Gone with the death? – Teil 16 DEUTUNGEN   109

Romane/Serien · Fantastisches · Fan-Fiction/Rollenspiele

Von:    Ingrid Alias I      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 30. September 2011
Bei Webstories eingestellt: 30. September 2011
Anzahl gesehen: 1502
Seiten: 9

Diese Story ist Teil einer Reihe.

Verfügbarkeit:    Die Einzelteile der Reihe werden nach und nach bei Webstories veröffentlicht.

   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


„Ich habe viel selbstsüchtiges Zeug erzählt bei unserem letzten Treffen. Von wegen auf dich warten... Aber eigentlich habe ich dich doch damals verlassen, um dir ein neues Leben zu ermöglichen.

Und dann hast du Spike ins Spiel gebracht. Ich war entsetzt, war furchtbar eifersüchtig, und vor allem wollte ich nicht, dass noch ein Vampir dir etwas antut. Obwohl Spike eigentlich kein Schlechter ist, abgesehen vor der Vampirsache natürlich, eigentlich habe ich ihn immer beneidet um seine Fähigkeit zu lieben. Das konnte ich als Angelus nicht.“ Angel schüttelte hilflos den Kopf, bevor er fortfuhr: „Buffy, du wirst nicht jünger, du solltest dir jemanden suchen, der dich lieben kann, ohne gleich böse zu werden. Du solltest nicht auf mich warten.“ Angel tat es weh, das zu sagen.

„Ich habe ein Kind von ihm.“

„Was? Von wem?“

„Von Spike. Am Tag vor dem großen Kampf haben wir miteinander geschlafen.“

„Ach... ach Buffy, irgendwie weißt du nicht, was du willst. Ich war gerade weg aus Sunnydale, und du schläfst mit ihm. Ich fasse es nicht!“

„Es ist passiert, und ich bin froh drüber. So habe ich wenigstens etwas von ihm behalten. Nachdem ich ihn in den Tod geschickt habe...“

„Er ist freiwillig in den Tod gegangen. Und außerdem ist er jetzt wieder da, und zwar als Mensch.“

„Ja...“ Buffy starrte vor sich hin.

„Warum ist er nicht zu dir gekommen, wenn er dich so sehr geliebt hat?“ Angel wusste nicht, warum er das sagte, und er wollte Buffy auch nicht wehtun, aber Spike? Nicht der!

„Ich weiß es verdammt noch mal nicht!“ Buffy sah ihn an, als wolle sie ihn schlagen.

„Ich fasse es nicht, ein Kind von Spike!“

„Warum regst du dich auf? Du hast doch auch einen Sohn, und dann noch von Darla. Keiner hielt es für nötig, mich darüber zu informieren. Also hat’s mich wohl auch nicht zu interessieren“, sagte Buffy säuerlich.

„Er ist zwar mein Sohn, aber seine Mutter habe ich nicht geliebt, wenn du das meinst.“

„WAS ich damit meine ist, dass ich dich überhaupt nicht kenne. Diese ganzen Jahre in Sunnydale habe ich mir ein Bild von dir gemacht, und jetzt stellt sich heraus, dass du sehr wohl ohne mich leben kannst. Gut ohne mich leben kannst. Aber mir Vorwürfe machen.
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..“

„Ich habe mich gesorgt. Weißt du, Spike war kein Heiliger...“

„Du etwa? Ich habe nicht gewusst, wie viel er mir bedeutet. Seine Anwesenheit war so... selbstverständlich, und ich habe immer auf ihm herumgetreten, sogar noch, als er eine Seele hatte und am Boden zerstört war. Er brachte meine schlechtesten Seiten ans Licht, aber er hat mich auch immer wieder aufgebaut.“

Angel ignorierte ihre Worte. „Und warum lässt er sich nicht bei dir blicken?“

„Ich weiß es nicht... Da muss was anderes hinter stecken. Ich weiß es wirklich nicht. Ich weiß nur, seine Liebe, das habe ich erst später erkannt, hat mich die letzten zwei Jahre in Sunnydale ertragen lassen, aber nein, ich musste ja auf ihm herumhacken...“

