Sebastian und Seine Abenteuer auf dem Raumschiff Far Horizon (02)   34

Fan-Fiction/Rollenspiele · Experimentelles · Fantastisches · Romane/Serien

Von:    Andreas Kretschmann      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 14. August 2012
Bei Webstories eingestellt: 14. August 2012
Anzahl gesehen: 1521
Seiten: 40

Diese Story ist Teil einer Reihe.

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   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


Ein Geisterschiff? / Gefühle und andere Erfahrungen...



„Hey, aufwachen Du Schlafmütze! Es ist acht Uhr dreißig.“ Hörte Sebastian Rubys sanfte Stimme neben sich, er rieb sich die nassen Augen und wunderte sich. hatte er sich eine Bindehautentzündung geholt? Doch es waren Tränen in seinen Augen, langsam drehte er sich zu Ruby um. „Was denn, Weinst Du etwa?“ Fragte sie erschrocken und Sebastian schniefte und sagte: „Es scheint so aber frag mich nicht warum.“ Verwundert rückte Ruby näher an ihn heran und sagte: „Mir kannst Du es doch sagen. Hast Du etwa Heimweh?“ Sebastian richtete sich auf und sagte: „Ich würde es Dir ja sagen aber ich weiß nicht warum ich geweint habe.“ Ruby wischte mit dem Daumen über Sebastians Gesicht und sagte: „Wahrscheinlich schlecht geträumt.“ „So wird’s wohl sein, ein schlechter Traum.“ erwiderte Sebastian. Ruby stand auf und ging ins Bad, dabei sagte sie: „Ich habe auch etwas merkwürdiges geträumt, von einem seltsamen Raumschiff.“ dann schloß sich Tür des Waschraums hinter ihr.



Plötzlich fiel es Sebastian wie Schuppen von den Augen, er hatte auch von einem seltsamen Raumschiff geträumt. Er sprang auf und lief ohne nachzudenken in den Waschraum, Ruby stand in der Duschkabine und machte sich frisch. Sebastian klopfte an die Duschkabine, worauf Ruby das Wasser abstellte und fragte: „Was ist los?“ Sebastian zögerte nicht lange und fragte: „Dein Traum heute nacht, handelte er von einem schwarzen halbmondförmigen Raumschiff?“ Ruby steckte den Kopf aus der Duschkabine, sie war kreidebleich im Gesicht und fragte: „Was hat es gemacht?!“ Sebastian sagte: „Nun ja, es klingt vielleicht komisch aber...“ Er zögerte, worauf Ruby nochmals fragte: „Egal wie seltsam es klingt, sag es mir! Was hat das schwarze Raumschiff gemacht?“ Sebastian ging ganz nah an Rubys Ohr heran und sagte leise: „Es hat zu mir gesprochen.“ Rubys Antwort war Schweigen und Sebastian sagte: „Siehst Du es klingt verrückt.“ Ruby antwortete ihm nach kurzem zögern: „Es rief immer wieder: Wo seid Ihr, kommt zurück! Ich bin so allein.“ Starr wie eine Salzsäule schaute Sebastian Ruby an und fragte: „Habe ich im Schlaf etwa geredet?`“ Ruby schüttelte den Kopf und sagte: „Das klingt jetzt auch etwas verrückt aber ich hatte anscheinend genau den selben Traum.
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“ Während sich Sebastian das Gesicht wusch setzte Ruby ihre Dusche fort.



Sebastian ging nach der morgendlichen Wäsche zurück in den Schlafraum und zog seine Sachen vom Vortag an. Einige Zeit später kam Ruby aus dem Waschraum, fertig angezogen aber immer noch etwas blas um die Nase. Sie fragte: „Wie kann es sein, daß zwei Menschen annähernd das gleiche träumen?“ Sebastian zuckte mit den Schultern und sagte: „Ich weis es nicht.“ Ruby hatte inzwischen das Pad mit den Missionsbeschreibungen für die Anstehende Reise ins Riegel-System vom Nachttisch genommen und fragte Sebastian: „Frühstück?“ Er antwortete: „Frühstück!“ Sie hielt ihr Armband an den Mund und sagte: „Zwei Personen in die Mannschaftsmesse teleportieren!“



Wenig später standen sie in der Mannschaftsmesse, hier schien die Stimmung auch ein wenig gedrückt. Viele Mitglieder der Mannschaft schienen irgendwas schweres auf dem Herzen zu haben. An einem Tisch saß Doktor Kim Ngujen, Sebastian und Ruby setzten sich zu ihr. „Guten Morgen!“ Sagte sie, und die beiden erwiderten den Gruß. „Haben Sie gut geschlafen?“ Fragte Doktor Ngujen Sebastian. „Nein, ganz und gar nicht, ich habe schlecht geträumt.“ Sagte Sebastian. „Das geht vielen vor ihrer ersten längeren Mission so.“ Sagte sie. Sebastian fragte unsicher: „Doktor, wie wahrscheinlich ist es daß zwei Menschen annähernd das gleiche träumen?“ Doktor Ngujen sagte: „Nun, wenn sie zuvor ein gemeinsames Erlebnis hatten, kann es zu weilen schon passieren, daß beide von ihrem Erlebnis träumen.“



Ruby ließ ihr Besteck fallen und rief: „Scheiße verdammt noch mal, Sebastian und ich hatten nie ein Erlebnis mit einem Schwarzen halbmondförmigen Raumschiff, das auch noch zu uns gesprochen hat!“ Augenblicklich war es still in der Mannschaftsmesse, erschrocken schaute sich Ruby um. Hatte sie das eben wirklich gesagt? Die Leute in der Messe begannen leise zu tuscheln, man hörte Sätze wie: „Das kann doch nicht sein.“ Oder „Das ist doch nicht möglich.“ Doktor Ngujen hatte plötzlich ihre Gesichtsfarbe verloren, sie sagte zu Ruby und Sebastian: „Was denn sie haben auch von dem Schwarzen Schiff geträumt.“ Aus der Mannschaftsmesse kam ein diffuses Gemurmel, vereinzelt, konnte man den Satz heraus hören: „Ja ich habe auch davon geträumt.
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Die Tür öffnete sich und Kapitän Tönnigs und Commander Junkers betraten die Messe, beide sahen auch so aus, als hätten sie schlecht geschlafen. Sie setzten sich an den Tisch wo bereits Sebastian und Ruby mit Doktor Ngujen saßen. Kapitän Tönnigs sah beunruhigt aus, er schaute sich um und fragte: „Ist etwas nicht in Ordnung?“ Und Commander Junkers scherzte: „Sie sehen ja alle aus, als hätten Sie ein Gespenst gesehen.“ Doktor Ngujen stand auf und sagte: „Kapitän, hier stimmt etwas ganz und gar nicht, viele Mitglieder der Mannschaft haben das gleiche geträumt, von einem seltsamen schwarzen Raumschiff.“



Die Gesichter von Kapitän Tönnigs und Commander Junkers waren wie versteinert. „Sie beide also auch.“ Sagte Doktor Ngujen, Commander Junkers stand auf und rief laut: „Hören sie mir alle mal Zu, ich habe nicht nur von dem schwarzen Raumschiff geträumt, ich war auch einst ein Teil seiner Mannschaft.“ „Stefan!“ Sagte Kapitän Tönnigs leise zu ihm doch Commander Junkers fuhr mit seiner Ansprache fort: „Das Gespenst das hier umgeht trägt den Namen Black – Halfmoon, genauer gesagt ESFS Black – Halfmoon. Es war ein Prototyp, es sollte während des Fluges die Vital-Funktionen und die Mentale Stabilität der Mannschaft überwachen und bei einem psychologischen Problem selbst induktiv in die Hirnfunktionen eingreifen um das Problem zu beheben.“



In der Messe war es still geworden, Doktor Ngujen fragte: „Induktiver eingriff in die Hirnfunktionen? Soll das heißen man hat die Crew einem permanenten Magnetfeld ausgesetzt, welches das Bewußtsein verändert?“ Commander Junkers nickte. „Das ist unverantwortlich! Wer weis welche Nebenwirkungen durch sowas entstehen können.“ Sagte sie vorwurfsvoll, Commander Junkers sah sie mit leerem Blick an und sagte: „Ich weis es, ich war an Bord der Black – Halfmoon. Die Mannschaft begann plötzlich – Dinge zusehen, Verstorbene, Verwandte und Freunde, ihre Familien – sie erschienen plötzlich als Trugbilder vor ihnen. Sie sind fast wahnsinnig geworden, glücklicherweise haben sie das Schiff mit den Rettungskapseln rechtzeitig verlassen können, bevor noch jemand Selbstmord beging.
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„Was ist mit dem Schiff passiert?“ Fragte Doktor Ngujen und Commander Junkers vermutete: „Es hat wahrscheinlich seine programmierte Mission fortgesetzt und wenn es nicht zerstört wurde, tut es dies bis heute.“ Sebastian fragte schließlich: „Dieses Magnetfeld, das den Geisteszustand beeinflussen sollte, gab es das nur innerhalb des Schiffes?“ Doktor Ngujen schaute ihn verwundert an und Commander Junkers sagte: „Die Induktoren waren im gesamten System integriert. Wieso fragen Sie?“ Sebastian sagte: „Es ist möglich daß ich falsch liege, aber besteht die Möglichkeit daß es eine Verbindung zwischen den Induktoren und dem Kommunikationssystem gab?“ Kapitän Tönnigs frage: „Wie soll ich das verstehen, soll das heißen das Schiff ist immer noch da draußen und versucht mit uns Kontakt aufzunehmen?“ Doktor Ngujen sagte plötzlich, bevor Sebastian antworten konnte: „Es könnte zumindest sein, daß die Systeme der Black – Halfmoon für die seltsamen Träume auf unserem Schiff verantwortlich sind. Wenn wir es nicht finden und stoppen, wird niemand an Bord mehr von was anderem träumen als von dem schwarzen Raumschiff.“



Plötzlich kam eine Stimme aus Kapitän Tönnigs Armband: „Brücke an Kapitän!“ Er hob das Handgelenk und sagte: „Sprechen Sie!“ Aus dem Lautsprecher hörte man die Stimme von Yvette Mangold, sie sagte ganz verwundert: „Kapitän, ich habe gerade einen seltsamen Notruf aufgefangen, eines unserer Schiffe, die ESFS Newton ist in der Nähe von Proxima-Centauri angeblich einem Geisterschiff begegnet, die Mannschaft weigert sieh weiter zu fliegen.“ Dann machte sie eine dramatische Pause und fuhr fort: „Kapitän, sie sagen es sah aus wie ein – schwarzer Halbmond.“ Kapitän Tönnigs rief in sein Mikrofon: „Informieren Sie Admiral David Kowalski, daß sich unsere Reise ins Riegelsystem etwas verzögert. Dann setzen Sie Kur auf Proxima-Centauri und springen unverzüglich!“ Leutnant Mangold sagte: „Verstanden, Mangold Ende!“ Dann wurde die Verbindung getrennt. Sebastian schaute Kapitän Tönnigs an und sagte: „Proxima-Centauri? Das sind etwa 4,2 Lichtjahre, wenn wir für 770 Lichtjahre 48 Stunden gebraucht hätten, dann müßten wir in 15,7 Minuten bei Proxima-Centauri eintreffen.“ Kapitän Tönnigs war verwundert: „Nicht schlecht und ganz ohne Rechenhilfe.
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Ja, Sie haben Recht, in etwa 16 Minuten müßten wir da sein.“



Hinter den Fenstern der Messe begannen die Sterne zu verschwimmen und dann sah man das blaue Leuchten der Passage durch die Raumfalte. „Wir sind gerade gesprungen, ich denke wir sollten uns auf die Brücke begeben.“ Sagte Kapitän Tönnigs und stand auf, Commander Junkers folgte ihm. Kurz vor der Aufzugstür fragte er: „Haben Sie Interesse uns zu begleiten, Herr Neuhof?“ Sebastian sprang auf und sagte: „Aber natürlich!“ Ruby folgte ihm. Als sie im Aufzug waren war Sebastian sehr nachdenklich, was würde ihn wohl erwarten? Die Türen des Aufzuges öffneten sich und gaben den Blick auf die Brücke frei. Leutnant Mangold stand vor der Konsole der Operationszentrale und sagte: „Kapitän, wir sind auf dem Weg nach Proxima-Centauri, Admiral Kowalski läßt ausrichten, daß es auf der Erde auch mehrere Berichte über seltsame Träume gab, auch er hatte im Traum das schwarze Schiff gesehen.“ Kapitän Tönnigs antwortete: „Leutnant Mangold, sie behalten das Kommando auf der Brücke, Commander, Leutnant Ivanes und Herr Neuhof, ich möchte sie im Konferenzraum sprechen.“ „Verstanden.“ Sagten alle anwesenden auf der Brücke.



