Romane/Serien · Erotisches · Sommer/Urlaub/Reise

Von:    rosmarin      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 8. Juni 2010
Bei Webstories eingestellt: 8. Juni 2010
Anzahl gesehen: 1941
Seiten: 14

Diese Story ist Teil einer Reihe.

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   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


3. Kapitel



„Alles fertig?“, rief Guschi mit seinem etwas harten Akzent. Behend stieg er in den weißen zum Wanken voll beladenen Jeep. „Ab nach Alpina! Diesem verträumten Fleckchen Erde. Zweitausend Meter über dem Meeresspiegel. Unserem Paradies.“ Guschi lachte und fügte hinzu: „Hoffentlich hält sich das Wetter.“

Der Jeep holperte über unwegsame Straßen. Durch Schluchten und Täler. Höhen. Wiesen. Wälder.

Nach drei Stunden brachte Guschi den Jeep vor einer schräg abfallenden Bergwiese zum Stehen.

„Unser Paradies“, sagte er.

Lilli, die neben Guschi saß, sprang als erste aus dem Wagen.

„Ist das schön hier“, rief sie begeistert. „Mutti! Karl! Seht euch das an. Himmlisch!“

Auf der Höhe der Wiese standen uralte Tannen. Gigantische Steine lagen davor. Verzauberte Riesen. Hinter den Tannen leuchtete mattgrün eine Reihe riesiger Eukalyptusbäume. Dahinter ragten die Berge. Im majestätischen Silbergrau. Am unteren Ende plätscherte eine Quelle.

„Träum nicht“ , sagte Susi. „Wir müssen die Zelte aufstellen.“



Am Abend saßen alle fünf um die Feuerstelle. Guschi hatte über die Steine einen langen Rost gelegt und darauf das Fleisch. Rindfleisch. Versteht sich. Vielleicht von einem Ochsen oder wildem Stier. Es brutzelte und duftete verlockend.

„Und nun trinken wir erstmal unseren Matetee“, sagte Susi. „Karl, reich mir doch mal bitte das Mategefäß.“ Karl reichte Susi das aus einem kleinen Kürbis hergestellte und liebevoll mit Ornamenten verzierte Mategefäß.

„Das Mateteetrinken ist nicht einfach mal so Tee trinken“. sagte Guschi, der gerade ein großes Stück Fleisch wendete, „es ist ein Ritual.“

„Und das Nationalgetränk Argentiniens.“ Else setzte sich in Positur, so als wollte sie noch etwas mehr über dieses argentinische Nationalgetränk zum Besten geben. Was dann auch geschah. „Mate wird aber auch in Paraguay, Uruguay und im Süden Brasiliens getrunken“, erzählte sie weiter. „Es ist ein Getränk mit langer Tradition und gehört in Südamerika so selbstverständlich zum Alltag, wie bei uns der Kaffee.“

„Toll“, sagte Lilli.
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„Andere Länder, andere Sitten. Her mit der Köstlichkeit.“

„Moment noch.“ Guschi legte eine kleine Kunstpause ein. „Ich will euch noch etwas über den Mate erzählen.“

„Nur zu“, sagte Karl. „Ich bin ganz Ohr.“

„Der Matestrauch wächst wild als Unterholz und stammt aus der Familie der Stechpalmengewächse. Seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wird er aber auch kultiviert. Mit Mate war ursprünglich das Trinkgefäß Quechua: mati gemeint. Heutzutage wird auch das Getränk so genannt. Die Blätter hingegen werden als yerba bezeichnet.“

„Ich möchte noch hinzufügen“, sagte Susi, „dass der Mate das Grüne Gold Argentiniens genannt wird.“

Feierlich füllte Susi den kleinen Kürbis zu zwei Dritteln mit Mateblättern, dem Grünen Gold Argentiniens, legte dann eine Hand über die Öffnung und schüttelte das Gefäß kräftig. Dann goss sie heißes Wasser hinein. „Der Tee muss noch etwas ziehen“, sagte sie. „Dann kann er reihum gehen.“

„Wie bei den Indianern der Willkommens - oder Friedenstrunk“, sagte Karl . „Aber die haben ja meistens Pfeife geraucht. Und jeder aus der Runde durfte daran ziehen.“