„Das heißt also, dass du mich nicht mehr liebst?“

„Auch das weiß ich nicht. Manchmal reicht Liebe einfach nicht aus. Und du, kennst du mich überhaupt? Du hast dir doch auch ein Bild von mir gemacht...“

„Natürlich kenne ich dich, Buffy. Sonst würde ich dich nicht lieben...“

„Ich habe wochenlang mit Spike geschlafen, und das, bevor er eine Seele hatte. Was sagst du dazu? Passt das in dein Bild von mir?“

„Ich... ich bin entsetzt, Buffy, wie konntest du nur? Ausgerechnet mit Spike! Mit dem Vampir Spike!“

„Oh ja, hack’ nur auf ihm herum! Ich glaube, du hasst Spike mehr als alles andere auf dieser Welt. Warum nur?“

„Er ist ...war ein Vampir, und er hat Jägerinnen getötet.“

„Du hast ihn immer schon gehasst!“, Buffy lächelte sarkastisch. „Und du wolltest ihn immer schon töten!“

„Er hat mich foltern lassen“, Angel verspürte seltsamerweise das Gefühl, sich für seine Abneigung gegenüber Spike verteidigen zu müssen.

„Wie viele Leute hast DU denn gefoltert? Unter anderem die teure Drusilla... Ich weiß noch genau, was du mir vor ein paar Jahren auf meine Frage nach ihr geantwortet hast. Du hast als erstes eine Gegenfrage gestellt: LIEBST DU MICH? Das hast du mich gefragt. Ich habe ‚JA’ gesagt, und dann hast du mir die Geschichte mit Drusilla erzählt.“ Buffys Stimme nahm einen hysterischen Klang an. „Als ob meine Liebe zu dir die Absolution auf alle deine Sünden wäre!“

„Es war falsch von mir, dich so unter Druck zu setzen.
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Aber ich hatte Angst vor deiner Reaktion...“

„Spike hatte diese Möglichkeit nicht – das mit der Liebe, die alles entschuldigt. Er hatte nie diese Möglichkeit, meine Verzeihung zu erlangen. Er hatte meine Liebe nicht. Damals...“

Nach kurzem Zögern fuhr Buffy fort: „Aber er hatte auch nie Angst vor meiner Reaktion. Er hat mir immer die Wahrheit gesagt. Er war der einzige, der mich mit all meinen Fehlern akzeptiert hat. Er hat sich so verzweifelt bemüht, von mir geliebt zu werden. Und ich habe...“ Buffys Stimme brach ab.

Angel starrte sie fassungslos an. „Liebst du ihn?“

„Ja, aber anders als dich. Ich weiß nur, dass ich mich in all diesen Jahren verändert habe. Als wir beide zusammen waren, da war ich siebzehn, eigentlich noch ein Kind. Wenn ich dich erst mit einundzwanzig kennen gelernt hätte, hätte ich mich bestimmt nicht so hoffnungslos in dich verliebt.“

„Sag’ so etwas nicht“, Angel sah sie flehentlich an.

„Es stimmt aber. Und du hast doch auch mittlerweile ein enges, wie soll ich sagen... Verhältnis zu Cordelia. Könntest du sie einfach verlassen, wenn ich mich jetzt in diesem Augenblick entschließen würde, mit dir zusammen zu sein?“

„Ich weiß nicht“, stammelte Angel unentschlossen.

„Na also! Ich werde zu Spike gehen und ihm von seinem Kind erzählen.“

„Tu das nicht! Du könntest eine Enttäuschung erleben...“

„Ich muss es aber tun!“ Mit diesen Worten verließ Buffy Angels Zimmer.



Angel blickte seufzend auf die Los Angeles Gazette, die er unauffällig auf einen Stuhl gelegt hatte, als Buffy hereingekommen war. Sie sollte die Zeitung besser nicht zu Gesicht bekommen.

