Poetisches · Trauriges

Von:    kalliope-ues      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 4. Juli 2007
Bei Webstories eingestellt: 4. Juli 2007
Anzahl gesehen: 1751
Seiten: < 1

Schrei leise, mein Liebchen

alle Ohren sind taub

komm sing ein Liedchen

ich hau mich ins Laub



Ich komm wann ich will

wenn du weißt was ich meine

gewöhn dich an Drill

und spreiz deine Beine!

Tut’s weh? Das vergeht

mir macht’s Spaß wenn er steht

Komm lass jucken

und wag’s ja nicht aufzumucken



Wenn die Faust nieder prallt

eine Ohrfeige knallt

tu ich Gutes für dich

dann verstehst du mich



Schrei leise, mein Schätzchen

keiner schaut zu

schnurr, kleines Kätzchen

kriegst sonst noch dazu!



(Gemälde von Volker Dahm, Blumenthal)



Dieser Text ist Mitte der 80er Jahre nach einer Veranstaltung "Gewalt gegen Frauen und Kinder" als Frucht langer Gespräche mit Mitarbeiter/-innen eines Frauenhauses entstanden und fand aktuelle Brisanz in kürzlich zurückliegenden Gesprächen. Volkers Gemälde fügte sich stimmig dazu.
Punktestand der Geschichte:   89
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Kommentare zur Story:

  hallo rosmarin,
der text wurde anfang der 90er jahre vertont und von augsburger kabarettisten gesungen - und wurde damals dem gewünschten rhythmus angepasst - will ihn nun nicht mehr allzusehr verändern, er ist wie er ist - und wird damit zurecht von deiner strengen stimme gemahnt.
lg ursula  
kalliope-ues  -  17.07.07 16:43

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  hallo, ues, inhaltlich ein wichtiger text, da es um missbrach geht. jedoch ist dir hier die ausführung gründlich misslungen. wo bleibt die metrik. das versmaß, wenn du den text schon in die strenge reimform zwingst, in der er, wenn alles stimmen würde, ja auch gut aufgehoben wäre.
gruß von rosmarin  
rosmarin  -  08.07.07 21:47

   Zustimmungen: 3     Zustimmen

  hallo dba,
danke für kommentar und bewertung. zum "laub" habe ich schon darkangel geantwortet. danke auch fürs deutliche "bestehen können", es geht um missbrauch, ja. die letzte zeile habe ich - wenn auch nur geringfügig - verändert, gefällt mir zwar noch immer nicht ganz perfekt, dennoch ist der rhythmus nun besser. vllt. fällt mir noch eine stimmigere zeile ein.
lg ursula  
kalliope-ues  -  08.07.07 01:43

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  hallo darkangel,
danke für deinen kommentar, der mir zeigt, dass doch einiges von dem rüberkommt, was ich damit aufzeigen wollte. die zeile "ich hau mich ins laub" ist durchaus gewollt und sollte "prolo" klingen, du nennst es "dummdeutsch" - vllt. finde ich aber noch eine andere formulierung, die sich besser einfügt und den status noch deutlicher macht. auf jeden fall danke für die rückmeldung.
lg ursula  
kalliope-ues  -  08.07.07 01:39

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  Ich bin auch über das Laub gestolpert. Die zweite Strophe halte ich in ihrer Eindringlicheit (wobei ich gerade merke, dass dieses Wort im Zusammenhang mit dem Thema eine ungewollt genaue Aussagekraft besitzt ) für sehr gelungen.
Wovon ich wenig halte sind Zusatzerklärungen, einText muss ohne Rechtfertigung bestehen können, dieser hier kann es M. E. sehr gut. Mir war spätestens seit "Faust" klar, dass es nicht um SM sondern Missbrauch geht.
Letze Zeile finde ich ebenfalls überdenkeswert, das "du" stört den Rhythmus.

mfg
DBA  
DBA  -  06.07.07 23:49

   Zustimmungen: 4     Zustimmen

  das mit der anmerkung ist vllt ganz gut:) der text gefällt mir auch, da er die einstellung zum thema sehr gut deutlich macht und das einerseits von seiten der täter und andereseits von den leuten im umfeld ("alle ohren sind taub"). mich stört allerdings die formulierung "ich hau mich ins Laub", da das irgtendwie doch zu "dummdeutsch" klingt;)
lg darkangel  
darkangel  -  06.07.07 23:03

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  Hallo Alex, danke für den Hinweis - habe meinem Text nun in Kürze die Entstehung, also den Zusammenhang beigefügt. Deine Reaktion zeigt mir deutlich die Notwendigkeit.
LG
Ursula  
kalliope-ues  -  06.07.07 22:48

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  Kilngt nach SM... logisch .... ist das eine hommage an SM oder kritisch gemeint? No problem, ich bin da offen, nur ich verstehe es nicht...

nichts für ungut

Grüße

Alex  
Alex  -  06.07.07 17:27

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