Romane/Serien · Amüsantes/Satirisches · Zum Weiterschreiben

Von:    Heiko Sonnleitner-Seegmüller      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 30. März 2004
Bei Webstories eingestellt: 30. März 2004
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Beiträge: 38

Diese Story ist eine Fortsetzungsgeschichte.

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Endlich hatte sie es gefunden. Jahre der Entbehrung und unermüdlicher Arbeit lagen hinter ihr und nun stand sie vor dem Ergebnis ihrer Arbeit.

Das hohe, graue Steintor verschloss ihr den Weg in das Innere dieses gewaltigen Bauwerkes in dessen Bauch sich die Wahrheit verbarg. Überall um das Portal waren Zeichen in den Stein gehauen; Zeichen die sie nicht deuten konnte obwohl sie sich lange Zeit mit dieser Kultur beschäftigt hatte. Stille umgarnte Jane. Stille und diese Hitze, wie sie in diesem Breitengrad Normalität war.

Hier also war das Labyrinth der Geister, wie es die Einheimischen nannten. Folgte man der Legende um dieses Steingebilde, so trafen sich an diesem Ort die Geister, die Seelen der Verstorbenen dieser Welt. Doch was bedeutete eine Legende wie diese in unserer aufgeklärten Welt? Jane interessierte sich nicht für den Aberglauben den die Eingeborenen des Landes immer wieder in die Öffentlichkeit trugen. Alles was sie wollte war die „Wahrheit“; ein heiliger Stein längst vergangener Tage. Sollte sie dieses Gebilde finden, war ihr der Ruhm archäologischer Forschung sicher, denn aus einer Legende würde Realität werden.

Langsam lief die Frau auf das Tor zu. Sie blieb stehen, berührte mit ihren Händen den kühlen Stein. Ihr Herz begann zu pochen. Vorfreude überkam sie. Es würde kein sehr langer Aufenthalt werden und schon bald würde sie diesen Stein in ihren Händen halten. Es interessierte sie nicht, wie dieses Gemäuer von innen aussah und wie es aufgebaut war, was zählte war der Weg zu ihrem Ruhm.

doska am: 18. Februar 2009

.
Aber wie kam sie jetzt hinein? Weder war das Tor mit einer Stange verriegelt, noch gab es darin Griffmulden oder sonst etwas, um es zu öffnen. Jane trug zwar verschiedene Dinge im Rucksack, mit denen man es vielleicht aufhebeln konnte, aber das Gestein erschien ihr doch zu dick, um genügend Kraft dafür zu haben.
`Männerhände sind vielleicht doch kräftiger`, dachte Jane wehmütig. Leider waren ihre Begleiter, die ihr sonst immer so viel Trost gegeben und ihr oft aus schlimmen Situationen heraus geholfen hatten, entweder eines unnatürlichen Todes gestorben oder sie hatten schließlich Reißaus genommen. Insgeheim fragte sich Jane jetzt, weshalb sie als einziger Mensch bisher ungeschoren davon gekommen war. Sollte sie dazu auserwählt sein, diesen Stein der Erkenntnis zu finden? Ach, Unsinn, mit ihren vierunddreißig Jahren war sie doch kein abergläubisches Ding mehr und eine der uralten, zahnlosen Einheimischen auch nicht.
Jane blickte auf das Display des Handys und lächelte. Ja, dort war der Plan, nach dem sie sich die ganze Zeit gerichtet hatte. Sie hatte außerdem diverse uralte Keilschriften gespeichert und ging jetzt mit wahnsinniger Schnelligkeit die Bilder nacheinander durch, denn die kannte sie inzwischen fast auswendig. Halt, stop, was war mit diesem Zeichen? Ein kleiner, gebückter Mann! Befand der sich nicht in der Mitte der herrlichen Einfassung der Tür? Sie verglich das Bild mit der Türeinfassung - tatsächlich! Was der kleine Kerl wohl dort zu bedeuten hatte? War das überhaupt ein Mann? Sah eigentlich eher aus wie ein Affe! Aber Affen hatten doch keine langen Haare!
Egal, Jane hatte jedenfalls den Eindruck, als rage dieser Stein im Gegensatz zu den anderen ein wenig hervor. Sie tastete ihn vorsichtig ab, beäugte ihn ganz genau. Tatsächlich, der Stein war beweglich. Moos bröckelte von ihm ab. Ließ er sich eindrücken oder schieben? Jane probierte die erste Möglichkeit. Ihre Finger zitterten, als sie es tat. Verrückt, die Tür schien plötzlich zu beben. Erschrocken fuhr sie zurück. Sie hörte ein unheimliches Rumpeln im ganzen Gebäude. Schließlich fiel Erde von irgendwo her auf Jane herab, verfing sich in ihrem wachsroten Haar. Dort, wo das Tor war, staubte und krachte es inzwischen ganz gewaltig. Jane hustete und im Staubnebel sah sie, wie sich das Tor tatsächlich ganz langsam für sie aufschob. Endlich trat Stille ein und der Nebel senkte sich. Jane blinzelte. Was war dahinter verborgen?

Doska am: 20. Februar 2009

In all diesem Staub hatte Jane gemeint, ein gebücktes breitschulteriges Wesen im Inneren des uralten Tempels davon huschen zu sehen. Es war ziemlich groß, mit langem struppigen Haar und Jane hatte in ihrem Entsetzen sogar den Eindruck gehabt, gelbe schräge Augen tückisch aufblitzen zu sehen. ´Der Wächter, des heiligen Steins!` , hatte sie in diesem Moment gedacht, ´Die Einheimischen haben also doch recht!`
Nun aber riss sie sich wieder zusammen. Unsinn, das war gewiss nur eine Einbildung , wegen des vielen Staubes, gewesen.
Nachdem auch die letzten Staubkörnchen zu Boden gerieselt waren, trat Jane mutig näher. Sie hielt den Atem an, während sie in den langen dunklen Korridor hinein blickte.
Na also, nichts war hier mehr von einem Wesen zu entdecken. Das Licht des Tages schien von oben in den langen Gang, der überaus reichlich mit Symbolen, Bildern und Schriftzeichen verziert war.
Ich muss diesen prächtigen Stein der Weisheit haben, dachte sie fieberhaft. Die Wissenschaft wird staunen. Ich hole ihn mir. Koste es was es wolle. Und so biss sie die Zähne fest zusammen und machte den ersten Schritt in den Flur. “Welch eine Pracht!“ , flüsterte sie, während sie verzückt immer weiter lief. Hunderte von Jahren war es her, seit hier Menschen diesen Tempel betreten hatten und erstaunlicherweise sah hier alles aus, wie eben erst gemacht. Die Farben waren so frisch, als hätten sie gerade Künstler in mühsamer Kleinarbeit auf diese Wände gepinselt.
`Nanu ? `, dachte Jane mit einem Male, `Nun teilt sich dieser Weg. Welchen von den beiden wähle ich jetzt am Besten? Da hörte sie es hinter sich rumpeln. Erschrocken fuhr sie herum. Die schwere Eingangstür des Tempels war hinter ihr zugerauscht und zwar viel schneller als sie sich vorhin aufgeschoben hatte. `Gefangen!`, durchfuhr es Jane entsetzt und was mache ich nun? `

Doska am: 21. Februar 2009

Nur keine Panik, Jane! , sagte sie sich, als sie wieder einigermaßen zu sich gekommen war. Du musst doch nur zurück laufen und dann wirst du dieses Tor,so wie du es vorhin von außen aufbekommen hast, auch von innen öffnen können. Was machst du aber, wenn dazu noch ein ganz anderer Mechanismus in Gang gesetzt werden muss? Ach, das Problem wird sich schon irgendwie meistern lassen.
Obwohl das Tageslicht nicht mehr in den Tempel hinein schien, war es hier überhaupt nicht finster. Jane knipste deshalb die Taschenlampe aus und schaute sich um. Fackeln loderten überall an den Wänden, das merkte sie erst jetzt, und sie brannten so schön, als wären die gerade angezündet worden. He, wie konnte das sein? Gab es hier tatsächlich Geister?
Ein leichter Windstoß fuhr wie zur Antwort durch den Flur. „ Hallo, ist hier jemand?“ fragte sie leise. Keine Antwort kam und Janes Puls ging wieder schneller, sie atmete rascher.
Als sie Anstalten machen wollte, den langen Flur zurück zu laufen, vernahm sie ein leises Rascheln. Nun schnürte Panik Janes Hals zu. Sie schluckte. Das Geräusch war von rechts gekommen, dicht neben dem Eingangstor. Sollte sie trotzdem noch dort hin oder lieber nicht mehr? Jane war plötzlich zu keiner Entscheidung mehr fähig, aber das Herz schlug ihr inzwischen bis zu den Ohren hinauf. Langsam und vorsichtig tastete ihre schmale Hand nach dem Revolver, den sie am Gürtel trug. Sie entsicherte die Waffe. Es klickte leise. Ob wohl derjenige, der die Fackeln für sie angezündet hatte, auch für das Schließen des Tors verantwortlich war? Ganz bestimmt.
„Los, melde dich endlich?“, brüllte sie tapfer in die Stille hinein.
Jane vernahm zwar wieder keine Antwort, dafür aber ein schlurfendes Geräusch und dann sah sie einen gekrümmten Schatten, hinter jenen drei Säulen hervorlugen, die sich neben dem Tor befanden. Der Wächter!, dachte Jane entsetzt und die Waffe in ihrer Hand zitterte. Gelbe Augen hinter langen verfilzten Haarsträhnen funkelten Jane kalt an.

Doska am: 23. Februar 2009

Würde es helfen auf ihn zu schießen, wenn er ein Geist war? Das Geschöpf schob sich nun mit seinem ganzen Körper hervor. Oh, nein, es machte jetzt sogar einige Schritte auf Jane zu. Jane errötete ein bisschen, denn das Wesen war völlig nackt. Seit vielen Tagen schon, hatte Jane keinen Mann mehr gesehen. Dieser hier war weder alt noch jung und eigentlich nicht wirklich hässlich. Lediglich seine gebückte Haltung und das tiefe moosgrün seiner Haut, die mit vielen sonderbaren Zeichen bemalt war, trugen wohl zu diesem unheimlichen Erscheinungsbild bei. Jane holte tief Atem, weil es noch näher kam. Sie versuchte ihren schnellen Pulsschlag zu beruhigen und sagte dann: „ Ich bitte Sie, mir nicht zu nahe zu kommen, sonst …äh ….werde ich schießen.“ Vielleicht wusste er nicht was das war, darum fügte Jane erklärender Weise noch hinzu: „Bekommen Sie ein Loch in die Brust, verstanden?“
Das Wesen stoppte nun doch, glotzte ein wenig dumm, und dann musterte es die Waffe und verzog den Mund zu einem verächtlichen Grinsen. Jane glaubte ihren Augen nicht zu trauen, denn sie sah in diesem Moment zwei Reihen sehr langer messerscharfer Zähne aufblitzen und dann war ihr mit einem Male kotzübel. „ B…bbbleiben Sie wwwo sie sind, hhhhabe ich gesagt!“, stotterte sie und würgte sich so ein bisschen.
Das Wesen dachte aber gar nicht daran, auf Jane Rücksicht zu nehmen kam sogar noch ein Stückchen näher – immer noch in gebückter Haltung - und die gelben Augen hinter baumelnden Haaren funkelten dabei so hungrig, als habe es vor, Jane sofort aufzufressen.
Da knallte der erste Schuss. Jane hatte gar nicht bemerkt, dass sie vor lauter Angst einfach abgedrückt hatte, darum schaute nicht nur das Wesen, auch sie selbst, verblüfft drein. Danach krümmte sich das Geschöpf vor Schmerzen zusammen. Es ging in die Knie, keuchte, hellgrünes Blut troff dabei aus einer kleinen Wunde in seiner Brust. Es jammerte und schimpfte in einer Sprache, die Jane noch nie zuvor gehört hatte.
Nun überkam Jane doch ein wenig Mitleid. Sollte sie dieses Wesen, das ihr vielleicht gar nichts tun wollte und nur ein paar zu lange Zähen besaß, aus Versehen tödlich verletzt haben?

Doska am: 25. Februar 2009

Es wäre wohl besser gewesen, Jane hätte kein Mitleid gehabt, denn plötzlich grinste das Geschöpf und glotzte Jane boshaft an. Es war ihm gelungen sich mit Hilfe seiner langen Fingernägel die Patrone aus dem Fleisch zu pulen. Jane staunte nicht schlecht, denn die Wunde verheilte nun in Sekundenschnelle.
„ Ul gam itaro!“, knurrte die Kreatur zornig, hielt die Patrone hoch, und diese begann zu glimmen, wurde immer heller, so als wäre sie ein kleines Stück glühender Kohle. Jane wagte nicht zu atmen, doch dann machte sie auf dem Absatz kehrt und flitzte einfach in jenen Gang auf der rechten Seite. Mit einem flüchtigen Blick stellte sie fest, dass auch hier alles kostbar verziert war und Fackeln sorgten wieder für ein anheimelndes Licht in dieser uralten Welt.
Wie Jane vermutet hatte, konnte das Wesen, krumm wie es nun mal war, ihr nicht so schnell folgen, wohl aber die glühende Patrone hinterher werfen. Sssst…schon sauste ein winziger Gegenstand Jane hinterher. Jane gelang es jedoch rasch auszuweichen und die glühende Patrone klickte gegen die Wand, fraß sich ein und es rauchte von dort ein wenig.
Da hörte Jane auch schon das schnelle Patschen zweier nackter Füße über den steinernen Boden. Das Wesen würde sie bald eingeholt haben, wenn sie nicht schneller machte. Janes Atem ging stoßweise, während sie vorwärts jagte. Verdammt, da war wieder eine Abzweigung. Was sollte sie nur machen? Welcher Weg war der Richtige, um den Stein der Weisheit zu finden? Nein, sie wollte ihren Plan nicht aufgeben, komme was das wolle.

holdriander am: 26. Februar 2009

Auch im Nachbarland war dieses Labyrinth bekannt. Da machte sich ein Anderich auf den Weg, um "Die Wahrheit" zu finden.
Er kam vor das Tor und es öffnete sich ihm bereitwillig. "Nanu", dachte er, "das ist doch nicht etwa eine Falle?"
Dennoch schritt er tapfer aus. Das Tor schloss sich leise und Anderich stand im Dunkeln. Aber dafür hatte er vorgesorgt, er hatte eine Fackel und Schwefelhölzer bei sich.
Wie er so fürbass schritt, sah er plötzlich vor sich eine junge, bildhübsche Frau. Sie trug einen grauen Pelzmantel und so, wie sie ihn trug, war zu vermuten, dass sie darunter nichts anhatte.
Sie lächelte Anderich viel sagend an und machte eine einladende Handbewegung. Anderich war sofort bereit, ihr sonstwohin zu folgen. Er achtete nicht mehr auf den Weg, sondern starrte nur noch auf die verlockenden Rundungen der Frau.
Sie kamen in eine kleine Grotte, die hell erleuchtet war. Anderich löschte seine Fackel aus. Als er wieder zu der Frau blickte, erschrak er zu Tode - der Pelzmantel hatte sich aufgelöst und lief als tausend Mäuschen davon! Nicht nur der Mantel hatte sich aufgelöst, sondern auch von der Frau war nur noch das Skelett übrig. In Zeitlupe sank es in sich zusammen.
Die Mäuschen hatten sich inzwischen in große, kräftige Ratten verwandelt, die alle plötzlich auf Anderich zu sprangen. Da gab es nur eins - schnellstmöglich wegrennen! Anderich rannte um sein Leben. Hin und wieder stieß er sich im Dunkeln an dieser oder jener Ecke, aber glücklicherweise fiel er nie hin, sondern konnte immer weiter rennen, bis ihm der Atem ausging. Er setzte sich hin und wollte es über sich ergehen lassen, bei lebendigem Leibe von den Ratten aufgefressen zu werden.
Jedoch - sie verfolgten ihn schon längst nicht mehr. Stattdessen hörte er ein leises Kichern: "Das hat geklappt! Mann, ist der gerannt! Ich hätte nie gedacht, dass ein erwachsener Mann so viel Angst haben kann!
Na, jetzt ist er weit genug vom Kelche der Wahrheit entfernt und zum Ausgang wird er ohne seine Fackel auch nicht finden. Ich glaube, mit dem werden wir noch ne Weile Spaß haben!"
Anderich merkte kaum, dass ihm Tränen über die Wangen liefen. Erschöpft, verletzt und in seiner Ehre gekränkt schlief er ein.

Doska am: 28. Februar 2009

Da kam eine gebückte grüne Gestalt mit langen verfilzten Haaren auf den schlafenden Anderich zu. Gelbe Augen musterten ihn kurz.
´ Nun`, dachte Wiwak, ´die Frau ist mir zu schnell gewesen, aber der Mann liegt hier so verführerisch mitten im Weg, den könnte ich vielleicht so rasch verspeisen, dass der es gar nicht bemerkt.“
Wiwak riss sogleich den Mund weit auf, seine langen spitzen Zähne schoben sich hervor und er hätte wohl dem armen Anderich in Sekundenschnelle die Kehle durch gebissen, wenn ihn nicht jemand von hinten an die Schulter getippt hätte. Wiwaks Zähne schnappten ins Leere, er fuhr unlustig herum und blickte in das hochnäsige Gesicht Thereses, dann schaute er an ihr hinunter und stellte fest, dass sie sich schon wieder in ihren dämlichen Rattenmantel gehüllt hatte.
„ Ach, Wiwak!“, sagte sie kopfschüttelnd und warf dabei ihre langen blonden Locken in den Nacken. „ Es hat doch gar keinen Zweck, dass du immer die Eindringlinge verspeist und …“
„ Nicht ganz…“, unterbrach sie Wiwack und hob dabei gemahnend den grünen Zeigefinger.“ …die Knochen lasse ich stets zurück!“
„ Versuche nicht immer alles zu verschleiern, Wiwak!“, murrte Therese und runzelte ihre hübsche Stirn.
„Genau!“, hörte man eine der Ratten aus dem Mantel.“ Wiwak glaubt doch bloß ein Mensch zu werden, indem er möglichst viele Eindringlinge frisst!“
„ Siehst du, meine Ratten sagen es auch!“, Therese machte einen Schmollmund und zupfte dabei einen der Rattenschwänze aus ihrem Ausschnitt. “ Pfui, ihr Schlingel!“ kicherte sie. „ Wiwak, du hast schon so viele Menschen gefressen und was hat dir das gebracht? Ein Krüppel bist du dadurch nur geworden, weiter nichts!“
„ Wo bin ich Krüppel?“ Wiwack spannte die Oberarme an, damit man die kräftigen Muskeln sehen konnte. Ich bin zwar ein bisschen krumm…naja… und etwas kurzsichtig auch, weshalb überall in den Fluren Fackeln brennen müssen, aber ansonsten bin ich doch ein stattlicher Mann geworden.“ Er strich sich das verfilzte Haar aus dem Gesicht und funkelte Therese mit seinen gelben Augen stolz an.“ Ich bleibe so wie ich bin, aber du ….“, fügte er in geringschätziger Tonlage hinzu, „ Artus und Friedolin und all die anderen Wächter des Kelches und des Steins, müsst alle zehn Minuten zu Staub zerfallen.“
„ Das hättest du nun nicht sagen sollen…“ , schluchzte Therese plötzlich los.
„ Richtig, wer hört schon die Wahrheit gerne!“ , jammerten auch die Ratten im Mantel.
„ Wahrheit?“, wiederholte Anderich verschlafen, denn er war wegen dieses Wortes wach geworden, wohl weil ihn das an sein Vorhaben erinnert hatte. Er sah mit Entsetzen dieses grüne Wesen vor sich stehen und dahinter die gefährliche Frau in dem grauen Fellmantel und schon hatte er die Pistole gezogen.
„ Mist!“ ,fauchte Wiwak in der Sprache der Geister. „Die kleinen Dinger, die da oben aus der Waffe rauskommen, tun ganz schön weh!“ Und so nahm er Reißaus. Therese zerfiel wie immer zu Staub und die Ratten stoben quiekend von dannen.
Indes irrte Jane noch immer durch die Gänge. Sie hatte mehrmals zurück laufen müssen, weil sie in eine Sackgasse geraten war und überlegte gerade, wo sie nun einbiegen sollte, als sie lautes Quieken vernahm und dann die Schritte von festen Schuhen. „ Nanu“, dachte sie, „ Sollte das Wesen sich nun einfach Schuhe angezogen haben, um mir besser hinterher eilen zu können?“

Doska am: 7. März 2009

Es war eine große schlanke Schattengestalt, die genau wie Jane die Pistole schussbereit hielt. Ängstlich schaute sich die Gestalt nach allen Seiten um. „ Hallo, ist hier jemand?“ ,vernahm Jane eine dunkle Männerstimme.
Jane kam zögernd um die Ecke und erkannte, dass sie diesen jungen Kerl wohl nicht zu fürchten brauchte. „ Ja, hier ist jemand.“, stieß sie verwirrt hervor, denn dieser Bursche gefiel ihr ausgesprochen gut. Man konnte direkt sagen: Es war Janes Traumtyp. „Quatsch, also ich bin`s!“, verbesserte sie sich völlig hirnrissig. „ Und wer sind Sie?“
Der junge Mann blieb stehen und sein Gesicht zeigte einige Überraschung. „Oha,…äh… Hallo!?“ Anderich musterte Jane nun genauso verlegen, wie ihn Jane zuvor.
„ Ich …äh …bin Jane!“, stellte sich Jane leise keuchend vor und machte sich den Haargummi auf, damit das volle Haar über die Schultern fiel.
„ Und ich Tarzan …äh, Quatsch… Anderich, meinte ich!“, erwiderte er mit roten Ohren und fügte rasch hinzu. „Ich hätte sie jetzt gern gekü …äh …gefragt natürlich.“
„ Gerne!“, stieß sie gepresst hervor, hob ihm ihr Gesicht entgegen und schloss dabei die Augen. „Sie können sofort loslegen… mit dem …äh, Fragen!“
„ S….sssoll ich wirklich?“ Er schaute auf ihre samtweichen Lippen. „ Ich meine …wollen Sie echt das Gleiche …äh …hier finden, wie ich?“
„ Ja, ich will das Gleiche…. hm …finden.“, keuchte sie. „ Nämlich den Stein der Wahrheit!“, bei den letzten Worten hatte sie ihre Augen wieder auf. „ Jahrelang habe ich dafür hart gearbeitet und ich werde ihn mir deshalb nicht von jedem Tarz ….äh …dahergelaufenen Typ wegnehmen lassen.
„ Da gibt es eine Kleinigkeit, die zu verbessern wäre.“, murrte er, enttäuscht und verdrießlich. „ Es geht hier um keinen Stein, sondern einen Kelch der Wahrheit.“
„ Nein, es ist ein Stein!“, fauchte sie.
„ Egal was es ist.“ , knurrte er. „ Ich werde das Dingens gefunden haben, noch ehe Sie sich einmal herumgedreht haben, werte Jane.“
„ Rassist! Das sagen Sie doch nur, weil ich eine Frau bin…“
„ Vielleicht werden sich die beiden mal einig?´ ,dachte Wiwak genervt, der sich die ganze Zeit versteckt hielt. ´denn getrennt kann ich sie gleichzeitig schlecht verfolgen!`

Simon Templar am: 10. März 2009

Jane und Anderich sahen sich feindselig an. Keine Rede mehr von Küssen, von Charme, von „ich-werde-Dich-verführen“. Aber auch kein Geschlechterkampf. Was jetzt vorherrschend war konnte nur mit Ruhm-und Machtstreben übersetzt werden. Jane suchte nach dem STEIN DER WAHRHEIT um dann zu gegebener Zeit in der New Yorker TRUMP HALL einer internationalen Riege ihr Objekt des archäologischen Triumphes zu zeigen. Und um dann einen der jährlich vom „Schliemann-Forum“ vergebenen Plätze zugewiesen zu bekommen. Versehen mit dem klangvollen und international hoch geachteten Titel „Chamber of Holy Stones“.

Wiwak sah mit Erstaunen die Veränderung der beiden Menschen. Er erkannte instinktiv, dass sich die Körpersprache von einer Sekunde auf die andere geändert hatte. Er spürte Spannung. Er konnte die Ausdünstungen der beiden Menschen bzw. den sich in Folge der Anspannung verändernden Geruch, die Schweißabsonderung, förmlich riechen. Es roch für seine feine Nase, so man die drei Löcher inmitten seines mit Falten durchzogenen Gesichtes so nennen wollte, auf einmal aggressiver, schärfer.

„Such Du Deinen KELCH DER WAHRHEIT, wo immer Du willst, aber hier, hier wirst Du ihn niemals finden“. Breitbeinig und dabei auf den Zehenspitzen wippend, stand Jane vor Anderich, dabei die geladene Pistole in der rechten Hand haltend. „Wie kommt ein intelligenter Mann dazu so dämlich zu sein in diesem Labyrinth nach einem KELCH DER WAHRHEIT zu suchen ? Ich, und ich habe eine fast10jährige Erfahrung, habe von so einem Kultgegenstand noch nie etwas gehört. Also, was soll dieser Unsinn ?“ Mißtrauisch betrachtete Jane den noch schweigenden Anderich. Ist es möglich, dass der Kerl nur diesen Kelch vorschiebt, in Wirklichkeit aber exakt dasselbe sucht wie ich, nämlich den Stein der Wahrheit, dachte sie. Schwer lag die SIG SAUER Magnum in ihrer Hand. Erst jetzt wurde sie sich des Gewichtes und der Tatsache bewusst, dass sie die Waffe immer noch in der Hand hielt. Sie blickte in die Augen von Anderich und erkannte, dass dessen Blick sich förmlich an der Pistole festgesogen hatten.

Doska am: 10. März 2009

„ Na, gut!“, sagte er matt, „ Trennen wir uns. Ich werfe diese Münze hier!“ Anderich holte dabei selbige aus der Hosentasche hervor. „ Kopf bedeutet links, Zahl rechts, okay?“
„ Okay!“, stimmte Jane zu und verfolgte jede seiner Bewegungen mit gekrausten Brauen, „ Aber nicht schummeln!“
„ So eine Scheiße!“ , schimpfte Wiwak leise in seinem Versteck. „Die laufen jetzt tatsächlich jeder in eine andere Richtung und was mach` ich nun?“
„ Ach, Wiwak!“, hörte er eine rauchige Stimme hinter sich und wieder wandte er sich verärgert um.
„Therese“, ächzte er, „ Musst du mich denn immer verfolgen?“
„ Wusste doch, dass du mich brauchst, Süßer!“, Therese zündete sich mit einer lasziven Bewegung ein Zigarillo an, der letzte Eindringling hatte nämlich eine ganze Packung hier verloren, nahm einen Zug und zupfte sich wieder ihren Kragen zurecht- ein bisschen zu heftig, denn die Ratten quiekten leise dabei. „ Ich schlage vor: Den Kerl verfolge ich und du das Weib!“
„ Du bestimmst hier gar nichts. Denn es sind alle beide meine!“, zischelte Wiwak erbost hinter seinen langen Zähnen hervor.
„ Komm schon, Wiwak, teile mit mir. Was nutzt es dir, wenn du beide frisst. Du wirst dadurch immer noch kein gutaussehender Mensch sein...nur noch unattraktiver werden!“ Sie blies ein paar Rauchkringel zur Decke.
„ Menschen fressen ist aber viel besser, als sie in Ratten zu verwandeln!“
„ So-oh? Ich hätte aber gerne noch mehr Klamotten ...zum Beispiel ein winziges Rattendessous!“ , fuhr Therese für ihn fort.
„ Neiiiin!“, kreischte Wiwak, „ Jetzt sind die beiden endgültig weg. Du bist Schuld, du hast mich abgelenkt.“
„ Wer wird von mir NICHT abgelenkt!“ Sie strich sich dabei das Lange Haar aus dem Gesicht. „Komm Schatz, die holen wir doch rasch wieder ein!“ Und schon hatte sich Therese in Staub aufgelöst und die Ratten trippelten in alle Richtungen, um nach den beiden Eindringlingen zu suchen.
Gerade als Jane die Wand vor ihr mit der Taschenlampe ableuchtete, denn sie meinte eine verborgene Tür entdeckt zu haben, und hier brannten diesmal erstaunlicherweise keine Fackeln, hörte sie flitzende Schritte hinter sich. Überrascht wendete sie sich herum. “Anderich!“ rief sie verärgert. „ Sie halten sich ja gar nicht an unsere Abmachung! Das ist mein Weg! Kehren Sie sofort wieder um!“
„ Das würde ich ja auch gerne machen!“, keuchte er, käseweiß im Gesicht. „ Aber wissen Sie, was ich in meinem Gang vorgefunden habe? Es war entsetzlich ...so etwas können Sie sich gar nicht vorstellen!“

Simon Templar am: 11. März 2009

Jane sah die Panik im Gesicht von Anderich. Das war kein gespieltes Theater. Das war Entsetzen pur. Nun gut – auch Männer durften mal Angst zeigen, was aber keineswegs bedeutet, dass auch ich Angst zeigen oder gar haben muss. Entschlossen trat Jane auf sich unruhig hin und her bewegenden Anderich zu, der sich ununterbrochen nach hinten umsah. „O.K., laß uns gemeinsam die Geister des Bösen verjagen die sooo furchtbar sind“. Gewollt ironisch, um die Anspannung zu mildern und auch ein klein wenig zu forsch, wie sich Jane selbst eingestand, wollte sie Richtung Anderich’s Tunnel marschieren.

„Halt“. Die Stimme Anderich’s klang befehlend mit leicht zittrigem Unterton. „Halt – geh’ nicht weiter Jane. Es ist so unsagbar grauenvoll, so entsetzlich was ich sehen musste. Noch niemals, selbst in den alten Abenteuerfilmen unserer Vorfahren und den aktuellen Horrorfilmen unserer Gegenwart, sah ich nichts was dem gleich kommt, was ich schauen mußte.“ Es waren nicht mehr die strahlend blauen Augen die Jane ansahen, während der Mund stoßweise das grauenvolle Szenario hinter sich beschrieb. Diese Augen waren voller Panik, gepaart mit einem Schuss Wahnsinn. Eine Mischung die Jane Angst machte. Eine Situation, die sie zur Vorsicht mahnte. Nicht nur vor dem Gang, nein auch vor Anderich.

Unvermutet hörte man aus dem Dunkel des Ganges den Anderich hinter sich gelassen hatte, so etwas wie leise Musik. Nein. Es war keine Musik. Es hörte sich ehe an wie ein zischen, ein säuseln, ein krächzen. Jane spürte eine ein Frösteln, eine Kälte in sich hochsteigen. Sie atmete schwer und auf den bloßen Armen spürte sie Gänsehaut. Sie gestand sich ein: ich habe ANGST.

„Laß uns sofort verschwinden“, flüsterte Anderich ihr ins Ohr. Er war, unbemerkt von ihr, ganz nahe an sie heran getreten. „Wie nehmen Deinen Gang – und lassen STEIN und KELCH
der WAHRHEIT unberührt. Wo immer sich diese Kultgegenstände jetzt auch befinden mögen“.

„Du glaubst wirklich, dass ich von hier fortgehe ohne meinen STEIN DER WEISHEIT gefunden und ohne das Geheimnis dieses Labyrinths gelüftet zu haben“, zischte Jane ihren Zorn dabei mehr schlecht als recht unterdrückend. „Bleib’ Du hier stehen und zittere männlich vor Dich hin - ich mache weiter“. Sprachs und wollte Richtung Anderichs Gang, aus dem die merkwürdigen Geräusche immer lauter wurden, marschieren. „Bitte bleib“. Anderichs Hände ergriffen Jane am Hosengürtel und er zog sie zu sich. „Geh’ nicht weiter denn Schlimmeres, Entsetzlicheres und Unfassbareres hast Du noch nie gesehen. Erspare Dir diesen Anblick, denn das was Du sehen wirst, wird Dich bis in alle Ewigkeit verfolgen“. Dabei liefen Tränen über das Gesicht von Anderich und Jane erkannte, dass er dem Wahnsinn nahe war. Sie bekam Mitleid mit diesem männlichen Mann. Kein hämisches Mitleid, sondern aufrichtiges Mitleid gepaart mit dem Schmerz den eine Mutter empfindet, wenn ihr Kind schreit. Gepaart mit dem Schmerz den ein Mensch beim Verlust eines geliebten Partners empfindet. „Anderich, ich kann nicht anders. Ich muß sehen wie Du, was sich in diesem Gang verbirgt. Es sei denn, Du erzählst mir jetzt, hier und sofort, was Dich so in Panik versetzt hat“.
Aufmunternd blickte Jane in das gequälte Gesicht Anderichs. Von dort würde keine verwertbare Nachricht mehrt kommen. Sie löste behutsam seine sie immer noch festhaltenden Hände vom Gürtel und betrat den Höhlengang.

Als ihre Schuhe einen Stein wegstießen erstarben alle Geräusche. Kein zischeln, kein säuseln, kein krächzen. Stille. Grabesstille. Die Luft kam ihr auf einmal stickig vor. Beinahe heiß und das, obwohl ein steter kühlender Wind ihr um Gesicht und die nackten Beine strich. Im Höhlengang wurde es zusehends heller was sie in Staunen versetzte. Woher kam diese Helligkeit ? Die Lösung sah sie, als sie um die Biegung des Höhlenganges kam. Ein kleiner Riß im Felsen ließ Sonnenstrahlen durch die eine Szenerie beschienen, die so unwirklich, so grausam, so entsetzlich war, dass es ihr den Atem nahm. Auf dem Felsenboden sah sie hunderte von Menschenköpfen. Ohne Körper. Die Köpfe lagen in Reih und Glied wie sie bemerkte. Ganz offensichtlich unterteilt nach Haarfarbe und Geschlecht. War allein das schon als Anblick kaum auszuhalten, so war das, was sie dann wahrnahm und sehen musste, so unwirklich, so grauenvoll, dass es ihr die Stimme nahm. Denn ihr Mund hatte sich bereits geöffnet um vor Grauen und Panik den Weg freizumachen für einen nicht endend wollenden Schrei des Entsetzens. DIE KÖPFE LEBTEN. Körperlos lebten diese Köpfe und jede ihrer Bewegungen wurde verfolgt von Augen aus denen kein Wahnsinn sprach, sondern nur eine stille Bitte während die dazu gehörigen Münder in vielen Sprachen dieser Welt leise auf sie einzureden versuchten.