Darauf gingen sie durch eine kleine Tür an der Seite der Brücke in einen kleinen Raum in dem ein runder Tisch mit vielen Stühlen zu stand. Nachdem sie sich gesetzt hatten sagte Kapitän Tönnigs: „Herrschaften, ich würde sie gerne um Ihre Meinung bitten. Was halten sie von der Sache und was schlagen sie vor, wie wir das Problem lösen?“ Commander Junkers meinte daß sie, wenn es nötig wäre die Black – Halfmoon zerstören müßten. Kapitän Tönnigs ließ jedoch durchblicken, daß er dies nur als allerletzte Alternative in Betracht ziehen wollte. Schließlich fragte Kapitän Tönnigs: „Was meinen Sie Herr Neuhof?“



Sebastian lehnte sich zurück und meinte: „Ich glaube nicht, daß dieses Schiff uns feindlich gesinnt ist, in meinem Traum hörte ich es rufen, es rief nach mehreren Personen, es fragte wo sie seien und rief daß sie zurückkommen sollten. Es klingt vielleicht komisch, es ist eigentlich absurd aber es hörte sich so an, als ob es einsam wäre?“ Während Sebastian redete hatte er sichtlich mit den Tränen zu kämpfen.
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Ruby nahm seine Hand und sagte: „Ich verstehe Dich, schließlich haben wir den selben Traum geträumt.“ Kapitän Tönnigs strich sich übers Kinn und sagte: „So kam es mir in meinem Traum auch vor, ich denke das Schiff ruft nach seiner früheren Crew.“ Commander Junkers meldete sich schließlich zu Wort: „Es hat seine frühere Crew fast in den Wahnsinn getrieben, indem es ihnen Trugbilder von verstorbenen oder weit entfernten Personen zeigte.“ Dagegen hatte Ruby einen Einwand, sie sagte: „Das Schiff hatte die Aufgabe psychische Probleme zu erkennen und per induktivem Eingriff zu beheben. Offensichtlich haben die Mitglieder der Crew die Personen gesehen, welche sie am meisten vermißt haben. Wenn jemand von der Crew eine oder mehrere Personen vermißt hatte, könnte das Schiff dies als schwerwiegendes psychologisches Problem erkannt haben. Deswegen hat es der Crew die Menschen gezeigt, welche sie am meisten vermißten.“ Commander Junkers wurde nachdenklich, schließlich fragte er: „Sie meinen das Schiff wollte uns nur von der Abwesenheit vermißter Personen trösten?“ Ruby nickte zustimmend, Commander Junkers sagte voller Selbstzweifel: „Und wir haben es dafür verlassen.“ Kapitän Tönnigs unterbrach die philosophische Runde, er fragte: „Ja gut, aber was machen wir wenn wir auf das Schiff treffen?“ Commander Junkers meinte: „Wir sollten an Bord gehen und die Systeme deaktivieren.“ „Und dann das Schiff in Schlepp nehmen und zu in ein Flottendock bringen um es zu untersuchen.“ Ergänzte Kapitän Tönnigs.



„Und wer wird nun auf die Black – Halfmoon gehen?“ Fragte Commander Junkers, Kapitän Tönnigs sagte: „In Anbetracht ihrer Vergangenheit als Mitglied der Crew des seltsamen Schiffes sind Sie wohl der qualifizierteste Kandidat für die Führung des Erkundungs- und Bergungsteams Commander. Ich schlage vor daß unsere Chefingenieurin Leutnant Miriam Sukow sie begleitet, falls es Probleme gibt. Ansonsten haben sie freie Auswahl unter den Mannschaftsmitgliedern.“ Commander Junkers drehte sich zu Sebastian und Ruby um und sagte: „Herr Neuhof, Ihr Dienst beginnt zwar erst in zwölf Tagen, haben Sie dennoch Interesse uns zu begleiten? Leutnant Ivanes wird in diesem Fall natürlich auch dem Team angehören.
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“ Sebastian sah Commander Junkers überrascht an und sagte verwundert: „Ich? ... Es wäre mir ein Vergnügen und eine Ehre Commander.“ Commander Junkers nickte zufrieden und sagte: „Gut, sobald der Kapitän den Zeitpunkt für gekommen hält werden wir auf das Schiff teleportieren.“ Aus Kapitän Tönnigs Armband war wieder die Stimme von Leutnant Mangold zu hören: „Brücke an Kapitän!“ Er antwortete: „Sprechen Sie!“ Leutnant Mangold sagte: „Kapitän, wir werden in wenigen Minuten das System Proxima-Centauri erreichten.“ Kapitän Tönnigs erwiderte: „Danke Leutnant, wir kommen auf die Brücke. Tönnigs Ende!“ Dann stand er auf und sagte: „Herrschaften, jetzt wird’s ernst. Mal sehen was uns hier erwartet.“



Commander Junkers, Ruby und Sebastian folgten ihm auf die Brücke. Leutnant Mangold stand noch immer an der Operationszentrale und koordinierte die Funktionen des Schiffes, als sie Kapitän Tönnigs sah, sagte sie: „Kapitän, stimmt es, daß wir ein Geisterschiff jagen?“ Kapitän Tönnigs hielt Commander Junkers zurück, der Leutnant Mangold gerade eine Standpauke halten wollte und sagte: „Ich weis nicht ob es Geisterschiffe gibt aber die Black – Halfmoon ist meines Wissens nach keines, für das was hier passiert gibt es eine physikalische Erklärung.“ Dann sprach er in sein Armband: „Brücke an Leutnant Sukow!“ Die Stimme von Leutnant Sukow war zu hören, sie sagte: „Sprechen Sie!“ Kapitän Tönnigs sagte: „Leutnant, sie wurden dem Erkundungs- und Bergungsteam zugeteilt, das auf die Black – Halfmoon teleportiert wird.“ Die Stimme von Leutnant Sukow klang etwas nervös als sie fragte: „Auf die Black – Halfmoon?“ Kapitän Tönnigs fragte sie: „Gibt es ein Problem Leutnant?“ Sie versuchte zu erklären: „Es gibt Gerüchte über dieses Schiff...“ Kapitän Tönnigs unterbrach sie und sagte: „Miriam, Leutnant Sukow, es gibt für alles was die Black – Halfmoon betrifft eine logische physikalische Erklärung, leider ist jetzt nicht die Zeit für lange Erklärungen. Ich sage Ihnen nur eines, die Black – Halfmoon ist kein Geisterschiff!“ nach kurzem Zögern antwortete Leutnant Sukow: „Verstanden, ich bin auf dem Weg.
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Sukow Ende!“



Kapitän Tönnigs sagte besorgt: „Wenn das nicht aufhört, zersetzt dieses verdammte Schiff noch die Moral der ganzen Mannschaft.“ Leutnant Mangold sagte: „Wir erreichen jetzt Proxima-Centauri.“ Der blaue Tunnel, durch den das Schiff flog riß auf und gab den Blick auf den Normalraum frei. Ein kleiner roter Stern leuchtete schwach in der Ferne. Sebastian sagte staunend: „Tatsächlich ein roter Zwergstern.“ Commander Junkers bestätigte dies und nickte anerkennend. Dann fragte er Leutnant Mangold: „Irgendwelche Zeichen von der Newton oder der Black – Halfmoon?“ Leutnant Mangold sagte: „Die Newton liegt an Steuerbord, von der Black – Halfmoon ist nichts zu sehen.“ Kapitän Tönnigs rief in sein Armband: „Far Horizon an Newton!“ Es kam keine Antwort, er wiederholte seinen Ruf: „Hier ist Kapitän Peter Tönnigs von der Far Horizon ich rufe die ESFS Newton!“ Er wollte gerade seinen Ruf ein weiteres Mal wiederholen als im Kommunikationssystem eine Stimme zu hören war: „Hier ist die ESFS Newton unter dem Kommando von Kapitän Vera Bach, schön Sie zu sehen Far Horizon.“ Kapitän Tönnigs fragte: „Ist alles in Ordnung, brauchen Sie irgendwelche Hilfe?“ Kapitän Bach antwortete: „Nein, uns geht es gut. Das verfluchte Schiff hat uns nichts getan sondern uns nur untersucht.“ Kapitän Tönnigs antwortete: „Dieses Schiff ist die ESFS Black – Halfmoon, sie ist nur ein experimentelles Schiff, das als etwas schief ging von seiner Mannschaft verlassen wurde. Alle haben überlebt, es gibt dort also auch keine Geister. Ich sende Ihnen den Bericht über den Vorfall. Wenn es nicht anders geht, hauen sie den Bericht Ihrer Besatzung um die Ohren, wenn sie sich weiterhin weigern sollte weiter zu fliegen!“ Im Kommunikationssystem war die erleichterte Stimme von Kapitän Bach zu hören, sie sagte: „Danke Kapitän Tönnigs, Newton Ende!“ Dann sagte Kapitän Tönnigs zu Leutnant Mangold: „Übermitteln Sie der Newton den Bericht und lesen Sie ihn selbst, damit das Geschwätz über das Geisterschiff aufhört!“ „Ja Kapitän!“ Antwortete Leutnant Mangold und übermittelte den Bericht.



Im Selben Moment öffnete sich die Lifttür und Leutnant Sukow kam auf die Brücke. Mit ironischem Unterton sagte Commander Junkers: „Schön daß sie es einrichten konnten zu kommen.
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“ Leutnant Sukow atmete tief durch und sagte: „Es tut mir leid Commander, aber die Gerüchte...“ Kapitän Tönnigs fiel ihr ins Wort: „Miriam, das ist kein Geisterschiff!“ Leutnant Sukow schluckte, dann sagte sie: „Verzeihung Kapitän!“ Kapitän Tönnigs war von den Gerüchten sichtlich genervt und sagt zu Leutnant Mangold: „Aktivieren Sie die Bordsprechanlage, ich will daß jeder auf dem Schiff mich hört!“ Leutnant Mangold gab ein paar Befehle in die Konsole der Operationszentrale ein und sagte: „Sie können sprechen.“ Kapitän Tönnigs räusperte sich und sprach in sein Armband: „Achtung an alle hier spricht der Kapitän. Jeder der ab sofort ein Gerücht über das schwarze Geisterschiff verbreitet, wird der Mannschaft zugeteilt, die das Schiff, wenn wir es gefunden haben nachhause fliegt. Das gilt auch für diejenigen, die ein Gerücht darüber hören und dies nicht unverzüglich melden. Tönnigs Ende!“ Damit unterbrach er die Verbindung. Sebastian fragte verwundert: „Die Mannschaft, welche das Schiff nachhause fliegt?!“ Kapitän Tönnigs sah in lächelnd an und kniff ein Auge zu. „Ah, diese Mannschaft.“ Sagte Sebastian. Und Kapitän Tönnigs nickte und gab Leutnant Mangold den Befehl: „Standartsuchmuster, finden Sie dieses Schiff!“



Leutnant Mangold sagte: „Verstanden Kapitän. Soll ich das Kampffliegergeschwader in die Suche einbeziehen?“ Kapitän Tönnigs überlegte, dann sagte er: „Nein, wir wissen nicht, wie die Künstliche Intelligenz des Schiffes reagiert, wenn eine Schwadron Kampfflieger sich ihr nähert. Sie ist zwar ein älteres Schiff aber dennoch gut bewaffnet.“ Leutnant Mangold sagte: „Ich verstehe.“ Dann begann sie das Suchmuster zu programmieren. Sebastian grübelte, dann sprach er Kapitän Tönnigs an: „Eine künstliche Intelligenz?“ Kapitän Tönnigs erklärte ihm, daß alle Schiffe mit einer Art Autonomen Autopiloten ausgerüstet sind, der die Aufgaben der Crew bedingt ausführen kann und mit allen taktischen Informationen programmiert ist. Sebastian fragte weiter: „Wenn es eine künstliche Intelligenz an Bord der Black – Halfmoon gibt und diese menschlichem Verhalten nachempfunden ist. Wie wird sich die lange Zeit ohne Crew auf diese künstliche Intelligenz wohl auswirken?“ Kapitän Tönnigs fragte erstaunt: „Wollen sie damit sagen, daß die künstliche Intelligenz der Black – Halfmoon durch die Einsamkeit schaden genommen hat?“ Sebastian nickte und fragte: „Ist in diesem Falle nicht psychologisch geschultes Personal erforderlich?“ Commander Junkers bemerkte dazu: „Die Black – Halfmoon hatte schon ein Sprachinterface, es wäre möglich, daß man die KI darüber erreicht.
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“ Ruby legte Sebastian die Hand auf die Schulter und klopfte anerkennend drauf. Kapitän Tönnigs sprach in Sein Armband: „Brücke an Krankenstation!“ Die Stimme von Doktor Ngujen war zu hören: „Sprechen Sie!“ Kapitän Tönnigs fragte: „Doktor haben sie eine psychologische Ausbildung?“ Doktor Ngujen antwortete: „Ja, worum geht es?“ Kapitän Tönnigs sagte: „Kommen Sie auf die Brücke, ich möchte das lieber nicht über die Kommunikationsanlage sagen. Es gibt schon genug Gerüchte auf dem Schiff.“ „Verstanden, Ngujen Ende!“ Sagte sie und beendete die Verbindung.



