Der Bruch des Fluches Teil 4   32

Fan-Fiction/Rollenspiele · Fantastisches · Romane/Serien

Von:    David Scheuß      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 13. August 2012
Bei Webstories eingestellt: 13. August 2012
Anzahl gesehen: 996
Seiten: 4

Diese Story ist Teil einer Reihe.

Verfügbarkeit:    Die Einzelteile der Reihe werden nach und nach bei Webstories veröffentlicht.

   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


Der vierte Teil^^











Kopfschüttelnd eillte Lokko weiter über den Platz, auf der Suche nach dem Stand, der das hatte, was er brauchte.

Er musste nicht lange suchen.

Es war der größte, unaufgeräumteste und schmutzigste Stand auf dem Platz.

Ein schmutziger Asura, mit pechschwarzer Haut saß auf einem klapprigen, hölzenern Stuhl und seine Beine lagen auf einem ebenso ramponierten Tisch vor ihm.

Der Asura hatte nur ein paar Lumpen an und trug einen aus Halmen gefertigten Sonnenhut. Lässig hielt er einen Halm zwischen seinen Zähnen und der Schatten des Hutes verdeckten seine Augen.

Es schien als würde er schlafen, wäre da nicht seine Stimme, die sich gelangweilt und entnervt anhörte.

"Nein, Nein... Der Halogenlokalisator wird nicht zum strahlen verwendet... Er spürt sie auf aber gibt sie nicht wieder... Ach du liebe Güte, lass Hirn regnen...", sagte er entnervt zu einem Sylvari, der eine Art Taschenlampe in der Hand hielt und sie musterte.

"Man kann Hirn regnen lassen?", entgegnete der Sylvari verwirrt und seine Gesichtszüge wurden kurz darauf spitz und er legte die Stirn in Falten und seine wurzelähnlichen Brauen verliehen seinen Augen einen bösen Ausdruck.

"Oder sollte das eine Beleidigung sein? Ich habe euch nichts getan. Wieso reagiert ihr so gereizt?"

Der Asura stöhnte gequält auf und wedelte mit den Händen, als würde er eine Fliege vertreiben wollen.

"Schon ok. Es war nicht so gemeint. Nun trollt euch."

Als der Sylvari den Gegenstand zurück auf den Tisch legte und sich entfernte, hörte Lokko ihn sich zu sich selbst reden. "Trollen? Etwas wie ein Troll? Wie soll denn sowas aussehen?"

Lokko ging hinüber zum Tisch und setzte sich auf die Ecke des Tisches und musterte die Menge, während er gewandt zum Asura sprach.

"Es ist nicht mehr alles wie heute mein lieber Osko, oder?"

Der Asura mit dem Namen Osko, hob den Kopf und klatschte in die Hande. Nun sah man auch seine Haselnussbraunen Augen und freudig rieb er sich die Hände.

"Lokko! Mein bester! Wie geht es dir? Ach was sage ich. Wieso mit einer Fars aufhalten und nicht direkt zum geschäftlichen kommen? Was brauchst du?"

Als Osko seine Handflächen rieb, erkannte man das seine Haut nicht schwarz, sondern gräulich war.
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Er war nur so schmutzig, das es aussah, als würde er schwarze Haut haben.

Von ihm ging auch ein Geruch aus, der an Öl, Metall, Eisen und Lack erinnerte.

Eine unangenehme Mischung, weswegen auch hier die wenigsten Leute standen.

Hinter Osko ragte ein riesiger Berg aus Schrott hervor. Ein paar Golems standen neben dem gigantischen Haufen und blickten regungslos in die ein und die selbe Richtung. Sie dienten offenbar dazu, den Schrotthaufen zu bewachen.

"Ich brauche ein paar Stahlträger, einige Schrauben, Nägel, Eisenstangen und unzählige Metallteile. Hier, die Liste!"

Lokko hielt Osko eine Liste hin, die er gespannt betrachtete.

"Alles da. Wunderbar. Ich mache Boomba fertig."

"Boomba?", fragte Lokko irritiert.

"Oh, stimmt, das weißt du ja gar nicht.", sagte Osko und streckte stolz das Kinn als wäre er der König von Tyria hochselbst.

"Mir ist es gelungen, Bewusstsein zu entwickeln. Mein Golem Boomba hat den ersten Chip, der es ihm möglich macht, Bedürfnisse zu äußern und eigene Entscheidungen zu treffen."

Osko wurde vor Aufregung ganz rot im Gesicht.

"Der Snaff-Preis ist mir sicher." sagte er daraufhin mehr zu sich selbst als zu Lokko, der herzhaft lachte.

"Mein Lieber Freund. Wieso nicht die Fars Fars sein lassen und mit der Tradition brechen, während der Golem alles vorbereitet?"

Osko trieb gerade eine eisenstange in den Metallhaufen und schnaufte leise, wie als suche er etwas.Bei Lokkos Worten jedoch, hielt er inne und lehnte sich lässig an die Stange während er mit tiefer und trauriger Stimme sprach.

"Nun, Lokko, wo soll ich da anfangen? Bookahs und Sylvari fragen mich wie die ersten Wesen nach dem Sinn meiner Apparaturen und wissen nicht einmal was die Quersumme von Fünfhundertsiebenundsiebzigtausendzweihundertdreiundachtzig ist. Die alten Drachen sind erwacht, die Zwerge weilen nicht mehr unter uns und uns Asura hätte es auch beinahe erwischt. Hoffnungen sind geschmiedet und zerbrochen worden und zu allem übel trägt jeder von uns die Gewissheit in sich, dass es zwischen den Völkern Tyrias immer noch Feindschaften gibt.
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Erst Primordus, dann Jormag, inzwischen Zhaitan und schließlich Kralkatorrik."

