Wieder in Wien (In den Hügeln der Montagnola )   65

Romantisches · Poetisches

Von:    Wolfgang scrittore      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 27. Januar 2016
Bei Webstories eingestellt: 27. Januar 2016
Anzahl gesehen: 809
Seiten: 9

„Ich habe einen Vorschlag. Wir machen vierzehn Tage Urlaub in Wien und Podersdorf und können alle besuchen und sie informieren. Momentan ist im Weinberg nichts zu tun und Gianfranco ist wieder fit und kann sich um den Weinkeller kümmern. Was haltet ihr davon?“

„Morgen buche ich den Flug und laß uns in Schwechat einen Wagen reservieren“, schlug ich vor.

„Heute Mittag gibt’s Schweineschnitzel a la Francesca, cotoletta di maiale”, rief Eva, die in der Küche das essen vorbereitete.

Schweinekotelett a la Francesca

Zutaten



3 Esslöffel Olivenöl extra vergine

Thymian

Rosmarin

100 g Semmelbrösel

4 Schweinekoteletts in dünne Scheiben geschnitten

1/2 Tasse Milch



Zubereitung



Den Backofen auf 180 ° C vorheizen, die Auflaufform mit 3 Esslöffel Öl einfetten.

Thymian und Rosmarin fein hacken, die Semmelbrösel zufügen und in eine flache Schüssel geben. Das Fleisch für ein paar Minuten klopfen, um es dünner und zarter zu machen. Die Koteletts in Milch tunken und dann dann in die Semmelbrösel-Gewürzmischung von beiden Seiten legen. Leicht salzen und pfeffern und in der Backform im unteren Teil des Ofens ca. 10 Minuten pro Seite braten, bis die Panade eine knusprige Kruste gebildet hat. Heiß servieren.



Die ideale Beilage für dieses Gericht sind gebackene Kartoffeln oder auch ein einfacher Salat.



Hinterher waren wir pappsatt





Brunos Taxi rollte pünktlich auf den Hof. Wir begrüßten uns, dann verluden wir unsere Koffer im Auto und stiegen ein. Lena hatte in letzter Minute noch ihren Pandabären angeschleppt. Ohne größere Staus erreichten wir den Flughafen. Bruno half uns das Gepäck zum Abflugschalter zu transportieren. Ich gab die Koffer auf und bekam die Boardingpapiere ausgehändigt. Wir verabschiedeten uns von Bruno und gingen durch die Kontrollen in den Warteraum.Als wir das Flugzeug betraten, war Lena enttäuscht, wir hatten nur drei Plätze in der Mitte bekommen.

„Warum schaust du denn so traurig“, wollte die Stewardess von Lena wissen, als sie uns einen Orangensaft servierte.

„Ich möchte doch so gerne aus dem Fenster schauen“, jammerte Lena.

„Ich schau mal, was ich machen kann“, versuchte die junge Frau Lena zu trösten.
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Nach ein paar Minuten kam ein Steward auf uns zu und meinte „In der letzten Reihe wären noch freie Plätze, allerdings nur zwei.“

„Ich bleibe hier sitzen“, sagte ich „Du kannst ja mit der Mama ans Fenster gehen.“

Lena jubelte und drängelte Eva mitzukommen. Fünf Minuten später kam sie leise schimpfend zu mir zurück.

„Was ist denn mit dir“, wollte ich wissen.

„Ach, da sieht man ja nur die doofen Wolken. Ich bleib bei dir Papa.“

Ich drehte mich um, doch Eva winkte uns nur zu und blieb sitzen. Nach kurzer Zeit kuschelte sich die Kleine bei mir an und die Augen fielen zu. Kurz vor der Landung kam Eva wieder zu uns und ließ sich neben mir nieder.

Ich weckte Lena, die schlaftrunken aufschrak.