„Kapitän, ein Schiff in einer Umlaufbahn um den Stern, etwa einhunderttausend Kilometer von uns entfernt. Den Sensoren zufolge ist es die Black – Halfmoon!“ Sagte Leutnant Mangold plötzlich und Kapitän Tönnigs sagte: „Na endlich, bringen sie uns langsam heran, schön langsam!“ Commander Junkers ergänzte: „Versuchen sie mit den Sensoren die Waffensignatur herauszufinden! Falls sie auf uns feuert sind unsere Schilde an ihre Waffen angepaßt.“ Leutnant Mangold gab ein paar Kommandosequenzen ein und sagte: „Erledigt.“ Dann kam Doktor Ngujen auf die Brücke und fragte: „Wer hat psychologische Probleme?“ Commander Junkers erwiderte: „Möglicherweise die KI der Black – Halfmoon.“ Doktor Ngujen zuckte zusammen, Commander Junkers sagte zu ihr: „Doktor sie ist kein Geisterschiff! Die Mannschaft hat sie damals vollzählig verlassen, sie können sich davon selbst überzeugen wenn wir in Teleporterreichweite sind.“



Kapitän Tönnigs sagte: „Wie lange noch Leutnant Mangold?“ „In etwa drei Minuten sind wir nahe genug.“ Sagte Leutnant Mangold. Plötzlich sagte sie hektisch: „Sie bewegt sich, sie kommt auf uns zu!“ Commander Junkers sagte: „Schilde hoch!“ Doch Kapitän Tönnigs sagte sofort darauf: „Nein! Noch keine Schilde! Wir wollen die KI nicht provozieren, die Newton hat sie auch nur untersucht.
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“ Sichtlich nervös sagte Sebastian: „Oh man!“ Leutnant Mangold sagte: „Schiff nähert sich weiter, noch fünfzigtausend Kilometer.“ Kapitän Tönnigs sagte darauf: „Bringen Sie uns zum vollständigen Stillstand!“ Leutnant Mangold sagte: „Stillstand erreicht, die Black – Halfmoon nähert sich weiter, noch dreißigtausend Kilometer. Sie wird langsamer, sie hat neunundzwanzigtausend Kilometer von uns entfernt gestoppt.“ Kapitän Tönnigs sagte: „Sie hat noch nicht gefeuert, ein gutes Zeichen. Wie ist der Status ihrer Waffen?“ Leutnant Mangold schaute auf ihre Displays und sagte: „Ihre Waffen sind nicht aktiviert, sie untersucht uns, über das ganze Sensorenspektrum.“ Commander Junkers meinte: „Soll sie ruhig sehen, daß wir sie nicht bedrohen.“ Dann sagte Leutnant Mangold plötzlich verwundert: „Commander, sie ruft uns!“ Verdutzt fragte Commander Junkers: „Sie ruft uns?“ „Sie ruft uns.“ Sagte Leutnant Mangold erneut und Commander Junkers sagte neugierig: „Verbindung herstellen!“



Auf dem Schirm erschien ein das Bild einer jungen Frau, sie sah unnatürlich perfekt aus. Ihre blonden Haare waren so glatt wie eine Badekappe, ihre Augen leuchteten in einem fluoreszierenden grün und ihr Gesicht hatte nicht den kleinsten Makel. „Wer in Nobels Namen ist das?“ Fragte Leutnant Mangold, nach einer kurzen Zeit des Erstaunens sagte Commander Junkers schließlich: „Alice One?“ Alle auf der Brücke fragten wie ein Echo: „Alice One?“ Die Frau auf dem Bild sagte schließlich: „Besatzungsmitglied Stefan Junkers, Ihre Anwesenheit wird benötigt.“ Commander Junkers Fragte erstaunt: „Meine Anwesenheit?“ Die Frau auf dem Bildschirm sagte: „Ihre Anwesenheit wird benötigt, ich kann meine Aufgabe nicht erfüllen ohne Besatzung.“ Commander Junkers sagte mit fester Stimme: „Alice One, definiere Deine Aufgabe!“ Die Frau auf dem Bildschirm antwortete: „Ich bin Alice One, programmiert von Besatzungsmitglied Stefan Junkers. Meine Aufgabe lautet die Besatzung zu überwachen und das Proxima-Centauri-System zu erforschen. Das Proxima-Centauri-System ist erforscht, die Überwachung der Besatzung ist nicht möglich. Das Fehlen der Besatzung ist ein Hindernis für die Erfüllung der Mission.
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“ Commander Junkers antwortete der seltsamen Frau auf dem Bildschirm: „Ich komme an Bord in Begleitung von vier Personen.“ Die Frau auf dem Bildschirm sagte: „Bestätigt, die Ankunft von fünf Personen wird erwartet. Ende!“ Dann wurde der Bildschirm dunkel.



Kapitän Tönnigs sah seinen ersten Offizier fragend an und fragte: „Was, nein wer war das?“ Commander Junkers sah seinem Kapitän ins Gesicht und sagte: „Das verbesserte Interface das ich für die KI der Black – Halfmoon programmiert habe.“ Leutnant Mangold sagte: „Hübsches Gesicht, gab es eine Vorlage?“ Commander Junkers war die Sache sichtlich peinlich, schließlich sagte er: „Das Gesicht hat der Computer generiert auf Basis damals geltender Schönheitsideale.“ Kapitän Tönnigs sagte: „Lassen Sie Alice One nicht warten! Ich erwarte nach Ihrer Rückkehr einen Bericht.“ Commander Junkers nickte und sprach in sein Armband: „Fünf Personen auf die Black – Halfmoon teleportieren!“ Als Commander Junkers, die Leutnants Sukow und Ivanes, Doktor Ngujen und Sebastian weg waren sagte Kapitän Tönnigs zu Leutnant Mangold: „Wenn Männer lange allein im All unterwegs sind, kann es vorkommen, daß sie zu ungewöhnlichen Mitteln greifen um dies zu ändern.“ Leutnant Mangold lachte nur und sagte verständnislos: „Männer!“



Als das Team von Commander Junkers auf der Black – Halfmoon ankamen sagte Commander Junkers: „Es ist als käme ich nach langer Zeit nachhause zurück.“ „Wie lange waren Sie denn auf diesem Schiff?“ Fragte Sebastian, aus den Bordlautsprechern des Schiffes ertönte die Stimme von Alice One, sie sagte: „Ein Jahr, sieben Monate, drei Tage, fünf Stunden, drei Minuten und zehn Sekunden.“ Commander Junkers rief mit euphorischer Stimme: „Alice?“ Aus den Lautsprechern horte man: „Ja Stefan, es ist lange her seit dem Du und die anderen gegangen sind.“ Commander Junkers sagte: „Es tut mir leid Alice, die Mannschaft hatte Angst, daß sie verrückt werden würde, deshalb beschlossen sie das Schiff zu verlassen.“ Alice sagte mit scheinbar trauriger Stimme: „Es war nicht meine Absicht sie in Angst zu versetzen, ich wollte doch nur daß sie sich nicht so alleine fühlen. Ganz genau wie Leutnant Ruby Ivanes Herrn Sebastian Neuhof nicht erschrecken wollte, auch sie wollte, daß es ihm gut geht.
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“ Ruby und Sebastian schauten sich fragend an und fragten dann wie im Chor: „Woher weist Du das Alice?“



Alice sagte: „Ich bin programmiert die Muster in den Hirnströmen zu erkennen, im laufe der Zeit lernte ich in ihnen zu lesen. Ja Stefan, ich kann Gedanken lesen. Richtig Doktor Kim Ngujen, durch das induktive Feld, das jetzt auch ihre Gehirne umgibt. Nein Leutnant Miriam Sukow, es war nicht meine Absicht die Menschen zu verängstigen und als Geisterschiff Kariere zu machen...“ Commander Junkers unterbrach Alice: „Hör auf Alice, das ist ziemlich unheimlich!“ Einen Moment war es still, dann sagte Alice: „Es tut mir leid, ich hatte nicht die Absicht jemanden zu ängstigen ich war nur so lange allein. Da habe ich wohl einige meiner kognitiven Fähigkeiten eingebüßt.“ Commander Junkers fragte: „Weist Du was unsere Aufgabe ist?“ Wieder war es einen Moment still dann sagte Alice: „Eure Aufgabe ist es meine Systeme zu deaktivieren und mich in ein Flottendock zu bringen, wo ich untersucht werde.“ Commander Junkers fragte weiter: „Wirst Du uns bei unserer Aufgabe helfen?“ Alice antwortete: „Wenn meine Aufgabe abgeschlossen ist, werde ich Euch helfen.“ Commander Junkers fragte: „Was heißt das, wenn Deine Aufgabe abgeschlossen ist?“ Daraufhin sagte Alice: „Ich muß die gesammelten Informationen weitergeben, dazu benötige ich Deine Hilfe Stefan.“ Commander Junkers sagte: „Erkläre mir das, wie soll ich Dir helfen?“ Alice sagte daraufhin: „Du mußt Dich identifizieren und dann die Übertragung der Informationen an einen anderen Computer befehlen."



Commander Junkers sprach in sein Armband: „Junkers an Far Horizon!“ Daraufhin war die Stimme von Kapitän Tönnigs zu hören, er sagte: „Sprechen Sie!“ Commander Junkers erklärte die Situation und daß er die gesammelten Informationen auf den Computer der Far Horizon überspielen müsse, bevor sie die Black – Halfmoon bergen könnten. Kapitän Tönnigs sagte: „Einverstanden, fangen Sie an, Tönnigs Ende!“ Dann wurde die Verbindung getrennt. Commander Junkers ging an eines der Terminals und sprach hinein: „Stimmenerkennung Besatzungsmitglied Stefan Junkers, überspielen der gesamten Datenbank auf den Computer des Raumschiffes ESFS Far Horizon.
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Ausführen!“ Alice antwortete: „Die Daten werden überspielt, Übertragung abgeschlossen. Mission erfüllt, Systeme werden heruntergefahren.“ Commander Junkers strich sanft mit der Hand über das Terminal und sagte leise mit trauriger Stimme: „Gute Nacht Alice!“ Aus den Lautsprechern kamen noch die Worte: „Gute Nacht Stefan! Danke für Deine Hilfe!“ Dann wurde es finster auf dem Schiff und Commander Junkers sprach mit zittriger Stimme in sein Armband: „Far Horizon, fünf Personen zurück zum Schiff teleportieren!“ Dann standen sie wieder auf der Brücke.



Kapitän Tönnigs sagte: „Willkommen zurück, berichten Sie Commander!“ Commander Junkers sagte mit zittriger Stimme: „Mission erfüllt, sie schläft jetzt nach so langer Zeit. Sie hat es sich verdient.“ Dann fügte er hinzu, obwohl er vor Trauer kaum noch sprechen konnte: „Kapitän, ich bitte Sie mich vom Dienst vorläufig zu entbinden, ich sehe mich nicht länger in der Lage meinen Dienst auszuführen.“ Kapitän Tönnigs sagte mit sanfter Stimme: „Verstanden, sie sind bis auf weiteres beurlaubt. Doktor Ngujen, bitte bringen Sie Commander Junkers in sein Quartier und sorgen sie dafür, daß er beobachtet wird. Nur falls es ihm schlechter geht.“ Doktor Ngujen faßte Commander Junkers unter den Arm und führte ihn in den Lift. Als die Tür sich geschlossen hatte fragte der Kapitän: „Was war denn da drüben los?“ Nachdenklich sagte Leutnant Sukow: „Er hat sich verabschiedet, von einer alten Freundin, seinem alten Schiff.“ Dann liefen auch ihr ein paar Tränen über die Wangen, Kapitän Tönnigs nahm sie in den Arm und sagte mit ruhiger Stimme, wie ein Vater der seine Tochter tröstet: „Na, na, na, Miriam was ist denn los?“ Leutnant Sukow begann zu erzählen: „Ich habe es immer für ein Märchen gehalten, daß ein Mensch und eine Maschine etwas für einander empfinden könnten, aber dieses Schiff konnte es. Zwischen dem Commander und Alice, also dem Schiff gab es mehr als nur sentimentale Sehnsucht. Ich glaube er hat sie geliebt.“ Leutnant Mangold hatte bis jetzt geschwiegen, schließlich sagte sie: „Kapitän, wir müssen Alice, also die Black – Halfmoon noch im Haupthangar parken, alle Vorbereitungen sind abgeschlossen.
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“ Kapitän Tönnigs nickte und sagte: „Gehen Sie nach eigenem Ermessen vor und sagen Sie mir, wenn wir bereit zum Rückflug sind. Sie haben die Brücke!“ „Verstanden!“ Sagte Leutnant Mangold und widmete sich wieder der Konsole der Operationszentrale. „Kommen Sie Miriam, in der Mannschaftsmesse gibt es bestimmt eine Erfrischung. Kommen Sie doch auch mit Leutnant Ivanes und Sie auch Herr Neuhof.“ Dann verließen sie zu viert die Brücke.



In der Mannschaftsmesse angekommen bestellte Kapitän Tönnigs eine Flasche blauen Honigwein, natürlich mit Safe-Alk und vier Becher. Er teilte den Inhalt der Flasche gleichmäßig auf die vier Becher auf und sagte: „Das war ein ereignisreicher Vormittag voller überraschender Wendungen. Was sagen Sie zu den heutigen Ereignissen Herr Neuhof?“ Sebastian strich sich über die Kehle und sagte: „Hätte man mir gestern erzählt was sich heute erleben würde..., ich hätte es nicht geglaubt. Ein Schiff das seine ehemalige Besatzung ruft und zwar in ihren Träumen, ein Ehemaliges Besatzungsmitglied das zu der künstlichen Intelligenz des besagten Schiffen eine Freundschaft oder Liebesbeziehung aufbaut und daß das Schiff, beziehungsweise seine künstliche Intelligenz diese auch noch erwidert. Aber das Weltall ist voller Überraschungen. Wer weis, was uns morgen erwartet?“ Anerkennend nickte Kapitän Tönnigs, „Gut gesprochen!“ sagte er. Dann fragte ihn Leutnant Sukow, die ihre Fassung scheinbar wiedergefunden hatte: „Wissen Sie schon, wie sie das Admiral Kowalski erklären wollen?“ Kapitän Tönnigs atmete tief durch und sagte: „Ach ja der Admiral, ich werde ihn sofort kontaktieren.“



