Trauriges · Kurzgeschichten

Von:    Josephine      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 6. Oktober 2002
Bei Webstories eingestellt: 6. Oktober 2002
Anzahl gesehen: 1025
Seiten: 2

in meinem kopf pocht der ununterdrückbare schmerz einer verlorenen nacht. ich wurde von katern immer verschont, die einzige nachwirkung, die sich nach einer durchzechten nacht zeigt, sind kopfschmerzen. aber das ist schon okay, die kann man leicht mit einigen paracetamol unterdrücken. ich habe dauernd dieses lied im kopf, das gerade im radio lief. pink. eigentlich hasse ich diese musik und ER auch, aber irgendwie mochte ER pink. ER liebte das lied und ich fing an zu weinen, als ich die ersten töne hörte. jetzt kann ich es nicht loswerden. hat sich festgebrannt in meinen gedanken, werde die melodie einfach nicht los.

wie geht man am besten mit einer trennung um? ich hatte bisher nicht die chance mich mit einer solchen frage auseinanderzusetzen, da all meine beziehungen nach ein-zwei wochen gescheitert sind. jetzt stehe ich vor einer gescheiterten beziehung mit einem menschen, den ich immer noch von grund auf liebe. ich kann nichts dagegen tun, ich kann den schmerz nicht verschwinden lassen. freitag hat er sich von mir getrennt, ich habe den ganzen tag geweint und habe zum ersten mal gespürt, dass ich die kontrolle über meinen körper verliere, habe gemerkt, dass ich keine beherrschung über diese heulanfälle habe. ich bin trotzdem abends weggegangen. habe versucht den kummer mit drogen zu ersticken. doch als ich mit diesem typen in seinem auto saß und an dem joint nuckelte, musste ich erst recht an IHN denken. ich hatte so starke sehnsucht und hätte beinahe mit jenem menschen neben mir was angefangen, aber irgendwas hat gestreikt. gestern abend war ich mit ein paar freunden weg. hab mich halb tot gesoffen. versucht alles im alkohol zu ertränken, die gedanken abzutöten und IHN loszuwerden. bin nicht gescheitert, habe das ganz hervorragend hinbekommen. ein teil des abends ist aus meinem gedächtnis gelöscht, blackout, eine schlechte nebenwirkung des alkohols. aber ich weiß noch, was ich davor getan habe. man kann diesen schmerz nicht wegsaufen, man kann ihn auch nicht wegvögeln oder mit drogen abtöten. nichts, keine chance des entrinnens. kurze zeit ist er vielleicht weg, aber er kommt immer und immer wieder, immer stärker, immer schmerhafter. jetzt halte ich still, sitze zum ersten mal seit unserer trennung alleine zu hause und stelle mich dem ganzen. stelle mich meinen gedanken und dem schmerz. es ist okay. es tut weh, aber es ist okay. ich muss lernen zu akzeptieren, dass ich IHN verloren habe und dabei helfen mir keine drogen und auch kein ficken.
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davon geht ER auch nicht weg. ER ist ein teil von mir und wird es immer bleiben, weil ER mich geformt hat. aber ich kann auch ohne IHN leben. denn mein leben gehört mir und ich lebe, weil ich es will. die größte freiheit, die ein mensch hat ist über sein leben zu entscheiden. du hast immer die wahl zwischen selbstmord und leben. und das ist auch gut so...
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Kommentare zur Story:

  traurige story mit einem postiven ende - finde ich... es klang ein bissy neuer lebensmut durch... ein "kopf hoch, wird schon wieder" versuche ich mir zu verkneifen (mein gott wie habe ich diesen satz gehasst) aber ich wünsch dir trotzdem alles liebe...  
*Becci*  -  09.11.02 00:45

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Interessante Kommentare

Kommentar von "Nathanahel Compte de Lampeé" zu "Manchesmal"

... welch ein wunderschöner text ! lg nathan

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