Der Kopf eines ganz offensichtlich Gelehrten sprach sie ganz leise in lateinischer Sprache an und dicht neben diesem Kopf bat eine weibliche Stimme in portugiesischer oder spanischer Sprache, so genau konnte sie das im Moment nicht umsetzen, zu ihr. Und auf einmal wurde das Gemurmel der sprechenden Köpfe immer lauter, steigerte sich zu einem Stakkato und erstarb so plötzlich wie es begonnen hatte.

Therese hatte den Raum betreten. Ihr Rattenmantel lebte und feuerrote Augen aus tausenden von Rattenköpfen blickten auf Jane. „Was treibt Dich in mein kleines niedliches Reich“, säuselte Therese. Dabei blickten ihre Augen taxierend auf Jane. „Du siehst gut aus“, bemerkte Therese und erkannte zu ihrer Freude das aufkommende Entsetzen in dem Gesicht von Jane.
„Du hast Angst“, bemerkte sie. „Nun, dann paß mal auf, denn das was ich Dir jetzt zeige, wird Dir den Verstand rauben“, und mit einem lauten Schrei bewirkte sie, dass sich ihr Rattenmantel in Einzelteile zerlegte und die Ratten zischelnd und quiekend auf den Weg machten. Auf den Weg zu den Köpfen, deren Körper sie mal gewesen waren. Vor 500 Jahren oder vor erst kurzer Zeit. Was dann geschah sah Jane nicht mehr. Der Liebe Gott gönnte ihr eine Auszeit und schenkte ihr Bewustlosigkeit.

Doska am: 12. März 2009

Wäre Jane bei Bewusstsein gewesen, hätte sie vielleicht ein paar Schüsse – nur so zur Abschreckung - aus ihrer Pistole abgeben können, die sie noch immer in der Hand hielt. So war sie leider Therese völlig ausgeliefert. Diese lief, obwohl sie splitterfasernackt ohne ihren Mantel war- die Ratten hatten sich nämlich inzwischen ihre Köpfe aufgesetzt, waren dadurch größer geworden und machten alle miteinander ein Freudentänzchen - mit raschen Schritten auf Jane zu, um ihr die Waffe wegzunehmen, denn sie hasste Krach, besonders wenn geschossen wurde. Erst danach wollte Therese Janes Kopf haben und den Körper wie gewohnt in eine Ratte verzaubern.
„Du wirst, da du rote Haare hast...“ , hauchte Therese genüsslich, während sie sich zu Jane hinunter beugte , „ ....eine Ratte mit rotbraunem Fell werden. Aaaach, was freue ich mich schon auf diesen schnuckeligen BH aus weichem Fell!“
Da kam aber Wiwak zur Höhle hinein geflitzt. Er fauchte so zornig, dass die Rattmenschen ihren Tanz unterbrachen und sogar jemand von ihnen den MP-3 Player etwas leiser stellte. „ Die Menschenfrau ist doch meine!“, kreischte Wiwak fassungslos und hastete noch näher heran.
„ Therese, du hältst dich ja überhaupt nicht an unsere Abmachung!“ .
Therese drehte sich langsam und mit verführerischer Pose zu Wiwack herum. „ So-oh? Hatten wir denn eine, Süßer?“ .
„ Klar, hatten wir die! Du vergisst immer alles!“ Wiwak sabberte vor Aufregung. „Los lass mich an das Mädel heran! Ich bin schon ganz gierig!“
Doch Therese machte ihm nicht Platz. „ Es ist ungesund seine Nahrung zu hastig herunter zu schlingen, Wiwak!“, gemahnte sie ihn sanft. „ Bedenke, dass du neulich erst deswegen Bauchschmerzen bekommen hast!“
„ Neulich, pah! Das war vor fünfzig Jahren!“
Und so entwickelte sich alles zu einem handfesten Streit.
Mittlerweile hatte sich Anderich - trotz des erlittenen Schocks - dazu durchgerungen den grässlichen Gang wieder zu betreten. Er war sogar – als er Wiwak gesehen hatte – diesem hinterher geschlichen, denn hatte sich allergrößte Vorwürfe gemacht, Jane allein gelassen zu haben.
Jetzt versteckte sich Anderich hinter einem der Pfeiler und beobachtete alles aus der Ferne. Die Höhle war riesig. In deren Mitte befand sich ein großer See und da sah er auch schon wieder das Furchtbare, das ihn vorhin so gegraust hatte. Die Ratten tanzten mit den frisch aufgesetzten Köpfen, direkt vor diesem See, aber man konnte sich mit der Zeit sogar an so etwas gewöhnen.
Anderichs Augen wanderten nun weiter suchend durch die Höhle. Wo war Jane?
Verdammt, sie lag am Boden. Die komische Blondine beugte sich – nackt wie sie war – gerade über Jane und jetzt packte der grüne Kerl die Blondine derb beim Arm und zerrte sie von Jane weg.
Was hatte das zu bedeuten? Anderich hob den Revolver.

Simon Templar am: 12. März 2009

Unbeabsichtigt hatte Wiwak, dessen Geist benebelt war von Gier und Lust, die Waffe aus der schlaffen Hand der bewusstlosen Jane zur Seite gekickt und so konnte Anderich sich der Waffe bemächtigen. Unbemerkt von Therêse und auch von Wiwak. Ein Blick darauf zeigte ihm, dass er es nicht mit einem Revolver sondern mit einer Pistole zu tun hatte. (Anm: eine Pistole hat ein Magazin und ein Revolver hat eine Trommel !) Vorsichtig ließ er das Magazin aus der Pistole gleiten und erkannte zu seinem Entsetzen, dass ihm nur noch 3 Patronen zur Verfügung standen.

Sein Blick fiel auf die bewusstlose Jane und er sah die Umhängetasche welche neben ihr lag. Dort mussten sich weitere Patronen befinden. „Verdammt, wie komme ich an die Tasche und wie komme ich an den Ratten, der nackten Frau und dem grottenhässlichen Gnom vorbei, und das alles ohne gesehen zu werden ?“ Sein Verstand arbeitete auf Hochtouren. Der erste Schock war vorüber und das nicht zuletzt weil ihm irgendein männliches Gen zugeflüstert hatte … Du musst der jungen Lady helfen … Du musst der jungen Lady helfen …

Das hatte ihn wieder aufgerichtet und jetzt stand er hier. Wollte helfen, sah aber keine Möglichkeit dem Wunsch eine Tat folgen zu lassen. Wenn beide in der Hand dieser monströsen Figuren waren, das nützte niemandem. Während er fieberhaft nachdachte hatte er nicht bemerkt, dass der Streit zwischen Therêse und Wiwak einem ersten Höhepunkt entgegen stürmte. „Sie gehört mir“, kreischte Wiwak und die schlanke und keinesfalls rein optisch zu verachtende Therêse lächelte, wobei ihr Mund lächelte, aber ihre Augen bösartig, ja geradezu gemein funkelten. Und während Wiwak schrie und brüllte und Therêse hinterhältig grinste zogen und zerrten beide am Körper ihres noch bewusstlos vor sich hindämmernden Opfers. So dachten die beiden Streithähne jedenfalls. Aber der Krach, das Gezetere, hatte Jane langsam in die Gegenwart zurückgeholt und mit geschlossenen Augen verfolgte sie den Kampf der unheimlichen Geschöpfe. Ganz vorsichtig öffnete sie für den Bruchteil einer Sekunde ihre Augen und schloß sie sofort wieder. Die Angst griff mit eisigen Händen nach ihr. „Mein Gott, lieber Gott“, betete sie leise, „wenn Du mich hier herausholst werde ich nicht mehr rauchen, werde ein Jahresgehalt für die Unterdrückten dieser Welt spenden, werde in der „Kapelle zur reinen Jungfrau“ jeden Monat eine Messe zu Ehren des HERRN lesen lassen – aber bitte, bitte, hol’ mich hier heraus“.

Die aufsteigenden Tränen unterdrückend öffnete sie wieder ganz vorsichtig ihre Augen. Der Streit und das unangenehme Gezerre an ihrem Körper ging pausenlos weiter. „Ich mache Dir ein Angebot“, sagte in diesem Moment Therêse zu Wiwak. „Du, ausgerechnet Duuuu machst mir ein Angebot“. Wiwak spie diesen Satz förmlich aus seinem Fratzenmund. „Du, die von allen die Hinterhältigste, die Unehrlichste und zugleich auch die größte Lügnerin geschimpft wirst. Du machst mir ein Angebot !!“ Wiwak steigerte sich so in seinem Zorn, dass er den Arm von Jane losließ und jetzt anklagend und droghend auf Therêse zeigte. „Dich soll Karnak-Oy holen, Karnak-Oy soll Dein Gesicht vierteilen und Deinen Busen spalten“, schrie er und unmittelbar danach fing er gesangsgleich an unverständliche Worte in das Gewölbe der Höhlenhalle zu rufen: „Karnak-Oy iy tol ma y Karnak-Oy. Hanrah, hanrah bi mu o mani padme om“. Sichtbar entsetzt erstarrte Therêse zu sprichwörtlichen Salzsäule. „Laß Karnak-Oy aus dem Spiel“ flehte sie Wiwak an. „Sie soll Dir gehören begehrenswerter Wiwak und nicht nur sie, ach ich will Dir als Frau alle Wonnen unseres Labyrinthes schenken“.

Gebannt starrte Jane auf die Szenerie. Und dann bemerkte sie eine Bewegung links von sich. „Sie einer an“, dachte sie, „der Feigling hat doch mehr Mut als ich dachte“. Anderich machte heftige Bewegungen die sie aber nicht deuten konnte. Da hob er die Pistole und wies auf den Magazinschacht, wobei er mit beiden Armen und Händen eine Geste machte, die sie richtig interpretierte. „Der Kerl hat keine Patronen mehr und ich habe die ganze Umhängetasche voll davon“. Vorsichtig bewegte sie sich Richtung Anderich, beäugt nur von ein paar desinteressierten Ratten. Die Mehrheit des grauenvoll anzusehenden Rattenvolkes lauschte hingebungsvoll dem nach wie vor geführten Streitgespräch.

Als Jane sich glaubte sicher sein zu können, dass zwei oder der Seitwärtsrollen sowohl von Therêse als auch von Wiwak unbemerkt bleiben könnten, setzte sie die Gedanken in die Tat um. Bis auf das warnende zischen und quieken von ein paar Ratten blieb ihre Aktion unbemerkt. Die Tasche öffnen, die Patronen herausnehmen und zugleich noch 2 Ersatzmagazine war eine Sache von Sekunden. Die Angst beflügelte die Handlung und dann
leerte Jane das erste Magazin. Das Echo knallte von den Wänden zurück und löste eine Panik ohnegleichen aus. Binnen Sekunden verwandelte sich die nackte Therêse in einen Haufen Staub der sich durch den permanenten Luftstrom innerhalb des Labyrinthes sofort in Nichts auflöste. Wiwak erstarrte und fing dann wie von der Tarantel gestochen an zu schreien. In wirren Wortfolgen die keinen Sinn ergaben, während sich die Ratten der Menschenköpfe entledigten in dem sie diese wieder in Reih und Glied aufstellten, sich dann zu einem wogenden Teppichmeer zusammentaten und dann in entgegengesetzter Richtung flohen.

Dann war wieder Stille. Ein Frauenkopf in vorderster Reihe mit modernem Haarschnitt öffnete den Mund und flüsterte irgendetwas Unverständliches. Obwohl von leichtem Ekel befallen ging Jane auf die Knie und näherte ihr Gesicht dem Frauenkopf. „Helft uns bitte“, flüsterte der Frauenmund, „helft uns“. Jane war wie betäubt. „Wie kann ich Euch helfen“, automatisch flüsterte jetzt auch sie. „Ich weiß es nicht genau“, antwortete der Frauenmund, „aber ein paar Reihen hinter mir gibt es eine andere Frau, die weiß wir ihr uns retten könnt. Suchen Sie sie“. Dann erstarb das Flüstern. Die Anstrengung war zu groß gewesen und wohl auch die aufkeimende Hoffnung auf Rettung und die gleichzeitige Angst vor dem misslingen.

doska am: 13. März 2009

.Jane wollte sich gerade zu dem entsprechenden Kopf begeben, als es in der Decke der Höhle – es war eigentlich die große Festhalle des uralten Tempels – zu bröckeln begann. Kleine Steinchen und Staub krümelten von da herunter und es knackte und knirschte dabei bedenklich. Nicht nur Jane auch Anderich, Wiwak und Therese – diese hatte wieder eine menschliche Gestalt angenommen und lediglich ihr langes Haar verhüllte das Notwendigste – starrten entsetzt nach oben.

Jane hatte vorhin in ihrer Panik wie wild um sich geschossen und dabei waren wohl einige Querschläger in die ohnehin ziemlich marode Decke des Tempels gesaust. In rasender Schnelligkeit breiteten sich dort gefährliche Risse aus, wanderten bis zu jenem Spalt, durch den das spärliche Sonnenlicht in die Halle hinein schien. Und nun löste sich auch noch ein riesiger kostbar verzierter Stein von oben und klatschte mit großer Wucht in den großen See. Wasser spritzte fontänengleich hoch und der Stein tauchte ab.

Die Köpfe welche direkt vor dem See von den Ratten aufgestellt worden waren, wendeten sich entsetzt um. Eine Wasserwelle rauschte über sie hinweg, schäumte über den Felsboden, bildete Pfützen und schon kam die nächste. Plötzlich blubberte es geheimnisvoll in dem See und dann bildeten sich Kreise. Irgendetwas sehr Großes Dunkles schien aus tiefsten Tiefen aufzutauchen. Schließlich wurde eine große verknorpelte Rückenflosse erkennbar, ein langer geschuppter Schwanz ragte aus dem Wasser, schlängelte sich hin und her. Die Köpfe begannen zu schreien, Therese kreischte ebenfalls, blieb aber wie angewurzelt stehen, genauso Wiwak und auch der brüllte wie ein angeschossener Löwe.

„Idiotin!“ , fauchte Teherese schließlich, als sie einigermaßen Worte fassen konnte. „ Du hast mit deiner blöden Ballerei „Karnak-Oy“ geweckt. Jetzt darfst du mal raten weshalb ich so geräuschempfindlich bin!“
Anderich hätte am liebsten in dieses Gezeter mit eingestimmt, aber das konnte er ja nicht, mit Jane im Arm wäre das zu peinlich gewesen. Diese war nämlich inzwischen an Anderichs Brust geflüchtet. Anderich hielt sich klammheimlich an einer der Säulen fest, die hier noch die einigermaßen feste Decke stützten, damit er nicht hinfiel, falls er ohnmächtig werden sollte.

Die Ratten hatten die Schreie ihrer Köpfe gehört und kamen in großer Sorge zurück, um diese möglichst rasch vom See fortzubringen. Das gelang ihnen aber leider nicht, denn schon hatte sich das Untier über den steinernen Rand des Sees geworfen. Seine gewaltige - mit unzähligen Zahnreihen gespickte - Schnauze weit aufgerissen. Das, in längst vergangenen Zeiten als göttliches Wesen angebetete, Untier – daher der Tempel - hatte ein paar tausend Jährchen im See geschlafen und war dementsprechend hungrig. Da waren ihm ein paar nette kleine Köpfchen ganz Recht.

„ Neiiiin!“ , kreischte plötzlich Therese sehr tapfer, „ ....die nimmst du mir nicht weg!“ , denn gab es diese Köpfe nicht mehr, waren auch diese herrlich weichen, verschieden farbigen - und eigentlich auch recht unterhaltsamen - Ratten für immer weg. „ Ich will doch meinen Mantel behalten!“

Karnak-oy war eigentlich im Moment so ziemlich egal, was er da verspeiste und darum schnappte er sich jetzt die nackte Therese.

Der Anblick war entsetzlich, wie Therese so zwischen den Zähnen dieses gewaltigen krokodilsähnlichen Wesens hing und genüsslich zerkaut wurde.

Jane drückte sich deshalb enger an Anderich, gerade als dieser – nur so ein bisschen - in die Knie sacken wollte. Mannhaft riss er sich wieder zusammen und keuchte: „ Iiich stütze, dich Jane!“

Janes kleine Hand huschte dankbar und ganz zart über seine Brust. „ Oh, Anderich“, wisperte Jane hingebungsvoll. „ Was ich am meisten an dir liebe, ist deine männliche Härte.“ Beide schauten sich tief in die Augen und für einen Moment dachten sie tatsächlich dabei an etwas ganz anderes.

Indes eilte Wiwak seiner alten Freundin heroischer Weise zur Hilfe. „Willst du sie wohl loslassen! Du mörderisches Vieh!“ Und er zog und zerrte dabei an Karnak –oys Maul.

Was Wiwak dabei ganz vergessen hatte, war, dass Karnak – oy ja gar nicht wirklich Therese verspeisen konnte. Jetzt spürte es das Untier ganz deutlich. Auf seiner Zunge war es mit einem Male mächtig sandig geworden und es knischte zwischen den Zähnen. Therese war gerade ihrer alten Gewohnheit gefolgt. Es staubte aus den Nüstern der Echse. Karnak-oy musste entsetzlich husten, aber dann riss er sein Maul erneut weit auf und packte wieder zu. Wiwak wollte türmen, doch Karnak oy hatte schon seinen Arm im Maul. Wiwak schrie gellend auf, denn er spürte einen gewaltigen Schmerz.

„ Lass uns die Gelegenheit nutzen und weglaufen!“, schlug indes Anderich seiner Jane vor.
„ Nein, das kann ich nicht!“, protestierte diese, sehr zu Anderichs Überraschung.
„ Sieh doch nur, was hier los ist! Das Untier will gerade dem armen Wächter des Steines ...“
„ ....des Kelches!“ verbesserte Anderich sie. „ Ja, was wolltest du gerade sagen?“
„ Nein, des Steins...also, dieses Viech wird den armen Kerl verschlingen. Iiiigitt! Jetzt hat es ihm den Arm total abgerissen. Und wie der arme Mann jetzt weint. Das ist nicht zum Anhören. He, jetzt hat das Vieh ihn auch noch am Bein gepackt. Nein, oh, nein, das kann ich nicht mit zulassen. Ich werde ihm helfen!“

„ Wwwie bitte? He, Jane, mach` keinen Unsinn!“, schrie Anderich fassungslos, aber da hatte sie sich schon von ihm los gerissen, rannte sie direkt in die Nähe des Untieres und feuerte gleich mehrere Schüsse auf es ab. Das Vieh brüllte vor Schmerz und Schreck. Wasser wogte auf. Grünes Blut spritzte. Es warf sich über den steinernen Rand des Sees, um nach Jane zu schnappen, doch diese wich ihm geschickt aus. Schließlich bäumte es sich noch ein letztes Mal auf, warf dabei seinen langen Schwanz hoch in die Luft und vergrößerte auf diese Weise den Riss in der Halle und dann war es mausetot.
Weitere Steine krachten nun herunter und dann schien die Sonne mit großer Macht mitten hinein in die düstere Halle. Ihre Strahlen fielen auf die Ratten, gleichsam auf die Köpfe.

Licht war nämlich die Erlösung, der seit vielen Jahren in Ratten verwandelten Menschen. Alle Köpfe atmeten glücklich und erleichtert auf. Diejenigen die aus längst vergangenen Zeiten stammten durften endlich sterben und zu Staub zerfallen, die anderen aber hatten ihre menschlichen Körper wieder erhalten. Sie umarmten einander mit lautem Jubel. Es waren etwa vierzig Leute, die übrig geblieben zu sein schienen.

„ Nein, neiiiin!“, kreischte indes Therese völlig verzweifelt und restlos undankbar. Sie ruderte wils mit ihren nackten Armen herum.„ Was soll ich mir denn jetzt anziehen?“
Derweil hüpfte Wiwak auf einem Bein zum Untier, zerrte seinen Arm aus dessen Maul, montierte den wieder an seinen Körper.
Anderich schaute aus der Ferne zu. Er war sehr verwundert, denn schon konnte Wiwak diesen Arm voll betätigen und nun kramte Wiwak auch noch sein halb zerknautschtes Bein , aus der Tiefe von Karnak- oys Rachen hervor.
„ Ddddas ist ja echt unheiml....äh...unmöglich!“ , stotterte Anderich und hielt sich dabei wieder – so ein bisschen an einer der Säulen fest. Jane war längst zu ihm gelaufen und kuschelte sich noch etwas enger an ihn. „ Hallo Wächter“, rief sie zu Wiwak todesmutig hinüber. „ Wie wär`s jetzt mit einer kleinen Geste der Dankbarkeit für diese Rettung?.

Simon Templar am: 15. März 2009

Wiwak hörte zwar die Worte, aber das Wort „Dankbarkeit“ kam in seinem Vokabular nicht vor. Er beschäftigte sich hektisch mit der Neuanpassung des abgebissenen Beines an seinen missgestalteten Körper. “Was hast Du da eben zu mir gesagt“, fragte er geistesabwesend, „was soll ich sein ?“. Therêse hatte den Ablauf der letzten Minuten erstaunt zur Kenntnis genommen. Auch die Tatsache, dass sie jetzt nackt war. Und unter den 40 Neugeborenen, also den ehemaligen Köpfen die jetzt wieder menschliche Gestalt hatten annehmen dürfen, waren mehrheitlich Männer. Mit heimlichem Entzücken sah sie die begehrlichen Blicke der Männer. Sie wusste genau was diese Blicke bedeuteten. Mit einer unbeabsichtigt wirkenden Geste fuhr sie sich über ihre herrlichen Brüste und entfernte den sich dort befindlichen Staub, während sie ihren Kopf schüttelte und mit ihrer löwenmähnig anmutenden Haarpracht den Großteil der männlichen Bewunderer fast in den Wahnsinn trieb. Sie hörte Wiwaks Frage und erklärte ihm in gesetzten Worten die Definition des Wortes Dankbarkeit. „Hah“, schrie Wiwak, „ausgerechnet i c h“, dabei zeigte er auf seinen Gnomenkörper, „ich soll dankbar sein“. Er dehnte das ihm bis dahin unbekannte Wort und so klang es aus seinem Fratzenmund wie die hölzerne Sprache eines Tauben. „D—a—a—n-k-b—a—a—r-r „?

Sein Blick fiel auf den ganz offensichtlich vor Angst fast paralysierten Anderich und seine mutige weibliche Begleitung. Dieses rothaarige Weib wagte es, ihn, den wilden, den großen, den mächtigen, den starken Wiwak um etwas zu bitten. Wiwak war sprachlos. „D—a—n-k-b—a-r-r solltest Du mir sein. Mir, denn ich habe Dich am Leben gelassen. Was also gedenkst Du mir zu schenken ? Wie zeigst Du mir Deine „D—a—a—n-k-b—a—a—r-r-k-e-i--i-t “?

Mit so einer Reaktion hatte Jane nicht gerechnet. Auch hatte sie auf die Menschen und deren Hilfe gehofft, die letztlich durch ihren Mut gerettet worden waren. Aber wie üblich, war die Masse Mensch feige, so feige, dass sich während des Disputes zwischen Wiwak und Jane beinahe keiner zu atmen getraute. Feigheit und Angst konnte man förmlich riechen. Der Blick von Jane in Richtung der befreiten Masse Mensch wurde beantwortet durch verlegenes mit den Füßen scharren, Blickabwendung und heimlicher Suche nach einem, sich vielleicht vorlaut meldendem, Mutigen.

Und wirklich. Eine mutige Person trat vor. Es war eine Frau. Mittelgroß, schlank mit langen
blondgrauen Haaren. Ihre grünen Augen taxierten verächtlich die schweigende, stumpf vor sich hinstarrende Menschenherde, wanderten weiter zu dem zitternden Anderich den sie dann nicht mehr weiter beachtete und blieben zuletzt hängen an Jane. „Meine Name ist Claire de Beaujan“. Ihr Stimme war melodisch und wirkte ausgesprochen selbstsicher. „Ich komme aus
Quebec. Ich bin Biologin und Ärztin und ich möchte Ihnen, ganz besonders Ihnen und auch Ihrem Begleiter“, ein desinteressierter Blick der Anderich vor Scham beinahe in den Boden versinken ließ, streifte diesen, „für Ihren Mut und Ihren Einsatz danken.“ Dann ging sie unerschrocken an Therêse und Wiwak vorbei zu Jane, nahm diese in den Arm und küsste sie auf beide Wangen. „Die schweigende und vor Feigheit schon stinkende Horde Menschen hinter mir dürfte ebenso empfinden und ich prophezeie mal, dass jeder aus dieser stimmlosen Horde ebenfalls große Dankbarkeit Ihnen gegenüber empfindet.“ Dabei lächelte die Kanadierin süffisant mit einem großen Schuß Arroganz und einem Minischuß Humor.

Dann wandte sie sich dem sprachlosen Wiwak zu. „Du Gnom, Du abscheuliches Ungeheuer, Du der Du uns alle seit Jahren, ach was sage ich, seit mehreren hundert Jahren quälst und malträtiert hast, ausgerechnet Du willst Dankbarkeit ? Der Teufel soll Dich holen Du widerliches Stück Dreck. Du Misthaufen. Und ausgerechnet Dich musste Karnak-Oy loslassen. Hätte der Dich doch in tausend Stücke gerissen, bei lebendigem Leib, denn genau das hättest Du verdient, Wiwak.“ Hätte sie bei dieser kurzen Rede geschrien, getobt oder wild gestikuliert hätte man das, vor den Hintergründen vielfältig erlittener Qualen in der Vergangenheit akzeptieren können. Da Claire aber vollkommen ruhig, ja beinahe teilnahmslos ihre Anklage vortrug, war die Wirkung auf alle Zuhörer sehr viel wirkungsvoller, erschütternder. Die teilnahmslose Masse der befreiten Menschen öffnete sich unmerklich. Jeder dieser bedauernswerten Menschen vernahm das was er dachte jetzt phonetisch und überdeutlich. Und während nach Rede vollkommenes Schweigen einsetzte hörte man jetzt Schluchzen und leises, verhaltenes Weinen.

Wiwak war sprachlos. Und Therêse ebenfalls. Da erdreistete sich ein Bündel Mensch, vor kurzem lediglich aus einem runden, behaarten Kopf bestehend, zu schimpfen, zu beleidigen und zu allem Überfluß versprühten diese Köpfe jetzt auch noch Tränen.

Therêse fand als erste eine passende Antwort. Der Tod Karnak-Oys bedeutet Eure Befreiung. Da Ihr aber alle so undankbar seid, werden Wiwak und ich Euch jetzt verlassen. Wir werden Euch nicht helfen, dieses Labyrinth zu verlassen. Sucht Euch selber einen Weg in das, was Ihr Freiheit nennt.“ Sie unterbrach ihre Ansprache und sah mit großer Genugtuung, dass die Angst in der Menschenherde sich gesteigert hatte. Auch Wiwaks Nasenlöcher konnten mit klammheimlicher Freude den sich steigernden Geruch der Furcht, der Angst riechen. „Köstlich“, dachte Wiwak, „nichts erregt mich mehr als menschliche Angst“. Und um die Angst der sich wieder zusammenrottenden Menschenhorde noch zu steigern, brüllte er laut und wild den Ruf, mit dem er seit hunderten von Jahren die gequälten Köpfe in Angst und Panik versetzt hatte: „OOOOAAAARRRRRrrrrrrr“. Eine Frau fiel in Ohnmacht und nicht gerade wenige entleerten vor Angst ihren Darm und ihre Blase. Der dann aufkommende Gestank war geradezu entsetzlich. „Ich halte das nicht mehr aus“. Anderich blickte panisch um sich. „Laß uns losziehen. Wir haben den Eingang gefunden, also finden wir auch den Ausgang. Wer mitkommen will, der schließe sich uns jetzt an – und wer das nicht will, der möge hier bleiben und sich demutsvoll seinem Schicksal ergeben“.

„Halt“ ! Die Stimme von Therêse war eine Mischung aus Befehl (was alleine schon durch das Wort HALT bedingt war), aber es war auch ein Hauch von Charme, ja von leicht knisternder Erotik zu spüren. Alle Blicke wandten sich ihr zu und Wiwak fragte sich, was hat sich diese Teufelin denn jetzt wieder Wunderbares einfallen lassen. „Ich verspreche jedem Mann der den Mut hat hier bei mir zu bleiben“, dabei bewegte sich ihr nackter, wundervoller Frauenkörper in lasziv anmutenden Bewegungen während ihre Stimme immer einschmeichelnder wurde, „dass ich ihn nach 99 Tagen zu dem Ausgang, der angebliche Freiheit für Euch bedeutet, bringen werde.“ „Und“, sie machte eine kleine geschickte Wortpause während die Blicke speziell aller Männer an ihren Lippen und ihrem makellosen Körper hingen, „jeder Mann der den Mut hat für diese kurze Zeit bei mir zu bleiben, darf und wird drei Mal die unglaublichen Wonnen der totalen Verzückung, der paradiesisch anmutenden Lust mit mir erleben dürfen“. Sie machte eine wirkungsvolle Pause - und wäre in diesem Moment ein Blatt von einem Baum auf den Boden gefallen, man hätte den Aufschlag des Blattes hören können. „Fünf Männern gewähre ich dieses Erlebnis. Fünf echten Männern“ und dabei blickte Therêse aufreizend in gierige Männeraugen. Immer noch war es ruhig. Kein Mann meldete sich. Kein Finger hob sich. Therêse ging in die Hocke wobei sch ihre Schenkel spreizten und den Blick auf die unverhüllte Scham freigaben. „Wirklich kein mutiger Mann unter Euch „? Das Wort Mann betonte sie so, dass es beinahe wie eine Beleidigung klang.

