Sebastian und Seine Abenteuer auf dem Raumschiff Far Horizon (22)   40

Fantastisches · Romane/Serien · Fan-Fiction/Rollenspiele · Experimentelles

Von:    Andreas Kretschmann      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 6. Juli 2013
Bei Webstories eingestellt: 6. Juli 2013
Anzahl gesehen: 1473
Seiten: 34

Medizinischer Assistenzdienst / Freizeitaktivitäten

Zeitepoche 02.08.2013 Tag 9 im Dienst der Erdraumflotte



Sebastian wurde durch blaues Licht und die warme künstliche Stimme von Alice geweckt. Er streckte sich und drehte den Kopf zu Ruby die verschlafen in das blaue Licht blinzelte. Ruby streckte sich und stöhnte. Sebastian fragte: „Hast Du schon eine Idee was Du heute mit Stefanie unternimmst?“ – „Ich glaube ich fliege mit ihr ein Wenig spazieren damit sie auch mal ein paar andere Sternensysteme sieht.“, antwortete Ruby. Sebastian richtete sich auf und schleppte sich aus dem Bett, das Licht wechselte daraufhin in die normale Lichtfarbe. Ruby kroch ebenfalls aus dem Bett und fragte: „Und Du bist Dir wirklich sicher daß ich den Tag mit Stefanie verbringen soll?“ – „Wenn heute wirklich ein Teil der Mannschaft mit der Routineuntersuchung dran ist wird in der Krankenstation mächtig viel Betrieb sein. Da werde ich alle Hände voll zutun haben wenn ich für Doktor Ngujen eine Hilfe sein soll.“, antwortete Sebastian und ging in den Waschraum, Ruby folgte ihm.



Nach der morgendlichen Dusche und dem Anlegen der Uniform fragte Ruby: „Wollen wir frühstücken gehen oder frühstücken wir hier?“ – „Ich will nur kurz ins Fleetnet schauen dann können wir frühstücken, wo wir frühstücken ist mir egal.“, antwortete Sebastian und ging in den Wohnbereich und weiter in den zusätzlichen Raum des Quartiers in dem der Schreibtisch stand. Ruby folgte Sebastian, er setzte sich auf die Couch und aktivierte das große X-Pad das in den Couchtisch eingelassen war. Sebastian öffnete das Flottennetzwerk und wählte die Seite für die Mannschaftsinformation der einzelnen Erdraumflottenschiffe, dann wählte er die Far Horizon aus und schaute was es dort an organisatorischen Informationen gab. Eine gelb markierte Meldung fiel Sebastian auf welche auf die Routineuntersuchung eines Teils der Mannschaft hinwies. Sebastian deutete auf die Meldung und sagte zu Ruby: „Damit ist das Gerücht von der Routineuntersuchung nun offiziell bestätigt.“ – „Ja, das sind eine ganze Menge an Mannschaftsmitgliedern die heute mit der Untersuchung dran sind.“, antwortete Ruby. Sebastian schloß die Fleetnet- Oberfläche und sagte: „So, von mir aus können wir jetzt frühstücken.
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Wo willst Du frühstücken?“ – „Also ich würde auch in der Mannschaftsmesse frühstücken.“, antwortete Ruby. Sebastian stand auf und ließ sie in die Mannschaftsmesse teleportieren.



Gegen 6:53 erreichten sie die Mannschaftsmesse wo der morgendliche Betrieb herrschte. Ruby und Sebastian setzten sich an einen freien Tisch und bestellten ihr Frühstück. Ruby wählte einen Neurobooster und drei Eierkuchen mit Apfelmuß. Sebastian entschied sich für einen Feuertee und ein paar Sandwiches mit Ei und Schinken. Während sie frühstückten kam Stefanie in die Mannschaftsmesse, sie winkte Sebastian zu und kam an den Tisch. Nachdem sie sich gesetzt hatte bestellte sich Stefanie einen Neurobooster und eine Portion Joghurt mit Früchten. Als sie mit dem Frühstück fertig waren fragte Stefanie ihre Schwester: „Und, was machen wir heute?“ – „Ich dachte mir daß wir Beide vielleicht einen Ausflug machen könnten, dann kommst Du mal wieder aus dem Sonnensystem raus.“, antwortete Ruby lächelnd. Stefanie sagte euphorisch: „Wirklich? Das ist ja großartig! Wo geht es hin?“ – „Kreuz und quer durch verschiedene nahegelegene Sternensysteme.“, antwortete Ruby. Stefanie sagte: „Klasse! Ich bin schon gespannt was uns da draußen erwartet.“ – „Es wird garantiert nicht langweilig.“, antwortete Ruby. Nach einigen Geschichten von Ruby über zurückliegende Missionen war es 7:49 und Sebastian sagte: „Ich werde mich langsam auf den Weg machen, auf der Krankenstation wird heute eine Menge los sein.“ – „Wir sehen uns nach Deiner Schicht.“, antwortete Stefanie. Sebastian verabschiedete sich und ließ sich in die Krankenstation teleportieren.



Als Sebastian die Krankenstation erreichte saß Doktor Ngujen an ihrem Schreibtisch, sie schaute Sebastian an und er sagte: „Keine Sorge! Ich komme nicht als Patient, ich bin heute im Rahmen meiner Schicht hier.“ – „Ja ich weis, Sie sind im Rahmen des Rotationsprogramms hier damit wir erfahren in welchen Bereichen Ihre Stärken liegen.“, antwortete Doktor Ngujen, dann fügte sie hinzu: „Ich hätte nur nicht gedacht daß sie alleine kommen.“ – „Ich habe Ruby gesagt daß sie den Tag mit ihrer Schwester verbringen soll da Sie mir schon sagen würden was zutun ist und weil es heute hier wegen der Routineuntersuchungen recht voll werden könnte.
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“, antwortete Sebastian. Doktor Ngujen neigte ihren Kopf zur Seite und sagte: „Wie nett von Ihnen, allerdings sind Ihre Befürchtungen wegen des großen Andrangs völlig unbegründet. Die Routineuntersuchung dauert pro Mannschaftsmitglied höchstens eine oder zwei Minuten, wir erfassen die biologischen Parameter und die Daten der auf Nanotechnologie basierenden Immun- und Heilungsunterstützung. Dann fragen wir den Patienten noch ob er medizinische Probleme hat und dokumentieren alles. Falls es keinen Anlaß für eine Behandlung gibt wenden wir uns dem nächsten Patienten zu.“ – „Oh, ich schätze daß ich noch eine Weile brauche bis ich mich an den Stand der Technik hier gewöhnt habe.“, antwortete Sebastian.



Doktor Ngujen stand von ihrem Stuhl auf und holte ein Diagnoseokular aus dem Ausrüstungsschrank. Sie reichte es Sebastian und sagte: „Hier, damit erfassen Sie die Biowerte und die Daten der Immun- und Heilungsunterstützung. Sofern Sie von dem zu untersuchenden Mannschaftsmitglied nur grüne und blaue Parameter bekommen befragen Sie den Patienten nach medizinischen Problemen. Falls es weder ungewöhnliche Biowerte noch gesundheitliche Beschwerden gibt gilt die Untersuchung als beendet und der Patient darf gehen. Falls es jedoch ein medizinisches Problem gibt oder irgendwelche Beschwerden genannt werden dokumentieren Sie diese auf einem der Pads und schicken den Patienten mit dem Pad zu mir.“ – „Das klingt ja einfach aber welche Pads meinen Sie?“, erwiderte Sebastian. Doktor Ngujen holte eine Kiste mit Pads aus dem Ausrüstungsschrank und sagte: „Diese Pads. Für den Anfang sollten 50 Pads reichen, falls es mehr als 50 behandlungsbedürftige Personen gibt habe ich noch mehr Pads. Außerdem werden die Pads nachdem ich die Patienten in Empfang genommen habe ausgelesen und gelöscht, dann stehen sie für einen erneuten Einsatz zur Verfügung. Haben Sie noch Fragen?“ – „Nein, ich denke ich komme jetzt klar. Einfach die Patienten scannen, bei Problemen diese auf einem Pad notieren und den Patienten damit zu Ihnen schicken. Ansonsten nach Beschwerden fragen und im Fall einer Beschwerde diese ebenfalls dokumentieren und den Patienten mit dem Pad zu Ihnen schicken. Wenn es keine Probleme oder Beschwerden gibt kann der Patient gehen.“, antwortete Sebastian.
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Doktor Ngujen nickte und sagte: „Genau, mehr ist nicht zu beachten. Ich denke wir sind bereit anzufangen.“ – „Ja, ich bin bereit.“, antwortete Sebastian. Dann ging er mit dem Diagnoseokular und den Pads zu dem kleinen Tisch neben der Eingangstür der Krankenstation. Doktor Ngujen wies Alice an die einzelnen Mannschaftsmitglieder nacheinander in kurzen Abständen in die Krankenstation zu beordern. Sebastian scannte jedes einzelne Mannschaftsmitglied und analysierte die Daten der Immun- und Heilungsunterstützung. Anschließend befragte er jedes Mannschaftsmitglied nach gesundheitlichen Beschwerden und entließ die Leute ohne Beschwerden oder medizinische Probleme wieder aus der Krankenstation.



Schließlich betrat Fähnrich Alexander Grimmwood die Krankenstation, Sebastian scannte ihn und das Diagnoseokular zeigte einige Hautabschürfungen und in der Ansicht für die Immun- und Heilungsunterstützung wurden einige Haarrisse in den Knochen des rechten Oberarmes angezeigt welche bereits durch die Immun- und Heilungsunterstützung repariert wurden. Sebastian dokumentierte die Ergebnisse von Fähnrich Grimmwoods Untersuchung auf einem Pad und fragte: „Sie haben einige Blessuren erlitten und ihr rechter Oberarm weist einige Haarrisse in der Knochenstruktur auf. Darf ich fragen wo Sie sich diese Verletzungen zugezogen haben?“ – „Also ich, Yvette und ich, wir haben...“, stammelte Fähnrich Grimmwood. Sebastian reichte Fähnrich Grimmwood das Pad und sagte: „Wenn es Ihnen unangenehm ist dann brauchen Sie es mir nicht zu verraten. Gehen Sie damit zu Doktor Ngujen! Alles was sie ihr oder mir im Rahmen der medizinischen Untersuchung erzählen unterliegt der Schweigepflicht.“ – „Verstanden, danke Leutnant!“, antwortete Fähnrich Grimmwood und ging mit dem Pad zu Doktor Ngujen. Bei den nächsten Patienten gab es weder medizinische Probleme noch Beschwerden, die Untersuchungen gingen recht zügig vonstatten.



Dann betrat Yvette die Krankenstation, Sebastian sagte: „Hallo Yvette, dann wollen wir Dich mal untersuchen!“ – „Ja, bringen wir’s hinter uns!“, antwortete Yvette leicht schläfrig und gähnte. Sebastian scannte Yvette und stellte ein deutlich erhöhtes Schlafdefizit fest, außerdem waren einige Werte der Biochemie etwas erhöht. Sebastian fragte: „Hast Du letzte Nacht nicht genug Schlaf bekommen?“ – „Ich habe wohl diese Nacht etwas weniger als sonst geschlafen.
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“, antwortete Yvette. Sebastian rollte mit den Augen und erwiderte: „Etwas weniger, hast Du in den letzten Nächten etwa auch etwas weniger geschlafen? Deine Werte sind etwas chaotisch und deuten auf ein erhebliches Schlafdefizit hin.“ – „Nein, in den vorherigen Nächten habe ich eigentlich ganz gut geschlafen.“, antwortete Yvette. Sebastian fragte: „Hast Du außer einer gewissen Müdigkeit noch andere medizinische Beschwerden?“ – „Ich habe ein Bißchen Muskelkater nach unserem gestrigen Aufenthalt in der Nullschwerkrafthalle, ansonsten geht’s mir gut.“, antwortete Yvette. Sebastian notierte alles auf einem Pad und reichte das Pad anschließend Yvette mit den Worten: „Na los, ab damit zu Doktor Ngujen! Ich will lieber nicht darüber nachdenken was Du letzte Nacht gemacht hast, Deine Dopaminwerte sind noch immer etwas erhöht.“ – „Okay danke!“, sagte Yvette und ging mit dem Pad zu Doktor Ngujen.