„Und jeder aus unserer Runde darf einen Schluck nehmen.“ Susi steckte einen langen metallenen Stab, der ähnlich wie ein Trinkhalm geformt war, vorsichtig in das Gefäß. „Das ist die Bombilla“, sagte sie. „Die gibt es in vielen Ausführungen. Diese hier ist besonders schön verziert. Sogar das Wappen Argentiniens ist drauf. Das Mundstück ist schön gebogen. Und seht mal, das untere Ende besteht aus einem kleinen Sieb.“

Susi reichte Else das Getränk. „Trinkt“, sagte sie aufgeräumt. „Auf dieses wunderschöne Fleckchen Erde. Auf unser Paradies.“

Else nahm einen Schluck und reichte das Gefäß dann weiter. Der erste Aufguss schmeckte etwas bitter, aber es war ja noch mehr heißes Wasser da.

So verging der Abend in der kleinen geselligen Runde wie im Fluge.



Plötzlich trottete, angelockt vom Geruch des Fleisches, ein Hund aus dem Wald. Er war alt und zottig und sein Schwanz kupiert. Artig setzte er sich zu Guschis Füßen, hielt seine Schnauze schnuppernd in die Höhe und wedelte mit seinem abgehackten Schwanz.
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„Ist das ein wilder Hund?“, fragte Lilli. „Er sieht so traurig und verwahrlost aus.“

„Ich weiß nicht“, Guschi warf dem Tier einige rohe Fleischbrocken zu, „er besucht uns jedesmal, wenn wir hier oben sind.“

„Er ist bestimmt herrenlos.“ Susi kraulte das dunkle struppige Fell des Hundes. „So hungrig, wie der ist.“

Nach einiger Zeit hatte der Hund genug gefressen und verschwand schwanzwedelnd, soweit das mit seinem Stummel möglich war, wieder im Wald. Guschi sah ihm nach und dann in den Himmel.

„Ich glaube, es gibt ein Unwetter“, sagte er und zog die Stirn kraus. „Kommt, wir kontrollieren vorsorglich nochmal die Zelte. Damit es nicht rein regnet. Wenn es hier regnet, ist es das reinste Inferno.“ Guschi erhob sich, löschte das Feuer und legte die übriggebliebenen Knochen in eine kleine Mulde neben der Feuerstelle. „Hier findet sie unser Streuner bestimmt.“



An diesem Abend hielt sich das Wetter. Das Unwetter kam erst am nächsten Abend. Über den Spitzen der nahen Berge, die die Abendsonne in goldenes Licht getaucht hatte, türmten sich schwarzgraue Wolkenberge. Ein Wispern und Raunen durchzitterte die noch laue Luft. Vogelschwärme zogen unruhig ihre Kreise. Kühe und Stiere eilten hastig einem unbekannten Ziele zu. Die Glühwürmchen hatten erschreckt ihre Lichter versteckt.

Dann war alles totenstill ...

Die Welt schien den Atem anzuhalten. Den Bruchteil einer Sekunde nur. Dann ertönte ein Krachen. Ein Poltern heulte durch die Berge. Blitze rissen den Himmel auf. Schossen wie Raketen in erstarrtes Gestein. Mächtige Wasserfluten ergossen sich über alles und jedes, das eben noch im Schein der Abendsonne erglänzte.

„Kommt“, sagte Else, „rein ins Zelt mit uns, bevor wir hier draußen völlig durchweichen.“

Alle rückten in Elses Vorzelt nah zusammen und schauten gebannt dem berückenden Schauspiel zu.