Fasziniert blickten Claire, Jane und auch Anderich auf das sich ihnen bietende Spektakel.
Würde wirklich ein Mann so von dieser, zugegeben sehr erotisch wirkenden Frau, fasziniert sein, dass er mit diesem Ungeheuer weitere 99 Tage verbringen würde und das nur, weil diese ihre Schenkel öffnete ? Jane wollte es nicht glauben. Da hob sich ein Männerarm und eine Männerstimme rief: „Ich, ich bleibe Dein Diener für 99 Tage ….

doska am: 17. März 2009

„ Ich auch!“ , rief jetzt ein mageres Kerlchen und starrte dabei wie hypnotisiert auf das, was Therese allen Anwesenden so bereitwillig darbot. Noch ein paar Arme hoben sich. Dabei war zwischen Thereses Schenkeln eigentlich nicht wirklich etwas Aufregendes zu sehen - Therese hockte zwar noch immer breitbeinig am Boden und sortierte ein paar Steine - doch ihr Kopfhaar war nicht nur buschig - etwa wie die Mähne eines Löwen - auch so lang, dass es ihr als Bekleidung hätte genügen können. Es hing ihr genau über jener pikanten Stelle, die eine Frau vom Mann unterscheidet und nur die Erinnerung an jene langen Zeiten, wo die Männer darben mussten und lediglich als Pelzmantel verwandelt, eng angekuschelt an Thereses kurvenreichen Körper ihr Dasein fristen konnten – sorgte bei denen plötzlich für ein ganz bestimmtes Wunschdenken. Schließlich meldeten sich sogar vierundzwanzig Männer und eine Lesbe, die Therese folgen wollten, ganz gleich wohin die sich begeben würde.
„ Es ist ja wirklich erschütternd“, wisperte die weise alte Claire Jane leise zu, „ ...wie die Hormone unser Schicksal bestimmen können!“
„Und die Waffen!“, sagte Anderich plötzlich ganz laut. „ Die können wohl auch für so Einiges sorgen!“ Anderich war nämlich in diesem Moment über seinen eigen Schatten gesprungen. Heroisch hielt er seine Handfeuerwaffe direkt auf Wiwak gerichtet, der deshalb vor Angst ganz grün im Gesicht wurde - äh, natürlich noch grüner, als er es ohnehin schon war. .
Nein, oh, nein, Wiwak hatte heute wirklich genug Schmerzen erlitten und deshalb fing er sofort an zu wimmern : „ Wwwas ssssoll ich für euch tun?“
Andrich suchte nach den entsprechenden Worten, als Jane - ebenfalls mit gezogener Waffe- direkt hinüber zu Therese flitzte, die mit ihren „Sklaven der Lust“ – so hatte sie diese gerade grinsend genannt – die große Halle verlassen wollte.
„ Was willst du von mir?“, fauchte Therese schnippisch, als Jane sie beim Arm zurück hielt. „Du willst diese Menschen befreien, nicht wahr?“ Sie sagte das ganz leise, so dass sie niemand hören konnte. „ Aber das kannst du nicht, denn deine Waffe ist wirkungslos. Du kannst mich mit diesem Ding nicht erschießen- dummer kleiner Mensch - und das weißt du ganz genau!“
Jane ließ sich nicht abschütteln und sah dabei mit einem kleinen Seitenblick, wie Anderich endlich mit Wiwak verhandelte. „ Therese,“ fauchte Jane, „ Ich weiß, du kannst dich in Staub verwandeln, wenn du keine Schmerzen durch meine Patronen zugefügt haben willst. Dabei musst du aber sehr schnell sein!“
„ Ja, und?“, Therese schüttelte Janes Hand von sich ab. “ Später kann ich mir meine Sklaven ja immer noch holen!“
„ Lass uns verhandeln, Therese“, versuchte es Jane noch einmal und ebenso leise, „ Vielleicht willst du nach unserem Gespräch ja gar keinen von deinen Sklaven bei dir haben? Gib`s zu , du möchtest dir doch in Wahrheit wieder nur etwas Schnuckeliges zum Anziehen aus ihnen machen!“
, wisperte Jane augenzwinkernd.
„ Nur wieder etwas Schnu...schnuck ...Schnuckeliges zum Anziehen ?“ , Therese machte ein ertapptes Gesicht. „Woher weißt du das?“
„ Nun, ich bin auch nur eine Frau! Mein zweites Hobby ist die Mode! “
„ Endlich, endlich, jemand, der mich versteht!“, schluchzte Therese plötzlich in großer Erleichterung los, „ Dazu muss ich dir sagen, dass es nicht das Schlimmste war, für immer an diesen indianischen Tempel gebunden zu sein, aber, dass ich mir seit damals keine schicken Klamotten mehr leisten durfte, das ...“ Therese barg nun völlig aufgelöst ihr verweintes Gesicht an Janes Schulter. „ ...das war die schlimmste Strafe!“
„ Du Ärmste“, Jane streichelte ihr über das verfilzte Haar. „ Aber ich habe dir nun ein Angebot zu machen...“ Jane riss sich von Therese los und streife mit einer Hand den Rucksack von den Schultern, in der anderen behielt sie noch immer die Pistole. „ In diesem Rucksack befindet sich ein schicker Spitzenbüstenhalter...“
„ Oh,oooh!“ , ächzte Therese verzückt.
„ Ein dazu passender Slip...“
„ Herrlich, einfach herrlich!“
„ Und ein feuerrotes Negligee!“
„ Wow, wow, wow!“
“ Das würdest du alles von mir bekommen, wenn du die fünfundzwanzig Menschen gehen lässt und Anderich und mir den Stein der Wahrheit...“
„ Nein, den Kelch der Wahrheit !“ , fiel ihr Anderich sofort wieder ins Wort. Er hatte sich wohl inzwischen mit Wiwak geeinigt, denn beide sahen ganz zufrieden aus.
„ Also, äh ....wenn du uns den Weg dort hin , wo so etwas zu finden ist... zeigen würdest?“, verlangte Jane.
„ Kenne ich ihn denn?“, hauchte Therese mit kleine tückischen Augen.
„ Na, klar, kennst sie den!“, zischelte Wiwak hinter seinen lange Zähnen hervor.“ Die lügt aber auch andauernd!“

holdriander am: 17. März 2009

Im Hinterkopf überlegte Therese, ob die Dessous es wirklich wert sein würden, diese menschen zu dem best gehütetsten Geheimnis zu führen. Deshalb sagte sie nun: "Zeig doch erst mal, was du hast. Vielleicht ist es ja gar nicht wahr!"
Jane bückte sich und holte die gepriesenen Teile hervor. doch als sie das feuerrote Negligee ausbreitete, klirrte eine Maschinenstimme durch den Raum: "Rot! Ich sehe Rot! Ich darf wieder leeeeeeeben!"
Und danach hörte man Metallzähne aufeinander schlagen und Menschen in höchster Angst schreien.
Damit sie nicht von dem Monster - es bestand nur aus Karnak oys Gebiss - in Stücke gebissen werden, verwandelten sie sich rasch wieder in Ratten. In alle Richtungen huschten sie davon.
Karnak oy aber machte sich erneut über die Schädel her, die wehrlos am angestammten Platz verharrten. Die Ratten müssen nun in alle Ewigkeit Ratten bleiben und Therese dienen, egal als was.
Natürlich ergriffen auch Jane, Anderich und Therese die Flucht. Wiwak aber blieb wie angewurzelt stehen. Er konnte nicht fassen, was da geschah. Er stand noch reglos, als Karnak oy bereits nach seinen Beinen schnappte. Da endlich kam wieder Leben in den Kerl. Er griff nach dem Negligee und warf es zwischen die schnappenden Zähne.
Der Nylonstoff erwies sich als sehr reißfest - bald waren alle Zähne rot eingehüllt und das Gelenk versagte.

holdriander am: 17. März 2009

Wiwak trat gegen das gefesselte Gebiss und schnaufte.
Dann fiel ihm auf, dass er allein war. Wo waren die anderen? Er schnüffelte, konnte aber niemanden aufspüren.

Während Jane und Anderich panisch sprinteten, verzog Therese sich in einen anderen Gang. Die beiden würde sie schon noch kriegen. Jetzt musste sie erst einmal überlegen, wie sie doch noch an die Dessous kommen könnte.

Jane und Anderich kamen in einen azurblauen Gang, der sie zum Verweilen einlud. Sie lehnten sich an die Wand und verschnauften. Dabei lauschten sie angestrengt, ob ihnen nicht doch das schnappende Gebiss folgte. Jedoch es war alles ruhig.
Nein, nicht alles. Von vorn kam das Geräusch fallender Tropfen. Zögernd gingen sie in die Richtung und was sie da erblickten, verschlug ihnen den Atem - sie waren in einer Grotte mit einem kleinen See und am anderen Ufer lagen Berge von Perlen, Gold und Edelsteinen.

SIMON TEMPLAR am: 19. März 2009

Jane blieb kühl. Aber Anderichs Gesicht sah man die Gier nach den unerreichbaren Schätzen auf der anderen Seite des inneren Bergsees sehr deutlich an. Er atmete heftig. „Jane; wenn wir diesen Schatz bergen können müssten wir zu den Reichsten der Reichen gehören“. Fast schrie er es und dabei überschlug sich seine Stimme. „Jane, wir sind unermesslich reich“ !!!!

Nüchtern betrachtete Jane die gegenüberliegende Seite des Bergsees. Senkrecht stiegen die Felsen nach oben und abgesehen von ein paar armdicken Stalaktiten an denen sich ein Mutiger Abenteurer festhalten und hinüberhangeln konnte, sah Jane keine Möglichkeit, an den riesigen Schatz zu kommen. Die Natur hatte lediglich einen Platz in der Größe einer überdimensionierten Garage freigelassen und auf diesem Platz funkelte und glitzerte es verführerisch. „Wie sollen wir da rüberkommen, Anderich ? Schwimmend auf gar keinen Fall. Zumindest gilt das für mich“. Jane sah Anderich an dessen Gesicht rote hektische Flecke angenommen hatte. „Wir könnten doch ein Floß bauen“ meinte Anderich und während er dies sagte löste sich sein Blick nicht einen Centimeter vom unerreichbar scheinenden Schatz. „Ein Floß“, sagte er und sah Jane leicht überheblich grinsend an, „was sonst“. „Und wie stellen sich Herr Einstein, das Jahrtausendgenie das vor ? Wollen Herr Superhirn aus Steinen und Felsbrocken ein schwimmendes Floß bauen, so eine Art KON-TIKI ?“ Anderichs Blick schweifte durch das Oval der Schatzgrotte. Kein Stück Holz. Nichts. Aber auch gar nichts konnte er erblicken, was man zum Bau eines Floßes hätte verwenden können. „Ich sehe mal in einem anderen Gang des Labyrinthes nach. Vielleicht haben Menschen oder wer auch immer, doch einen Baumstamm oder Hölzer liegen lassen“, und mit diesen Worten ging Anderich in einen der Gänge, die beide zuvor nicht betreten hatten.

Jane blieb unentschlossen zurück. Auch sie blieb nicht so kühl wie es nach außen hin den Anschein hatte, wenn sie an den Schatz dachte, der nah und doch so unerreichbar weit weg war. Den STEIN DER WAHRHEIT und ein paar kleine Goldstatuetten die sie sehen konnte, würde sie der TRUMP HALL stiften und den „Rest“, sie gestand sich insgeheim ein, dass die Gier auch sie bereits gepackt hatte, den „Rest“ müsste und würde sie „irgendwie“ so sichern, dass sie ihn, nachdem der Trubel um ihre Rückkehr verebbt und sie endlich „Camber of the Holy Stone“ geworden war, still, quasi klammheimlich Richtung Heimat abtransportieren konnte. Ach ja, da war ja noch Anderich. Hm, ein Problem – aber lösbar. Aktuell wollte sie daran keinen Gedanken verschwenden. WIE IN 3-TEUFELS-NAMEN KOMME ICH AN DEN SCHATZ: Und während sie ununterbrochen eine Lösung für dieses nicht nur logistische Problem suchte hörte sie hinter sich ein Geräusch. Es kam ganz plötzlich und ihre Nackenhaare sträubten sich. Panik glitt in ihr hoch und unerreichbar schien ihr die Handbewegung von der vorderen Gürtelschnalle hinter der sie lässig ihre Hände verhakt hatte während sie den Schatz, dabei eine Lösung suchend, betrachtet hatte hinunter zur Pistole die sich in ihrer rechten Hosentasche befand. Zwar sah man den Pistolengriff herausgucken, aber …. „Ich habe kein Holz oder was auch immer zum Floßbau geeignetes gefunden“, sagte in diesem Moment Anderich und trat vor sie. Die Erleichterung traf sie wie ein Blitz aber ersatzweise sorgte jetzt aufsteigendes Adrenalin für eine Gefühlwende. Der mit der rechten Hand Jane’s ausgeführte Schlag ins Gesicht von Anderich kam unvermutet für diesen, hart und schnell sowie sehr präzise. „Das machst Du nicht noch einmal“ fauchte Jane, „sich von hinten anzuschleichen und mich zu Tode zu erschrecken“. Anderich war sprachlos. „Wieso habe ich Dich erschreckt. Ich bin doch ganz normal ….“ Jane unterbrach ihn. „Psssst, hörst Du die Geräusche ?“ Anderichs Zorn über den Schlag ins Gesicht wich jetzt größter Aufmerksamkeit. Ja, da waren Geräusche. Krabbeln, wispern, babylonisches Stimmengewirr.

Und auf einmal waren sie wieder da. Horden von Ratten und jeder Rattenkopf flüsterte in seiner Muttersprache. Jane und Anderich lief zwar ein Schauer des Ekels über den Rücken, gepaart aber auch mit einem Gefühl der Entspannung. Ratten auf vier Pfoten ohne Bestandteil eines Mantels bedeutete, dass Therêse nichts anwesend war. Darüberhinaus realisierten beide, dass man sich mit den Ratten ja auch leise unterhalten konnte. Eine Ratte wagte sich vor. Leise flüsterte sie: „Ich bin es, Claire. Wie können wir helfen ?“

„Wir hatten vor ein Floß zu bauen“, sagte Anderich.
„Wozu“ ?
„Um den Schatz zu bergen“ und während er das der Ratte Claire leise zuflüsterte, zeigte Anderichs Hand in Richtung des riesigen Schatzes auf der anderen Seite des Bergsees.
„Mein Gott, das sind Deine, das sind Eure Sorgen ? Einen Schatz zu bergen ?“ Die Ratte Claire war für kurze Zeit sprachlos.
„Kann man helfen, Claire“, mischte sich eine Ratte ein.
„Ich weiß nichts so recht“, antwortete Claire, „der für diese beiden Menschen wohl unerreichbare scheinende Schatz da drüben“, mit ihrer spitzen Rattennase wies Claire auf die gegenüberliegende Bergseeseite, „hat den eigentlichen Drang nach Freiheit aus dieser Hölle wohl paralysiert. Der Gentleman und die Lady haben wohl nur noch die Bergung dieses Schatzes im Kopf“. Sichtlich erschüttert schüttelte sie ganz leicht ihren Rattenkopf, der, wie Jane zu ihrer Überraschung bemerkte, bei näherer Betrachtung viel von seinem Schrecken verlor. Im Gegenteil. Wie nein zu groß geratenes Mäuseköpfchen dachte Jane und unwillkürlich bückte sie sich und streichelte den Rattenkopf von Claire.

„Wo liegt da das Problem“, wisperte die hinzugekommene Ratte. „Gestatten Sie bitte, dass ich mich Ihnen vorstelle. Mein Name ist Joseph B. Strauss III. Mein Großvater erbaute irgendwann in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts in San Franzisco, das liegt in den USA eine große Hängebrücke. Man nannte sie, bis zum großen Beben im Jahre 2012, Golden Gate Bridge. Brückenbau, Wasserüberquerung usw. liegt uns Strauss’ens im Blut“. Und während er das leise flüsterte, wisperte er leise vor sich hin und das hörte sich an wie das kichern eines sich an Alte Zeiten erinnernden Kriegsveteranen. „Ja – und was haben wir von Ihrem Wissen als Brückenbauer, als Wasserüberquerungs-Spezialist“, fragte mit ironischem Unterton jetzt leise flüsternd eine weitere Ratte die sich der Menschen bzw. Rattengruppe unbemerkt genähert hatte. „Ganz einfach“, antwortete die Ratte Joseph B. Strauss III, wir bilden eine schwimmende Kette aus Ratten und bringen so Stück für Stück der Schätze hier auf diese sichere Seite“. „Und warum können wir Menschen das nicht ebenfalls tun“, fragte jetzt die perplexe Jane, die bisher sprachlos dem geflüsterten Wortwechsel gelauscht hatte.

„Weil Therêse eine böse Zauberin ist“, schaltete sich eine weitere Ratte ein. „Und deshalb hat sie das Wasser mit einem Gift versehen, das Menschen tötet. Aber keinesfalls sofort. Jeder Teil eines menschlichen Körpers der mit diesem Bergsee-Wasser in Berührung kommt, verfault binnen Stunden und während dieser Stunden leidet ein Mensch bis zu seinem endgültigen Tod wahre Höllenqualen“. Entsetzen machte sich breit und Anderich wurde bei dem was er jetzt hörte noch im Nachhinein ganz schlecht, denn die Gier hatte ihn bereits so weit getrieben, dass er eigentlich schwimmend zum Schatz wollte um den Reichtum zu sichern. „Und wie wollt Ihr Eure Menschenköpfe vor dem vergifteten Bergsee-Wasser schützen“, fragte Jane. „Wie ?“

SIMON TEMPLAR am: 21. März 2009

Auf das WIE wußte keiner eine Antwort. Ratlosigkeit wo immer man hinsah. Jane fand als erste wieder zurück und stellte erneut eine Frage. „Nur mal so ganz dumm gefragt. Der dort drüben liegende Schatz ist aktuell unerreichbar. Es sei denn, wer auch immer hat eine Lösung. Mir aber stellt sich eine viel drängendere Frage: Wie komme ich, wie kommen wir alle von diesem vermaledeiten Ort wieder weg. Zurück. In die Zivilisation. Schon mein Gro0vater pflegte zu sagen: GIER frist HIRN und ich glaube, dass in den letzten Stunden sehr viel Hirn aufgefressen wurde.“

Fast ausnahmslos alle mit Menschenköpfen versehene Ratten hatten sich in den letzten Minuten um die Gruppe gebildet die, ohne dass es einer Erläuterung bedurft hätte, von der schweigenden Masse gerne als “die Führer“ angesehen wurden. „Wenn nur menschliche Körper von dem Gift angegriffen werden Ratten nicht, dann hätte ich vielleicht eine perfekte Lösung anzubieten.“ Die Stimme die das sagte bzw. laut flüsterte, was ja eigentlich ein Widerspruch in sich war, hatte binnen Sekunden die Aufmerksamkeit von Mensch und Schimären. „Welche Möglichkeit ?“ „Wie soll das vor sich gehen“ ?

„Ruhe“ zischte die Ratten-Dame Claire, „man versteht ja sein eigenes zischeln und quieken nicht mehr. Laßt den Gentleman aussprechen. Er soll sich vorstellen und seinen Plan offenbaren“. Aufmunternd blickte die Ratte Claire zum Sprecher der erlösenden Botschaft.

„Mein Name ist Giovanni Barese. Ich komme aus Palermo, das ist eine große Stadt auf der italienischen Insel Sizilien. Ich habe dort eine Firma für Hygiene-Artikel und beliefere damit ganz Italien, Austria, Germany und auch die Schweiz.“ Selbst unter dem Rattenfell konnte man erkennen, wie sich die kleine Brust der Ratte Giovanni vor Stolz aufblähte. „Und ein Bestandteil unseres Hygiene-Sortimentes“ fuhr Giovanni Barese fort, „das sind nun mal Präservative. Und die besten kommen von PFIZER INTERNATIONAL aus den USA. Das sind die, die auch die Potenzpille …“ „Das ist bekannt“ wurde der Italiener barsch von einer erkennbar frustrierten weiblichen Ratte brüsk unterbrochen. „Den Papst im Land, den Petersdom und Kirchen und Kapellen ohne Ende – aber Präservative verkaufen.“ Die Rattendame quiekte empört - ohne sich vorzustellen - und man hörte nur noch ihren Schlußkommentar der in etwa besagte, dass dort, wo Rom läge, ganz offensichtlich die Sünde am größten sei …“ und dann verstummte sie.

„Präservative, ja und ?“ Anderich beugte sich vor.
Und was sollen wir mit dem Zeug machen ?
„Ganz einfach“ wisperte Giovanni, die italienische Ratte, alle Ratten, die sich am Logistikunternehmen GOLD & FREIHEIT beteiligen, stülpen sich 2 bis 3 Spitzenprodukte der Firma PFIZER INTERNATONAL über den Kopf die dort genau so eng und sicher … äh, na ja, alle Anwesenden wissen bestimmt was ich meine, und dann holen wir den dort drüben liegenden Schatz“.

Ungläubiges Staunen, doch dann erkannte auch der größte Pessimist, dass das di8e Lösung des Problems sein konnte. Fehlten dann nur noch ein paar Sonnenstrahlen für die menschliche Rückverwandlung.

„Hat wer auch immer, einen besseren Vorschlag, der erhebe jetzt sein Stimmchen oder schweige“. Jane hatte das in die Runde geworfen. Schweigen war die Antwort aber dieses Schweigen bedeutete den ersten Schritt in eine Rückkehr.

Doska am: 22. März 2009

Giovanni teilte nun mit feierlicher Miene die Präservative der Firma „Pfizer International“ der Reihe nach aus.„ Gute Qualität!“ versicherte er dabei immer wieder.
Die vierzig Ratten stülpten sich diese dennoch ein wenig skeptisch über ihre Köpfe - freilich erst nachdem sie ein kleines Loch oben in die tütenförmige Spitze des Kondoms gebissen hatten, damit sie Luft zur Beatmung während des Schwimmens haben konnten, dann trippelten zum Beckenrand des künstlichen Bergsees.
„ Halt!“ , nuschelte plötzlich jemand von ihnen hinter seinem Gummi hervor- es war eine leicht heisere Stimme. „ Zuvor sollten wir uns einig sein, WAS genau wir von diesen prächtigen Schätzen haben wollen.“
Das war eine sehr kluge Frage. Alle Anwesenden – einschließlich Anderich und Jane - wurden darüber sehr laut, denn jeder hatte einen ganz anderen Wunsch zu äußern.
„ Ich will vor allem den Stein .....“, übertönte Jane schließlich sämtliche Rattenstimmen.
„ ....den Kelch der Wahrheit !“ ,verbesserte sie Anderich kopfschüttelnd. „ Ja, den möchte ich auch zuerst haben!“ Eigentlich hatte er einen ganz anderen Wunsch hervorbringen wollen, denn es blinkten verführerisch weitaus kostbarere Dinge zu ihm herüber, aber Janes Ehrgeiz hatte auch den seinigen auf`s Neue entfacht.
„Den bekomme ICH!“, fauchte Jane erbost. „...denn ich habe noch vor dir diesen Tempel betreten!“
„ Wer sagt das?“, konterte Anderich, „ Hast du dafür Zeugen?“
„ Das Licht wird die Wahrheit an den Tag bringen!“, murmelte die Ratte Claire. Sie war - wie immer- ganz in Gedanken und wusste daher nicht so recht, was sie da eigentlich von sich gab.

Sie sprang schließlich, genau wie alle anderen Ratten, mutig in das vergiftete Wasser – die Nase dabei hoch erhoben, damit kein Gift von oben in das Präservativ eindringen konnte.

Nach den genauen Anweisungen Joseph B. Strauss III, bildeten die Ratten eine Kette Er und Giowanni liefen später über diese schwimmende Brücke und brachten Stück für Stück der verschiedensten Schätze auf die sichere Seite, aber es befand sich weder ein Kelch noch ein Stein unter all den Kostbarkeiten.

Es waren alles so wunderschöne und wertvolle Dinge, dass Anderich schließlich sagte : „Lasst uns diese Kostbarkeiten mitnehmen – ihr lieben Ratten, denn ihr seid ja auch so langsam erschöpft - und von hier verschwinden, denn die verrückte Sache mit dem Kelch ....“
„ Mit dem Stein ...“, verbesserte ihn Jane zornig.
„ Nein, mit dem Kelch, wird wohl irgendein Ammenmärchen gewesen sein, dem wir aufgesessen sind.“
Noch ehe Jane dagegen protestieren konnte, hörten sie auch schon, die Befehle Joseph B. Strauss III. und die Ratten schwammen wieder zurück. Am längsten brauchte Claire, weil sie einen kleinen hellgrauen Stein auf ihrem Schädel platziert hatte und beim Schwimmen aufpassen musste, dass der nicht hinunter rutschte.

Niemand beachtete sie, als sie an Land kam, denn Giovanni Barese befand sich in einer schlimmen Situation, hatte er doch zu guter Letzt noch einen Kelch aus schierem Gold, besetzt mit kostbaren Edelsteinen, ganz hinten an der Wand der Grotte entdecken können, sich diesen über den Kopf gestülpt, um den auf diese Weise schwimmend hinüber zu transportieren, während Joseph B. Strauss III, mit dem Transport eines kleinen - sehr kostbaren- Prinzessinnenkrönchens beschäftigt gewesen war – und er litt nun unter Luftknappheit.
Joseph B. Strauss III hatte – kaum an Land – zwar auch einen leichten körperlichen Zusammenbruch gehabt, denn er war nicht mehr der Jüngste, aber das war gar nichts gegenüber . Giovannis - inzwischen lebensbedrohlichen - Erstickungsanfällen, denn der Kelch war zu klein für dessen Kopf. Er bekam ihn einfach nicht mehr hinunter.
Anderich zog und zerrte helfender Weise am Kelch, die Ratten bildeten eine Schlange, hielten Giovanni von hinten fest.
„ He, Jane !“, brüllte Anderich und er schraubte und drehte jetzt an dem Kelch, - weniger um Giovanni auf diese Weise das Leben zu retten, vielmehr weil dieses Gefäß SEIN Kelch war, den er endlich haben wollte.“ Es gibt also doch keinen Stein der Wahrheit. Hier ist der Beweis! Es ist ein Kelch ...ein KEELCH, jawoll! “ Im Geiste rechnete Anderich sich schon aus, was er alles, bei dieser Menge von Edelsteinen, die den Trinkbehälter zierten, bekommen würde.
„ Ach, so?“ , erwiderte Jane verblüfft. „ So habe ich mir das Ganze, gar nicht vorgestellt!“
„ Die Wahrheit überrascht meistens!“, sagte die Ratte Claire leise und ließ dabei den kleinen grauen Stein direkt vor Janes Füße von ihrem Kopf rutschen. „ Ich denke, dass dies der Stein der Wahrheit ist...“ , murmelte Claire, wie immer ganz in Gedanken versunken, „Ich kann dir zwar nicht sagen warum. Vielleicht weil ein Lichtstrahl von oben durch die Höhle des Tempels auf diesen Stein geschienen hatte, gerade als ich nach ihm suchte?“
„Oh“, entfuhr es Jane tief enttäuscht, „ Der ist ja ganz unscheinbar?“ Dennoch bückte sie sich und hob den Stein auf. Er war dreieckig und nur so groß wie ein prächtiges Hühnerei. Sie drehte und wendete ihn in der Handfläche. Bis auf ein paar keilförmige Schriftzeichen, schien wirklich nichts Besonderes an ihm zu sein

holdriander am: 24. März 2009

Es meldeten sich gleich drei Ratten, die des aramäischen mächtig zu sein vorgaben. Eine preschte nach vorn und griff sich den Stein. Sogleich stürzte die zweite hinzu und riss den Stein an sich. Die dritte wollte ihn auch haben und so ging das eine Weile hin und her, dass Jane fürchtete, der Stein könnte Schaden nehmen. Darum schnappte sie sich das Kleinod und hielt es mit der Schrift nach vorn, damit die Ratten in Ruhe lesen konnten, was da geschrieben war.

Anderich hingegen war noch immer mit seinem prächtigen Pokal beschäftigt. Goldene Ranken umfassten funkelnde Edelsteine sowohl am oberen als auch am unteren Rand, dazwischen waren zwei Löwen mit goldener Mähne abgebildet, die gemeinsam einen Stein in den Vorderpfoten trugen. Einen eiförmigen Stein mit keilähnlichen Schriftzeichen!
"Nee, oder?", dachte er bei sich und rief eine der lesekundigen Ratten zu sich. Sie hatten zu dritt sowieso kaum eine Chance, die Schrift auf dem Von Jane gehaltenen Stein zu lesen. Darum eilte eine sofort herbei und besah sich die Schrift auf dem Pokal.
"Ja, auch das ist aramäisch", konstatierte sie und begann zu radebrechen: "Berg, auf dem Berg. Hm, welcher Berg könnte das sein? Welcher Berg in welchem Land?
Wo tauchte eigentlich der Begriff "Stein der Weisen" zuerst auf? Das müsste man mal bei google nachlesen. Aber wir haben ja hier keinen Computer. He, Leute, weiß einer, in welchem Land der Stein der Weisen zuerst erwähnt wurde? Da gibt es einen Berg, zu dem müssten wir, um in der Sache weiter zu kommen".
Man hörte beinahe die Gehirnwindungen knistern, so angestrengt dachten alle Ratten nach.
Auch Jane und Anderich dachten nach und nicht einmal sie wussten es.
Und weil es so leise war, hörten sie, wie Therese und Wiwak sich anschlichen.
Jane zog ihre Pistole und rief: "Kommt nicht näher! Es sei denn, einer von euch weiß, in welchem Land der Stein der Weisen zuerst erwähnt wurde!"
"Was für n Ding?", fragte Wiwak mit gekräuselter Stirn.
"Hihi, ihr Blödmänner sucht nach einer Sache, deren Herkunft ihr nicht kennt? In Deutschland wurde dieser komische Stein zuerst erwähnt, im finstersten Mittelalter. Er ist eine Erfindung der Alchimisten, weiter nichts. Es gibt ihn gar nicht!"
"So, und was ist das hier?", fragte Jane erbost und hielt Therese den Stein entgegen.
"Das is ne Klamotte aus Nordafrika. Als er beschriftet wurde, trampelten in Deutschland noch die Teutonen und Goten herum. Es kann also nicht der Stein der Weisen sein. Gib ihn her!"

simontemplar am: 22. März 2009

Doch bei näherem Hinsehen erkannte Jane, dass die Buchstaben aramäischen Ursprungs waren. ARAMÄISCH. Also Schriftzeichen die mehr als 2000 Jahre alt sein mussten. War das etwa der STEIN den sie gesucht hatte ?

Eva PERON am: 23. März 2009

Das keilförmige Ei mit den geheimnisvollen aramäischen Schriftzeichen weckte nur das Interesse von Claire, der canadischen Ratte und natürlich das von Jane. ARAMÄISCH. Sie überlegte. Über 2000 Jahre vor der jetzigen Zeitrechnung. Prof. Roul Hensley vom Smithonien, der könnte diese Zeichen übersetzen oder auch Peter Falk-Bougainville, ein Nachfahre des berühmten Entdeckers und Namensgeber dieses wunderschönen botanischen Wunders. „Meinen sie Claire, dass unter ihren äh, sagen wir mal Rattenfreunden, eine Menschenratte ist, die eventuell Teile andeutungsweise übersetzen könnte ?“ Erwartungsvoll blickte Jane in die kleinen Äuglein der Rattendame Claire. „Ich weiß nicht – aber ich kann ja mal fragen“, und in das Rund hinein zischelte Claire in Richtung der anderen Ratten ob einer unter ihnen sei, der die tote Sprache Aramäisch s p r e c h e n besser aber l e s e n könne. Gespannt blickte Jane in die Runde.

SIMON TEMPLAR am: 24. März 2009

Die frech dahin geworfene Bemerkung von Therêse erschütterte den Glauben Janes in keinster Weise. Sie blickte auf den Stein und dann in das grinsende Gesicht von Therêse.
„So, so Deutschland und trampelnde Teutonen und Goten“.
Jetzt war es an Jane gaaanz breit zu grinsen. „Man hat Dir in dem finsteren Loch aus welchem Du ’rausgekrochen bist ganz augenscheinlich das Eine oder Andere vorenthalten. Deutschland gab es zum damaligen Zeitpunkt noch gar nicht und die Zeitspanne zwischen Goten und Teutonen beträgt, wenn ich mich richtig besinne, so in etwa 400 bis 600 Jahre …“

„Aber“ – und hier machte Jane eine Kunstpause, so ganz von der Hand ist Dein Einwand keinesfalls. Denn es könnte, beachte bitte den Konjunktiv, es könnte sich so zugetragen haben, dass ein Teutone seinem Stamm die „Kalte Schulter“ gezeigt und sich auf den Weg in wärmere Gefilde haben könnte. Und diese Wanderung könnte ihn in das Land wo angeblich Milch und Honig geflossen sein sollen, nämlich Mesopotamien, gelegen zwischen Euphrat und Tigris, gebracht haben. Und vielleicht gehörte er dann dort einer Immigrantengruppe an, oder er wurde ein viel bestaunter Gladiator. Und ein erfolgreicher dazu. Und als er, bedingt durch viele gewonnene Kämpfe in der Arena seinen Freiheitsbrief und Geschenke erhielt, da war eben dieser Stein dabei. Und seine Erben, die sich mittlerweile Römer nannten, machten sich auf ins Mutterland Italien und siedelten sich am Fuße des Vesuvs an. Ungefähr 550 n.Chr. kam es dann dort zu einer Schlacht der römischen Legionen gegen die Goten. Diese verloren den Kampf in einer mörderischen Schlacht und verschwanden, historisch betrachtet, von der Bildfläche. Forschungen aus dem vorigen Jahrhundert, etwa um 1988 herum haben erbracht, dass die Goten sich in Mittelamerika niedergelassen haben soll. Eine sehr umstrittene These, aber das haben Thesen nun mal so an sich. Fazit für mich: DAS IST DER WAHRE STEIN DER WAHRHEIT – und Dir Therêse werde ich dieses kulturhistorische Gut nicht aushändigen.“ Sprachs – und steckte sich den Stein in ihren feuerroten Tangaslip.

holdriander am: 26. März 2009

Da hörten sie ein leises Schaben und Grummeln und schon schob sich der dicke Leib einer Riesenspinne um die Ecke. Sie hatte die Gruppe noch nicht erreicht, als sie schon losbrüllte: "Muss ich mich jetzt schon selber aufrichten, um diese dämlichen Menschen zu vernichten? Ihr seid aber auch zu nichts zu gebrauchen, ihr beiden, und so was nennt sich Wächter!"
Sie machte mit ihren langen Beinen einen großen Schritt auf Jane und Anderich zu. Der aber nahm nicht nur seinen Pokal, sondern auch seine Beine in die Hand und rannte, so schnell er konnte, den Ratten hinterher, die natürlich viel schneller waren als er.
Auch Jane rannte um ihr Leben.
Sie bogen in den nächstbesten Gang ein, egal, wohin er führte. Es ging bergauf und Anderich dachte angsterfüllt daran, dass der Spinne diese Steigung überhaupt nichts ausmachen wird, denn Spinnen können ja bekanntlich an den Wänden hoch gehen. Also trieb er sich weiter vorwärts, wie sehr auch seine Lungen pfiffen.
Dann ertönte ein Piepsen hinter ihnen: "Ihr braucht gar nicht so zu rennen, die Spinne ist tot! Wiwak hat sie erschlagen, weil sie ihn ja so beleidigt hatte. Er hat ihr auch gleich den Kopf abgebissen und sich gefreut, dass da etwas Hirn drin war, anders als bei unseren Hohlen Schädeln".
Sofort setzte Jane sich schweratmend hin. Anderich machte kehrt und setzte sich zu ihr. Ihre Herzen rasten und ihre Münder keuchten.
Anderich stellte den Pokal auf die Erde und die gelehrten Ratten machten sich sogleich wieder daran, die aramäischen Schriftzeichen zu entschlüsseln. Die Ratte, die schon vorher den Kelch studiert hatte, sagte: "Ich glaube - nein, ich bin überzeugt, dass man den kompletten Text nur lesen kann, wenn man auch den Stein hat. Auf dem Kelch steht die eine Hälfte der Zeilen und auf dem Stein die andere. Jane, hol den Stein hervor".
Jane fasste in ihr Höschen, doch da war kein Stein. Sie hatte ihn bei dem rasanten Lauf verloren.
Anderich dachte: "Wie kann man auch so etwas Kostbares zwischen so dünnem Stoff aufbewahren wollen! Wenn ihre Hose wenigstens unten zugebunden wäre, so wie meine, dann würde der Stein dort aufgefangen worden sein, aber so mit den offenen Jeans, das konnte doch nur schiefgehen! Was für eine blöde Kuh! Ja, die braucht den Stein der Weisen ganz dringend!"

doska am: 27. März 2009

Während Jane in den Gängen nach dem Stein suchte, die Menschenratten halfen ihr dabei, indem jede von ihnen durch jeweils einen der Flure trippelte und über leises Fiepen mit den Kameraden auch auf Entfernung Kontakt hielt, lief Anderich sehr verdrießlich und gar nicht hilfsbereit neben Jane her. Schließlich war Jane selbst an diesem Unglück Schuld und nicht er. Nach einem Weilchen begann er sich damit zu trösten, dass er ja immerhin den Kelch noch besaß und dieser hatte ganz gewiss einen viel höheren Wert, als Janes kleines unscheinbares Steinchen.
He, was nutzte es ihm überhaupt, wenn sie erfuhren, was es mit Kelch und Stein auf sich hatte? Wissen machte nicht unbedingt reich, Gold und kostbare Edelsteine schon eher. Er lachte schließlich bei diesem guten Gedanken leise vor sich hin, was Jane sehr verärgerte.
„ Mein lieber Anderich“, fauchte sie und rieb sich das Kreuz, weil es ihr vom vielen Bücken wehtat, denn immer wieder hatte sie einen Stein aufgehoben, in der Annahme, der sei der Richtige. „Wir haben wahrhaftig keinen Grund. Der Stein der Wahrheit ist wohl für immer verloren und wir wissen nicht, wie wir hier hinaus kommen können.“
Wiwak hörte Janes Klagen, denn er war ganz in der Nähe. Ein hämisches Grinsen, ließ seine langen messerscharfen Zähne aufblitzen, denn längst hatte er den Stein gefunden. Er wog ihn prüfend in seiner Krallenhand. „ Nie, nie , wird ihn jemand bekommen…“, wisperte er leise und sehr zufrieden.
„….außer ICH!“, hörte er Thereses rauchige Stimme hinter sich und schon war der Stein weg und Therese hielt ihn in ihrer bleichen Hand.
„Sp…sp…spinnst du ?“, fauchte er wütend und fuhr zu ihr herum.
„ Leider nicht!“, knurrte sie missmutig. „ Wenn ich das könnte, hätte ich mir längst einen schicken Pullover aus schöner Wolle gestrickt.“
„ Du immer mit deinem dämlichen Klamottentick! Jetzt sind die beiden weggelaufen und ich weiß nicht wohin.“
„Nur die Ruhe, mein Süßer! Guck ein bisschen nach rechts und da sind sie doch noch. Wir werden sie anlocken und zwar mit diesem Stein. Ich binde einen Faden darum und ….“
„ Aber das ist doch gar kein Faden, nur ein Spinnennetz…?“
„ Unterbrich mich nicht ….Schließlich war ich früher mal Hexe und deswegen muss ich zur Strafe als Geistin mein Dasein fristen. Die Tricks von damals …“
„ Es gibt keine Geistin, beste Therese, du bist nur eine Geisterfrau …“
„Du unterbrichst mich ja schon wieder? Ich werde also den angebundenen Stein in diesem Flur dort hinten legen und wenn diese Jane kommt und sich danach bückt, zieh ich ihn so ein bisschen weg. Auf diese Weise kommt sie immer näher und dann beißt du dieser Tusse ins Genick!“
„ Oh, ist das Lecker. Du kannst wirklich sehr gute Vorschläge machen, meine allerbeste Therese!“, keuchte Wiwak.
Therese machte ein stolzes Gesicht.
„ Ich packe mir währenddessen, diesen ausgesprochen gut aussehenden Kerl“, fügte sie sehr genüsslich hinzu und beleckte sich ihre vollen Lippen, „ Hach, er wird ein Schmuckstück in meinem neuen Mantel werden.“ Sie drehte sich einmal sehr kokett um sich selbst und verwandelte sich auf diese Weise in eine kurvenreiche Sandwolke die auf das Eiligste mitsamt dem Stein zu der betreffenden Stelle hin wehte.
Noch vor Jane trippelte jedoch die Ratte Claire durch diesen Flur, das hatte Therese ganz übersehen.
Claire stoppte, denn sie erkannte den Stein trotz des Dämmerlichts und auch den Spinnennetzfaden, der darum gebunden war, denn sie hatte in dieser geringen Höhe einen ganz anderen Blickwinkel als Menschen. Sie hatte außerdem ihren Menschenkopf wegen der anstrengenden Sucherei schon vor einiger Zeit an einem sicheren Plätzchen abgelegt, zu welchem sie später wieder zurückkehren wollte und konnte darum ungehemmt mit ihren langen Rattenzähnen den Faden durchbeißen, den Stein in die Schnauze nehmen und zu Jane zurück flitzen.
„ Hä?“, zischelte Therese verblüfft aber auch zornig, als sie nur noch den abgebissenen Faden liegen sah.
„ Und wo bleibt mein Essen?“, schnaufte Wiwak und wurde ganz grün im Gesicht vor Wut und Enttäuschung.