Die Tür der Krankenstation öffnete sich und die Arzthelferin Ina Stevens kam herein. Sie fragte: „Wie kommen Sie mit den Untersuchungen voran Leutnant Neuhof?“ – „Eigentlich ganz gut, bis jetzt gab es nur zwei Mannschaftsmitglieder mit auffälligen Biowerten beziehungsweise Beschwerden.“, antwortete Sebastian. Ina Stevens erwiderte: „Das läuft ja ausgezeichnet, wenn Sie in dem Tempo weitermachen dann sind sie bis heute mittag mit den Untersuchungen durch!“ – „An mir soll es nicht liegen, die Mannschaft ist nach dem was ich bis jetzt gesehen habe in guter medizinischer Verfassung.“, antwortete Sebastian. Ina Stevens sagte: „Mit der Einführung der auf Nanotechnologie basierenden Immun- und Heilungsunterstützung hat sich die medizinische Situation bei der Erdraumflotte erheblich verbessert.“ – „Ja das kann ich mir vorstellen, diese Nanobots sind eine gute Ergänzung zum menschlichen Immunsystem und außerdem beschleunigen sie die Heilung von inneren Verletzungen. Davon ist man auf der Erde noch Lichtjahre entfernt.“, antwortete Sebastian. Ina Stevens nickte und verabschiedete sich, dann ging sie zu Doktor Ngujen in den Behandlungsraum. Daraufhin folgten die nächsten Mannschaftsmitglieder welche mit der Routineuntersuchung dran waren. Bei jedem Einzelnen ging Sebastian äußerst gewissenhaft vor, er scannte die Personen zuerst und fragte die Daten der Immun- und Heilungsunterstützung ab, dann notierte er die ermittelten Auffälligkeiten auf einem Pad.
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Anschließend fragte er nach medizinischen Beschwerden und notierte diese ebenfalls auf dem Pad. Am Ende reichte er dem entsprechenden Patienten das Pad und schickte ihn damit zu Doktor Ngujen. Die Anzahl der behandlungsbedürftigen Mannschaftsmitglieder belief sich bis zum Mittag auf insgesamt acht Personen, gegen 11:50 kamen keine Mannschaftsmitglieder mehr in die Krankenstation.



Sebastian fragte Alice ob es noch weitere Mannschaftsmitglieder gab bei denen die Routineuntersuchung noch ausstand und Alice sagte ihm daß alle für den aktuellen Tag angesetzten Routineuntersuchungen abgeschlossen waren. Daraufhin griff Sebastian die Kiste mit den restlichen Pads und ging damit zu Doktor Ngujen. Als Doktor Ngujen die Pads wieder im Ausrüstungsschrank verstaut hatte nahm sie das Diagnoseokular und las dessen Datenspeicher aus. Sie übertrug die Informationen in die medizinische Datenbank der Erdraumflotte und ordnete sie den entsprechenden Mannschaftsmitgliedern zu. Als sie damit fertig war fragte sie Sebastian: „Was halten Sie von einer Mittagspause?“ – „Oh, das klingt gut!“, antwortete Sebastian. Doktor Ngujen sagte: „Frau Stevens wird mich während meiner Abwesenheit hier vertreten. Begleiten Sie mich doch in die Mannschaftsmesse Leutnant Neuhof, natürlich nur wenn sie wollen!“ – „Danke, das Angebot nehme ich an.“, antwortete Sebastian. Doktor Ngujen sagte zu Ina Stevens: „Sie übernehmen! Falls es Probleme gibt rufen Sie mich einfach!“ – „Ja Doktor, verstanden!“, antwortete Ina Stevens. Anschließend ließen sich Doktor Ngujen und Sebastian in die Mannschaftsmesse teleportieren.



Sie setzten sich an einen Tisch und betrachteten das Verpflegungsangebot. Als Mittagsgericht stand Eisbein mit Erbsenpüree, Sauerkraut und Salzkartoffeln auf dem Plan. Sebastian bestellte sich zu seinem Mittagessen einen Feuertee, Doktor Ngujen wählte einen Neurobooster als Getränk zu ihrem Essen. Als sie mit dem Essen und ihren Getränken fertig waren fragte Sebastian: „Und was liegt heute nachmittag an?“ – „Wir werden die Immun- und Heilungsunterstützung von Fähnrich Claudia Bernecke anpassen.“, antwortete Doktor Ngujen. Sebastian fragte weiter: „Anpassen, woran anpassen?“ – „Für Fähnrich Bernecke steht eine Versetzung zur Kolonie auf Gliese 581g an.
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Wir müssen ihre Immun- und Heilungsunterstützung anpassen damit Fähnrich Bernecke sich schnellstmöglich aber dennoch schonend an die mehrfache Schwerkraft der Erde anpaßt.“, antwortete Doktor Ngujen. Sebastian fragte: „Heißt das, Fähnrich Bernecke muß sich auf einem Anpassungsschiff einen mehrjährigen Anpassungsflug nach Gliese 581g vorbereiten?“ – „Nein diese Anpassungsschiffe gibt es seit ein paar Jahren nicht mehr, im Gliese 581-System gibt es jetzt eine Anpassungsstation die ihre Schwerkraft durch Rotation erzeugt. Je weiter man auf dieser Station am äußeren Rand wohnt desto stärker ist die Schwerkraft. So kann sich Fähnrich Bernecke langsam und stufenweise an ein höheres Gravitationsniveau anpassen.“, erklärte Doktor Ngujen. Schließlich standen sie auf und ließen sich in die Krankenstation teleportieren. Doktor Ngujen sagte zu Ina Stevens: „Ich übernehme jetzt wieder, sie können erst einmal Pause machen.“ – „Ja Doktor!“, antwortete Ina Stevens und verließ die Krankenstation.



Doktor Ngujen setzte sich an ihren Schreibtisch und schaute auf die Konsole was sich während ihrer Abwesenheit ereignet hatte. Schließlich sagte sie zu Sebastian: „Setzen Sie sich doch, es gibt zur Zeit nicht viel zutun!“, daraufhin setzte sich Sebastian gegenüber von Doktor Ngujen an ihren Schreibtisch. Als er Doktor Ngujen eine Weile fragend angeschaut hatte sagte Sie: „Sie haben doch etwas auf dem Herzen, wenn sie eine Frage haben dann fragen Sie mich einfach!“ – „Ich verstehe die Details der Immun- und Heilungsunterstützung noch nicht ganz.“, erwiderte Sebastian. Doktor Ngujen sagte: „Na schön, dann werde ich mal versuchen Ihnen die Details zu erklären. Die Immun- und Heilungsunterstützung basiert auf Nanotechnologie, das sind winzige Maschinen die im Körper Schäden an den Zellen und Knochen reparieren. Außerdem unterstützt sie das Immunsystem bei der Abwehr von Vieren und schädlichen Bakterien, dabei identifizierten die Nanobots einen Eindringling im Körper nach dem Ausschlußprinzip. Alles was nicht zum Körper der Person gehört in dem sich die Immun- und Heilungsunterstützung befindet wird unverzüglich unschädlich gemacht.
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Das geschieht indem die Nanobots sich an die Fremdkörper heften und diese durch erhitzen abtöten. Dabei dringen die Nanobots in die Zellen der Bakterien oder in die von Vieren infizierten Zellen ein und erhitzen diese bis sie unschädlich gemacht wurden.“ – „Die Fremdkörper werden durch Erhitzen unschädlich gemacht, wird der Körper dadurch nicht ebenfalls aufgeheizt und in Mitleidenschaft gezogen?“, fragte Sebastian. Doktor Ngujen antwortete: „Nein, das Risiko besteht nicht. Die Nanobots erhitzen nur die Fremdkörper, nicht einmal die Umgebung wird dabei erwärmt. Der Rest des Körpers bleibt von diesem Sterilisationsvorgang unbeeinflußt. Die Nanobots bestehen zum größten Teil aus Calcium, wenn sie in die Fremdkörper eingedrungen sind setzen sie ihr Calcium frei. Wenn das Calcium mit dem Wasser in den Fremdkörpern reagiert kommt es zu einer heftigen extothermischen Reaktion, das heißt es wird Wärme freigesetzt. Diese Wärme macht die Fremdkörper und infizierten Zellen unschädlich.“ – „Dann ist die Immun- und Heilungsunterstützung sowas wie eine Firewall gegen Infektionen und Krankheiten?“, fragte Sebastian.



Doktor Ngujen schaute Sebastian überrascht an und sagte schließlich: „Eine Firewall? Das ist ein interessanter Vergleich. Die Immun- und Heilungsunterstützung wirkt auf Viren und Bakterien tatsächlich wie eine Firewall, sie macht alles unschädlich was sie nicht kennt. Bei Bedarf können sogar Ausnahmen in ihre Programmierung eingefügt werden.“ – „Soll das heißen die Immun- und Heilungsunterstützung eliminiert alles was biologisch ist und nicht zum Körper des Trägers gehört, wirklich alles?“, fragte Sebastian. Doktor Ngujen antwortete: „Ja, alles was biologisch ist.“ – „Was ist wenn sich die Träger der Immun- und Heilungsunterstützung fortpflanzen wollen?“, fragte Sebastian. Doktor Ngujen nickte und sagte anerkennend: „Ja, Ihre Überlegung ist korrekt. Für die Fortpflanzung muß die Immun- und Heilungsunterstützung mit einer Ausnahme versehen werden. Dabei muß die DNA des Vaters von der Immun- und Heilungsunterstützung der Mutter als unbedenklich identifiziert werden.“ – „Heißt das die Immun- und Heilungsunterstützung wirkt gleichzeitig als Empfängnisverhütung?“, fragte Sebastian.
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„Ja das ist korrekt.“, antwortete Doktor Ngujen.



