Sebastian und Seine Abenteuer auf dem Raumschiff Far Horizon (26)   39

Fantastisches · Romane/Serien · Fan-Fiction/Rollenspiele · Experimentelles

Von:    Andreas Kretschmann      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 31. August 2013
Bei Webstories eingestellt: 31. August 2013
Anzahl gesehen: 2012
Seiten: 30

Entscheidungen, Begegnungen und Tests auf der G-Force-Academy

Zeitepoche 06.08.2013 Tag 13 im Dienst der Erdraumflotte



Sebastian wurde durch die angenehme Stimme von Alice geweckt, er öffnete die Augen und erkannte daß er noch immer auf der G-Force-Academy war. Wie konnte das sein? Wieder hörte er die Stimme von Alice wie sie sagte: „Eingehende Langstreckenverbindung von Stefanie Ivanes.“, die Stimme kam aus Rubys X-Pad das auf dem Nachtisch lag. Ruby war nicht im Raum also nahm Sebastian ihr X-Pad und nahm das Gespräch an. Nachdem er die Verbindung hergestellt hatte sagte er: „Hallo Stefanie, Ruby ist zur Zeit nicht in Reichweite. Was gibt’s?“ – „Wo seid Ihr und was zum schwarzen Loch macht Ihr dort?“, erwiderte Stefanie. Sebastian antwortete: „Wir sind auf der G-Force-Academy und ich habe hier gestern meine Tests für die Aufnahmequalifikation durchlaufen. Heute erfahre ich ob ich für die Aufnahme gut genug abgeschnitten habe.“ – „Na klar, mach Dich nur über mich lustig! Wer hat Dir davon erzählt daß ich heute zur G-Force-Academy fliege um meine Aufnahmequalifikation zu absolvieren?“, erwiderte Stefanie.



Ruby kam aus dem Waschraum und sagte: „Guten Morgen Basti!“ – „Ja guten Morgen! Erkläre mal Deiner Schwester wo wir gerade sind, mir glaubt sie nicht. Ach ja und frage sie mal wo sie heute hinfliegt!“, erwiderte Sebastian und reichte Ruby das X-Pad. Ruby nahm das X-Pad und sagte: „Hallo Schwesterlein! Wir sind auf der G-Force-Academy. Sebastian hat hier gestern seine Tests für die Aufnahmequalifikation durchlaufen und erfährt heute ob er gut genug war um hier aufgenommen zu werden. Und wo fliegst Du heute hin?“ – „Das ist ja abgefahren, ich fliege heute auch zur G-Force-Academy! Verwalter Sella von der Neptun- Hoststation hat mich gestern kontaktiert und mir gesagt daß er von der G-Force-Academy eine Anfrage nach meinem Transfer erhalten hat, offensichtlich hat mein Flugausbilder ein gutes Wort für mich eingelegt.“, antwortete Stefanie. Ruby erwiderte: „Wirklich? Das ist ja der Wahnsinn! Mit wem fliegst Du?“ – „Mein Flugausbilder von der Marskolonie wird mich mit einem Transitschiff hinfliegen. Wir sollen gegen 10:30 dort eintreffen.“, antwortete Stefanie. Ruby erwiderte: „Das ist ja großartig, vielleicht ist Sebastians Bewertungsgespräch bis dahin schon beendet.
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Wenn ja können wir uns treffen und Dir erzählen was Dich in den Tests erwartet.“ – „Ich freue mich schon, jetzt muß ich mich aber beeilen. Bis später, Ivanes Ende!“, antwortete Stefanie und trennte die Verbindung.



Sebastian schaute Ruby mit großen Augen an und sagte: „Ich fasse es nicht, Deine Schwester kommt auf die G-Force-Academy!“ – „Hast Du es Dir anders überlegt mit dem Fernstudium?“, fragte Ruby. Sebastian zog die Stirn in falten und sagte: „Äh, ich glaube nicht. Mir würden die spannenden Missionen der Far Horizon fehlen, die unglaublichen Entdeckungen an denen das Schiff noch beteiligt sein wird.“ – „Das kann ich nachvollziehen, ich dachte nur es wäre schön wenn Stefanie mit jemandem zusammen lernen könnte den sie bereits kennt.“, antwortete Ruby. Sebastian erwiderte: „Entweder lasse ich meine Freunde an Bord der Far Horizon zurück oder ich lasse Stefanie hier allein unter fremden, Du bringst mich da ganz schön in einen Konflikt!“ – „Jetzt warten wir erst einmal ab was die Aufnahmekommission sagt, wir können ja später immer noch darüber diskutieren. Jetzt laß uns erst einmal unter die Dusche gehen!“, Antwortete Ruby. Daraufhin stand Sebastian auf und folgte Ruby in den Waschraum.



Nach der morgendlichen Dusche fragte Sebastian: „Lisa wie spät ist es?“ – „Es ist 8:20.“, antwortete Lisas kalte künstliche Stimme. Ruby und Sebastian legten ihr Tagesoutfit an und nach dem Anziehen sagte Ruby: „Laß uns Frühstücken gehen! Teleportieren wir oder nehmen wir die Expreßkabine?“ – „Laß uns den Teleporter benutzen!“, antwortete Sebastian und Ruby ließ sie daraufhin beide in die Sektion mit der Offiziersmesse teleportieren. Nachdem sie die Sektion 2 erreicht hatten gingen sie noch einige Meter, dann betraten sie die Offiziersmesse. Dort saßen einige Offiziere der G-Force-Academy jedoch niemand den sie kannten. Sebastian und Ruby setzten sich an einen Tisch und bestellten sich ihr Frühstück. Ruby hatte sich für einen Neurobooster mit Mangoaroma und eine große Portion Müsli entschieden, Sebastian hatte einen Feuertee sowie eine Portion Rührei mit Speck und Zwiebeln und dazu ein Paar Scheiben Toast gewählt.



Als sie ihr Frühstück gegen 8:55 beendet hatten fragte Ruby: „Bist Du aufgeregt wegen des Termins bei der Aufnahmekommission?“ – „Ja aber nur weil ich nicht weis was mich erwartet.
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Es ist phantastisch hier aber ich weis nicht ob sich dieser erste Eindruck nicht nach kurzer Zeit verflüchtigt. Außerdem fehlt mir Alice, Lisa ist mir zu sehr auf Effizienz ausgelegt ihr fehlen einfach die emphatischen Protokolle von Alice.“, antwortete Sebastian. Ruby legte ihre Hände auf die von Sebastian und sagte: „Ich kann Dich verstehen aber nach Deinen Ergebnissen bei den Qualifikationstests meine ich daß es eine Verschwendung von Potential wäre wenn Du auf die Ausbildung hier verzichtest.“ – „Ich möchte wirklich nicht mein Potential verschwenden. Aber was nützt mir mein Potential wenn ich es vor lauter Heimweh oder Sehnsucht nach meinen Freunden nicht nutzen kann?“, erwiderte Sebastian. Ruby antwortete: „Wir werden mit der Aufnahmekommission darüber sprechen was es in Deinem Fall für Alternativen gibt.“ – „Ich hoffe es gibt eine Lösung, wenn nicht bin ich nur froh daß Du als meine Ausbilderin auch weiterhin hier an meiner Seite bist.“, sagte Sebastian. Sie erhoben sich von ihren Sitzplätzen und verließen die Offiziersmesse.



Bis zum Termin vor der Aufnahmekommission war noch gut eine Stunde Zeit und Ruby ließ sich und Sebastian in die Sektion 16 teleportieren. Nach der Ankunft führte Ruby Sebastian zu einer der Archivstationen wo man in der Datenbank der Erdraumflotte recherchieren konnte. Sie setzten sich vor eines der Terminals und Ruby begann durch das Flottennetzwerk zu navigieren. Auf der Netzwerkpräsenz der G-Force-Academy gab es eine Unmenge an Informationen durch die Ruby jedoch mühelos und zielstrebig navigierte. Schließlich hatte Ruby eine Übersicht mit den verschiedenen Ausbildungsformen geöffnet. Es gab die konventionelle Ausbildungsform bei der man auf der G-Force-Academy lebte und lernte. Dann gab es das Fernstudium von dem Ruby am Vortag erzählt hatte, bei dieser Ausbildungsform lernte man an seinem angestammten Wohn- und Arbeitsort entweder mit einem Ausbilder vor Ort oder per Fernkommunikation mit einem Ausbilder der G-Force-Academy verbunden. Für die Prüfungen mußte man sich als Fernstudent zur G-Force-Academy begeben. Es gab auch noch die neuere Alternative der Halbzeitausbildung, dabei pendelte man in Abständen zwischen der G-Force-Academy und seinem Wohn- und Arbeitsort hin und her.
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Dabei war man abwechselnd eine Woche an der G-Force-Academy und eine Woche zuhause. Sebastian entdeckte plötzlich eine Seite mit den Regeln für den Kontakt mit Freunden von außerhalb der G-Force-Academy, Sebastian laß diese Seite aufmerksam. Schließlich fragte Sebastian: „Wenn ich jetzt permanent auf der G-Force-Academy untergebracht bin, wie wirkt sich das auf meine Dienstvergütung aus?“ – „Da Du während der Ausbildung der Erdraumflotte nicht als Offizier zur Verfügung stehst erhältst Du natürlich nur die Auszubildendenvergütung. Dies kannst Du aber umgehen wenn Du Dich als Offizier auf die G-Force-Academy versetzen läßt. Dann könntest Du parallel zu Deiner Ausbildung auf der G-Force-Academy Dienst tun. Natürlich würdest Du dann auch offiziell zur Mannschaft der G-Force-Academy gehören mit allen Rechten und Pflichten.“, antwortete Ruby.