„ Hallo Claire, was bringst du mir denn da?“ Jane bückte sich wenig später, hob den Stein auf und hielt ihn in`s schwache Licht der Fackeln. „ Was sagst du dazu, Anderich?“, jubelte sie glücklich. „Der Stein der Wahrheit ist wieder da!“
„ Oh, da haben wir noch mal Glück gehabt!“, rief auch Anderich sehr erleichtert, „ …aber verstaue ihn nicht wieder an dieser…äh … Stelle!“ Und dabei wanderte sein Blick ihre langen Beine hinauf und verharrte zwischen ihren Schenkeln.
Jane errötete unwillkürlich „ W…wwwelcher Stelle?“ ,stotterte sie verwirrt und hielt sich die Hand davor, obwohl dort eigentlich nichts Besonderes zu sehen war. „ Ddder Stein war hinten in der Hose und …nein, meinst du denn ich bin wieder so dämlich?“, sagte sie jetzt richtig zornig. „ Der kommt diesmal an ein viel sicheres Plätzchen!“ Und dann ließ Jane den Stein im Ausschnitt ihrer Bluse verschwinden.

SIMON TEMPLAR am: 28. März 2009

Die Nachricht in der TIMES sowie in den führenden Gazetten der Welt war letztlich für den normalen Leser ohne Wert. Die Fachwelt aber war entsetzt. Aufgemacht wie eine Todesanzeige erschien ein Artikel seiner Lordschaft Timothy-Hoogan IV Lord of Snowball-Renegate welcher in blumigen Worten einer erschütterten Fachwelt sowie interessierten Laienschar mitteilte, dass Lady Jane Goodywater-Windsor of Pillepalle, Ur-Enkelin von Lady Pi Duchesse von Windsor, verstorben in einer Pariser Unterführung nach einer Fehlgeburt dortselbst (die dort geborene junge Lady war die Großmutter von Lady Jane !!!) von der Gesellschaft nunmehr offiziell für tot erklärt wurde !

Es wurden die Verdienste von Lady Jane erwähnt, ihre unbändige Hingabe zur Archäologie, sowie an der nur mit dem Wort FANATISMUS halbwegs korrekt wiedergegebenen „Lust“ (das Wort Lust wurde in Anführungszeichen geschrieben um keine falschen Assoziationen aufkommen zu lassen) des Suchens nach der Vergangenheit der Menschheit.

Nicht gänzlich ohne Hintergedanken im positiven Sinne (die Menschheit neidet fast ausnahmslos dem Erfolgreichen den Erfolg, dem Reichen sein Vermögen) kam dann der Hinweis, dass Lady Jane ihre Ausgrabungen komplett selber finanziert hatte. Und um der Neidhammelgesellschaft gleich die gelben Neidzähne zu ziehen erfolgte nicht ohne boshafte Hintergedanken der Hinweis, dass das Interesse am Tod von Lady Pi ein so großes und über Jahre hinweg andauerndes Medienecho nach sich gezogen hatte, weil das verdummte (Anm. des Verfassers: verblödete) Stimmvieh, das Wählervolk der Minister, weil eben der überwiegend bescheuerte Menschhaufen gierig die langweiligen Geschichten der Lady Pi förmlich verschlang, so dass die dann fließenden Gelder aus den Schwachsinns-Opern der Yellow-Press den Grundstein für das nicht unbeträchtliche Millionenvermögen von Lady Jane gelegt hatten.

Aus diesem Grund wurde Lady Jane Goodywater-Windsor of Pillepalle, übrigens erstmals
seit Bestehen des SCHLIEMANN FORUM’s die Mitgliedschaft verliehen. „Chamber of the Holy Stone h.c.“ Lady Jane Goodywater-Windsor of Pillepalle.

Es folgten sodann ein paar weitere Höhepunkte aus dem Leben der Lady Jane – aber die interessierten keinen. Die Yellow-Press titelte bereits: „Lady Jane gefressen von Kannibalen“ und der MIRROR war sich nicht zu schade zu unterstellen (und das wollte er mit Fotos in den nächsten Ausgaben auch beweisen), dass die Millionärin (Anm. des Verfassers: das dämliche Volks soll neidisch gemacht werden !) im Dschungel von einem Panther angegriffen und aufgefressen worden sei.

Vom Mitstreiter Anderich sprach man nur in einer Fußnote. Denn er war nicht reich, hatte keine Affären mit einer ordinären Kuh aus BIG-BROTHER und konnte auch keine Stories sowohl aus dem Milieu oder der Upper-class bieten. Ein Nobody eben. Ein Mitläufer. Eine Null.

EVA PERON am: 28. März 2009

Und während Jane, keinesfalls tot aber auch nicht gerade putzmunter, den STEIN DER WAHRHEIT in ihren roten BH fallen ließ, wo der metallene Bügel herunterfallen verhindern sollte, war mittlerweile allen sehr wohl klar, dass dumme Reden schwingen nicht das ersehnte Ende dieser Odyssee bedeutete. „Wir müssen uns aufteilen. In 6 Gruppen. Und wir treffen uns wieder gefühlten 5 Stunden.“ Dieser Vorschlag kam von Jane und die gefühlten 5 Stunden waren darauf zurück zu führen, dass Jane und sonst keiner aus der illustren Gruppe über eine Armbanduhr verfügte. „Leider können wir uns ja auch nicht alle phonetisch verständigen, da die Lautstärke des Rattenwisperns höchstens 5-10 Meter überwindet. Sollten aber Anderich oder ich eine Weg nach Draußen gefunden haben“, Jane warf Anderich einen fragenden Blick zu und dieser nickte bestätigend, ohne zu wissen, was Jane jetzt eigentlich sagen würde, aber er vertraute ihr blind, „so werden wir uns durch lautes Schreien und Rufen bemerkbar machen und alle, ich betone a-l-l-e machen dann kehrt und laufen hierher zurück.“

Keiner meldete sich. Jeder hielt diesen Vorschlag für das Vernünftigste.
Ohne weitere Rücksichtnahmen auf Animositäten oder sonstige Befindlichkeiten teilte Jane die Ratten in 6 Gruppen und gesellte sich zu der Gruppe, in der sich die Ratte Claire befand.

„Ein Hinweis noch“, rief Jane den sich bereits im Aufbruch befindenden Gruppen zu, „ignoriert den widerlichen Wiwak und zu Euch Männern sage ich, ignoriert auch die heiße Therêse. Sie ist gemein, hinterlistig und böse. Eine Ausgeburt der Hölle. Ignoriert ihr sie, so werden sie uns, so werden sie uns ziehen lassen und das in der Hoffnung, dass wir uns verirren, nicht mehr zurückfinden und somit dem Tode geweiht sind.“

„So weit aber wird es nicht kommen ! Ihr habt furchtbare Jahre überlebt. Grausame Szenarien erlebt und nie darauf hoffen dürfen, dass Rettung erfolgt. Jetzt aber ist die Rettung ganz ganz nahe.“ Jane sprach mit beschwörendem Ton, denn sie sah und fühlte sehr wohl die Angst in vielen Augenpaaren. „Wir werden es schaffen“ rief sie ganz laut und dann machten sich 6 Gruppen Verlorener auf den Weg in die ersehnte Freiheit. Hätten sie gewusst was auf sie zukommt, wäre ein Tod im vergifteten Bergsee, ein Tod im Rachen von Wiwak oder zwischen den Schenkeln von Therêse noch das kleinere Übel gewesen.

doska am: 29. März 2009

Denn schon nahte das Entsetzliche. Niemand sah „es“, denn es hatte einige der vielen Flure zu durchqueren, ehe „es“ seine Opfer mit den gewaltigen Säbelzähnen packen und zerreißen würde. Es kam gerade aus jener Halle gestürmt, in welcher sich noch immer - das mit einem roten Negligee umwickelte Metallgebiss Karnak-oys und dessen Kadaver befand und der Weg, der neuen schrecklichen Kreatur, war deshalb ziemlich lang. Weder die beiden Menschen noch deren kleine graue Begleiter konnten auf diese Entfernung das leichte Beben, welches die wuchtigen elefantenartigen Hinterfüße der riesigen Echse auf dem steinernen Boden verursachten, spüren. Die rosafarbenen Quellaugen des grässlichen Geschöpfes waren zu kleinen tückischen Spalten zusammen gezogen, der Blick in die Ferne gerichtet. Hervorragend konnten, die - mit vielen Hornschuppen versehenen - Nasenlöcher bereits die Beute von hier aus riechen.

Das Geschöpf schnüffelte nun immer gieriger, streckte dabei den langen sandfarbenen Hals weit vor und die gelben, leicht verfilzten Haare zwischen den zwei Hörnern wehten im Zugwind. Ebenso wackelte jetzt die schicke Kette, welche aus einer geflochtenen Schnur aus Spinnenweben und fünf verschiedenen Steinen - verziert mit aramäischen Schriftzeichen – bestand. Diese Kette war sehr modisch und ausgesprochen schick zwischen den Hörnern befestigt und baumelte zum Teil dem Untier in die Stirn.

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Währenddessen bogen die Ahnungslosen und zu denen gehörte nicht nur Jane, Anderich und die Ratte Claire, auch Prof. Dr. Dr. Johannes B. Fasel, Experte für Kryptologie und Aramaistik und noch drei weitere Menschenratten in einen weiteren von Fackeln beleuchteten Tunnel ein.
Die drei Ratten liefen zur Erkundung des Flurs vorne weg, während Claire und Prof. Fasel langsamer hinterher kamen, dabei mit einander faselnd – äh, Konversation pflegend und ganz in der Nähe der Menschen bleibend.
Jane hielt mit wachem Auge Ausschau nach allen Seiten, um einen verborgenen Ausgang zu finden. Anderich tat dies weniger, denn er schlug sich die ganze Zeit mit dem Gedanken herum, ob er überhaupt so schnell nach draußen kommen wollte.
War es nicht viel besser doch noch einmal bei der Schatzhöhle vorbei zu schauen und noch ein paar schöne Dinge mitzunehmen? Die Menschenratten hatten schließlich sämtliche kostbaren Schätze auf der Flucht verloren. Vielleicht konnte er zumindest Claire oder diesen schrulligen Pof, davon überzeugen, mal einen Abstecher zu dieser wunderbaren Grotte zu wagen. Die Frage war nur, wie man nach dort wieder kommen konnte. Verdammt, man fand sich hier wirklich kaum zurecht. Blödes Labyrinth!

„Richtig, Herr Professor!“, hörte er Claire, zu seinem Unmut gerade dicht hinter ihm sagen. „ Zu ihrem Thema fällt mir ein, dass auch ich heute etwas ganz Verrücktes erlebt habe. Ich kann meinen Menschenkopf einfach ab- und aufsetzen, wann immer ich will!“
„ Is`nicht möglich!“ rief der Prof. verwirrt.
„ Doch, doch!“ Claire hob dabei gleich zur Demonstration ihren Schädel vom Rattenköpfchen, so als wäre es eine Mütze. „Ist mir vorhin gar nicht aufgefallen, doch nun staune ich darüber. Was hat das wohl zu bedeuten?“
Der Prof. zuckte die schmalen Rattenschultern, dann versuchte es bei sich ebenfalls, doch es gelang ihm nicht. Sein Menschenkopf blieb auf dem Hals wie angewachsen.
„Sehen Sie!“ Claire grinste jetzt so ein bisschen triumphierend, „ Sie und unsere Kameraden können das immer noch nicht zu allen Zeiten. Therese Zaubersprüche herrschen noch so ein bisschen über euch. Nur sie konnte uns das bisher immer erlauben. Jetzt aber bin zumindest ICH in dieser Sache frei und ich sage Ihnen, der Stein der Wahrheit hat dies bewirkt. Er hat irgendwie magische Kräfte. Ich habe ihn heute so oft in meiner Schnauze tragen müssen, dass wohl einige seiner erlösenden Kräfte auf mich über gegangen sind.“
„ Ach, Claire, das wird wohl nur Zufall sein“, bemerkte Professor Schwafel missbilligend. „Ein plötzlich aufgetauchter Fehler in Thereses System der Zaubersprüche und nichts Erlösendes, denn weshalb sind Sie ansonsten noch immer eine Ratte, he?“
Claire blickte traurig an sich hinunter, dann aber sagte sie tapfer: „ Das ist schon war, aber ich glaube an das Gute und für kurze Zeit waren wir alle erlöst!“
.“Ja, weil Karnak-oy getötet worden ist! Aber dann kam die Geschichte mit dem Gebiss und wir sind wieder zu Ratten geworden. „ Das Gebiss sagte sogar noch zum Schluss, dass wir nie wieder erlöst werden könnten und auf ewig Therese dienen müssten.“
„ Aber das stimmt doch gar nicht. Ich habe gehört, wie sie uns gerufen hat, aber ich verspürte keinen inneren Drang mehr, ihr zu folgen..“
„ Das ist richtig, niemand von uns fühlt sich noch magisch von unser einstigen Herrin angezogen. Sie muss sich wohl aus andren Menschen einen neuen Mantel machen. Es sei` denn, sie setzt ihre erotischen Kräfte ein. Du hast Recht, wir sind tatsächlich ein bisschen freier geworden.“
Claire nickte zufrieden. „ Erinnern Sie sich, dass zum Zeitpunkt des Todes von Karnak –Oy nicht nur gewöhnliche Steine von der Decke der Halle herab gefallen sind, auch Steine mit aramäischen Zeichen? “
. “ Ja, ich daran erinnere mich. Die meisten davon sind zwar in „Karnak-Oys“ See, einige jedoch auf den Steinboden der Halle gefallen. Was Therese sofort erkannte. Aus zwei Gründen ging sie dann vor uns Männern in die Hocke, erstens um uns mit Hilfe dieser Geste zu verführen, zweitens um gleichzeitig die richtigen Steine aus dem einfachen Gestein herauszusuchen.“
„ Sehen sie Herr Professor, vielleicht könnte es sein, dass sie sich von diesen fünf Zaubersteinen erhoffte, erneut Macht über uns gewinnen, oder vielleicht sogar noch größere magische Kräfte zu bekommen. Aber Therese musste die Steine liegen lassen, weil sie mit uns geflohen ist.“
„ Hm“, der Prof. rieb sich mit seiner kleinen Rattenpfote sehr nachdenklich das Kinn. „ Ein ganz besonders wichtiger Stein fehlte Therese wohl ohnehin und das war…“
„ … der Stein der Wahrheit!“, riefen jetzt die beiden alten Ratten gleichzeitig und ganz begeistert.
„ Und MEIN Kelch!“, warf jetzt Anderich – direkt so ein bisschen beleidigt- ein.
„ Herr Anderich,“ sagte jetzt der Prof mit feierlicher Miene. „ Könnten Sie uns wohl helfen, noch einmal die Inschrift des Kelches in Augenschein zu nehmen?“
„ Warum denn DAS?“, murrte Anderich abweisend. „ Ich denke, ihr habt auf meinem…“ Das MEIN betonte er dabei ziemlich scharf. „ ….Kelch so etwas Ähnliches wie ein Muster aus goldenen Ranken, zwei Löwen mit goldener Mähne die gemeinsam einen Stein in den Vorderpfoten tragen und einen Berg auf einem Berg erkannt- mehr nicht!“ Aber dann seufzte er begütigend und ließ mit einer raschen Bewegung den Rucksack vom Rücken rutschen. Er nahm den Kelch aus der kleinen Seitentasche und reichte ihn dem aufgeregten Prof. der die kleinen keilartigen Zeichen im Kelch noch gründlicher als bisher musterte. „ Ich lese daraus folgende Worte : Unser Gehirn ist wie ein Kelch, angefüllt mit Wissen, doch das allein ist nicht die Wahrheit!“ Er schmunzelte und gab Anderich den Kelch wieder zurück, dann wandte er sich an Jane. „ Verehrte Jane, könnte ich wohl auch von ihnen den Stein nochmals bekommen?“
„MEINEN Stein ?“, echote Jane, aber dann griff sie sich in die Bluse – der Prof , errötete deshalb ein wenig- und sie reichte ihm den Stein. Der Pof. studierte auch den Stein sehr gründlich und sagte dann: „Einige Zeichen sind zwar verblichen, aber ich meine gelesen zu haben: Die Zeit ist der Schlüssel zur Wahrheit.“ Seine Augen leuchteten. „ Die Zeit wird uns wissen lassen.“ Und dann winkte er Jane zu sich hinab und wisperte ihr etwas ins Ohr. „ Ach?“ sagte sie ganz verblüfft und nahm wieder den Stein an sich.
Fast im selben Moment kamen die drei Menschenratten, die als Kundschafter vorgelaufen waren mit lautem Angstgequietsche zurück geflitzt.
„Was ist denn los?“, erkundigte sich Jane erstaunt und bückte sich auch zu ihnen hinunter.
„ Ach, ganz weit hinten kommt gerade etwas sehr Schreckliches angestampft!“, piepste die vorderste Ratte und dann war sie auch schon an Jane und Anderich vorbei gehuscht, um noch ihr Heil in der Flucht zu suchen.
„ G…gggestampft?“, echote Anderich entsetzt und sah, dass auch die anderen Ratten sich schnell
in einem kleinen Winkel des Flurs versteckten. Claire und der Professor hielten jedoch den Menschen die Treue.
Da merkten auch Jane und Anderich, wie der steinerne Boden des uralten Tempels immer stärker zu beben begann.
„ Verd…dddammt, was kommt denn da?“, keuchte Anderich. Er atmete tief durch, damit seine Hand mitsamt der Pistole nicht allzu sehr zitterte, denn das wäre Jane gegenüber wirklich zu peinlich gewesen, dann schaute er sich suchend nach allen Seiten um. „He, hier gibt`s aber auch rein gar nichts, wo ich …äh, vor allem DU liebe Jane dich verstecken könntest.“
„ Ich weiß, was du denkst!“, schnaufte Jane. Sie hatte ebenfalls ihre Waffe gezogen.
„ Ach, ja?“, hakte er nach.
„ Ja, mir kannst du nichts vormachen, Anderich. Du denkst ich bin nur eine Frau und willst vorweg laufen, um mich zu beschützen. Aber das machst du nicht…auf gar keinen Fall. Ich werde dir beweisen, dass auch Frauen ihren Mann steh …äh ….mannstoll sind…ach, Quatsch, Männer sein können und deshalb kämpfen wir hier Seite an Seite.“
Und dann war das Ungeheuer vollends zu sehen. Es sah so entsetzlich, so widerlich aus, dass selbst Claire und der alte Prof, die gestandene Menchenratten waren, in die Knie gingen und einen leichten Ohnmachtsanfall bekamen.
Anderich hätte sich zwar gleich und auch sehr gerne zu ihnen auf den Boden gelegt, aber das wäre bei seiner Größe Jane vielleicht aufgefallen. So stand er also nur breitbeinig da – denn er hatte von Seeleuten gehört, dass sie auf diese Weise ihr Gleichgewicht halten konnten. Jane hatte sich inzwischen hinter ihm versteckt - als das Untier direkt auf sie beide zutrabte. Es streckte dabei seinen langen, sandfarbenen Hals in höchst eigenartiger Weise vor und Anderich sah, dass es einen kleinen keilförmigen Kopf besaß. Lange blonde Haare, sprossen zwischen den zwei krummen Hörnern, um die eine Kette aus fünf bunten Steinen gewickelt war. Während der vordere Teil der Echse noch ziemlich schlank zu sein schien, war der hintere auffallend dick, plump und zudem moosgrün. Das stampfende Gräusch kam vom hinteren Teil des Drachenwesens, der vordere trippelte eher sexy vorweg. Ab und an warf der Drache, sein langes Blondhaar kokett zurück auf die Schultern.
Nun war die Echse ganz nahe, Claire und der Prof, hatten sich aufgerichtet, um tapfer all dem Entsetzlichen beizuwohnen.
Anderich schloss ergeben die Augen, wich jedoch nicht von der Stelle, blieb ein schützendes Schild für Jane. Der Drache grinste hämisch, riss sein Maul weit auf.
Da wisperte der Prof.zu Jane hinauf: „ Wenn ihr diesmal schießt werdet ihr das Wesen nur erzürnen, denn es hat eine Kette zu seinem Schutz mit fünf magischen Steinen um die Hörner gewickelt.“
„ Nimm die Wahrheit als Waffe, liebe Jane!“, wisperte Claire, „ Die Zeit ist der Schlüssel…vergiss das nie!“
„ Und warum darf ich nicht meinen wissenden Kelch nehmen?“ murrte Anderich, direkt ein bisschen neidisch

SIMON TEMPLAR am: 30. März 2009

Der Drache senkte seinen gräßlichen Kopf zu dem Menschenpaar und den tierischen Begleitern und schien zu schnüffeln. Wie ein Hund der nach seinem vergrabenen Knochen sucht. Das Schnüffeln hatte etwas aggressives, zugleich aber auch war zu spüren, dass aus welchem Grund auch immer, der Drache seine ungeheure Kraft noch nicht ausspielen würde. Es roch nicht nach Tod. „Er sucht irgendetwas“, flüsterte Jane und die Ratte Claire antworte leise piepsend „ja, ich glaube auch zu wissen was. Der Drache sucht den STEIN DER WAHRHEIT, den Stein also, den Sie in Ihrem Büstenhalter versteckt halten“.

Jane war verblüfft. „Wie kommen Sie darauf, Claire. Das ist ein dämlicher Drache. Gewiß, er ist stark, und er ist bestimmt auch gerissen, sozusagen clever wenn man diesen menschlichen Begriff hier anwenden will, aber letztlich eben doch lediglich ein wildes, seinen Jagdinstinkten folgendes Tier.“

Die Ratte Claire schüttelte ihr kleines Rattenköpfchen. „Nein, ich bin mir mehr als nur latent sicher“, wisperte sie, „dass dieser Drache der Schlüssel für uns alle ist. Der Schlüssel zur Freiheit und der Schlüssel zur Beendigung Ihrer archäologischen Suche. Denn nicht umsonst krönt er seine kleinen Hörner mit einer Kette aus fünf bunten Steinen“.

„Ach, das ist doch Unsinn. Diese Kette mit den blauen Steinen hat sich, als er sich an einem Baum oder Felsen schubberte, an seinen Hörnern festgehakt und trotz aller Bemühungen, davon gehe ich einfach mal aus, ist es diesem widerlichen Vieh bis jetzt nicht gelungen, diese Kette nebst wertlosen Steinen loszuwerden“. Jane atmete heftig. Vor Erregung und Zorn sowie auch einem Schuss Panik hatte sie lauter gesprochen als beabsichtigt und damit das Interesse des Drachen geweckt.

„So, so“, sagte da auf einmal der Drache, „wenn ich das richtig verstehe bin ich in den Augen der Räuberin“, und mit einem auf einmal gar nicht so dümmlich erscheinenden Gesichtsausdruck, soweit man bei einem Drachengesicht solches erkennen kann oder glaubt solches zu erkennen, blickte er zweifelsfrei ausschließlich Jane an, „dämlich, stark, gerissen und ein böses wildes Tier. Und die Kette“, bei dieser Bemerkung schüttelte der Drache den Kopf, was die blauen Steine zum klirren brachte, „nebst den wertlosen blauen Steinen“, wieder ein nur als vorwurfsvoll zu bezeichnender Blick zu Jane, „ sind wertloser Tand den ich mir beim schubbern ohne es zu wollen, eingefangen habe. Habe ich das richtig verstanden ? Und bevor ich jetzt, von wem auch immer, hier und sofort eine Antwort bekomme die Frage, was eigentlich ist S-C-H-U-B-B-E-R-N ?“

Jane, Anderich, die mit einem Professorentitel bedachte Ratte Dr.Dr. Fasel, ja selbst die so kluge und auch besonnen agierende Ratte Claire, waren sprachlos. Und das galt auch für fast alle anderen Ratten die, als sie neben dem trampelnden Getöse des Drachen auch die raumgreifende Stimme gehört hatten, sofort keine Kehrtwendung machten. „Da muß was Schlimmes, was Ungewöhnliches geschehen sein“, wisperten sich alle Ratten zu und die Angst und das Grauen im Angesicht des Drachen, war ihnen allen sehr deutlich anzusehen.

„Was ist S-C-H-U-B-B-E-R-N“ fragte erneut der Drache, der es sich jetzt auf dem Felsboden gemütlich gemacht hatte, in dem er sich seitlich hinlegte wodurch seine imposante aber auch einschüchternde Größe sehr deutlich wurde, „und“ fuhr der Drache fort, „von Dir“, dabei zeigte er auf Jane, „will ich nachher den Stein, den Du unter Deiner Bluse versteckt hältst.“

Und das sagte der Drache mit einer Ruhe, einer Sicherheit, einem Selbstverständnis, dass allen Anwesenden noch unheimlicher wurde. „Und warum sollen wir Dir diesen Stein geben“ ? Es war Anderich, der diese Frage stellte. Damit Du Dir diesen als sechsten Klunker an Deine Hörnchen hängen kannst ? „Und“, fuhr Anderich fort, „was ist dann die Gegenleistung – und wieso kannst Du sprechen ?“ Als er seine letzte Frage herausgebrüllt hatte wurde ihm übel vor Angst. Erstmals in seinem Leben hatte er „Flagge“ gezeigt und zu seiner Überraschung fühlte er keinen Stolz auf sich, sondern eine übergroße Welle der Angst hatte ihn gepackt. Jane war sprachlos. Dieser feige, wenngleich gut aussehende Kerl, hatte mehr Courage als sie für möglich gehalten hatte.

„Du hast Mut, das muß man Dir lassen“, antworte der Drache. Und um Deine Fragen zu beantworten, brauche ich nicht viel Zeit. Sprechen kann ich von Anbeginn der Zeit. Das war vor vielen hundert Jahren keinesfalls etwas Ungewöhnliches. Und den Stein brauche ich, damit die Kette der „Offenen Zeit“ für mich endlich geschlossen wird und ich abtreten darf von dieser Welt. Nicht mehr – aber keinesfalls weniger wünsche ich mir - und ihr werdet mir diesen Weg auf gar keinen Fall verbauen.

Die letztlich freundliche Unterhaltung hatte Jane mutig gemacht. „Der junge Mann hatte Dich aber auch gefragt, was für eine Gegenleistung wir dafür von Dir bekommen, dass wir Dir den
STEIN DER WAHRHEIT überlassen. Du bist, das war nicht zu überhören, ein kluger Drache, ein Wesen, das noch keiner von uns jemals sah und jemals wieder sehen wird. Also, versüße unseren Verzicht auf den STEIN DER WAHRHEIT mit einer Gegenleistung“ !

Der Drache richtete sich leicht auf und sah Jane intensiv an. Ich werde 6 von Euch die Freiheit schenken. Ich werde 6 von Euch mit Gold überhäufen und 6 von Euch mit Smaragden, Rubinen und Saphiren aufwiegen. Ihr könnt entscheiden wer was bekommen soll. Die anderen sind meine Wegbegleiter in den ANTARES des ORYDION zu CARFAX. Ihr sagt dazu Ewigkeit.“

Ein Aufschrei der Angst, des Entsetzens brach sich von den Wänden, denn noch während der
Drache dieses unheilvoll klingenden Sätze gesprochen hatte, nahm er die Kette mit den blauen Steinen von seinen kleinen Hörnern und vollführte mit ihnen kreisende Bewegungen. Weiße und blaue Blitze waren die Folge und urplötzlich waren aus den Ratten wieder Menschen geworden. Nackte Menschen, die sich jetzt ungläubig und hilflos anstarrten und keinesfalls glücklich waren. Einige versuchten ihre Nackeit zu verbergen und standen in typisch gekrümmter Haltung da. Aber allen war bewusst, dass fast die Hälfte von ihnen einem grausamen Drachen-Ritual zum Opfer fallen würde. Man hörte leise Stimmen die von Sekunde zu Sekunde immer lauter wurden. Stimmen die in vielen Sprachen IHN anriefen. Buddha, Gottvater, die Hl. Jungfrau Maria, Allah. Alle Götter aus vielen Religionen und aus allen Teilen dieser Erde flehte die Schar der Menschen an.

Der Drache richtete sich auf und sofort verstummte die verängstigte Gruppe Mensch. „Ich gebe Euch 24 Stunden Zeit. Vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang und wieder bis zum Sonnenaufgang. Dann will ich den STEIN DER WAHRHEIT haben und die jeweiligen Gruppen vor mir sehen.“

„Und woher sollen wir wissen wann die Sonne aufgeht, untergeht und wieder aufgeht“ rief Prof. Fasel. „“Seht nach oben“ rief der Drache. Und als alle wie hypnotisiert nach oben blickten, jagte ein weiß-blauer Blitz gegen die hohe und für Menschen ohne Hilfsmittel wie Leiter oder Steigeisen unerreichbare Felsendecke und sprengte ein riesengroßes Loch in den Felsen. Die Menschen flüchteten schreiend in die Höhlengänge um nicht von den herabprasselnden Felsbrocken getroffen zu werden. „Seht nach oben“, rief der Drache erneut
„und schaut“. Und mit einer unglaublich schnellen Drehbewegung verschwand er in einem der Gänge und ließ eine vor Panik erstarrte Menschengruppe zurück.