Die Lokalseite der Gazette war aufgeschlagen, und darauf waren drei Fotos zu sehen, ein großes und zwei kleine.

Auf dem großen Foto sah man Spike und Lilah engumschlungen bei einem Strandspaziergang auf Longbeach. Die beiden wirkten so unheimlich glücklich wie ein Wirklichkeit gewordener Traum.

Auf einem der kleinen Fotos ging Spike durch den nassen Sand und trug Lilah auf seinen Armen.

Auf dem anderen kleinen Foto standen sie einfach da und küssten sich. Es war offenkundig, dass beide verdammt gute Laune hatten.
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Auf allen Fotos war zu erkennen, dass Lilah merklich zugenommen hatte, und wer das noch nicht erkannt hatte, der wurde schließlich durch die Überschrift ‚Gibt es bald Nachwuchs bei Bill und Leela?’ mit der Nase drauf gestoßen.

Angel seufzte noch einmal.

Wie würde Buffy darauf reagieren?



~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~



Buffy nahm sich ein Taxi und fuhr zu der Adresse, die sie von Spikes Plattenfirma erhalten hatte. Es war ein bisschen außerhalb. Ein langer Weg führte bis zur Eingangstür des Hauses, jedenfalls kam er Buffy ziemlich lang vor. Nach kurzem Zögern drückte sie auf die Klingel.

Eine gutaussehende junge Frau mit langem braunen Haar öffnete ihr die Tür.

Sie war offenkundig schwanger, etwa im siebten Monat, schätzte Buffy, die nach einer sprachlosen Pause die Frau wiedererkannte. Es handelte sich um diese ausgeflippte Leela-Person, mit der Spike das Duett gesungen hatte. Damals schon hatte Buffy ein ungutes Gefühl gehabt, als sie diese beiden auf der Bühne sah. Die Frau war hundertprozentig in ihn verliebt, Spike zu durchschauen, fiel ihr damals schwerer, aber in seinen Augen hatte sie große Zuneigung und auch Sorge gesehen.



Buffy stieg das Blut ins Gesicht, als sie es kapierte. Sie wandte sich um und wollte wieder gehen, aber die junge Frau sprach sie an.

„Sie sind Buffy, nicht wahr.“

„Woher kennen sie mich?“, stammelte die so Angesprochene.

„Ich weiß es nicht. Aber Sie müssen es sein.“

„Ist Spike da?“

„Nein, er ist in Pasadena bei einem Phototermin. Es kam ganz plötzlich...“

„Das ist gut!“, Buffy seufzte erleichtert auf. Jetzt Spike gegenüberzutreten, dazu noch in Gegenwart seiner schwangeren Freundin, sie wäre lieber gestorben, als das zu erleben.

„Kommen Sie doch herein“, bat Lilah sie.

Buffy schluckte. „Nein, es ist ... eigentlich nicht so wichtig.“

„Soll ich ihm etwas ausrichten?“

„Nein, nein“, stammelte Buffy. „Ich wollte nur wissen, wie es ihm geht. Er ist ein Mensch, nicht wahr?“

„Natürlich ist er ein Mensch“, sagte Lilah, und ihre Stimme klang zärtlich.
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„War er das nicht schon immer?“

„Oh... Ja. Da haben Sie recht“, sagte Buffy verzweifelt, denn sie wusste nicht, ob diese Leela-Frau über Spike voll informiert war. Vielleicht wusste sie ja gar nichts über den Vampir Spike.

„Ich weiß es, Buffy.“ Lilahs klare angenehme Stimme unterbrach ihre Gedanken.

„Das ist... äääh gut. Dann kann ich ja gehen. Sagen Sie am besten nichts zu Spike!“

„Wirklich nicht? Aber warum denn?“

„Er würde sich nur aufregen. Es ist besser so“, Buffy schaute Lilah fest an. „Schwören Sie mir, dass Sie ihm nichts sagen!“

„Ich schwöre es“, sagte eine recht verwirrte Lilah und fügte hinzu: „Wir werden heiraten, eigentlich sollte ich ihn nicht belügen.“

„Tut mir leid, aber ich will nicht, dass Sie ihm etwas sagen!“ Buffy blickte wie betäubt vor sich hin, nickte Lilah kurz zu und trat den Rückzug an.