Sebastian erwiderte: „Und wie sieht es nach dem Ende meiner Ausbildung aus, gibt es einen Weg zurück in die Mannschaft der Far Horizon?“ – „Diese Frage stellt sich bei Dir einfach nicht, Du glaubst doch wohl selbst nicht daß Kapitän Tönnigs länger als nötig auf Dich verzichten wird nach allem was Du bereits geleistet hast!“, antwortete Ruby. Sebastian fragte: „Und was wird aus meinem Vortrag vor den Auszubildenden auf der Hoststation über den Flottenalltag, meine Erlebnisse und Strategien?“ – „Ich denke mal daß Kapitän Sage dafür Verständnis haben wird und daß sie Dir sogar einige Leute zur Verfügung stellen wird welche Dir bei der Vorbereitung Deines Vortrages helfen. Das Einzige worauf Du Dich vielleicht einstellen müßtest wäre daß Du nicht nur auf der Neptun- Hoststation sondern auch auf der G-Force-Academy einen Vortrag halten mußt.“, antwortete Ruby. Sebastian seufzte: „Die Möglichkeiten wären schon überwältigend und wenn mich unsere Freunde von der Far Horizon gelegentlich besuchen können wird das Heimweh nicht ganz so groß sein. Es wäre natürlich schon etwas besonderes neben der Ausbildung auch ein Mannschaftsmitglied der G-Force-Academy zu sein. Hast Du die Brücke gesehen? Zwei Operationszentralen mit Sitzplätzen davor und der Hangar mit den abgeteilten verschließbaren Hangarbuchten ist der Wahnsinn!“ – „Schön daß Du das positive siehst.
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Laß uns erst einmal abwarten wie das Urteil der Aufnahmekommission ausfällt!“, antwortete Ruby. Anschließend zeigte sie Sebastian noch die Seiten mit den wichtigen Informationen über die G-Force-Academy.



Gegen 9:45 verließen sie die Archivstation und Ruby ließ sie beide in die Sektion 23 teleportieren. Nach ihrer Ankunft in der Zentralen Halle der Sektion warteten sie auf Kapitän Sage die sie zur Gesamtverwaltung aller Ausbildungsbereiche begleiten würde. Gegen 9:55 traf Kapitän Sage ein und sagte: „Dann wollen wir mal sehen welches Urteil sich die Aufnahmekommission über Sie gebildet hat Leutnant Neuhof.“ – „Bringen wir’s hinter uns!“, antwortete Sebastian. Als Kapitän Sage fragte was mit Sebastian los sei erzählte Ruby daß Sebastian zwischen seinen Eindrücken von der G-Force-Academy und der Sorge daß ihn das Heimweh zerfressen würde hin und her gerissen war. Ruby sprach auch die Möglichkeit an daß Sebastian neben seiner Ausbildung als Mannschaftsmitglied auf der G-Force-Academy dienen könnte, Kapitän Sage stand dieser Möglichkeit aufgeschlossen gegenüber sie meinte daß Sebastian vielleicht als Mitglied ihrer Mannschaft selbst ihr noch etwas beibringen könnte.



Schließlich standen sie vor dem Büro in dem Sebastian vor die Aufnahmekommission treten sollte. Kapitän Sage aktivierte das Türsignal und wenig später öffnete sich die Tür, sie traten ein und die drei Mitglieder der Aufnahmekommission stellten sich vor. Admiral Tobias Günter, Commander Sören Winkelmann und Commander Anja Satorius. Nachdem sie sich gegenseitig vorgestellt hatten setzten sich Kapitän Sage, Ruby und Sebastian an den breiten Tisch gegenüber der Aufnahmekommission. Admiral Günter sagte daß er bereits viel von Sebastian gehört hatte und daß es ihn sehr freute Sebastian endlich kennenzulernen. Auch Commander Satorius und Commander Winkelmann waren erfreut die Bekanntschaft von Sebastian zu machen. Admiral Günter sagte: „Nach Auswertung Ihrer Testergebnisse sind wir zu der Überzeugung gekommen daß Sie mehr als qualifiziert für die Aufnahme auf der G-Force-Academy sind Leutnant Neuhof.
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Ihre physischen und mentalen Leistungen sind mehr als nur ausreichend für einen Kampfpiloten und ich bin sicher daß Sie uns mit Ihren Fähigkeiten noch öfter überraschen werden. Hatten Sie bereits Gelegenheit das Schiff zu besichtigen?“ – „Ja Admiral Günter, meine Ausbilderin Leutnant Ivanes und Kapitän Sage haben mir die wichtigsten Einrichtungen gezeigt.“, antwortete Sebastian. Als Admiral Günter fragte für welche Ausbildungsform sich Sebastian entschieden hatte erzählte Ruby von Sebastians Konflikt aus Begeisterung und befürchtetem Heimweh. Kapitän Sage trug daraufhin Sebastians Anliegen ein Prüfungsszenario durchlaufen zu dürfen vor.



Admiral Günter sagte: „Sie wollen vom Start gleich in ein Abschlußprüfungsszenario springen? Sie haben ja keine Vorstellung worauf Sie sich da einlassen! Die Prüfungsszenarien auf der G-Force-Academy sind extrem herausfordernd. Ich weis von Ihrer Bestandenen Prüfung für die Eignung zur Schiffsführung aber glauben Sie mir diese Prüfungen sind nicht mit denen auf unserem Schiff vergleichbar. Was wir Ihnen jedoch anbieten können ist ein Test zur Ermittlung Ihres bereits vorhandenen Fachwissens und Ihrer bereits existierenden Fähigkeiten. Dieser Test hat eine theoretische und eine praktische Komponente. Anhand Ihrer Ergebnisse ermitteln wir welcher Ausbildungsbedarf bei Ihnen besteht, danach können Ihre Ausbildungspläne individuell angepaßt werden. Sind Sie an dieser Variante interessiert?“ – „Oh ja das bin ich!“, antwortete Sebastian. Daraufhin veranlaßte Admiral Günter die Planung der Termine für die Ermittlung von Sebastians theoretischen und praktischen Vorbildungsstand. Der theoretische Teil sollte am Nachmittag um 14:00 in der Sektion 27 in der Verwaltung des Ausbildungsbereiches Pilotenausbildung und der Praktische Teil am Abend um 17:00 im Simulationszentrum in Sektion 15 stattfinden. Sebastian sollte sich zu den angekündigten Zeiten jeweils in der großen Halle der entsprechenden Sektion einfinden, der für die Durchführung des Tests zuständige Offizier würde ihn dann von dort aus zu seiner Prüfungsstätte geleiten. Nachdem alles organisatorische besprochen war wünschten Admiral Günter, Commander Satorius und Commander Winkelmann Sebastian viel Erfolg.



Nachdem das Gespräch beendet war und Sebastian und Ruby das Büro verlassen hatten sagte Ruby: „Das ist doch ziemlich gut gelaufen, Du bekommst einen Test zur Ermittlung Deiner theoretischen und praktischen Vorbildung.
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Ich bin mir sicher daß Du den theoretischen Teil locker schaffst, wenn Du dann den praktischen Teil nicht komplett schaffst wirst Du eine verkürzte und rein praktische Ausbildung erhalten und zwar von mir.“ – „Du meinst ich schaffe den theoretischen Teil komplett für das theoretische Wissen aller vier Ausbildungsjahre?“, fragte Sebastian. Ruby antwortete: „Natürlich, das Wissen ist bereits als Erinnerungen in Deinem Kopf! Du mußt es nur noch anwenden um die Prüfung zu bestehen. Vertraue mir und laß Dich einfach von Deinem Instinkt leiten!“ – „Und selbst wenn ich noch Bildungsbedarf habe, dann bringst Du mir alles bei was ich wissen muß.“, erwiderte Sebastian. Ruby nahm ihn in den Arm und sprach im Mut zu. Schließlich fragte Sebastian: „Lisa, wie spät ist es?“ – „Es ist 10:25.“, antwortete Lisa. Sebastian schaute Ruby an und fragte: „Wollen wir Stefanie bei ihrer Ankunft begrüßen?“ – „Ja auf zum Hangar!“, antwortete Ruby und anschließend fragte sie: „Lisa, wo und wann wird gemäß dem Flugplan die Teilnehmerin an der Aufnahmequalifikation Stefanie Ivanes eintreffen?“ – „Das Schiff mit Frau Stefanie Ivanes wird gemäß dem Flugplan um 10:30 in der Hangarbucht 12 eintreffen.“, antwortete Lisa. Ruby ließ Sebastian und sich daraufhin in die Sektion 18 teleportieren. Nach dem Erreichen der Sektion 18 begaben sie sich zum Zugangsbereich der Hangarbucht 12 und warteten.



Schließlich war es 10:30, auf dem Informationsdisplay neben der Tür zur Hangarbucht 12 war der Hinweis auf die Ankunft des Transitschiffes zu lesen mit dem Stefanie reiste. Dann öffnete sich die Tür der Hangarbucht und Stefanie kam hindurch. Sebastian rief: „Achtung Geschwisteralarm, Frau Ruby und Stefanie Ivanes bitte auf die Begrüßung vorbereiten!“, daraufhin fielen sich Ruby und Stefanie in die Arme. Nachdem Stefanie auch Sebastian herzlich begrüßt hatte sagte sie: „Ich kann es noch gar nicht fassen daß Ihr hier seid.“ – „Und wir können es nicht fassen daß Du hier bist.“, erwiderte Sebastian. Anschließend ließ Ruby sie alle in die Sektion mit den Gästequartieren teleportieren.
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Nachdem sie angekommen waren fragte Stefanie erstaunt: „Hier gibt’s auch einen Teleporter?“ – „Ja aber nur Ausbilder und Mannschaftsmitglieder haben Zugriff darauf.“, antwortete Ruby. Nachdem sie Stefanies Quartier erreicht hatten und Stefanie es in Augenschein genommen hatte legte sie ihre Umhängetasche auf den Schreibtisch und sagte: „Ich soll Euch übrigens recht herzlich von den leitenden Offizieren der Far Horizon grüßen, Kapitän Tönnigs meint daß auf der Far Horizon immer ein Gästequartier für Euch bereit stehen wird wenn Ihr hier stationiert seid.“ – „Danke Stefanie, ich vermisse die Mannschaft der Far Horizon jetzt schon, sogar Yvette und das will was heißen, aber am meisten fehlt mir Alice.“, antwortete Sebastian. Nachdem Stefanie sie auf den Neuesten Stand gebracht hatte was die Umrüstung der Far Horizon anging verließen sie das Quartier und Ruby ließ sie alle drei in die Sektion 15 teleportieren.