„Was ist los Papa?“

„Komm wir landen gleich Lena.“

Ich holte unser Handgepäck aus den Fächern, drückte Lena ihren Pandabären in die Arme, dann konnten wir langsam das Flugzeug verlassen. Kein Zöllner hatte Interesse, uns zu kontrollieren. Ich nahm Evas und Lenas Hand und wir gingen zum Hertz Schalter, um unser Auto abzuholen. Der Audi A4 stand auf dem Parkplatz im Freien. Zuerst wollten wir Tante Maria aufsuchen. Eva hatte sie schon angerufen, während ich die Autopapiere und den Schlüssel in Empfang nahm. Langsam fuhr ich in den nur für Anlieger erlaubten Grinzinger Steig und bog dann auf Tante Marias Grund ein. Wir umarmten uns herzlich und Tante Maria standen Tränen in den Augen. Lena platzte heraus „Oma, Oma, stell dir vor, die Mama kriegt Babys.“

Tante Maria wurde bleich und schaute uns mit offenem Munde an, dann nahm Eva sie in die Arme „Es stimmt, du wirst wieder Oma, Mama“. Beiden liefen die Tränen nur so herunter. Ich hatte zum ersten Male gehört, dass Eva Mama zu ihrer Tante sagte.

„Warum weint ihr denn“, wollte Lena wissen.

„Weil wir uns so freuen“, antworteten Tante Maria und Eva gleichzeitig. Dann wurde auch ich geherzt und gedrückt.

„Du paßt doch gut auf meine Kleine auf Peter?“

Doch Lena platzte mit einer neugierigen Frage heraus. „Wie kommen denn die Babies in die Mama?“ Wissbegierig schaute sie uns an.

Jetzt war guter Rat teuer, sie duschte mit uns und wußte, dass Mann und Frau anders aussahen, aber aufgeklärt hatten wir sie noch nicht. Wir schauten uns überrascht und etwas ratlos an.
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Eva nahm Lena bei den Händen.

„Ich habe dir doch schon mal erzählt, wie du aus Mamas Bauch gekommen bist, erinnerst du dich?“ Lena nickte und war sichtlich auf Evas weitere Ausführungen gespannt.

„In Mamas Bauch reifen jeden Monat kleine Eier heran und….“ Lena unterbrach sie kichernd „Du bist doch kein Huhn Mama“. Wir mußten lachen.

„Nein Lena, natürlich nicht, aber es sind ganz kleine Eier und wenn der Papa seinen Samen dazu tut, dann entsteht ein Baby oder auch zwei.“

Aber wie kommt denn der Samen in deinen Bauch Mama?“ Lena schaute uns ratlos an.

„Der Papa muß seinen Penis in Mamas Bauch stecken und dann kommt der Samen da heraus“, erwiderte Eva behutsam.

Lena schaute immer noch ratlos „Wo hat Papa denn seinen Penis?“ Ich deutete zwischen meine Beine.

Endlich begriff sie „Papas Pullermann…in deinen Bauch stecken, ihhh“, rief sie erstaunt und schaute uns mit großen Augen an.

„Zeigt ihr mir das mal?“

„Komm Lena, wir bringen jetzt mal das Gepäck herein. Wo hast du denn deinen Pandabären“, versuchte Tante Maria sie abzulenken. Eva und ich schauten uns mit großen Augen an. Unsere Lena brachte es immer wieder fertig, uns in Erstaunen zu versetzen.

Was sollten wir machen, Märchen wollten wir unserer Kleinen auch nicht erzählen. Ich hoffte, dass ihre Neugier jetzt erst einmal gestillt war.

Am nächsten morgen fuhren wir nach dem Frühstück nach Währing, um Maria, Hannes und Anna zu besuchen.

„Wir haben eine Überraschung für euch“, begann Eva, „ich bin schwanger.

„Die Mama kriegt sogar zwei Babies“, platzte die vorlaute Lena heraus. Maria umarmte uns gerührt.

.

„Ich schlage vor, wir gehen zum essen in die Vecchia Fattoria zu Daniela und Carlo“, Maria schaute uns fragend an. Der Vorschlag gefiel uns. Anna und Lena hatten sich zurückgezogen.

„Kinder wo seid ihr“, rief Maria.

„Ja, ja, wir sind gleich da“, krähten Beide gemeinsam, dann kamen sie Hand in Hand aus Richtung des Kinderzimmers.