Osko sengte die Stimme noch weiter und seine Augen verschwanden wieder unter dem Schatten, den sein Sonnenhut warf.

"Mein Lieber, die Geschichten, die aus Ebonfalke drangen. Die Geschichten der Überlebenden. Jeder von uns, der es miterlebt und gehört hat, weiß, mit was für einer zerstörerischen Kraft diese Alten Wesen uns angreifen. Ich sage dir, warum wir noch leben. Weil die Drachen uns nicht direkt töten wollen. Sie wollen uns quälen. Das gibt ihnen Kraft. Jeder weiß, das Kralkatorrik den Zugang von Elona bewacht und jeden tötet, den er sieht. Primordus lauert unter der Erde. Wer weiß, was da vor sich geht. Jormag lauert ebenfalls unter Tage und Zhaitan sitzt mit seinem Kristallhintern in Orr. Welche Aussicht von Erfolg haben wir denn bitte?", schloss er sichtlich geknickt.

"Noch sind wir da und wir werden kämpfen, bis zum letzten Mann, wenn es sein muss.", sagte Lokko aufmunternd.

"Und ich versichere dir, so wird es kommen. Doch für die Drachen sind wir nur eine Brennessel in ihrem Garten unter ihrer Sichel.", sagte Osko weiterhin betrübt.

"Ich habe den Sack fertig gepackt, Meister Osko.", sagte eine Blecherne Stimme.

Lokko drehte sich um und sah Boomba. Der Golem setzte sich nicht von seinen anderen entwickelten Brüdern ab.

"Na? Na? Ist er nicht großartig?", sagte Osko voller Freude in der Stimme. Aufgeregt zeigte er auf Boomba. "Pass auf!", sagte er zu Lokko und dann zu Boomba gewandt. "Wie geht es dir mein lieber Boomba?" mehr zu Lokko als zum Golem selber.

Der Golem kratzte sich am metallenen Kopf und sagte: "Mir gegangen sehr zufriedenstellend. Nur das Wache an dem Berg ist schlafend. Aber besserlich müde werden als unter vielen Feinden zerwummert werden."

Lokko stand da mit offenem Mund und blickte den Golem an.

"Na? Ist das nicht genial?", rief Osko triumphierend und stieß die Fäuste in die Luft.

"Zerwummert?", fragte Lokko lachend.

"Halt den Mund!", schnippte Osko unwirsch. Er wird die Golemanti perfektionieren.
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"Und ob er das wird.", lachte Lokko und ging zusammen mit Boomba zurück zu seiner Werkstatt nicht ohne Osko noch einige Silbermünzen zuzustecken.

Als Lokko am Stand der Musiker vorbeikam, sah er, dass sie bereits alle weg waren.

Betrübt ging er weiter, bis er vor seiner Tür stand.

"Trägst du mir die Sachen bitte rein?", fragte Lokko den Golem. Einen normalen Golem hätte er nie eine Frage gestellt.

Doch Boomba schritt durch die Tür und hinunter in den Keller. Lokko schritt hinterher und deutete mit dem Finger auf die Ecke in seiner Werkstatt.

"Dorthin, bitte.", sagte er. "Gerne doch.", sagte der Golem. "Es ist schon verblüffend, was für ein Gesocks über den Markt marschiert oder? Der eine hält sich genialer als der andere, dabei ist Egoismus und Arroganz kein Bestandteil für Eigenschaften, die sich mit Genialität sie Hand geben, oder?"

Lokko drehte sich langsam zum Golem um und sein Mund fiel ihm auf die Kinnlade.

"Was hast du eben gesagt?", fragte er ungläubig den Golem.

"Oh, du hast mich schon verstanden, Lokko.", sagte der Golem freundlich. "Aber um deine eigentliche Frage zu beantworten. Ja, der Selbstbewusstseinschip funktioniert. Nur ich denke, dass die Asura noch nicht reif sind, Golems mit Bewusstsein zu kreiieren. Es gibt zu viele schwarze Schafe unter ihnen und mir sind diese kleinen, süßen Dinger an mein metallenes Herz gewachsen.", sagte der Golem Boomba mit einer stählernden Faust auf der Brust.

"Klein? Süß?", fragte Lokko immer noch mit einem ungläubigen Blick.

"Das bleibt unser Geheimnis, ok? Wir Golems sind euer Schwert. Wir dienen euch gerne, nur falls wir Bewusstsein entwickeln, können die alten Drachen uns kontrollieren und ich kann den Gedanken nicht ertragen, as wir uns gegen euch wenden würden. Wer beschützt euch denn dann? Deswegen habe ich ohne Abstimmung den Wächter der Asura gespielt. Oder spiele ihn immer noch, sofern du mein Geheimnis verbergen kannst. Ich lasse nicht zu, das euch etwas passiert. Auf Wiedersehen Lokko.", sagte Boomba schließlich und ging wieder heraus.



Lokko stand da und sah ihm ungläubig hinterher.
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Ein Held, wie er im Buche stand. Mit Gefühlen, jedoch einem Herzen aus Stahl.
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Punktestand der Geschichte:   32
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Interessante Kommentare

Kommentar von "Aya" zu "Zirkuslöwenleben"

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