Nachdem sie die große Halle von Sektion 15 erreicht hatten fragte Sebastian: „Hast Du eine Ahnung was Dich heute hier erwartet?“ – „Soviel ich weis muß ich heute in die Folterkammer also den Schwerkraftsimulator und ins Labyrinth wie der Simulator für den Reaktionstest auch genannt wird, anschließend soll ich während eines Übungsfluges zeigen daß ich Talent fürs Fliegen habe.“, antwortete Stefanie. Ruby erwiderte: „Daß Du diese drei Tests bestehst ist ´ne reine Formsache, wir wissen daß Du fliegen kannst.“ – „Ja und zwar besser als Yvette es verkraften konnte!“, fügte Sebastian hinzu. Nachdem sie sich noch eine Weile über die Aufnahmequalifikation unterhalten hatten gesellte sich Commander Strauß zu ihnen. Er sagte zu Stefanie: „Sie müssen die jüngere Schwester von Leutnant Ivanes sein. Sind sie bereit für den Beschleunigungstoleranztest?“ – „Ja, mal sehen welchen Wert ich erreiche.“, antwortete Stefanie. Nachdem Stefanie auf dem Sitz im Schwerkraftsimulator Platz genommen, sich angeschnallt und den Hirnstromscanner angelegt hatte verließen Commander Strauß, Ruby und Sebastian den Simulationsraum und gingen zur Kontrollkonsole des Schwerkraftsimulators. Commander Strauß bat Stefanie zum Test der Funktionsfähigkeit kurz den Abbruchknopf an ihrer Armlehne zu drücken und als Stefanie dies getan hatte startete Commander Strauß das Simulationsprogramm.
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Auf einem Display war Stefanies Hirnaktivität dargestellt und daneben wurde der Wert der Beschleunigungskräfte angezeigt. Als der Wert die Marke von 7,0 G überschritten hatte fieberte Sebastian mit Stefanie mit, Commander Strauß sagte Stefanie über eine Sprechverbindung den jeweiligen Beschleunigungswert an. Der Wert näherte sich der magischen Grenze von 10 G und auf dem Diagramm welches Stefanies Hirnaktivität anzeigte war kein Anzeichen von Bewußtlosigkeit zu erkennen. Die 10 G waren überschritten und das Diagramm zeigte noch immer keinen nahenden Blackout an. Stefanie passierte den Wert von 11 G und war noch immer bei Bewußtsein. Bei 12 G gab es leichte Anzeichen eines bevorstehenden Blackouts doch erst bei 12,3 G verlor Stefanie das Bewußtsein.



Nachdem Commander Strauß den Schwerkraftsimulator heruntergefahren hatte und Stefanie langsam wieder zu sich kam fragte sie: „Wo war die Grenze?“ – „Sie haben bei 12,3 G das Bewußtsein verloren.“, antwortete Commander Strauß. Sebastian fügte hinzu: „Mit Dir möchte ich aber auch nicht ohne Trägheitskompensation in einen Kampfflieger steigen.“ – „Das war aber auch das Äußerste was ich ertragen kann.“, antwortete Stefanie noch leicht benommen. Nachdem Stefanie sich wieder erholt hatte sagte Commander Strauß: „Entspannen Sie sich erst einmal! Ihr Reaktionsgeschwindigkeitstest beginnt um 13:00, bitte halten Sie sich zu dieser Zeit hier in der Halle dieser Sektion auf!“ – „Verstanden, um 13:00 in der Halle der Sektion 15 sein!“, antwortete Stefanie, daraufhin verschwand Commander Strauß. Stefanie schaute Sebastian an und fragte: „Und bei wieviel G sind Dir die Lichter ausgegangen?“ – „Bei 11,5 G war es vorbei mit meinem Bewußtsein.“, antwortete Sebastian. Stefanie erwiderte: „Nicht schlecht für jemanden mit nur geringer Flugerfahrung, man könnte ja fast glauben daß Du über die Ivanes- Gene verfügst!“ – „Was sind denn die Ivanes- Gene?“, fragte Sebastian. Stefanie antwortete: „In unserer Familie gab es schon immer eine hohe Toleranz gegenüber Beschleunigungskräften, das meinte ich mit den Ivanes- Genen.“ – „Nein, ich vermute daß meine Toleranz gegenüber Beschleunigungskräften mit dem Mittel gegen G-Force-Intoleranz zusammenhängt welches mir vor der letzten Fighterchallenge verabreicht wurde.
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“, erwiderte Sebastian. Ruby verzog daraufhin das Gesicht etwas und Stefanie sagte: „Ein permanent wirkendes Mittel gegen G-Force-Intoleranz? Sag mir jetzt nicht Du hast..., also doch, das glaube ich jetzt nicht!“ – „Was glaubst Du jetzt nicht?“, fragte Sebastian. Stefanie deutete mit den Augen auf Ruby und sagte: „Mich mußt Du nicht fragen.“ – „Okay Ruby was meint Stefanie, was hast Du angestellt?“, fragte Sebastian. Ruby sagte kleinlaut: „Naja Du und ich waren gerade erst zusammengekommen und ich wollte nicht daß Du bei unserem ersten Abenteuer gleich einen Blackout bekommst. Also habe ich...“ – „Sie hat Dir eine Infusion der Ivanes- Familiengene zukommen lassen.“, ergänzte Stefanie Rubys Antwort.



Nach einigen Sekunden der Fassungslosigkeit fragte Sebastian: „Du hast meine Gene mit der Gensequenz ergänzt die eine höhere Belastungstoleranz gegenüber Beschleunigungskräften zur Folge hat?“ – „Ja zusammen mit einem Mittel welches kurzzeitig die Toleranz gegenüber Beschleunigungskräften erhöht. Aber Doktor Ngujen hatte damit nichts zutun, ich habe die Druckimpulsspritze mit dem modifizierten Mittel geladen.“, antwortete Ruby mit gesenktem Blick. Stefanie kommentierte die Situation indem sie sagte: „Oh, oh!“ – „Ruby, sieh mich an!“, sagte Sebastian. Als Ruby den Kopf hob sagte Sebastian: „Ich fasse es nicht, Du hast meiner DNA einfach ein Update verpaßt! Du bist ja total verrückt, komm her meine verrückte Freundin!“, dann zog er Ruby zu sich heran und küßte sie lange und leidenschaftlich. Als Sebastian wieder von Ruby abließ fragte sie völlig verwirrt: „Du bist nicht sauer auf mich?“ – „Ein wenig überrascht und etwas erschrocken vielleicht. Aber Sauer, machst Du Witze? Durch diese Veränderung hast Du mich erst in die Lage versetzt einige der unglaublichsten Flüge zu erleben und diese ohne Blackout zu überstehen.“, antwortete Sebastian. Ruby fiel Sebastian um den Hals und sagte mit einem dicken Klos im Hals: „Ich hatte schon Angst daß Du vielleicht auf Abstand zu mir gehst wenn Du davon erfährst.“ – „Ist ja schon gut, es ist nichts passiert aber Doktor Ngujen sollten wir lieber nichts davon erzählen.
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Vielleicht solltest Du Deiner Schwester jetzt auch ein Geheimnis anvertrauen, nicht daß sie noch von einem Mitglied der Besatzung der G-Force-Academy erfährt daß Du eine zweite Identität hast.“, flüsterte Sebastian Ruby ins Ohr. Ruby flüsterte zurück: „Während des theoretischen Teils der Ermittlung Deiner Fliegerischen Vorbildung werde ich Stefanie das Geheimnis verraten.“ – „Ist ja schon gut meine Kleine!“, sagte Sebastian mit normaler Lautstärke und strich Ruby über den Rücken. Schließlich fragte Sebastian: „Wie sieht’s aus Stefanie, bist Du nach den 12,3 G schon in der Lage was zu essen?“ – „Natürlich, diese Muskelanspannung und die spezielle Atemtechnik sind ganz schön kräftezehrend.“, antwortete Stefanie. Daraufhin ließ Ruby sie alle drei in die Sektion 10 teleportieren.



Nachdem sie die Sektion 10 erreicht hatten gingen sie in die Kantine, dort war nur wenig Betrieb. Als Tagesangebot gab es einen GJ 581g-Gemüseeintopf, nachdem sie sich ihr Essen geholt hatten und sich an einen freien Tisch gesetzt hatten sagte Sebastian: „Unglaublich daß ich jetzt die Ivanes- Gene habe! Ich hoffe das macht uns nicht zu Geschwistern, als Freundin bist Du mir viel lieber als wenn Du meine Schwester wärst.“ – „Keine Sorge das waren nur ein paar Gensequenzen, eine verschwindend geringe Änderung an Deinem Erbgut. Das macht uns noch lange nicht zu Geschwistern.“, antwortete Ruby lachend. Darauf ließen sie sich den äußerst aromatischen Gemüseeintopf schmecken, man konnte fast schon die permanente Sonneneinstrahlung schmecken welcher das Gemüse auf Gliese 581g ausgesetzt war. Nach dem Essen holten sie sich noch je einen Trinkkrug blauen Honigwein, dann setzten sie sich wieder und Stefanie fragte: „Und Sebastian welche Stufe hast Du beim Reaktionsgeschwindigkeitstest erreicht, Stufe K hast Du doch bestimmt geschafft oder?“ – „Ja das kann man so sagen.“, antwortete Sebastian. Stefanie fragte: „Welche Stufe war es denn nun, K, L, M oder noch eine höhere?“ – „Den Buchstaben kann ich Dir nicht sagen.“, antwortete Sebastian. Stefanie erwiderte: „Na komm schon, Du wirst Dich doch wohl an den Buchstaben erinnern!“ – „Sebastian hat die Stufe Z weit überschritten, die Stufen hatten nur noch Sonderzeichen als Bezeichnung.
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“, antwortete Ruby. Stefanie sagte: „Das ist ja der Wahnsinn, Du mußt sämtliche Rekorde geknackt haben!“ – „Ja und sämtliche Auszubildenden und Ausbilder aus dem Bereich Pilotenausbildung standen fassungslos vor dem Labyrinthsimulator als ich heraus kam.“, antwortete Sebastian und erzählte von seinen weiteren Erlebnissen des Vortages. Stefanie hörte aufmerksam und vor Staunen paralysiert zu.



