Ein außergewöhnliches Ereignis 3. und letzter Teil   83

Romane/Serien · Erinnerungen

Von:    doska      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 1. Juli 2011
Bei Webstories eingestellt: 1. Juli 2011
Anzahl gesehen: 982
Seiten: 6

Diese Story ist Teil einer Reihe.

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   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


Als ich ungefähr siebzehn ...achtzehn Jahre alt war, erhielt ich Andeutungen von meiner Mutter, weshalb sie mich nicht hatte haben wollen.

Sie wollte nie ein Kind. Ich war schuld, denn ich bin einfach gekommen.

Meine Mutter hatte mich außerdem nur deswegen an Großmutter abgegeben, weil sie sich eingeredet hatte, unheilbar krank zu sein. Es half nichts, dass ihr die Ärzte immer wieder versicherten, dass sie inzwischen wieder kerngesund wäre. Sie hielt sich für zu schwach, ein Kind großzuziehen.

Sie hatte meinen Papa nicht gerade aus großer Liebe geheiratet, denn zu jener Zeit war sie in einen anderen wahnsinnig verliebt gewesen, der allerdings verheiratet gewesen war.

Sie wollte schließlich doch geheiratet werden, weil das damals um jeden Preis üblich war. Eine Frau hatte eben, ab eines gewissen Alters, verheiratet zu sein, sonst wurde sie von ihren Mitmenschen als etwas Minderwertiges angesehen.

Als sie bereits mit Papa verheiratet war begegnete ihr eine neue große Liebe, doch dieser Mann – ein Arzt - war ebenfalls verheiratet. Vielleicht hatte sie sich insgeheim erhofft, dass er sich scheiden lassen würde, oder es genügten ihr die kurzen Romanzen. Ich weiß nicht was in ihr wirklich vorging.

Mein Vater studierte indes in einer anderen Stadt und fühlte sich ebenfalls überfordert ein Kind abends vom Kindergarten abzuholen, es ohne die Unterstützung meiner Mutter versorgen zu müssen.

Dass man mich wirklich „verschenkt“ hatte, wurde mir erst klar, nachdem ich erkannt hatte, dass mein Vater – der inzwischen eine Arbeit als Lehrer gefunden hatte und wieder bei meiner Mutter lebte, mich trotz meiner Bettelei und vieler Tränen einfach nicht wiederhaben wollte.

Offensichtlich fanden es Vater und Mutter schön, ohne Kind zu sein. Außerdem war es damals üblich, sein Kind nicht in einem Hort oder gar einem Heim unterzubringen, sondern es eher an irgendwelche Verwandte oder Bekannte abzugeben. Den Staat kümmerte es damals

wenig, wo die Kinder eigentlich wirklich hinkamen und was die dort erlebten.

Da Tante und Onkel plötzlich Sonnabends und Sonntags mit meinem Cousin – den sie ebenfalls an die Großmutter „verschenkt“ hatten – ohne mich verbringen wollten, sahen sich meine Eltern genötigt, mich wenigstens an einem dieser Tage zu sich zu holen, denn sie wollten ja keine schlechteren Eltern sein als Onkel und Tante.
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Obwohl ich merkte, dass ich nicht wirklich gerne bei meinen Eltern gesehen war, fühlte ich mich dort trotzdem wie im Paradies. Die ganze Woche über freute ich mich schon auf diesen einen Tag. Da mein Cousin zwei Tage bleiben durfte, erbettelte ich mir schließlich auch zwei. Und dann gelang es mir, mit ganz viel flehen und jammern, auch mal eine Nacht bei ihnen zu schlafen.

Zwar spürte ich sehr genau, dass sich - besonders meine Mutter - betont reserviert gab und ganz erleichtert schien, wenn ich wieder zur Oma musste, aber trotzdem malte ich mir aus, wie sehr sie mich liebte und wie gern mich mein Papa hatte und das obwohl er mir oft gesagt hatte, dass er eigentlich keine Kinder mag.

