Für Kinder · Winter/Weihnachten/Silvester · Kurzgeschichten

Von:    Homo Faber      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 9. Dezember 2012
Bei Webstories eingestellt: 9. Dezember 2012
Anzahl gesehen: 1237
Seiten: 2

Heute ist Heilig Abend. Herr Sommer mag diesen Tag nicht, genauso wenig wie die anderen Weihnachtstage und die Adventszeit, denn die Weihnachtszeit ist für ihn die traurigste Zeit. Während alle mit ihren Familien oder Freunden feiern, sitzt er allein in seiner Wohnung.



Er hat nämlich keine Familie, seine Eltern starben, als er noch ein Kind war bei einem Umfall und seine Großeltern sind auch schon lange tot. Kinder hat er nicht und verheiratet war er noch nie. Leider hat er auch keine Freunde, mit denen er Weihnachten feiern kann. Früher hatte er zwar Freunde, aber waren nur mit ihm befreundet, weil sie immer etwas wollten und ihn ausnutzen konnten.



Leider lässt er sich noch immer von vielen Menschen ausnutzen, auf der Arbeit macht er ständig Überstunden und arbeitet für andere mit, ohne dass sich je irgendjemand bei ihm dafür bedankt hat. Und hier im Haus scheint er der einzige zu sein, der den Flur regelmäßig putzt. Jedenfalls kann er sich nicht daran erinnern, schon einmal einen anderen Mieter putzen gesehen zu haben. Dass es keinen geregelten Plan für die Flurwoche gibt, scheint auch den Vermieter nicht zu stören.



Doch nun ist damit Schluss. Für das kommende Jahr steht ein Vorsatz fest: Auf der Arbeit will er sich künftig nur noch um seine eigenen Aufgaben kümmern und anderen nicht mehr helfen. Sollen die doch selbst damit klarkommen. Und den Flur wird er auch nicht mehr putzen, egal wie verdreckt er ist, wenn die beiden Gören von der Familie Kellermann nebenan wieder mit ihren dreckigen Gummistiefeln durchs Treppenhaus laufen. Die anderen sollen endlich begreifen, dass sie dafür genauso zuständig sind und nicht immer nur er! Jawohl! Diese beiden verwöhnten Rotzlöffel werden heute Abend wahrscheinlich wieder Berge von Geschenken kriegen, dafür dass sie immer so einen Dreck und Lärm verursachen. Wütend lässt er sich in seinen Sessel fallen. Da klingelt es an der Tür.



Na Toll, nicht einmal seine Ruhe hat man hier, denkt er und steht wieder auf, um zur Tür zu gehen. Ach, wenn man vom Teufel spricht. Durch den Türspion erkennt er Frau Kellermann. Will die sich etwa beschweren, warum er das Treppenhaus noch nicht geputzt hat? Streitlustig öffnet er die Tür.

„Guten Morgen Herr Sommer.
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Ich möchte Sie nicht groß stören. Ich wollte Ihnen nur frohe Weihnachten wünschen und auch von meinem Mann und meinen Kindern herzliche Grüße ausrichten. Hier ist ein kleines Geschenk von uns als kleine Aufmerksamkeit, weil Sie immer den Hausflur putzen. Ich habe gestern noch mit meinem Mann darüber gesprochen und wir haben ein richtiges schlechtes Gewissen, dass nur immer Sie alles gemacht haben. Ab jetzt werden wir uns auch beteiligen.“



Plötzlich geht es ihm viel besser. Endlich hat doch mal jemand an ihn gedacht und sich bedankt.
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Punktestand der Geschichte:   45
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Kommentare zur Story:

  Gute Idee, aber etwas trocken erzählt bzw.
aufgezählt. Mehr von der Gefühlswelt vielleicht. Und
ein bisschen wie er wohnt oder so, um noch etwas
Leben rein zubringen. Außerdem hätte mich
brennend interessiert, was im Geschenk war?
Schüppe und Handfeger? *ggg  
   Sommertänzerin  -  11.12.12 21:17

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  Hallo Michael und Michael oder einfach Michaels
:-)

Ich danke euch fürs Lesen und eure Meinungen.
Es könnten wirklich an einigen Stellen mehr
lebhaftere Schilderungen aus der Vergangenheit
eingebracht werden. Das Leben für Herrn Sommer
hat sich natürlich nicht durch das Gespräch mit
Frau Kellermann geändert, einsam ist er auch
danach weiterhin, aber für den Moment ist es
eine kleine Freude für ihn, die ihn, wenn auch nur
für den Tag, etwas aufheitert.  
   Homo Faber  -  10.12.12 12:24

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  Diesen Sachverhalt, den du sehr gut geschildert hast, kenne ich aus eigener Erfahrung auch. Nun hat es sich für Herrn Sommer letzten Endes doch ausgezahlt, dass er mal das Treppenhaus nicht gesäubert hat. Nicht selten sind jene Menschen so schrecklich einsam, die viel zu gutmütig und viel zu fleißig sind, die sich im knallharten Alltag des Lebens oft nicht durchsetzen können, was auch mitunter dazu führt, dass solche Charaktere generell gemieden werden. Diese können das Wort Nein nicht in den Mund legen, was ihrer Verhaltensunsicherheit geschuldet ist.
Eine sehr schöne Geschichte, mit der du mir voll aus dem Herzen gesprochen hast!
LG. Michael  
   Michael Brushwood  -  10.12.12 09:11

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  Sorry, gut gemeint deine Geschichte, aber ein bisschen gehaltlos. So, als wolltest du beim Skat einen Grande nur mit einem Buben und zwei hohlen Assen spielen. Etwas mehr lebhafte und nachvollziehbare Substanz (vor allem anfangs bei deiner Tränendrüsen-Aufzählung, warum er so "einsam" ist) würden die Geschichte nach meiner Ansicht glaubhafter und reicher machen. Oder bist du der Meinung, Herr Sommers Lebenssituation hätte sich durch das unerwartete Auftauschen von Frau Kellermann wirklich entscheidend verändert? Für den Leser nachvollziehbare Veränderungen sollten literarisch deutlicher herausgearbeitet werden. Zum Grande beim Skat gehören neben den beiden Assen und dem Buben mindestens noch zwei Zehnen und ein weiterer schwarzer Bube. Das meine ich jetzt rein symbolisch auf deine - zweifellos gutgemeinte - Geschichte gemünzt. Denn den guten Willen und die positive Richtung deiner Story will ich dir nicht absprechen. Aber inhaltlich könnte man sie gehaltvoller gestalten.  
   Michael Kuss  -  09.12.12 22:28

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