Betrachtung hatte diese Maskerade auch Vorteile. Niemand würde dahinter die Anwältin Lilah Morgan vermuten, und das war eigentlich gar nicht so übel.

„Wir haben die Haarfarbe schon besorgt. Keine Bange, man kann sie auswaschen. Und ich hab’ auch schon passende Stiefel gesehen.“

Lilah guckte Spike empört an. Wieso konnte er ihre Reaktion so leicht voraussehen? Das war einfach nicht fair. Doch dann überkam sie schlagartig die Freude darüber, dass sie die nächsten Wochen mit Spike zusammen sein würde. Wie wundervoll!

„Wir könnten den Porsche nehmen“, schlug sie vor

„Da passen aber höchstens zwei Leute und ein Picknickkorb rein“, sagte jemand.
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„Wir werden das schon hinkriegen“, meinte Lilah, „denn wir sollten die Kosten niedrig halten. Der Van und der Porsche, das muss reichen.“ Lilah spielte tatsächlich schon die sparsame Hausfrau, eine ihr bis jetzt unbekannte Rolle.

„Wir müssen viele Klamotten mitnehmen“, sagte jemand.

„Es ist Winter, wir brauchen viele WARME Klamotten!“

„In der Antarktis ist es bestimmt kälter...“

„Egal, ich kann Kälte nicht vertragen!“

„Jeder ein Koffer, das müsste reichen.“

„Unterwegs gibt es Reinigungen, Wäschereien.“

„Der Porsche als Explorer...“

„Wir nehmen uns Zeit.“

„Pro Station vier Tage mit Anreise.“

„Brauchen wir auch, stellt euch vor, der Van verreckt unterwegs...“

„Die Koffer kann man gut stapeln.“

„Wir werden das mal antesten. Schließlich muss man auch noch bequem sitzen können, ohne dass einem der Arsch abfällt...“



Endlich ergriff Spike das Wort: „Ich fasse also zusammen: Wir wollen auf Wunsch der Mehrheit mit dem eigenen Auto fahren, obwohl die Plattenfirma uns eins zur Verfügung gestellt hätte, mit Fahrer natürlich. So geben sie uns nur eine Pauschalsumme, bei der sie billiger wegkommen, und bei der auch wir ein Geschäft machen – aber nur wenn alles klappt. Wir dürfen auf keinen Fall mit dem Zeitplan ins Schleudern kommen.“

„’Ne Inspektion wäre nicht schlecht“, sagte jemand.

„Lassen wir auf jeden Fall machen! Die Plattenfirma hat ferner die Hotelzimmer für uns gebucht, und zwar gibt es pro Spielort zwei Übernachtungen. Falls wir also eine Nacht früher dort erscheinen, müssen wir das Hotel aus eigener Tasche bezahlen, und das ist kein Pappenstiel. Wir können natürlich auch im Van übernachten, also sollten wir auf alle Fälle warme Decken mitnehmen, die dürften auch nicht viel Platz wegnehmen.

„Gute Idee, Spike!“

„Das mit den Koffern haben wir schon abgeklärt. Jeder einen. Ja, Lilah, auch du nur einen!“

Lilah sah nicht besonders glücklich aus, fügte sich dann aber wortlos.

„Hier ist ein Ausdruck von unseren Zielen und den Hotels, in denen wir übernachten.
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Ferner eine Straßenkarte mit Wegbeschreibung. Und was sehr wichtig ist, eine Telefonliste sämtlicher Werkstätten und Servicestationen auf unserem Weg. Man kann nie wissen...“

„Du bist wirklich ein Organisationstalent“, meinte Snikkers.

„Halb so wild“, grinste Spike, „eigentlich hat Lilah alles geplant.“

„Haben wir uns gleich gedacht!“

„Wir werden uns beim Fahren abwechseln“, fuhr Spike fort.

„Kann ich dann auch mal den Porsche fahren?“, fragte Casio.

„Yep, du bist schließlich ein richtiger Techniker!“, meinte Lilah nach kurzer Überlegung.



Und so ging es noch hin und her bis um zwölf Uhr, da sangen alle mächtig laut und gut gelaunt: Should old acquaintance be forgot…



~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~



Lilah war gerade an Spikes Seite aufgewacht und blickte ihn zärtlich an. Was für ein Liebhaber er doch war! Manchmal so einfühlsam, als könne er ihre verborgensten Wünsche lesen, manchmal überkam ihn urplötzlich sein Verlangen, und er nahm sie ohne Vorwarnung, ohne jegliches Vorspiel ganz hart und ohne die Absicht, sie zum Orgasmus zu bringen. Doch auch diese Rücksichtslosigkeit liebte sie an ihm. Manchmal sollte ein Mann sich nicht beherrschen können, sondern das tun, wonach ihm der Kopf, Lilah lächelte ein wenig, nein, eher der Schwanz stand...