Großmutter freute sich auch nicht gerade, wenn ich wiederkam und mein Cousin ärgerte mich dann ganz besonders häufig. War Großmutter an solchen Tagen nicht gut drauf, bekam ich auch noch von ihr zu hören, dass der schlechte Charakter meiner Mutter inzwischen ganz an mir abfärbe, dass ich immer mehr wie meine Mutter werden würde. Sie warf mir vor, dass ich richtig kokett und lebenshungrig wäre, und auch diesen bestimmten, gewissen Augenaufschlag hätte. Ich solle mich nur ja in acht nehmen. Ich wusste zwar nicht, was sie damit meinte, aber ich hasste sie dafür, denn ich liebte meine wunderschöne,

schwarzhaarige, supertolle Mama.

Und kam ich zu meinen Eltern, sagte meine Mutter: „ Iiiih, du wirst ja immer mehr wie Großmutter, die schaut auch so verdrießlich drein und lacht ganz wie du!“ Künftig hütete ich mich also zu lachen, denn ich wollte doch so sein wie Mama!

Die Wochentage krochen nur langsam und schwerfällig dahin, denn es war eine große Sehnsucht in mir, nach meinem eigenen Fleisch und Blut, die man nicht beschreiben kann. Ich kann nur sagen, dass ich das Gefühl hatte, ich hätte ein Loch in meinem Herzen, ein großes dunkles schwarzes, denn diese jahrelange nie endende Sehnsucht, war die Hölle. Meine Seele verbrannte mehr und mehr, ich wurde immer dicker und hässlicher und sowohl Großmutter als auch Mutter stießen mich schließlich von sich, wenn ich sie mal umarmen wollte.

Ich hatte zu oft gejammert, endlich heim zu können, dass ich es nicht mehr wagte, auch nur einen Ton von meinem innigsten Wunsch Preis zu geben.
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Mein Mund war künftig fest verschlossen, aber meine Augen schrieen es dummerweise ständig in die Welt hinaus. „Hier will ich nicht mehr bleiben. Ich will endlich wieder bei meinen Eltern sein!“

Aber niemand wollte mich wirklich haben. Was also konnte ich da noch tun?



Es war einer dieser Tage, an denen ich nicht zu meinen Eltern durfte. Meine Mutter fühlte sich wieder einmal unpässlich und nur mein Vater kam zu Besuch. Irgendwie wirkte er noch trauriger als sonst – hatte er erkannt, dass seine Frau ihn nicht wirklich liebte? Seit einiger Zeit wirkte er auch ziemlich gereizt. Der Schwarm meiner Mutter kam häufig zu Besuch, scheinbar um ihr ein Kräfte aufbauendes Medikament zu bringen. Er kam auch dann, wenn Papa nicht da war.

Eine Woche zuvor, hatte sich mein Vater sogar mit meiner Tante gestritten. Und das obwohl ihm eigentlich Streitereien zuwider waren. Es ging darum, dass ihr Sohn alles tun konnte, was er nur wollte. Der Junge ärgerte nicht nur mich, auch meinen Vater und zwar immer wenn sich nur Gelegenheit dazu bot.

Diesmal war es der neue Hut von meinem Vater, der es ihm angetan hatte. Mein Vater hatte, im Gegensatz zu Tante und Onkel nur sehr wenig Geld und da er der Meinung war, dass Kinder nur alles schmutzig und kaputt machen, hatte er meinem Cousin verboten seinen teuren Hut anzufassen. Neulich hatte mein Cousin - vor aller Augen- deshalb mit der Faust kräftig in den Hut hinein geschlagen. Sodass der eine Beule hatte. Wohl auch um meinem Vater damit anzusagen: Ich kann hier alles, du aber nicht! Mein Vater bog sich seinen Hut wieder zurecht, drohte aber meinem Cousin, ihm das nächste mal eine Ohrfeige zu geben, würde er es noch einmal wagen.

Heute hatte mein Vater mich zu meinem Kummer nur flüchtig begrüßt und war rasch ins Gespräch mit Onkel und Tante gekommen, auch Großmutter war dabei. Worüber gesprochen wurde, weiß ich nicht mehr, nur, dass meinem Cousin und mir furchtbar langweilig wurde. Mein Cousin erwartete bald, dass ich ihn, wie immer in solch einer Situation, beschäftigen würde. „ Los spiele mit mir!“ kommandierte er.