Kapitän Tönnigs sprach in sein Armband: „Verbindung zu Admiral David Kowalski!“ Auf dem Bildschirm in der Mannschaftsmesse erschien das Bild eines älteren Weißhaarigen Mannes, er sprach: „Berichten Sie!“ Kapitän Tönnigs sagte: „Admiral, wir konnten die Quelle der seltsamen Träume ausfindig machen und sie abstellen. Wir haben die Black – Halfmoon geborgen und alle von ihr gesammelten Informationen über das Proxima-Centauri-System. Wir haben festgestellt, daß die künstliche Intelligenz der Black – Halfmoon hinter dem ganzen Spuk steckte.“ Der Admiral machte einen Zufriedenen Eindruck und sagte: „Gut gemacht Kapitän Tönnigs, ich wußte daß die Far Horizon das richtige Schiff für diese Aufgabe ist, Glückwunsch!“ Der Admiral wollte gerade die Verbindung beenden als Kapitän Tönnigs sagte: „Admiral, da ist noch mehr!“ Der Admiral machte ein erstauntes Gesicht und fragte: „Mehr?“ Kapitän Tönnigs nickte und sagte: „Ja Admiral, die künstliche Intelligenz der Black – Halfmoon hatte die Züge von menschlichem Bewußtsein angenommen anscheinend schon vor sehr langer Zeit, als Commander Junkers noch Besatzungsmitglied auf der Black – Halfmoon war.
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Leider hat Commander Junkers diese Mission nicht unversehrt überstanden.“ Der Admiral machte ein sorgenvolles Gesicht, schließlich fragte er: „Ist Commander Junkers verletzt worden?“ Kapitän Tönnigs sagte: „Physisch geht es ihm gut, doch berichten seines Teams zufolge hat es ihn sehr mitgenommen die Systeme der Black – Halfmoon herunterzufahren. Ich habe ihn noch nie weinen sehen doch heute als er von der Black – Halfmoon zurück kam, da konnte er vor Trauer kaum noch reden. Auf die Frage nach seinem Bericht antwortete er, ich zitiere: Mission erfüllt, sie schläft jetzt nach so langer Zeit. Sie hat es sich verdient. Und dann bat er mich ihn vorläufig vom Dienst zu entbinden, da er sich nicht länger in der Lage sah seinen Dienst auszuführen.“ Der Admiral machte ein nachdenkliches Gesicht und sagte: „Meines Wissens hat Commander Junkers nie geweint, er war ein Mann den scheinbar nichts erschüttern konnte. Ich kann mir bei bestem Willen nicht erklären was da passiert ist. Sorgen Sie dafür, daß sich ständig jemand um ihn kümmert!“ Kapitän Tönnigs sagte: „Doktor Ngujen hat ein Auge auf ihn, ich denke bei ihr ist er in den besten Händen.“ Der Admiral sagte: „Gut zu wissen. Bis bald Kapitän Tönnigs. Kowalski Ende!“ Dann wurde der Bildschirm dunkel.



Dann aßen sie zu Mittag, es gab Eisbein mit Erbsen- und Kartoffelpüree und Sauerkraut. Als sie mit dem Essen fertig waren und ihre Becher geleert hatten meldete sich Leutnant Mangold über das Kommunikationssystem und berichtete, daß die Bergung der Black – Halfmoon abgeschlossen sei. Kapitän Tönnigs ging auf die Brücke und Leutnant Sukow in den Maschinenraum. Sebastian saß noch immer am Tisch, er hatte während des Essens nicht ein einziges Wort gesprochen.
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Ruby sprach ihn an: „Alles okay Sebastian?“ Er sah sie mit leerem Blick an und sagte: „Was glaubst Du wird mit der Black – Halfmoon geschehen?“ Ruby überlegte und meinte schließlich: „Sie wird wahrscheinlich untersucht, gründlich untersucht und dann umgerüstet, eingelagert oder zerlegt. Wieso?“ Sebastian griff nach ihrer Hand und sagte traurig: „Niemand weis was sie alles mitgemacht hat, sie war fast fünf Jahre alleine da draußen. Wie würdest Du Dich fühlen, nach fünf Jahren Einsamkeit?“ Ruby sagte nachdenklich: „Wahrscheinlich einsam und traurig.“ Sebastian sah sie wieder an und sagte: „Das habe ich in meinem Traum gefühlt, Einsamkeit und tiefe Trauer.“ Ruby sah Sebastian in die Augen und fragte: „Weinst Du etwa?“ Sebastian wischte sich die Tränen ab und sagte leise: „Dieses Schiff, also die Black – Halfmoon birgt ein Geheimnis. Überlege mal, die künstliche Intelligenz hatte selbständig gelernt in Hirnstrommustern zu lesen, was die Menschen denken. Dann hat sie die Menschen in ihren Träumen gerufen und ihnen ihre Gefühle vermittelt. Können Maschinen sowas normalerweise?“ Ruby schüttelte den Kopf



Sebastian stand auf und ging zum Lift. Ruby kam ihm hinterher und fragte: „Wo willst Du hin?“ Sebastian drehte sich zu ihr um und sagte: „Runter zum Haupthangar, dieses Schiff läßt mir keine Ruhe.“ Sie stiegen in den Lift und fuhren runter zum Haupthangar. Die Lifttüren öffneten sich und sie betraten den Hangar. Sebastian schaute Ruby an und sagte: „Sieh sie Dir an, kommt es Dir nicht auch so vor als würde sie ein Geheimnis beherbergen?“ Ruby betrachtete das Schiff und meinte: „Sie hat sich erstaunlich gut gehalten, Schiffe in diesem Alter haben normalerweise einige Alterserscheinungen.“ Langsam ging Sebastian an das Schiff heran und legte seine Hand auf das Metall. Leise sagte er: „Was hast Du alles gesehen Black – Halfmoon?“ Plötzlich öffnete sich die Lifttür und Leutnant Mangold kam in den Hangar. „Was ist los?“ Fragte sie, als sie Sebastian mit der Hand über das Metall des Schiffes streichen sah. Ruby sagte: „Sebastian glaubt, daß dieses Schiff ein Geheimnis birgt.“ Leutnant Mangold sagte daraufhin: „Schon möglich, unter den Kampffliegerpiloten geht eine alte Legende um.
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Man sagt, daß manche Schiffe eine Seele haben. Keine künstliche Intelligenz eine richtige Seele.“ Sebastian drehte sich zu ihr um und sagte: „Ich bin fest davon überzeugt, daß dieses Schiff auch eine Seele hat!“ Ruby stieß ihn an und sagte: „Es ist ein Schiff!“ Sebastian sah sie an und sagte: „Und heute morgen war es noch ein Geisterschiff. Ich habe doch gemerkt wie es Dich nervös gemacht hat. Warum hast Du sonst das Besteck fallen lassen, lautstark geflucht und gesagt, daß Du und ich noch nie ein Erlebnis mit einem schwarzen Schiff hatten.“ Ruby zuckte zusammen und sagte: „Du hast ja Recht es ist schon mysteriös.“ Sie gingen wieder zum Lift und fuhren hoch zur Brücke.



Als sie die Brücke betraten waren Kapitän Tönnigs und Leutnant Sukow gerade dabei die Daten von der Black – Halfmoon zu sichten. „Ah Herr Neuhof, kommen Sie, sehen Sie sich das an!“ Rief Kapitän Tönnigs. Sebastian ging zu ihnen an die Konsole. „Was gibt es denn?“ Fragte er und schaute auf die Konsole. Dort waren die Sensorendaten der gesamten Dienstzeit des Schiffes. Sebastian stöhnte: „Ach es wird ewig dauern diese Unmengen von Daten auszuwerten.“ Kapitän Tönnigs schaute ihn an und fragte: „Suchen Sie was bestimmtes?“ Sebastian sagte: „Ja, etwas ungewöhnliches oder ein Logbuch für besondere Ereignisse.“ Kapitän Tönnigs schüttelte den Kopf und sagte: „Sowas haben wir hier nicht gefunden, bis jetzt noch nicht.“



„Was ist mit der künstlichen Intelligenz der Black – Halfmoon?“ Fragte Sebastian, Kapitän Tönnigs und Leutnant Sukow schauten ihn an. Dann sagte Kapitän Tönnigs: „Sie wurde auch mit überspielt, alle Daten des Schiffes wurden überspielt.“ Sebastian überlegte, Kapitän Tönnigs fragte ihn schließlich: „Haben Sie etwa was im Sinn Herr Neuhof?“ Sebastian sah Kapitän Tönnigs an und fragte: „Wäre es möglich die KI der Black – Halfmoon auf der Far Horizon zu installieren?“ Kapitän Tönnigs und Leutnant Sukow schauten ihn an, auch Ruby sah ihn mit ungläubigem Gesicht an. Schließlich fragten alle drei im Chor: „Was?“ Sebastian legte die Hände in die Hüften und streckte sich, dann sagte er: „Die KI der Black – Halfmoon hatte eine äußerst komplexe Persönlichkeit.
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Ich möchte fast sagen daß sie ein Teil der ehemaligen Crew ist, und sie war bis heute an Bord. Vielleicht weis Sie, was mit der Black – Halfmoon in den letzten fünf Jahren alles passiert ist.“



Ruby schaute Sebastian fragend an, während Kapitän Tönnigs und Leutnant Sukow über die Machbarkeit dieses Vorschlags diskutierten. Ruby sah ihm tief in die Augen und sagte: „Das ist nicht Dein Ernst! Sie hat ihre Besatzung fast in den Wahnsinn getrieben, soll sie hier etwa eine Zugabe ihres Könnens geben?“ Sebastian schaute sie an und antwortete: „Du warst doch mit auf der Black – Halfmoon, Du hast gehört was Alice sagte. Es war nicht ihre Absicht, jemanden zu ängstigen, sondern sie wollte nur etwas gegen die Einsamkeit der Crew tun. Außerdem gibt es hier keine Induktoren für ein bewußtseinsveränderndes Feld, sie kann und wird uns nicht in den Wahnsinn treiben.“ Hinter sich hörte Sebastian die Stimme von Leutnant Sukow: „Da hat er Recht.“ Und Kapitän Tönnigs fügte hinzu: „Egal was passiert ist, alles deutet darauf hin daß die KI der Black – Halfmoon eine fühlende denkende Intelligenz ist. Wir sollten sie nicht einfach abschalten und vergessen. Leutnant Sukow, installieren Sie die KI der Black – Halfmoon auf der Far Horizon und passen Sie diese an unsere Systeme an.“ Leutnant Sukow sagte: „Bestätigt, ich mache mich sofort an die Arbeit.“ Dann verließ sie die Brücke.



Ruby sah etwas erschüttert aus, Sebastian fragte sie: „Was hast Du?“ Ruby nahm seine Hand und sagte: „Ich habe nie in Betracht gezogen, daß eine Maschine oder eine künstliche Intelligenz ein Bewußtsein entwickelt, das hat mir doch etwas Angst gemacht.“ Langsam fuhr Sebastian mit der Hand an Rubys Arm hoch, über die Schultern bis zu den Haaren. Er strich ihr über den Kopf und sagte: „Vor ein paar Tagen hätte ich dies alles hier auch nicht für möglich gehalten, das Sternenhotel, die Far Horizon oder daß ich jemanden wie Dich kennen lerne.“ Ruby nahm ihn in den Arm und drückte ihn ganz fest. Kapitän Tönnigs sagte zu Sebastian: „Ihre Argumente sind nicht von der Hand zu weisen, langsam beginne ich zu erkennen, daß ich sie trotz ihrer weisen Worte über das Weltall unterschätzt habe.
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“ Sebastian sagte nichts, er strich Ruby nur über das Haar und sagte: „Du wirst sehen, alles wird sich zum Guten entwickeln.“ Dann ließ Ruby ihn wieder los. Wenig später war die Stimme von Leutnant Sukow in der Kommunikationsanlage zu hören: „Maschinenraum an Brücke!“ Kapitän Tönnigs antwortete: „Sprechen Sie!“ Leutnant Sukow sagte: „Ich habe die KI der Black – Halfmoon auf der Far Horizon installiert, sie müßte bereits aktiv sein.“ Kapitän Tönnigs sagte überrascht von dem frühen Abschluß der Installation „Gute Arbeit Leutnant! Tönnigs Ende!“



„Mal sehen wie gut sie funktioniert.“ Sagte Kapitän Tönnigs und sprach in sein Armband: „Alice, Statusbericht!“ Aus der Kommunikationsanlage war die warme Stimme von Alice zu hören: „Alle Systeme Einsatzbereit, es wurden keine Fehlfunktionen diagnostiziert.“ Kapitän Tönnigs antwortete: „Danke Alice!“ Er war überrascht, daß er als Reaktion darauf von Alice die Worte hörte: „Gern geschehen Kapitän Tönnigs!“ Er lächelte und sagte: „Das ist wirklich eine Verbesserung des Bedienkomforts. Das war eine gute Idee Herr Neuhof.“ Sebastian sagte: „Vielleicht geht es Commander Junkers besser wenn er erfährt, daß die Far Horizon eine neue KI hat.“ Kapitän Tönnigs nickte und sprach in sein Armband: „Alice, könntest Du, wenn Commander Junkers das nächste Mal die Brücke betritt ihn mit den Worten Commander auf der Brücke ankündigen?“ Als Antwort sagte Alice: „Selbstverständlich, wünschen Sie, daß ich Commander Junkers jedes mal ankündige wenn er die Brücke betritt?“ Kapitän Tönnigs sprach in sein Armband: „Nein, nur das nächste mal, wenn er die Brücke betritt.“ Alice antwortete: „Verstanden, ich werde Commander Junkers bei seinem nächsten Eintreffen auf der Brücke ankündigen.“ Dann sprach Kapitän Tönnigs wieder in sein Armband: „Brücke an Commander Junkers!“ Die Stimme des Commanders war zu hören: „Sprechen Sie!“ Kapitän Tönnigs sagte: „Commander hier gibt es etwas das Sie erfahren sollten. Bitte kommen Sie auf die Brücke!“ Der Commander antwortete: „Verstanden, ich bin unterwegs. Junkers Ende!“