Nach einiger Zeit und einigen Diskussionen über theoretische medizinische Fragen betrat schließlich Fähnrich Bernecke die Krankenstation. Doktor Ngujen stand von ihrem Schreibtisch auf und sagte: „Hallo Fähnrich! Wir können die Anpassung Ihrer Immun- und Heilungsunterstützung gleich durchführen.“ – „Ja Doktor, ich bin soweit.“, antwortete Fähnrich Bernecke. Doktor Ngujen scannte Fähnrich Bernecke und programmierte anschließend einen Nervenstranginduktor mit den nötigen Daten um die Immun- und Heilungsunterstützung von Fähnrich Bernecke für die Anpassung zu programmieren. Anschließend hielt sie Fähnrich Bernecke den Nervenstranginduktor an den Nacken und aktivierte ihn. Einige Sekunden später ertönte ein leiser kaum hörbarer Signalton. Daraufhin nahm Doktor Ngujen den Nervenstranginduktor von Fähnrich Berneckes Nacken und sagte: „So, das war’s Fähnrich. Ihre Immun- und Heilungsunterstützung ist jetzt angepaßt um eine höhere Knochendichte zu akzeptieren. Außerdem wird sie den Aufbau Ihrer Knochen unterstützen während Sie auf der Anpassungsstation leben. Ich habe einen Trainingsplan für Sie erstellt den Sie während Ihres Aufenthalts auf der Anpassungsstation befolgen müssen um die Zeit der Anpassung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Falls sie nachdem sie die Far Horizon verlassen haben noch Fragen haben kontaktieren Sie mich unbedingt!“ – „Verstanden, danke Doktor!“, antwortete Fähnrich Bernecke. Dann verabschiedete sie sich und verließ die Krankenstation. Nachdem Fähnrich Bernecke gegangen war sagte Sebastian: „Ist das nicht ein Rückschritt daß Fähnrich Bernecke sich von einem Raumschiff auf eine planetare Kolonie versetzen läßt?“ – „Nicht unbedingt, sie ist Agrarbiologin und wird auf Gliese 581g den Anbau neuer Nahrungsmittel begleiten und beaufsichtigen.“, antwortete Doktor Ngujen. Sebastian fragte weiter: „Und wie ist Ihre Meinung über meine Leistungen auf der Krankenstation?“ – „Ihre heutige Schicht auf der Krankenstation war eigentlich nur eine Formalität, durch Ihren Einsatz als Feldsanitäter haben Sie bereits bewiesen daß Sie die Kompetenz für medizinische Aufgaben besitzen.
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“, antwortete Doktor Ngujen.



Sebastian fragte plötzlich: „Wissen Sie eigentlich ob es beim Nullschwerkraftsport irgendwelche Nebenwirkungen gibt?“ – „Interessieren Sie sich etwa für den Nullschwerkraftsport?“, erwiderte Doktor Ngujen. Sebastian antwortete: „Naja, ich habe Kontakt zum Nullschwerkraftsportteam der Neptun- Hoststation und werde am Sonntag bei der Saisoneröffnung der Zero G – Meisterschaft dabei sein.“ – „Sie betreiben Nullschwerkraft- Ballsport?“, fragte Doktor Ngujen überrascht. Sebastian antwortete: „Nein, eigentlich bin ich nur das Maskottchen des Nullschwerkraftsportteams der Neptun- Hoststation.“ – „Ach ja, ich erinnere mich! Auf dem Flottenball gab es ja diese Präsentation im Rahmen des Vorstellungstanzes. Im Anschluß haben Sie und Leutnant Ivanes mit dem Nullschwerkraftsportteam diese Präsentation aufgeführt welche die Entstehung des Mondes zeigte. Bei der Gelegenheit wurde auch Ihre zukünftige Position als Maskottchen erwähnt.“, erwiderte Doktor Ngujen. Sebastian fragte: „Gibt es nun Nebenwirkungen beim Zero G?“ – „Wenn Sie sich nicht täglich mehrere Stunden in der Schwerelosigkeit herumtreiben dann brauchen Sie sich keine Gedanken über Muskel- und Knochenschwund zu machen. Und wenn Sie als Maskottchen in der Umgebung mit normaler Schwerkraft herum fliegen gibt es erst recht keine Nebenwirkungen.“, antwortete Doktor Ngujen. Sebastian sagte: „Da bin ich aber beruhigt, ich gehe nämlich gerne mit Ruby in die Nullschwerkrafthalle, Sie ist so verdammt schnell und wendig in der Schwerelosigkeit, schließlich war sie ja mal Meisterin der Nullschwerkraftgymnastik.“ – „Ja, Leutnant Ivanes hat bereits einige Titel in der Nullschwerkraftgymnastik gewonnen. Ich kann durchaus verstehen daß Sie das beeindruckt. Gönnen Sie sich ruhig einige Stunden pro Woche in der Nullschwerkrafthalle! Das wird sich nicht negativ auf Ihre Gesundheit auswirken.“, antwortete Doktor Ngujen.



Ein leichtes Vibrieren ging durch das Schiff und Sebastian fragte: „Haben Sie das eben gespürt?“ – „Das war nur der Sprungantrieb, offensichtlich ist die Far Horizon gerade gesprungen.“, antwortete Doktor Ngujen. Sebastian fragte: „Gesprungen, wissen Sie wohin?“ – „Nein ich werde über die Missionsdetails der Far Horizon normalerweise nicht informiert sofern es sich nicht um eine Mission mit medizinischem Hintergrund handelt.
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“, antwortete Doktor Ngujen. Einige Minuten nach dem Sprung öffnete sich die Tür der Krankenstation und Sarah, die Stimme von Gliese 581g kam herein. Sebastian bekam vor Staunen kaum ein Wort heraus. Doktor Ngujen fragte: „Kann ich etwas für Sie tun?“ – „Ich fliege an Bord der Far Horizon nach Gliese 581g zurück, leider habe ich mir bei einem unüberlegten Schritt den Kopf gestoßen. Offenbar habe ich vergessen oder verdrängt daß hier nur ein Bruchteil der Schwerkraft von Gliese 581g herrscht.“, antwortete Sarah. Doktor Ngujen nahm sich ein Diagnoseokular aus dem Ausrüstungsschrank und scannte Sarah. Anschließend sagte Doktor Ngujen: „Sie haben einen leichten Bluterguß an der Außenseite des Schädels. Es gibt jedoch keine Anzeichen für eine Gehirnerschütterung oder eine Schädelfraktur.“ – „Danke Doktor!“, antwortete Sarah. Doktor Ngujen erwiderte: „Ich werde jedoch etwas gegen die Schmerzen durch den Bluterguß unternehmen.“ – „Okay.“, antwortete Sarah. Doktor Ngujen rief Sebastian zu daß er einen Nervenstranginduktor programmieren sollte und nannte ihm den Diagnosecode. Sebastian nahm einen Nervenstranginduktor aus dem Ausrüstungsschrank und steckte ihn in den Steckplatz der Konsole auf Doktor Ngujens Schreibtisch, dann gab der den Diagnosecode ein den ihm Doktor Ngujen genannt hatte. Als die Programmierung abgeschlossen war zog Sebastian den Nervenstranginduktor aus der Konsole und brachte ihn Doktor Ngujen. Sie nahm den Nervenstranginduktor und fragte Sarah: „In den Nacken oder ins Kinn?“ – „In den Nacken!“, antwortete Sarah. Doktor Ngujen hielt Sarah den Nervenstranginduktor an den Nacken und aktivierte ihn. Anschließend sagte sie: „So, den Rest macht die Immun- und Heilungsunterstützung.“ – „Danke Doktor, ich werde in niedrigen Räumen in Zukunft noch vorsichtiger beim Laufen und Aufstehen sein.“, antwortete Sarah und Doktor Ngujen nickte lächelnd. Dann verabschiedete sich Sarah und verließ die Krankenstation. Doktor Ngujen sagte zu Sebastian: „Jetzt wissen Sie wo die Far Horizon hinfliegt.“ – „Ja, nach Gliese 581g. Wird Fähnrich Bernecke bei dieser Gelegenheit gleich auf die Anpassungsstation hinüber wechseln?“, erwiderte Sebastian. Doktor Ngujen sagte: „Ja ich glaube schon, wenn das Schiff sowieso in diesem System ist dann bietet es sich gerade zu an diese Gelegenheit zu nutzen.
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“ – „Das ist wahr.“, antwortete Sebastian.



Schließlich sagte Doktor Ngujen: „So Leutnant Neuhof, dann machen Sie sich mal einen erholsamen Feierabend!“ – „Was denn, ist es schon 16:00?“, erwiderte Sebastian. Doktor Ngujen antwortete: „Man merkt gar nicht wie die Zeit vergeht wenn man sich auf interessante Themen konzentriert.“ – „Ja, dann werde ich mal sehen was ich heute noch mache.“, sagte Sebastian und verabschiedete sich. Anschließend verließ er die Krankenstation. Als Sebastian im Flur vor der Krankenstation stand ließ er sich in das Quartier von sich und Ruby teleportieren. Im Quartier angekommen ging Sebastian in den Arbeitsraum und setzte sich an den Schreibtisch. Anschließend aktivierte er das in den Schreibtisch eingelassene große X-Pad, wählte die Fernkommunikation via Quantenverschränkung und baute eine Verbindung zu Rubys X-Pad auf. Ruby meldete sich und fragte: „Was gibt’s Basti?“ – „Ich bin gerade auf dem Weg nach Gliese 581g.“, antwortete Sebastian. Ruby fragte: „Fliegst Du alleine oder mit wem bist Du unterwegs?“ – „Ach eigentlich sitze ich gerade in unserem Quartier während die Far Horizon auf dem Weg ins Gliese 581-System ist.“, antwortete Sebastian. Ruby fragte: „Bringt Ihr Sarah zurück nachhause?“ – „Ja, das ist bestimmt bequemer für sie als mit einem Transitschiff zu fliegen.“, antwortete Sebastian. Ruby erwiderte: „Dann sehen wir uns im Orbit von Gliese 581g, wir sind gerade in diesem System und werden auf die Far Horizon warten.“ – „Alles klar, wir kommen in etwas mehr als einer Stunde an. Bis dann!“, erwiderte Sebastian. Ruby verabschiedete sich und trennte die Verbindung. Nach der Trennung der Kommunikationsverbindung öffnete Sebastian die Oberfläche des Flottennetzwerks und schaute was ihn am Folgetag für eine Schicht erwartet. Staunend stellte er fest daß er die nächsten zwei Tage frei hatte. Als Sebastian im Flottennetzwerk seinen Persönlichen Terminkalender öffnete sah er daß er am nächsten Tag einen Auftritt als Maskottchen der Nullschwerkraftsportmannschaft auf der Neptun- Hoststation hatte. Sebastian sagte: „Alice, bitte erinnere mich rechtzeitig an meinen Auftritt auf der Neptun- Hoststation damit ich 15 Minuten vorher dort ankomme.
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“ – „Verstanden, ich werde Dich rechtzeitig erinnern, dabei werde ich die Entfernung des Schiffes zur Neptun- Hoststation in die Erinnerungsplanung einbeziehen damit Du rechtzeitig aufbrechen kannst.“, antwortete Alice. Sebastian erwiderte: „Danke Alice, Du bist die Beste!“ – „Es ist schön daß ich helfen kann.“, antwortete Alice kühl und emotionslos. Sebastian deaktivierte das X-Pad auf dem Schreibtisch, dann stand er auf, stellte sich vor die Fensterfront und schaute nach draußen in die Passage. Als er einige Minuten damit zugebracht hatte nach draußen zu sehen ließ er sich in die Mannschaftsmesse teleportieren.