Sie lief die ganze Strecke bis zum Hotel Hyperion, es war ein windiger Tag, windig genug, um das Gehirn zu erfrischen und klare Gedanken zu fassen. Leider waren ihre Gedanken immer noch diffus nach dem fast zweistündigen Stunden Marsch zum Hotel.

Dem Himmel sei Dank war keiner der Bewohner zu sehen. Buffy schnappte sich ihre Reisetasche und ging schnell wieder nach draußen, um sich ein Taxi zum Flughafen zu nehmen.



~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~



NAMEN SIND NICHT

SCHALL UND RAUCH

DER SOHN DES JÄGERS STARK

AUCH DIE TOCHTER DES JÄGERS

DER KÖNIG UND DIE FEE

NIE ZUSAMMENLIEGEN SOLLTEN SIE

NIEMALS WIEDERHOLEN SOLLTE SICH:

LISTIGER RAT, DIE MACHT DES BÖSEN

WÄRE DES BÖSEN LANG



„Die Prophezeiung ist in gälischer Sprache geschrieben, gälisch ist ein Zweig der keltischen Sprachen, eventuell gibt es noch Dialekte in Irland und Schottland, aber ansonsten ist die Sprache überall ausgestorben.“



Bei Wolfram & Hart herrschte große Freude. Heute war der Tag der Erkenntnis, denn die Deutung der Prophezeiung stand kurz bevor.

Der Experte räusperte sich und schickte sich an, weiter zu reden:

„Ein paar Worte zum geschichtlichen Hintergrund: Die Römer verließen Britannien Ende des dritten Jahrhunderts und hinterließen ein Land, das aufgesplittert war in viele verfeindete Stämme, die zudem auch noch von den Sachsen bedroht wurden.
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Irgendwann gab es dann einen Großkönig, nämlich König Uther, dem viele folgten und zwar unter dem Banner des Pendragon, was soviel heißt wie Drache oder Schlange. Dieser Drache oder die Schlange war das Symbol des alten Glaubens, der wiederum eine Art Naturmatriarchat war, dessen Herrschaft von den Priesterinnen auf der Insel AVALON ausgeübt wurde.

Damals war man gerade dabei, im Zeichen des Christentums das Patriarchat einzuführen, also die“, der Experte lächelte verschmitzt, ,„Männerwirtschaft! Man begann, die Söhne der Herrscher als Thronfolger zu bevorzugen und nicht mehr die Töchter. Dieses stand im Gegensatz zur alten Religion, denn bei den Priesterinnen von Avalon galten die Söhne nicht viel.“ Der Experte hörte auf zu lächeln, als er merkte, dass seine Klienten ihn ziemlich humorlos anstarrten und redete energisch weiter:

„Avalon trachtete also danach, selber einen Herrscher einzusetzen. Einen, den man lenken konnte, egal wodurch. Dieses erforderte aber außergewöhnliche Maßnahmen und einen weitgreifenden Plan.

Igraine, die Schwester der obersten Priesterin von AVALON, war vermählt mit dem Herzog von Cornwall, einem Römer, der Britannien im Gegensatz zu seinen Landsleuten nicht verlassen hatte. Aus dieser Ehe stammte eine Tochter, nämlich Morgan, die von der obersten Priesterin als ihre Nachfolgerin in Avalon favorisiert wurde. Das kleine Mädchen hatte als Kind schon das sogenannte Gesicht, also die Gabe der Weissagung und somit alle Voraussetzungen.

Nun musste man ‚nur’ noch dafür sorgen, dass Igraine aus dem altem Herrschergeschlecht von Avalon sich mit dem regierenden Großkönig Uther zusammentat. Aus dieser Verbindung würde, alten Prophezeiungen zufolge der neue große König hervorgehen, und alle Stämme in Britannien würden diesem Mann folgen.