Claire war die erste die sich aus dem Gang, in welchem sie Schutz gesucht hatte, heraus traute. „Mein Gott“, rief sie, „mein Gott“ und schluchzend sank sie zu Boden. Die anderen Menschen kamen jetzt auch aus den Gängen heraus und blickten nach oben.
Und was sie sahen erfüllte sie mit ungläubigem Staunen und Sprachlosigkeit. Blauer Himmel, durchzogen mit leichtem Rot, dem Abendrot einer untergehenden Sonne.

doska am: 31. März 2009

Dann aber hatten sie sich ein wenig gefangen. „Dieser Drache will also den Stein der Wahrheit für sich.“, murmelte Jane ganz leise und sehr nachdenklich vor sich hin, „… um auf ewig von der Erde verschwinden zu können.“
„ Richtig, er will nicht mehr herumgeistern!“, fügte Anderich ebenso grüblerisch hinzu.
„ Eigentlich verständlich, wenn man so viele Jahre herum gespukt hat!“, meinte die Ratte Claire und der Professor nickte..
„ Aber er hätte sich diesen Stein doch auch mit Gewalt nehmen können?“, sagte Jane und blickte entgeistert ob diesen verrückten Gedankens in die Runde und einige der nackten Männer hielten sich deshalb gleich ihre Hände über eine bestimmte Stelle.
„Und MEINEN Kelch wollte er nicht!“, stellte Anderich dabei gleich mit großer Erleichterung fest. „ Ich werde ein stattliches Sümmchen dafür bekommen! Sobald wir hier raus sind!“
Doch als er die traurige Runde um sich sah, verging ihm das Lachen.
Klar, sie mussten hier schleunigst weg, aber wie ? Dem Drachen war jedenfalls nicht zu trauen.
„ Komisch, dass dieser Drache solche langen blonden Haare gehabt hat?“, stellte eine der Ratten so ein bisschen neidisch fest, die zwar eine attraktive Mittdreißigerin war, jedoch nur dünnes mittelkurzes Haar hatte.
„ Zwei Brüste besaß die Echse auch!“, fügte nun ein Herr im „besten Alter“ hinzu und strich sich dabei graumelierten Schläfen glatt. „ Hatten eine sehr schöne Form, diese Brüste….nicht zu klein, nicht zu groß, sehr schön fest!“
Die Männer hielten bei diesen Beschreibungen abermals ihre Hände über eine bestimmte Stelle ihres Körpers und die Frauen wirkten irgendwie verärgert und darum sagte eine von ihnen ziemlich kess: „ Ich fand, der Hintern dieses Drachens wirkte wesentlich attraktiver, nämlich irgendwie männlicher, fester.“
„Oooh, „ stöhnten die Damen wegen dieser Worte, denn sie hatten ja so viele Jahre darben müssen. Therese erlaubte nämlich keinen Sex. Sie war der Meinung, das was sie sich nicht leisten konnte, durften andere auch nicht tun. Geister und Menschen konnten keinen Sex haben. Vielleicht hätten Wiwak und Therese so ein bisschen Spaß miteinander haben können. Aber Wiwak hasste Therese, deswegen hatte man sie auch damals zusammen in diesem Tempel eingemauert.
„ Therese?“, sagte plötzlich Jane, so als hätte sie plötzlich eine innere Eingebung. Sie holte dabei wie in Trance den Stein der Wahrheit aus ihrer Bluse.
Der Professor nickte, denn dieser Gedankengang war gar nicht mal so schlecht.
„ Meine Theorie ist zwar verrückte, aber ich muss das jetzt sagen….“, sprudelte es jetzt aus Jane hervor. Das vordere Teil des Drachens hat deswegen eine sandfarbene Tönung und ist zierlich gebaut, weil… der besteht aus Therese,“ Jane drückte dabei den Stein der Wahrheit fest an sich.
„ Deswegen auch die langen blonden Haare! Das hintere Teil moosgrüne und stämmige Teil ist Wiwak. Oh, Mann, der Drache besteht in Wahrheit…“ Jane schluckte verblüfft, wegen dieser Erkenntnis „ … aus zwei Personen. Die beiden konnten mir den Stein nicht mit Gewalt wegnehmen, weil er wohl denjenigen, der ihn bei sich trägt beschützt. Sie konnten uns also nur einschüchtern in ihrer Verkleidung. “
„ Und warum hatte der Drache plötzlich soviel Macht, dass er uns in Menschen zurück verwandeln konnte?“ , fragte einer der Umstehenden.
„ Das liegt an den magischen Steinen!“, rief Claire aufgeregt. „ Die Zaubermacht der beiden ist dadurch umso größer geworden.“
Und nun erzählten Claire und der Professor allen Anwesenden, von ihren Beobachtungen. Wie sie damals gesehen hatten, wie Therese sich der magischen Steine bemächtigt habe, die während des Todeskampfes von „Karnak oy von der Decke des großen Saals herab gefallen waren. „Therese lief vorhin gewiss mit Wiwak zurück“, erklärte der Professor „ , Sie fand die Steine wieder und befestigte sie an einer Kette, wickelte sich diese ins Haar, murmelte ein paar Zauberworte, während Wiwak seine Hände ihr hinten auf den Rücken legen musste. So wurden die beiden zu diesem Drachen!“
„ Wir müssen sie finden und die Kette an uns nehmen!“, schlug Jane entschlossen vor und alle nickten.

doska am: 1. April 2009

„Da brauchen wir gar nicht lange zu suchen“, hörten alle plötzlich zwei piepsige Stimmen. Es waren der Italiener Giovanni Barese, früher Teilhaber des Logistikunternehmens GOLD & FREIHEIT und sein Kamerad Dipl. Ing. Joseph B. Strauss III, damals Alleininhaber des Bauunternehmens „Drunter und Drüber“, die leider schon etwas betagt waren und es deshalb nicht so schnell bis hier her geschafft hatten. Sie waren als Einzige nicht in Menschen zurück verwandelt worden, trugen das aber mit allergrößter Fassung. „ Wir wissen nämlich, wo sich der Wohntrakt von Therese und Wiwak befindet, denn wir haben immer im Kleiderschrank direkt bei ihnen geschlafen. Therese „benutzte“ uns sehr selten, denn für ihren Mantel wollte sie immer nur Leute haben, die besser im Fell waren als wir. „ Jaja, das Alter!“ , beide seufzten traurig, „ Wir kamen deshalb nur gelegentlich als Handschuhe in Frage.“
„ Im Kleiderschrank?“, echote Jane verdutzt. „ Ich denke Therese besitzt keine Kleidung?“
„ Ihr seht doch, dass hier alle Leute nackt herum stehen.", bemerkte nun auch Joseph B. Strauss III. "Therese nahm den Menschen die Kleidung immer weg und auch aus den Rucksäcken bediente sie sich!“
„ Na, dann ist es mir aber schleierhaft, weshalb sie davon nichts anzog?“
„ Sie sammelte die Kleidung nur in ihrem Kleiderschrank, denn sobald sie es nur wagte, irgendein Stück davon überzuziehen, zerfiel Therese zu Staub und nur die Kleidung blieb unversehrt."
"Sie muss in ihrem vorherigen Leben sehr viel Böses getan haben," fuhr jetzt Giovanni für ihn fort,"denn sie konnte an ihren Körper nichts anderes heran lassen als Menschenhaare.“
„ Ach, und darum verwandelte sie die Menschen in Ratten?“, ächzte Jane verwundert.
„ Sehr richtig, sonst hätte sie sich ja auch einen Mantel aus gewöhnlichen Ratten zaubern können. Ratten sehen irgendwie aus wie Nerz!"
„ He, ich verstehe nicht, weshalb ihr so lange darüber quatscht,“ murrte jetzt Anderich. „ Wir brauchen die Kette, damit Therese und Wiwak keine Macht mehr über uns haben können. Und vielleicht finden wir mit Hilfe dieser Kette, deR Kraft des Steins und MEINEM Kelch ja auch noch den Ausgang. Los, lasst uns zu Wiwaks und Thereses Räumen schleichen! Und nebenbei können wir ja noch nach der Schatzkammer Ausschau halten!

Simon Templar am: 3. April 2009

Wiwak aber hatte nach kurzer Überlegungs-phase absolut keine Lust hinter einer entflohe-nen Ratte namens Giovanni her zu rennen. Im Gegenteil. Die kleine Ratte hatte sich ganz offensichtlich der Zaubersteine von Therêse bemächtigt. Und das bedeutete, dass die heiße Lady absolut keine Hexen-Zauber-Gewalt mehr hatte. Zumindest nicht über ihn. Ob über das Menschenvolk oder über ein paar Menschen-ratten. Die nahe Zukunft würde das zeigen.

Da er aber immer noch eine gehörige Portion Respekt vor Therêse hatte, tat Wiwak so, als würde er den Marschbefehl befolgen, und so raste er „total motiviert“ in den Gang und setzte sich ein paar Meter weiter in einen der vielen Nebengänge, lachte sich – natürlich gaaanz leise – ins sprichwörtliche Fäustchen und dachte: „Du verdammtes Miststück“, Dir werd' ich’s zeigen.“

Wie sagte doch eine der Menschenratten mal so ganz nebenbei, aber inhaltlich doch so inter-essant und wichtig, dass er sich das gemerkt hatte … ? Diese Menschenratte sagte irgend-wann, vor ein paar Jahrzehnten zu einer ande-ren Ratte: „ Der Freund meines Feindes ….äh, nee, nee, das isses nich… richtig hieß es, Wiwak dachte angestrengt nach – und dann hatte er es: DER FEIND MEINES FEINDES IST MEIN FREUND !!!!!!!!!!!! Er hatte schon damals gewusst, oder besser, er hatte geahnt, dass ihm bei richtiger Umsetzung dieses Zitat aus Menschenrattenmund mal sehr hilfreich sein würde.

Er mochte Therêse nicht. Sie war böse. Richtig böse und saugefährlich. Mit einem Wort. Sie war sein Feind. Und sie war auch, da gab es nichts dran zu deuteln, auch der verhasste Feind der Menschenratten und der zurückverwandelten Menschen.

DER FEIND MEINES FEINDES IST MEIN FREUND !
Das hieße, dass er sich mit diesen Therêse-Gegnern verbünden musste. Natürlich, das war Wiwak klar, ging das nicht einfach so. Misstrauen musste diplomatisch überwunden werden. Misstrauen der Menschenratten und der zurückverwandelten Menschen. Aber wie ? Wiwak glaubte sich zu erinnern, dass es die Menschenfrau, die Räuberin war, die gefragt hatte ….“und was bekommen wir als Gegenlei-stung….“ Anscheinend waren diese Menschen immer darauf versessen, ein Gegengeschäft zu machen.

Nun ja, erneut lächelte Wiwak still vor sich hin, er hatte ein unschlagbares Angebot: FREIHEIT für alle Menschen und Menschenratten ! GOLD für alle Menschen und Menschenratten ! BUNTE STEINE für alle Menschen und Menschenratten !

Denn wie er bemerkt hatte waren das Dinge, die auf Menschen ganz offensichtlich eine geradezu magische Wirkung hatten. Und – was nützte den Menschen der kleine bekritzelte STEIN ? Gar nichts – denn nur Therêse (aber auch er ) konnten diesem Stein unglaubliche Zauberkräfte entlocken. Nur er und Therêse !

Denn vor langer Zeit war er mal Ohren-Zeuge eines eigenartigen Sing-Sangs geworden. Und als er diesem Gesang nachging, da sang Therêse einen sich immer wiederholenden Satz der lautete: Hore mishma, hare kaschma, lakmisch mumba, hare harii !

Er hatte diesen Satz s o f o r t mit einem spitzen Stein am Fuße einer Felswand gekritzelt, war dann zu Therêse gegangen und hatte ganz unschuldig gefragt: „He, was ist denn das für ein Gejaule, denn von Gesang kann man in diesem Fall ja wohl wirklich nicht sprechen“. Therêse hatte sich entsetzt umgedreht, denn mit einem Zuhörer ihrer gerade gesungenen Zauberformel (denn eine solche war es) hatte sie nicht gerechnet. „Was hast Du denn gehört, Wiwak“, fragte sie listig nach kurzer Überlegungspause und fügte dann hinzu, um ihn in ihrem Sinne zu manipulieren, „nur ganz arg kluge Geister verstehen diesen Zauber-Sing-Sang-Spruch und können ihn auch wiederholen…und, na, kannst DUUUU ihn wiederholen ?“

Für einen ganz kurzen Moment kämpften in Wiwak Eitelkeit gegen Intelligenz und zu seinem Glück siegte die Intelligenz. „Natürlich kann ich Deinen grässlichen Sing-Sang wiederholen“ rief Wiwak und dann sang er grauenvoll laut und zu Therêse’ Vergnügen vollkommen falsch: More hisha kare masch’ma klakmosch …. harki !

Das überglückliche zufriedene Lachen von Therêse brach sich damals an den Wänden und Wiwak musste sich die Ohren zuhalten. „Das ist ja toootal falsch Du Dummer“, rief Therêse und gluckste dabei vor Vergnügen. „Mit dem Sing-Sang kannst Du, solltest Du jemals in den Besitz der Steine kommen, nicht einmal einen kleinen See vergiften, geschweige denn Menschen in Ratten und zurück zaubern, oder gar Felsen in Watte verwandeln.“ Wieder lachte sie und die-ses Lachen klang in Wiwaks Ohren so gemein, so böse, dass er sich „Ewige Rache“ schwor.

Und jetzt war die Stunde der Wiwak’schen Rache gekommen. Wenn alles so lief wie er sich das dachte, dann waren die Menschen und Rat-ten frei und reich - und Therêse seine Sklavin. Seine Gedanken überschlugen sich. Er konnte kaum noch atmen bei der Vorstellung, was er alles mit diesem Miststück anfangen würde. Steine würde sie essen müssen. Ihm JEDEN TAG huldigen. J-E-D-E-N L-A-N-G-E-N T-A-G. Sie musste „König Wiwak“ jeden Wunsch erfüllen. Apropos „König Wiwak“. Den Kelch, den dieser Anderich an sich genommen hatte, den musste er natürlich herausrücken und die Krone, unter den Sachen war, das wusste er ganz genau, auch eine Krone und auch diese musste ihm, “König Wiwak“, wie er sich im Stillen jetzt bereits nannte, ebenfalls ausgehändigt werden.

Er beschleunigte seine Schritte zu den Menschen und den Ratten. Eile tat Not. Therêse würde nicht ewig auf ihn warten. Jetzt lief er noch schneller, nein er rannte. Er rannte um seinen Traum – aber auch den der Menschen und der Ratten - Wirklichkeit werden zu lassen. Und dann stand er vor ihnen. Vor diesen Gestalten in Menschen- und in Rattengestalt die ihn ängstlich und überrascht ansahen. "Ich will Frieden", rief Wiwak. "Ich werde Euch allen die Freiheit geben. ich werde Euch alle reich machen" ! Er hatte mit lauten Menschen-Jubel gerechnet aber nict mit tödlichem Schweigen. Mit Ablehnung. Und wieder war es die kluge Claire die vortrat und den Menschen und den noch nicht zurückverwandelten Ratten zurief: "Warum nicht. Hören wir uns an, was Wiwak zu sagen hat. Ist es schlecht und gemein, hat sich für uns nichts verändert. Denn schon jetzt ist unsere Situation mehr als schlecht. Und ist sein Angebot ein gut, dann werden wir alle profitieren." Mit diesen Worten wandte sich Claire jetzt Wiwak zu und sagte:" Sprich jetzt. Wir werden versuchen Dir Glauben zu schenken".

doska am: 3. April 2009

Schon liefen sie los. Sie mussten jedoch dabei sehr vorsichtig sein, denn so eine große Gruppe von knapp vierzig Mann- knapp deswegen, weil einige damals von Karnak – Oys Gebiss gefressen worden waren- machte mehr Lärm, als dieselbe Zahl an Ratten. Therese und Wiwak konnten womöglich das Patschen der vielen nackten Füße bereits von weitem herannahen hören. Deshalb liefen Giovanni Barese, früher Teilhaber des Logistikunternehmens GOLD & FREIHEIT und sein Kamerad Dipl. Ing. Joseph B. Strauss III vorweg, denn sie waren ja als einzige noch Menschenratten. Giovanni trug sicherheitshalber einen seiner Präservative der Firma PFIZER INTERNATIONAL unter den Arm geklemmt - vielleicht konnte er den für irgendetwas Gescheites nutzen - und lief somit dreipfotig, was etwas anstrengend in seinem Alter war.

Bald kamen sie auch an jenem Raum vorbei, in welchem sich Thereses Kleiderschrank befand. Die Tür zu diesem Raum stand auf und die Menschen, die den beiden Ratten gefolgt waren, konnten es sich nicht verkneifen, diesen Raum einfach zu betreten und in diesem uralten Kleiderschank, der eher eine senkrecht aufgestellte Truhe war, nach ihren Kleidungsstücken zu suchen. Sie wurden dabei in ihrer Freude immer lauter und Janes Warnungen, sich endlich zu beruhigen nutzten kaum etwas.
Schließlich ging Jane alleine weiter, um Therese und Wiwak zu finden und niemand außer Anderich wollte ihr folgen. „Schscht…!“, sagte Giovanni schließlich leise und stoppte vor einer weiteren Tür. „Hört ihr die Stimmen der Beiden?“ Jane und Anderich nickten atemlos.
„So ein Mist, so ein dreckiger Mist!“, zeterte Therese hinter der angelehnten Tür. „Jetzt habe ich mir das Steißbein gestoßen, nur weil du Trottel bei dieser Zurückverwandlung nicht aufgepasst hast.“
„Und was soll ich erst sagen, häh?“, hörte man Wiwaks raue Stimme.
Jane schob mit dem Finger vorsichtig die Tür auf und sah Wiwak, wie der sich leise ächzend den Rücken hielt. Anderich war größer als Jane und blickte über ihre Schulter hinweg.
„Lauf du mal immer die ganze Zeit gebückt hinter jemandem her!", brüllte Wiwak und fletschte die langen Zähne. "Wirklich, das war der dämlichste Einfall, den du je gehabt hattest. Dauernd hatte ich meine Nase an deinem nackten Hintern und ich glaube du hast sogar noch gepupst – puah! “
„Habe ich gar nicht!“ Therese warf sich mit einer lasziven Bewegung auf die vielen Teppiche am Boden, die ihr Bett zu sein schienen. "Mein bester Wiwak, die Idee war gut, uns in einen Drachen zu verwandeln. Wir konnten damit die blöde Tusse und das appetitliche Kerlchen sehr schön schocken! War ich nicht köstlich, wie ich mit verstellter Stimme gesprochen habe? Sie hatten alle Angst vor mir. Meine Ratten ..äh Menschenklaven auch. Schade, dass ich sie versehentlich zurück verwandelt habe. War wohl ein Fehler im Zauberprogramm." Therese runzelte die Stirn. „Tja, auf nichts kannst du dich heutzutage verlassen, nicht mal auf magische Steinprogramme." Therese holte dabei die Kette aus ihrem struppigen Haar, hob die Hand, ließ sie über sich baumeln. „Wenn die angegebene Zeit heran ist, werde ich mich an gleicher Stelle mit dieser kleinen hässlichen Jane, dem sexy Anderich und all dem übrigen Geschmeiß treffen und dann wird sie mir den Stein der Wahrheit zitternd überreichen.“ Therese lachte boshaft und ihr Lachen drang unangenehm in Janes und Anderichs Ohr.
Dann pustete Therese das Kerzenlicht aus, denn sie wollte wohl schlafen.
“Komm unter die Zudecke Süßer!“, hauchte sie genüsslich.
„Niemals, denn du stinkst!“, protestierte Wiwak.
„Hach, jedes Mal machst du das gleiche Theater und dann kommst du doch zu mir!“, entgegnete Therese.
„Aber nur, weil es hier kein weiteres Bett gibt!“, hörte man Wiwak hilflos.
Als die beiden gleichmäßig zu atmen schienen, huschte Giovanni in den Raum und näher an Therese heran, dicht gefolgt von Josef B. Strauss III.
„Sie hält die Kette im Schlaf in der Hand !“, wisperte Josef B. Strauss von Thereses Bauch aus zu Giovanni hinunter.
„Oh nein, und was machen wir nun?“, ächzte Giovanni am Fußboden.
„Ich hab`s!“ ,wisperte Josef plötzlich erleichtert. „Ich nage die Schnur von der Kette durch, du hältst das Präservativ auf und ich lasse die Steine von oben in diesen hinein purzeln!“
„Gute Idee Josef!“, keuchte Giovanni anerkennend.
Josef nagte so geschickt und schnell wie noch nie zuvor in seinem Leben und Thereses Bauch hob und senkte sich dabei im Schlaf, denn sie schnarchte ziemlich laut. Wiwak, der neben ihr lag, hatte sich zusammen gerollt und sich das Kopfkissen dick um die Ohren gelegt.
Josef kam sich vor, als säße er auf einem Schaukelpferd. Endlich war die Schnur durchgebissen. Vorsichtig ließ er erst einen Stein hinab plumpsen, Giovanni fing diesen geschickt mit dem Präservativ auf und dann folgte der nächste. Beim letzten der fünf Steine verlor Josef allerdings die Balance und stürzte direkt zwischen zwischen Thereses Brüste. Therese Hand haschte rein instinktiv nach Josef. Er hatte keine Zeit mehr wegzuflitzen. „Wo sind meine Steine?“, brüllte sie ihn an. „Ich will meine Steine ….MEINE STEIIINE!“
„Immer musst du mich wecken!“, zeterte Wiwack.
„Mach Licht an, du Idiot!“, fauchte Therese. „Ich will sehen, was ich hier gefangen habe!“
Da biss Josef B. Strauss III Therese einfach in den Daumen. „Arrgh!“, schrie diese, ließ ihn los und wurde sofort zu Staub. „Ihr zwei Miststücke!“, fauchte der Staub wütend vor sich hin. „Du und Giovanni habt mir also die Steine geklaut!“ Therese konnte nämlich auch als Staub recht gut sehen. “Los Wiwak, fange Giovanni, weit kann er mit diesem dämlichen Ding nicht kommen!"

doska am: 4. April 2009

Was war aber war in der Zwischenzeit mit Therese passiert, nachdem sich Wiwak durch eine Nebentür davon geschlichen hatte, um zu den vielen Menschen zu gelangen, deren Jubel, dass die nun endlich angezogen waren, aus der Kleiderkammer bis zu seinen spitzen Ohren vorgedrungen war?
„ He!“, hatte sie ihm überrascht hinterher gekreischt. „ Warum läufst du denn DA durch? Bei „Karnak-oy, was willst du plötzlich draußen in den Fluren? Hiiiiier, sind doch die beiden dusseligen Diebe. Da hinten in der dunklen Ecke. Hast du denn keine Augen mehr im Kopf?“

Josef und Giovanni war es nämlich, - auch weil sie nicht mehr die jüngsten waren – nicht so schnell gelungen aus dem Schlafzimmer zu kommen. Vielleicht waren sie auch so langsam, weil Josef B. Strauss versuchte Giovanni zu helfen, den reichlich gefüllten Präservativ über den Boden hinter sich her zu schleifen? Die beiden alten Ratten wollten es doch bis zu jener Tür schaffen, hinter welcher sich Jane und Anderich noch immer sicherheitshalber verborgen hielten und das ganze Geschehnis mit großen Augen Beobachteten.
„Wir müssen etwas tun!“, wisperte Jane Andrich zu, der Stirn runzelnd über ihre Schulter hinweg blickte.
„ Die Frage ist nur WAS ?“, flüsterte Anderich zurück.
„ Da hast du Recht. Traust du dich in das Schlafzimmer hinein?“, Jane blickte sich zu Andrich um, doch dieser schluckte nur.
Da holte Jane den Stein der Wahrheit aus ihrer Bluse. Vielleicht konnte der sie vor dieser schrecklichen Hexe beschützen?
Doch schon hörte sie Therese schreien:“ Gleich hab`ich euch!“. Sie hechtete zu Josef und Giovanni, packte – trotz Dämmerlicht - mit ihren langen spitzen Krallenfingern zielsicher zu und erwischte zuerst den armen Giovanni mit der einen Hand – Er schrie deshalb entsetzlich - dann den zitternden Josef mit der anderen. Obwohl Therese die beiden Menschenratten triumphierend hoch hob, hielten Giovanni und Josef das Präservativ weiterhin am oberen Ende mit ihren kleinen Pfoten gepackt, der Rest des Präservativs hing allerdings ziemlich schlaff hinunter.
„ Hähähähä-äh !“, jubelte Therese hämisch. „ Ihr seid gefangen! Ihr kleinen miesen Diebe! Karnak-oy würde darüber jubeln, wenn er noch leben täte. “ Dann stutzte sie und murmelte mit glänzenden Augen. „ Hat irgendwie eine angenehme Form euer Diebesgut! “
„ Lass sofort meine Freunde los!“, unterbrach Jane Thereses Betrachtungen und trat dabei mutig hinter der Tür hervor.
„ Häh?“, kreischte Therese überrascht, doch dann war sie wieder ganz ruhig. „ Sieh da“, sagte sie spitz. „ Die kleine dumme Forschertussi und ihr gelackter Begleiter. Habt ihr mich also gesucht und gefunden. Na, das ist ja eigentlich für mich gar nicht mal so ungünstig!“ Therese holte tief Atem und dann brüllte sie: „ Gib mir sofort den Stein, den du bereits aus deiner Bluse genommen hast!“
„ Niemals sofort !“, weigerte sich Jane tapfer. „ Erst nachdem du meine zwei kleinen Freunde los gelassen hast!“
„ Nein, erst den Stein…“, beharrte Therese, „ und DANN werde ich dieses Gesocks freilassen! Tzzizziss, wie kann man nur so etwas zum Freund haben!“
„ Du hast ja ohne die bunten Steine keine Macht mehr, alte Hexe!“, rief Anderich mit einem Male dazwischen, „ Denn die halten ja immer noch Josef und Giovanni in ihren Pfoten und nicht du! Leider sind sie nicht der Zauberkunst mächtig, sonst würden sie dir schon mit Hilfe dieser Steine „den Gar aus“ machen, du Biest!“
Das hätte Anderich lieber nicht sagen sollen, denn schon ließ Therese Josef los, um eine Hand frei zu haben- Vergeblich mühte sich Josef, sich noch am Präservativ festzuhalten. Er glitschte an diesem hinunter und fiel zu Boden. Schmerzerfüllt schrie er dort unten auf und dann lag er leblos da.
„ Gemeines Weibstück!“, schrie Jane.
Therese lachte nur schadenfroh und dann zerrte sie am Präservativ. „ Lass los!“ schrie sie dabei den tapferen Giovanni an, den sie noch immer in ihrer anderen Hand hielt. Doch dieser gehorchte nicht. Eisern behielt er den Gummi in beiden Pfoten und knirschte dabei mit seinen kleinen Rattenzähnen..
„ Ich erdrücke dich, wenn du mir nicht gehorchst!“, drohte Therese und da drückte sie auch wirklich schon zu. Giovanni ächzte leise, während Therese mit aller Macht am anderen Ende des Präservativs zog und zerrte. Der Gummi wurde dabei immer länger und länger. Das Präservativ spannte sich schließlich wie ein langer Strumpf. Und noch mehr verstärkte Therese den Druck mit Hilfe ihrer spitzen Finger auf Giovannis kleinen dicklichen Bauch. Die Fingernägel gruben sich in sein schütteres Fell. Er konnte kaum noch atmen, ließ aber immer noch nicht los.
„ Der arme Giovanni!“, rief Jane mitleidig und entsetzt und dann warf sie plötzlich den Stein Therese entgegen. „ Hier hast du deinen Scheißstein!“ schluchzte Jane dabei laut. „ Das kann man ja gar nicht mehr mit ansehen, du Bestie!“
Giovanni hatte aber kurz zuvor losgelassen. Er war schon ein alter Kerl und sämtliche Kraft hatte ihn nun doch verlassen. Das Präservativ zog sich deshalb blitzartig zusammen, schnellte dabei herum und katapultierte die fünf Steine mit aller Macht aus sich heraus. Der Zufall wollte es oder war es Zauberei, dass die Steine, wie sie so durch die Luft sausten und sich der gegenüber liegenden Wand näherten, mit dem Stein der Wahrheit zusammen prallten, der ihren Weg durchkreuzt hatte. Gemeinsam mit dem Stein der Wahrheit prallten sie nun gegen die alte Wand des Tempels und fast wie eine Bombe erzeugten sie dort eine Explosion. Therese schrie entsetzt auf. Jane und Anderich waren stumm vor Überraschung, denn die magischen Steine hatten ein großes Loch in die Wand gerissen, oder war es eher eine versteckte Tür gewesen, die sich vor ihnen mit einem Male geöffnet hatte? Jane lief näher heran und Anderich folgte ihr. Sie suchte in den Trümmern nach dem Stein und fand ihn sogar. Alle übrigen Steine hatten sich wohl ins Nichts aufgelöst. Die Zaubermacht war gebrochen.
Morgensonne schien von draußen nur schwach herein, denn hier drinnen wallte plötzlich überall Staub auf. Als sich Jane und Anderich vorsichtig umblickten, sahen sie, dass Therese zu einer uralten Mumie geworden war. Therese lag auf dem Bett. Sie besaß zwar noch immer ihr schönes langes Haar, aber alles andere an ihr sah verkohlt, vertrocknet und schwarz aus. Sie trug ein wunderschönes topmodisches Kleid - aus jener Zeit, als noch Aramäisch gesprochen wurde – ein schicker Gürtel betonte ihre schmale Taille und der Ausschnitt war sehr sexy. Dann verschwand auch sie von dieser Welt.
Die Menschen kamen erstaunt aus dem Flur und betraten das seltsame Schlafzimmer. Der gewaltige Lärm hatte sie herbei gerufen. Jane und Anderich sahen zu ihrer großen Freude, dass Giovanni nicht nur zu sich gekommen, auch wieder ein Mensch geworden war und ebenso sein Freund Josef, dem es auch wieder gut ging. Die beiden umarmten einander glücklich, als sie das erkannt hatten.

Und es befand sich seit Neuestem noch jemand in der Menge der Forscher und Abenteurer. Alle schauten ihn deshalb erstaunt an. Er war zwar gut angezogen, jedoch von buckeliger Gestalt und sehr klobig gebaut, auch sein Gesicht war ein wenig grob geschnitten und die Haut wirkte leicht grünlich. Er lächelte jetzt verwirrt, aber freundlich und der rechte Eckzahn, der dabei aufblitzte, war ein wenig zu spitz. Das letzte Indiz dafür, dass er einst Wiwak gewesen war. Wiwak hatte sich zuletzt im Gespräch mit den Forschern, wirklich aus tiefstem Herzen ändern wollen und so hatten ihm die magischen Kräfte des Steins der Wahrheit noch mal verziehen und ihm eine Chance zu einem neuen Leben als Forscher gegeben. Als er fragend in die Runde blickte, umarmten ihn mit einem Male alle. Er war in ihrem Kreis aufgenommen und plötzlich wusste er, was in Wahrheit Glück ist. Verschämt wischte er sich die Tränen aus den Augen.

Jane und Anderich waren indes längst ins Freie gelaufen.
„ Ach, ist es hier schön!“, jubelte Jane und schaute sich dabei in der herrlichen Oase nach allen Seiten um „ Und ich finde Dich …“ , Anderich brach ab.
„ Schön?“, keuchte Jane verwirrt.
Anderich nickte und dann verfing sich sein Blick in ihrem Ausschnitt, „ Wollen wir nicht ….?“
„ Eine …eine kleine Pause machen“, hauchte sie, ziemlich atemlos.
Dann aber übermannte ihn erneut Verlegenheit „ Was wirst du mit deinem Stein machen?“, brachte er darum ziemlich barsch hervor.
„ Ich…äh ….ich werde mit dem Erlös, den ich für meine Forschungsarbeiten bekomme kranken Kindern in aller Welt helfen.“, Sie gab sich Mühe ebenso kühl wie er, dreinzuschauen.
„ D…dddas willst du wirklich tun?“, keuchte er überrascht, dann senkte er den Blick verschämt.
“ Und ich habe sie ganze Zeit nur überlegt, wie ich am Besten meinen Kelch verhökern und was ich alles mit dem Geld kaufen könnte. He, mein Kelch scheint viel wertvoller als dein Stein zu sein. Deiner ist nur mit Schrift geschmückt und außerdem sind die ganzen Sprüche doch ziemlich blödsinnig. Die Zeit ist der Schlüssel zur Wahrheit, pah!“
„Wieso, bei allem was wir denken oder tun, müssen wir doch erst einmal darauf warten, was uns die
Zeit dazu sagt. Sie verrät uns zum Beispiel, ob unser Denken und Handeln richtig war oder nicht. Erst wenn wir sterben geht unsere Zeit zu Ende, aber wer sagt uns, dass sie dann nicht ihr allergrößtes Geheimnis für uns frei gibt? Was erwartet uns am Ende der Zeit? “
„ Puh, da hast du allerdings Recht!
Jane legte die Hände um Anderichs Nacken, zog ihn näher zu sich heran und wisperte in sein Ohr.
„ Das größte Geheimnis auf Erden ist die Liebe! Und wie sehr man einander lieb hat, beweist die Zeit und jetzt darfst du mich …“
„ …küssen?“, fragte Anderich.
Jane nickte.
„ Mein Kelch soll unser Kelch werden!“ , keuchte er glücklich und sein erster Kuss war sehr zart, der zweite schon sehr viel heftiger. Als sich ihre Lippen für einen Moment lösten, stöhnte sie „ Und mein Stein werde der unserige!“

ENDE

Simon Templar am: 6. April 2009

(Dies ist der bereits schon einmal - aber jetzt von mir doch stark veränderte – Fortsetzungsteil
den einige Leser u.U. bereits kennen p l u s dem k o m p l e t t e n ENDE !!!
Falls das, für wen auch immer (außer DOSKA) von Interesse sein sollte !!?)


Wiwak aber hatte nach kurzer Überlegungsphase absolut keine Lust hinter einer entflohenen Ratte namens Giovanni her zu rennen. Im Gegenteil. Die kleine Ratte hatte sich ganz offensichtlich der Zaubersteine von Therêse bemächtigt. Und das bedeutete, dass die heiße Lady absolut keine Hexen-Zauber-Gewalt mehr hatte. Zumindest nicht über ihn. Ob über das Menschenvolk oder über ein paar Menschenratten. Die nahe Zukunft würde das zeigen.

Da er aber immer noch eine gehörige Portion Respekt vor Therêse hatte, tat Wiwak so, als würde er den Marschbefehl befolgen, und so raste er „total motiviert“ in den Gang und setzte sich ein paar Meter weiter in einen der vielen Nebengänge, lachte sich – natürlich gaaanz leise – ins sprichwörtliche Fäustchen und dachte: „Du verdammtes Miststück“, Dir werd' ich’s zeigen.“

Wie sagte doch eine der Menschenratten mal so ganz nebenbei, aber inhaltlich doch so interessant und wichtig, dass er sich das gemerkt hatte … ? Diese Menschenratte sagte irgendwann, vor ein paar Jahrzehnten zu einer anderen Ratte: „ Der Freund meines Feindes ….äh, nee, nee, das isses nich… richtig hieß es, Wiwak dachte angestrengt nach – und dann hatte er es: DER FEIND MEINES FEINDES IST MEIN FREUND !!!!!!!!!!!! Er hatte schon damals gewusst, oder besser, er hatte geahnt, dass ihm bei richtiger Umsetzung dieses Zitat aus Menschenrattenmund mal sehr hilfreich sein würde.