Gegen 16:20 erreichte Sebastian die Mannschaftsmesse, dort waren nur wenige Menschen und keinen davon kannte Sebastian. Er ging zu einer der kleinen Teleporterstationen an der Wand der Mannschaftsmesse und bestellte sich einen Neurobooster mit Erdbeeraroma, dann stellte er sich mit seinem Getränk an die große Fensterfront welche ebenfalls den Blick in Flugrichtung erlaubte und schaute nach draußen in das Blau der Passage. Einige Zeit später hörte er die Stimme von Fähnrich Sommer wie sie sagte: „Ein unglaublicher Ausblick, nicht wahr?“ – „Ja das ist er, einfach unglaublich. Wenn man bedenkt daß wir gerade eine Strecke von mehr als 16 Lichtjahren pro Stunde zurücklegen kann man es kaum glauben.“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer sagte: „Ich hörte daß Sie morgen einen Auftritt als Maskottchen der Nullschwerkraftsportmannschaft auf der Neptun- Hoststation haben. Sind Sie nervös?“ – „Nein, eigentlich nicht. Ich komme mit dem phaseninvertierten Schwerkraftanzug und den Trägheitsverlagerungsfeldgeneratoren gut zurecht, alles wird über den Hirnstromscanner gesteuert. Ich bin ja mit Ruby sogar schon einmal durch den Freien Raum damit geflogen, wir haben einfach Druckanzüge über die Ausrüstung gezogen und sind dann ein Wenig herum geflogen.“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer fragte: „Wo ist Leutnant Ivanes eigentlich?“ – „Sie macht mit ihrer Schwester einen Ausflug und wird im Orbit von Gliese 581g auf das Eintreffen der Far Horizon warten.“, antwortete Sebastian. Nach einer Weile fragte Fähnrich Sommer: „Haben Sie Lust auf einen Besuch in der Nullschwerkrafthalle?“ – „Was denn, Sie und ich?“, erwiderte Sebastian verwundert.
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Fähnrich Sommer antwortete: „Natürlich, ich sehe da kein Problem.“ – „Für Ruby und mich war die Nullschwerkrafthalle immer ein Ort an dem wir uns ziemlich nahe waren. Ohne Ruby wäre es nicht das Selbe.“, erwiderte Sebastian. Fähnrich Sommer sagte: „Ich verstehe. Yvette hat heute auch keine Zeit oder Lust etwas zu machen, vermutlich hatte sie die letzte Nacht genug Spaß mit Fähnrich Grimmwood.“ – „Dann möchte ich jetzt nicht in der Haut von Fähnrich Grimmwood stecken, Yvette hat ihn bestimmt ziemlich heftig rangenommen.“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer erwiderte: „Oh ja, daß Yvette als männerfressendes Biest gilt müßte inzwischen jeder auf dem Schiff wissen. Ein Wunder daß sie überhaupt noch ein Opfer, äh ich meine ein Date findet.“ – „Ja wer sich mit Yvette einläßt muß wissen was ihn erwartet.“, sagte Sebastian lachend, dann setzten sie sich beide an einen Tisch, Fähnrich Sommer bestellte sich ebenfalls ein Getränk und sie unterhielten sich über ihre Erlebnisse der letzten Tage.



Nach einiger Zeit fragte Fähnrich Sommer: „Gibt es nicht doch etwas das sie gerne mal machen würden oder auch etwas das sie gerne erfahren würden?“ – „Ja es gibt da allerdings etwas, ich würde gerne mal etwas mehr über die tragbaren Waffen erfahren die man als Wellenwerfer bezeichnet.“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer lächelte und sagte: „Ich denke da kann ich Ihnen weiterhelfen. Hätten Sie Interesse mich zum Schießstand für das Waffentraining der Offiziere zu begleiten?“ – „Zum Schießstand? Ja klar!“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer trank ihr Getränk aus und stand auf, Sebastian erhob sich ebenfalls von seinem Sitzplatz und folgte Fähnrich Sommer zum Lift. Fähnrich Sommer wählte die Trainingsabteilung für Offiziere als Fahrziel und sie warteten auf die Ankunft des Lifts. Nachdem sie den Lift betreten hatten und in Richtung Trainingsabteilung fuhren sagte Fähnrich Sommer: „Machen Sie sich keine Sorgen, die Waffen auf dem Schießstand funktionieren alle nur virtuell. Das ganze ist nur eine Simulation, selbst mit der schwersten Waffe können Sie nur die simulierten Ziele zerstören.“ – „Nicht wegen der Waffen mache ich mir Sorgen sondern wegen Ihnen Fähnrich Sommer.
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Ich bin besorgt daß wir vielleicht etwas tun könnten das Ruby gar nicht gefallen würde.“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer gab den Befehl den Lift anzuhalten und sagte zu Sebastian: „Glauben Sie mir Leutnant Neuhof, ich bin nicht wie Yvette. Im Gegenteil, Leutnant Ivanes hat mich gebeten auf Sie aufzupassen damit Yvette nicht auf dumme Gedanken kommt.“ – „Oh, jetzt verstehe ich erst Ihre Motivation mit mir etwas zu unternehmen. Ich hatte fälschlicher Weise vermutet daß Ihre Bemühungen in die gleiche Richtung gehen wie die von Yvette. Es tut mir leid daß ich Sie falsch eingeschätzt habe.“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer erwiderte: „Ich verstehe Ihre Besorgnis, Leutnant Ivanes hat mir die Geschichte erzählt wie Yvette Sie in der Mannschaftsmesse angemacht hat. Kein Wunder daß Sie seit dieser Erfahrung mißtrauisch sind, ich kann das gut verstehen.“ – „Ich bin froh daß Sie nicht sauer über mein Mißtrauen sind.“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer lächelte nur und gab den Befehl den Lift weiterfahren zu lassen.



Schließlich erreichte der Lift die Trainingsabteilung für Offiziere, Sebastian und Fähnrich Sommer gingen zum Schießstand. In der Station für die Waffenauswahl sagte Fähnrich Sommer: „Sie haben die freie Auswahl unter den Waffen.“ – „Na dann wollen wir mal“, antwortete Sebastian. Dann wählte er aus einem Regal den mittleren Wellenwerfer aus und sagte: „Diese Waffe habe ich schon mal getragen aber benutzt habe ich sie noch nie.“ – „Ah, der Wellenwerfer mittlerer Stärke! Wollen Sie eine normale Einweisung oder wollen Sie direkt zur Praxis kommen?“ – „Eine Einweisung wäre schon gut.“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer sagte: „Der Drehregler um die Mündung der Waffe ist für die Intensität des Feuerstoßes. Ein Feuerstoß mit der Intensität 1 entspricht einem Elektroschocker. Stufe 2 lähmt das Ziel ohne es zu betäuben, die Lähmung dauert maximal 24 Stunden oder bis zu einem wiederholten Treffer mit umgekehrter Polarität. Stufe 3 ist zum temporären Betäuben eines Gegners, für die Dauer gilt das Gleiche wie bei der Lähmung. Stufe 4 ist für die permanente Betäubung, die durch einem Beschuß mit umgekehrter Polarität aufgehoben wird.
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Bei Stufe 5 wird die Waffe zum Mikrowellengeschütz, in dieser Einstellung ist der Wahlschalter für die Polarität für den Versatz der Welle um 180 Grad zuständig.“ – „Wofür ist dieses Symbol auf dem Intensitätsregler?“, fragte Sebastian und zeigte auf ein Symbol das hinter der Stufe 5 lag. Fähnrich Sommer antwortete: „Dieses Symbol ist der griechische Buchstabe Gamma, diese Stufe wird auch als Gamma- Output bezeichnet. In dieser Intensitätseinstellung entscheidet der Polaritätswähler zwischen schwacher und starker Gammastrahlung. Dabei steht die positive Polarität für schwache Gammastrahlung und die negative Polarität für starke Gammastrahlung. Wollen Sie es mal ausprobieren?“ – „Ja natürlich!“, antwortete Sebastian.



Fähnrich Sommer forderte Alice auf die Simulation auf dem Schießstand zu starten, Alice bestätigte den Befehl und auf der Wand des Schießstandes erschienen farbige Kreise die sich hin und her bewegten. Fähnrich Sommer sagte: „Nur zu, versuchen Sie die Ziele zu beschießen! Die Intensität ist dabei ein entscheidender Faktor, je geringer die Intensität desto genauer muß man zielen.“ – „Alles klar, ich werde es mit Stufe 2 versuchen.“, sagte Sebastian, dann stellte er seine Übungswaffe auf Stufe 2 und begann auf die Ziele zu schießen. Sebastian zielte mit ausgestrecktem Arm und traf viele Ziele. Als Sebastian mit der Schießübung fertig war sagte Fähnrich Sommer anerkennend: „Nicht schlecht, Ihre Trefferquote lag bei 72 Prozent!“ – „Danke Fähnrich!“, antwortete Sebastian. Schließlich wählte Fähnrich Sommer eine Waffe aus welche die Dimensionen eines größeren Handstaubsaugers hatte, einen schweren Wellenwerfer wie sie diese Waffe nannte. Sie legte den Tragegurt über die linke Schulter und hielt die Waffe rechts neben ihrem Körper, anschließend setzte sie eine Gerät auf welches wie ein Diagnoseokular aussah. Dann zeigte sie auf eine kleine Kamera über der Mündung der Waffe und sagte: „Das ist die Zieloptik, sie überträgt das Bild auf das Sichtgerät das ich trage. Es ist als wenn mein Auge direkt oberhalb der Mündung sitzt. Dies ermöglicht ein unglaublich genaues Zielen.“ – „Das ist wirklich beeindruckend, auf diese Weise kann man direkt aus der Hüfte schießen.
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“, antwortete Sebastian. Dann erklärte Fähnrich Sommer die Bedienelemente der Waffe, die unteren Intensitätsstufen waren mit denen des mittleren Wellenwerfers identisch. Darüber hinaus hatte der Schwere Wellenwerfer 10 Intensitätsstufen für den Gamma- Output. Der Polaritätswähler war beim schweren Wellenwerfer im Gamma- Output ohne Funktion. Fähnrich Sommer wählte die Maximale Intensität des Gamma- Output und sagte: „Es ist zeit für die Demonstration der schweren Waffen.“, dann begann sie mit der Schießübung. Sie wartete bis mehrere Ziele dicht beieinander waren und feuerte dann darauf, dadurch konnte sie mit einem Feuerstoß gleich mehrere Ziele treffen. Diese Strategie zeichnete sich in der Bewertung der Zielgenauigkeit ab, die Zielgenauigkeit von Fähnrich Sommer betrug 98,35 Prozent. Sebastian sagte anerkennend: „Das war unglaublich, Sie wissen wirklich wie man mit großer Feuerkraft umgeht!“ – „Der Umgang mit geringer Feuerkraft ist ungleich schwieriger, besonders wenn es verschiedene Zielkategorien gibt.“, antwortete Fähnrich Sommer. Nach ihren Schießübungen fuhren Sebastian und Fähnrich Sommer zurück in die Mannschaftsmesse.