„Ich habe Anna erzählt, wie die Babies in Mamas Bauch gekommen sind“ verkündete Lena ganz wichtig. Maria bekam einen roten Kopf

„Das ist jetzt nicht wahr, oder?“ Verlegen mußten wir zugeben, dass es stimmt.
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„Lena hat uns lange genervt, bis wir es ihr behutsam erklärt haben“, gab Eva zu.

„Lena, du bist eine alte Schnatterliese“, schimpfte Eva dann.

„So jetzt ist Schluß damit, Lena wir gehen gleich essen, wasch dir noch einmal die Hände.“

„Und du auch Anna, aber plantscht nicht so herum, ich habe keine Lust das Bad hinter euch her zu putzen“, ergänzte Maria.

Als die Kinder weg waren, fing sie an zu schmunzeln.

„Na ja, da läßt sich wohl nichts mehr ändern. Ihr habt vollendete Tatsachen geschaffen.“



„Anne, Lena wo seid ihr? Wir wollen los“, wo blieben die Mädchen nur?

Endlich kamen sie kichernd aus Annas Zimmer.

„Mama, darf ich heute bei Anna schlafen.

Daniela sah uns als erste und kam mit einem strahlenden Lächeln auf uns zu. Sie war mit ihrer roten Mähne und der schlanken Figur so hinreißend wie eh und je. Sie umarmte uns und wir Männer bekamen einen intensiven Kuß. Dann wirbelte sie die Kinder herum. Sie freute sich ersichtlich mit uns, als Maria und Eva verkündeten, dass sie schwanger seien.

„So kommt, ich hab euch einen Tisch im Garten reserviert. Carlo wird sich auch freuen, euch zu sehen.“ Sie führte uns zu unserem Tisch.

„Oggi ho un po 'di bene per voi, una deliziosa insalata”, schlug sie vor.

„Euch Männern bringe ich unseren besten Vernacchia, per le mamma un aqua minerale, e che cosa posso portare voi topolini, un succo di mela?”

„Wir sind keine Mäuse, aber Apfelschorle mögen wir“, protestierte Lena. Wir lachten.

„Si può sicuramente un insalata colorato con avocado e gamberetti, einen bunten Salat mit Avocado und Garnelen?”

„Das hört sich gut an”, freute ich mich. Eva, Maria und Hannes nickten dazu.

Der Salat war schon appetitlich angemacht und ließ und das Wasser im Munde zusammenlaufen.



Bunter Salat mit Garnelen und Avocado

Zutaten

20 Riesengarnelen

200 g Kohlrabi

2 Avocados

5 EL Olivenöl

2 EL Apfelessig

2 EL Zitronensaft

1 Prise Zucker

1 MP gemahlener Vanille

Salz und Pfeffer



Zubereitung:



Kohlrabi waschen, putzen und in feine Streifen schneiden.
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2 Avocados schälen, halbieren, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Öl, Essig, Zitronensaft, Zucker, Vanille, Salz und Pfeffer verrühren und abschmecken. Kohlrabi und Avocado untermischen und ziehen lassen.

Die Garnelen bis auf das Schwanzsegment schälen, entdarmen, waschen und trockentupfen. In einer Pfanne in 2 EL Olivenöl goldbraun braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, unter den Salat mischen, auf Tellern anrichten und servieren.

Wie erwartet war der Salat ein Gedicht, in Windeseile war die Schüssel leer und Daniela räumte mit einem zufriedenen Lächeln unsere Teller ab.



Schweinerollbraten mit Zucchini

Zutaten

1 kg Schweinerollbraten

3 mittelgroße Zucchini

2 Knoblauchzehen

5 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer, italienische Kräuter



Zubereitung:

Backofen auf 180°C Umluft erhitzen und den Rollbraten 60 min garen.

Zucchini waschen, der Länge nach halbieren und in ca 1 cm dicke Scheiben schneiden. Knoblauchzehen abziehen und pressen. Zucchini in Schüssel geben und mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und den Kräutern gut vermengen, 10 min in der Marinade ziehen lassen. Zucchini auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. 15 min bevor der Rollbraten fertig ist, die Zucchini zum Braten in den Ofen schieben. Braten und Zucchini aus dem Ofen holen und auf den Tellern anrichten. Dazu schmeckt Ciabatta.