Sie musste an den Weihnachtsabend denken, sie hatte ihn mit Spike und den Jungs im E-body verbracht.

Das E-body war der Heimathafen der Weihnachtslosen, die das Pech hatten, nicht über eine Familie zu verfügen.

Tannengirlanden mit winzigen elektrischen Kerzen wanden sich um die dunklen Deckenbalken, und auf jedem Tisch stand ein Teller mit Keksen und diesen eigentlich ungenießbaren getrockneten Feigen.

Kurz gesagt, es war saumäßig gemütlich. Und dem Himmel sei Dank machte man im E-body nicht viel Aufsehens von ihnen, obwohl sie jetzt ja ziemlich berühmt waren.



Es wurde natürlich geknobelt. Sie saß in der hinteren Ecke der Bank, leicht an Spike gelehnt, und sie war wohl als einzige total nüchtern, weil sie nur den alkoholfreien Weihnachtspunsch trank, den das E-body im Angebot hatte.
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Sie fühlte sich so glücklich, und sie trug fast die gleichen Sachen wie im Ocean’s Club, also auch die Strapse. Und den Slip, der im Schritt frei war... Sie rutschte tiefer in die Bank hinein und lehnte ihre Knie an die Theke, so wie man es im Kino macht, wenn man sich mit den Knien an der vorderen Sitzbank abstützt.

Spike gewann fast immer beim Schocken, und sie schaute ihm fasziniert zu. Nach dem Schock-aus, der das laufende Spiel entschied - natürlich für ihn - drehte er sich zu ihr, nahm sie in den Arm und küsste sie, während er ihre Schenkel streichelte. Er küsste und streichelte wundervoll...

„Sollen wir’s nach Porterhouse-Art treiben?“ Seine Stimme alleine war schon einen Orgasmus wert.

„Wie Mister Minuteman?“ Gutes Wortspiel! Es charakterisierte Porterhouse als Mittelding zwischen einer Interkontinentalrakete und einem Schlüsseldienst.

„Hey, das ist gut“, Spike war begeistert, er löste sich von ihr, sagte kurz zu seinen Mitspielern: „Bin gleich wieder da“, und Lilah folgte ihm wie selbstverständlich.

Spike fasste sie an der Hand und führte sie zu der steinernen Bank, die versteckt hinter dem großen Parkplatz des E-body lag.

Er setzte sich auf die Bank. „Wie Mister Minuteman?“ ...und öffnete den Reißverschluss seiner Jeans.

Sie nickte wie betäubt.

Sie zog ihren Rock hoch, da war nicht viel hochzuziehen bei diesem kurzen Rock, spreizte ihre Beine und setzte sich auf Spikes Schoß, das Gesicht ihm zugewandt.

Er drang so leicht in sie ein, dass sie es fast schon als Wunder empfand. War aber keins, weil sie so feucht geworden war.

Er schob beide Hände unter ihr Spitzentop, sie trug keinen BH, und fing an ihre Brüste zu massieren, ja ihre Brüste, nicht ihre Brustwarzen. Immer um das Zentrum ihrer Brustwarzen herum. Sie wand sich wie eine Schlange, um seine Hände auf ihren Brustwarzen zu spüren, aber es gelang ihr nicht.

„Wie Mister Minuteman?,“ fragte er keuchend.

„Oh ja!“ Sie keuchte mittlerweile auch, er hielt ihre Hüften fest und stieß in sie hinein. Dann endlich berührte er ihre Brustwarzen, streifte eigentlich nur zart darüber.

„Spike...“, hörte sie sich sagen, aber es war schon zu spät.
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Er explodierte in ihr... und sie explodierte mit ihm in ihr. Keuchend. Fast schon schreiend.

„Lilah...“, flüsterte er, unfähig mehr zu sagen.

„Hmmm“, stöhnte sie und atmete schwer.

„Meine Fresse!“, sagte Spike verwundert. Er machte keinerlei Anstalten, sich aus ihr zu entfernen, sondern streichelte ihr Gesicht.

„Wir sollten wieder reingehen“, sagte sie, als sie wieder normal atmen konnte. „Die machen sich bestimmt schon Sorgen um uns.“

„Klar doch“, grinste Spike, er löste sich aus ihrer engen Umarmung, schob sie von sich herunter und küsste sie auf die Stirn.