„Etwas gruselig ist es schon“, flüsterte Lilli beeindruckt. „Aber wunderschön. Es ist, als würde Rübezahl durch die Berge grollen.“

Am nächsten Tag war das Unwetter vergessen. Noch vor dem Aufstehen grasten bunt gescheckte Kühe in stoischer Ruhe vor den Zelten und hinterließen dicke, qualmende Fladen im feuchten Gras.
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„Die Kühe haben mich geweckt“, sagte Lilli zu Else, die sich vor dem Zelt reckte, „ mit ihrem mahlenden Geräusch.“

„Ich habe nichts gehört“, sagte Else und gähnte laut. „Die Nacht war aber sehr kurz.“

„Schau mal, Mutti“, Lilli zeigte auf eine Kuh, die unter ihrem hochgestellten Schwanz gerade einen Fladen ins Gras plumpsen ließ, „das duftet aber herb,“

„Schön würzig“, lachte Else, „komm, wir machen einen kleinen Morgenspaziergang.“

Nur im Hemd lief Else den Kühen hinterher. Lilli folgte ihr.

Die Sonne kroch glühend aus den Bergen. Zwischen den Felsen wuchsen seltene Blüten in leuchtenden Farben. Winzige gelbe und blaue Kolibris naschten den Tau von den sich soeben öffnenden Blüten. Adler zogen durch den Himmel. Papageien kreischten. Grillen zirpten. Die Luft war erfüllt von einer herben Frische. Überall auf den Wegen und Wiesen verströmten die Kuhfladen ihren berauschend würzigen Wohlgeruch.

„Die Luft ist wie aufgelöst.“ Lilli streckte ihre Arme in den Himmel. „So leicht. So durchsichtig.“

„Wirklich wie im Paradies“, stimmte Else zu. „Komm, wir gehen zurück. Die anderen warten bestimmt schon mit dem Frühstück.“



*



Am dritten Tag holperte der Jeep wieder die unbefestigten Bergstraßen entlang, eingehüllt in dichte Staubwolken. Plötzlich stoppte Guschi den Wagen.

„Was ist?“

Lilli stieg aus und sah sich erstaunt um. Eine riesige Spinne, ein schwarzes Kreuz auf dem Rücken, stieg mit krummen, langen Beinen langsam über den Weg, als gehöre ihr die Welt.

„Und deshalb bleibst du stehen?“, fragte Lilli Guschi, der ihr gefolgt war.

„Die Spinne ist heilig“, sagte Guschi. Vorsichtig nahm er die Spinne in seine Hand und setzte sie in einen nahen Graben, der die Straße von den Wäldern trennte. „Sie bringt Glück.“

„Die erste Glücksbringerin, die mir buchstäblich über den Weg gelaufen ist“, lachte Lily. „Wenn das nichts bedeutet.“

„Uns ist sie über den Weg gelaufen“, sagte Else. „Uns. Also bringt sie uns allen Glück.
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„Dem Jeep wäre sie um Haar unter die Räder gelaufen“, sprach Karl die wahren Worte. „Und wenn Guschi sie nicht gesehen und nicht angehalten hätte, wäre sie jetzt futsch. Zerquetscht. Mausetot. Spinnenmausetot. Und nichts wäre mit Glücksbringerin.“

„Du musst uns auch jede Freude verderben“, murrte Else. „Kommt, steigt ein. Wir fahren lieber weiter.“

Also fuhren sie weiter. Immer eine breite Straße entlang in über zweitausend Meter Höhe. Nach einer Stunde hatten sie Hunger und Durst und machten Rast auf einer anmutigen Lichtung. Tranken, aßen, erzählten. Doch plötzlich, mitten im Gespräch, stand Lilli auf. Immer weiter entfernte sie sich von der Lichtung und ließ die anderen, ohne auch nur einmal zurückzublicken, zurück. Wie eine Traumwandlerin schien sie davon zu schweben. Ihr Kopf war leicht und frei. Ihr Körper schwerelos. Nichts hätte sie jetzt aufhalten können. Nach einer Weile gelangte sie zu der Straße, auf der sie gekommen waren. Doch es trieb sie weiter und weiter. Die unendliche Straße entlang. Der Himmel war ohne ein Wölkchen. So blau. So nah. Lilli war, als könne sie ihren Kopf hineinstoßen. Hinein in den unendlich nahen blauen Himmel. Jetzt sofort. Ihr Körper erschien ihr leicht wie eine Feder. Schade, dass kein Lüftchen wehte. Bestimmt hätte es sie in diesen wunderschönen, unwirklichen Himmel gewedelt. Sie fühlte sich so glücklich. Am liebsten wäre sie immer weiter gelaufen.