Auch hier hatte sich Carlo wieder mal selbst übertroffen, mit einem Stück Ciabatta tupfte ich die letzten Soßenreste von meinem Teller und lehnte mich satt und zufrieden zurück. Lena mauste sich das letzte Stück Ciabatta aus dem Brotkorb und grinste uns an, als sie sich das Stück in ihren Mund stopfte.

„Du bist mal wieder ganz schön verfressen Mäuschen“, tadelte Eva sie.

„Ich muß essen, damit ich groß werde, ihr seid schon so dick.“ Vorsichtshalber versteckte sie sich hinter Anna.

„Untersteh dich du kleine Kröte uns zu ärgern, sonst kommst du barfuß ins Bett“, schimpfte Eva mit einem grinsen.

„Wenn ich mir dein kleines Speckbäuchlein so anschaue….“, tippte ich ihr mit dem Zeigefinger in den Bauch.

„Ich beiße dich heute nacht in deinen dicken Po, böser Papa“, konterte unser kleiner Fratz.

„Du hast es provoziert, du weißt doch, dass wir Weiber uns nichts gefallen lassen Peterl“ Eva lachte schallend, Maria und Hannes fielen ein.
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„Hilfst du mir Papa festzuhalten, Mama, damit er nicht wegläuft“, prustete Lena heraus.

„Euch geht’s wohl nicht gut“, protestierte ich.

„Nein“, entgegnete Eva, „mich hat ja der Papa nicht geärgert.“

„Du bist gemein Mama, keiner hilft mir“, jammerte Lena.

„Oh, oh kleines Fräulein. Du hast dich mit Papa gestritten, nicht ich. Außerdem kündigt man Rache nicht an, sondern greift an, wenn es der andere nicht merkt.“

Oh, wurden da jetzt weibliche Kriegslisten ausgetauscht. Da mußte ich auf der Hut sein.

Lena schien begriffen zu haben, denn sie grinste mich an und kicherte vor sich hin..

Ein paar Tage später griff sie an. Wir duschten gerade, ich hatte mich frisch eingeschäumt, als ich plötzlich ihre kleinen Zähne an meinem Hinterteil spürte.

Doch gleich darauf, jammerte sie panisch „Mama, Mama, ich hab den ganzen Mund voller Seifenschaum, ihh, das schmeckt so scheußlich.“ Eva ging zur Kleinen, die sich aus der Dusche entfernt hatte, füllte einen Becher mit Wasser und reichte ihn Lena.

„Spül dir deinen Mund aus du Fratz, dann wird’s wieder. Hast du nicht gesehen, dass der Papa voller Seifenschaum war?“

„Wenn der Papa geduscht hat, beiße ich noch mal, aber ganz dolle“, schimpfte Lena.

„Nein Lenchen, jetzt ist Schluß, du hast den Papa gebissen und jetzt ists gut. Du darfst ihn nochmal auf den Po klatschen, aber nicht mehr beißen.“

Tolle Ideen fabrizierten meine Weiber da. Ich versuchte mich schnellstens in Sicherheit zu bringen. Da spürte ich schon Lenas flache Hand auf meine Pobacke klatschen, auch Eva nutzte die Chance zum grabschen. Ich ließ es notgedrungen über mich ergehen.

Dann flüchtete ich mich in unser Schlafzimmer und schlüpfte in meine Kleidung.

„Warte nur bis heute Abend Peterl“, rief mir Eva hinterher und Lena krähte auch „Warte nur bis heute Abend mein Papa.“



Nach dem Frühstück fuhren wir mit Tante Maria los, um Josefa, Karl und die Kinder in Podersdorf zu besuchen.

In Neusiedl tippte Eva mich vor einer Kreuzung an.

„Fahr an der Ampel mal links Peterl.“ Tante Maria beugte sich vor.