Als sie die Kantine verließen war es 12:10 und Sebastian fragte: „Was machen wir jetzt bis zu Stefanies Reaktionsgeschwindigkeitstest?“ – „Laß uns mal das Schiff erkunden!“, antwortete Stefanie, daraufhin ließ Ruby sie alle Drei in die verschiedenen Sektionen des Schiffes teleportieren. Sie besichtigten die Sportstätten mit der Null- und Niedrigschwerkrafthalle und dem Nullschwerkraftstadion. Dann schauten sie bei den Maschinenraum- und Brückensimulatoren vorbei, dort schauten sie bei den Laufenden Simulationen zu welche auf den Beobachtungsstationen verfolgt werden konnten. Schließlich kehrten sie zur Sektion 15 zurück und warteten auf den Beginn von Stefanies Reaktionsgeschwindigkeitstest. Gegen 12:55 traf Commander Strauß ein und sie geleiteten Stefanie zusammen mit Commander Strauß zum Labyrinthsimulator.



Stefanie lieferte einen sehr ordentlichen Flug im Labyrinthsimulator ab, sie schlängelte sich durch das Labyrinth wie eine Schlange durch einen Erdmännchenbau. Ihre Flugbewegungen waren fließend und präzise. Sie schaffte es bis zur Stufe P, dann kollidierte sie mit der Wand des Labyrinths. Commander Strauß war sehr angetan von Stefanies Leistungen beim Reaktionsgeschwindigkeitstest, nachdem Stefanie den Simulator verlassen hatte sagte Commander Strauß: „Das war eine Eindrucksvolle Reaktionsgeschwindigkeit, gut gemacht Frau Ivanes! Ihr nächster Test beginnt um 16:00, dann treffen sie mich in der Sektion 18 vor dem Zugang des Hangars. Ich besorge Ihnen eine Fliegermontur, Ihre Vermessungsdaten wurden uns ja bereits von Ihrem ehemaligen Flugausbilder übermittelt.“ – „Verstanden, Sektion 18 vor dem Zugang des Hangars um 16:00! Ich werde da sein.“, antwortete Stefanie. Commander Strauß nickte zufrieden und entfernte sich. Nachdem Commander Strauß gegangen war sagte Sebastian: „So, um 14:00 beginnt mein theoretischer Vorbildungstest.
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Während ich diesen Test absolviere könnt Ihr Euch ja ein Wenig herumtreiben.“ – „Wir werden schon einen Weg finden uns die Zeit zu vertreiben.“, antwortete Ruby und Stefanie fügte hinzu: „Ja es gibt so viel zu sehen hier an Bord.“ – „Du wirst staunen.“, antwortete Sebastian.



Die Zeit bis zum Beginn von Sebastians Test vertrieben sie sich indem sie sich die einzelnen Sektionen anschauten. Stefanie gefiel besonders daß die Sektionen in denen es Quartiere gab über zahlreiche Freizeiteinrichtungen verfügten. An einer der Beobachtungsstationen schauten sie einer weiteren Brückensimulation zu. Es ging um ein Gefecht zwischen einem Schiff der Erdraumflotte und einem Schiff der freien russischen Raumflotte. Während sie der Simulation zusahen fragte Stefanie: „Heißt es nicht unabhängige russische Raumflotte?“ – „Richtig, in Simulationen wird der Name leicht verändert damit sich niemand auf den Schlips getreten fühlt.“, antwortete Sebastian. Stefanie erwiderte: „Ich dachte schon die haben sich umbenannt, auf dem Flottennachrichtenkanal war jedenfalls immer von der unabhängigen russischen Raumflotte die Rede.“, dann stellten sie fest daß sie mitten unter den Auszubildenden saßen die bei dieser Simulation etwas lernen sollten. Die Simulation endete mit einem Desaster, die Auszubildenden verloren die Schlacht gegen die freie russische Raumflotte.



Der Ausbilder fragte in die Runde: „Sie haben die Simulation mit verfolgt. Hätte jemand von Ihnen während der Simulation sich anders verhalten?“, als sich niemand meldete stieß Ruby Sebastian in die Seite und flüsterte: „Los, das ist Deine Chance!“ – „Bist Du verrückt?“, flüsterte Sebastian zurück. Der Ausbilder hatte Sebastian gehört und fragte ihn: „Na, haben Sie vielleicht einen Vorschlag?“ – „Ich bin zwar kein Auszubildender aber ich habe einen Vorschlag.“, antwortete Sebastian. Der Ausbilder erwiderte: „Nur zu, stellen Sie sich und Ihre Idee vor!“, daraufhin stand Sebastian auf und sagte: „Ich bin Leutnant Sebastian Neuhof von der Far Horizon. Ich hätte zu Beginn des Gefechts mit den Sensoren die Waffen- und Schildoszilationsfrequenz des gegnerischen Schiffes analysiert und die Oszilationsfrequenz der Waffen und Schildfelder meines Schiffes entsprechend angepaßt. Bei Schiffen mit doppelten Schildfeldern kann das äußere Schildfeld gleichgerichtet und in seiner Feldstärke minimiert werden und als Detektor für die Waffenoszilationsfrequenz des Gegners genutzt werden.
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Wenn das äußere modifizierte Feld durch das gegnerische Waffenfeuer zum schwingen angeregt wird analysiert die Künstliche Intelligenz des Schiffes die genauen Frequenz- und Versatzdaten des gegnerischen Waffenfeuers und paßt die Oszilationsfrequenz des inneren Schildfeldes an. Bei dieser Konfiguration, die man den Borg- Gefechtsmodus nennt muß nur noch die Gegnerische Schildoszilationsfrequenz mit den Sensoren ermittelt werden und die eigenen Waffen daran angepaßt werden.“ – „Eine höchst interessante Theorie! Würden Sie uns diese Strategie einmal im Simulator vorführen?“, erwiderte der Ausbilder. Sebastian antwortete: „Ja aber ich habe um 14:00 einen theoretischen Test für die Ermittlung meiner Vorbildung.“ – „Das dürfte keine Schwierigkeiten bereiten, die Simulation dauert höchstens 10 Minuten außerdem hat Ihre Ausbilderin Teleporterzugang.“, sagte der Ausbilder. Nachdem Sebastian Ruby und Stefanie als seine Mannschaft ausgewählt hatte betraten sie den Brückensimulator, simuliert wurde die Brücke eines Schiffes wie der Far Horizon. Sebastian setzte sich auf den Sitz des Kapitäns, Ruby nahm den Platz des Commanders ein und Stefanie stand an der Operationszentrale.



Die Simulation begann, in diesem Szenario waren sie auf einem Schiff der Erdraumflotte welches auf einer Forschungsmission war. Während der Erkundung eines Sternensystems tauchte plötzlich ein Schiff der freien russischen Raumflotte auf. Der Kommandant beschuldigte sie der unrechtmäßigen Beanspruchung und Inbesitznahme des Sternensystems und nötigte sie das System zu verlassen. Sebastian versuchte es zuerst mit Diplomatie wie er es bei Captain Picard aus der Serie Startrek – das nächste Jahrhundert gesehen hatte. Als Sebastians diplomatische Versuche die Situation zu regeln mißlangen und das gegnerische Schiff sich zum Angriff bereit machte befahl Sebastian auf Borg- Gefechtsmodus zu gehen. Das simulierte gegnerische Schiff feuerte mit seinen Mikrowellengeschützen und Gammastrahlenemittern als das simulierte Erdraumflottenschiff die Schilde aktivierte. Stefanie meldete daß die Feldstärke des inneren Schildfeldes nur unmerklich gefallen war, daraufhin warnte Sebastian das gegnerische Schiff nochmals eindringlich davor den Angriff fortzusetzen.
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Als das gegnerische Schiff die Warnung ignorierte und weiter angriff befahl Sebastian die Waffensysteme, den Antrieb, die Langstreckenkommunikation und den Sprungantrieb des Gegners unbrauchbar zu machen. Bei diesem Befehl betonte er daß Stefanie es vermeiden sollte den Rumpf des Schiffes zu sehr zu beschädigen. Stefanie bestätigte den Befehl und begann mit dem Gegenangriff. Nachdem die Schilde des Gegners ausgefallen waren dauerte es nicht lange bis die Hauptsysteme des feindlichen Schiffes funktionsunfähig gemacht waren. Anschließend kontaktierte er das feindliche Schiff nochmals und stellte dessen Commander vor die Wahl sich zu ergeben und ihr Schiff zu übergeben oder als treibendes Wrack zurückgelassen zu werden. Nachdem der gegnerische Commander sich für die Kapitulation entschieden hatte befahl Sebastian die gegnerische Mannschaft in die Arrestzellen zu teleportieren und das Schiff im Haupthangar unterzubringen. Damit endete die Simulation.



In der Beobachtungsstation des Brückensimulators herrschte betretenes Schweigen unter den Auszubildenden als Sebastian, Ruby und Stefanie den Simulator verließen. Der Ausbilder kam zu Sebastian und sagte leise: „Also Sie sind dieser Leutnant Neuhof dessen Name als Schreckgespenst unter den Entwicklern des Szenarien für die praktische Prüfung zur Eignung für die Schiffsführung umgeht. Ich gratuliere Ihnen, Sie haben es geschafft etwas Schwung in die Szenarien für die Prüfungen zu bringen.“ – „Danke und es tut mir leid für die Unterbrechung!“, erwiderte Sebastian. Der Ausbilder welcher den Rang eines Commanders bekleidete antwortete: „Es war eine sehr interessante Unterbrechung sowohl für mich als auch für meine Schüler. Jetzt beeilen Sie sich sonst kommen Sie noch zu spät zu ihrem Test!“ – „Jawohl Commander!“, antwortete Sebastian und er verließ zusammen mit Ruby und Stefanie den Simulationsbereich. Draußen auf dem Flur sagte Stefanie: „Das war das unglaublichste Erlebnis seit ich auf der Far Horizon ein Sprungmanöver durchführen durfte!“ – „Sag das nicht zu laut, vielleicht hält dieser Tag noch einige Überraschungen bereit!“, antwortete Sebastian und zwinkerte Ruby heimlich zu.
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Daraufhin ließ Ruby sie in die Sektion 27 teleportieren.