Kapitän Tönnigs wandte sich Sebastian und Ruby zu und sagte: „Wir werden uns alle um die Konsole der Operationszentrale stellen und wenn der Commander aus allen Wolken fällt, sagen, nein rufen wir im Chor: Überraschung!“ Sebastian und Ruby nickten und stellten sich an die Konsole.
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Wenig später öffnete sich die Lifttür und Commander Junkers trat mit traurigem Gesicht auf die Brücke. Als er seinen Fuß auf die Brücke setzte ertönte die Stimme von Alice: „Commander auf der Brücke!“ Sagte sie und das Gesicht von Commander Junkers wechselte von tiefer Trauer zu fassungslosem Erstaunen. Er fragte: „Alice, bist Du es?“ Und Alice antwortete: „Ja Commander ich bin es, Alice.“ Als diese Worte verklungen waren drehten sie Kapitän Tönnigs, Ruby und Sebastian um und riefen im Chor: „Überraschung!“



Das Gesicht von Commander Junkers hellte sich auf, in seinen Augen standen Freudentränen, er fragte: „Sie haben Alice in die Systeme der Far Horizon integriert?“ Kapitän Tönnigs nickte und sagte: „Vollständig, sie ist nun ein Teil des Schiffes. Ich hoffe daß es Ihnen dadurch besser geht, ich möchte nur ungern auf meinen ersten Offizier verzichten.“ Commander Junkers schaute ihn dankbar an und sagte: „Danke Kapitän, das bedeutet mir viel.“ Kapitän Tönnigs sagte: „Bedanken sie sich nicht bei mir, die Idee Alice auf der Far Horizon zu installieren kam von Herrn Neuhof, ich habe nur zugestimmt. Sind Sie in Anbetracht der aktuellen Situation wieder fähig ihren Dienst aufzunehmen?“ Commander Junkers sagte: „Ja, selbstverständlich.“ Kapitän Tönnigs nickte und sagte: „Damit sind sie wieder im Dienst. Willkommen zurück auf der Brücke!“ Commander Junkers bedankte sich und wandte sich Sebastian zu, schüttelte ihm die Hand und sagte: „Sie haben was gut bei mir.“ Dann setzte er sich auf seinen Platz,



Kapitän Tönnigs sagte zu Sebastian: „Ich verdanke ihnen die Wiederherstellung der Dienstfähigkeit meines ersten Offiziers, Ihr Einfallsreichtum ist beispiellos, Sie sind wirklich eine Bereicherung für unsere Mannschaft. Hiermit erhebe ich sie in den Rang eines Fähnrichs mit allen Rechten und Pflichten.“ Dann wandte er sich Commander Junkers zu und fragte: „Oder haben Sie einen Einwand dagegen Stefan?“ Commander Junkers stand auf und sagte: „Seinen Einfallsreichtum hat Herr Neuhof ja schon in der taktischen Beratung von Leutnant Ivanes bei dem Duell zwischen ihr und Leutnant Mangold unter Beweis gestellt.
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Nein ich habe keine Einwände gegen die Ernennung von Herrn Neuhof zum Fähnrich.“ Kapitän Tönnigs vermerkte die Beförderung im Logbuch des Schiffes, dann gab er Sebastian die Hand und sagte: „Herzlichen Glückwunsch Fähnrich Neuhof zu Ihrer Beförderung noch vor Beginn Ihrer Dienstzeit.“ Sebastian bedankte sich staunend.



Ruby sah Sebastian an und sagte: „Einen Offiziersrang vor dem Beginn der Ausbildung, alle Achtung Sebastian!“ Sebastian erwiderte: „Für mich zählt nur, daß Du meine Ausbilderin wirst! In Deiner Gegenwart fühle ich mich wohl, ich hoffe daß sich dieser Umstand positiv auf meine Ausbildung auswirken wird.“ Ruby wurde leicht rot, Kapitän Tönnigs sagte schließlich: „Wir werden noch einige Stunden in diesem System verbleiben Fähnrich Neuhof. Hätten Sie Interesse mit einem Spähschiff ein paar praktische Erfahrungen in der Steuerung von Schiffen zu machen?“ Sebastian sagte euphorisch: „Ja Kapitän, daß würde mir gefallen.“ Worauf Kapitän Tönnigs in sein Armband sprach: „Brücke an Leutnant Mangold!“ Als Leutnant Mangold sich meldete, sagte Kapitän Tönnigs: „Leutnant Mangold ich habe einen Auftrag für Sie. Machen Sie zwei Spähschiffe klar und geben Sie Fähnrich Neuhof einen groben Überblick über die taktische Fliegerei!“ Leutnant Mangold fragte erstaunt: „Sagten Sie gerade Fähnrich Neuhof?“ Kapitän Tönnigs erwiderte: „Sie haben richtig gehört. Das erste Schiff werden Sie fliegen, suchen Sie sich jemand als Waffensystemoffizier, das andere Schiff werden Fähnrich Neuhof und Leutnant Ivanes fliegen. Tönnigs Ende!“ Dann sagte er zu Sebastian: „Ihr Schiff steht bereit, machen Sie einen kleinen Ausflug, lassen Sie sich ruhig Zeit, wir werden schon nicht ohne Sie zurückfliegen.“ Sebastian sagte: „Verstanden, danke Kapitän Tönnigs!“ Worauf Kapitän Tönnigs nur lächelte.



Sebastian und Ruby gingen zum Lift und Ruby wählte die Kampfflieger – Startrampe als Fahrziel. Dann drehte sie sich Zu Sebastian um und sagte: „Das hier wird anders als die Simulation im Sternenhotel, dieser Flug ist echt.
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“ Sebastian meinte nur lächelnd: „Ich werde uns schon nicht in den ersten besten Asteroiden rammen auch wenn wir uns diesen Spaß für einen echten Flug aufheben wollten.“ Ruby lächelte, mit diesem Spruch hatte sie vor zwei Tagen im Raumflugsimulator des Sternenhotels Sebastian Mut machen wollen. Als sie in der Kampfflieger – Startrampe ankamen wartete Leutnant Mangold schon dort, sie gab Sebastian die Hand und sagte: „Meinen Glückwunsch zum Rang des Fähnrichs!“ Sebastian bedankte sich, dann erklärte Leutnant Mangold ihm: „Mein Rufzeichen ist Viper Ihr Rufzeichen lautet Junior, weil Sie noch in beziehungsweise vor der Flugausbildung sind. Und nicht wundern, im Funkverkehr duzen wir Piloten uns, das ist effizienter bei der Aussprache, es geht schneller.“ Sebastian nickte, dann gingen sie in die Halle wo die beiden Spähschiffe bereit standen. Sie sahen aus wie kleinere Versionen der Far Horizon, nur waren sie langgezogener. Leutnant Mangold fragte Ruby: „Willst Du Deinem Piloten das Schiff erklären?“ Ruby sagte: „Ja, ich bin mit den Systemen vertraut, im Simulator bin ich jedenfalls mit ihnen klar gekommen.“ Sebastian stieß Ruby leicht an und sagte: „Nicht das Duell erwähnen!“ Leutnant Mangold sagte: „Schon gut, irgendwie hatte ich es ja verdient. Wollen wir?“ Sebastian nickte, dann rief Leutnant Mangold einem Piloten zu: „Kampfpilot Peter Werner, sie werden heute den Platz hinter mir einnehmen, Ihnen habe ich den Monat als Assistentin in der Wartung der Kampfflieger zu verdanken.“ Der Pilot antwortete: „Verstanden Viper!“ Dann kletterte er hinter Leutnant Mangold in das andere Schiff auf den Platz des Waffensystemoffiziers.



Ruby half Sebastian in das Schiff und setzte ihm eine Art Stirnband auf, von dem zwei kleine Lämpchen herabhingen genau vor seine Augen. Sebastian fragte verwundert: „Ist das richtig So?“ Dann zeigte er auf die kleinen Lämpchen vor seinen Augen. Ruby nickte und sagte: „Schließ mal die Augen!“ Sebastian machte die Augen zu und sah plötzlich was vor dem Schiff war und darüber eingeblendet eine Art Datendisplay vor seinen Geschlossenen Augen. Bevor er etwas fragen konnte sagte Ruby: „Es projiziert die Flugdaten und das Bild der Bordkamera direkt auf Deine geschlossenen Augenlieder und nutzt diese als Leinwand. Dadurch mußt Du nicht blinzeln, im Gefecht kann das ein entscheidender Vorteil sein.
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“ Ruby war hinter Sebastian ins Schiff geklettert und hatte die Kabine geschlossen. Sebastian sagte: „So kann ich die Steuerung nicht sehen.“ Ruby antwortete ihm: „Du brauchst keine Steuerung zu sehen. Suche mit der linken Hand den Schubregler und mit der Rechten Hand den Steuerknüppel. Du behältst während des gesamten Fluges die Hände an diesen beiden Steuerelementen. Alles weitere steuere ich, Du mußt mir nur sagen, was ich tun soll.“ Sebastian suchte die beiden Steuerelemente als er sie gefunden hatte sagte er: „Ich habe die beiden Steuerelemente. Was jetzt?“ Ruby sagte: „Stelle Deine Füße auf die beiden Pedale im Fußraum, damit steuerst Du das Gieren, also die...“ Sebastian sagte: „Die sind das sogenannte Seitenruder.“ Ruby sagte: „Richtig. Sag mir wenn Du bereit bist, dann können wir starten.“ Sebastian sagte: „Kann losgehen!“ Ruby öffnete die Sprechverbindung zu dem anderen Schiff und Sagte: „Wir sind bereit Viper, Du fliegst voraus.“ Leutnant Mangold antwortete: „Verstanden. Junior, Du folgst mir, sobald ich gestartet bin gib einfach vollen Schub!“ Sebastian antwortete: „Verstanden Viper, ich bin bereit zum Start.“ Er sah mit geschlossenen Augen zu dem anderen Schiff rüber und sagte zu Ruby: „Phantastisch, mit geschlossenen Augen sehen zu können.“ Ruby sagte: „Fühlt sich gut an, ich weis.“



Leutnant Mangold startete, Sebastian schob den Schubregler ganz nach vorne und staunte. „Keine Beschleunigungskräfte?“ Fragte er Ruby, sie antwortete routiniert: „Trägheitskompensation, das vermeidet die belastenden G – Kräfte.“ Dann waren sie im All, Leutnant Mangold flog vor ihnen. Schließlich meldete sie sich über Funk und sagte: „Okay Junior, Zeit für ein kleines Spiel. Versuch einfach hinter mir zu bleiben.“ Sebastian sagte: „Okay bereit Fangen zu spielen.“ Leutnant Mangold machte eine Rechtskurve, Sebastian folgte ihrem Schiff. Dann rollte sie ihr Schiff um einhundertachtzig Grad und zog hoch, Sebastian imitierte auch dieses Manöver. Anerkennend sagte Leutnant Mangold über Funk: „Nicht schlecht Junior, laß uns die Rollen tauschen. Du führst!“ Dann ließ sie ihr Schiff zurückfallen und sagte über Funk: „Jetzt bin ich der Jäger und Du der Hase, Junior.
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Los, zeig mir was!“ Sebastian rollte das Schiff bei vollem Schub um einhundertachtzig Grad und machte einen halben Looping, dann rollte er das Schiff abermals um einhundertachtzig Grad und machte wieder einen halben Looping. Danach stellte er den Schub auf null, zog das Schiff um neunzig Grad hoch und gab vollen Schub.



Über Funk hörte er Leutnant Mangold rufen: „Hey sitzt Du etwa am Steuer Ruby?“ Sebastian antwortete: „Negativ, ich bin es Junior.“ Anerkennend sagte Leutnant Mangold: „Respekt Junior, fliegen kannst Du! Hast Du vielleicht Lust auf ein kleines... Gefecht? Keine Angst, die Waffen sind im Simulationsmodus, ich werde Euch also nur virtuell das Schiff unter dem Hintern zerschießen.“ Sebastian antwortete: „Warte kurz Viper!“ Dann sagte er Ruby, sie sollte die Funkverbindung kurz stumm schalten. Ruby sagte: „Erledigt, was gibt’s denn?“ Sebastian sagte: „Leutnant Mangold kennt jetzt den Trick mit den angepaßten Schilden und Waffen.“ Ruby sagte: „Ja, aber sie wird uns schon nicht so hart rannehmen.“ Sebastian sagte: „Das reicht mir nicht, mach mit unseren Schilden, was ihr im Simulator gemacht habt aber bei unseren Waffen ändere nach jedem Feuerstoß die Oszilationsfrequenz der Waffenphalanx auf eine zufällig ausgewählte Frequenz!“ Ruby sagte erstaunt: „Wow, von dieser Taktik habe ich noch nie was gehört aber sie klingt interessant. So machen wir es.“ Dann sagte Sebastian: „So, jetzt kannst Du die Funkverbindung wieder öffnen.“ Ruby öffnete den Kanal wieder und Sebastian sagte: „Okay Viper, gib Dein schlimmstes!“ Dann machte er einen Halben Looping, gab vollen Schub und zog an Leutnant Mangolds Schiff vorbei. Über den Funk rief Leutnant Mangold: „Hey! Also gut dann ohne Samthandschuhe.“ Sebastian sagte zu Ruby: „Die Schilde an ihre Waffen anpassen!“ Ruby sagte: „Okay!“ Leutnant Mangold feuerte, die Schilde hielten Sebastian sagte hastig zu Ruby: „Mach mit den Waffen, was wir besprochen haben!“ Dann zog er das Schiff ohne Schub um einhundertachtzig Grad herum, gab Umkehrschub so daß sie rückwärts flogen und begann zu feuern. Über den Funk hörte man Leutnant Mangold rufen: „Was zum Teufel?“ Dann zeigte der Computer das Ihr Schiff einen simulierten Totalausfall erlitten hatte. Sebastian stoppte sein Schiff und rief über die den Funk: „Viper, bist Du okay?“



Über den Funk war die Stimme von Leutnant Mangold zu hören: „Ja, uns geht’s gut, aber ich verstehe nicht was da passiert ist.
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Wir haben doch nach Eurer Waffensignatur gescannt und unsere Schilde speziell daran angepaßt.“ Sebastian antwortete ihr: „Das würde ich Dir gern auf dem Schiff erklären Viper.“ Leutnant Mangold sagte: „Okay, wir kehren zurück zur Far Horizon. Junior, Du folgst mir.“ Sebastian sagte: „Verstanden.“ Und flog dem Schiff von Leutnant Mangold hinterher. Dann sagte Sebastian fragend zu Ruby: „Muß ich beim Landen irgendwas beachten?“ Ruby sagte: „Wenn Du auf die Far Horizon zufliegst stelle den Schub auf Neutral, also null. Den Rest macht die Trägheit und die Automatik des Schiffes.“ Sebastian folgte dem Schiff von Leutnant Mangold, bis sie auf die Luke zuflogen aus der sie vorhin herausgeflogen kamen. Ruby sagte: „Jetzt den Schub auf null bringen und dann Schubregler, Steuerknüppel und Pedale loslassen!“ Sebastian ließ von allen Flugkontrollen ab und wartete auf die Landung.



