TOPP, die Wette... Teil 14 - Ende oder?   69

Romane/Serien · Erotisches

Von:    Ingrid Alias I      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 26. Oktober 2009
Bei Webstories eingestellt: 26. Oktober 2009
Anzahl gesehen: 1826
Seiten: 4

Diese Story ist Teil einer Reihe.

Verfügbarkeit:    Die Einzelteile der Reihe werden nach und nach bei Webstories veröffentlicht.

   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


Irgendwann zwischen Ende und Anfang:



Wo zum Geier war sein Auto? Irma befiel eine mittelschwere Panik. Es standen so viele parkende Autos auf der Straße, und im Dunkeln und im Regen sahen die alle gleich aus. Oder war er schon weg? Bitte nicht! Dann hörte sie, wie ein Motor angelassen wurde, sah Scheinwerfer aufleuchten. Das musste er sein! Und sie rannte drauf los.



Sie drängte sich an die Beifahrertür und klopfte heftig an die Scheibe. Mach’ die Tür auf, mach’ bitte die Tür auf, dachte sie.

Er schaute zu ihr hin – er schien überhaupt nicht überrascht zu sein, sie zu sehen – dann beugte er sich herüber und öffnete die Tür. Sie stieg ins Auto und ließ sich auf den Beifahrersitz fallen.

„Die Tür war offen!“ sagte er und stellte den Motor ab.

„Oh...“ Irma kam sich ein bisschen blöd vor.

„Und was willst du?“ fragte er. Seine Stimme klang nicht gerade begeistert, und Irma starrte ihn an. Fast kamen ihr wieder die Tränen. Was sollte sie tun, irgendetwas musste sie sagen…

„Ich will nicht, dass du gehst“, brachte sie schließlich mühsam hervor. Sie zog ihre Beine hoch und umschlang sie mit den Armen. Ihr rechter kleiner Zeh tat weh.

„Ach! Und WARUM willst du das nicht?“

Himmeldonnerwetternochmal, er wollte sie wohl quälen.

„Ich wwweiß jetzt, dass…“ stammelte sie und brach mitten im Satz ab. Sie konnte es einfach nicht sagen. Warum eigentlich nicht? Beim Sex mit ihm hatte sie schon soviel schweinische Sachen von sich gegeben, und das mit den Gefühlen brachte sie nicht über die Lippen?

„Du musst es mir schon sagen.“ Chris schaute sie forschend an. „Warum willst du nicht, dass ich gehe?“

„Weil ich… Weil...“ Nein, es ging nicht! Sie sah ihn hilflos an. Er hatte den Blick von ihr abgewendet und schaute auf die Straße. Was war los mit ihm, hatte er sie etwa verarscht? Hastig wanderten ihre Gedanken zurück, und ihr fiel ein, dass er nur über eine dritte Person erzählt hatte, von ihm selbst war nie die Rede gewesen. Das Blut schoss ihr in die Wangen, und sie saß da wie gelähmt. Er hatte ihr ein Märchen erzählt. Und sie war drauf reingefallen!

Sie schüttelte ihre Lähmung ab und sah ihn empört an.
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Alles war gelogen! Und was machte sie überhaupt hier? Antwort: Sie rannte einem Kerl hinterher, der sie nicht haben wollte. Verunsichert drückte sie den Türgriff hinunter. Sollte sie aussteigen? Eigentlich wollte sie es ja nicht, aber es blieb ihr nichts anderes übrig.



Sie hatte schon einen Fuß auf der Straße, da fühlte sie, wie jemand sie am T-Shirt festhielt und fast im gleichen Augenblick befand sie sich wieder im Auto.

„Was zum Teufel...“

„Ach halt die Klappe, Irma“, sagte Chris überaus frech – und nahm sie in seine Arme.

Irma war so geschockt durch seine unerwartete Nähe, dass sie es sich gefallen ließ. Und es war angenehm, sehr angenehm. Sie legte den Kopf an seine Schulter und atmete seinen Geruch ein, während er beruhigend ihren Rücken streichelte, als wäre sie eine aufgebrachte Katze. Und tatsächlich fühlte sie, wie ihr Zorn sich legte. Sie war hier, sie war bei Chris, und alles andere war egal. Sie legte ihre Arme um seinen Hals und küsste ihn zärtlich, auf die Augen, auf die Nase und dann auf den Mund. Vielleicht konnte sie ihm ja so zeigen, was sie für ihn empfand.



„Du bist ganz schön stur, gelle?“ Chris schob sie von sich.

„Was, wie...“ Er sollte sie wieder in den Arm nehmen.