Er mochte Therêse nicht. Sie war böse. Richtig böse und saugefährlich. Mit einem Wort. Sie war sein Feind. Und sie war auch, da gab es nichts dran zu deuteln, auch der verhasste Feind der Menschenratten und der zurückverwandelten Menschen.

D-E-R F-E-I-N-D M-E-I-N-E-S F-E-I-N-D-E-S I-S-T M-E-I-N F-R-E-U-N-D !
Das hieße, dass er sich mit diesen Therêse-Gegnern verbünden musste. Natürlich, das war Wiwak klar, ging das nicht einfach so. Misstrauen musste diplomatisch überwunden werden. Misstrauen der Menschenratten und der zurückverwandelten Menschen. Aber wie ? Wiwak glaubte sich zu erinnern, dass es die Menschenfrau, die Räuberin war, die gefragt hatte ….“und was bekommen wir als Gegenleistung….“ Anscheinend waren diese Menschen immer darauf versessen, ein Gegengeschäft zu machen.

Nun ja, erneut lächelte Wiwak still vor sich hin, er hatte ein unschlagbares Angebot: FREIHEIT für alle Menschen und Menschenratten ! GOLD für alle Menschen und Menschenratten ! BUNTE STEINE für alle Menschen und Menschenratten !

Denn wie er bemerkt hatte waren das Dinge, die auf Menschen ganz offensichtlich eine geradezu magische Wirkung hatten. Und – was nützte den Menschen der kleine bekritzelte STEIN ? Gar nichts – denn nur Therêse (aber auch er ) konnten diesem Stein unglaubliche Zauberkräfte entlocken. Nur er und Therêse !

Denn vor langer Zeit war er mal Ohren-Zeuge eines eigenartigen Sing-Sangs geworden. Und als er diesem Gesang nachging, da sang Therêse einen sich immer wiederholenden Satz der lautete: Hore mishma, hare kaschma, lakmisch mumba, hare harii!

Er hatte diesen Satz s o f o r t mit einem spitzen Stein am Fuße einer Felswand gekritzelt, war dann zu Therêse gegangen und hatte ganz unschuldig gefragt: „He, was ist denn das für ein Gejaule, denn von Gesang kann man in diesem Fall ja wohl wirklich nicht sprechen“. Therêse hatte sich entsetzt umgedreht, denn mit einem Zuhörer ihrer gerade gesungenen Zauberformel (denn eine solche war es) hatte sie nicht gerechnet.

„Was hast Du denn gehört, Wiwak“, fragte sie listig und nach kurzer Überlegungspause fügte, um ihn in ihrem Sinne zu manipulieren, hinzu: „Nur ganz arg kluge Geister verstehen diesen Zauber-Sing-Sang-Spruch und können ihn auch wiederholen…und, na, kannst DUUUU ihn wiederholen, meinen Zauberspruch ?“

Für einen ganz kurzen Moment kämpften in Wiwak Eitelkeit gegen Intelligenz und zu seinem Glück siegte die Intelligenz. „Natürlich kann ich Deinen grässlichen Zauber-Sing-Sang wiederholen“ rief Wiwak und dann sang er grauenvoll laut und zu Therêse’ Vergnügen vollkommen falsch: More hisha, kare masch’ma, klakmosch …. harki bala makii !

Das überglückliche, zufriedene Lachen von Therêse brach sich damals an den Wänden und Wiwak musste sich die Ohren zuhalten. „Das ist ja toootal falsch Du Dummer“, rief Therêse und gluckste dabei vor Vergnügen. „Mit dem Zauber-Sing-Sang kannst Du, solltest Du jemals in den Besitz der Steine kommen, nicht einmal einen kleinen See vergiften, geschweige denn Menschen in Ratten oder gar Felsen in Watte verwandeln.“ Wieder lachte sie und dieses Lachen klang in Wiwaks Ohren so gemein, so böse, dass er sich „Ewige Rache“ schwor.

Und jetzt war die Stunde der Wiwak’schen Rache gekommen. Wenn alles so lief wie er sich das dachte, dann waren die Menschen und Ratten frei und reich - und Therêse seine Sklavin. Seine Gedanken überschlugen sich. Er konnte kaum noch atmen bei der Vorstellung, was er alles mit diesem Miststück anfangen würde. Steine würde sie fressen müssen. Ihm JEDEN TAG musste sie ihm huldigen. J-E-D-E-N L-A-N-G-E-N T-A-G. Sie musste „König Wiwak“ jeden Wunsch erfüllen. Apropos „König Wiwak“. Den Kelch, den dieser Anderich an sich genommen hatte, den musste er natürlich herausrücken und die Krone, dass diese unter den Sachen war, das wusste er ganz genau, auch diese Krone musste ihm, “König Wiwak“, wie er sich im Stillen jetzt bereits nannte, ebenfalls ausgehändigt werden.

Er beschleunigte seine Schritte zu den Menschen und den Ratten. Eile tat Not. Therêse würde nicht ewig auf ihn warten. Jetzt lief er noch schneller, nein er rannte. Er rannte um seinen Traum – aber auch den der Menschen und der Ratten - Wirklichkeit werden zu lassen. Und dann stand er vor ihnen. Vor diesen Gestalten in Menschen- und Rattengestalt. Ängstlich und überrascht sahen ihn die Augenpaare an aus welchen ihm Feindseligkeit entgegenschlug. Er hatte nichts anderes erwartet. "Ich will Frieden", rief Wiwak. "Ich werde Euch allen die Freiheit geben. Ich werde Euch alle reich machen" ! Er hatte mit lautem Menschen-Jubel gerechnet aber keinesfalls mit tödlichem Schweigen. Mit Ablehnung.

Es war die kluge und besonnene Claire die vortrat und den Menschen und den noch nicht zurückverwandelten Ratten zurief: "Warum nicht. Hören wir uns an, was Wiwak zu sagen hat. Ist es schlecht und gemein, hat sich für uns nichts, aber auch gar nichts verändert. Denn schon jetzt ist unsere Situation mehr als schlecht. Und ist sein Angebot ein gut, dann werden wir alle profitieren." Mit diesen Worten wandte sich Claire jetzt Wiwak zu und sagte:" Sprich jetzt. Wir werden versuchen Dir Glauben zu schenken".

Wiwak sah Claire fest in die Augen. „Ich werde die reine Wahrheit, die ganze Wahrheit sagen. Denn ich will Euch allen helfen – wenn auch ihr mir helft.“
„Wie, wie soll und wird Deine Hilfe aussehen“, fragte Anderich, der ein mehr als unangenehmes Gefühl in sich aufkommen verspürte. „Wie“ !
„Ja wie – wie – wie“, riefen jetzt alle Menschen und sogar Giovanni und der alte Strauss III
quiekten so laut sie konnten ihr „wie“.

„RUHE, verdammt noch mal RUUUUUHE BRÜLLTE Jane in die sich vollkommen undiszipliniert verhaltende Menschenrunde. „Sind wir hier bei der Steuben-Parade, beim Super-Bowl. Ihr führt Euch alle dermaßen unkontrolliert auf, dass es mir fast den Atem nimmt, so zornig bin ich. Wir haben keine Zeit. K e i n e Z e i t !!“

„Die haben wir wirklich nicht“, assistierte ihr Wiwak der mit einem Ohr immer nach hinten hörte und befürchtete, dass Therêse ihm sein „König-Dasein“ streitig machen könnte.
Nach dem stimmgewaltigen Ausbruch von Jane trat schlagartig eine fast andächtig zu nennende Stille ein. Noch nie hatte Wiwak vor so einer geradezu inbrünstig seinen Worten lauschenden Gruppe Mensch oder Tier geredet.

„Was soll ich lange herumreden“, begann er. „Ihr habt den Stein – und den will und muß ich haben – und ihr habt den Kelch – und den will ich auch haben. Habe ich Stein und Kelch seit ihr frei und reich !“ Stolz über seine informative Rede wartete er auf eine seinen Vorstellungen entsprechende Reaktion.

„Du willst meinen Stein, meinen STEIN DER WAHRHEIT“ ? Jane war sprachlos. „Meinen Stein“, wiederholte sie und presste ihre rechte Hand auf die Stelle unter ihrer Bluse, wo sie, was sie als ausgesprochen beruhigend empfand, die Konturen des Steines fühlen konnte. „Und meinen Kelch“, echote Anderich, sich direkt an diese Fragezeichensatzkombinationen anschließend. „NIEMALS“ !!!

„Nun gut“. Wiwak lächelte (oder grinste er gar ?) überlegen. „Was gedenkt ihr mit diesem für Euch alle letztlich wertlosen Stein“, er machte dabei demonstrativ eine abwertende Handbewegung, „zu tun ? Wollt ihr ihn einrahmen ? Wollt ihr ihn aufteilen – also in über 40 Einzelteile zerschlagen ?“ Er blickte in die Runde. „Wollt ihr ihn in Eurer Heimat verkaufen ? In wessen Heimat ?“ In Amerika ? In Europa ? In Südamerika ? In …“

„Halt, genug, wir haben verstanden“. Es war wieder die kluge Claire die erkannte, dass die Worte Wiwaks Neid und Misstrauen säten und zu einer kleinen Katastrophe führen konnten.
„Du willst diesen, wie Du sagt für uns wertlosen Stein und wir bekommen Gold, Edelsteine und – das ist für uns alle das Wichtigste – die Freiheit aus diesem Felsen-Labyrinth. Habe ich Dich da richtig verstanden, Wiwak “?

„Das hast Du richtig verstanden“ sprach, ganz Herr der Situation, Wiwak.
„Gut, dann verwandle bitte zuerst meine Freunde Giovanni Barese und Strauß III in Menschen. Jetzt ! Hier ! Und sofort !“

„Nichts einfacher als das“, sagte Wiwak, „gebt mir den Stein und ich verwandle die beiden
Menschenratten wieder in Menschen ursprünglicher Größe - allerdings nackt“, wie er mit einem Grinsen bemerkte.

„Nein, ich gebe meinen Stein der Wahrheit nicht her“ schrie Jane aufgebracht, zornig und ängstlich zugleich. „Niemals gebe ich meinen Stein diesem bösen Untier. Im übrigen, davon bin ich überzeugt, sagt Wiwak die Unwahrheit. Er lügt ! Wer sagt uns, dass er Giovanni und Strauß III wirklich ihre Menschengestalt zurück gibt ! Stellt Euch nur mal vor was passieren kann, wenn er den Stein in Händen hat und uns alle in“, Jane fand kein ihr passend erscheinendes schreckliches Beispiel um ihre Ängste den Anwesenden bildlich zu verdeutlichen, „alle in…in…Grottenolme verwandelt“, rief Jane der wie versteinert dastehenden Menschengruppe zu. „Was dann“ ?

Die Menschengruppe schwieg und zeigte keine Reaktion. Daß Wiwak nicht unbedingt die Wahrheit sagte, war für alle fast logisch und somit weckte die Bemerkung Janes in diese Richtung auch keinesfalls Bestürzung oder Angst.

Nur Wiwak fand den Vorschlag von Jane geradezu verführerisch. Er, „König Wiwak“, dann die ihm täglich huldigend müssende Therêse und vielleicht, ein satanisches Grinsen konnte er nur mit Mühe unterdrücken, über 40 Grottenolme. Wahnsinn. Ein Traum. Aber er war klug genug sich in den Disput der Menschen nicht einzumischen.

Claire blickte, keineswegs erstaunt, zu Jane. „Lady“, sagte sie nicht sehr laut aber doch in einer Stimmlage, die bis in die hinterste Reihe der umstehenden Menschen hörbar war, „glauben Sie wirklich, dass wir alle die wir hier seit Jahren, seit Jahrzehnten, als Gefangene, und das in Tierkörpern, von Ausgeburten der Hölle gehalten wurden, weitere Ewigkeiten hier verbringen werden, nur weil Sie sich von diesem Stein nicht trennen wollen ? Glauben Sie das wirklich ? Ist Ihnen nicht bewusst - ohne dass ich jetzt direkt an Ihre Intelligenz appelliere - dass bei einer Verneinung zur Herausgabe dieses Steines sich fast 40 Verlorene auf Sie stürzen und wenn weitere Weigerung Ihrerseits angesagt ist, Sie töten werden…. ?!? Kompromisslos und ohne jegliche Art eines „schlechten Gewissens“.

Claire machte eine wirkungsvolle Pause und bemerkte sehr wohl, dass ihre Rede nicht spurlos an den lauschenden Ohren der Verlorenen vorbeigegangen war. Unruhe machte sich ganz langsam breit, Gemurmel verbunden mit Vorwärtsbewegungen, denn die hinten stehenden Menschen wollten weiter vorne sein, am Ort, am Brennpunkt des Geschehens.

„Sie, ausgerechnet Sie Claire, Sie drohen mir. Sogar mit Ermordung“. Jetzt war es an Jane sprachlos zu sein vor Entsetzen.

„Ich drohe nicht, sondern ich bin Realist. Und ich bin mir ganz sicher, dass keiner der hier anwesenden Menschen “, Claire blickte zu Giovanni und Strauß III, den Noch-Ratten, die ihr atemlos lauschten und zu den immer unruhiger werdenden Menschen, „hier bis ans Ende aller Tage verbleiben will, nur weil Sie Lady, einen Stein der mit aramäischen Schriftzeichen versehen ist, diesem Ungeheuer nicht aushändigen wollen, obwohl dieser uns für diesen Stein die Freiheit versprochen hat“ !

„Wieso schenken Sie diesem Ungeheuer Glauben“, schrie Jane zurück. „Er hat uns die Freiheit versprochen und Gold und Edelsteine – ja und ?“ Sie war außer sich. “Wie wollen wir kontrollieren, ob er uns betrügt“. Es war ein älterer Herr, der die sich mehr und mehr eskalierende Situation dadurch dadurch zu retten versuchte, in dem er einen Vorschlag unterbreitete von dem glaubte annehmen zu dürfen, dass er vor den Hintergründen absoluter Verzweiflung bei darüber hinaus fehlender Alternativen, letztlich die Akzeptanz der Masse finden würde.

„Wiwak ist zwar ein Höllentier“ begann er, „eine Missgeburt, aber letztlich ein lebendiges sowie sprechendes und keineswegs unintelligentes Wesen. Und er ist verletzlich. Nicht an seiner Seele, denn ich bezweifel sehr, dass er eine solche überhaupt besitzt, aber körperlich ist er angreifbar und mithin verletzlich wie auch wir Menschen !. Und darin liegt unsere große einmalige Chance.“

„Wieso soll darin unsere Chance liegen“ fragte Anderich. „Selbst mit einem Strick um den Hals kann uns dieses Tier noch hintergehen, betrügen, verhexen“. Zustimmendes ängstliches Gemurmel.

„Das ist eigentlich eine ganz einfache um nicht zu sagen banale Lösung des Problems die ich vorzuschlagen habe“, antwortete der ältere Herr. „Ich war seinerzeit Direktor des Gefangenenlagers Puan’ta Moo. Und wenn wir Häftlinge vernommen haben, es handelte sich hierbei mehrheitlich um internationale Terroristen und Gewaltverbrecher, so setzen wir diese auf eine Vierkant-Eisenstange und zwar so, dass immer nur eine Fußspitze den Boden berühren konnte, sodass der Terrorist, der Häftling, um Schmerzen zumindest vorübergehend zu vermeiden, immer zwischen dem linken und dem rechten Fuß hin und herpendeln musste, zumal sich die Vierkant-Eisenstange, wenn er nicht pendelte, in seinen Schritt förmlich reinbohrte“.

Hier machte der freundliche ältere Herr eine kurze Pause, blickte sich um und fuhr dann fort. „Bekannt würde diese Eisenstange nebst unseren sehr effektiven Verhörmethoden auch international und zwar unter dem Begriff „Papageienschaukel“. Wieder machte er eine Pause und beendete seinen Vortrag mit der Ergänzung. „Ach ja – wir stellten noch jeweils einen Soldaten neben den Terroristen bzw. den Häftling.“

Man hätte bei diesem Vortrag eine Stecknadel fallen hören können, so still war es.
„Warum“, fragte verschüchtert eine gouvernantenhaft wirkende ältere Dame, warum noch einen Soldaten ? Dabei sah sie sowohl verwirrt als auch erkennbar streng aus. Bestimmt eine aus dem Geschmeiß der Pazifistenriege, dachte der ältere Herr, ließ sich aber seine Meinung nicht anmerken. Mit ausgesuchter Höflichkeit antworte er: „Wir haben neben den zum Verhör auf der Papageienschaukel Platz nehmenden Terroristen aus einem ganz bestimmten Grund noch einen Soldaten gestellt. Diese Maßnahme diente ausschließlich der Wahrheitsfindung. Hierzu setzte der Soldat seine entsicherte Pistole an die Schläfe des Terroristen und wenn eine an diesen gerichtete Frage bzw die Antwort auf diese erkennbar falsch war, wurde sofort und ohne Vorwarnung geschossen. Durch den Kopf.“

Heftiges Atmen - aber sonst war wieder keine Reaktion erkennbar. Nur die ältere Dame schluckte nervös und wurde blass im Gesicht. „Typisches Weichei“, dachte der ältere Herr, „eben feiges Pazifistenpack“.

Da keine Reaktion erfolgte fuhr er fort. „Also schlage ich vor, dass wir in Ermangelung einer Papageienschaukelstange“, maliziös lächelte er in Richtung ‚Gouvernante’, „die beiden Pistolen von sowohl Herrn Anderich als auch Lady Jane dazu benutzen, Anwandlungen von Wiwak uns eventuell betrügen zu wollen, im Keim zu ersticken.“

Erneut war Schweigen die Reaktion.

Der ältere Herr fuhr erneut fort. „Einer, ich schlage vor, Herr Anderich, stellt sich links neben Wiwak und hält die entsicherte Pistole an dessen Schläfe und ein oder eine andere stellt sich vor Wiwak, ich habe kein Problem diesen Part zu übernehmen, und hält die 2. Pistole an dessen Stirn. Gibt Wiwak eine falsche Antwort wird sofort geschossen. Dann haben wir zwar immer noch nicht unsere Freiheit zurück – aber wir verkommen auch nicht als Grottenolme, wie Lady Jane andeutete, in diesem entsetzlichen Labyrinth“.

Erneut kam keine Reaktion aus den Reihen der sichtlich geschockten Zuhörer.

„Welche Frage wollen Sie Wiwak denn stellen, Herr … äh…Herr ….., fragte Jane. „Welche Frage bitteschön und wie wollen Sie eine Falschantwort von Wiwak kontrollieren ?!“

„Oh, ich vergaß mich vorzustellen. Mein Name ist Mr. Hamal Abdel Al Krassar. Ich würde durch Einbürgerung amerikanische Staatsbürger und galt eine zeitlang“, hier lächelte Mr. Krassar, „als bei einem Attentat getötet. Ich glaube mich zu erinnern, dass das 1970 oder zumindest in diesem annähernden Zeitraum gewesen sein muß. Eine gewollte, eine inszenierte Farce des CIA.“ Und wieder lächelte der ältere Herr. „Und Sie wollen wissen, wie wir diesen Höllenhund kontrollieren ? Nun, nichts einfacher als das.“

Ungläubiges Staunen ringsum. Selbst Claire und Jane waren sprachlos und blickten gespannt zu Mr. Krassar. „Ganz einfach“, sagte dieser jetzt, „Wiwak muß uns b e v o r wir ihm für eine kurze Zeit den Zauberstein von Lady Jane leihweise aushändigen“, hier deutete Mr. Krassar eine formvollendete leichte Verbeugung in Richtung Jane an, was diese vor Verlegenheit leicht erröten ließ, „den Zauberspruch der unsere beiden Leidesgenossen Mr. Barese und Mr. Strauss III wieder in Menschen verwandelt, vorher laut und deutlich vorsprechen. Und zwar so, dass wir ihn a l l e verstehen. Dann geben wir ihm für exakt diesen Zauberspruch den Stein und wenn er sich in auch nur einer Silbe versprechen sollte“ – hier machte Mr. Krassar eine ausgesprochen wirkungsvolle Pause, „ dann ereilt Wiwak der Tod mittels zweiter Geschosse aus den Pistolen und zwar binnen weniger Milisekunden.“

Im selben Moment, als er geendet hatte, drehte sich der ehemalige Direktor des Gefangenenlagers Puan’ta Moo hin zu Wiwak, sah diesem direkt in dessen verschlagene Augen und wartete, ohne eine Frage an Wiwak zu richten, auf dessen Reaktion.

Wiwak hatte fasziniert dem Wortwechsel gelauscht und verfluchte insgeheim diesen Mr. Krassar und dessen Idee. Eine Möglichkeit doch noch mittels Wiwak’scher Gaunerei zu gut 40 oder mehr Grottenolmen zu kommen sah er jetzt nicht mehr. „Mach gute Miene zum bösen Spiel“, dachte er sich und sagte deshalb zu aller Überraschung: „Ihr Vorschlag Mr. Krassar ist ungewöhnlich, aber absolut fair. Ihr Wunsch sei mir Befehl“.

Claire wandte sich jetzt zu Jane und öffnete ihre linke Hand. „Geben Sie mir bitte den uns alle rettenden Stein“. Schweigen. „Bitte Lady Jane, wir verlieren nur wertvolle Zeit. Seien Sie klug. Das Leben hat Vorrang vor archäologischen Weihen“ und erneut hielt sie ihre Linke hin. Jane erkannte die Sinnlosigkeit jetzt weiter auf dem Stein als ihrem Eigentum zu beharren. Letztlich standen sowohl ihr Leben als auch das aller Menschen auf dem Spiel. Sie griff unter ihre Bluse, nahm den Stein, warf noch einen kurzen Blick darauf und händigte ihn Claire aus. Ein lautes aufatmen wurde hörbar. „Danke, Jane“, sagte Claire und wollte den Stein an Mr. Krassar weiterreichen.

Es war der geldgierige Anderich der diesen Ablauf unterbrach. „Ich meine dass eine kleine Änderung eingefügt werden sollte“, rief er. „Zuerst, so mein Vorschlag, müssen alle Edelsteine, alles Gold und auch die Silberartefakte hierher in unsere Mitte gebracht werden. Dann sollte Wiwak uns Kenntnis geben vom Zauberspruch und d a n n erst sollte die Verwandlung von Giovanni und Strauss III erfolgen“. Zuspruchheischend sah Anderich sich um, aber keiner verstand seine Beweggründe so richtig.

„Wir haben wenig Zeit“, rief Anderich und nach der Verwandlung sollten wir uns alle sofort Richtung Freiheit aufmachen, mit dem Gold, mit den Edelsteinen und mit den Silberartefakten“. Wieder sah er sich um.

„Und wo ist die Freiheit“, frage Jane.

Jetzt mischte sich Wiwak ein. „Die Freiheit liegt hinter tonnenschweren, meterdicken Felswänden und ich werde sie in Watte verwandeln. Allerdings gelingt dieses Zauberstück nur ein Mal alle 100 Jahre und dann hat es auch nur für eine Minute Gültigkeit. Ihr müsstet Euch alle schon sehr beeilen“!

„Nur eine Minute“, fragte eine Dame total entsetzt, „und wo bitteschön beginnt ihr Zauberwattefelsen und wo endet er ? Ich bin nicht mehr die Jüngste, wie also soll ich eine weit entfernte Zauberwattefelswand erreichen ?“

„Die Wattewand in die Freiheit liegt direkt hinter Euch – aber bedenkt, Ihr habt nur eine Minute Zeit. Wer dann noch in oder an der Wattewand ist, wird unweigerlich für 100 Jahre in die Felswand eingeschlossen und niemand, selbst ich nicht, können einen so Eingeschlossenen aus dieser Lage befreien.“

Wiwak wartete und blickte erneut in den Gang aus welchem, da war er ganz sicher, in absehbarer Zeit Therêse hervorstürzen würde. „Beeilt Euch bitte. Viel Zeit haben wir nicht“.

„Haben wir eine Alternative“, fragte Claire und beantwortete diese Frage selber mit einem „Nein“ und übergab Mr. Krassar den Zauberstein. „Holen wir jetzt erst einmal, entsprechend dem Vorschlag von Herrn Anderich, das Edelmetall und treffen uns dann hier“, sagte dieser und sofort rannten alle los um die weltlichen Güter die Reichtum versprachen, zu holen. Selbst die ältere Dame spurtete mit und auch das „Pazifisten-Weichei“. „Am Gelde hängt, zum Gelde drängt doch Alles“, dachte Wiwak und bereitete sich auf den Show down vor.

Binnen Minuten hatten viele Händepaare die Wertgegenstände zusammengerafft.
„Legt doch alle die Wertgegenstände direkt vor die Felsenwand hinter Euch. Dadurch verkürzt sich die Tragestrecke auf dem Weg in die Freiheit“, rief Jane und ihr Rat wurde sofort befolgt.

„Den Stein bitte“ sagte Wiwak.
„Zuerst - und das bitte klar und laut und deutlich, den Zauberspruch“.
„Giovanni und Strauss III bitte sofort vortreten“, rief Claire und sofort huschten die zwei
direkt vor die Füße von Wiwak und schauten erwartungsfroh aber auch ein klein wenig ängstlich in dessen gemeines Gesicht.
“Den Zauberspruch bitte – und zwar jetzt, hier und sofort“. Jane wurde langsam ungeduldig.

Wiwak schluckte. Man sah ihm sehr deutlich an, dass er Angst hatte. Angst sich zu versprechen und Angst vor den Folgen. „Seit bitte alle ruhig. Ich muß mich jetzt konzentrieren um keinen Fehler zu machen“. Schlagartig wurde es totenstill. Keiner traute sich auch nur laut zu atmen und dann begann Wiwak mit dem Zauber-Sing-Sang:

Hore mishma
hare kaschma
lakmisch mumba
hare harii

Als er fertig war ging ein Raunen durch die kleine Menschengruppe. Das war die Freiheit. „Das ist die Freiheit“, schrie eine beinahe in Verzückung geratene Dame, „die Freiheit“ !!

„Das ist keineswegs die Freiheit“, korrigierte Mr. Krassar. Er sah zu Anderich und Jane.
„Die Pistolen bitte“ ! Anderich wurde fahl und Jane schluckte schwer.
„Die Pistolen bitte“ wiederholte, jetzt erkennbar verärgert, Mr. Krassar, „oder wollen Sie selber Wiwak Ihre Pistole an die Schläfe halten, Lady Jane“, fragte er und es klang beinahe so galant wie auf dem berühmten Wiener Hofball.
„Oh Gott, nein, nein, oh Gott“. Angewidert schüttelte sich Jane, griff in ihre Umhängetasche und übergab die Pistole.

„Ja und Sie Anderich, wollen Sie Wurzeln schlagen oder was.“ Mr. Krassar wurde jetzt erkennbar wütend. „Wenn Sie so feige sind, dass Sie die Schweine beißen, dann bitte ich darum, dass sich ein anderer Gefangener des Labyrinthes bereit erklärt uns allen auf dem Weg in die Freiheit behilflich zu sein“.

Keiner meldete sich. Alle Menschen blickten betroffen zu Boden. Jane stieß Anderich an. „Jetzt zeige wenigstens e i n m a l ein klein wenig Courage und im übrigen ist doch auch gar nicht sicher, dass Du die Pistole tatsächlich benutzen musst. Oder glaubst Du, dass Wiwak freiwillig einen Suicid begeht“ ?

Mit dieser Bemerkung löste sich die innere Anspannung und auch die Angst bei Anderich und er trat, seine Pistole in der rechten Hand haltend; nach vorne.

„Wiwak, ich übergebe Dir jetzt den Stein. Du wirst ohne auch nur die klitzekleinste Änderung den Zauber-Sing-Sang ausrufen und mir dann unmittelbar danach, den Stein wieder aushändigen. Änderst Du auch nur eine Silbe werden zwei Patronen Dich sofort töten. Findet nicht sofort die Verwandlung von Ratte zu Mensch bei Giovanni Barese und Strauss III statt, bist Du ein totes Ungeheuer.“ Mr. Krassar blickte Wiwak ernst an „Hast Du das verstanden ?“

Wiwak nickte. Man sah ihm deutlich die Anspannung an. Er hatte den Ernst der Lage sehr wohl verstanden. „Ich werde fair sein. Fair ! Und es wird alles so geschehen, wie ich es Euch versprochen habe.“ Es klang beschwörend, auch irgendwie ehrlich und das wiederum war Balsam auf die geschundenen Seelen der angstvoll blickenden Unglücklichen.

Mr. Krassar nahm Janes Pistole und drückte die Mündung unmittelbar auf die linke Schläfe des Kopfes von Wiwak. Anderich, dem so eine Situation absolut fremd war, nahm seine Pistole und hielt sie vor das Gesicht von Wiwak. „Drücken Sie den Lauf Ihrer Pistole direkt und unmittelbar auf die Stirn von Wiwak. Sofort und vergeuden Sie nicht weiter unsere wertvolle Zeit“. Mr. Krassar spie diese Worte förmlich aus und man sah wie widerlich ihm Menschen des Schlages sowohl von Gouvernante als auch von Anderich waren. „Alles Weicheier, aber wenn es kracht, wenn Bomben fallen, dann sind das die ersten die nach Hilfe durch Soldaten und Armee schreien“, dachte Mr. Krassar. Aber er hatte sich in der Gewalt und sein „aufmunterndes“ Zurufen hatte Erfolg. Anderich presste seinen Pistolenlauf auf die Stirn von Wiwak der wie zur Salzsäule erstarrt, auf dem Boden saß und sich nicht mehr rührte.

„Hier ist der Stein“, sagte Mr. Krassar, „und jetzt Deinen Zauber-Sing-Sang“.
Giovanni Barese und auch der alte Strauss III trippelten nervös auf ihren kurzen Rattenbeinchen hin und her und beobachteten gespannt die Übergabe des Zaubersteines.

Und wieder wurde es totenstill im weiten Rund der Felsenhalle. Alle warteten auf den Sing-Sang. Auf den Zauber, auf die Verwandlung. Mr. Krassar verstärkte den Druck seines Pistolenlaufes auf die linke Schläfe von Wiwak.

Und auf einmal erfüllte der Zauber-Sing-Sang von Wiwak die ganze Felsenhalle so raumfüllend, dass die Zuhörer eine Gänsehaut überlief, denn Wiwak sang erkennbar um sein Leben und überdeutlich betonte er Silbe auf Silbe und keiner der Menschen würde auch nur jemals in seinem restlichen Leben eine dieser Silben vergessen:

Hore mishma
hare kaschma
lakmisch mumba
hare harii

Es geschah ohne eine Vorankündigung. Ohne Schnick-Schnack den Zauberer gemeinhin auf einer Bühne vollführen. Keiner hatte richtig bemerkt wann da was geschah obwohl alle der Meinung waren, doch ununterbrochen auf Giovanni B. und Strauss III gestarrt zu haben.
Auf jeden Fall stand auf einmal ein erkennbar als Italiener zu identifizierender Gentleman, wenngleich nackt, inmitten einer staunenden Menschenschar und direkt daneben in älterer Herr dem man ansah, dass er vornehmlich akademisch zu arbeiten pflegte – und auch er nackt.

Der dann einsetzende Jubel war unbeschreiblich, bis Wiwak laut und vernehmlich sagte: „Mein erstes Versprechen habe ich eingehalten. Ihr seht, Ihr könnt mir vertrauen. Aber jetzt tut Eile Not, denn meine Ohren hören Dinge die Ihr nicht hört. Therêse ist im Anmarsch. Leise zwar – aber in höchstens 3-4 Minuten wird sie hier inmitten unter Euch sein. Und dann …. ?!?!

Schlagartig setzte Ruhe ein. Alle Menschen schnappten sich die Wertgegenstände und
stellten sich direkt an die Felsenwand. „Und Sie“, wandte sich Wiwak an Mr. Krassar und Anderich, „wollen Sie nicht auch an die Felsenwand treten, denn nur dort winkt die Freiheit …“
Anderich wäre liebend gerne bei den Wertsachen an der Felsenwand gewesen, aber ein Blick von Mr. Krassar hielt ihn zurück. „Safety first“, sagte dieser und wandte sich lächelnd
zu Wiwak. „Wir beide“, dabei wies er mit der Pistole auf Anderich und sich, „bleiben bei Ihnen bis aus den Felsen die und alle die Freiheit schenkende Watte geworden ist – und dann, denn so alt sind wir ja wohl noch nicht, werden wir die paar Meter sprinten. In die Freiheit“. Anderich nickte gottergeben und dann lauschten alle erneut dem Zaubergesang von Wiwak.

Vorhin hatte dieser mit dem Stein auf Giovanni B. und Strauss III gezeigt und seinen Zauber-Sing-Sang gesungen. Jetzt zeigte er mit dem Stein auf die Felswand und begann erneut zu singen:

Hore mishma
hare kaschma
lakmisch mumba
hare harii

Und während er sang hörte man aus den Tiefen des Ganges Therêse heraneilen. Dabei schrie und rief sie die schlimmsten Verwünschungen die Menschenohren je vernommen hatten und verfluchte dabei besonders Wiwak.

Der aber hatte sich nicht ablenken lassen, was wohl auch auf den Druck der beiden Pistolenläufe an Kopf und Schläfe zurück zu führen war, und sang ohne einen Fehler zu machen, die Zauber-Sing-Sang-Formel.