Der Plan funktionierte, ob durch Zauber oder andere Nachhilfe sei dahingestellt. Jedenfalls wurde Igraine von Uther schwanger, und ihr Gemahl, der römische Herzog von Cornwall kämpfte gegen seinen Großkönig, wurde aber letztendlich von Uther getötet.
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Uther heiratete Igraine, sie bekamen einen Sohn und nannten ihn GWYDION, offiziell galt er allerdings als der Sohn des Herzogs von Cornwall, denn Uther bekannte sich nicht öffentlich zu ihm.

Morgans Halbbruder Gwydion wurde“, der Experte nahm einen Schluck Wasser zu sich, bevor er weitersprach, „schon als kleiner Junge zu Pflegeeltern gegeben, um ihn vor Feinden zu schützen und außerdem dort erziehen zu lassen.

Morgan wurde von ihrer Tante auf die Insel Avalon gebracht und dort nach einer langen Ausbildung zur Priesterin geweiht. Sie hatte nur noch schwache Erinnerungen an ihren Halbbruder.

Nun folgte die zweite Stufe des Plans. Man wollte den zukünftigen König Gwydion eng an AVALON binden. Und zwar durch das RITUAL.

Haben Sie die Namen bemerkt? Spike heißt mit ursprünglichen Namen William, Gwydion Pendrag. Gwydion, dieser Name wurde in seiner Familie immer dem ältesten Sohn gegeben. Beachten sie ferner seinen Nachnamen: PENDRAG.

Das hat doch wohl große Ähnlichkeit mit dem Pendragon, dem Symbol des alten Glaubens von Britannien, dem Drachen, der damals noch auf den Feldzeichen des Großkönigs prangte.

Gut, das Ritual war eine Art Inthronisierung des neuen Herrschers. Der zukünftige König, der den Himmelsjäger darstellte, repräsentiert durch das Sternbild Orion, schlief nach einer blutigen Hetzjagd, in deren Verlauf er mit den Hirschen lief oder so ähnlich, das weiß keiner mehr so genau, mit der jungfräulichen Priesterin von Avalon, die das Land und die Erde verkörperte. Diese Zeremonie nannte man ‚Die große Ehe mit dem Land’. Morgan war diese jungfräuliche Priesterin, und ihr Halbbruder Gwydion, der zu dieser Zeit schon ARTUS genannt wurde, war der große Jäger.

Weder Morgan noch Artus wussten, mit wem sie da schliefen. Erst im Morgengrauen erkannten sie sich, und sie waren entsetzt. Morgan viel mehr als Artus, der damals schon angefangen hatte, seine Schwester über alles zu lieben, viel mehr jedenfalls als seine zukünftige Frau Gwenhyfar...“ Der Experte wartete an dieser Stelle auf Fragen, und die kamen tatsächlich.

„Was meinen Sie? Ja genau, das war die, die später mit Lancelot rumgehurt hat...

Wie auch immer, man überreichte Artus das magische Schwert Excalibur, dessen Besitz ihm die Gefolgschaft der Stämme sichern würde.
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Es gab aber noch ein weiteres Heiligtum auf Avalon, nämlich den heiligen Kessel.

Es wird vermutet, dass dieser Kessel aus seinem sicheren Platz in Avalon in die Welt gekommen ist. Er hat dort allerlei Verwirrung und Unheil angestiftet. Man nannte ihn den HEILIGEN GRAL. Interessant, nicht wahr?

Morgan brachte unterdes einen Sohn zur Welt. Sie nannte ihn Gwydion wie seinen Vater und überließ ihn der Obhut ihrer anderen Tante, nämlich Morgause, die den Kleinen wie eine Mutter liebte und in ihrem Sinne aufzog. Man munkelte, sie hätte sich der bösen Magie verschrieben. In dem kleinen Gwydion sah sie das ideale Werkzeug, um zur Macht zu gelangen, und sie schürte den Hass ihres Ziehsohns auf seinen leiblichen Vater. Denn Artus wurde so durch seine christliche Frau Gwenhyfar beeinflusst - vermutlich hatte er ein schlechtes Gewissen, weil er mit ihr kein Kind zeugen konnte - dass er sein einziges leibliches Kind, zudem noch entstanden durch ein heidnisches Ritual, niemals als seinen Nachfolger anerkennen würde.