„Na sag’ schon, dass du mich magst.“

Seine Hände wanderten unter ihr dünnes T-Shirt – und sie fing an zu zittern und versuchte, ihm noch näher zu kommen.

„Ich hab’s kaum ausgehalten ohne dich...“ Chris’ Stimme klang rau. Er schob ihr T-Shirt hoch und fing an, ihre Brüste zu küssen.

„Ich auch nicht“, keuchte Irma. Ihr Körper wand sich unter seinen Lippen, und sie konnte kaum sprechen. „Und verdammt noch mal, ich mag dich, du Blödmann, ja, ich mag’ dich...“ stieß sie hervor.

„Gut! Dann sollten wir jetzt besser reingehen, sonst breche ich mir noch das Kreuz.“

„Du bist ja schon ein alter Mann, aber ich mag dich trotzdem.“

„Und du bist wirklich ein unverschämtes Weib, ich weiß wirklich nicht, was ich an dir finde...“

„Weiß ich auch nicht. Vielleicht weil ich verrückt... nach dir... bin?“

„Ach ja? Du bist verrückt nach mir? Danach etwa?“ Chris ließ seine Zunge langsam tiefer über ihre samtweiche Haut gleiten, während seine Hände ihre Brüste streichelten.
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„Danach, ja...“ Irma stöhnte auf. „Aber nicht nur...“

„Dann bin ich ja beruhigt!“ Chris ließ sie los.

Und Irma sah ihn entsetzt an. Was würde er tun? Schluss machen?

Er stieg aus, ging um das Auto herum und öffnete die Beifahrertür für sie. Das hatte er noch nie getan. Irma kletterte sprachlos aus dem Wagen, aber schon beim ersten Schritt tat der kleine Zeh furchtbar weh, und sie fing an zu humpeln.

Chris schaute sich das ein paar Sekunden lang an, dann hievte er sich Irma kurzentschlossen über die Schulter. „Als erstes werden wir mal deinen Fuß verarzten“, sagte er. „Und dann werde ich…“

„Ja was denn?“ Irma machte große Augen.

„Ich werde dich...“

Oh nein, nicht das, Irma musste automatisch an die verflixte Nacht denken, als sie ihn zum ersten Mal traf. Jedes Wort hatte sie in Erinnerung behalten, und jedes Wort hatte weh getan...



<<< „Lass’ uns ins Bett gehen“, er deutete lässig mit der Hand in Richtung Schlafzimmer.

„Nein, will ich nicht!“ sagte sie heftig. Eigentlich wollte sie ja doch, aber nicht so. Es sollte schon ein bisschen netter ablaufen...

„Stell’ dich nicht so an!“ Bei diesen Worten grinste er böse. „Letztens bin ich mit der Freundin eines Kollegen ins Bett gegangen, und hinterher habe ich den Arm um sie gelegt, und sie hat mir von ihren Problemen erzählt...“

„Ich hab’ aber keine Probleme, und außerdem wäre es sowieso viel zu gefährlich für dich, mit mir zu schlafen!“

„Und wieso bitte?“ Seine Stimme klang amüsiert.

„Jeder Mann, der mit mir schläft, verliebt sich in mich.“

Er glotzte sie daraufhin ungläubig an und schnaubte verächtlich. Bis zu diesem Moment hatte sie immer noch seine Hände um ihre Taille gespürt, es war ein gutes Gefühl, aber nun ließ er sie los und trat einen Schritt zurück. Konnte man sich in ein paar Stunden so an den Körper eines Mannes gewöhnen? Das war doch nicht normal! „Und außerdem“, ihr Mund wollte einfach nicht aufhören, Blödsinn zu erzählen, „bin ich sowieso frigide!“ Das war wohl ein wenig zuviel für ihn, denn er fing an zu lachen und konnte gar nicht mehr aufhören zu lachen.
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Bis ihr schließlich der Kragen platzte und sie ihn anblaffte: „Wenn du’s nicht glaubst, dann kannst du ja abhauen!“

„Natürlich glaube ich das nicht“, sagte er gefährlich ruhig, und seine Augen glitzerten irgendwie. „Aber ich kann dir ja mal zeigen, wie das geht. Ich werde dich lecken, bis du mich anflehst, dich zu…“

„Halt’ die Klappe! Halt’ ja die Klappe!“ Irma hörte ihre Stimme wie durch einen Nebel hindurch, trotzdem klang sie laut und hysterisch. Aber noch schlimmer war, sie stellte es sich vor, wie er sie zuerst leckte und dann, na ja... Und es machte sie an!

Kurz danach warf sie ihn hinaus. >>>



„...dich küssen, dich einfach nur festhalten, es sei denn, du willst etwas anderes...“ Seine Stimme klang so zärtlich, und Irma atmete erleichtert auf.