Binnen Sekunden wurde es taghell, denn die dunklen Felsen hatten sich in der Tat in etwas helles, durchscheinendes verwandelt und Jane, die sich an die Felswand gelehnt hatte fiel auf einmal nach hinten. Die Felswand hatte nachgegeben und sich in weiche weiße Watte verwandelt.

„Wiwak hat die Wahrheit gesagt“, schrie Jane, „auf, nehmt Eure Sachen, die Zeit läuft“ und mit diesen Worten rannte sie los, mitten hinein in die weiche weiße Helligkeit, in die Freiheit und neben und hinter sich hörte sie Freudenschreie aber auch ängstliche Rufe von denen die Angst davor hatten, zurück zu bleiben, in den Fängen von Wiwak und Therêse.

Jane spürte auf einmal einen leichten Widerstand. „Lauft“, schrie sie, „rennt um Euer Leben, die Watte wird wieder zu Felsgestein, gleich ist die Zeit um“, und ihr Schrei weckte auch in dem letzten der Unglücklichen ungeahnte Kräfte. Und dann stand Jane im Freien und als sie neben sich blickte sah sie, dass nach ihrer Einschätzung es eigentlich alle geschafft haben mussten.

„Claire, Anderich“, rief sie und im Chor hörte sie ein „hier, hier sind wir“. Tatsächlich, alle hatten es geschafft bis auf, Janes Blick fiel zurück auf die riesige Felsenwand, bis auf – da man aber nur ein Bein und einen Arm sah, konnte sie nicht erkennen, wer der oder die Unglückliche war, die jetzt für 100 Jahre in der Felsenwand eingeschlossen war.

„Oh Gott, wer kann das sein.“ Alle Menschen starrten jetzt entsetzt auf die Felsenwand.
Bis Claire sagte, und das sagte sie so laut, das es jeder hören konnte: „Das ist Therêse. Sie muß uns wohl in ihrem Hass gefolgt sein um uns erneut zu verwandeln und dann Wiwak die sprichwörtliche Hölle heiß zu machen ….“

Und tatsächlich, es war wirklich Therêse, die dort für 100 Jahre eingeschlossen war. Mitleid hatte niemand mit ihr und auch an Wiwak verschwendete in diesem Moment keiner auch nur einen Gedanken. Die Blicke der Menschen wanderten den Berg hinunter – und dort erblickten sie ein türkisfarbenes Meer und Palmenstrände und versteckt hinter ein paar hohen Palmen auch mehrere Gebäude.

„Wir sind wohl in einem Urlaubsparadies angekommen“, meinte lakonisch Giovanni Barese. „Laßt uns also den Komfort genießen, denn Geldprobleme dürften wir ja wohl keine haben“.
Teils lachend, teils nachdenklich folgte ihm die Gruppe. Die Welt, die Zivilisation hatte sie wieder.

E N D E

holdriander am: 10. April 2009

Mein Labyrinth – Ende

doska am 31.03.2009: Dann aber hatten sie sich ein wenig gefangen. „Dieser Drache will also den Stein der Wahrheit für sich“, murmelte Jane ganz leise und sehr nachdenklich vor sich hin, „… um auf ewig von der Erde verschwinden zu können.“
„Richtig, er will nicht mehr herumgeistern!“, fügte Anderich ebenso grüblerisch hinzu.
„Eigentlich verständlich, wenn man so viele Jahre herum gespukt hat!“, meinte die Ratte Claire und der Professor nickte.
„Aber er hätte sich diesen Stein doch auch mit Gewalt nehmen können?“, sagte Jane und blickte entgeistert ob dieses verrückten Gedankens in die Runde und einige der nackten Männer hielten sich deshalb gleich ihre Hände über eine bestimmte Stelle.
„Und MEINEN Kelch wollte er nicht!“, stellte Anderich dabei gleich mit großer Erleichterung fest. „Ich werde ein stattliches Sümmchen dafür bekommen! Sobald wir hier raus sind!“
Doch als er die traurige Runde um sich sah, verging ihm das Lachen.
Klar, sie mussten hier schleunigst weg, aber wie? Dem Drachen war jedenfalls nicht zu trauen.
„Komisch, dass dieser Drache solche langen blonden Haare gehabt hat?“, stellte eine der Ratten so ein bisschen neidisch fest, die zwar eine attraktive Mittdreißigerin war, jedoch nur dünnes mittelkurzes Haar hatte.
„Zwei Brüste besaß die Echse auch!“, fügte nun ein Herr im „besten Alter“ hinzu und strich sich dabei die graumelierten Schläfen glatt. „Hatten eine sehr schöne Form, diese Brüste….nicht zu klein, nicht zu groß, sehr schön fest!“
Die Männer hielten bei diesen Beschreibungen abermals ihre Hände über eine bestimmte Stelle ihres Körpers und die Frauen wirkten irgendwie verärgert und darum sagte eine von ihnen ziemlich kess: „Ich fand, der Hintern dieses Drachens wirkte wesentlich attraktiver, nämlich irgendwie männlicher, fester.“
„Oooh“, stöhnten die Damen wegen dieser Worte, denn sie hatten ja so viele Jahre darben müssen. Therese erlaubte nämlich keinen Sex. Sie war der Meinung, das, was sie sich nicht leisten konnte, durften andere auch nicht tun. Geister und Menschen konnten keinen Sex haben. Vielleicht hätten Wiwak und Therese so ein bisschen Spaß miteinander haben können. Aber Wiwak hasste Therese, deswegen hatte man sie auch damals zusammen in diesem Tempel eingemauert.
„Therese?“, sagte plötzlich Jane, so als hätte sie eine innere Eingebung. Sie holte dabei wie in Trance den Stein der Wahrheit aus ihrer Bluse.
Der Professor nickte, denn dieser Gedankengang war gar nicht mal so schlecht.
„Meine Theorie ist zwar verrückt, aber ich muss das jetzt sagen….“, sprudelte es aus Jane hervor. „Das vordere Teil des Drachens hat deswegen eine sandfarbene Tönung und ist zierlich gebaut, weil… der besteht aus Therese!“. Jane drückte dabei den Stein der Wahrheit fest an sich.
„Deswegen auch die langen blonden Haare! Das hintere moosgrüne und stämmige Teil ist Wiwak. Oh, Mann, der Drache besteht in Wahrheit…“ Jane schluckte verblüfft, wegen dieser Erkenntnis „ … aus zwei Personen. Die beiden konnten mir den Stein nicht mit Gewalt wegnehmen, weil er wohl denjenigen, der ihn bei sich trägt, beschützt. Sie konnten uns also nur einschüchtern in ihrer Verkleidung. “
„Und warum hatte der Drache plötzlich soviel Macht, dass er uns in Menschen zurück verwandeln konnte?“, fragte einer der Umstehenden.
„Das liegt an den magischen Steinen!“, rief Claire aufgeregt. „Die Zaubermacht der beiden ist dadurch umso größer geworden.“
Und nun erzählten Claire und der Professor allen Anwesenden von ihren Beobachtungen. Wie sie damals gesehen hatten, wie Therese sich der magischen Steine bemächtigt habe, die während des Todeskampfes von „Karnak - Oy von der Decke des großen Saals herab gefallen waren. „Therese lief vorhin gewiss mit Wiwak zurück“, erklärte der Professor. „Sie fand die Steine wieder und befestigte sie an einer Kette, wickelte sich diese ins Haar, murmelte ein paar Zauberworte, während Wiwak seine Hände ihr hinten auf den Rücken legen musste. So wurden die beiden zu diesem Drachen!“
„Wir müssen sie finden und die Kette an uns nehmen!“, schlug Jane entschlossen vor und alle nickten.

„Soso, der vordere Teil des Drachens ist also in Wirklichkeit Therese. Na, da muss sich doch was machen lassen!", dachte Anderich und rief: „Hört mal alle her! Ich weiß, wie wir sie dran kriegen. Wir müssen den Drachen finden. Hat einer eine Idee, wo sie sich aufhalten könnte?“
Da die meisten der Umstehenden der Therese bis vor kurzem noch als Rattenmantel dienen durften, waren die Lieblingsaufenthaltsorte der bösen Frau schnell bekannt. Sie machten sich auf den Weg, um das Biest zu finden.
Rasch, aber möglichst leise, liefen sie durch die Gänge. Mal war der Weg beschwerlich, führte steil bergauf oder bergab, mal war der Untergrund glitschig, mal Teppichweich, mal holperig und mal mit tiefen Rillen durchzogen, dass man aufpassen musste, wo man hin trat. Mal führten die Gänge zu traumschönen Grotten und mal zu eisigen Spukkammern. In einer solchen entdeckten sie den Drachen.
„Therese!“, entfuhr es Jane. Therese drehte sich gelangweilt zu den Menschen. Anderich ermannte sich: „Therese, komm doch mal zu mir, ich zeige dir was Hochinteressantes!"
Therese schnob verächtlich: „Glaubst du Wicht wirklich, dass du mir, die ich mehrere Tausend Jahre alt bin, noch was Neues zeigen kannst? Glaube mir, ich kenne ALLES, was es auf dieser Welt gibt!"
„Nee, Therese, du kannst gar nicht alles kennen, denn die Wissenschaft schreitet immer weiter voran. Kuck mal hier, in meinem Handy habe ich ein Spiel . . ."
„Was, ein Spiel im Telefon?"
Neugierig wie alle Frauen kam Therese ein Stück näher. Auf dem klitzekleinen Display waren Mäuse zu sehen, die sich durch einen Berg aus Käsestückchen fressen mussten, um an ihren Bau zu kommen.
„Wie süüüüß", krähte Therese und Anderich dachte triumphierend: „Ja, da kannste mal wieder sehen, wat so ne Mücke für Talg hat!"
Er zeigte ihr, wie das Spiel funzt und bald war sie so vertieft, dass ihr die Umwelt ziemlich egal wurde. Sie legte sogar die Kette ab, die ihr vor den Augen baumelte, um besser sehen zu können und noch mehr Spaß an den kleinen Mäusen zu haben.
Genau darauf hatte Anderich gehofft.
Jane hatte auch sofort geschnallt, wie der Hase läuft und näherte sich von hinten der Kette, bis sie sie ergreifen konnte.
„Lauf, Jane!", rief Anderich und drosch mit seinem Kelch auf den Drachen ein.
Jane brauchte gar nicht so sehr zu laufen, denn kaum hatte die Kette Kontakt mit dem Stein in ihrer Bluse, befand sie sich in ihrer Wohnung. Diese Kette konnte, wenn sie komplett war, ihren jeweiligen Besitzer blitzschnell an den Ort seiner Wahl tragen. Jane hatte unbewusst an ihr Zuhause gedacht und schon war sie da.
Anderich aber drosch weiter unverzagt und sehr gezielt auf die Weichteile des Drachen ein. Er hoffte, dass die scharfen Kanten den Dickhäuter dennoch erheblich verletzen könnten. Er hatte ja keine Ahnung von der Zauberkraft des Kelches, die den Drachen bei jedem Hiebe ein wenig kleiner werden ließ, bis nur noch ein Regenwurm übrig war, den er mit dem Absatz zerlatschen konnte. Da musste er erst einmal Luft holen und nachdenken, wie er nun aus dem Labyrinth herausfinden könnte.
Endlich sah er, dass sich die ehemaligen Ratten um ihn versammelt hatten. Claire sprach bewundernd: „Holla, das hätten wir dir ja gar nicht zugetraut! Komm mit uns, die kleine Frau Chrissie hier neben mir denkt, dass sie den Ausgang gefunden hat".
Anderich hatte sich so auf den Kampf konzentriert, dass er nicht bemerkt hatte, wie sich eine weitere Ratte zu ihnen gesellt hatte. Sie war zu weit von den anderen weg gewesen, und hatte die Rückverwandlung verpasst. Neben Claire stand also eine bis auf das Skelett abgemagerte spitznasige Ratte, die nun davonwieselte und alle folgten ihr nach. Auch Anderich bemühte sich um ein hohes Tempo, um der Flinken folgen zu können.
Tatsächlich kamen sie an ein Tor, das offensichtlich nach draußen führte. Anderich stellte den Kelch ab, der durch die Schläge ziemlich verbeult war und auch fast alle seine Edelsteine verloren hatte, packte den Bolzen, der das Tor verschloss und zog ihn mit einem kräftigen Ruck heraus. Das Tor ließ sich nun öffnen und Sonnenlicht gleißte herein. Anderich musste die Augen zukneifen, damit er nicht geblendet wurde.
Als er wieder klar sehen konnte, bemerkte er eine riesige Hand, die sich den Kelch schnappte und die Rattenmenschen wieder in das Labyrinth zurück scheuchte. War dies ein weiterer Wächter des Labyrinths? Anderich rannte, so schnell er konnte, von diesem Tor weg, bis er den Rand eines kleinen Hochplateaus erreichte. Es war dies der einzige Weg, den er einschlagen konnte, denn auf der anderen Seite war eine Steilwand. Da stand er nun schwer atmend und blickte sich ängstlich um. Er wurde nicht verfolgt, das war schon mal gut. Aber wie nun weiter? Hinter ihm war die steile Gebirgswand nach oben und vor ihm ging es steil nach unten.
Rechts hatte ein Geier sein Nest. Der guckte schon ganz gierig.

Ende

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Kommentare zur Story:

  Hallo,
ich war lange nicht mehr auf dieser Seite und konnte lange nicht verfolgen, was eigentlich aus dieser Story geworden ist. Mittlerweile, oder besser seit kurzem, bin ich wieder hier. Zwar schreibe ich mittlerweile für Geld aber hier ist meine Heimat.
Ich finde es klasse, was ihr alle aus diesem Anfang gemacht habt. Auch wenn es doch noch ein Weilchen gedauert hat, seit die Story ihren Anfang nahm, bis sie jemand weitergeschrieben hat.
Habt vielen Dank dafür. Tolle Leistung Leute.  
   H. Seeg  -  09.06.09 23:02

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  So, nun habe ich mich auch nochmals an den Schluss mal drei gewagt. Wie bereits gesagt, habt ihr mit verschiedenen Leuten eine sehr gute und abenteuerliche Geschichte geschrieben, die so stimmig und zusammenhängend erzählt wird und nun aber auch jeder ein wirklich ganz anderes Ende der Geschichte verfasst hat. Jeder hat das wirklich super gemacht. Es war wirklich mal außergewöhnlich, fantasievoll und schön zu lesen.  
   Profil gelöscht  -  14.04.09 20:53

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  Ich wollte nur noch mal zum Schluss sagen, dass ihr das alle ganz fantastisch mit dieser Fortsetzungsgeschichte gemacht habt. Heiko mit seinem Anfang, Doska, Holdriander, Simon Templer und Eva Peron mit den Fortsetzungen und nun hat die Geschichte auch noch drei verschiedene Schlüsse. Echt ungewöhnlich aber toll. Wollte euch nur sagen, dass es mir sehr viel Vergnügen bereitet hat, eure Fortsetzungen zu lesen. Habt Dank für eure Mühe.  
   Petra  -  13.04.09 20:54

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  Hallo Holdriander!
Ach, das freut mich aber, dass du doch noch den Mut gefunden hast, deinen Schluss anzuhängen. Nun haben wir sogar drei Enden, hehe! Ich glaube, sowas gab es noch nie. Na, Eva, wie wär`s jetzt mit dir?  
   doska  -  10.04.09 13:31

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  Hallo, ihr Lieben, Eure Enden finde ich gaaanz toll und hab mich erst gar nicht getraut, auch das Meine anzufügen. Es ist mit den Euren kaum zu vergleichen, aber vielleicht doch ne Abwechslung.
Eva, tu auch mit, lass uns nicht hängen!
lg  
   holdriander  -  10.04.09 08:55

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  Hallo Simon T. Die von Ihnen in Ihrer Abschlußstory erwähnte Papageienschaukel ist eine Erfindung der Schergen in südamerikanischen Foltergefängnissen „gewesen“. Speziell in Argentinien und Uruguay. Ich war überrascht diese Erklärung die darüber hinaus auch ausgesprochen korrekt wiedergegeben wurde, in Deutschland wieder zu finden. Bei Ihnen !!

In Südamerika konnte man das täglich lesen, aber in anderen Ländern wurde es, so mein Wissen, totgeschwiegen. Aber eines müssen Sie mir versprechen. Bei HÄSI und HASIPUTZI gibt es nichts was dem auch nur in Ansätzen ähnelt.

Die Häschenwelt muß, bis auf böse Jäger und Rotfüchse,
eine heile Häschenwelt bleiben, gelle !!  
   Eva Peron  -  08.04.09 11:58

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  Ach DOSKA, ein klein wenig bin ich schon verwundert - über Sie. Denn ich ahne und da liege ich mit Sicherheit zu 100% richtig, dass Sie eine glühende Pazifistin sind und deshalb hatte ich mich (ehrlich) schon auf eine pazifistisch geprägte Antwort wg des Mr. Krassar eingestellt. Da eine Antwort von Ihnen nicht vorliegt, muß ich wohl doch getäuscht haben ....... ????  
   Simon Templar  -  08.04.09 11:49

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  Natürlich habe ich HOLDRIANDER nicht vergessen. Wie könnte ich ... Und Sie, liebe DOSKA, sehen mich erstaunt ob der traurigen Tatsache, dass unser Mitstreiter sich nicht mehr meldet undkein Holdrio-ENDE einstellt.  
   Simon Templar  -  08.04.09 11:46

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  Hallo Simon! Für mich war das nicht falsch zu verstehen. Außerdem waren wir nicht die einzigen, die sich an dieser Fortsetzungsgeschichte erfreut haben. Das Labyrinth hat ganz bestimmt eine Menge Zugriffe erhalten, denn es stand ja andauernd im Feld unter "meistgelesen". Mir hat es sehr viel Freude gemacht mit euch gemeinschaftlich solch eine Geschichte weiter zu schreiben. Darum möchte ich mich auch gleich für die Mitarbeit bei Dir Simon, Eva und Holdriander bedanken. Leider wurde es mir am Schluss schließlich doch zu anstrengend. Ich hatte gleichzeitig noch etwas Privates zu tun, was mich immer mehr belastete. Aber ich freue mich, dass wir es doch geschafft haben, solch eine Fortsetzungsgeschichte zu Ende- sogar mit zwei Enden zu bringen und vielleicht fällt ja auch noch Holdriander oder Eva ein toller Schluss dafür ein. He, ich glaube so etwas Verrücktes, was wir hier machen, gab es wohl noch nie:))  
   doska  -  07.04.09 22:05

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  DOSKA, meine Tochter ist der Meinug, nachdem sie die Schlusseinleitung (in Tübingen) gelesen hat, dass Sie diese bezüglich des Zusatzes (.....außer DOSKA....) falsch verstehen könnten !? Wenn dem so sein sollte hier meine Erklärung: ich wollte zum Ausdruck bringen, dass ganz offensichtlich außer Ihnen (und mir) niemand an "unserer" Geschichte interessiert ist. Ich bitte also um SATISFACTION für den Fall, daß Sie mich aufgrund meiner grammatikalischen Inkompetenz mißverstanden haben (könnten). Ihr unbekannte Freund S.T.  
   Simon Templar  -  07.04.09 21:12

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  „Es ist vollbracht…..“ Das LABYRINTH wurde von Dir Doska und von Simon Templar beendet. Und jeder von Euch beiden hat ein tolles Ende geschrieben, wobei, der „männlichen Rolle“ entsprechend, das Ende von Simon T . „schärfer“, aber nicht im erotischen Sinne, war. Scheint als hätte der gute Simon T. paramilitärische Erfahrungen / Kenntnisse ?

Ich danke Euch beiden. Es hat mir gefallen und ich habe mich extra nicht eingeklinkt um Euch nicht „zu stören“. F r a g e: kennt Ihr beide Euch eigentlich auch privat ? Fast könnte man diesen Eindruck gewinnen. Ihr passt irgendwie gut zusammen … ? Vom Labyrinth wechsel ich jetzt zu HÄSI und HASIPUTZI. Scheint wohl eine „Alter-Ego-Story“ von Simon T. zu werden. Ich bin gespannt. Und Du Doska hast Dich daran noch gar nicht beteiligt …. ?! Ist doch als Fortsetzung (never-ending) gedacht… !!!  
   Eva Peron  -  07.04.09 21:02

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  Danke REDAKTION. Zur Kenntnis genommen. Da i c h dazu ehrlich zu blöd bin (EDV ist nicht so ganz mein Ding), habe ich meine Sekretärin gebeten (mit der Klausel, dass in der Firma nicht weiter zu erzählen !!!) die Red.-Erklärung umzusetzen. Ich hoffe, dass das klappt. Nochmals DANKE  
   Simon Templar  -  05.04.09 16:34

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  Also, Entschuldigung, wenn ich mich hier einmische.
Man muss seinen Text nicht gespeichert haben, um ihn noch einmal als Einleitung vor den neuen Text zu bringen. Man markiert den gewünschten Teil mit der Maus und kopiert ihn (entweder mit "Strg+C" oder rechte Maustaste auf dem markierten Text und kopieren). Dann kann man den Text in sein Dokument einfügen (entweder mit "Strg+V" oder rechte Maustaste an der Stelle, wo man ihn hin haben will und einfügen).  
   Redaktion  -  05.04.09 15:00

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  Ihre Idee finde ich richtig süß - aber ich speichere meine Texte nicht ! Das heißt, ich kann also meinen Text nicht voranstellen und dann meine END-Fortsetzu ng hinten dran hängen. Bin also (ich glaube ich gebe mir die Kugel) abhängig von dieser sich Tlonk nennenden Figur. Morgen, so bis 13 Uhr (zuvor muß ich mir MALAYSIA Formel 1 ansehen) schicke ich also meine ENDVERSION. Hoffe, dass sie I h n e n gefällt. Die anderen interessieren mich da nicht so richtig.  
   Simon Templar  -  04.04.09 20:26

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  Hallo Simon, sicher kannst du noch dein Ende hier anhängen. Das ist ja das tolle an Fortsetzungsgeschichten. Aber ich finde nicht, dass wir Tlonk für irgendwelche Veränderung um Hilfe bitten müssen. Ich meine nämlich, dass meine Fortsetzung nahtlos zu deiner passt und darum schlage ich vor: Kopiere dir doch diesen Text, der die Voraussetzung für deinen Schluss sein soll und veröffentliche ihn vor deinem Ende.
Das würde ich auch Holdriander raten: Den Text nach dem das Ende kommen soll, vorher noch einmal, als Erinnerung für die Leser zu bringen und dann erst den Schluss anhängen.  
   doska  -  04.04.09 17:17

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  Hi DOSKA, tolles Ende. Ich hoffe Sie sind nicht pikiert oder gar verärgert, wenn auch ich das von mir angedachte ENDE im Verlaufe dieses Tages (5.4.2009) noch einbringe.

Der "kluge" TLONK sollte sodann Ihr Ende direkt an Ihre vorletzte Einblendung setzen, damit man das als Ganzes genießen kann und dann könnte der sich TLONK nennende Oberaufseher, der Hüter der undemokratischen Zensur, meine letzte Einblendung ebenfalls an die von mir verfasste und somit rein mathematisch betrachtet, vorletzte Einblendung setzen. Alles Roger ? Prima.  
   Simon Templar  -  04.04.09 14:20

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  DOSKA - that's your Game .... Ich hoffe, daß ich Ihre "Windungen der Gedankenströme" nicht zu sehr abgelenkt habe und hoffe zugleich, dass es Ihnen (und natürlich auch mir) Spaß macht, jetzt ein ansprechendes ENDE zu finden, Ihr S.T.  
   Simon Templar  -  03.04.09 16:01

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  Ich freue mich übrigens sehr, dass du noch nicht aufgegeben hast. Du hast Recht, ich schreibe zu schnell. Ich werde dir für deinen Schluss Zeit lassen, so lange du magst und bin schon mächtig neugierig.  
   doska  -  03.04.09 13:15

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  Uiuiuiiii! Tatsache! Da steht tatsächlich Anderich statt Wiwak. Danke für dein aufmerksames Lesen. Leider kann ich das nicht ändern. Es sei denn Tlonk löscht den Text und ich stelle ihn verändert und neu wieder hier rein. Ich werde den Text speichern und eine Mail an Emediacreation schreiben. Danke dir nochmals.  
   doska  -  03.04.09 13:11

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  Guten Tag DOSKA, ich erlaube mir auf eine (aus meiner Sicht) in der rasenden Schreibgeschwindigkeit entstandene Namensverwechslung hinzuweisen. Von unten an gezählt (ich meine Deinen letzten LABYRINTH-Beitrag) und hier die Zeile 33 steht als Name "Anderich". Wäre es möglich, dass Sie "Wiwak" meinten ... ? Wenn ja bitte Korrektur, wenn nein, dann bin ich eben zu blöd ... Ach ja: ich schreibe gerade eine Fortsetzung und gehe davon aus, dass wir spätestens MORGEN dann das E-N-D-E einläuten.  
   Simon Templar  -  03.04.09 12:20

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  So, ich habe jetzt einfach noch eine Fortsetzung angehängt. Vielleicht findet ja mal einer Mut, doch noch mitzumachen.Oder will er sein Ende hinschreiben oder erst einmal warten?  
   doska  -  02.04.09 22:57

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  Hallo Holdriander,
Auch wer nicht „gut“ – eine sehr subjektive Angelegenheit - schreiben kann, darf bei uns veröffentlichen. Wichtig ist doch nur der Spaß an der ganzen Sache, dass er mit ganzer Seele dabei ist und sich Mühe mit seinen Texten gibt und nicht andere damit ärgern will. Sicher gibt es hier „gute“ und weniger „gute“ Schreibende und die werden auch mit Zugriffen, Kommentaren und Bewertungen belohnt, denn etwas anderes können sie ja für ihre Arbeit nicht bekommen.
Wir haben uns deine Texte angesehen und finden sie gut. Bei dieser Fortsetzungsgeschichte bist du lediglich zu schnell. Lass` dir also mehr Zeit, lies immer wieder nach, was die anderen geschrieben haben und dann haben wir auch nichts zu meckern.  
   Tlonk  -  02.04.09 11:29

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  Hallo Tlonk und ihr anderen, es tut mir leid, dass ich schon wieder einen Fehler gemacht habe.
Anderich wollte die Therese reinlegen, was ihm auch gelungen ist. Aber ich kann eben doch nicht so gut schreiben, dass das anderen klar geworden ist.
sorry.  
   holdriander  -  02.04.09 05:37

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  Hallo Holdriander,
ich habe mir deine Fortsetzung angesehen. Da du anscheinend nicht gewillt bist, irgendeine Logik bei der Weiterführung zu berücksichtigen, habe ich sie gelöscht.
Beispiel: "Soso, der Drache ist also in Wirklichkeit Therese. Na, da muss sich doch was machen lassen!", dachte Anderich und hatte auch gleich eine Idee: "Therese, komm doch mal zu mir, ich zeige dir was Hochinteressantes!"
In allen vorhergehenden Kapiteln sind die Beiden Gegner und waren nie befreundet, d.h. völlig unvermittelt und ohne Begründung stelltst du die ganze Story auf den Kopf. Das hat also mit Demokratie nichts zu tun sondern du zerstörst damit den Anderen die Story.
Und natürlich haben wir von Webstories auch etwas dagegen, denn auch für den Leser ist das nicht schön.  
   Tlonk  -  01.04.09 14:50

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  Hallo, Simon, hattest du Zeit und Gelegenheit, meine Fortsetzung zu lesen? ich meine die vom 1.4. um 7 uhr 20 morgens. doska hat sie so schnell löschen lassen, dass ich sie mir nicht mal selber kopieren konnte. Das finde ich nicht in Ordnung. Ein klein wenig Demokratie sollte schon sein, oder?  
   holdriander  -  01.04.09 14:14

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  Hallo Simon,
Schön dass du damit einverstanden bist, ich habe nun noch etwas zur Erklärung mit angehängt.  
   doska  -  01.04.09 13:31

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  DOSKA , da kann ich nur sagen: suuuper. Das ist eine Steilvorlage von Ihnen und ich werde bemüht sein zumndest ansatzweise das von Ihnen vorgegebene hohe Niveau zu halten.

Gruss, Ihr S.T.

PS: Ist ARG geplatzt - oder was ist los ? Und wo bleibt mein Holdriander ?  
   Simon Templar  -  01.04.09 12:28

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  So, ich habe jetzt meine Fortsetzung reingestellt. Wenn`s dir nicht gefallen sollte, können wir ja von hier ab jeder seine eigene Version vom Ende schreiben.  
   doska  -  31.03.09 20:15

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  Hallo Simon,
Ich habe nun eine Fortsetzung, die deine und meine miteinander verbinden würde. Soll ich sie jetzt reinsetzen?  
   doska  -  31.03.09 19:19

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  Hi DOSKA, jetzt ist es an mir mal so RICHTIG NEIDISCH zu werden ! Ihre Idee, dass diese Story vier oder sogar noch mehr Schluss-Szenerien haben kann/soll/wird, ist echt toll.
Und natürlich tut es mir leid, dass ich mit meinem Fortsetzungsteil eine ganz andere Richtung eingeschlagen habe.

Trotzdem würde es mich freuen, wenn Sie sich mit dem bösen-lieben DRACHEN anfreunden könnten … (scheint mein "Alter-Ego" zu sein ...)

Ich bin auf jedes ENDE gespannt und der/dem „Holdrio“ sei zugerufen: „Wohl an denn, tapfere/r Mitstreiter/in, lege bitte Deine Bescheidenheit ab und fasziniere uns mit Deinem Ende zu dieser Geschichte“.

Wie heißt es doch in einer der wunderschönen, sowie tragisch-spannenden Balladen des Friedrich von Schiller so passend: WER WAGT ES, RITTERSMANN ODER KNAPP’ ….. Also: Auf geht’s !  
   Simon Templar  -  31.03.09 11:03

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  Hallo, ihr lieben, ich hatte mich deshalb nicht gemeldet, weil ich total neidisch auf eure tollen Fortsetzungen blicke. So gut kann ich nicht schreiben. Und um euch nicht wieder was kaputt zu machen, halte ich mich weiterhin aus der Geschichte raus.
lg  
   holdriander  -  31.03.09 08:27

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  An alle die am Labyrinth schreiben:
Bis hierher ist es uns gelungen diese Geschichte gemeinschaftlich einigermaßen folgerichtig weiter gehen zu lassen und nun sollten wir auch zu einem Ende kommen. Dabei habe ich jedoch festgestellt, dass jeder von uns einen ganz anderen Schluss im Kopf zu haben scheint. Das ist ziemlich schwierig aber auch sehr interessant und deshalb schlage ich vor, dass jeder von uns diesmal ganz alleine diese Geschichte auf seine Weise enden lassen und hier veröffentlichen sollte.
Was für die Leser bedeuten würde:
Vier Mal ein ganz anderes Ende für diese Story zu lesen und selber für sich zu entscheiden, welcher Schluss ihm am besten davon gefällt.  
   doska  -  30.03.09 22:27

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  Hallo Simon, hat auch mir gut gefallen. Sehr schöner Text, doch wie es meist so ist, hatte ich eine ganz andere Vorstellung von der Fortsetzung auf meine Fortsetzung.*schmunzel* Da sieht man mal wieder, wie überraschend unerschiedlich wir kleinen Menschlein doch sind und das ist auch gut so. Ohne unsere Andersartigkeit wäre die Welt totlangweilig. Nun bin ja mal gespannt, was Eva als nächstes aus dieser Geschichte machen wird.  
   doska  -  30.03.09 20:28

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  Also ich bin mehr als sprachlos. Schon die Geschichte von Doska fand ich echt gut.
Aber die Wendung die Sie lieber Simon T. der Geschichte MIT DEM SPRECHENDEN DRACHEN gegeben haben, ist so toll und so spannend. Ich bin sprachlos und begeistert.

Aber was soll Ihr Hinweis im Schreiben. Gibt es da ein wirklich ein paar Leute die sich aufregen weil Sie den LIEBEN GOTT, BUDDHA etc namentlich benennen ? So kleinkariert ist doch wohl nicht wirklich ein Mitglied der hier schreibenden Zunft … oder etwa doch ?

Ach was, so eine Lächerlichkeit interessiert mich nicht. Mich interessiert jetzt nur: WER SCHREIBT JETZT WEITER – aber wirklich gut und nicht so einen die Story zerstören könnenden Quark wie er von …. ein paar Absätze zuvor geschrieben wurde.  
   Eva Peron  -  30.03.09 17:21

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  DOSKA, ich habe mir erlaubt sowohl Gottvater, als auch Buddha, Allah und die Hl. Jungfrau Maria in meiner Teilstory zu verwenden.

Ich hoffe natürlich sehr, dass ich damit weder Deine Seele oder gar die des GLÄUBIGEN HOLDRIANDER verletzt oder gekränkt oder gequält habe.

Keinesfalls also wurde beabsichtigt ein HÖHERES WESEN zu verunglimpfen u nd es ist meine feste Überzeugung, dass in diese Geschichte sehr wohl die vorstehend genannten GÖTTLICHEN NAMEN genannt werden dürfen und können.

Seid gegrüßt von EUREM S.T.  
   Simon Templar  -  30.03.09 17:07

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  Danke für Ihre Zeilen DOSKA. Ich werde aber doch erst gegen 18:00 Uhr "aktiv" werden können, da der ganze .... doch länger dauerte als angenommen. Und es gibt eben kluge aber entsetzlich lahmarschige Richter die haben Zeit ohne Ende.

So, so der/die gute Holdriander antwortet mir nicht. Hat Krankheit, etwa Gicht, die Beweglich-keit seiner Finger beeinträchtigt ? Oder ist es gar gekränkte Eitelkeit ? Mir fiele dazu zwar kein Beispiel einer HOLDRIANDER-Kränkung ein, aber die Erfahrung meines Berufes zeigt mir, dass es Mitmenschen gibt die schon alleine dadurch sich beleidigt fühlen, dass ein anderer Mensch ATMET.

Also gebe ich jetzt mal die Zeit zum weiter-schreiben bis einschließlich 18:30 Uhr "ganz generös frei" (das IST EIN WIIIIITZ - also nicht wieder 'rumblöken") und werde dann zwischen 18:31 Uhr und 18:46 Uhr meinen "Senf" zur Story packen.