Da erschreckte sie lautes Rufen. Und das irdische Geräusch eines Autos. Aus der Traum.

„Lilli!“ Else stieg aus dem Auto. „Bist du denn verrückt? Kind. Bleib doch endlich stehen!“ Else hatte Lilli eingeholt, bekam sie am Arm zu fassen, zog sie in den Jeep.

„Das ist die dünne Luft hier oben.“ Susi wickelte fürsorglich eine Decke um Lilli. „Die verträgt nicht jeder.“

„Ich bin ganz benommen. Irgendetwas stimmt nicht mit mir“, murmelte Lilli und schloss die Augen.

„Schlaf ein Weilchen“, sagte Susi.

Lilli wurde erst am nächsten Tag wieder richtig wach. Sie konnte sich nicht einmal daran erinnern, wie sie in ihr Bett gekommen war.

„Ich habe dich schlafen gelegt“, sagte Else, „wie als kleines Kind“, lachte sie.
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Irgendwie war immer Asadozeit. Die Leute brieten ihr Rindfleisch auf den überall entlang der Flüsse aufgestellten Grills. Verschlangen dazu Obst und Gemüse in großen Mengen und tranken ihr Grünes Gold.

Aus den Wäldern stürmten manchmal Rudel wilder schwarzer Hunde. Besonders ein Rudel hatte es Lilli angetan. Auf dem täglichen Weg zu Else, immerhin fünf Kilometer, war es eines Tages aus dem Wald gestürmt und hatte sie zu Tode erschreckt. Die Tiere hatten Witterung aufgenommen und rannten direkt auf sie zu.

„Lasst mich in Ruhe“, schrie sie in höchster Not und dachte: ‚Nur keine Angst zeigen. Das riechen die Biester.‘ „Lasst mich in Ruhe! Verschwindet!“

Tatsächlich zogen die Hunde die Köpfe und Schwänze ein und trotteten jetzt in gebührendem Abstand hinter ihr her. Und jedes Mal, wenn sie den Weg ging, waren sie ihre treuen Begleiter. Lilli liebte die Hunde. Und die Hunde liebten sie.

Lilli lernte wunderbare Menschen kennen, die Freunde wurden. Besonders der Maler Doutsi hatte es ihr angetan. Sie kaufte ihm einige Bilder ab und lud ihn ein, sie in Deutschland zu besuchen.

Auf diesem Erdteil hätte Lilli Eddi und sogar ihr ganzes vorheriges Leben vergessen können. So schien es ihr jedenfalls. Jetzt verstand sie auch die Aussteiger. Am liebsten wäre sie selbst einer geworden. Doch dazu fehlte ihr wohl der Mut. Außerdem ließ ihr Eddi nicht die geringste Chance. Jeden Tag rief er an und schrieb sehnsuchtsvolle Liebesbriefe.



Else wollte sich endlich ihren Lebenstraum erfüllen. Euphorisch kaufte sie sich ein hübsches Häuschen mit einem großen Garten. Lilli und Karl waren ihr behilflich gewesen, das richtige Häuschen auszusuchen, denn es standen viele zum Verkauf. Eines prächtiger als das andere. Das ausgesuchte war nicht zu groß und nicht zu klein. Und die Arbeit im Garten bestimmt zu bewältigen. Else lebte ja allein. Nun würde sie nur noch die Sommer in Deutschland verbringen. Sie vertrug die Kälte nicht.

Eines Tages schlenderte sie, wie fast täglich, mit Lilli durch Villa General Belgrano. Da sahen sie den Makler, der ihnen das Häuschen verkauft hatte. Alfredo kurbelte das Fenster seines Hundertausenddollarschlittens herunter und sagte:

„Hallo, Else.
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Hallo, Lilli. So elegant heute wieder? Kommt. Steigt doch ein.“

„Wenn du mich bei Trudchen absetzt“, war Else einverstanden, „gern.“

„Mach ich doch.“

Alfredo stieg aus und hielt Else und Lilli elegant die Türen auf.