Sie erreichten die große Halle in der Sektion 27 um 13:55, Sebastian fragte: „Woher wußte der Ausbilder beim Brückensimulator daß Du meine Ausbilderin bist und Teleporterzugang hast?“ – „Leutnant Ivanes ist hier auf der G-Force-Academy sowas wie eine Legende, ihr plötzliches Auftauchen und der Grund dafür haben sich natürlich herumgesprochen“, sagte Commander Anja Satorius. Sebastian schaute sich erschrocken um und Commander Satorius sagte: „Ich wollte Sie nicht erschrecken Leutnant Neuhof, auf meinem Weg hierher hat mich Commander Oskar Staudinger kontaktiert und mir von Ihrer Vorführung auf dem Brückensimulator erzählt und gesagt daß Sie eventuell ein paar Minuten später hier eintreffen könnten.“ – „Ja ich hatte ziemlichen Bammel daß ich zu spät komme.“, antwortete Sebastian. Commander Satorius sagte: „Für die Zeit des Tests müssen Sie aber ohne Ihre Ausbilderin klar kommen.“ – „Das ist kein Problem, ich denke daß ich gut vorbereitet bin.“, antwortete Sebastian. Anschließend verabschiedete er sich von Ruby und Stefanie und ging mit Commander Satorius zu einem Büro.



In dem Büro waren zwei Schreibtische mit Konsolen in den Tischplatten. Commander Satorius sagte: „Hier werden Sie den theoretischen Testteil Ihrer Vorbildungsbegutachtung absolvieren. Setzen Sie sich bitte an einen der Schreibtische! Für den Test haben Sie zwei Stunden Zeit, wenn Sie eine Frage zum Test haben stellen Sie mir diese einfach, auch während des Tests wenn Sie den Wortlaut einer Frage nicht verstehen oder als mehrdeutig empfinden. Sind Sie bereit?“ – „Ja Commander!“, antwortete Sebastian und setzte sich an den Schreibtisch den ihm Commander Satorius zugewiesen hatte. Commander Satorius sagte: „Die Zeit läuft ab dem Moment wo Sie die Konsole vor sich aktivieren.“, daraufhin aktivierte Sebastian die Konsole in der Tischplatte seines Schreibtisches und begann die Fragen zu beantworten. Oben in der Ecke der Konsole wurde die Restzeit angezeigt.



Sebastian arbeitete sich durch den Fragenkatalog, viele der Antworten gab er rein intuitiv weil sie ihm als richtig erschienen. Bei einigen Fragen mußte er kurz überlegen doch er erkannte recht schnell wie die passende Antwort lautete.
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Es gab einige Fragen zum ankreuzen, über dem Fragenblock mit Mehrfachauswahl stand immer ob jeweils nur eine oder mehrere Antworten richtig sein können. Dann gab es mathematische Fragen welche mathematische Berechnungen erforderten und Fragen bei denen es um Vorschriften ging, dort mußten falsche Textpassagen in Auszügen der Flugvorschriften identifiziert werden. Eine weitere Fragenkategorie waren jene Aufgaben wo eine Antwort selbst in Textform verfaßt werden mußten. Am interessantesten fand Sebastian jedoch die Aufgaben wo er in einer kleinen Simulation die Lösung finden mußte. Plötzlich merkte Sebastian daß es auf der Konsole keine ungelösten Aufgaben mehr gab, auch als er nach Aufgaben suchte die er vergessen hatte zu lösen fand er keine. Die Restzeit auf der Uhr in der oberen Ecke betrug noch 25 Minuten.



Sebastian meldete sich und teilte Commander Satorius mit daß er alle Fragen und Aufgaben beantwortet und gelöst hatte. Commander Satorius sagte: „Wirklich? Dann können Sie die Konsole deaktivieren und den Raum Verlassen. Die Auswertung Ihres theoretischen Vorbildungstests erfolgt dann nach dem praktischen Teil zusammen mit dessen Auswertung.“ – „Verstanden Commander, danke und auf wiedersehen!“, antwortete Sebastian, deaktivierte die Konsole und verließ den Raum.



Als Sebastian in der großen Halle ankam stand dort Ruby mit Stefanie die über das ganze Gesicht strahlte, sie grinste wie eine Katze welche gerade einen Kanarienvogel verspeist hatte. Sebastian ging zu Ruby und Stefanie hin und Stefanie fragte: „Na wie war der Test?“ – „Eigentlich ganz okay, ich hatte keine Probleme die Fragen zu beantworten und die Aufgaben zu lösen.“, antwortete Sebastian. Dann neigte er den Kopf zur Seite und fragte scheinheilig: „Und was habt Ihr gemacht während ich meinen Theorietest absolviert habe?“ – „Wir haben einen Ausflug gemacht mit der Excalibur, ich fasse es immer noch nicht daß meine Schwester die legendäre Lady G-Force ist!“, antwortete Stefanie. Sebastian erwiderte: „Glaube es ruhig, Deine Schwester ist eine echte Pilotenlegende!“ – „Ja das ist der Wahnsinn! Schade nur daß ich es niemandem erzählen kann.“, antwortete Stefanie. Ruby erwiderte: „Also hier auf der G-Force-Academy weis es die gesamte Mannschaft inklusive der Ausbilder, nur die Auszubildenden haben keinen Schimmer.
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“ – „Wir wollten daß du es von Ruby erfährst anstatt von der Mannschaft oder einem Ausbilder.“, fügte Sebastian hinzu. Stefanie schwärmte noch einige Minuten von ihrem Flug mit der Excalibur dann war es 15:50 und Ruby ließ sich mit Stefanie und Sebastian in die Sektion 18 teleportieren.



Nach ihrer Ankunft in der Haupthalle der Sektion 18 begaben sie sich zum Zugangsbereich des Hangars, dort wartete bereits Commander Strauß der eine Fliegermontur trug und eine Fliegermontur mit einem Helm in den Händen hielt. Stefanie sagte: „Wir sind doch hoffentlich nicht zu spät.“ – „Nein es besteht kein Grund zur Besorgnis, Sie sind nicht zu spät.“, antwortete Commander Strauß. Nachdem Commander Strauß Stefanie die Fliegermontur übergeben hatte verschwand sie damit in einer der Umkleidekabinen. Als Stefanie wenig später fertig umgezogen wieder aus der Umkleidekabine kam sagte Sebastian: „Hey klasse, das Outfit steht Dir gut!“ – „Danke, es ist außerdem sehr bequem.“, antwortete Stefanie. Sebastian und Ruby wünschten Stefanie einen erfolgreichen Flug und Stefanie verschwand mit Commander Strauß im Hangarbereich. Sebastian schaute Ruby an und sagte: „Tja, jetzt ist sie wohl endgültig erwachsen!“ – „Meine kleine Schwester als Pilotenanwärterin, ach wie die Zeit vergeht!“, seufzte Ruby. Sebastian legte den Arm um Ruby und sie gingen zurück in die große Halle der Schiffssektion, dort setzten sie sich auf eine der Bänke welche zahlreich herumstanden. Ruby war hin und her gerissen zwischen Stolz und Melancholie, einerseits war sie stolz auf ihre Schwester daß sie auf der G-Force-Academy lernte, andererseits vermißte sie die Zeit als Stefanie noch ihre kleine Schwester war. Sebastian nahm Ruby fest in den Arm und sagte: „Sie hat die Ivanes- Gene, da mußte sie einfach Pilotin werden. Du kannst ja trotzdem noch auf sie aufpassen, schließlich bist Du noch immer Ausbilderin hier auf dem Schiff.“ – „Ach Basti, die Zeit ist so schnell vergangen. Wenn Du jetzt aufgrund Deiner Vorbildung eine verkürzte Ausbildung hinlegst werden wir Beide wieder auf die Far Horizon zurückkehren und Stefanie wird hier bleiben, für die gesamten vier Jahre.“, seufzte Ruby und erzählte Sebastian von der Zeit als Stefanie noch klein war und im wahrsten Sinne des Wortes zu ihr aufgeschaut hatte.
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Sebastian sagte: „Du hast doch selbst gesagt daß ich neben meiner Ausbildung hier auf der G-Force-Academy als Mitglied der Mannschaft Dienst tun kann, ich werde einfach noch ein paar Jahre hier bleiben. Falls Kapitän Tönnigs mich mal brauchen sollte kann ich ja im Rahmen einer kurzzeitigen Versetzung auf die Far Horizon gehen und anschließend wieder hierher zurückkehren.“ – „Das ist süß von Dir Basti!“, antwortete Ruby. Sebastian fragte: „Was meinst Du, läßt mich Kapitän Sage als Mannschaftsmitglied den ganzen Pott hier auch mal steuern?“ – „Nach Deiner Vorstellung die Du beim Reaktionsgeschwindigkeitstest geliefert hast? Natürlich, vielleicht überläßt sie Dir ja auch mal das Kommando.“, antwortete Ruby. Sebastian erwiderte: „Oh ja, das wäre toll!“ – „Kapitän Sage hat eine hohe Meinung von Dir, das habe ich gemerkt als wir gestern bei ihr auf der Brücke waren. Offensichtlich war sie von dem Dossier über Dich sehr beeindruckt welches die Führungsoffiziere der Far Horizon zusammengestellt haben.“, antwortete Ruby. Während sie sich über die theoretischen Möglichkeiten unterhielten flog die Zeit nur so dahin, schließlich kam Stefanie angelaufen und sagte: „Das war vielleicht ein abgefahrener Flug, Die Schiffe der Daggerklasse sind der Hammer!“ – „Na dann wollen wir Basti mal zu seinem Praktischen Vorbildungstest begleiten.“, antwortete Ruby. Daraufhin standen sie auf und Ruby ließ sie alle drei in die Sektion 15 teleportieren.