Fähnrich Sommer bestellte sich einen Neurobooster mit Kirscharoma und Sebastian einen mit Erdbeergeschmack, dann stießen sie auf die zurückliegende Schießübung an. Gegen 17:04 ging ein leichtes Vibrieren durch das Schiff und durch die Fenster der Mannschaftsmesse waren die Sterne und der Planet Gliese 581g zu sehen. Sebastian stand auf und ging mit seinem Getränk an die Fensterfront. Fähnrich Sommer folgte ihm und fragte: „Was ist denn, haben Sie etwas gesehen?“ – „Nein, ich schaue wo Ruby sein könnte. Vorhin habe ich mit ihr gesprochen und ihr erzählt daß die Far Horizon auf dem Weg nach Gliese 581g ist. Sie meinte daß sie hier auf unsere Ankunft warten würde.“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer erwiderte: „Warum kontaktieren Sie Leutnant Ivanes nicht einfach? Wenn sie im Selben System ist dann müßte sie im Bereich der Nahbereichskommunikation sein.“ – „Hey danke, das ist eine gute Idee!“, antwortete Sebastian. Anschließend sprach Sebastian in sein Kommunikationsarmband: „Alice, bitte stelle eine Verbindung zu Leutnant Ruby Ivanes her!“ – „Verstanden, die Verbindung wird hergestellt.
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“, antwortete Alice. Wenig später meldete sich Ruby und fragte: „Hallo Basti, was gibt’s?“ – „Ich wollte nur fragen ob Ihr schon in der Nähe seid.“, antwortete Sebastian, Ruby erwiderte: „Wir nähern uns und werden jeden Moment auf der Far Horizon landen.“ – „In Ordnung, ich werde mit Fähnrich Sommer in der Mannschaftsmesse warten. Danke nochmal daß Du Fähnrich Sommer gebeten hast auf mich aufzupassen!“, antwortete Sebastian. Ruby sagte: „Hey, das war doch selbstverständlich! Ich will schließlich nicht daß Yvette Dich auseinandernimmt.“ – „Das will ich auch nicht, also versuche bald wieder hier zu sein! Wir warten in der Mannschaftsmesse.“, erwiderte Sebastian. Ruby sagte lachend: „Alles klar, bis gleich! Ivanes Ende!“, dann trennte sie die Verbindung.



Fähnrich Sommer sagte: „Setzen wir uns wieder, es wird noch eine Weile dauern!“ – „Ja, Ruby weis ja wo wir sind.“, antwortete Sebastian. Als er sich gerade umdrehte und Fähnrich Sommer zu einem der Tische folgen wollte sah Sebastian etwas am Rande seines Sichtfeldes. Er wandte sich wieder der Fensterfront zu und betrachtete den Bereich wo er etwas gesehen hatte. Ein kleines Schiff kam um den Planeten Gliese 581g herum geflogen. Sebastian sagte: „Ich glaube da ist Rubys Schiff.“, Fähnrich Sommer schaute ebenfalls in die Richtung in welche Sebastian schaute. Sie sahen ein kleines Schiff das sich der Far Horizon näherte. Schließlich erkannte Sebastian daß es die BIRD OF DEATH war und er sagte: „Das ist definitiv Rubys Schiff, ich erkenne den außergewöhnlichen Anstrich!“ – „Ja, ich sehe es.“, antwortete Fähnrich Sommer, dann schauten sie wie sich Rubys Schiff näherte. Während Rubys Schiff näher kam startete ein kleines Transitschiff. Sebastian sagte: „Das wird das Schiff von Sarah sein, sie fliegt nachhause.“ – „Sie hat gestern ein tolles Konzert gegeben.“, antwortete Fähnrich Sommer. Schließlich war Rubys Schiff so nahe daß es von der Mannschaftsmesse aus nicht mehr zu sehen war. Sebastian und Fähnrich Sommer schauten dem Transitschiff von Sarah hinterher wie es in die Atmosphäre von Gliese 581g eintauchte. Schließlich meldete sich Ruby und berichtete daß sie und Stefanie wieder an Bord der Far Horizon waren.
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Wenig später änderte die Far Horizon den Kurs, sprang eine kurze Strecke und tauchte dann wieder im normalen Raum auf. Durch die Fenster der Mannschaftsmesse war eine große Raumstation zu sehen, Ihr Zentrum bestand aus einem zylindrischen Kernstück um das herum mehrere Ringe angeordnet waren. Die Ringe hatten verschiedene Durchmesser und waren mit dem kleinsten beginnend der Größe nach von innen nach außen angeordnet und durch Strukturen in Form von Speichen verbunden. . Sebastian sagte: „Das muß wohl die Anpassungsstation sein auf der man sich an die größere Schwerkraft auf Gliese 581g anpassen kann.“ – „Ja, ich habe gehört daß Fähnrich Bernecke zur Kolonie auf Gliese 581g versetzt wird.“, antwortete Fähnrich Sommer.



Nachdem sie eine Weile die Anpassungsstation betrachtet und über das Für und Wider eines Lebens auf Gliese 581g diskutiert hatten standen plötzlich Ruby und Stefanie hinter ihnen und Ruby sagte: „Beeindruckend nicht wahr?“ – „Ja, diese Station könnte auch aus einen Science-fiction-Film stammen.“, sagte Sebastian, dann drehte er sich um und umarmte Ruby. Schließlich fragte Sebastian: „Und, wo wart Ihr?“ – „Wir haben die Werftstation bei Wolf drei fünf neun besichtigt, dann waren wir zum Mittagessen auf einer der Skyfood- Agrarstationen zwischen den Umlaufbahnen von Merkur und Venus und schließlich sind wir hierher geflogen.“, antwortete Stefanie. Ruby sagte: „Und meine Schwester saß die ganze Zeit an den Flugkontrollen.“ – „Ja, das war vielleicht ein Abenteuer!“, fügte Stefanie hinzu. Sebastian sagte: „Da habt Ihr den Tag aber richtig genutzt.“ – „Der Tag ist noch nicht vorbei.“, antwortete Ruby. Stefanie fügte hinzu: „Ja, wir wollen heute noch mit Dir in einen multiperspektivischen Film gehen.“ – „Das ist ja riesig!“, erwiderte Sebastian. Ruby sagte: „Sobald wir wieder im Neptunorbit sind gehen wir auf die Hoststation und besuchen das Mediencenter. Der Film dürfte Dir vielleicht gefallen Basti, er trägt den Titel SPACEFLEET-DIARY und basiert auf realen Missionsberichten.“ – „Ist das sowas wie Startrek nur mit realem Hintergrund?“ fragte Sebastian. Ruby antwortete: „Der Vergleich ist gar nicht mal so abwegig.“ – „Das ist ja riesig!“, erwiderte Sebastian.



Sie setzten sich an einen Tisch und Ruby bestellte vier Trinkkrüge mit blauem Honigwein.
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Nachdem sie angestoßen und den ersten Schluck genommen hatten sagte Ruby zu Fähnrich Sommer: „Danke daß Sie auf Sebastian aufgepaßt haben! Ich lasse ihn nur ungern in der Reichweite von Yvette zurück.“ – „Das habe ich gern getan, wir haben uns die Zeit auf dem Schießstand vertrieben.“, antwortete Fähnrich Sommer. Dann erzählte Sebastian von seiner Schießübung mit Fähnrich Sommer und auch von seiner Vermutung daß Fähnrich Sommer irgendwelche zweifelhafte Absichten verfolgt. Darauf erzählte Stefanie von ihren Erlebnissen während ihres Ausfluges mit Ruby. Als ein leichtes Vibrieren durch das Schiff ging und die Far Horizon in die Passage gesprungen war sagte Ruby: „Wollen wir bis zur Ankunft im Neptunorbit noch ein Wenig entspannen? Wir könnten in die Nullschwerkrafthalle gehen.“ – „Ich bin dabei.“, antwortete Sebastian, auch Fähnrich Sommer und Stefanie bekundeten ihr Interesse. Daraufhin tranken sie ihre Trinkkrüge leer und begaben sich zur Nullschwerkrafthalle.



Als sie vor der Nullschwerkrafthalle angekommen waren sagte Sebastian: „Morgen habe ich einen Auftritt als Maskottchen der Nullschwerkraft- Ballsportmannschaft auf der Neptun- Hoststation. Außerdem habe ich morgen und übermorgen keinen Dienst.“ – „Das ist ja cool! Gibt’s da noch Plätze für Zuschauer?“, erwiderte Stefanie. Ruby antwortete: „Natürlich, Du kannst das Nullschwerkraft- Ballspiel entweder in der Publikumslounge oder im Flottennetzwerk mit ansehen.“ – „Das will ich auch auf keinen Fall verpassen.“, sagte Fähnrich Sommer. Nachdem sie sich für den nächsten Tag verabredet hatten um das Nullschwerkraft- Ballspiel zu verfolgen gingen sie in die Nullschwerkrafthalle. Sebastian und Ruby erreichten die Nullschwerkrafthalle wie üblich mit Anlauf. Stefanie und Fähnrich Sommer schwebten langsam in die Nullschwerkrafthalle hinein. Als sie sich in der Nullschwerkrafthalle versammelt hatten fragte Sebastian ob Ruby ihm vielleicht ein atemberaubendes Manöver zeigen könnte. Ruby sagte daraufhin zu Sebastian: „Okay dann halt Dich mal fest!“, daraufhin legte Sebastian von hinten die Arme um Rubys Taille. Ruby beschleunigte daraufhin mit einigen kräftigen Schwimmzügen und richtete sich anschließend mit den Füßen in Flugrichtung aus.
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. Als sie sich der Wand näherten winkelte Ruby die Beine an und stieß sich kräftig von der Wand ab und bei jedem Wandkontakt wiederholte sie die Prozedur um immer schneller zu werden. Während sie mit Sebastian durch die Halle heizte forderte sie Fähnrich Sommer auf mit Stefanie ebenfalls Geschwindigkeit aufzubauen und sich für ein gegenseitiges Übergabemanöver bereitzuhalten. Sebastian fragte während er sich an Ruby festhielt: „Was ist ein gegenseitiges Übergabemanöver?“ – „Du wirst es sicher als spektakulär empfinden.“, antwortete Ruby.



Als Ruby mit Sebastian dicht an Fähnrich Sommer und Stefanie vorbei flog sagte sie Fähnrich Sommer daß sie nach der Wende an der Wand den Abschuß durchführen sollten. Zu Sebastian sagte sie daß er sich an ihren Schultern festhalten und sich auf ihr Zeichen in Flugrichtung abstoßen sollte. Sebastian hielt sich daraufhin an Rubys Schultern fest. Ruby führte die Wende an der Wand durch und gab Sebastian das Zeichen sich abzustoßen. Sebastian stieß sich in Flugrichtung von Rubys Schultern ab und sah daß Stefanie sich ebenfalls von Fähnrich Sommers Schultern abgestoßen hatte. Und schon hatte sie ihn mit geringer Distanz verfehlt. Fähnrich Sommer hatte daraufhin ihre Fluglage geändert so daß sie mit den Füßen voran auf Sebastian zuflog. Bevor Sebastian ausweichen konnte war Fähnrich Sommer schon auf gleicher Höhe wie er und legte die Arme um seine Taille, dabei sagte sie: „Alles okay ich habe Sie!“ – „Oh, was passiert hier?“, erwiderte Sebastian, da er und Fähnrich Sommer aus entgegengesetzten Richtungen kamen hoben sich ihre Bewegungsmomente gegenseitig auf und sie lagen fast bewegungslos im Zentrum der Nullschwerkrafthalle. Sebastian schaute sich zu Ruby um die mit ihrer Schwester ebenfalls bewegungslos in der Luft hing. Sebastian schaute wieder Fähnrich Sommer an und fragte: „Was war das für ein Manöver?“ – „Das war das Übergabemanöver in doppelter Ausführung.“, erklärte Fähnrich Sommer. Ruby fügte hinzu: „Normalerweise führt man dieses Manöver nur zu dritt aus. Dabei wird eine Person im Flug von einer zweiten zur dritten übergeben.“ – „Wir haben dieses Manöver gleichzeitig in beide Richtungen ausgeführt.
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“, erklärte Fähnrich Sommer. Sebastian war es unangenehm Fähnrich Sommer so nahe zu sein und er sagte mit rotem Kopf: „Könnten Sie mich jetzt wieder loslassen? Das fühlt sich irgendwie nicht richtig an.“ – „Aber klar doch!“, antwortete Fähnrich Sommer, dabei mußte sie leise kichern. Sie löste die Umklammerung von Sebastians Taille und manövrierte sich mit den Armen rudernd auf etwa eine halbe Armlänge Abstand zu Sebastian, dann fragte sie: „Ist es so besser?“ – „Ja, definitiv besser.“, antwortete Sebastian und manövrierte sich in eine senkrechte Position zum Boden der Halle und sagte zu Ruby: „Du hattest Recht, dieses Manöver war äußerst spektakulär, alles ging so schnell daß ich es kaum realisieren konnte bevor es vorbei war.“ – „Du wolltest Doch daß ich Dir ein atemberaubendes Manöver zeige.“, antwortete Ruby lächelnd, dann flogen sie noch eine halbe Stunde in den verschiedensten Formationen in der Nullschwerkrafthalle umher. Schließlich sagte Ruby: „Dann wollen wir uns mal etwas frisch machen, wir müßten bald wieder im Neptunorbit sein. Daraufhin versammelten sie sich an der Wand gegenüber dem Ausgang der Nullschwerkrafthalle und stießen sich gemeinsam von der Wand ab. Ruby hielt dabei Sebastian im Arm um ihm bei der Ausrichtung seiner Fluglage zu helfen.



