Entstehungs-, Aufklärungsgeschichte für Kinder   44

Kurzgeschichten · Romantisches

Von:    Robert Zobel      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 21. November 2005
Bei Webstories eingestellt: 21. November 2005
Anzahl gesehen: 3364
Seiten: 3

Hallo kleines Menschenkind. Ich weiß, Menschenkind hört sich komisch an und nicht so schön wie Rehkitz, Frischling oder Fohlen, aber ein Baby bist Du ja auch nicht mehr. Ansonsten würdest du ja auch viel zu beschäftigt sein um dir diese kleine Geschichte anzuhören.

Dann würdest du nämlich viel zu viel um die kleinen Öhrchen haben. Zum Beispiel ganz laut schreien, damit die Mama und der Papa dich auch hören oder ganz lange schlafen, um in der Traumwelt mit Wolken Fange zu spielen. Die Zeit dazwischen, wenn es sie denn gibt, würdest du vernuckeln und vielleicht tust du es ja immer noch.

Doch jetzt bist du schon groß genug für diese Geschichte und hast ein wenig Freizeit zwischen Babysein und Jugend. Schade, dass es für diesen Bereich dazwischen keinen Begriff gibt. Kindheit finde ich zu allgemein. Wollen wir uns was einfallen lassen? Ein schöneres, anderes Wort für Kind? Fällt Dir da vielleicht was ein? Wie wäre es denn mit Bubbeldibup? Bist du ein Bubbeldibup? Das klingt lustig oder?



Heute wird dein Papa oder deine Mama dich mit dieser Geschichte in die Welt der Erwachsenen nehmen, aber keine Angst, du bist gleich wieder zurück kleiner Bubbeldibup und es wird ganz doll interessant. Deswegen musst du schön zuhören und deine kleinen Ohren spitzen, denn um die geht es nämlich. Na ja, um deine Ohren, um deinen kleinen Bauch und um deine kleine Nase. Ach, eigentlich geht es ganz nur um Dich.

Wo kommen denn deine Finger her und wo kommst du her? Nimm mal deine Hand und schau sie Dir an! Hast Du dir schon mal überlegt, wo die eigentlich herkommt? Das sind wichtige Fragen und dahinter steckt ein großes Geheimnis der Erwachsenenwelt, dass Dir bisher nicht verraten wurde.



Das dein Erscheinen auf der Welt etwas mit Mama und Papa zu tun hat wird Dir bestimmt schon aufgefallen sein und da hast Du auch wirklich gut gedacht.

Sie haben Dich gemacht! Deine Hände, Deine kleine Nase, die Füßchen mit allen Zehen und sogar jedes einzelne Haar das dir auf dem Kopfe wächst. Jedes Kind hat seine Eltern, aber warte mal, wir wollten ja Bubbeldibup sagen: Jeder Bubbeldibup hat Eltern und ich will Dir erklären, wie sie dich gemacht haben.



Irgendwann haben sich Mama und Papa kennen gelernt. Die kannten sich nämlich nicht immer sondern mussten sich erst finden und das dauert manchmal ganz lange oder geht ganz schnell.
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Deshalb sind manche Eltern auch älter als andere Eltern. Mama und Papa müssen sich also erst finden. Deine Eltern haben sich gefunden und es ist ganz egal, wo sie es getan haben.

Wenn man sich so findet passiert was ganz Schönes mit den Menschen. Sie müssen ganz oft lachen, drücken sich gegenseitig und haben alle leuchtende Augen. Man freut sich das ganze Leben lang, dass man sich gefunden hat und das nennen die Erwachsenen dann Liebe. Manchmal verwechseln sie das mit anderen Gefühlen oder Wunschgedanken, aber wenn sie sich wirklich aneinander sehr, sehr freuen dann ist es Liebe.



Und wenn man sich liebt, dann will man immer bei dem anderen Menschen sein und ihm Gutes tun. Man passt aufeinander auf und ist füreinander da und bei allem freut man sich ganz doll. Und diese Liebe verstärkt sich dann sogar immer weiter und weil die so, so, so schön ist, kann man sie zu zweit gar nicht aushalten und will sie mit jemandem teilen. Mit jemandem, der auch ganz toll ist und am besten mit einem, der auch schon nach einem suchst und du hast deine Mama und deinen Papa gesucht. Das weißt Du nur nicht mehr, weil Du zuviel um die Ohren hattest mit dem Rauskommen aus Muttis Bauch und so. Das hast du total vergessen, aber das ist nicht schlimm, denn daran kann sich fast keiner erinnern.



Um Dir bei deiner Suche zu helfen fingen auch damals deine Eltern an zu suchen. Sie mussten irgendwie auf sich aufmerksam machen. So wie ein Leuchturm, oder ein Feuerwerk oder eine Lampe im Garten die kleine Insektchen anzieht. Und hier steckt das Geheimnis der Erwachsenen. Sie schickten eine Prise ihrer Liebe zu Dir. Dafür mussten sie sich ganz doll aneinanderkuscheln, küssen und drücken und als sie ganz eng beieinander waren freuten sie sich ganz doll, dachten an dich und so hast Du sie dann gefunden. Weil sie so stark mit der Liebe gestrahlt haben, dass Du sie gar nicht übersehen konntest



Deine Mama hat Dir dann in sich eine schöne Höhle gebaut in der du gut geschützt warst, weil Du weißt ja, dass man auf sich gut aufpasst, wenn man sich liebt und in dieser Höhle bist du groß und stark geworden. Da sind dann Deine Füßchen gewachsen, Deine Ohren und sogar dein kleiner Po…

Und als Mama keine Angst mehr um dich haben brauchte, weil du so stark geworden warst, bist du herausgekommen und hast angefangen zu leben.
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So war das bei deinen Freunden, bei den kleinen Hunden und sogar bei den Ameisenbabys.



Und weil du mit deinen Eltern die Liebe teilst, lieben sie dich auch total, werden dich immer beschützen und Dir immer helfen. Immer, immer und immer.
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Punktestand der Geschichte:   44
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Kommentare zur Story:

  och wie süß so`ne Aufklährung:-) . aber vielleicht ein bisschen genauer.wie es geht????  
anonym  -  07.05.08 20:18

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  Bei einer so süßen Story könnte man fast Lust darauf bekommen, auch Kinder zu bekommen.... oder .... man läßt es lieber sein. Besser wäre es... auch für den Autor (oder wie auch immer man so ein selbstverliebt schreibendes Individuum nennen soll).  
anonym  -  03.04.08 15:52

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  Das finde ich auch!  
doska  -  27.11.05 20:18

   Zustimmungen: 5     Zustimmen

  Das ist ja wirklich allerliebst! Da ist sicher jeder total froh, wenn er an seine Aufklärung zurück denkt, wenn sie so ausfällt.. Echt total süß  
Judith  -  27.11.05 19:07

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Interessante Kommentare

Kommentar von "Tintenkleckschen" zu "Bitte bitte"

Ja, gefällt mir ganz gut. P.S.: Relaxen schreibt man mit a.

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Auch ich finde diesen Text sehr gelungen. Ein wunderschön schelmisches Wortspiel.

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