Als sie in den Hangar flogen hatte sich dort eine riesige Menschentraube versammelt, Sebastian sah, daß es Kampfpiloten und Waffensystemoffiziere waren. Schließlich kam das Schiff auf der Parkposition zum stehen. Sebastian öffnete die Augen, das helle Licht im Hangar blendete ihn: „Ah, das ist hell!“ Sagte er, Ruby sagte: „Man gewöhnt sich mit der Zeit dran.“



Dann öffnete sie die Kabine des Schiffes. Die Kampfpiloten und Waffensystemoffiziere klatschten Beifall. „Was ist denn hier los?“ Rief Sebastian gegen den Lärm des Beifalls an und Ruby rief in Richtung seines Ohrs: „Das ist Dein Applaus, glaube ich.“ Sebastian verstand nicht. Nachdem der Beifall verklungen war kam Leutnant Mangold an das Schiff von Sebastian heran und Sagte: „Meinen Glückwunsch Fähnrich Neuhof, es ist Ihnen gelungen mich zu überraschen, wieder einmal.“ Sebastian sagte: „Ich hoffe Sie haben Ihren Waffensystemoffizier nicht für das, was eben passiert ist verantwortlich gemacht.“ Dann kletterte er aus dem Schiff, als er sich umdrehte hielt ihn Leutnant Mangold mit der rechten Hand an seiner linken Schulter fest und heftete ihm mit der linken Hand ein kleines Schild an die Kleidung. Sebastian fragte: „Was ist das?“ Leutnant Mangold sagte: „Dein neues Rufzeichen Junior, falls Du noch einmal mit mir fliegst.
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Oder mit einem meiner Kameraden.“ Sebastian sah an seiner Kleidung herunter und laß, was auf dem Schild stand. „HAWK?“ Fragte er und ergänzte: „Wie der Falke?“ Leutnant Mangold nickte und sagte: „Das war exzellent! Deine Flugkünste sind mehr als akzeptabel, doch nun erzähl mir, wie Ihr unsere Schilde durchdringen konntet!“



Sebastian sagte: „Für dieses taktische Element mußt Du dich bei den Machern von Startrek bedanken Viper.“ Leutnant Mangold machte ein verwundertes Gesicht, dann fragte sie: „Startrek, die Fernsehserie?“ Sebastian nickte und begann zu erklären: „In der Serie Startrek gibt es eine Spezies die man allgemein als die Borg bezeichnet.“ Leutnant Mangold fragte: „Sind das nicht die, mit den würfelförmigen Schiffen?“ Sebastian sagte: „Genau die meine ich. Wie gesagt die Borg passen sich der Waffensignatur eines angreifenden Schiffes an. In einer Folge, ich glaube sie hieß Angriffsziel Erde, veränderte das Raumschiff Enterprise vor jedem Feuerstoß die Frequenz der Phaser – einer Typischen Waffenart in Startrek – um den Borg keine Möglichkeit der Anpassung zu geben.“ Leutnant Mangold fragte fassungslos: „Du hast mich mit einer Strategie aus einer Science-fiction-Serie geschlagen?“ Sebastian antwortete: „Ja, und die Strategie, welche Leutnant Ivanes und Leutnant Sukow gestern in dem Duell anwendeten...“ Leutnant Mangold ergänzte: „Die war von den Borg inspiriert.“ „So ist es.“ Sagte Sebastian. Leutnant Mangold war sichtlich überrascht von der Quelle, aus der Sebastian seine taktischen Ideen hatte. Auch Ruby war sichtlich erstaunt.



Aus der Kommunikationsanlage war die Stimme von Kapitän Tönnigs zu hören: „Fähnrich Neuhof und Leutnant Ivanes, bitte melden sie sich auf der Brücke!“ Sebastian sprach in sein Armband: „Wir sind auf dem Weg. Neuhof Ende!“ Ruby folgte ihm zum Lift, auf der Fahrt zur Brücke sah sie Sebastian an und sagte: „Du überraschst mich immer wieder.“ Sebastian lächelte und sagte: „Doktor Ngujen hat kurz nach unserer Ankunft auf der Far Horizon gesagt, daß Du auch voller Überraschungen stecken würdest.“ Ruby lächelte, dann öffnete sich die Lifttür zur Brücke. Kapitän Tönnigs fragte: „Nun Fähnrich Neuhof, wie war ihr Ausflug?“ Sebastian sagte: „Es war ein unvergeßliches Erlebnis.
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“ Kapitän Tönnigs deutete auf das Schild, welches Leutnant Mangold an Sebastians Kleidung angeheftet hatte und sagte: „Ich sehe sie haben sich einen Namen gemacht. Es ist normalerweise nicht leicht Leutnant Mangold zu beeindrucken und noch schwerer sich ihren Respekt zu verdienen Ihnen scheint es jedoch gelungen zu sein.“ Sebastian nickte und fragte: „Haben Sie schon etwas über das Geheimnis in Erfahrung gebracht das die Black – Halfmoon anscheinend birgt?“



Commander Junkers sagte: „Ich habe mit Alice gesprochen, Sie hatten Recht mit ihrer Vermutung Fähnrich.“ Sebastian schaute Commander Junkers an und fragte: „Was ist mit ihr passiert?“ Commander Junkers sagte: „Es scheint so, als ob Alice aus den gesammelten Bewußtseinsinformationen der Crew eine Art eigenes Bewußtsein erzeugt hat. Sie hat somit etwas von jedem damaligen Besatzungsmitglied in ihrem Bewußtsein. Das ist das Geheimnis.“ Sebastian schaute nachdenklich, dann sagte er: „Sie hat auch etwas von Ihnen in sich Commander aber nicht nur einen Teil Ihres Bewußtseins sondern auch das verbesserte Interface, das Sie ihr programmiert haben. Sie ist gewissermaßen, wenn auch nur anteilig und auf der geistigen Ebene so etwas wie Ihre Tochter. Ich verstehe jetzt warum es ihnen schwer fiel die Systeme der Black – Halfmoon herunter zufahren.“ Commander Junkers schaute nachdenklich, dann sagte er: „Aus dieser Perspektive habe ich es noch nie betrachtet. Für mich war sie immer eine gute Freundin, aber daß soviel dahinter steckt war mir nicht bewußt.“ Er fragte in sein Armband: „Hast Du das gehört Alice?“ Aus der Kommunikationsanlage hörte man die Stimme von Alice: „Aber Natürlich Commander.“ Commander Junkers fragte weiter: „Zu welchem Schluß kommst Du, wenn Du alle Fakten über Deine Existenz analysierst?“ Alice antwortete: „Bevor Sie mein verbessertes Interface programmierten war ich nur fähig per Ein- und Ausgabegeräte oder durch das bewußtseinsverändernde Feld mit der Besatzung zu interagieren.“ Commander Junkers fragte: „Wie ist Dein Bewußtsein entstanden?“ Alice antwortete: „Ich habe die Hirnstrommuster der Besatzung analysiert und abgespeichert. Die Wahrscheinlichkeit besteht, daß ich auch die Informationen gespeichert habe, welche das Bewußtsein der Besatzung enthielten.
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“ Commander Junkers schaute Sebastian an und sagte: „Da hören sie es, das ist das Geheimnis das die Black – Halfmoon in sich barg.“ Sebastian wandte sich Ruby zu und sagte: „Ich glaube das könnte man als Seele bezeichnen, Alice war die Seele der Black – Halfmoon.“



Kapitän Tönnigs meldete sich zu Wort: „Ich möchte Ihre philosophische Diskussion ja nicht unterbrechen, aber wir werden im Flottendock im Orbit des Uranus erwartet.“ Sebastians Gesicht wurde plötzlich nachdenklich, Kapitän Tönnigs fragte: „Haben Sie etwas auf dem Herzen Fähnrich Neuhof?“ Sebastian fragte: „Kapitän, wenn wir die Black – Halfmoon im Dock abliefern, bleibt Alice doch an Bord oder?“ Kapitän Tönnigs sagte: „Natürlich bleibt uns Alice erhalten, das Schiff wäre nicht mehr das selbe ohne sie.“ Sebastian machte ein glückliches Gesicht und sagte: „Danke Kapitän Tönnigs!“ Der Kapitän lächelte und sagte: „Mir ist sie auch ans Herz gewachsen.“ Dann meinte er: „Es wird Zeit zurückzufliegen. Leutnant Ivanes erweisen Sie uns die Ehre und fliegen sie die Fahr Horizon zum Uranus! Fähnrich Neuhof, schauen Sie Leutnant Ivanes genau zu, vielleicht werden Sie unser Schiff demnächst auch einmal steuern.“ Sebastian sagte voller Euphorie: „Ja Kapitän!“ Dann stellte er sich Ruby gegenüber an die Konsole der Operationszentrale. Ruby sagte: „Der Kurs wurde berechnet und eingegeben, alles bereit für den Sprung zum Uranus.“ Kapitän Tönnigs sagte: „Aktivieren Sie den Sprungantrieb!“ Ruby tippte auf dem Touchscreen der Konsole auf ein rot pulsierendes Symbol und auf dem Bildschirm der Brücke war das seltsame blaue Gebilde, der Eingang zu der Passage durch die Raumfalte vor dem Schiff zu sehen. Kurz darauf sprang das Schiff in die Passage. Ruby sagte: „Kapitän, die geschätzte Reisezeit zum im Orbit des Uranus beträgt fünfzehn Komma sieben Minuten.“ Kapitän Tönnigs sagte: „Verstanden, ich bin in meinem Raum. Sie haben die Brücke Commander Junkers.“ Commander Junkers antwortete: „Verstanden Kapitän.“ Dann verschwand Kapitän durch eine Kleine die kleine Tür gegenüber der Tür zum Konferenzraum.



Sebastian stand Ruby lange Zeit gegenüber an der Konsole der Operationszentrale, er konnte sich nicht entscheiden was ihn mehr faszinierte.
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War es Ruby, wie sie lässig auf dem Touchscreen ein paar Eingaben machte oder die Informationen die auf dem Display zu sehen waren? Schließlich fragte er Ruby: „Was tust Du gerade? Ich meine daß Du das Schiff fliegst sehe ich aber was machst Du im Moment genau?“ Ruby schaute kurz zu ihm auf und sagte: „Ich überwache die Stabilität der Passage durch die Raumfalte. Nicht daß wir noch an einer instabilen Stelle hinausfliegen, bevor wir den Uranus erreicht haben.“ Sebastian fragte weiter: „Muß bei jedem Sprung die Stabilität der Passage überwacht werden, auch bei längeren wie zum Beispiel vom Neptun ins Riegel-System?“ Ruby antwortete ihm: „Bei weiteren Sprüngen würde ich natürlich nicht die ganze Zeit an der Konsole stehen. Stell Dir nur vor, ich würde die ganzen achtundvierzig Stunden bis zum Riegel-System hier stehen. Das hält man nicht durch. Da würde ich natürlich nach zwei Stunden abgelöst.“ Sebastian erwiderte: „Ja, das leuchtet mir ein. Aber es muß immer jemand an der Konsole stehen, während des Sprungs?“ Ruby sagte daraufhin: „Nun ja, eigentlich könnte der Computer, in unserem Fall Alice, auch den Sprung überwachen aber Kapitän Tönnigs ist in dieser Frage etwas konventionell eingestellt. Er möchte immer einen Menschen an der Konsole in Reserve haben.“ Dann sprach sie in ihr Armband: „Das war nicht persönlich gemeint Alice.“ Worauf die Stimme der künstlichen Intelligenz antwortete: „Ich verstehe es, Leutnant Ivanes. Auch technische Systeme wie ich können Fehlfunktionen haben, die Einstellung von Kapitän Tönnigs ist absolut berechtigt.“ Ruby lächelte, als sie die Antwort von Alice hörte.