So geläutert betraten sie das E-body, wo Spike schon ungeduldig erwartetet wurde zur neuen Runde - die anderen hatten schon gewürfelt. Spike knallte seinen Becher auf die Theke und hob ihn hoch. Er hatte drei Einsen. Schock-aus im ersten Wurf...



„Warum lachst du?“, fragte Spike, der mittlerweile auch wach geworden war.

„Ich dachte gerade darüber nach, ob A-Hörnchen und B-Hörnchen wohl ein Liebespaar sind“, sagte Lilah nach einer kleinen Bedenkpause, „weil die sich immer so streiten...“

„Tatsächlich“, meinte Spike nachdenklich, „die streiten sich andauernd, aber sie könnten auch Geschwister sein.“

„Nein, glaube ich nicht, das ist ein Paar! Der mit der schwarzen Knopfnase behandelt den anderen immer so, als ob er total blöde wäre.“

„Tja, Frauen behandeln ihre Männer manchmal so. Also ein Ehepaar...“

„Ich dachte eher umgekehrt.“

„Was?“

„Dass die Schwarznase der Mann ist und die Großweißnase die Frau.“

„Ich möchte nur wissen, wie du darauf kommst?“, neckte Spike sie.

„Intuition vielleicht? Andererseits könnten es einfach nur Freunde sein...“

„Niemals“, sagte Spike entschlossen, „ich glaube, dass es sich um ein Pärchen handelt, allerdings um ein schwules Pärchen. Obwohl es das bei Walt Disney noch gar nicht gab.“

„Es gab damals noch keine Schwulen?“

„Doch schon, aber die Öffentlichkeit verdammte sie. Moment mal, so gesehen waren die ganzen Disneysachen absolut geschlechtslos, da gab es überhaupt keinen Sex, da gab es nur die Oma, ihren Cousin Dagobert, ihren Neffen Donald, der wiederum auch nur Neffen hatte, Donalds Cousine Daisy, in die er verliebt war – Himmel, das ist ja schon fast Blutschande – die wiederum drei Nichten hatte.
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Wie sind die alle gezeugt worden? Wo sind die Eltern abgeblieben? Wo war der Sex? Andererseits war da diese Cousinen-Vettern-Sache...“

„Und was ist mit dem großen bösen Wolf?“, fragte Lilah unschuldig.

„Stimmt, der hat tatsächlich einen leibhaftigen Sohn“, wunderte sich Spike. „Und er konnte wahnsinnig gut blasen, ich meine Häuser umblasen...“

„Welch ein Witzbold hat sich das wohl ausgedacht“, kicherte Lilah, „das mit dem Blasen!“

„Das versöhnt einen doch etwas. Oder?“ Spike spürte, wie Lilah unter die Bettdecke glitt.

„Enten sind blöd!“, tönte es unter der Bettdecke hervor. „Frauen sind besser...“

„Oh ja!“, stöhnte Spike.

Lilah tauchte wieder unter der Bettdecke hervor: „Frauen sind besser? Nein, das ist falsch. Nur eine einzige Frau ist besser...“

„Aber sicher, mein Liebling. Außerdem hast DU das gesagt: Frauen sind besser. ICH würde so etwas nie sagen...“

Lilah tauchte daraufhin beruhigt wieder ab. So oder ähnlich waren ihre zauberhaften Gespräche danach, davor oder zwischendurch, witzig, interessant, vollkommen belanglos – und ohne das böse Wort ‚Liebe’ auch nur im entferntesten zu erwähnen, zumindest nicht in Bezug auf ihre eigene Beziehung...



~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~



http://www.youtube.com/watch?v=tKZEkOXomNo&feature=related

(Wie immer: Neues Browser-Fenster aufmachen, minimieren und hier weiterlesen – leider gab es das Special Remix nicht)



Zwei Tage vor Beginn der Tournee trafen sich alle noch einmal im E-body. Alle machten einen nachdenklichen Eindruck.

„Sollen wir einen umdrehen?“ Porterhouse hatte Lust auf ein letztes Spiel in gewohnter Umgebung.

Man stimmte recht lustlos zu, doch bald knallten die Knobelbecher auf die Theke, und man hörte rätselhafte Sätze wie: Zwei Einsen drei Wurf, kleine Straße im zweiten, zwei Sechsen im ersten...