Nachdem sie alle wieder auf ihren Füßen gelandet und den Bereich mit 100 Prozent der normalen Schwerkraft erreicht hatten sagte Ruby: „Wir sehen uns um 18:00 in der Mannschaftsmesse. Sebastian und ich springen nochmal unter die Dusche.“ – „Haben Sie was dagegen wenn ich mitkomme?“, fragte Fähnrich Sommer. Sebastian, Ruby und Stefanie hatten keine Einwände und so verabredeten sie sich zu viert für 18:00 in der Mannschaftsmesse. Daraufhin ließ Sebastian sich und Ruby in ihr Quartier teleportieren. Als sie dort angekommen waren sagte Sebastian: „Das war schon fast zu heftig für mich. Das Manöver war nicht so schlimm aber daß ich in den Armen von Fähnrich Sommer lande, darauf hättest Du mich vorbereiten können.“ – „Ja ich habe gemerkt daß es Dir unangenehm war, Dein Kopf war rot wie eine Tomate.“, antwortete Ruby lächelnd. Dann gingen sie in den Schlafbereich und holten ihre Outfits für besondere Anlässe aus dem Schrank.
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Als sie wenig später unter der Dusche standen sagte Ruby: „Was hältst Du von Fähnrich Sommer nachdem Du einige Zeit mit ihr verbracht hast?“ – „Nun ja sie ist ganz in Ordnung und am Schießstand war sie ziemlich gut. Ich glaube Du hast die richtige Person ausgewählt die mich während Deiner Abwesenheit gegen Yvette verteidigt.“, antwortete Sebastian. Ruby sagte: „Ich hoffe ich habe Dich mit dem Manöver in der Nullschwerkrafthalle nicht zu kalt erwischt.“ – „Nein das war schon okay, nur die Landung in den Armen von Fähnrich Sommer war etwas ... worauf Du mich besser hättest vorbereiten sollen.“, antwortete Sebastian. Ruby strich Sebastian über das Gesicht und sagte: „Kann ich irgendwas tun um die Sache wieder gut zu machen?“ – „Vielleicht könntet Ihr das Manöver mal mit Yvette machen, mal sehen wie gut sie plötzliche Geschwindigkeitsänderungen verträgt.“, antwortete Sebastian lachend. Ruby erwiderte: „Dieses Manöver sollten wir uns aufheben für den Fall daß Yvette Dich nochmal anmacht.“ – „Oh ja, danach habe ich in der Nullschwerkrafthalle wieder einen Ort an dem ich mich vor Yvette zurückziehen kann.“, antwortete Sebastian. Ruby nahm ihn in den Arm und küßte ihn zärtlich.



Nachdem sie die Dusche verlassen hatten und ihre Kleidung angezogen hatten ließen sie sich in die Mannschaftsmesse teleportieren, es war 18:02 als sie dort ankamen. Fähnrich Sommer und Stefanie saßen an einem Tisch und warteten bereits. Durch die Fensterfront der Mannschaftsmesse konnte man erkennen daß die Far Horizon wieder im Neptunorbit war. Fähnrich Sommer und Stefanie standen auf und Ruby ließ sie alle vier auf die Hoststation teleportieren. Nachdem sie die obere Aussichtsplattform der Hoststation erreicht hatten fuhren sie mit dem Lift hinunter zum Mediencenter. Dort angekommen gingen sie in den Kinobereich wo es viele kleine Räume gab. Ruby ging an einen Tresen und sagte: „Einmal SPACEFLEET- DIARY für vier Personen bitte!“ – „Sie können den Film in Raum drei sehen.“, sagte der Mann hinter dem Tresen. Daraufhin gingen sie durch die entsprechende Tür in einen kleinen runden Raum mit etwa vier Metern Durchmesser. An der Wand waren 10 Sitzplätze im Kreis angeordnet in deren Armlehnen die Augenliederprojektionssysteme steckten.
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Nachdem sie sich gesetzt hatten sagte Stefanie zu Sebastian: „Das wird eine ganz neue Erfahrung für Dich.“ – „Hier in der Armlehne ist die Kontrollkonsole für das Augenliederprojektionssystem, damit wählst Du den Charakter aus dessen Perspektive Du den Film sehen willst. Wenn Du einen Charakter gewählt hast der auf irgendeine Weise aus dem Geschehen ausscheidet dann wechselt die Perspektive zur neutralen Ansicht. Das heißt Du siehst das Geschehen aus der Zuschauerperspektive. Du kannst auch während des Films zwischen den Charakteren hin und her wechseln wie Du gerade willst.“, erklärte Ruby und klemmte Sebastian ein paar halbkreisförmige Geräte hinter die Ohren. Sebastian fragte: „Und was ist das?“ – „Das sind induktive Kopfhörer, sie umgehen das Trommelfell und übertragen den Ton per Induktion direkt in Deinen Gehörnerv.“, erklärte Ruby. Als sie alle die Augenliederprojektionssysteme und die Induktionskopfhörer angelegt hatten fragte Sebastian: „Was könnt Ihr mir zur Story erzählen?“ – „Laß Dich überraschen! Ich glaube es wird Dir gefallen.“ Dann schlossen sie die Augen und die Vorführung begann. Der Film war die Nachgestellte Geschichte einer Mission der Far Horizon welche auf den Missionsberichten und den Eintragungen im Schiffslogbuch basierte. Sebastian wählte die Perspektive des Kapitäns um alles aus seiner Sicht mitzuerleben.



Vor lauter Spannung vergaß Sebastian völlig daß er eigentlich zusammen mit Ruby, Stefanie und Fähnrich Sommer in dem kleinen Kino saß, er sah und erlebte alle Ereignisse des Filmes aus der Perspektive des Kapitäns. Es war fast wie ein Traum, nur viel spannender und mit viel Liebe zum Detail nachgestellt. Sebastian erkannte sogar die Orte auf der Far Horizon wieder die er in dem Film sah. Das beste war jedoch daß dieser Film wirklich die Illusion vermittelte daß man selbst die Person war aus deren Perspektive man den Film sah. Selbst die Eingaben welche der Kapitän auf verschiedenen Konsolen machte wurden so dargestellt daß man die Hände des Kapitäns auf der Konsole verfolgen konnte. Auch die Dialoge zwischen den Charakteren war als ob man selbst die Gespräche führte. Die Stimme des Charakters aus dessen Perspektive man das Geschehen betrachtete schien direkt im eigenen Kopf zu entstehen während die Stimmen der anderen Charaktere einzeln zu orten waren, ob sie nun von links, von rechts, von vorn oder hinten kamen.
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Die einzelnen Handlungsabläufe waren auch genau so wie im richtigen Leben auf der Far Horizon. Das beeindruckendste war jedoch die Qualität der Bilder, nichts ließ auch nur im Ansatz vermuten daß dies nur ein Film war. Es gab in den einzelnen Szenen keinen einzigen Schnitt, nur Zeiträume ohne ein besonderes Geschehen wurden ausgeblendet so daß es aussah als ob man diese einfach verschlafen hatte. Der Film erzählte die Geschichte der ersten Mission des Raumschiffes Far Horizon. Die Tests waren abgeschlossen und die Far Horizon startete von der Werftstation bei Wolf drei fünf neun. Zuerst ging es zur Marskolonie, dort wurden Materialien für den Aufbau der Kolonie auf Gliese 581g an Bord genommen. Das Personal war schon einige Jahre vorher mit den Anpassungsschiffen in Richtung Gliese 581g aufgebrochen um sich an die höhere Schwerkraft dieses Planeten anzupassen. Nach ihrer Anpassung waren die Kolonisten auf dem Planeten gelandet und lebten in den Raumschiffen auf der Oberfläche. Auch Verwalter Benjamin Mangold war unter den Ersten Kolonisten, er überwachte persönlich den Aufbau der Kolonie. Nachdem die Far Horizon die Materialien für den Aufbau der Kolonie abgeliefert hatte flog sie zur Neptun Hoststation. Dort kamen die restlichen Mannschaftsmitglieder an Bord unter denen zu Sebastians großem Erstaunen auch Ruby, Yvette und Nicole waren. Auch die Vorstellung der Neuen Mannschaftsmitglieder beim Kapitän war in diesem Film detailgetreu nachgestellt.



Die Stelle an der Sebastian am meisten schmunzeln mußte war als Yvette von Kapitän Tönnigs ihr Rufzeichen verpaßt bekam. Sie hatte während einer Gefechtsübung eine erstaunlich gute Leistung bewiesen, die Leistung einiger ihrer Geschwaderpiloten schien ihr jedoch nicht genügt zu haben. Nach der Landung knöpfte sie sich die einzelnen Piloten vor und schnauzte sie nach allen Regeln der Kunst an. Als sie gerade dem letzten ihrer Delinquenten standrechtlich zusammenfaltete kam Kapitän Tönnigs dazu. Dann folgte eine Standpauke die sich gewaschen hatte. Der Kapitän machte Yvette mächtig die Hölle heiß. Im Anschluß an seine Standpauke verpaßte Kapitän Tönnigs Yvette das Rufzeichen Viper, wegen ihres aggressiven Flugstils und ihres schnell ausbrechenden Temperaments.
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Auch die Aktivitäten denen Kapitän Tönnigs während seiner Freizeit nachging wurden gezeigt. Er setzte sich gerne mit Commander Junkers zusammen und schaute mit ihm alte Filme über die Seefahrt, Piraten und die Marine, darunter waren auch Kriegsfilme. Dann unterhielten sie sich darüber was sich seit den Zeiten in denen die Filme spielten alles verändert hatte und wie zivilisiert es doch bei der Erdraumflotte zuging. Für Sebastian war alles so realistisch als würde er selbst in der Haut des Kapitäns stecken.



Als der Film vorbei war und Sebastian das Augenliederprojektionssystem sowie die Induktionskopfhörer abnahm brauchte er einige Zeit um sich zu besinnen wo er war. Er schaute zu Ruby hinüber und legte seine Hand auf ihre, dann sagte er: „Das war unglaublich! Wenn der Film noch etwas länger gewesen wäre dann könnte ich wohl nicht mehr zweifelsfrei sagen wer ich bin. Es war fast so als wäre ich selbst Kapitän Tönnigs.“ – „Ah ja, Du hast also auch die Ego- Perspektive von Kapitän Tönnigs gewählt. Das wundert mich überhaupt nicht, schließlich ist diese Perspektive die beliebteste von allen. Fast jeder wählt beim ersten Mal die Ego- Perspektive von Kapitän Tönnigs. Das mag daran liegen daß der Beruf des Kapitäns eines Raumschiffes eine Art Traumberuf ist, jeder will einmal Kapitän sein.“, antwortete Ruby.