„Ich muss dir noch was sagen, Chris.“

„Ja was denn, Haselmaus?“

„Ich bin überhaupt nicht frigide...“

„Das ist aber jetzt eine Überraschung!“, Chris lachte, während er sie über die Schwelle trug, und Irma kam sich vor wie eine Braut. Ein bisschen jedenfalls...



Und während Chris sie über die Schwelle trug, musste sie daran denken, wie sie ihn kennen gelernt hatte, und alles fügte sich auf einmal zusammen.



ENDE (erst einmal)





PS: Von wegen 'erst einmal'. Es ließ mir keine Ruhe, und deswegen hab' ich den Vorgänger zu der Story geschrieben - so ähnlich wie bei Starwars.

Er heißt: 'Topp, die Wette - wie es begann'.

Falls also jemand Interesse an seltsamen und teilweise skurrilen Begebenheiten hat (egal ob in gefühlsmäßiger oder in erotischer Beziehung) bei denen BEIDE Seiten zu Wort kommen, dann, na ja...
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Punktestand der Geschichte:   69
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Kommentare zur Story:

  ich bin natürlich voreingenommen - wie jeder schreiberling.
dramatisch ist es, ohne zweifel. erotisch auf jeden fall, gefühlsmäßig können auch männer sich damit identifizieren, und manchmal ist es sogar richtig witzig.
ich bin natürlich voreingenommen - wie jeder schreiberling. und wahrscheinlich wird es die pleite des jahrhunderts werden... ;))
lieben gruß  
   Ingrid Alias I  -  30.10.09 21:45

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  hallo, ingrid, ich interessiere mich auch dafür, na, sagen wir mal, wenn es schön dramatisch zugeht.
grüß dich  
   rosmarin  -  30.10.09 16:12

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  das ist schön, petra, einer interessiert sich dafür... ;)
vielleicht fang' ich nächste woche damit an, ist aber ganz schön lang, ungefähr dreimal so lang wie die wette, und mal schauen, wie es so läuft.
lieben gruß und danke fürs lesen  
   Ingrid Alias I  -  30.10.09 15:32

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  Na, du machst ja hier Andeutungen? Wenn du diese Andeutungen wahr werden lassen willst, dann kann ich nur sagen: Her mit dem nächsten Roman zu dieser Geschichte. Denn diese hier hat mir echt gut gefallen. Ich maaaag Liebesgeschichten!!!  
   Petra  -  29.10.09 19:14

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  freut mich jetzt unheimlich, dass es dir gefällt. ;)
wenn ich zeit habe (bin im büro, alles geht drüber und drunter), dann werde ich mal bei deinen sachen schauen.
lieben gruß  
   Ingrid Alias I  -  29.10.09 12:21

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  Eine sehr interessante Story, die skurrile Züge trägt - die ich gerade deshalb sehr amüsant finde. Ein Wechselbad der Gefühle empfinde ich beim Lesen Deiner Geschichte.
Ich freue mich, dass Du Dich dem Thema kuriose Bekanntschaften verschrieben hast, und liegst damit auch auf meiner Wellenlänge. In meinen Arbeiten habe ich nämlich ähnliche Themen beleuchtet.  
   Michael Brushwood  -  28.10.09 16:59

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  danke schön, doska!
es ist schon sehr schwierig für viele, mit diesen drei worten umzugehen, manche tun es ja sehr leichtfertig. ;)) aber diese beiden bestimmt nicht.
lieben gruß von mir  
   Ingrid Alias I  -  28.10.09 12:47

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  hallo rosmarin,
ist einwandfrei ein happy end, allerdings stehen die beiden demnächst vor einer ziemlichen herausforderung, und alles scheint auseinander zu brechen...
aber erst einmal will ich vom anfang schreiben, aber nur wenn es einen (1!!!) interessiert. ;)
danke fürs lesen und lieben gruß  
   Ingrid Alias I  -  28.10.09 12:38

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  hallo, ingrid, eine wirklich amüsante, aber auch nachdenkliche geschichte. ist das nun das happy end? mir ist so, als müsste noch was passieren.
grüß dich  
   rosmarin  -  27.10.09 09:44

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  Sehr schön. War ja ein Genuss das Kapitel zu lesen. Es ist wirklich zu komisch, aber dem anderen zu sagen, dass man ihn liebt, ist echt ein Problem. Man hat Angst dafür belächelt zu werden. Die Seele ist eben das Empfindlichste, was man hat. Sie ist noch empfindlicher als der Körper.  
   doska  -  26.10.09 20:26

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