„Nö, mir fällt nichts ein!“ , protestierte ich frech, denn ich war schon wieder in Gedanken damit beschäftig, wie ich nach hause kommen könnte.
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Ich wusste zwar, dass dieses Grübeln vergeblich war, aber – verdammt noch mal- vielleicht konnte ich das ja doch irgendwie einfädeln.

„ Du spielst oder ich haue dich, du blöde Ziege!“, fauchte er.

Er verließ sich eben darauf, dass ich Ideen hatte. „Blöde Ziege, blöde Ziege!“ Er kniff mir in die Backe.

Ich ahnte, dass, wenn ich mich wehren würde, sofort seine Mutter zu uns herüber stürmen würde, um mich dafür zu ohrfeigen. Also wehrte ich mich wie immer nicht. „ Blöde Ziege!“ kreischte er deshalb weiter und kniff mir auch in die andere Wange.

Ich hielt aus und dachte weiter scharf nach, während ich meinen Vater im Nebenraum reden hörte. Für mich klang Papas Stimme heute viel aufsässiger als sonst, obwohl er ein ganz normales Gespräch führte. Mein Cousin spuckte mich schließlich an, dann schlich er wieder um den neuen Hut, den mein Vater hier auf den Tisch gelegt hatte.

Die Erfahrung hatte mir gezeigt, dass meine Tante und auch meine Großmutter es nicht ertragen konnten, wenn ihr Lieblingskind für irgendeine Sache- und hatte er sie auch selbst verschuldet- gerügt wurde. Was würde erst eine von meinem Vater verabreichte Ohrfeige für sie bedeuten? Mein Cousin lauschte – genau wie ich - auf das Erwachsenengespräch und hörte auch die Stimme meines Vaters.

Er hatte noch sehr gut im Ohr, was mein Vater ihm angedroht hatte und es reizte ihn offensichtlich, mal wieder auszuprobieren, wie sehr seine Familie ihn verteidigen würde. An der Art aber wie er die letzte Runde um den Hut machte, erkannte ich, dass er diesen Gedanken doch lieber verwerfen wollte. Plötzlich hatte ich eine verrückte Idee. Es war der Einfall eines verzweifelten Kindes, ein letzter Hoffnungsschimmer, doch noch nach hause kommen zu können. Mein Cousin MUSSTE in diesen Hut hauen und zwar JETZT und unbedingt. Mein Vater war heute gereizt, aus dem traurigen Prinzen war ein kriegerischer Mann geworden. Er wollte sich nicht mehr alles bieten lassen- das hörte ich aus seiner Tonlage. Nur wusste er es selbst noch nicht, aber ich ahnte, nein, ich wusste es. Ich nahm allen Mut zusammen, denn schließlich hatte ich Quenn gefunden, und ging rasch im Geiste durch, wie es wohl sein würde, wenn alle sehen würden, wie mein Cousin, trotz der Warnung, in Papas Hut hauen würde.
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Ich hörte jetzt, dass mein Vater durch den Flur zu uns kam und so blickte ich mit blitzenden Augen auf den Hut und grinste aufmunternd meinen Cousin an. Mein Cousin nickte verstehend. Er lief zum Tisch und dann schlug er mit voller Wucht mitten in den Hut hinein. Es machte richtig laut „Zwosch!“ als mein Vater das Zimmer betrat. Onkel und Tante, die hinter ihm standen, sahen dies und grinsten, ebenso die Großmutter, ich hingegen blieb sehr ernst und schaute mitfühlend zu meinem Vater. Würde er es wagen seine Androhung in Gegenwart der Verwandtschaft wahr zu machen? Mein Herz pochte bis zum Halse. Dazu möchte ich sagen, dass mein Vater ein überaus gutmütiger Mensch war und ihm das Verhauen von Kindern ganz und gar nicht lag, obwohl es damals als ein gutes Erziehungsmittel galt. Er schaute hinter sich und das Grinsen von Onkel und Tante ließ ihn so in Rage geraten, dass er ausholte und meinem Cousin einen kleinen Klaps auf die Wange gab. Es war fasst wie ein Streicheln, aber der Junge heulte und schrie, als hätte ihn mein Vater geschlachtet. „ Ich habe dich gewarnt!“, sagte mein Vater mit fester Stimme, dem mein Cousin fast schon wieder leid tat. „ Du musst auch mal lernen, dass du nicht immer alles tun kannst was du nur willst. Du bist sieben Jahre alt, groß genug um auch die Konsequenzen für ein schlechtes Verhalten ertragen zu können!“