Das also sind die Fakten. Es gab Krieg, der ungeliebte Sohn Gwydion verbündete sich mit den Sachsen und wurde von ihnen Mordred genannt, was soviel wie ‚Listiger Rat’ hieß. Er war nun der Gegner seines Vaters.

Als Artus sich weigerte, mit dem Banner des Pendragon, dem Symbol des alten Glaubens, in die Schlacht zu ziehen, wandten sich mehrere Stämme von ihm ab. Das Ergebnis waren katastrophale Zustände in Britannien. Alles was Artus im Namen der Tafelrunde aufgebaut hatte, nämlich eine gerechte Landesführung unter edlen Rittern, zerfiel innerhalb weniger Monate.

Wir wissen nicht, was damals geschah, es gibt keinerlei Aufzeichnungen, sondern nur Legenden. Es ist, als hätte es niemals existiert. Aber das Amulett existiert, und wir vermuten, dass es ein Teil des Heiligen Kessels ist, der auch Gral genannt wurde. Das Amulett sucht sich seine Leute. Es suchte Spike. Vielleicht ist er kein wahrhaftiger Nachkomme von König Artus, aber in seiner Familie gab es, wie in vielen anderen, unbewusste Erinnerungen an die große Zeit des Königs, und diese Erinnerungen lebten in der Tradition weiter.

Allerdings wurden in den beiden Weltkriegen ganze Generationen getötet, die sonst vielleicht das Vermächtnis weitergegeben hätten.
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Spike aber blieb am Leben. Na ja, am Leben ist vielleicht der falsche Ausdruck. Sagen wir, er existierte weiter.“ Der Experte konnte sich ein schmieriges Grinsen nicht verkneifen, bevor er fortfuhr:

„Fazit: Wenn wir also annehmen, dass Spikes Sohn Gwydion das Wunderkind Artus darstellt, und Spikes und Buffys Tochter Morgan die sogenannte Zauberin Morgan le Fay repräsentiert“, der Experte nahm wieder ein Schluck Wasser zu sich, bevor er weitersprach, „dann können wir erstens davon ausgehen, dass beide zusammen viel Macht haben werden, die sie zum Guten einsetzen können. Ein entsetzlicher Gedanke, wie ich finde...

Doch zweitens können wir davon ausgehen, dass wenn diese beiden zusammen ein Kind zeugen, es ein Kind des Bösen sein wird, nämlich Mordred, der die Welt im Chaos versinken lassen wird.“ Der Experte sah befriedigt, dass seine Klienten ihn gespannt anschauten, und er warf die Frage in den Raum: „Wie wir es anstellen sollen?“ Er zögerte eine Weile, bis er mit der Antwort herausrückte, er wollte seinen Triumph nämlich voll auskosten.

„Antwort: Wozu haben wir die Zeitportale? Wir schaffen die Kinder einfach in eine Dimension, in der die Zeit viel schneller vergeht als hier auf der Erde, und in Nullkommanix werden sie für Nachwuchs sorgen. Übrigens handelte es sich auch bei der Insel AVALON um ein uraltes Dimensionsportal. Es hieß, dass dort die Zeit viel langsamer vergehen würde als in Britannien selber. Mit so einem Zeitverlauf kann man natürlich nicht viel anfangen...“, der Experte lächelte, und auch seine Klienten schauten belustigt drein.



„Ferner schlage ich vor, einen Agenten zu Miss Summers zu schicken, sie ist im Moment bestimmt empfänglich für ein bisschen Trost. Wie schön, dass Mister Castaway verhindert war, als sie ihn besuchen wollte...“ Der Experte lachte hämisch auf.