Ihnen DOSKA nochmal ein DICKES LOB vom charmanten S.T. Sie gefallen mir. Echt.  
   Simon Templar  -  30.03.09 15:29

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  Hallo Simon, ich danke dir auch. Macht Spaß, wenn man gegenseitig die Arbeit des anderen ruhig anerkennt, hehe! Da Holdriander dir nicht antwortet, würde ich vorschlagen - auch, weil ich dir ja meinerseits bereits eine Zustimmung gegeben habe und Eva nun auch - du legst einfach los. Bin schon ganz gespannt was du schreiben wirst.  
   doska  -  30.03.09 12:33

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  Hallo Holdriander, danke für das dicke Lob. Geht natürlich runter wie Öl, hehe!  
   doska  -  30.03.09 12:25

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  Ich hätte keine Einwände bezüglich einer Fortführung durch Sie, Simon T. Ich werde mich gegen 17:00 Uhr einklinken und mal sehen, was man dann ggfs als Mitautorin weiterschreiben könnte.

Und Sie Herr Holdi ? Wollen Sie schreiben oder überlassen Sie "generös" eine Fortsetzung dem Simon T. ? Aus Gründen der Fairness sollten Sie hier für S.T. ein kurzes Statement abgeben. Denke zumindest ich.  
   Eva Peron  -  30.03.09 09:06

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  Compliment liebe DOSKA. Ich habe um 10:00 Uhr mit einem Mandanten einen Termin beim LG und käme deshalb erst so gegen 14/15:00 Uhr dazu, eine (gute) Weiterführung zu schreiben.

Frage an "alle" Mitstreiter: Als Gentleman lasse ich einer Lady den Vortritt bzw dem emsigen Holdriander. Will einer von Ihnen weiterschreiben - oder darf ich ?  
   Simon Templar  -  30.03.09 09:01

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  Boah, doska, du hast dich selbst übertroffen!
Bin begeistert.
lg  
   holdriander  -  29.03.09 23:01

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  Okay!  
   doska  -  29.03.09 17:09

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  Das ist O.K. DOSKA - ich freue mich auf Deine Einfälle und werde nim Anschluß an Deine Sequenz weiterschreiben. Wäre das O.K. ?  
   Simon Templar  -  29.03.09 12:55

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  Ich würde jetzt gerne eine Fortsetzung unter Evas Text schreiben. Hat jemand etwas dagegen einzuwenden?  
   doska  -  29.03.09 10:47

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  Hallo Eva,
die Fortsetzung ist dir geglückt. Ich habe sogar an einigen Stellen schmunzeln müssen. Auch Simons "Zwischenstep" passt. Holdrianders Fortsetzungen waren ebenfalls völlig in Ordnung. Wir können zufrieden sein. Meine Befürchtung: Hoffentlich haben wir nicht alle eine total andere Vorstellung vom Schluss. Nicht, dass wir uns am Ende deshalb raufen. Wenn die großen Buchstaben ENDE kommen müssen, dann müssen wir auch aufhören können, okay? Spannend ist so ein Schreiben in`s Blaue hinein auf alle Fälle.  
   doska  -  28.03.09 20:29

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  Ach, das freut mich aber, Eva. Ich fürchtete schon, Simons Nachruf sei das Ende der Story. Na, dann überrasch uns mal, wie s weitergeht.
lg  
   holdriander  -  28.03.09 20:28

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  Ich konnte nicht widerstehen und m u s s t e einfach weiterschreiben, zumal mir Teile von Holdrio nicht so recht passend erschienen, "Bitte, bitte nicht böse sein, lieber Holdriander, aber auch so fällt Ihnen doich bestimmt etwas unglaublich SINNIGES als Fortsetzung ein !?"  
   Eva Peron  -  28.03.09 20:02

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  Guten Abend DOSKA, keine Angst (und für den klugen Admin: Sie müssen keine Angst haben, denn ARG steht nicht für eine (angebliche)Rassendiskriminierung von Zulus, Hotten-Totten, Chinesen, Russen, Holländern oder webstories.cc-Schriftsteller-Eleven, sondern für ARGentinien.) Und gemeint war Frau Peron.
Das ist doch wohl nicht verboten oder gar diskriminierend ...äh ?

Wie ich aber sehe hat diese sich (sprich: ARG) in der Zwischenzeit gemeldet und die Situation sehr gut eingeschätzt. Ich sage ganz artig danke und gehe davon aus, dass DOSKA das auch tun wird.

Bei Holdriander bin ich mir da nicht so sicher.  
   Simon Templar  -  28.03.09 19:34

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  Mensch SIMON TEMPLAR. Es gefällt mir ungemein wie Sie schreiben und das gilt auch für DOSKA. Ihre „Kurve“ zum Schliemann-Club ist schon der Hammer und Ihre Erklärungen sowohl zu Lady Jane und den NEIDHAMMELN in speziell diesem Deutschland alsauch die witzige Namensgebung LADY PI (der Rummel um diese letztlich uninteressante und nicht mit Intelligenz gesegnete Kindergartenhelferin hat mich schon immer in großes Erstaunen versetzt) hat mich geradezu fasziniert.

Rein taktisch (wohlwollend ?) haben Sie DOSKA und deren Mitstreiter Holdriander somit auch die Möglichkeit offen gelassen, das diese aus ihren Beiträgen eine adäquate Fortsetzung bauen, ohne dass diese ggfs durch Sie eine Richtu8ng erhält, die beide nicht wollen. Das finde ich ausgesprochen fair.

Vielleicht klinke ich mich auch noch ein. Habe ein interessantes ENDE gedanklich vorbereitet und warte einfach bis mein Einsatz kommen kann.

SCHÖNEN ABEND und – ach ja – es verwundert mich, dass erst 11 Leute die Story gelesen haben (sollen). Irgendwie peinlich – um nicht zu sagen unglaublich. Neid untereinander ? Deckt sich mit Ihrer Einschätzung dieser Neidhammel-Gesellschaft.  
   Eva Peron  -  28.03.09 19:27

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  Hallo Simon.
Um deine Frage zu beantworten wahrscheinlich genauso viel wie AMO oder XYZ. Zufrieden? Nein, ich weiß wirklich nicht, was du damit meinst. Wenn`s was Nettes ist, darfst du mich aufklären.  
   doska  -  28.03.09 18:42

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  Hallöle Ihr da draußen (oder im All - oder gar in der Hölle ?) natürlich schreiben alle weiter. Die "Alten" und die "Neuen" denn wo kämen wir denn hin, wenn sich die "ALTEN" von den "Neuen" die sog. "Butter vom Brot nehmen" ließen..." ?

Ich würde gerne jetzt weiterschreiben (16:45 Uhr MEZ am 28.März AD 2009) - es sei denn, dass wer auch immer, bereits sooooo eine tolle Fortführung von LABYRINTH geschrieben hat, dass es geradezu unverschämt wäre ihm diese jetzt durch einen Zwischenstep zu zerstören.

Wenn keine entsprechende Antwort bis heute 17.15 Uhr vorliegt, schreibe ICH weiter. ? Ach a, bevor ich es vergesse: lieber Gruß an DOSKA und noch eine Schluß-Frage: was macht eigentlich ARG ?  
   Simon Templar  -  28.03.09 16:49

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  Yep, liebe doska, eine sehr gute Fortsetzung. Bin gespannt auf deine nächste Folge.
lg
holdriander  
   holdriander  -  28.03.09 05:58

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  Keine Anwort? Na, gut. Dann verkünde ich: Hiermit schreibe ich diese Fortsetzung und die nächste werde ich auch schreiben. Hat jemand, was dagegen? Keine Anwort. Vorschläge also angenommen.  
   doska  -  27.03.09 23:20

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  Und nun mal gleich eine Frage an die Mitstreiter und diejenigen, die es vielleicht noch werden wollen. Ich selbst stehe schon mal ziemlich fiebrig in den Startlöchern, aber ich will keinem von Euch zuvorkommen. Wollen wir es mal so machen, dass jeder der weiter schreiben möchte, oder auch als "Neuer" mitmachen will, es uns HIER mit einem kurzen Kommentar mitteilt? Was haltet ihr davon? Es wäre nett, wenn ihr mir dazu, möglichst rasch eine Antwort geben würdet.  
   doska  -  27.03.09 10:20

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  Hallo Fan - tasia,
ich bedanke mich hier mal gleich im Namen aller, die an dieser Geschichte mitwirken und mitgemacht haben - Die Beteiligten können ja auch gern noch selbst etwas dazu sagen - für das dicke Lob. Ja, ich finde auch, wir halten uns wacker. Meist wird so eine Geschichte nicht durchgezogen, einfach abgebrochen, aber ich glaube, wir sind zäh genug, um es bis zum - ganz gewiss überraschenden - Finale zu schaffen, hehe.  
   doska  -  27.03.09 10:09

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  Diese Geschichte hat was, und macht mir im Moment Spaß zu lesen. Nicht zuletzt hauptsächlich wegen der verschiedenen Personen, die daran kreativ schreiben, sondern auch noch wegen der kleinen unbewußten weiteren Geschichte, die durch ihre persönlichen und privaten Dialoge bei den Kommentaren für die Leser entsteht. Ist echt amüsant.

Es ist schon interessant, dass das Labyrinth so stimmig von allen fortgesetzt wird, nahtlos und trotzdem spannend, phantsievoll und wirklich lesenswert, so dass man schon danach giert, wie es weitergeht und wer denn jetzt die Fortsetzung von euch schreibt und im Gegensatz dazu ihr euch nebenbei noch kommentiert bzw. provoziert und damit in Wortgefechte verwickelt. Aber es funktioniert ja sehr gut. Ein bisschen Provokation und Zynismus mit Humor gemischt darf ja ruhig sein und gehört im Leben dazu, das ist die Würze, solange man niemand damit schadet und wie man sieht, kann sich ja auch jeder selbst sehr gut zur Wehr setzen.

Hoffe es geht noch lange weiter im Labyrinth. Ich schau schon gespannt öfters rein. Die Geschichte ist wie ein Überraschungs-Ei, es kommt fast alles darin vor, Witz, Humor, Geist, Spannung und Fantasy und sogar ein Hauch von Erotik. Es ist ja auch nicht leicht, sich in einen anderen Teil und in die Gedanken des Anderen zu versetzen und sich wieder etwas Neues und vor allem Zusammenhängendes auszudenken und das auch noch in kurzer Zeit.  
   Profil gelöscht  -  26.03.09 21:39

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  Aber, lieber Simon, wenn man sich die Regeln nicht zu Gemüte führt, sind Pannen vorprogrammiert. Du weißt doch: Unkenntnis der Gesetze schützt vor ihrer Strafe nicht.

Freut mich, dass dir das Wort gefällt. Kannste beliebig benutzen.
lg aus Berlin
holdriander  
   holdriander  -  26.03.09 20:38

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  An HOLDRIANDER.
Die Wortschöpfung Fettnapfhüpfer gefällt mir. Ich werde diese ab sofort bzw ab und zu in meinen Schriftsätzen anwenden - und wenn man mich fragt, woher ham' se denn DAT, dann sage ich von einem schriftstellerischen Mitstreiter der sich HOLDRIANDER nennt, einem eigentlich ganz netten Typen.

Ach ja: dass der TLONK der Admin/Betreiber ist, dass wußte ich wirklich nicht, da ich mir weder die webstories.cc-AGB (warum auch) noch irgendwelche "Erklärungen" durchgelesen habe.

Aber O.K., jetzt weiß ich ja Bescheid - und bin
n o c h lieber, n o c h angepasster.

Und ein wirklich nett gemeintes DANKE von S.T. zu Holdriander, wo immer der sich auch verstecken mag.  
   Simon Templar  -  26.03.09 15:02

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  Mann, Simon, Du lustiger Fettnapfhüpfer, Tlonk ist der Admin oder Betreiber dieser Seite!
Woran liegt s, dass Du das nicht längst geschnallt hast?
lg
holdriander  
   holdriander  -  26.03.09 05:23

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  Hi Frau Peron, von der Küste ein Gruß ins Land der Weißwürste, der CSU und ausgesprochen hübschen Maderln. Wie Sie sehen haben ganz offensichtlich Sie und ich den ANONYMUS TLONK verärgert, ihn zur Weißwur…äh …glut getrieben. Wollen wir das ? NEIN !! Wollen wir angepasste Forenmitglieder werden ? JAAA !! Schreiben wir noch jemals böse, ironisierende Worte oder gar dreiste Wortgebilde, aneinandergereiht, also Sätze, die den ANONYMUS TLONK verärgern könnten ? NEIIIIIINNNN !!!

Also nehme ich mir die Freiheit, dass ich auch für Sie, liebe Frau Peron, bei dem ANONYMUS TLONK ein leises GNADE, GNADE wimmere, auf das ENDLICH MAL RUHE ist. Sollten Sie mit der Entschuldigung an den ANONYMUS TLONK nicht einverstanden sein, müssen Sie schon selber „zur Feder“ greifen.

Besser jedoch wäre es, wenn Sie einen KONSTRUKTIVEN BEITRAG zur Story liefern würden – zu LABYRINTH (das schreibt man übrigens mit „th“ am Ende … !) Aber Ihr Deutsch ist hervorragend. Betrachten Sie also diesen Einwurf nicht als Bevormund. Solcherlei Bevormundungsscherze überlasse ich …äh.. jetzt wäre ich beinahe wieder ironisierend geworden. Übrigens: im Priesterseminar hatten wir 3 ½ Jahre Spanisch als Wahlfach. Ein bisserl kann ich noch – aber mit Latein und Griechisch bin ich besser vertraut.  
   Simon Templar  -  25.03.09 08:39

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  @Eva und @Simon!
Aus euren Worten entnehme ich, dass ihr eher daran interessiert seid, hier
"Zoff" zu machen als Texte veröffentlichen, denn wenn ihr wirklich an dieser Seite interessiert wäret, hättet ihr euch längst über das Forum informiert, wer hier wer ist. Ihr seid überhaupt nicht gewillt, euren beleidigenden Tonfall zu unterlassen. Dies ist meine erste und letzte Verwarnung und dann werde ich die Redaktion informieren und ihr fliegt hier raus.  
   Tlonk  -  24.03.09 12:04

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  TLONK ? Wer sind denn SIE ? Wo habe ich wen beleidigt ? Ich habe überhaupt niemand beleidigt sondern meine private sowie ureigendste Meinung kundgetan. Und das darf man doch wohl - in DEUTSCHLAND - oder ist das wieder verboten ? Wenn sich da irgendein Leser/in "angesprochen" fühlt, ist das keineswegs ein Problem. Merke: AUSNAHMEN bestätigen immer, wie nicht nur in der DEUTSCHEN GRAMMATIK die REGEL, Herr/Frau TLONK - und ach ja, bevor ich es vergesse: Sie sollten Ihren anmaßenden und überheblichen Ton ggfs in Ihrer Schulklasse oder am heimischen Herd anwenden, denn irgendwann wirkt Bevormundung von sich anonymisierten Neutren anmaßend, langweilig und geradezu unverschämt.  
   Eva Peron  -  24.03.09 11:41

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  O pardon, liebe doska, dass ich dir ein zweites a untergejubelt habe. ich sprech Deinen Namen immer russisch aus und da ist das o offen in diesem Fall.
sorry.
lg  
   holdriander  -  24.03.09 06:32

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  Hallo, Simon, mir scheint, dass Du die Antworten anderer auch nicht liest.
Deine kurze Fortsetzung ist wohl von doska ebenso wie von mir für einen Löschfehler gehalten worden oder sie wollte Tlonk nicht noch einmal in der selben Sache bemühen.
zu Deiner letzten Antwort:
1. ich bin kein Anhängsel der Meinung von daska9 - was auch immer diese vondir angefügte 9 bedeuten soll - ich bin ein eigenständiger, unabhängiger user.
2. ist die Länge einer Fortsetzung in der Regel festgelegt, dass sie mindestens eine halbe Seite lang zu sein hat. Da gab es keinen Vorwurf meinerseits.
Ich bin nun mal so ein Blödmann, der sich an Regeln hält.
3. kürzer geht immer. ich könnte Deine Fortsetzung mit einem einfachen O toppen.
4. Ich nehme von Dir keine Aufträge an.
Außerdem wolltest Du mir letztens bis Montag Zeit lassen und hast dann doch vor mir eine Fortsetzung angefügt.
Man wird nicht klug aus Dir.
lg  
   holdriander  -  24.03.09 06:30

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  Hallo Eva! Ich finde dein ganzes Auftreten derart unhöflich und beleidigend, dass ich nur sagen kann. Suche dir bitte eine andere Seite.  
   Tlonk  -  23.03.09 21:25

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  Oh, das klappt ja prima. Da hat mir doch ein sich Beelzebub nennender netter Mensch mitgeteilt, dass ich auch ohne die Schreiber des Labyrintes meinen Senf dazu geben darf. DANKE BEELZEBUB für die e-mail und den netten Text.

Allerdings bin ich mehr als überrascht, dass weder Herrr Doska und auch nicht Simon T. sich kurz gemeldet haben.

Und wenn ich mir so die Kommentare ansehe ahne ich, dass BOSHAFTIGKEIT, GEMEINHEIT, HINTERLIST und JA-Sagerei wohl G-R-O-S-S geschrieben werden in dieser Schriftsteller-Ecke. Enttäuschend - aber etwas anderes hatte ich ach niht erwartet. Meine Fortsetzung liefere ich MORGEN ab.  
   Eva Peron  -  23.03.09 21:02

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  Darf bin ganz neu und frage an, sowohl bei Dir Doska, als auch bei dem witzigen Simon Templar (ich liebe diese Serie im TV) als auch bei Holdriander, ob ich jetzt einfach die Geschichte fortsetzen darf. Oder muß einer von Euch mir das genehmigen ? Speziell geht die Frage an Doska und Simon T. da DIE 2 (schon wieder eine Krimiserie) auch aus meiner Sicht intelligent nd witzig sowie schlüssig agieren. Gruß aus Bayern.  
   Eva Peron  -  23.03.09 16:10

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  Hi HOLDRIANDER, Deinem opportunistischen Wunsche folgend (ich meine Sie als Anhängsel zur Meinung von DOSKA9 , habe ich alle biblischen Elemente gelöscht.

Und - mit Freude werden Sie es zur Kenntnis genommen haben - folgte Ihrem latent geäußerten Wunsch resp Vorwurf, von wegen ....müssen Textteile immer sooooo lang sein...

Wie Sie sehen ist mein spannender Beitrag nur noch 2-3 Zeilen lang. Also hinsichtluich KÜRZE fast nicht zu oppen. Jetzt wären eigentlich mal Sie als "Schriftsteller" o.s.ä. gefordert, denn DOSKA und ich habehn ja nun wirklich VIELES getan, damit die Sache RUND wird.

Der ultimative Auftrag also lautet: HOLDRIANDER - ÜBERNEHMEN SIE !!  
   Simon Templar  -  23.03.09 15:55

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  Ich danke der weisen Redaktion als Regulierungsbehörde dieses demokratischen Forums und hoffe, dass ich nicht tausenden von webstories.cc-Leserinnen und Lesern (die bestimmt mindestens 1 x die Woche den geistlichen Worten von der kirchlichen Kanzel überaus andächtig lauschen) in ihren tiefen Gefühlen zu einem HÖHEREN WESEN verletzt habe, in dem ich die Worte ER, JESUS und GOLGATHA in einem trivialen Gschichtle erwähnte.

Besonders dem hilfreichen Einsatz von DOSKA ist es zu danken, dass dieser Teil der Geschichte Gott-sei … oh, PARDON, Hölle-sei-Dank, auf Zuruf sofort gelöscht wurde. Und auch dem ganz offensichtlich auch überaus gläubigen Holdriander sei gedankt sei für seinen beherzten Einsatz, seine tatkräftige Hilfe, seinen uneigennützigen Kampf gegen das :::::LOSE. Danke - Danke - Danke.

Niemals mehr sollen solch Worte des FREVELS (???) dem Gehege meiner Zähne bzw der Kraft meiner beiden Zeigefinger zum Unwohl der betroffenen Allgemeinheit entspringen.

Euch Allen, die Ihr diese Zeilen lest, VERZEIHT einem SÜNDER.  
   Simon Templar  -  22.03.09 20:26

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  Liebe Schreiber,
ich schliesse mich der Meinung von Doska und Holdriander an und lösche die Fortsetzung von Simon Templar.  
   Redaktion  -  22.03.09 19:52

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  Auch ich lasse mir in einer Fantasy - Comik - Story keinen Jesus Christus unterjubeln. Das widerstrebt meinem Bild - Zeitungs - Niveau.
lg  
   holdriander  -  22.03.09 18:16

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  DOSKA, dass meine ich auch keinesfalls witzig. Wer 8 Jahre bei Salesianern und Jesuiten in einem Kloster (als Gymnasiast) gelebt hat, der macht damit keine Witze.

Letztlich ist die Story eben vom lustigen, pfiffigen in eine etwas ernstere Dimension gerutscht und ich bin nder Meinung, dass das die Basis für ein gar nicht so schlechtes ENDE sein könnte.  
   Simon Templar  -  22.03.09 17:25

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  Hallo Simon!
Das Leben hat immer Überraschungen bereit und dazu gehört in diesem Fall , dass ich, zwar viel Spaß vertragen kann, doch große Ehrfurcht vor Gott und Jesus Christus habe. Ich finde, dass diese Namen nicht in eine witzige Fantasiegeschichte hinein gehören. Nimm sie bitte raus oder ich bitte Tlonk deine Fortsetzung zu löschen.  
   doska  -  22.03.09 16:14

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  DOSKA, ich konnte nicht widerstehen und habe einfach mal weitergeschrieben. Jetzt müßten wir kurz vor dem Ende sein .... Tut mir leid, dass mein Memo durch eine Fehlbedienung von mr, auf einmal in der Story steht.  
   Simon Templar  -  22.03.09 16:02

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  DOSKA, ich muß gestehen, dass mir diese von Ihnen gewählte Fortsetzung ‚saugut“ (so sagt man es im Schwabenländle) gefällt. Es sind eben doch die Kleinigkeiten die das Salz in der sproichwört6lichen Story-Suppe sind - und (Doska, Doska !!) bei Gott SIE kennen sich aus, denn das mit dem Biss in die Spitze des Kondoms, das ist wirklich Spitze.

Manchmal sind es eben die Kleinigkeiten, die das Überleben sichern. Jetzt sollten Sie und ich unserem HOLDRIANDER den Vortritt für eine „kurze“ Fortsetzung lassen. Sollte bis morgen (Montag) 11:00 keine Holdriander-Fortsetzung erkennbar sein, werde ich eben eine Fortsetzung liefern.  
   Simon Templar  -  22.03.09 15:27

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  Hi HOLDRIANDER, d i e s e Erklärung von Ihnen klingt doch sehr sehr sybillinisch. Ist das nun nett, sarkastisch oder "richtig gemein" gedacht ?  
   Simon Templar  -  22.03.09 11:55

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  Hallo Simon, das ist ja wirklich eine ganz tolle Fortsetzung. Habe gestern gar nicht mitgekriegt, dass du bereits deinen Text veröffentlicht hattest. Sehr schöner Text. Humorvoll, spannend, originell und sehr einfühlsam geschrieben. Na, dann werde ich mich mal an die Arbeit mit einer nächsten Fortsetzung machen, hehe.  
   doska  -  22.03.09 10:15

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  Supi, Simon, da weiß ich doch, was die Glocke gebimmelt hat.
lg  
   holdriander  -  21.03.09 22:16

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  Holdriander, Stil nebst Diktion zeigen mir, dass es sich bei Ihnen zu 100% um ein männliches Wesen und keinesfalls um eine Lady handeln muß .- oder täusche ich ich etwa ? Ihnen gefällt der Farbton nicht ? Das bedauert keiner mehr als ich und zwar ganz außerordentlich. Auch wirkt die Länge meiner Beiträge ganz offensichtlich "verstörend" auf Sie ? Ich hoffe aufrichtig, dass sich kein psychisches Problem da anschließt ... Nun lieber (?) HOLDRIANDER, das mag daran liegen, dass man bei der FAZ (hinter der ja bekanntlich immer ein kluger Kopf stecken soll und bei der ich ausgebildet wurde) nicht im Stil á la BILD seine Artikel hinkotzte, sondern vglsw ausführlich schreiben durfte, ja sogar mußte. Da wir aber bestimmt in Kürze diese Sache (sprich: das Labyrinth) hinter uns haben werden, dürfte sich dieses "Problem" für Sie und für mich zukünftig keinesfalls mehr stellen.

Ich bitte also um Nachsicht, dass ich es einfach nicht über's Herz bringe im BILD-Jargon zu schreiben. Vielleicht in einem anderen Leben.

Die Farbe pink bleibt ebenfalls, denn dann erkennen Sie und die reizende DOSKA immer sehr schnell: "Hoppla, da isser ja wieder, der wirklich nette Simon Templar.

Übrigens: die BAYERN haben 1:0 gewonnen und das hat mir eigentlich den Abend verdorben ...  
   Simon Templar  -  21.03.09 19:38

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  Hallo, Simon, leider wusste ich nicht, dass eine Fortsetzung mindestens eine halbe Seite lang sein muss.
Und deinen letzten Kom hatte ich auch nicht gelesen. Die Schriftfarbe kann ich kaum ertragen.
sorry.
Nun mach mal was mit deinen Präsern.  
   holdriander  -  21.03.09 18:14

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  Hallo Simon!
Das ist doch eine klasse Idee - zum Brüllen komisch *Juch* Schreib`diese Fortsetzung und wir kommen dir hinterher.  
   doska  -  21.03.09 17:58

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  Hi DOSKA und „Guten Tag Holdriander“, ein Ende habe ich mir natürlich vorgestellt. Sowohl witzig als auch mit dem berühmten „erhobenen Zeigefinger“. WITZIG deshalb, weil unter den Ratten männlicher Prägung ein New Yorker Präservativ-Verkäufer ist Und dieser hat seinen Koffer mit über 333 Präservativen vor der gewaltsamen Verwandlung Mensch in Ratte versteckt. Und als er jetzt von di9esem Goldschatz-Dilemma hört, vom Logistik-Problem, da fallen ihm wieder seine Präservative ein

Denn Menschen können ja nicht direkt in den Bergsee. Aber di8e Ratten könnten es, wenn, ja wenn da nicht noch die gegen Bergsee-Wasser empfindlichen Menschenköpfe auf den Rattenkörpern wären. Und diese Köpfe werden jetzt durch die Präservative geschützt.

Das soll’s erst einmal gewe3sen sei8n. We4nn ihr für die Logistik, sprich den Schatz – Transport eine andere Lösung habt, dann sage ich O.K. und werde auch HNIE MEHR MECKERN. Also Holdriander (oder ist das auch wieder eine Lady ? quasi eine Hodrianerin).

Gruß Simon Templar

PS: So ab 15.50 Uhr würde ich ganz gerne mal nachsehen, wie Hoffenheim spielt und hoffe, dass Bayern verliert – oder stößt das irgendwem sauer auf …. ?!  
   Simon Templar  -  21.03.09 14:31

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  Hallo Simon,
immer ganz ruhig und höflich bleiben. Holdriander hatte bisher stets gute Ideen. Bedenke, er hat die schöne Therese mitsamt ihrem Rattenmantel erfunden und den "mutigen" Anderich mit dem " Kelch" der Wahrheit, hihi.
Aber deine Ideen gefallen mir auch und dabei muss ich dich gleich fragen. Hast du schon eine sichere Idee für den Schluss? Es sieht mir so aus, als ob du etwas ganz Bestimmtes planen würdest. Schreibe das alles doch bitte als weitere Fortsetzung hier auf und dann schauen wir mal, ob noch etwas von uns hinzu zu fügen wäre, okay?  
   doska  -  20.03.09 19:44

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  Hallöle DOSKA, (ich habe ein paar Jahre im Schwabenland gelebt !!). Und wenn die Welt untergeht und sich keiner mehr für "webstories.cc" interessieren sollte, DOSKA und SIMON werden das Labyrinth spannend, witzig und interessant weiterführen. Ihnen ein sonniges Wochenende (hier an der Küste scheint doch tatsächlich mal die Sonne ....) Ihr Simon T. (Gruß auch an den einen oder anderen Leser, denn so was soll's ja auch geben ....  
   Simon Templar  -  20.03.09 14:50

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  Hallo Simon!
Hat mir sehr gefallen. Eine spannende Fortsetzung. Humoristisch und sensibel erzählt. Am besten gefällt mir die Ratte Claire. Herrlich auch der Herr Strauss. *Grins*
Und wieder bekommt die Geschichte eine überraschende Wendung.
Bis jetzt haben wir diese Story nahtlos weiter geführt - das ist für Fortsetzungstories eine Seltenheit - und ich hoffe, dass uns das bis zum Schluss gelingen wird.  
   doska  -  20.03.09 10:28

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  Bon jour DOSKA, die Fortsetzung steht. Ich hoffe, dass sie Ihnen gefällt ... ?!  
   Simon Templar  -  19.03.09 17:38

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  Hi Doska, zu Deiner Info - natürlich schreibe ich weiter, aber in meinem Job (ich bin Unterneh-mensberater und vertrete nicht nur im juri-stischen Bereich u.a. einige vglws. große Mandanten) hapert es manchmal zeitlich. Und dann haben Sie und "holdriander" eine Kurve in der Story eingeschlagen, die ALLES über den sprichwörtlichen Haufen wirft, was ich in meiner "Unschuld" an - bzw. zu Ende" gedacht hatte. Ich werde NOCH HEUTE weiterschreiben.
VERSPROCHEN !  
   Simon Templar  -  19.03.09 16:12

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  Hallo Simon,
wo bleibt deine Fortsetzung? Wir warten hier auf dich oder hast du keine Lust mehr? Schreib uns doch bitte mal ob noch etwas von dir kommt oder nicht.  
   doska  -  19.03.09 13:42

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  Na, dann drück ich die Daumen, dass euch die Ideen nicht ausgehen, damit ihr das Ende schafft, für eure echt schräge Weiterschreibstory.  
   Petra  -  18.03.09 16:35

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  Nett, dass du dich dafür interessierst, liebe Petra. Nein, das machen wir nicht, dann ginge uns ja die ganze Spannung verloren. So weiß niemand von uns, was der andere als nächstes mit dieser Geschichte anstellen wird. Das ist ziemlich aufregend. Man weiß auch nicht, wer noch hinzu stoßen wird. Traurig ist es, wenn man ganz für sich alleine, eine Fortsetzung an die andere hängen muss, um die Geschichte zu Ende zu bringen, denn ein Ende haben soll sie. Das habe zumindest- ich - mir ganz fest vorgenommen.  
   doska  -  18.03.09 15:02

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  Ist einfach toll wie ihr diese lange Fortsetzungstory durchhaltet ohne euch zu verhaspeln. Wie macht ihr das bloß? Sprecht ihr das vorher irgendwie mit einander ab?  
   Petra  -  18.03.09 14:18

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  Oh, ich habe zum aller-aller-allerersten Mal mal nachgesehen, wer oder "was" DOSKA ist. Sie sind ja eine Frau ... !!? Auf die Idee wäre ich, obwohl ich das nicht begründen kann, gar nicht gekommen. Bon jour. Vielleicht machen Sie und ich ja WAS GANZ TOLLES aus dem Labyrinth. Ihnen noch einen schönen Tag und ein tolles Weekend. Darf ich fragen aus welcher Region Sie kommen ? Also aus welchem Bundesland ? Ihr Simon Templar  
   Simon Templar  -  13.03.09 12:55

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  Nur Geduld, mein lieber böser Simon. Ich bin nämlich gerade dabei. Wie heißt es doch so schön? In der Ruhe liegt die Kraft!  
   doska  -  13.03.09 12:30

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  He DOSKA, warum schreiben Sie nicht weiter ? Alleine ist es "irgendwie" langweilig oder stört es, dass der Mitschreiber der BÖSE BÖSE SIMON TEMPLAR ist ... ?!??  
   Simon Templar  -  13.03.09 12:12

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  Ich würde mich freuen wenn Doska die Geschichte weiter begleitet, damit sie spannend und interessant bleibt. Wohlgemerkt ist das lediglich der WUNSCH eines liebenswerten (oder bösen ?) webstories-Partner.  
   Simon Templar  -  11.03.09 11:40

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  Da gibt es nichts zu meckern. Diese Fortsetzung ist gut.  
   doska  -  10.03.09 10:51

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  Vielen Dank, liebe Petra. Es geht ja gleich weiter. Wir haben schon ein paar Ideen.  
   doska  -  04.03.09 18:55

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  Geht das hier mal wieder weiter? So wie ihr das macht, gefällt mir das nämlich.  
   Petra  -  04.03.09 13:58

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  Hallo Holdriander * Hüpf * was bin ich doch froh, dass hier wenigstens einer mal mitmacht. Ist doch `ne tolle Geschichte, bei der sich`s lohnt, mal ein paar Fortsetzungen ran zu hängen. Aber Ratten könnten mich nicht schocken. Ich finde die Viecher putzig, aber vieleicht wär`ich gleich anderer Meinung, wenn die im düsteren Tunnel hinter mir her huschen würden.  
   doska  -  27.02.09 11:11

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  Hallo Heiko!
Dein toller Anfang hat mich dazu inspiriert, diese Fortsetzungsgeschichte weiter zu machen. Bin gespannt, ob sich noch jemand finden wird, der Ideen dazu hat.  
   doska  -  18.02.09 13:43

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  Das ist ziemlich gut! Eigentlich sogar sehr gut! Du schreibst mit sehr viel Talent! Ich wünschte ich könnte das auch! Doch das du das Ende so früh offen gelassen hast enttäuscht mich! Ich würde mich über eine Fortzetzung von dir freuen!
Mach weiter so!  
Sofi  -  27.03.05 20:37

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  Warum so?  
Freddy Emmanuilidis  -  08.04.04 23:50

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