Mein Cousin aber schüttelte zornig den Kopf und brach dann wild schluchzend in den Armen meiner Großmutter zusammen- was er eigentlich immer tat, wenn er ein schlechtes Gewissen hatte, aber trotzdem verteidigt werden wollte. Wie ich es voraus gesehen hatte, schob meine Großmutter das Kinn vor, blickte auffordernd zu meiner Tante und diese schoss sofort zu mir herüber.

Außer sich vor Wut und ganz wie ich das ebenfalls erwartet hatte, schrie sie: „Wenn du mein Kind haust, haue ich deines!“ Dann holte sie weit aus, ich kniff die Augen in Erwartung der Schläge fest zusammen, denn nun hagelte es Maulschellen, sodass mein Kopf immer wieder von einer Seite zur anderen flog. Ich hielt das alles schweigend aus, für meinen Papa, damit er endlich sah, was hier ablief. „ A...aber ...!“ stotterte er, „ ...
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.sie hat doch gar nichts Böses getan? Ihr haut sie nur aus Rache!“

„ Na und?“, konterte meine Tante wild schnaufend. „Ist doch scheißegal, ob sie etwas angestellt hat oder nicht. Wir hauen deine Tochter, wann immer es uns passt. Und jetzt war uns eben danach“. Sie stemmte ihre Fäuste in die Hüften. „ Merke dir mal eines: Du hast hier gar nichts zu sagen. Du hast deine Tochter verschenkt und somit können wir mit ihr tun und lassen, was wir nur wollen!“

Ich war immer noch still und versuchte diese Situation für mich auszunutzen, es noch ein letztes Mal zu wagen, aber es gelang kaum, weil nun doch ein paar Tränen kamen. „Papa nimm mich mit!“, sagte ich ganz, ganz leise, denn meine Seele tat zu weh um es laut zusagen.

Da beugte er sich stumm zu mir hinab und nahm mich in seine Arme. Er drückte mich fest an sich und küsste mir die Tränen fort. „ Ja, ich nehme dich mit!“, hörte ich ihn entschlossen sagen.

Es war der größte und schönste Moment meines Lebens, denn der große traurige Mann lächelte zuversichtlich und schaute mir tief in die Augen. Ich wusste ich hatte sein Herz gefunden. Es war endlich mein.



ENDE
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Punktestand der Geschichte:   83
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Kommentare zur Story:

  He, Parallaxe, ein seelisches Begräbnis fand nicht statt. Gottseidank!  
   doska  -  07.07.11 08:28

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  Beileid!!  
   Parallaxe  -  05.07.11 02:13

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  Und noch zwei Kommentare. Da freue ich mich aber.
@Michael, ich glaube ich war noch zu klein, um über solche Institutionen wie Diakonie oder Charitas Bescheid zu wissen. Ich wusste nur, dass es Heime gab, wo die Kinder hinkamen die niemand haben wollte. Und man hatte mir auch damit gedroht, immer wenn ich nicht artig war. Es war eine ganz grausige Vorstellung für mich in so einer Aufbewahrungsanstalt mit vielen anderen eingesperrt zu sein. Da wäre ich dann doch lieber bei meiner jähzornigen Großmutter geblieben.
Oh doch, ich war ein sensibles Kind. Das warfen mir meine Eltern ja auch vor. Und ich litt über viele Jahre hinweg unter heftigen Panikattacken. Du siehst also, spurlos ist dieser Psychoterror ganz gewiss nicht an mir vorbei gegangen.
Noch heute glaube ich nicht so richtig an die Liebe - ganz wie die Hajeps, die allesamt eine schwere Kindheit haben.
@Holdriander, wie ich von dir erfahren habe, hattest auch du nicht gerade eine leichte Kindheit. Vieles von dem, was du erleben musstest, hat mich sehr erschüttert. Es ist wirklich unglaublich wie sehr man als kleines Wesen den Menschen ausgeliefert ist, die einen großziehen. Und früher hatten sie eben noch viel mehr Freiheiten als heute. Aber eines sollten wir dabei bedenken. Wirklich böse sind diese Menschen nicht. Sie haben oft selber schlechte Kindheitserlebnisse gehabt und denken zu wenig über ihr Handeln nach.
Das einzige was man selber tun kann ist, es besser zu machen als sie.  
   doska  -  03.07.11 22:09