„Und das andere Paar... Nun denn, als erstes werden wir uns um Lilah kümmern, natürlich erst, nachdem ihr Kind gesund geboren wurde und das Gröbste überstanden hat.



Fortsetzung bald



Ich beziehe mich auf den Roman „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley
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Punktestand der Geschichte:   109
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Kommentare zur Story:

  danke ihre lieben! wenn ich eure kommenare so lese, dann krieg' ich echt ein schlechtes gewissen, ich sollte viel mehr aus diesem roman machen, hab aber leider nicht die zeit und die lust dazu. ;-) aber mal gugge, irgendwann vielleicht...
liebe grüße an euch und danke!  
   Ingrid Alias I  -  07.10.11 19:14

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  Wieder ein sehr spannendes Kapitel. Besonders die Verknüpfung mit dem Roman finde ich einfach genial.
Die Entwicklung nach der Geburt des Kindes wird zeigen, ob das Pendel in Richtung des Bösen Mordred - dem Verbündeten der Sachsen - ausschlägt, oder in Richtung des Guten (Artus) ausschlägt. Letzteres wäre wünschenswert, zumal Artus vom christlichen Glauben seiner Frau beeinflusst worden war. (Aber Vampir und christlich, das finde ich irgendwie doch sehr merkwürdig)
Der Kampf um den Thron der Macht deutet auf eine Verschwörung hin, bei dessem Poker W&H die entscheidende Rolle spielen dürfte.
LG. Michael  
   Michael Brushwood  -  04.10.11 16:59

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  Ich muss Petra recht geben. Was für Ideen du hast? Diese Deutungen sind klasse. Freue mich schon auf das nächste Kapitel.  
   Jochen  -  03.10.11 19:44

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  Toll, diese Verknüpfung zu Avalon und allem was dazu gehört. Bin gespannt wie das nun weitergehen wird.  
   Petra  -  03.10.11 18:53

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  @ doska, buffy lebt weit weg und hat andere sorgen, angel hat mit spike ein kommunikationsproblem - spike und lilah leben irgendwie sorglos... aber warum? danke fürs lesen doska!
@ tis-anariel, ja ‚ungemütlich’ trifft es irgendwie. obwohl die abstammung nicht natürlich ist, denn das wäre denn doch zu... unwahrscheinlich. ;-)
freut mich sehr, dass du das liest!  
   Ingrid Alias I  -  02.10.11 17:53

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  Nun versteht man endlich worauf es Wolfram & Hart abgesehen haben. Wirklich ein teuflischer Plan. Aber werden Spike, Lilah, Buffy und Angel nicht dahinter kommen? Bin gespannt.  
   doska  -  01.10.11 21:10

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  Ah ja....jetzt kriegt man doch endlich mal bisserl was über dies Prophezeiungen raus. Höchst interessant die ganzen Verwicklungen und vor allem in welche Abstammung du Spike reinsteckst...;-).
Na dann wirds wohl bald ungemütlich für unsere Helden werden.  
   Tis-Anariel  -  01.10.11 15:58

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  wurde ja auch mal zeit, ich meine das mit den erläuterungen... ;-)
hm, so konfus wird es nicht werden, aber ich könnte vielleicht irgendwann mal eine andere version schreiben.
lieben gruß an dich und danke fürs lesen!  
   Ingrid Alias I  -  01.10.11 14:45

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  Huhu Ingrid.
Ja die verwandten Gedankengänge zu dem Roman sind mir aufgefallen, obwohl es schon eine gute Ewigkeit her ist, dass ich den gelesen habe.

In diesem Kapitel wird diesmal ungewöhnlich viel erläutert und man bekommt Einblicke dahin, wohin die Geschichte noch verlaufen wird. Konfus, mystisch uns inzestuös aber durchaus interessant :)

Der obige Streit ist auch wieder ein toller Dialog. Sehr plastisch und nachvollziehbar.  
   Jingizu  -  30.09.11 20:18

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