„Hättest du nicht Lust, mich nächste Woche nach Cordoba zu begleiten?“, fragte Alfredo Lilli, kaum, dass Else ausgestiegen war. „Ich habe wichtige Geschäfte zu erledigen. Danach könnten wir einen kleinen Stadtbummel machen.“

„Klar“, freute sich Lilli. „Ich wollte mir die Stadt schon immer mal anschauen. „Dienstag. Oder Mittwoch habe ich Zeit.“

Alfredo verschlang Lilli mit seinen Blicken. Seine dunklen Augen wanderten immer wieder in ihren Ausschnitt. Ihm schien, er hätte in seinem Leben keine schönere Frau gesehen und wusste, er begehrte sie. Er begehrte sie wahnsinnig. Bei dieser Erkenntnis schoss ihm das Blut ins Gesicht. Schnell wandte er sich ab, nickte Lilli dann noch mal zu und sauste mit seinem Schlitten davon.

Die wenigen Wochen, die Lilli in Argentinien war, hatten sie ziemlich verändert. Sie hatte einige Kilo abgespeckt und somit ihr Idealgewicht, das bei den vielen Essen mit Eddi verloren gegangen war, wieder erreicht. Ihre Haut schimmerte goldbraun. Das Haar, von der Sonne aufgehellt, glänzte in mattem Rot. Bestimmt würde sie es nicht mehr dunkel färben. Das Rot stand in einem natürlichen Kontrast zu ihren meergrünen Augen, die lustig funkelten. Wäre ich ein Mann, hätte ich mich in mich verliebt, dachte sie, während sie ihr Spiegelbild wohlgefällig betrachtete. So sehr gefiel sie sich. Die Sonne tat auch ihrem Gemüt gut. Sie fühlte sich leicht und frei und unendlich glücklich.



Else war braun und dünn wie eine alte Indianerin. Ihr rotes Haar leuchtete keck im Sonnenlicht. In den kleinen Läden entlang der Dorfstraße kaufte sie sich Kleider und Schmuck, kleidete sich wie ein junges Mädchen und blühte immer mehr auf.

Jeden Tag liefen Else und Lilli fünfzehn bis zwanzig Kilometer über die Berge. Sogar in der glühenden Mittagssonne, während alle normalen Menschen ihre Siesta hielten, denn die Abende reichten bis weit in die Nächte. In allen Läden und Gaststätten herrschte reges Treiben.
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Unter dem niedrigen Sternenhimmel war ein Gewimmel, wie in Berlin um die Nachmittagszeit.

Auch Karl hatte sich verändert. Abgesehen von der tiefen Bräune und seiner muskulösen Magerkeit, die ihm etwas animalisch Männliches verlieh, sprühte er vor Unternehmungsgeist. Hemmungslos flirtete er mit allen jungen Frauen, die ihm über den Weg liefen. Und das waren so einige.

„Dich sticht wohl total der Hafer“, tadelte Lilli. „Du kannst nächstens alleine deiner Wege gehen. Die denken doch, ich bin deine Frau. Das ist doch peinlich.“

„Meine Frau?“, lachte Karl sein unverschämtestes Lachen. „Lieber würde ich Mönch.“

„Du siehst doch, wie mitleidig die mich angucken, wenn du sie anmachst.“

„Dann suche ich halt alleine mein Glück.“

Karl suchte und fand. Lilli fand, dass drei Stunden Liebe hintereinander zuviel für ihre Ohren waren. Karls Zimmer lag in der Backstube gleich neben ihrem.



*



Der Dienstag, an dem Lilli mit Alfredo nach Cordoba fuhr, versprach wieder wunderschön zu werden. Auch Alfredo sah umwerfend aus. Er hatte einen hellgrauen, fein gestreiften, Anzug an. Darunter ein hellblaues Seidenhemd über seiner dunkel behaarten Brust.

Lilli hatte mintgrüne Shorts angezogen, dazu eine ebenfalls mintgrüne Seidenbluse ohne Ärmel, die bis zur Taille reichte. Die Haare hatte sie hochgesteckt und ihre Fuß - und Fingernägel rot lackiert.

Alfredo klappte das Verdeck seines Cabrio herunter.