Sie verließen gegen 20:45 das Kino und Sebastian fragte: „Wieviele Episoden gibt es von SPACEFLEET-DIARY?“ – „Diese war der allererste Film, es gibt noch keine weiteren Folgen aber da man den Film aus der Perspektive jedes Charakters verfolgen kann wird es auch nicht langweilig wenn man ihn mehrmals sieht.“, antwortete Stefanie. Ruby fragte: „Hat’s Dir gefallen Basti?“ – „Gefallen? Der Film war absolut unglaublich! Ich hielt ja bisher immer die Startrek- Serien für die besten Science-fiction-Serien aber das was ich heute gesehen habe ist um vieles phantastischer.“, antwortete Sebastian. Ruby fragte in die Runde: „Wollen wir noch etwas trinken gehen?“, Sebastian, Stefanie und Fähnrich Sommer stimmten begeistert zu. Daraufhin fuhren sie mit dem Lift zum Restaurantbereich.
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Im Restaurantbereich angekommen entschieden sie sich für die Sagitariusbar als Lokal für ihren gemütlichen Abend. Sie setzten sich an einen Tisch mit 4 Stühlen und Ruby fragte: „Was trinken wir?“, darauf entschied sich Fähnrich Sommer für einen BROWN-DWARF und Stefanie für einen BLUE-GIANT. Ruby wählte einen BLACK-HOLE und fragte: „Was nimmst Du Basti?“ – „Ich werde einen blauen Honigwein nehmen, morgen habe ich einen Auftritt als Maskottchen der hiesigen Nullschwerkraftsportmannschaft. Ein Maskottchen mit einem Kater will sicher niemand sehen und wer weis ob ich in einem solchen Zustand überhaupt fähig bin zu fliegen.“, antwortete Sebastian. Ruby erwiderte: „Ach Mensch Basti, bis dahin ist noch viel Zeit! Bis zu Deinem Auftritt morgen bist Du wieder nüchtern und fit, wenn nicht kann Doktor Ngujen Dir den Kater mit ein paar biochemischen Zaubertricks wieder austreiben.“ – „Na gut, wenn Du meinst daß es für mich eine Gute Idee ist heute auf Safe-Alk zu verzichten, dann nehme ich einen GAMMARAYBURST.“, antwortete Sebastian. Ruby nickte und sagte: „Das nenne ich mal eine Entscheidung!“ – „Ich hoffe daß sie richtig war.“, antwortete Sebastian. Daraufhin grinste Ruby nur und bestellte die Cocktails.



Etwas später kam der kleine Wagen mit den Getränken angefahren. Ruby stellte die Cocktails auf den Tisch und Sebastian betrachtete die Trinkgefäße. Während Ruby, Stefanie und Fähnrich Sommer ein normales Glas hatten stand vor ihm ein fast doppelt so großer brauner Trinkbecher mit geriffelter Oberfläche außen und einem dampfenden Getränk drinnen. Sie prosteten sich zu und Sebastian schaute unschlüssig in seinen Trinkbecher. Ruby sagte: „Du mußt ihn trinken solange er kalt ist!“ – „Solange er kalt ist? Und wieso dampft es dann aus meinem Becher wie aus einem defekten Heizungsrohr?“, fragte Sebastian. Ruby antwortete: „Dein Cocktail dampft weil er so kalt ist, er wurde mit flüssigem Sauerstoff herunter gekühlt. Aber keine Angst, Du holst Dir keine Erfrierungen beim Trinken!“ – „Na dann Prost!“, antwortete Sebastian und nahm mit geschlossenen Augen einen großen Schluck. Durch die Kälte kribbelte es ein Wenig auf der Zunge aber insgesamt schmeckte der Cocktail eigentlich ganz gut.
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Nachdem Sebastian den Becher wieder abgestellt hatte sagte er: „Nicht schlecht!“ – „Versuche ihn auszutrinken solange er noch dampft! Wenn er zu warm wird ist es als ob Dir flüssiges Feuer die Kehle hinunter rinnt.“, sagte Ruby. Sebastian griff erneut nach dem Becher und leerte ihn mit einem zweiten großen Schluck. Als er den leeren Becher wieder auf den Tisch gestellt hatte sagte Sebastian: „So, für mich gibt es für den Rest des Abends nur noch Safe-Alk!“ – „Geht klar!“, antwortete Ruby.



Als alle ihre Cocktails ausgetrunken hatten bestellte Ruby vier große Trinkkrüge mit gelbem Honigwein. Sebastian fragte: „Warum bestellst Du gelben Honigwein?“ – „Der gelbe Honigwein kompensiert durch seine anregende und belebende Wirkung die Wirkung des Alkohols, das ist ein alter Trick den ich während meiner Ausbildung gelernt habe.“, antwortete Ruby. Als der kleine Wagen erneut an den Tisch kam stellte Ruby die vier Trinkkrüge auf den Tisch und die leeren Cocktailgläser auf den Wagen, dann fuhr der kleine Wagen wieder davon. Wieder prosteten sie sich zu und tranken einen Schluck.



Sebastian fragte: „Wie kommt es daß der gelbe Honigwein die Wirkung von Alkohol neutralisiert?“ – „Durch die Enzyme die in ihm enthalten sind, sie helfen der Leber den Alkohol schneller abzubauen und regen zusätzlich den Kreislauf an. Eigentlich sind die Enzyme nur dafür gedacht den Kreislauf anzuregen und die Müdigkeit zu vertreiben, die Kompensation der Wirkung des Alkohols ist eine nette Nebenwirkung.“, antwortete Ruby. Daraufhin nahm Sebastian einen großen Schluck aus seinem Trinkkrug. Ruby fragte schließlich: „Und wie war die Schicht auf der Krankenstation?“ – „Ach eigentlich ganz entspannt, ich war nur für das Scannen zuständig und mußte die untersuchten Mannschaftsmitglieder nach Beschwerden befragen. Wer keine auffälligen Biowerte aufwies und auch nicht über Beschwerden klagte konnte die Krankenstation wieder verlassen. Bei allen Anderen mußte ich die abweichenden Biowerte, Diagnosecodes und Beschwerden auf einem Pad dokumentieren und das entsprechende Mannschaftsmitglied mit diesem Pad zu Doktor Ngujen schicken. Das war eigentlich alles, bis zum Mittag waren alle Routineuntersuchungen abgeschlossen. Nach der Mittagspause hat mir Doktor Ngujen noch einiges über die Immun- und Heilungsunterstützung erklärt, es war wirklich interessant.
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“, antwortete Sebastian.



Stefanie fragte Sebastian: „Und morgen bist Du als Maskottchen beim Zero G?“ – „Ja, ich stelle einen Falken dar und werde unter meinem Kostüm einen phaseninvertierten Schwerkraftanzug und einige Trägheitsverlagerungsfeldgeneratoren tragen. Dadurch kann ich auch außerhalb der Nullschwerkrafthalle fliegen was die anderen Maskottchen wahrscheinlich nicht können.“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer interessierte sich sehr für die Maskottchen- Geschichte von Sebastian, dann erzählte sie von ihrem Aufenthalt auf dem Schießstand mit Sebastian. Stefanie und Ruby hörten interessiert zu und als Fähnrich Sommer mit ihrer Erzählung fertig war sagte Ruby zu Sebastian: „Du machst also auch eine gute Figur wenn Du auf kleinere Objekte schießt als auf Asteroiden, nicht schlecht!“ – „Fähnrich Sommer und ich konnten ja leider kein Schiff nehmen um zum nächsten Asteroidenfeld zu fliegen da die Far Horizon sich in einer Sprungpassage nach Gliese 581g befand.“, antwortete Sebastian. Ruby erwiderte: „irgendwann hättest Du es ja sowieso lernen müssen mit den Handfeuerwaffen der Erdraumflotte umzugehen. Wenn jetzt eine Schießübung auf dem Plan steht bist Du wenigstens vorbereitet.“ – „Ja dank Fähnrich Sommer, es war ihre Idee auf den Schießstand zu gehen.“, antwortete Sebastian. Fähnrich Sommer erwiderte: „Eigentlich wollte ich mit Leutnant Neuhof in die Nullschwerkrafthalle aber er hatte ein ungutes Gefühl dabei. Er sagte daß es ohne Leutnant Ivanes nicht das selbe sein würde.“ – „Mein Freund und Musterschüler!“, sagte Ruby stolz und strich Sebastian über die Haare.



Nachdem sie ihre Trinkkrüge geleert hatten standen sie auf und verließen die Bar. Als sie im Restaurantbereich vor den Liftzugängen standen fragte Ruby: „Geht’s Basti oder soll ich Dich stützen?“ – „Nein alles in Ordnung, ich bin noch erstaunlich nüchtern.“, antwortete Sebastian. Daraufhin ließ Ruby sie alle vier auf die Far Horizon in die Mannschaftsmesse teleportieren. In der Mannschaftsmesse saß Yvette an einem Tisch bei einem Getränk und fuhr sich gelangweilt durch die Haare. Als sie Sebastian und die anderen sah rief sie: „Wo wart Ihr denn? Ich hab Euch überall gesucht.
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“ – „Wir haben uns SPACEFLEET-DIARY angesehen und anschließend waren wir noch etwas trinken.“, erwiderte Fähnrich Sommer. Yvette runzelte die Stirn und fragte: „SPACEFLEET-DIARY, läuft der schon?“ – „Offensichtlich ja, schließlich haben wir ihn gesehen. Das war echt unglaublich, kein Vergleich zu den Filmen auf der Erde!“, antwortete Sebastian. Yvette fragte: „Ist der etwa multiperspektivisch?“ – „Oh ja, und man hat Mühe hinterher noch zu wissen, wer oder wo man ist.“, erwiderte Sebastian voller Überzeugung. Sie setzten sich zu Yvette und Ruby bestellte vier Trinkkrüge blauen Honigwein.