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  Also da weiß man gar nicht, was man dazu sagen soll. Es ist unglaublich!
Komm zu mir, damit ich dich ganz lieb knuddeln kann.
lg  
   holdriander  -  03.07.11 09:34

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  Hallo Doska,
auch dieser Teil deiner Geschichte hat mich wieder innerlich sehr aufgewühlt. Ich habe richtig mitgelitten und war sehr froh, dass dich dein Vater am Ende aus diesem Chaos befreit hatte.
Vielleicht wäre es günstiger gewesen, wenn du bereits zuvor in einer sozialen Einrichtung (Diakonie oder Charitas) um Rat gebeten hättest. Denn das, was du durchleiden musstest, war der blanke Psychoterror, den ich leider auch zur Genüge kenne. Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass du dein weiteres Leben mit Bravour gemeistert hast. Denn es gibt auch viele Menschen, die bei derartigen Ereignissen auf Dauer psychisch erkranken. Bei sensiblen Kindern, die besonders viel Zuwendung brauchen, und stattdessen vom Umfeld immer gemobbt werden, trifft das besonders zu.
LG. Michael  
   Michael Brushwood  -  03.07.11 03:42

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  Hallo, ihr beiden, ich danke euch für die guten Kommentare.
@Ingrid. Ja, mein Vater bekam mehr Mut. Er war ein depressiver, antriebsloser Mensch, der meine sinnliche und lebhafte Mutter abgöttisch liebte. Er tat alles für sie. Doch diesmal ging er einen ganz eigenen Weg.
@Gerald. Stimmt, das Leben schreibt oft die verrücktesten Geschichten, und es schlägt Haken, auf die man selbst nie kommen würde. Traurig ist nur, dass Kinder so wenig ernst genommen werden. Immerhin dauerte es vier - für mich endlos lange - Jahre, bis es bei meinem Vater "Klick" machte. Ich kann dabei noch froh sein. Die meisten Eltern die ihre Kinder irgendwo abgegeben haben, wollen sie nicht mehr zurück. Ach, es gibt so viele Heimkinder, die bestimmt noch Schrecklicheres erlebt haben als ich und die nie erhört worden sind. Dabei ist ein Kind so süß. Ich kann gar nicht verstehen, weshalb man so etwas nicht lieb haben kann.  
   doska  -  02.07.11 22:42

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  Dramatisch, eigentlich hatte ich gehofft, dass die Geschichte anders ausgehen würde, aber es ist leider keine ausgedachte Story sondern etwas selbst Erlebtes und das Leben schlägt eben Haken. Oma und Tante ändern sich also nicht, der Onkel erscheint mir eher passiv und dein Vater wusste wohl immer nicht so recht, was er eigentlich will. Vermutlich hat er sich eher nur gefügt und durch dich einen eigenen Willen bekommen. Insofern ein gutes Ende und ich kann mir vorstellen, dass es wirklich ein sehr einschneidendes Erlebnis für dich gewesen ist. Ein Text der mich sehr berührt hat.  
   Gerald W.  -  02.07.11 22:00

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  au mann, ich könnte diesen kleinen verwöhnten kröterich auch schlagen, aber mehr noch dessen eltern. Was bilden die sich eigentlich ein? auch die großmutter bekleckert sich nicht mit ruhm bei dieser sache. aber es hatte ein gutes, denn dein vater hat dich endlich gefunden – und sich selber anscheinend auch. ;-)  
   Ingrid Alias I  -  02.07.11 16:08

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