Als sie die große Halle in Sektion 15 erreicht hatten war es 16:40 und bis zu Sebastians Test war noch etwas Zeit. Sie setzten sich auf eine der Bänke in der Halle und spekulierten über Sebastians und Stefanies Zukunft auf der G-Force-Academy. Stefanie sagte: „Vielleicht wird Basti sogar mal Ausbilder wie Du, die Ivanes- Gene hat er ja schließlich schon.“ – „Ich als Ausbilder? Na ich weis nicht ob ich das packe, Mitglied der Mannschaft der G-Force-Academy ist ja noch realistisch aber Ausbilder ist nochmal eine ganz andere Herausforderung.“, antwortete Sebastian. Ruby fügte hinzu: „Oh ja, das Anwenden und die Weitergabe von Wissen sind zwei grundverschiedene Sachen. Man kann über noch so viel Wissen verfügen, wenn man nicht weis wie man dieses Wissen weitergibt oder einem die nötigen Fähigkeiten dazu fehlen kann man als Ausbilder ziemlich Schiffbruch erleiden.
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“ – „Es muß ja nicht gleich der Ausbilderberuf sein, Commander und erster Offizier wäre auch ganz nett.“, erwiderte Sebastian mit breitem Grinsen. Es folgten wilde Spekulationen welche Laufbahnen Stefanie und Sebastian später einmal durchlaufen werden.



Schließlich war es 16:57, Commander Sören Winkelmann gesellte sich zu ihnen und sagte: „Leutnant Neuhof sind Sie bereit für den praktischen Teil ihres Vorbildungstests?“ – „Ja Commander!“, antwortete Sebastian. Commander Winkelmann erwiderte: „Dann folgen Sie mir bitte zum Kampffliegersimulator! Ihre Ausbilderin und deren Schwester können Ihren Test auf der Beobachtungskonsole mit verfolgen.“, daraufhin standen sie auf und folgten Commander Winkelmann in den Simulationsbereich. Nachdem Ruby und Stefanie vor der Beobachtungskonsole Platz genommen hatten gingen Commander Winkelmann und Sebastian zu den virtuellen Cockpits. Commander Winkelmann sagte: „Ich werde während des praktischen Tests Ihr Waffensystemoffizier sein, alle Einzelheiten zu den simulierten Missionszielen erfahren Sie ebenfalls von mir. Wenn Sie bereit sind können wir beginnen.“ – „Ich bin bereit.“, antwortete Sebastian. Daraufhin kletterten er und Commander Winkelmann in eines der virtuellen Cockpits schnallten sich an und setzten die Augenliederprojektionssysteme auf. Bevor die Simulation begann sagte Commander Winkelmann: „Setzen Sie ihr gesamtes Wissen ein um die Anforderungen dieses Tests zu meistern. Es gibt in diesem Test kein durchfallen, bei diesem Test wird nur ermittelt über wieviel Vorbildung sie bereits verfügen. Wenn Sie bereit sind können wir beginnen.“ – „Ich bin bereit, es kann losgehen.“, antwortete Sebastian nochmals und daraufhin wurde die Simulation gestartet.



Im ersten Teil des praktischen Tests ging es um grundlegende Manöver wie Starts und Landungen oder auch Sprünge und Ausweichmanöver. Die gesamte Palette der Flugmanöver wurde abgefragt, Sebastian flog die einzelnen Manöver so gut er konnte. Im zweiten Teil folgte das Waffentraining, Sebastian mußte auf verschiedene statische und bewegliche Ziele schießen wobei er auch manövrieren mußte um manche Ziele zu verfolgen.
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Auch hier hatte Sebastian keine Probleme, er zerstörte die vorgegebenen Ziele und erreichte eine hohe Trefferquote. Im dritten Teil folgten die ersten Gefechte gegen Schiffe mit gestaffelt besser werdenden virtuellen Piloten. Sebastian ließ von Commander Winkelmann die Oszilationsfrequenzen der Waffen und des Schildfeldes an die Frequenzen des jeweiligen Gegners anpassen. Nachdem auch der dritte Teil gemeistert war folgten im vierten Teil Kampfeinsätze in denen Sebastian mit mehreren Schiffen in einer Staffel flog, zuerst als Staffelmitglied und dann als Staffelführer. Auch in diesem Teil des Tests wandte Sebastian seine Strategie der angepaßten Oszilationsfrequenzen von Waffen und Schildfeldern an, sowohl bei seinem Schiff als auch bei den Mitgliedern seiner Staffel. Dies hatte zur Folge daß die Verluste bis zu diesem Zeitpunkt noch immer bei null lagen. Im fünften Teil folgten Kampfmanöver sowohl im Weltraum- als auch im Atmosphärenflug, Sebastian nutzte auch in diesem Teil des Tests wiederum seine erlernten und bewährten Strategien. Dies führte auch in diesem Teil des Tests zu einer verlustfreien Einsatzbilanz. Der sechste Teil des Tests beinhaltete alle Herausforderungen der vorhergegangenen Teile, diesmal jedoch ging es gegen große Schiffe mit zahlreichen Kampffliegern an Bord in den Kampf. Sebastian setzte die Mitglieder seiner Staffel geschickt ein um die gegnerischen Kampfflieger zu dezimieren und anschließend die großen Schiffe zu neutralisieren. Der siebente Teil war was die Gegner betraf wie der sechste Teil nur daß diesmal auch neutrale und verbündete Schiffe im Kampfszenario mitmischten. Es war schon eine gehörige Herausforderung Schäden an unbeteiligten und verbündeten Schiffen zu vermeiden und zu verhindern aber auch hier behielt Sebastian die Übersicht und beendete den siebenten Teil des Tests abermals ohne Verluste in der Einsatzbilanz. Der achte Teil war vom Aufbau her genau wie der siebente aufgebaut nur daß der Schwierigkeitsgrad durch die erhöhten Fähigkeitswerte der Gegner erhöht wurde. Sebastian gab alles was in seinen Fähigkeiten lag, zwar gab es in diesem Teil des Tests einige leichte Verluste an verbündeten Schiffen aber zusammengefaßt galt die Aufgabe als erfüllt.



Das Ende dieses Testteils war auch gleichzeitig das Ende des praktischen Vorbildungstests.
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Sebastian nahm das Augenliederprojektionssystem ab und Commander Winkelmann sagte: „Soweit hat es noch nie jemand im Rahmen des Vorbildungstests geschafft. Eigentlich besteht der praktische Test aus den Prüfungs- und Zwischenprüfungsszenarien der Ausbildungsjahre eins bis vier. Allein die Tatsache daß Sie während dieser enormen Belastung nicht zusammengebrochen sind ist ein Wunder. Ich bin schon sehr gespannt zu welchem Ergebnis wir bei der Gesamtauswertung des theoretischen und praktischen Teils des Vorbildungstests kommen. Auf jeden Fall war es eine sehr interessante Erfahrung ihr Waffensystemoffizier zu sein, Ihre Strategien entsprechen zwar nicht denen aus dem Lehrmaterial aber sie erfüllen dennoch den gleichen Zweck.“ – „Danke Commander! Wann erfahre ich das Ergebnis des Vorbildungstests?“, erwiderte Sebastian. Commander Winkelmann antwortete: „Wir erwarten Sie morgen gegen 11:00 im Besprechungsraum von Kapitän Sage, es war ihr ausdrücklicher Wunsch Ihnen das Ergebnis des Vorbildungstests persönlich mitzuteilen. Nutzen Sie den restlichen Tag zur Entspannung und erholen Sie sich! Sie standen heute einer ziemlichen Herausforderung gegenüber.“ – „Ja Commander und danke nochmal für Ihre Unterstützung!“, erwiderte Sebastian und kletterte aus dem Simulationscockpit.



Nachdem Sebastian und der Commander den Simulationsraum wieder verlassen hatten und Commander Winkelmann sich entfernt hatte kamen Ruby und Stefanie zu Sebastian und Ruby fragte: „Und, wie ist es gelaufen?“ – „Ich soll morgen um 11:00 in den Besprechungsraum von Kapitän Sage kommen, sie will mir das Ergebnis meines Tests persönlich mitteilen.“, antwortete Sebastian. Ruby erwiderte: „Nachdem was wir gesehen haben würde ich Dir für Deine Strategien im praktischen Teil des Vorbildungstests nahezu 100 Prozent geben.“ – „Danke Ruby! Wenn Du das in Deiner Funktion als Ausbilderin sagst ist es praktisch wie ein Ritterschlag.“, antwortete Sebastian.