„Na, dann wollen wir mal.“ Er küsste Lilli galant die Hand. „Wunderschön siehst du heute wieder ein. Du weiße Lilie aus Germania. Wie eine frische Morgenbrise.“

Bester Laune fuhren sie los. Tuckelten gemächlich über eine staubige Landstraße. Breite Wiesenstreifen rechts und links. In der Ferne leuchteten rot die Berge. Golden überstrahlt von einer majestätischen Morgensonne. Aus dem Radio duselte der obligatorische Tango. Alfredo summte leise mit. Lilli schmiegte sich entspannt in die Polster und träumte vor sich hin.



In Cordoba parkte Alfredo auf einem eigens für ihn reservierten Platz. Sie stiegen aus und schlenderten zu einem Bürohaus, in dem Alfredo etwas zu erledigen hatte, wie er sich ausdrückte.
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„Ich schaue mir inzwischen die tollen Geschäfte an“, sagte Lilli. „Ich warte dann auf dich.«

„In einer halben Stunde“. Alfredo suchte ein Nummernschild am Eingang eines riesigen Bürohauses und drückte auf den Klingelknopf. „Hier an der Ecke. Nicht vergessen.“

Lilli lief weiter und befand sich bald in einer kleinen romantischen Gasse. Staunend stand sie vor den Auslagen der extrem teuren Geschäfte. Schaute und schaute und bummelte und bummelte. Als sie auf ihre Uhr sah, war eine Stunde vergangen.

Mist. Alfredo! Er würde bestimmt schon lange warten.

Schnell lief Lilli zu dem verabredeten Treffpunkt. Alfredo war natürlich nicht oder nicht mehr an der Ecke. Hätte sie sich ja denken können. Sie wartete eine Weile. Lief hin und zurück, in der Hoffnung, Alfredo zu entdecken, und setzte sich dann entmutigt auf eine runde, steinerne Bank.

In endlos langen Reihen fluteten die Menschen an ihr vorüber. Ihr schien, als würden es immer mehr. Es war doch ein ganz normaler Wochentag. Wieso haben die alle nichts zu tun?, dachte sie verwundert. So viele schöne Frauen. Und Jede flaniert hier die Straße entlang, als sei sie die schönste der Welt und wolle gerade jetzt und hier einen Modellwettbewerb gewinnen.

Lilli musste neidlos zugeben, dass all die schönen Frauen tadellos gewachsen und gekleidet waren.

Woher hatten die nur das Geld, um so auszusehen?

Verwundert schüttelte Lilli ihren Feuerkopf. Allmählich bedauerte sie sich selbst. Wo war nur dieser verdammte Alfredo. Wie ein Häufchen Elend saß sie einsam und verlassen auf einer Bank aus Stein und hielt Ausschau. Doch kein Alfredo weit und breit.

Ein Herr lud sie zum Kaffee ein. Erfolglos. Ein junger Mann verwickelte sie in ein Gespräch mit Wörterbuch. Sie trug es noch immer bei sich. Ein anderer wollte mit ihr ins Kino. Erfolglos. Sie wartete auf Alfredo. Ein Fastkind noch, schmutzig und verwahrlost, kniete vor ihr nieder, faltete die schmierigen Hände, bettelte um einen Peso.

Mitleidig kramte sie ihr Portemonnaie aus ihrer Handtasche und stellte erschrocken fest, dass nur noch ein Peso drin war. Und sie hatte selbst Hunger und Durst. In dieser verdammten Hitze.

„Ich habe kein Geld“, sagte sie, den Tränen nahe.
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Das Kind umklammerte ihre Knie und weinte: „Peso. Peso. Centavos. Centavos.“

Lilli steckte das Portemonnaie wieder zurück in ihre Handtasche. Das Kind stand auf, beschimpfte sie lautstark und verschwand um die verabredete Ecke.

Eine Uhr schlug zwölf. Noch immer kein Alfredo in Sicht. Langsam wurde Lilli ungeduldig. Was bildete sich dieser eitle, hochnäsige, amerikanischer Jude eigentlich ein. Erst schleppte er sie regelrecht hierher und nun überließ er sie einfach eiskalt ihrem Schicksal. Er hätte sich doch denken können, dass sie bald wieder auftauche würde. Man kann ja wohl man die Zeit vertrödeln, dachte sie empört. Männer. Überall gleich blöd. Und dieser verdammte Makler besonders.