„Willst du das wirklich Kind?“

Eva nickte nur, aber sie hatte schon feuchte Augen.
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Wir fuhren um mehrere Ecken und in einer Villengegend bat Eva mich anzuhalten. Sie stieg aus, ging über die Straße und umfasste mit ihren Händen einen gußeisernen Zaun, ihre Schultern zuckten. Ich eilte hinaus, Eva drehte sich mit tränennassen Gesicht um und fiel mir schluchzend um den Hals. Auch Tante Maria und Lena kamen über die Straße gelaufen.

„Warum weinst du liebe Mama?“ Lena klammerte sich an Evas Hosenbeine.

Eva deutete auf die repräsentative Villa, die von einem parkähnlichen Grundstück umgeben war.

„Da habe ich mit meiner Mama, meinem Papa und Josefa gewohnt, als ich so alt war wie du“, brachte Eva mit versagender Stimme heraus.

„Aber wo sind denn deine Mama und dein Papa jetzt“, wollte Lena wissen.

„Meine Mama und mein Papa sind schon lange im Himmel.“ Eva deutete nach oben. Lena schaute erstaunt.

Dann umarmte Tante Maria Eva „Mußtest du dir das wirklich antun meine Kleine?“

Eva nickte „Ich will endlich einen Abschluß finden. Jetzt kann ich wieder ruhig schlafen.“

„So jetzt laßt uns wieder fahren und guckt nicht so bedröppelt“, meinte Eva mit einem etwas mißglücktem lächeln.

Wir fuhren in recht niedergedrückter Stimmung weiter. Nach einer halben Stunde bogen wir auf Josefas und Karls Hof ein.

Lena sprang heraus und rannte wie ein Wiesel auf Miriam zu, die uns hatte kommen sehen.

„Miriii, huhu, hier bin ich.“ Miriam lachte, fing Lena ein und wirbelte sie lachend herum.

Josefa schaue Eva an und merkte sofort, dass etwas nicht stimmte.

„Was ist denn mit Dir meine Kleine?“ Eva wischte eine Träne aus dem Augenwinkel.

„Wir haben in Neusiedl kurz halt gemacht und….“ , dann verstummte Eva. Die beiden nahmen sich fest in die Arme.

„Ich verstehe, willst du dich ein wenig hinlegen kleine Schwester“, seufzte Josefa.

Eva schüttelte ihren Kopf, „nein danke, es geht schon wieder. Koch einfach einen starken Kaffee und gib mir einen Kräuterschnaps, wenn du hast.“

„Ach“, meinte Eva, „das darf ich ja nicht mehr.“ Josefa schaute sie prüfend an.

„Bist du etwa“, sie sprach nicht weiter und nahm Eva ganz fest in ihre Arme.

„Die Mama kriegt Babys“, platzte Lena heraus und schaute stolz in die Runde.
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„Echt jetzt“, rief Miriam.

„Ach ich freue mich ja so für euch“, jubelte Josefa.

„Soll ich dir mal erzählen, wie die Babys in die Mama kommen“, schnatterte Lena wieder mitteilungsbedürftig heraus.

„Das weiß ich doch längst“, kicherte Miriam. Lena zog ein enttäuschtes Gesicht.

„So Lena, nimm deine Tasche und hilf mir beim einräumen. Miriam läßt dich gerne bei sich im Zimmer schlafen.“

Lena strahlte und schleppte sich mit ihrer Tasche die Treppe hinauf. Ich folgte mit unseren Koffern.



„So ihr Lieben ihr werdet langsam Hunger haben“, meinte Josefa. „Heute hat der Koch für euch Zander zubereitet.“



Neusiedler Zander

Zutaten:

3 Zander, je ca. 800 g

3 EL Petersilie

Pfeffer, Salz

3 EL Schmalz zum anbraten

15 Thymianzweige

Zitronensaft



Zubereitung

Den Zander ausnehmen, schuppen, fein säuberlich waschen und mit einem Tuch oder Küchenkrepp trocken tupfen.

Anschließend mit einem scharfen Messer die Fischhaut in größeren Abständen leicht einschneiden.

Den Fisch mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft gut würzen - vor allem auch schauen dass das Gewürz in die zuvor eingeschnitten Stellen kommt.

In den Fischbauch ein wenig Petersilie und ein paar Thymianzweige geben und den Fisch 30 Minuten ruhen lassen.