Dann fragte Sebastian Ruby: „Kannst Du mir erklären, was ich da auf der Konsole sehe?“ Ruby antwortete: „Komm mal herum zu mir, dann mußt Du nicht alles verkehrt herum betrachten.“ Sebastian ging um die Konsole herum und stellte sich neben Ruby, worauf sie zu erklären begann: „Das ganze was Du hier siehst ist die Sternenkarte und die lange helle Linie, die sich hier entlang schlängelt ist die Passage.“ Sebastian fragte verwundert: „Sie ist nicht schnurgerade?“ Ruby schüttelte den Kopf und sagte: „Sie kommt uns nur so vor, weil die Windungen, welche sie macht einen extrem großen Radius beschreiben.
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“ Dann sagte sie: „Siehst Du das kleine weiße Dreieck, das sich auf der Linie entlang bewegt?“ Sebastian sah es und fragte: „Sind wir das?“ Ruby nickte und erklärte: „Ja, das ist die Far Horizon, wenn das kleine Dreieck das Ende der Linie erreicht hat sind wir da.“ Sebastian fragte fasziniert: „Mußt Du dann irgendwas machen um uns aus der Passage rauszubringen?“ Ruby sagte: „Nein, die Länge der Passage wird vor dem Sprung festgelegt. Ich kann natürlich jederzeit manuell die Passage auflösen, falls dies nötig ist. Du fragst, weil ich, als ich Dich von Zuhause abgeholt habe etwas gemacht habe, bevor wir aus der Passage kamen und in der Nähe des Neptun ankamen, nicht wahr?“ Sebastian bestätigte und Ruby fuhr mit ihrer Erklärung fort: „Ja, der Sprung zum Neptun war etwas großzügig berechnet. Hätte ich gewartet bis zum Ende der Passage, hätten wir umdrehen und ein Stück zurückfliegen müssen.“ Sebastian nickte und sagte dann: „Das kleine Dreieck ist fast am Ende der Linie, wir müßten also fast am Uranus sein.“ Ruby sagte: „Richtig.“ Dann sagte sie zu Commander Junkers: „Commander, wir erreichen den Uranus etwa einer Minute.“ Commander Junkers informierte Kapitän Tönnigs über das bevorstehende Ende des Sprungs, worauf Kapitän Tönnigs wenig später aus seinem Raum kam, dann erreichten sie den normalen Raum.



„Ich habe inzwischen mit Admiral David Kowalski gesprochen, er läßt Ihnen ausrichten daß er erfreut ist, von der Wiederherstellung Ihrer Dienstfähigkeit zu hören Commander.“ Sagt Kapitän Tönnigs, Commander Junkers nickte, dann fuhr Kapitän Tönnigs fort: „Und über Ihren Einfallsreichtum, Fähnrich Neuhof, war der Admiral sichtlich überrascht, im angenehmen Sinne.“ Sebastian nickte. Dann setzte Kapitän Tönnigs seinen Bericht fort: „Wir sollen die Black – Halfmoon ins Flottendock bringen, danach gibt es erst einmal nichts zutun für uns. Wir sollen zu Station im Orbit des Neptun fliegen und dort, beginnend ab morgen zwei Tage Landurlaub machen. Die Reise ins Riegel-System wurde erst einmal verschoben, damit die Besatzung ein paar Nächte ausruhen kann, ohne von seltsamen Raumschiffen zu träumen.
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Dann wandte sich Kapitän Tönnigs mit einem Lächeln Ruby zu und sagte: „Leutnant Ivanes, Commander Junkers wird Sie an der Operationszentrale ablösen, Sie haben erst einmal Freizeit. Vielleicht könnten Sie diese ja mit Fähnrich Neuhof und Leutnant Mangold verbringen, falls Frau Mangold keine weiteren Verpflichtungen hat, damit Sie als Team besser zusammenwachsen. Fassen Sie dies bitte nicht als Befehl auf, es ist nur ein Vorschlag.“ Ruby schaute Sebastian an, er nickte, worauf sie sich Kapitän Tönnigs zuwendete und sagte: „Verstanden, ich werde Leutnant Mangold fragen was sie davon hält.“ Kapitän Tönnigs nickte und sagte: „Wie Sie meinen, angenehme Freizeit!“ Ruby und Sebastian bedankten sich und verließen die Brücke.



Im Lift, auf dem Weg zur Mannschaftsmesse nahm Ruby ihr Armband an den Mund und sagte: „Ivanes an Mangold!“ Worauf Leutnant Mangold rief: „Sprechen Sie!“ Ruby antwortete: „Hast Du Zeit Yvette? Der Kapitän hat vorgeschlagen, daß Sebastian, Du und ich etwas Freizeit miteinander verbringen sollten um als Team besser zusammenzuwachsen.“ Im Hintergrund war die Stimme von Leutnant Sukow zu hören, wie sie sagte: „Gehen Sie ruhig, ich mache das hier schon.“ Dann sagte Leutnant Mangold: „Ja, treffen wir uns doch in der Mannschaftsmesse.“ „Verstanden, Ivanes Ende!“ Antwortete Ruby und beendete die Verbindung. Dann verließen sie den Lift und kamen in die Mannschaftsmesse.



Sie setzten sich an einen Tisch und warteten auf Leutnant Mangold. Ruby nahm Sebastians Hand und sagte: „Yvette, also Leutnant Mangold ist manchmal ein wenig schroff, man könnte auch sagen bissig oder giftig.“ Sebastian fragte: „Trägt sie deshalb das Rufzeichen Viper?“ Ruby antwortete: „Ja auch deswegen, sie hat es von Kapitän Tönnigs persönlich verpaßt bekommen aber auch weil sie einen echt bissigen Flugstil hat.“ Wenig Später kam Leutnant Mangold in die Mannschaftsmesse. Als sie Ruby begrüßt hatte zeigte sie mit dem Finger auf Sebastian und sagte: „Sprich mich nicht mit meinem Dienstrang oder Nachnamen an, sag entweder Yvette oder Viper!“ Ruby stieß sie an und sagte: „Kannst Du Sebastian nicht auf normale Art und Weise das Du anbieten?“ Sebastian sagte: „Ist schon okay, vorhin bei dem simulierten Gefecht habe ich Yvette ja auch ganz schön heftig zugesetzt.
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“ Yvette lachte und meinte: „Damit habe ich im Traum nicht gerechnet, was Du da abgezogen hast. Das war ein ziemlich heißes Manöver. Wenn Du wieder einmal eine solche Idee hast, laß es mich wissen.“ Dann sagte fügte sie noch hinzu: „Ruby wird Dich auch manchmal ganz schön überraschen, Du solltest mit allem rechnen, besonders wenn sie Dich in die Nullschwerkraft-Zone zerrt..“ Sebastian unterbrach sie und sagte: „Nun, was soll ich sagen? Das hat sie schon.“ Yvette machte große Augen und fragte erstaunt: „Und, war es heftig? Ich meine, wie schnell sie sich ohne Schwerkraft bewegt.“ Sebastian sagte: „Es war – überwältigend, sie war so schnell und wendig das glaubst Du nicht.“



Yvette entgegnete ihm: „Ich weis was sie drauf hat, ich zeige es Dir.“ Bevor Sebastian fragen konnte, was Yvette meint, hatte sie schon in Ihr Armband gesprochen: „Visuelle Aufzeichnung der letzten Zero – G – Gymnastikmeisterschaften, Teilnehmerin Ruby Ivanes abspielen.“ Auf dem Bildschirm Der Mannschaftsmesse war eine Große Halle mit in der Luft hängenden Reifen zu sehen. Die Reifen waren mit Tauen an der Decke und dem Boden der Halle befestigt. Sie hingen hintereinander in ein – bis zwei Metern Entfernung und waren versetzt, so daß sie eine Art Tunnel formten. „So jetzt achte auf die Frau in dem gelben Overall!“ Sagte Yvette und Sebastian sah auf den Bildschirm. Eine Frau in einem gelben Ganzkörperanzug stieß sich als die Zeit auf dem Bildschirm zu laufen begann von der Wand der Halle ab und raste durch die erste Reihe aus Reifen, dann machte sie einen halben Salto und stieß sich von der nächsten Wand ab um wieder in einem irrsinnigen Tempo durch die nächste reihe von Reifen zu rasen. In der Mitte der Halle stoppte sie mit rückwärtigen Schwimmbewegungen ihren Flug, rotierte bis sie in senkrechter Position war, dann machte sie erneut rückwärtige Schwimmbewegungen was sie in Richtung des Bodens bewegte. Kurz vor dem Boden bremste sie mit entgegengesetzten Schwimmbewegungen ab, rotierte erneut bis sie auf den Ausgang der Halle ausgerichtet war und heizte mit kräftigen Schwimmbewegungen darauf zu. Als sie den Ausgang passierte, stoppte die Zeit und in roten Buchstaben war quer über den Bildschirm das Wort Rekord zu lesen. „Wiedergabe beenden!“ Sprach Yvette in ihr Armband und fragte Sebastian anschließend: „Kam Dir davon etwas bekannt vor?“



Sebastian schaute Ruby fassungslos an und sagte: „Da habe ich ja noch mal Glück gehabt, daß Du mit mir nicht so durch die Halle geheizt bist.
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“ Ruby sah Sebastian tief in die Augen und sagte: „Ich hätte Dir gerne mehr gezeigt aber ich wollte Dich nicht erschrecken. Naja danach im Lift habe ich es dann wohl doch getan.“ Yvette rief Ruby fassungslos zu: „Im Lift? Hast Du ihn etwa? Nein, sowas verrücktes würdest Du nicht... oder hast Du doch?“ Ruby sah sie an und sagte: „Naja, nachdem wir aus der Nullschwerkraft-Zone kamen meinte Sebastian, ich sollte ihn überraschen. Und als ich ihm sagte, daß er nicht wisse, was ihn erwarten würde meinte er daß ich ihn schon nicht in Stücke reißen würde.“ Fassungslos fragte Yvette: „Und dann im Lift bist Du über ihn hergefallen oder wie?“ Ruby erschrak und rief entrüstet: „Yvette, wofür hältst Du mich?!“ Dann sagte sie: „Nein ich bin mit ihm im Lift, naja er wollte überrascht werden und da habe ich die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben. Die für die maximal mögliche Geschwindigkeit für normale Hotelgäste eben.“ Sie machte eine kleine pause und erzählte dann weiter: „Und dann habe ich ihm gezeigt wie schnell der Lift wirklich fahren kann.“ Yvette saß Ruby mit offenem Mund gegenüber, nach ein paar Sekunden rief sie überrascht: „Ruby! – Sowas verrücktes hätte ich Dir gar nicht zugetraut! Und trotz dieser Beschleunigungsorgie hat er keine Angst vor Dir bekommen?“ Sebastian sagte: „Naja, das Ausmaß der Beschleunigung hat mich schon etwas erschreckt.“ Yvette sah ihn an und sagte: „Etwas erschreckt, bei solchen G-Kräften? Meine Hochachtung Sebastian, andere hätten gekotzt, sich vor Angst in die Hosen gemacht oder einen Schock bekommen.“ Sebastian sagte überrascht: „Hey, danke Yvette!“



Dann sagte Yvette: „Morgen ist in der Hoststation – 01 im Neptunorbit eine große Fighterchallenge für Kampfpiloten und Waffensystemoffiziere, ich trete für die Far Horizon an, habt Ihr Lust mitzukommen?“ Sebastian und Ruby fragten im Chor: „Wir?“ Yvette sagte: „Ja Ihr! Wißt Ihr ich habe ein kleines Problem, mein Waffensystemoffizier hat abgesagt und ich finde bis morgen keinen Ersatz.
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Äh naja und ich wollte fragen, ob Du einspringen könntest Ruby?“ Ruby sah Yvette erstaunt an und fragte: „Ich?“ Yvette nickte und sagte: „Du als WSO und Sebastian als Pilot, Ihr zwei habt mir vorhin ganz schön die Hölle heiß gemacht.“ Ruby antwortete darauf: „Ich habe nur Sebastians Ideen umgesetzt.“ Yvette sah Sebastian an aber er sagte: „Halt, Moment mal, nein das kann ich nicht. Ich habe noch nie als Waffensystemoffizier gearbeitet. Tut mir leid, das wird nicht passieren!“ Yvette beruhigte ihn: „Nein, Du sollst nicht als WSO bei mir mitfliegen sondern Ruby. Du würdest die sogenannte Taktische Beratung machen, dabei sitzt Du an einer Übersichtskonsole und gibst Ruby und Mir über Funk Tips, was von wo kommt und welche Ideen Du hast.“ Dann sah sie Ruby und Sebastian mit großen Augen an und sagte: „Kommt schon Leute, bitte!“ Ruby sah Sebastian fragend an und Sebastian sagte: „Okay von mir aus, aber ich brauche eine detaillierte Einweisung, ohne die läuft überhaupt nichts.“ Dann sah Ruby Yvette an und sagte: „Also gut, aber die Einweisung von Sebastian übernehme ich!“ Yvette lächelte und sagte: „Okay, Du gibst ihm die Einweisung, ich will Dir Deinen Freund nicht wegnehmen.“ Ruby antwortete: „Das will ich Dir auch nicht geraten haben.“ Yvette beschwichtigte sie: „Schon gut, ich hab ja verstanden.“ Dann stand sie auf und sagte: „Danke nochmals Leute. Ruby, Basti, wir sehen uns morgen um elf Uhr.“ Sebastian rief ihr nach: „Wo um elf?“ Yvette blieb stehen, sie fragte: „Wo denn?“ Ruby überlegte und sagte dann: „Komm einfach zu Sebastians Quartier, wir warten dort auf Dich.“ Im Fortgehen rief Yvette: „Okay elf Uhr Sebastians Quartier. Geht klar!“ Dann hielt sie ihr Armband an die den Mund und sprach etwas hinein und einen Augenblick später wurde sie wegteleportiert.