Inzwischen war es 18:20 und Ruby beschloß daß sie Sebastians abgeschlossenen Vorbildungstest auch ohne das Ergebnis zu kennen feiern sollten. Stefanie stimmte Ruby zu und Ruby ließ sie in die Sektion 16 teleportieren. Dort setzten sie sich in eine der kleinen Lounges und bestellten sich drei große Trinkkrüge blauen Honigwein. Nachdem sie ihre Getränke bekommen und miteinander angestoßen hatten sagte Stefanie: „Der Teil des Tests in dem es um den Atmosphärenflug ging war der Hammer, Du hast echt Ahnung vom Fliegen Basti!“ – „Danke Stefanie aber ich habe nur das angewendet was Ruby mir beigebracht hat.
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Wir haben ja oft genug in der Marsatmosphäre geübt und es hat mir richtig Spaß gemacht.“, antwortete Sebastian. Stefanie erwiderte: „Du hättest bei uns Rennen fliegen sollen, da hättest Du echt was reißen können.“ – „Ich bin doch ein Rennen geflogen, vorgestern auf der Werftstation bei Wolf drei fünf neun. Hast Du das Vergessen?“, fragte Sebastian. Stefanie antwortete: „Das Nullschwerkraftrennen war auch eine heiße Sache, wie Ihr da durch den Produktionshangar gerast seit.“ – „Ja, Basti ist ein echter Geschwindigkeitsfanatiker.“, antwortete Ruby. Sebastian erwiderte: „Du fliegst aber auch nicht gerade langsam Ruby! Eines läßt mir aber keine Ruhe, als wir Stefanie damals von der Neptun- Hoststation zur Marskolonie gebracht haben da herrschte im Inneren der Marskolonie die normale Schwerkraft wie auf der Erde. Wie ist das möglich wo doch der Mars viel weniger Masse als die Erde hat?“ – „Wir haben Schwerkraftgeneratoren in der Kolonie damit wir uns nicht an die verringerte Schwerkraft anpassen müssen. Außerdem gilt das Schwerkraftniveau der Erde als Standard auf den meisten Schiffen und Stationen der Erdraumflotte. Die Bewohner der Marskolonie müßten jedes Mal extra trainieren wenn sie die Kolonie verlassen wollten um eine Station oder die Erde zu besuchen.“, antwortete Stefanie.



Schließlich kam Kapitän Sage in die Lounge und fragte: „Störe ich gerade bei etwas?“ – „Nein Kapitän, wir haben uns nur zu einer lockeren Zusammenkunft hier versammelt um meinen beendeten Vorbildungstest zu feiern. Wir kennen zwar das Ergebnis noch nicht aber wir feiern daß ich es hinter mir habe.“, antwortete Sebastian. Kapitän Sage fragte ob es sie störte wenn sie sich zu ihnen setzte, als Sebastian, Ruby und Stefanie nichts dagegen hatten setzte sie sich und bestellte sich ebenfalls einen großen Trinkkrug blauen Honigwein. Als Kapitän Sage den ersten Schluck genommen hatte sagte sie: „Nun Leutnant Neuhof, sie machen unseren Ausbildern das Leben nicht gerade leicht. Nach der Auswertung der Ergebnisse Ihres theoretischen und praktischen Vorbildungstests bleibt nicht mehr viel Spielraum für etwas das unsere Ausbilder Ihnen noch beibringen könnten.
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Den theoretischen Test haben sie mit 99,8 Prozent und den Praktischen mit 97,5 Prozent der maximalen Punktzahl abgeschlossen. Dieses Ergebnis ist mehr als nur akzeptabel, es ist herausragend! Sie haben die Verantwortlichen für die Pilotenausbildung ganz schön überrascht, niemand hätte damit gerechnet daß Sie ein Nahezu Perfektes Ergebnis erzielen. Mit einem Durchschnitt von 25 bis höchstens 50 Prozent der maximalen Punktzahl haben die optimistischsten unter den Entscheidungsträgern gerechnet, ein solches Ergebnis hätte Ihre Ausbildungszeit um bis zu zwei Jahre verkürzt aber Sie haben ja gleich einen Durchschnitt von 98,65 Prozent erreicht. Bei einem solchen Ergebnis wäre jede weitere Ausbildungszeit nur eine Verschwendung von Zeit und anderen Ressourcen. Eigentlich sollten Sie dieses Ergebnis erst morgen erfahren aber ich wollte Sie schon einmal darauf vorbereiten damit Sie morgen nicht aus allen Wolken fallen.“ – „Danke Kapitän Sage Ihre Vermutung war richtig, das haut mich wirklich um.“, antwortete Sebastian und anschließend erzählte er Kapitän Sage von seiner Gastrolle auf dem Brückensimulator. Kapitän Sage hörte interessiert zu.



Als Kapitän Sage die gesamte Geschichte gehört hatte sagte sie: „Sie scheinen ja ein richtiges Multitalent zu sein, Sie beherrschen die Steuerung eines Kampffliegers, sind ein fähiger Brückenoffizier sowie Steuermann, und wie ich hörte haben Sie sich als Feldsanitäter auch bereits einen Namen gemacht. Habe ich noch etwas vergessen? Ach ja, die Idee für das Magnettraktorsystem ist ebenfalls auf Ihrem Mist gewachsen. Ich kenne nur eine Person deren Fähigkeiten mit Ihren vergleichbar sind, diese Person ist Ihre Ausbilderin.“ – „Ja Ruby hat mir schon eine ganze Menge beigebracht aber auch die einzelnen Offiziere der Far Horizon.“, antwortete Sebastian. Kapitän Sage fragte: „Haben Sie schon einmal über eine Karriere als Ausbilder nachgedacht?“ – „Ja aber ich bin mir nicht sicher ob ich mein Wissen ebenso effizient weitergeben kann wie ich es anwende. Ehrlich gesagt traue ich mir das nicht zu.“, antwortete Sebastian. Kapitän Sage erwiderte: „Na gut, da kann man wohl nichts machen. Wir sehen uns morgen um 11:00 in meinem Besprechungsraum, dort wird Ihnen das Patent für Kampfpiloten ausgestellt.
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Leider haben wir keine Schiffe der Swordklasse vorrätig, es wird einige Zeit dauern bis wir Ihnen Ihr eigenes Schiff übergeben können. Absolventen der G-Force-Academy und Ausbilder die das erste Dienstjahr vollendet haben erhalten ein solches Schiff.“ – „Ach das ist doch nicht so schlimm, ich fliege sowieso lieber mit Ruby zusammen. Außerdem kann man bei mir doch nicht von einem Absolventen reden, ich habe doch nicht hier an Bord gelernt, man hat nur festgestellt daß meine fliegerische Vorbildung so hoch ist daß sich eine Ausbildung nicht rechnen würde.“, antwortete Sebastian. Kapitän Sage erklärte: „Dieser Vorbildungstest enthielt sämtliche Aufgaben und Fragen aller Prüfungen und Zwischenprüfungen der gesamten vierjährigen Ausbildung zum Kampfpiloten. Indem Sie diesen Test sowohl theoretisch als auch praktisch bestanden haben gelten auch sämtliche Prüfungen der Ausbildung zum Kampfpiloten als bestanden und somit sind Sie ein Absolvent der G-Force-Academy.“ – „Na gut, wenn man das so sieht dann bin ich natürlich ein Absolvent.“, antwortete Sebastian. Kapitän Sage leerte daraufhin ihren Trinkkrug, verabschiedete sich und verließ die Lounge.



Stefanie sagte: „Du bist unglaublich Basti, ich kann noch immer nicht fassen daß Du ohne einen einzigen Tag Ausbildung das gesamte Prüfungsmaterial erfolgreich durchlaufen hast.“ – „Ich bin genauso überrascht wie Du Stefanie! Es sei denn daß Deine Schwester die Finger mit im Spiel hatte, die Gene für die Beschleunigungstoleranz hat sie mir ja schon verabreicht und die Bedienung der Systeme und Konsolen hat sie mir auch beigebracht.“, antwortete Sebastian. Ruby sagte: „Diesmal habe ich keine Aktie daran Basti, für mich kam Dein Erfolg ebenso überraschend.“ – „Was soll ich denn bloß unseren Freunden auf der Far Horizon sagen? Das glaubt mir doch kein Mensch daß ich ohne Ausbildung den kompletten Abschluß auf der G-Force-Academy während meines Vorbildungstests gemacht habe!“, erwiderte Sebastian. Ruby antwortete: „Kapitän Sage und alle Verantwortlichen für die Ausbildung können Deine Geschichte jederzeit bestätigen.“ – „Es klingt trotzdem unglaublich.“, sagte Sebastian.
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Stefanie erwiderte: „Warte erst einmal ab bis Du Dein eigenes Schiff der Swordklasse hast, das wird erst unglaublich!“ – „Das ist auch so ein Ding was ich noch nicht fassen kann. Bisher bin ich immer mit Ruby geflogen.“, antwortete Sebastian.



Nachdem sie ihre Trinkkrüge geleert hatten sagte Stefanie: „Hey was haltet Ihr davon wenn wir uns ein Wenig im Simulator amüsieren? Die Ausbildungen müßten doch jetzt durch sein.“ – „Aber wir werden kein Gefecht gegeneinander austragen, das habe ich erst mit Ruby durch. Danach war bei mir ein induktiver Eingriff zur Traumabewältigung fällig.“, erwiderte Sebastian. Stefanie antwortete: „Okay dann fliegen wir eben ein Rennen!“ – „Ein Rennen? Wird es ein Rennen im Atmosphärenflug oder im freien Raum?“, fragte Sebastian. Stefanie antwortete: „Ich habe da eher an ein Rennen quer durch das System Tau Ceti gedacht. In diesem Sternensystem gibt es jede Menge Staub, Gas und Brocken in allen Größen.“ – „Tau Ceti? Da war ich noch nie, das wird sicher interessant.“, erwiderte Sebastian. Daraufhin standen sie auf und Ruby ließ sie in die Sektion 15 teleportieren, anschließend begaben sie sich zum Kampffliegersimulator.



Nachdem das Simulationsszenario festgelegt war kletterten sie in die virtuellen Cockpits, jeder von ihnen in ein separates Cockpit. Als die Simulation begann befanden sich ihre Simulierten Schiffe in einem Sternensystem mit einem Stern ähnlich der Sonne in ihrem Heimatsystem. Es gab zwar keine Planeten aber jede Menge Staub- und Gaswolken sowie eine Menge kleiner, mittlerer und großer Brocken die durch das System kreisten. Stefanie meldete sich über die Kommunikationsverbindung und sagte: „Okay los geht’s! Ich habe uns einen Kurs durch einige Trümmerfelder und Wolken aus Staub und Gas berechnet, wir werden also jede Menge Spaß haben. Das Rennen beginnt in 10 Sekunden!“, dann zählte sie von zehn herunter und als sie bei null angekommen war beschleunigten sie alle gleichzeitig. Während sie durch das Chaos aus Staub, Gas und Trümmern rasten fragte Sebastian: „Wie sieht’s mit dem Einsatz der Waffen aus um sich den Weg frei zu räumen?“ – „Ja aber nur auf die Trümmer schießen und paßt auf die Staub- und Gaswolken auf, da könnten auch noch allerhand Trümmer drin verborgen sein!“, antwortete Stefanie.
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Während Sebastian dem projizierten Flugpfad folgte der auf seinem Augenliederprojektionssystem dargestellt wurde folgte Ruby ihm in gleichbleibenden Abstand, Stefanie flog mit leichtem Abstand voraus.