Danach den Fisch gut in Mehl wenden, eine Pfanne mit Öl (oder Fett) erhitzen und den Zander auf beiden Seiten gut anbraten.

Nun den knusprig angebratenen Fisch für 20 Minuten bei 180 Grad in den vorgeheizten Backofen geben.

Serviert wird der Neusiedler Zander mit Petersilienerdäpfel, jungem Misch-Gemüse, Blattsalat und Kräuterpolenta.

Wir aßen mit großem Appetit, dazu tranken wir Großen einen grünen Veltliner. Der grünlich – gelb im Glase schimmernde Tropfen hatte ein fein fruchtiges Bukett hatte und schmeckte spritzig, fruchtig, pfeffrig, würzig am Gaumen.

„So und jetzt machen wir einen Mittagsschlaf Kinder, die Mama ist auch müde. Was ist Peterl, oder willst du mit Karl den Weinkeller inspizieren?“

Ich entschied mich für den Weinkeller und gab Eva ein Busserl mit auf den Weg.
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Trotz anfänglichen Murrens trotteten Miriam und Lena mit nach oben. Jona entschied sich, mit uns mitzukommen. Er hatte sein Herz für die Weinbereitung entdeckt und wollte nach der Matura in Karls Fußstapfen treten.

Karl suchte zwei Flaschen Blaufränkisch für das Abendessen aus, die ich noch vom letzten Urlaub in guter Erinnerung hatte. Wir brachten den Wein in die Küche und dann lud Karl uns noch zu einem Spaziergang durch seine Weinfelder ein, das Wetter war optimal. Die Rebstöcke standen gut.

Als wir zurückkamen, saß Lena in der noch geschlossenen Gaststube, hatte ein Glas Apfelschorle vor sich und blätterte in den Illustrierten.

„Hast du gar nicht geschlafen Lena“, wollte ich wissen. Sie schüttelte den Kopf „Ich war gar nicht müde und hab der Antonia in der Küche geholfen. Schimpfst du jetzt Papa?“ Ich schüttelte den Kopf „Wenn du doch so fleißig warst.“

„Ich habe auch der Antonia beim Strudelteig machen geholfen“, erzählte Lena stolz.

„Was gibt’s denn heute Abend leckeres“, wollte ich neugierig wissen.

„Wir haben euch für heute Abend leckere Krautstrudel gemacht, die Lena war ganz fleißig.“ Antonia war hereingekommen und verkündete uns diese Neuigkeit.

„Lena, schau doch mal, ob die Mama schon wach ist, aber nicht wecken, hörst du“, schlug ich vor.









Abends gab es leckere Krautstrudel

Zutaten :

1 Spr Apfelessig

20 g Butter

2 TL Zucker

1 TL Kümmel

1 Bund Petersilie fein gehackt

Pfeffer, Salz

1 EL Schweineschmalz

150 g Speck

2 Stück Strudelblätterteig

1 kg Weißkraut

1 Zwiebel mittelgroß

Zubereitung

Das Weißkraut vom Strunk befreien und feinnudelig schneiden. Den Speck und die Zwiebel würfeilg schneiden.

Nun die Zwiebel und den Speck in Schweineschmalz anrösten. Anschließend den Zucker darüberstreuen und kurz karamelisieren lassen, ehe man mit Essig ablöscht.

Jetzt das Kraut dazugeben und sofort gut salzen (damit das Kraut etwas Wasser gibt). Nun mit Kümmel und Pfeffer würzen und so lange zugedeckt auf dem Herd lassen bis das Kraut bissfest ist (zwischendurch immer wieder umrühren!).

In der Zwischenzeit den Strudelteig vorbereiten.
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Die Krautfülle (wenn sie etwas abgekühlt ist) auf dem Teig verteilen und anschließend den Teig einrollen.

Nun den Strudel im Rohr ca. 20 min bei 200 Grad goldgelb backen.
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Kommentare zur Story:

  Die neugierige Lena, schießt mal wieder den Vogel ab  
   Wolfgang scrittore  -  27.01.16 11:28

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Kommentar von "Juria" zu "Cáriallá - Kapitel 6"

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