Als sie ihre Trinkkrüge in den Händen hielten und anstießen fragte Yvette: „Was denn, heute wieder nur Safe-Alk?“ – „Nein, die richtigen Cocktails haben wir auf der Hoststation schon getrunken.“, antwortete Ruby. Dann erzählte sie Yvette was sie getrunken hatten. Yvette verdrehte die Augen und fragte Sebastian: „Du hattest einen GAMMARAYBURST?“ – „Ja, zumindest hatte ich einen bestellt und man hatte mir gesagt daß mein Cocktail das war was ich bestellt hatte.“, antwortete Sebastian. Yvette erwiderte: „Kaum zu glauben daß Du noch freihändig herumlaufen kannst.“ – „Tja Yvette, Basti ist eben nicht so leicht abzufüllen.“, antwortete Ruby. Schließlich fragte Yvette wie der Film war und aus der Sicht welcher Charaktere sie das Geschehen betrachtet hatten. Daraufhin erzählten Sebastian und die Anderen von ihrem Filmerlebnis. Yvette maulte: „Da hättet Ihr mir ja auch mal was sagen können, ich wäre auch gerne mitgekommen.“ – „Du hast Dich ja heute kaum sehen lassen, das einzige Mal habe ich Dich heute auf der Krankenstation bei Deiner Routineuntersuchung gesehen.“, antwortete Sebastian. Yvette erwiderte: „Ich war halt noch etwas müde, da mußte ich etwas Schlaf nachholen.“ – „Na toll, den halben Tag hat Du verpennt!“, antwortete Fähnrich Sommer. Yvette erwiderte: „Dafür hatte ich zuvor meinen Spaß.“ – „Sag jetzt nicht Du hast letzte Nacht schon wieder jemanden massakriert!“, sagte Fähnrich Sommer. Yvette frohlockte: „Massakriert kann man dazu nicht sagen, wir hatten halt ziemlich viel Spaß.“ – „Ich bin nur froh daß ich mit Ruby zusammen bin. Nach dem was ich während unserer neuralen Verbindung an Erinnerungen von Dir gesehen habe läßt Du es ja ziemlich krachen wenn Du Spaß hast.
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“, sagte Sebastian. Yvette verzog das Gesicht und schnitt eine Grimasse, dann sagte sie: „Du würdest Dich wundern was noch alles in mir steckt.“ – „Yvette, es reicht!“, schimpfte Ruby. Nachdem Yvette eine Weile Geschwiegen hatte verabschiedete sie sich und ließ sich in ihr Quartier teleportieren. Als Yvette verschwunden war sagte Sebastian: „Irgendwie war Yvette heute wieder auf Ärger aus.“ – „Ist sie das nicht immer?“, fragte Fähnrich Sommer. Stefanie antwortete: „Das muß wohl an ihrem Temperament liegen, sie hat ihr Rufzeichen schließlich nicht umsonst von Kapitän Tönnigs bekommen.“ – „Ja sie ist leicht reizbar und manchmal ziemlich giftig, genau wie eine Viper.“, fügte Sebastian hinzu. Dann tranken sie aus und verabschiedeten sich voneinander, anschließend ließ Sebastian Ruby und sich in ihr gemeinsames Quartier teleportieren.



Nachdem sie das Quartier erreicht hatten sagte Ruby: „Ich muß nochmal Sascha Bienek kontaktieren, er soll mir sagen wann wir uns morgen treffen.“ – „Ich habe Alice schon gebeten mich morgen rechtzeitig an meinen Auftritt zu erinnern damit ich 15 Minuten vorher dort ankomme.“, antwortete Sebastian. Ruby grinste nur und sagte: „Ich will auch wissen ob wir nach dem Spiel, wann immer das sein wird, noch etwas unternehmen.“ – „Meinst Du sowas wie eine kleine Party?“, fragte Sebastian. Ruby antwortete: „Glaube mir, klein wird die Party garantiert nicht.“ – „Was geht denn auf dieser Party so ab?“, wollte Sebastian wissen. Ruby legte Sebastian den Arm über die Schultern und sagte: „Ach nur das Übliche, wir essen, trinken, lachen und tanzen.“ – „Also beim Tanzen werde ich dann wohl ausscheiden, wie Du weist bin ich beim Tanzen miserabel.“, erwiderte Sebastian. Ruby lachte und sagte: „Darauf würde ich nicht wetten! Das wird keine gewöhnliche Party, dort werden nur Leute sein die mit Nullschwerkraftsport etwas zutun haben oder hatten. Ich habe vorhin mit Judith Hofmeister und Sonja van Sanden gesprochen, sie sagten mir daß sie das Konzept des Nullschwerkrafttanzes noch einmal durchdacht haben und es morgen bei der Party erstmals im großen Stil anwenden werden.“ – „Heißt das etwa daß alle mit phaseninvertierten Schwerkraftanzügen und Trägheitsverlagerungsfeldgeneratoren ausgestattet sein werden und dort in drei Dimensionen getanzt wird?“, fragte Sebastian ungläubig.
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Ruby nickte grinsend und antwortete: „Genau so sieht’s aus.“ – „Ich fasse es nicht, eine Party auf der Nullschwerkrafttanz stattfindet!“, rief Sebastian.



Ruby stellte daraufhin eine Sprechverbindung zu Sascha Bienek her. Als Sascha sich meldete sagte Ruby: „Hallo Sascha, ich wollte nur mal fragen wie unser Zeitplan für morgen aussieht.“ – „Also wir treffen uns morgen um 12:30 im Vorraum der Nullschwerkrafthalle. Nein warte, ihr Zwei kommt schon um 12:00 auf die Hoststation. Dann bereiten wir uns auf das Spiel vor und gehen gemeinsam zur Nullschwerkrafthalle. Wir haben für Dich auch noch ein Kostüm, schließlich steht nirgendwo geschrieben daß eine Mannschaft nicht auch zwei Maskottchen haben kann. Ihr zwei werdet dann im engen Formationsflug wie bei Eurem Tanz auf dem Flottenball durch die Nullschwerkrafthalle heizen. Das heißt natürlich nur wenn Du Dich dazu in der Lage fühlst.“, antwortete Sascha. Ruby sagte voller Überzeugung: „Aber selbstverständlich! Wir werden den Zuschauern und der anderen Mannschaft sowie ihrem Maskottchen schon einheizen.“ – „Oh ja, das glaube ich Dir aufs Wort. Hast Du Sebastian schon von der Party erzählt?“, erwiderte Sascha. Ruby antwortete: „Ja, er steht neben mir und ist schon ganz begeistert.“ – „Hallo Sascha!“, rief Sebastian. Sascha erwiderte: „Hey Sebastian! Okay Ihr Zwei, dann sehen wir uns morgen um 12:00 auf der Oberen Aussichtsplattform. Und Sebastian, Du brauchst Dein Maskottchen- Outfit erst Anlegen wenn wir in der Umkleidekabine sind, schließlich soll Dein Auftritt zusammen mit Ruby eine Überraschung werden.“ – „Alles klar Sascha!“, antwortete Sebastian. Sascha erwiderte: „In Ordnung, dann macht heute nicht mehr so viel sonst fehlt Euch morgen die Power!“ – „Mach Dir darum keine Sorgen! Sebastian und ich werden morgen fit sein, egal was wir heute noch anstellen.“, antwortete Ruby. Sascha lachte und sagte: „Okay Ihr Zwei, dann bis morgen! Bienek Ende!“, dann trennte er die Sprechverbindung.



Sebastian fragte: „Was meintest Du als Du sagtest daß ich morgen fit sein würde, egal was wir heute noch anstellen?“ – „Ach, nur das übliche.
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“, antwortete Ruby lachend. Sebastian sagte: „Alice, bitte ändere den Zeitplan für meine Erinnerung morgen! Plane die Erinnerung so daß wir um 12:00 auf der Neptun- Hoststation sein können egal wo sich die Far Horizon befindet und daß wir mindestens eine Stunde Zeit zwischen der Erinnerung und dem spätesten Zeitpunkt unseres Aufbruchs haben.“ – „Verstanden, der Zeitplan für die Erinnerung wurde geändert.“, antwortete Alice. Sebastian erwiderte: „Danke Alice!“ – „Es ist schön daß ich helfen kann.“, antwortete Alice. Ruby sagte grinsend: „Also wenn ich nicht genau wüßte daß Alice nur eine künstliche Intelligenz ist würde ich denken daß zwischen Euch Beiden etwas läuft oder gelaufen ist.“ – „Also, wie soll ich es Dir sagen? Es gab da einen induktiven Eingriff nach meinem Einsatz als Feldsanitäter. Dabei waren Alice und ich uns schon ziemlich nahe, wir waren praktisch ein Verstand.“, antwortete Sebastian. Ruby rief: „Oh Mann, Dir fällt auch immer ein Gag ein!“, dann nahm sie Sebastians Hand und sagte: „Wir sollten ein Bad nehmen um uns zu entspannen, danach können wir bestimmt gut schlafen.“ – „Oh, oh! Das meintest Du also vorhin.“, antwortete Sebastian. Dann ließ er Alice das Badebecken füllen und die Temperatur auf 37 Grad Celsius einstellen.



Als sie etwas später im Badebecken lagen und die Wärme des Wassers genossen sagte Ruby: „Ich freue mich daß wir morgen beide als Maskottchen auftreten. Wir werden wie ein Paar Falken durch die Halle rasen und dabei nur einen minimalen Abstand zueinander halten.“ – „Hoffentlich kann ich Deinen Flugbewegungen folgen.“, erwiderte Sebastian. Ruby antwortete: „Mach Dir darum keine Sorgen, Du wirst voraus fliegen und ich folge Dir. Du kannst die Flugmanöver nach eigenem Ermessen gestalten, ich werde immer an Deiner Seite fliegen.“ – „Ach Ruby! Was würde ich ohne Dich nur machen?“, seufzte Sebastian. Ruby legte den Arm um seinen Körper und zog ihn zu sich herüber, dann küßte sie ihn zärtlich aber dennoch intensiv. Sebastian ließ sich von Ruby verführen und genoß es, so wurde es eine intime Stunde voller Zärtlichkeit.



Später, sie lagen nebeneinander im Bett, sagte Sebastian: „Oh wow, was für ein Tag!“ – „Das Leben hier ist doch gar nicht so übel oder?“, fragte Ruby.
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Sebastian erwiderte: „Gar nicht so übel? Alleine der multiperspektivische Film war schon unglaublich, dann war ich mit Fähnrich Sommer auf dem Schießstand und gerade eben haben wir beide eine verdammt heiße Stunde gehabt. Der Tag war ein echtes Highlight, genau wie der gestrige Tag mit dem Konzert von Sarah!“ – „Ja, im Vergleich zum Alltag auf der Erde ist das Leben hier absolut unglaublich. Es wird wohl eine Weile dauern bis Du Dich daran gewöhnt hast.“, antwortete Ruby. Sebastian erwiderte: „Ich hoffe das wird nie passieren!“ – „Ich habe da noch ein paar Highlights in der Hinterhand, so schnell wird Dir das Leben hier oben schon nicht zu alltäglich.“, sagte Ruby und strich Sebastian über seinen Kopf. Dann sagte sie: „Der Tag morgen wird für Dich bestimmt auch wieder ein Highlight, ich weis zwar nicht was auf der Party abgeht aber die Nullschwerkraftsportler machen keine halben Sachen.“ – „Ich wünschte nur ich könnte einschlafen, aber vor lauter Aufregung wird das wohl nichts.“, antwortete Sebastian. Ruby richtete sich auf, nahm ihr X-Pad vom Nachttisch und holte einen Nervenstranginduktor aus der Schublade. Sie scannte Sebastian mit ihrem X-Pad und tippte dann darauf herum, schließlich steckte sie den Nervenstranginduktor an das Pad und sagte: „Hiernach wirst Du besser einschlafen, ich habe eine Stimulationsfrequenz gewählt die Deine Aufregung verringert damit Du gut schlafen kannst. Also wo soll ich das Teil ansetzen, in den Nacken oder ans Kinn?“ – „Ans Kinn.“, antwortete Sebastian. Ruby hielt ihm daraufhin den Nervenstranginduktor ans Kinn und aktivierte ihn. Anschließend scannte sie Sebastian nochmals und sagte: „Das wird helfen, in ein paar Minuten wird sich die Frequenz Deiner Hirnströme etwas reduziere.“ – „Danke Ruby, Du und Alice Ihr seid die Besten!“, antwortete Sebastian. Ruby grinste und packte den Nervenstranginduktor wieder in die Schublade, dann legte sie ihr X-Pad auf den Nachttisch und legte sich wieder hin. Sie legte den Arm um Sebastian und etwas später schliefen sie beide ein.
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