Bronson, der hinter der Theke aushalf, hatte eine super Idee.
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Er legte ihre CD auf, und zwar das Stück ‚Dancing with tears in my eyes’, ein wahrer Bolide von einem Stück, ein Porsche unter den Stücken, nicht die normale Version, sondern das sogenannte Remix, eine neun-Minuten-Version, die fast nur aus einem endlosen Vorspiel bestand – bis der Sänger, in diesem Fall Bill Castaway endlich eingriff. TBBT hatten das Stück allerdings ein wenig gekürzt und ein bisschen heftiger gemacht.

Es stellte sich heraus, dass die kleine Straße im zweiten die Runde verloren hatte. Alle anderen hatten mit ihren verdeckten Würfen entweder einen Schock oder einen General geworfen.



„Können wir mitsspielen?“, lispelte eine irgendwie tranige Stimme.

Spike drehte sich langsam um, um den Fragenden genauer zu inspizieren, und was er erblickte, gefiel ihm gar nicht.

Es waren vier grobschlächtige Typen, massiv gebaut, mit niedrigen Stirnen wie Bullterrier, diese niedrigen Stirnen gingen übergangslos in stumpfe Nasen über. Und ihre Augen waren vorne oben an den Köpfen angebracht.

Spike überlegte automatisch, dass sie ihn mit diesen Augen gut angucken konnten, im Gegensatz zu gewissen Tieren, welche die Augen an den Seiten trugen, damit sie alle Verfolger sehen konnten. Fluchttiere nannte man die wohl.

Sie hatten praktisch kein Kinn, und ihre Zähne waren dreieckig. Wie bei einem Hai!

„Heilige Scheiße“, stöhnte Snikkers rechts neben ihm auf, „jetzt haben sie mich doch noch erwischt.“

Die schurkische Inkasso-Schulden-Eintreiber-Truppe, genannt die Sharkie-Brothers - hatte Snikkers letztendlich doch noch gefunden.



„Was seid ihr denn für hässlich Vö... äääh Fische!“, eröffnete Spike bösartig grinsend die Unterhaltung mit den Brothers.

„Das ist ja ’ne ganze Fisch-Schule“, meinte Bronson heimtückisch von seinem Platz hinter der Theke aus.

„Sollen wir euch vielleicht die Schuppen polieren?“, musste Porterhouse seinen Senf dazu geben.

„Es stinkt nach Fisch hier!“ meinte Casio.

Snikkers war der einzige, der sich dezent zurückhielt.

Die Sharkie-Brothers würdigten diese Beleidigungen mit keinem Wort. Der größte der Brothers legte seine schuppige Hand um Snikkers’ Kehle, drückte ein wenig zu, so dass Snikkers ein wenig bläulich anlief und sagte: „Rück’ die fünf Riesen raus oder wir machen dich alle!“



„Rühr’ dich nicht weg von hier“, sagte Spike leise zu Lilah, bevor er sich blitzschnell aus der Bank herausschwang und dem biggest brother beide Fäuste in den Rücken hieb.
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Erstaunt blickte der haiähnliche Typ über seine flach abfallende Schulter nach hinten, stutzte etwas und ließ Snikkers dann los, um sich seinem Gegner zuzuwenden.



Kurz darauf war die Hölle los, und Lilah hielt es für das beste, sich in der Bank so durchsichtig wie möglich zu machen.

Just in diesem Augenblick fing Bill Castaway auf der CD nach dem langen erfrischenden Vorspiel an zu singen.

DANCING WITH TEARS IN MY EYES.

„Ich mag keinen Fisch!“ Das war Casio, der dem kleinsten der Haie gerade auf den Rücken gesprungen war und versuchte, den dicken Hals des Hais zu würgen.

WEEPING FOR THE MEMORY OF A LIFE GONE BY

„Sind wir Heringsbändiger oder was?“, grölte Bronson und hieb dem zweitgrößten Hai ein Bierglas über die niedrige Stirn.

DANCING WITH TEARS IN MY EYES

„Ihr seid doch kleine Fische!“, brüllte Spike, als er mit dem Kopf auf einen Hai losging und ihn voll in die Seite traf. Bei Flipper hatte das auch immer gewirkt. Der kluge Delphin hatte seine Schnauze immer mit Anlauf oder Anschwimm in die Flanke des Hais gebohrt, und der war dann sofort auf Grund gegangen. Und siehe da, es wirkte auch bei dem Sharkie-Brother, der sich stöhnend auf dem Boden des E-body herumwälzte. Fischig herumwälzte.

LIVING OUT A MEMORY OF A LOVE THAT DIED

Es war ein schweinisches Durcheinander von menschlichen Gliedern, verkümmerten Fischflossen- und Schwänzen und sonstigen Extremitäten.