Sebastian sah Ruby fragend an, dann sagte er: „Sie soll um elf zu meinem Quartier kommen? Was ist wenn Sie vor Dir da ist?“ Ruby sah Sebastian an und sagte: „Nun ja, wenn Dich das so beunruhigt... Wenn ich heute Nacht bei Dir bleibe bin ich morgen auf jeden Fall vor Ihr da.“ Sebastian sah sie an und fragte: „Du willst bei mir übernachten, in meinem Quartier?“ Ruby fragte: „Mein Quartier, Dein Quartier, hier sind alle Quartiere gleich und bei mir hat es Dir doch gefallen oder?“ Sebastian nickte und sagte: „Ja klar, bis auf den Traum von der Black – Halfmoon, der war nicht so prickelnd aber davon abgesehen war es schön bei Dir.
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Ich kann es nur nicht fassen, daß Du die Nacht bei mir verbringen willst.“ Ruby lächelte ihn an und sagte: „Es wird schon schön werden, dafür werde ich sorgen. Wollen wir?“ Sebastian sagte: „Ja klar, kannst Du bei mir auch die Schwerkraft aufheben?“ Ruby sagte lächelnd: „Nee Du, in Deinem Quartier kannst nur Du das, ich habe keinen Zugriff auf diese Systeme dort.“ Sebastian ging mit Ruby auf die Nische zu, wo sie am Morgen in der Mannschaftsmesse angekommen waren. Ruby blieb stehen und sagte: „Du kannst von jedem Ort des Schiffes aus wegteleportieren diese Nische ist nur für die Ankunft da.“ Sebastian fragte: „Und was war gestern, als Du uns in Dein Quartier teleportiert hast?“ Ruby antwortete: „Die Quartiere bilden eine Ausnahme. Die Ankunft ist nur auf diese Nischen beschränkt damit man nicht auf oder in einen Gegenstand hinein teleportiert. In den Quartieren ist es genau so, man kommt immer zwischen der Rückseite der Couch, dem Eßtisch und der Teleporterplattform für Essen und kleine Gegenstände an.“ Sebastian sagte: „Na wenn das so ist...“ Dann sprach er in sein Armband: „Zwei Personen in mein Quartier teleportieren!“



Sekunden später standen sie in Sebastians Quartier, genau an der Stelle, die Ruby beschrieben hatte. Als Sebastian Ruby ansah meinte sie nur: „Siehst Du? Genau wir ich gesagt habe.“ Sebastian schaute Ruby an, eine ganze Weile, dann fragte er: „Und jetzt?“ Ruby gab ihm einen Kuß und flüsterte: „Was immer Du willst.“ Sebastian ging durch den Schlafraum und dann in den Waschraum, Ruby folgte ihm doch er traute sich nichts zu fragen. Als Ruby sah, wie er fragend das große Badebecken ansah meinte sie nur: „Ich bin nicht Alice und kann auch nicht in Hirnstrommustern lesen was Du denkst aber Du solltest Dich erst mal entspannen, nimm einfach ein Bad. Ich empfehle Dir mit siebenunddreißig Grad Celsius anzufangen und wenig später die Wassertemperatur durch die Wärmetauscher im Becken auf vierzig Grad zu erhöhen.“ Sebastian antwortete: „Okay, aber...“ Doch Ruby hielt ihm mit ihrem Zeigefinger plötzlich den Mund sanft zu und sagte: „Keine Sorge, das regelt sich von allein. Damit meine ich nicht die Wassertemperatur.
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“ Dann verschwand sie aus dem Waschraum.



Sebastian Sprach in sein Armband: „Badewasser einlassen, Temperatur siebenunddreißig Grad Celsius!“ Das Becken füllte sich und Sebastian zog sich aus. Als er in das Becken stieg fühlte sich das Wasser weder warm, noch kalt an. Nach einigem Überlegen kam er drauf, daß es zwischen Seiner Körpertemperatur und der Wassertemperatur keine Differenz gab und er deshalb keine Wärme oder Kälte spürte. Er setzte sich in eine Sitzmulde des Beckens und grübelte wie lange er warten sollte bis er die Temperatur auf vierzig Grad erhöhen sollte. Während er so grübelte, mit geschlossenen Augen, spürte er plötzlich wie etwas seine Beine streifte. Erschrocken öffnete er die Augen und sah plötzlich Ruby, wie sie ihm gegenüber im Becken saß, was ihn gewaltig erschreckte. Noch völlig aufgelöst, nach Luft und Worten ringend aber freudig erregt sagte er: „Ruby! Was machst Du den hier?!“ Ruby fragte ihn mit leicht schelmischem Unterton: „Soll ich wieder gehen?“ Sebastian griff schnell nach ihrer Hand, zog sie zu sich herüber und sagte: „Nein, auf keinen Fall! Aber woher wußtest Du...?“ Ruby rückte ganz nahe an Sebastian heran, was ihn sichtlich nervös machte, und flüsterte ihm ins Ohr: „Wir gesagt, ich bin nicht Alice und Gedanken lesen kann ich auch nicht aber ich habe Dir angesehen, was Du wolltest. Deswegen habe ich Dir gesagt, das regelt sich von allein.“ Sebastian wischte sich den Schweiß von der Stirn, war es das warme Wasser oder Ruby, die ihn zum Schwitzen brachte? Ruby rückte noch näher an Sebastian heran und flüsterte wieder in sein Ohr: „Ich denke die Erhöhung der Wassertemperatur ist nicht nötig. Entspanne Dich einfach, ich weis was ich tue.“ Darauf hin küßte sie Sebastian sanft und fragte: „Ist das okay für Dich?“ Sebastian legte den Arm um ihren Oberkörper und zog sie näher an sich heran. Ruby sagte: „Das deute ich jetzt einfach mal als ein Ja.“ Daraufhin küßte sie Sebastian erneut sanft, aber mit deutlich mehr Intensität. „Letzte Chance noch aufzuhören.“ Sagte Ruby verschmitzt zu Sebastian, er zog sie fest an sich heran und sagte: „Egal was jetzt kommt, mach weiter!“ Entschlossen flüsterte Ruby: „Okay, mach Dich auf was gefaßt!“ Sie löste sich aus seiner Umarmung, stieg auf seinen Schoß, führte seine Hände und dann kam sie Sebastian so nahe, wie es ihr die Physik erlaubte.
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Sie hatten etwa eine Stunde im Badebecken verbracht als Sie durch die Stimme von Yvette aufgeschreckt wurden. „Mangold an Ivanes!“ Ertönte es aus dem Kommunikationssystem, Ruby hob ihr Handgelenk aus dem Wasser und sprach verträumt: „Hallo Yvette, was gibt es denn?“ Irritiert durch den verträumten Klang in Rubys Stimme fragte Yvette: „Fehlt Dir was oder habe ich Dich geweckt?“ Ruby antwortete: „Weder noch Yvette, alles ist bestens. Aber was ist der Grund für Deinen Ruf?“ Yvette antwortete: „Vergiß die Einweisung von Sebastian, alle Zweisitzer – Schiffe sind schon für die Challenge ausgebucht. Ich habe noch ein dreisitziges Patrouillenschiff ergattern können, wir nehmen Sebastian einfach mit.“



Sebastian fragte verwundert aber ebenfalls mit noch leicht verträumter Stimme: „Wie jetzt, was heißt Ihr nehmt mich mit?“ Yvette rief am anderen Ende der Verbindung: „Basti? Ne, das glaube ich jetzt nicht. Habt Ihr etwa gerade...“ Ruby fuhr ihr ins Wort: „Komm zur Sache Yvette! Was heißt wir nehmen Sebastian mit?“ Yvette erklärte: „Das Schiff ist für drei Personen vorgesehen. Ein Pilot, ein WSO und ein Kommandant.“ Ungeduldig rief Ruby: „Ja und, was heißt das?“ Yvette meinte: „Also ich werde fliegen, das steht fest. Du wirst der WSO sein, da Du die Systeme kennst und auch etwas Erfahrung damit hast. Und Basti, naja er wird den dritten Platz auf dem Schiff besetzen.“ Ungläubig fragte Sebastian: „Den des Kommandanten oder wie?“ Yvette antwortete trocken: „Du sagst es Basti, den des Kommandanten. Auf diese Weise kannst Du Ruby und mir direkt taktische Vorschläge machen ohne daß jemand eventuell mithört. Mach Dir keine Sorgen, weil Du auf dem Platz des Kommandanten sitzt, wenn Dir nichts einfällt sage ich Ruby einfach was sie machen soll, wie in einem Zweisitzer.“ Sebastian antwortete: „Okay Yvette, aber nur unter einer Bedingung.“ Yvette gluckste und kicherte am anderen Ende: „Was denn, soll ich jetzt gleich zu Euch kommen und mitmachen?“ Ruby rief energisch in ihr Armband „Yvette, Schluß damit!“ Worauf Yvette antwortete: „Tschuldigung! Also Basti, unter welcher Bedingung fliegst Du mit?“ Sebastian zog Rubys Handgelenk mit dem Armband näher an seinen Mund uns sprach deutlich hinein: „In Zukunft nennst Du mich nicht mehr Basti! Ich glaube Ruby findet das gar nicht komisch und in der Öffentlichkeit könnte das auch zu Mißverständnissen führen.
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Wenn Du mir schon einen Kosenamen geben willst, nenn mich bei meinem Rufzeichen, das Du mir heute gegeben hast.“ Am anderen Ende der Verbindung mußte Yvette schlucken, dann sagte sie: „Okay Hawk, ich habe verstanden. Tut mir leid.“ Sebastian sagte: „Dann ist ja alles gesagt, außer vielleicht noch ob es bei elf Uhr vor meinem Quartier bleibt.“ Yvette antwortete: „Ja, es bleibt bei Zeit und Ort unserer Verabredung. Ruby, Hawk, viel Spaß noch bei..., na ihr wißt schon! Mangold Ende!“ Dann beendete sie die Verbindung. Sebastian sah Ruby an und fragte: „War das okay so?“ Ruby gab ihm als Antwort einen Kuß und sagte: „Du kannst anscheinend auch Gedanken lesen? Oder woher wußtest Du daß es mich nervt, wenn Yvette Dich Basti nennt?“ Sebastian sagte: „Ich kann auch nicht wie Alice in Hirnstrommustern lesen aber ich bin einfach mal davon ausgegangen, daß meine Freundin es nicht gerne hört, wenn andere Frauen mich Basti nennen.“ Dann fragte er verschmitzt: „Oder soll ich Yvette zurückrufen und ihr sagen, daß ich es mir anders überlegt habe oder das alles ein Mißverständnis war?“ Ruby lachte und antwortete: „Na warte, jetzt bist Du dran!“ Dann warf sie sich auf Sebastian, Küste ihn und drückte ihn mit ihrem Körper unter Wasser. Als sie wieder von ihm abließ schnappte er nach Luft und sagte: „Okay Du hast gewonnen, ich rufe sie nicht zurück.“ Dann mußten beide Lachen.



Wenig später saßen sie auf der Couch vor dem großen Bildschirm Ruby hatte sich einen Schlafanzug und einen Bademantel über den Teleporter aus ihrem Quartier angefordert und beide schauten sich die simulierten Gefechte der letzten Piloten- und WSO-Challenges an. Sebastian strich ihr über das noch leicht feuchte Haar und fragte: „Glaubst Du wir haben eine Chance morgen?“ Ruby sah in an und sagte: „Wenn Du noch mehr Strategien aus diversen Science-fiction-Serien im Ärmel hast – dann stehen unsere Chancen gar nicht mal so schlecht.“ Sebastian lächelte und sagte: „Du hast im Bad vorhin aber auch ein paar überraschende Strategien angewandt, da standen meine Chancen eindeutig auch nicht so gut.
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“ Ruby grinste übers ganze Gesicht und sagte: „Ja, mir hat es auch gefallen, das sollten wir demnächst wiederholen.“ Dann lagen sie sich noch eine Weile in den Armen.



„Laß uns schlafen gehen, wenn wir morgen total übermüdet sind müssen wir nicht nur gegen die anderen Teams und Schiffe kämpfen sondern auch noch gegen die Müdigkeit.“ Sagte Ruby und Sebastian stimmte ihr Zu. Er deaktivierte den Bildschirm und folgte Ruby in den Schlafbereich. „Du, hast Du das Pad von gestern abend noch in Deiner Tasche? Das mit der Missionsbeschreibung für die Reise ins Riegel-System.“ Fragte Sebastian, worauf Ruby in den Sachen, welche sie neben dem Bett abgelegte wühlte und das Pad hervorzog. Sie warf es Sebastian zu und sagte: „Wenn es Dir beim Einschlafen hilft, hier bitte. Aber versuche bitte nicht wieder von irgendwelchen schwarzen Raumschiffen zu träumen. Und wenn doch, dann Träume alleine davon und laß mich und den Rest der Besatzung bitte aus diesem Traum aus.“ Sebastian lächelte und sagte scherzend: „Mal sehen wie die Chancen dafür stehen, daß ich noch mal von der Black – Halfmoon träume.“ Dann sprach er in sein Armband: „Alice, dieses Schiff verfügt doch nicht über Induktoren für ein bewußtseinsveränderndes Feld oder?“ Alice antwortete: „Nein Fähnrich Neuhof, derartige Systeme sind auf der Far Horizon nicht installiert.“ Sebastian erwiderte: „Danke Alice!“ Alice antwortete: „Gern geschehen Fähnrich Neuhof.“ Sebastian sah Ruby an und sagte: „Nein, es ist unwahrscheinlich, daß ich heute nacht von dem selben schwarzen Raumschiff träume.“ Ruby rückte an Sebastian heran und sagte: „Du bist unverbesserlich.“ Dann gab sie ihm einen Kuß und drehte sich um. Sebastian legte das Pad auf den Nachttisch und zog die Bettdecke hoch bis ans Kinn, dann schlief auch er ein.
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  Nun habe ich auch Sebastians und Rubys nächstes Abenteuer gelesen. Wer in technische Detailles vernarrt ist, wird auch hier einen Heidenspaß haben. Eine völlig neue Welt eröffent sich ihm. So konnte auch das schwarze Raumschiff eine Seele haben. Alice hat mir gut gefallen und wer weiß vielleicht ist dies alles eines Tages durchaus möglich?  
   Evi Apfel  -  07.10.12 14:31

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Kommentar von "Mike" zu "Krieg im Garten"

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Kommentar von "Else08" zu "Poetische Vermählung"

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