Es dauerte eine Weile bis Sebastian sich auf Stefanies Flugstil eingestellt hatte, sie flog einen sehr präzisen und aggressiven Stil. Langsam aber sicher näherte sich Sebastian Stefanies Schiff an, es war nicht mehr weit bis zum Ende des Rennkurses und Sebastian mußte sich was einfallen lassen um Stefanie einzuholen. Sebastian wählte den Gammastrahlenemitter seines simulierten Schiffes aus und feuerte diesen ab während er geradeaus auf das Ende des Rennkurses zuflog, dadurch zerstörte er zumindest die Eisbrocken. Mit dieser Strategie schaffte es Sebastian auf gleiche Höhe wie Stefanie zu kommen, sie erreichten beide parallel die imaginäre Ziellinie. Stefanie rief über die Sprechverbindung: „Hey gut geflogen Basti!“ – „Danke Stefanie, das hat echt Spaß gemacht!“, antwortete Sebastian. Nachdem sie wieder aus den virtuellen Cockpits geklettert waren fragte Sebastian: „Was war los Ruby, warum bist Du nur hinter mir her geflogen?“ – „Ihr hattet beide so viel Spaß, da war es schon ein Vergnügen zuzuschauen.“, antwortete Ruby. Nach ihrem simulierten Rennen ließ Ruby sich, Sebastian und Stefanie wieder in die Sektion 16 teleportieren.



Nach ihrer Ankunft in der Sektion mit den Gästequartieren verabschiedete sich Stefanie und ging in ihr Quartier, als Stefanie verschwunden war sagte Sebastian: „Ich habe eine verrückte Idee wo meine Fähigkeiten her kommen mit denen ich den Vorbildungstest so erfolgreich abgeschlossen habe.“ – „Ach ja? Erzähle mal!“, erwiderte Ruby. Sebastian fragte: „Erinnerst Du Dich an unsere Verbindung mit den neuralen Kommunikatoren von Fähnrich Sommer?“ – „Ja als wir in nur einer Stunde gegenseitig die Erinnerungen des jeweils Anderen durchlebt haben. Oh verdammt, na klar doch! Du hast meine gesamten Erinnerungen durchlebt, auch die an die Ausbildungszeit. Das wäre der Hammer wenn das wirklich stimmt!“, antwortete Ruby. Sebastian fragte: „Wie wäre es mit einem Test meiner Theorie?“ – „Ein Test würde zumindest Klarheit bringen aber wie hast Du Dir den Test vorgestellt?“, erwiderte Ruby. Sebastian antwortete: „Fähnrich Sommer und Yvette hängen doch ständig miteinander in einer neuralen Verbindung herum.
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Wenn meine Theorie stimmt würde Yvette die Prüfung zum Ingenieur locker bestehen und Fähnrich Sommer würde die Prüfung zum Kampfpiloten schaffen.“ – „Das klingt echt verrückt, wir sollten Yvette und Fähnrich Sommer bei Gelegenheit mal diese Idee unterbreiten.“, sagte Ruby. Sebastian fragte: „Wollen wir sie mal kontaktieren?“ – „Ja aber laß uns erst mal in unser Quartier gehen.“, antwortete Ruby und daraufhin begaben sie sich in ihr Quartier.



Nachdem sie ihr Quartier erreicht hatten nahm Ruby ihr X-Pad aus der Halterung ihres Kommunikationsarmbandes und sprach hinein: „Alice, eine Verbindung via Quantenverschränkung zu Fähnrich Christina Sommer auf der Far Horizon herstellen!“ – „Verstanden, ich stelle die Verbindung her.“, kam die warme Stimme von Alice aus Rubys X-Pad. Fähnrich Sommer meldete sich und sagte: „Sprechen Sie!“ – „Fähnrich Sommer, Leutnant Neuhof hat da eine Frage an Sie, ich übergebe mal an ihn.“, antwortete Ruby und drückte Sebastian ihr X-Pad in die Hand. Sebastian sagte daraufhin: „Hallo Fähnrich Sommer!“ – „Hallo Leutnant Neuhof! Wie geht es Ihnen auf der G-Force-Academy?“, erwiderte Fähnrich Sommer. Sebastian antwortete: „Danke es geht mir sehr gut, mir ist hier wirklich was außergewöhnliches passiert und ich glaube oder hoffe daß Sie mir bei der Erklärung der jüngsten Ereignisse vielleicht helfen können.“, sagte Sebastian. Fähnrich Sommer erwiderte: „Oh, ich werde es zumindest versuchen. Worum geht es?“ – „Es geht um Ihre neuralen Kommunikatoren und die Verbindung welche damit zwischen zwei Menschen hergestellt werden kann. Man durchlebt doch bei der ersten Verbindung zu einem Menschen dessen gesamte Erinnerungen, auch diejenigen an die Ausbildungszeit. Es wäre möglich daß ich mit Rubys Erinnerungen auch ihr ganzes Wissen aus der Ausbildungszeit mitbekommen habe.“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer sagte nachdenklich: „Das ist eine interessante Theorie, ich wünschte man könnte diese irgendwie beweisen.“ – „Ich glaube ich habe eine Idee wie dies möglich ist, Sie und Yvette haben doch bereits einige Zeit in neuralen Verbindungen verbracht. Wenn meine Theorie stimmt müßten Sie doch Yvettes Erinnerungen an die Ausbildung zur Kampfpilotin durchlebt und Yvette müßte Ihre Erinnerungen an die Ausbildung zur Ingenieurin mitbekommen haben.
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“, erwiderte Sebastian. Fähnrich Sommer antwortete: „Ja, soweit kann ich ihnen folgen.“ – „Sie könnten doch mal spaßeshalber die theoretische und praktische Prüfung zur Kampfpilotin absolvieren und Yvette könnte doch mal die Prüfungen zur Ingenieurin durchlaufen.“, sagte Sebastian.



Nach einigen Sekunden des Schweigens sagte Fähnrich Sommer: „Das wäre unfaßbar wenn Sie Recht haben! Wir können die Sache aber auch erst einmal für uns behalten und zuerst eine neurale Verbindung zwischen uns Beiden herstellen. Wenn Sie dann die theoretische und praktische Prüfung zum Ingenieur bestehen haben wir auch Gewißheit daß an Ihrer Theorie etwas dran ist. Ich möchte Yvette nur ungern von dieser Theorie erzählen, Sie ist nicht gerade für ihre Schweigsamkeit bekannt.“ – „Na gut aber vorher erklären Sie mir nochmal genau wie man eine Erinnerung bewußt überspringt.“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer erwiderte: „Sie brauchen deswegen nicht besorgt zu sein, ich werde Ihnen vorher alles nochmal genau erklären. Wenn Sie die Prüfungen zum Ingenieur bestehen werde ich mich an die Prüfungen zur Kampfpilotin heran wagen. Sie werden die Herausforderungen des Ingenieurberufs als sehr interessant empfinden. Sobald Sie wieder auf der Far Horizon sind können wir uns ja mit Ihrer Theorie befassen. Ich bin schon sehr gespannt auf Ihre Erinnerungen an die G-Force-Academy. Bis bald!“ – „Ja bis bald, Neuhof Ende!“, antwortete Sebastian und trennte die Verbindung. Anschließend gab Sebastian Ruby ihr X-Pad zurück und sie befestigte es wieder an ihrem Kommunikationsarmband. Daraufhin sagte Sebastian: „Huh, da habe ich mich ja auf etwas eingelassen! Ich hoffe Du hast nichts dagegen.“ – „Nein, Fähnrich Sommer ist in Ordnung außerdem hatte ich auch nichts dagegen daß Du mit Yvette eine solche Verbindung aufbaust.“, antwortete Ruby. Sebastian erwiderte: „Für den Fall der Fälle bist Du aber hoffentlich dabei! Nur falls mich eine Erinnerung von Fähnrich Sommer zu stark beeinflußt.“ – „Ja natürlich bin ich dabei!“, antwortete Ruby.



Als sie sich für die Nacht fertig gemacht hatten und nebeneinander im Bett lagen sagte Sebastian: „Das wäre wirklich der Hammer wenn sich meine Theorie beweisen läßt!“ – „Nun warte erst einmal ab ob Deine Theorie richtig ist! Vielleicht hattest Du auch einfach nur Talent.
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“, antwortete Ruby. Sebastian wollte noch so viele Fragen stellen aber Ruby legte ihm den Zeigefinger quer über die Lippen und sagte: „Nun ist es aber genug mit dem Grübeln! Fällt Dir nichts anderes ein was wir machen können?“ – „Natürlich, ich nehme sogar an daß wir Beide jetzt an das gleiche denken.“, antwortete Sebastian. Daraufhin küßte Ruby Sebastian und zwar gleich mit voller Intensität. Sebastian gefiel diese überfallartige Annäherung von Ruby, er versuchte möglichst die Intensität von Ruby zu erwidern. Es wurde eine leidenschaftliche halbe Stunde in der kein Wunsch von Sebastian oder Ruby offen blieb.



Nachdem sie sich völlig ausgepowert hatten lagen sie erschöpft nebeneinander, Sebastian sagte: „Das war definitiv besser als über Theorien zu diskutieren, Du hast eben immer die besten Ideen.“ – „Ja aber Deine Ideen sind auch nicht zu verachten.“, antwortete Ruby. Anschließend standen sie auf und gingen unter die Dusche um sich frisch zu machen. Als sie anschließend erfrischt zurück ins Bett krochen war alle Aufregung des Tages vergessen. Sie kuschelten sich aneinander und schliefen wenig später ein.
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Kommentar von "Marie" zu "optimistischer Pessimist"

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