IT'S FIVE AND I'M DRIVING HOME AGAIN

Und Spike fühlte sich sauwohl. Genau das, was er vermisst hatte, eine ordentliche Keilerei. Und er war nicht schwach, nein, im Vergleich zu den Jungs war er verdammt stark, und deswegen musste er auch zweieinhalb Brüder erledigen.

THE MAN ON THE WIRELESS CRIES AGAIN

Porterhouse hatte gerade den drittkleinsten Sharkie im Clinch und verbeulte ihm die stumpfe Schnauze so, dass er anfing zu winseln.
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IT'S OVER, IT'S OVER…



Natürlich gewannen sie den Kampf. Aber mit großen Verlusten.

Bronson hatte sich an dem Glas, das er in den Hai gestochen hatte, selber verletzt und blutete wie ein Schwein.

Casio hatte sich das Steißbein angebrochen, als sich der Hai, mit Casio auf dem Rücken, rückwärts an einen Stehstamm des E-body geworfen hatte.

Porterhouse hatte zwei blaue Augen. Zusätzlich.

Snikkers hatte einen seiner Sporne verloren, und das tat ihm anscheinend sehr sehr weh.

Spikes Jacke war ruiniert, und sein weißes Hemd war mit Fischblut befleckt. Alles in allem sahen seine Klamotten aus wie die Flagge des afrikanischen Staates Obervolta, nämlich schwarz-weiß-rot.

Nach dem Ende des Kampfes gaben sie den Sharkies, die alle noch reichlich Leben in sich hatten - Fisch ist ja bekanntlich zäh - die Hälfte der Kohle, die Snikkers ihrem Auftraggeber schuldete. Das hätten sie natürlich auch gleich am Anfang machen können, aber so war es doch viel lustiger.

Lilah rappelte sich aus ihrem Versteck hervor und schaute Spike entsetzt an. Er sah furchtbar aus, aber er sah auch aus, als ob er sie auf der Stelle vernaschen wollte...



geht weiter...
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Kommentare zur Story:

  danke jingizu, ;-)
ich hoffe nur, dass es nicht irgendwann zuviel musiktexte geben wird - muss ein gewisses kapitel noch schwer bearbeiten...  
   Ingrid Alias I  -  31.08.11 09:21

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  Hey Ingrid,

deine Affinität für Musik in deinen Texten kommt in diesem Kapitel ja wieder sehr gut rüber und macht den vorletzten Absatz damit noch viel plastischer.
Die Erotik kommt natürlich auch nicht zu kurz und verlieht dem Text um die Beziehung der beiden die nötige Würze.

Tolle Dialoge und eine spannende Storyline - gefällt wieder sehr.  
   Jingizu  -  29.08.11 22:00

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  schön, dass ihr es gelesen und kommentiert habt! ich arbeite ziemlich an diesem roman herum, und deswegen kann es stilbrüche geben, ihr wisst ja, altes und neues - auch der autor verändert sich im laufe der jahre und sein stil sowieso... ;-) aber eines kann ich euch versprechen: die beiden harmonieren zusammen bis zum ende.
lieben gruß an euch! ;-)  
   Ingrid Alias I  -  26.08.11 15:48

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  Wieder ein herrlicher Teil, in dem sich sinnlich erotische Züge, aber auch schwere Grausamkeiten abwechseln, was du geschickt aneinandergereiht hast.
Ich wünsche mir von Herzem, dass Liliah und Spike weiter so gut harmonisieren.
LG. Michael  
   Michael Brushwood  -  25.08.11 16:45

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  Herrlich: `Seine Stimme alleine war schon einen Orgasmus wert`Na, die zwei sind aber ein heißes Paar. Und Spike ist köstlich raubeinig!  
   doska  -  25.08.11 15:06

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  Schön, dass Spike und seine Bandmitglieder Lilah mitnehmen, wenn sie auf Tour gehen. Lilah scheint jedenfalls kaum unglücklich darüber zu sein. Da geht ja mächtig die Post ab zwischen den Beiden. Und mit den Haifischwesen werden Spike und seine Kumpels auch ganz gut fertig, hat man so den Eindruck.  
   Jochen  -  25.08.11 10:31

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  He, Spike und seine Truppe sind mir ja vielleicht ein wildes Völkchen. Aber die Fischviecher sind auch sehr zäh. Schöner sinnlicher Text dazwischen. Lilah und Spike scheinen in jeder Hinsicht zu harmornieren. Das kann man ganz sicher sagen.  
   Petra  -  24.08.11 16:22

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