Nach vier Stunden qualvollen Wartens war Lillis Schmerzgrenze erreicht, ja, überzogen. Der Kerl hatte doch nicht alle Tassen im Schrank. Völlig fertig erhob sie sich endlich von der steinernen Baumbank. Brütende Hitze lag dunstig über der Stadt. Kochte unter dem niedrigen Himmel. Die Sonne stampfte die Erde. Die Luft war stickig und heiß. Übelriechende Mittagswrasen breiteten sich unaufhaltsam aus über den engen Straßen und machten das Atmen schwer.

Mutlos, müde, hungrig und durstig lief Lilli ein Stück die Straße entlang, dann weiter geradeaus, damit sie sicher sei, sich nicht zu verlaufen.

Eine weitere Stunde verging. Die Menschenmenge hatte sich etwas gelichtet. Jetzt war es Lilli möglich, etwas freier zu atmen. Doch sie musste sich immer öfter setzen. Ihre Hände und Füße waren angeschwollen. Unter einem schattigen Baum setzte sie sich wieder auf so eine steinerne Bank, zog ihre weißen Schuhe aus und legte die Beine hoch. Das hätte sie wohl nicht tun sollen. Alle Menschen, die vorübergingen, blieben erst mal stehen und starrten sie an. Besonders die Männer.

Lilli konnte sich die seltsamen Blicke nicht erklären und starrte zurück. Ein Polizist stand plötzlich einige Meter von ihr entfernt. Kam näher, umschlich sie kreisend. Misstrauisch beobachtete er einen Mann, der Lilli gerade angesprochen hatte. Ob sie ein Hotel suche, hatte er sie gefragt. So ein Unsinn. Sie wolle sich ausruhen, hatte sie erwidert. Der Mann grüßte und ging.
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Ein anderer kam. Zeigte Lilli provozierend seine prall gefüllte Brieftasche mit Währungen aller Länder. Der Polizist kam näher. Der Mann verschwand. Andere Männer kamen. Und gingen. Sprachen sie an. Waren die denn alle verrückt geworden? Lilli verstand die Welt nicht mehr. Sie war doch hier nicht im Zoo. Manche begnügten sich mit einem über das Wörterbuch gestotterten Gespräch. Ein ganz junger ließ sich begeistert über ihre Augen aus. Ein alter fuchtelte mit seinen schmutzigen Dollarscheinen vor ihrem Gesicht herum. Sie war eine Sensation. Wie das? Plötzlich kam ihr die Erleuchtung.

Es sind die roten Fußnägel, dachte sie entsetzt. Die denken bestimmt, ich bin eine Nutte. Daher das auffällige Verhalten des Polizisten. Oh, Gott. Nur schnell weg hier.

Die Schamröte brannte zu der Sonnenröte in Lillis Gesicht. Entschlossen stand sie auf, steckte die Schuhe wieder an ihre etwas erholten Füße, sah sich unsicher um. Der Polizist lächelte ihr zu und verschwand hinter der nächsten Ecke.



Müde lief auch Lilli weiter. Sie hatte die Nase gestrichen voll und war unsagbar wütend auf Alfredo. Für fünfzig Centavos kaufte sie sich in einer Straße an einem Kiosk Saft mit Eis. Dann noch ein Würstel. Auch für fünfzig Centavos. Erschöpft und geldlos setzte sie sich auf einen weißen Stuhl, der an einen Pfahl gekettet war, aß und trank und nickte ein. Den leeren Becher in der Hand, die Sonnenbrille über den Augen.

„Lilli. Lilli“, erschreckte sie plötzlich eine bekannte Stimme. „Da bist du ja endlich. Ich habe dich überall gesucht! Stundenlang laufe ich schon durch alle Straßen und suche dich.“ Alfredo ließ einen nicht enden wollenden Wortschwall auf Lilli los. „Wollen wir nicht in ein Hotel gehen?“, fragte er plötzlich. „Uns ein wenig frisch machen?“

Vor Schreck fiel Lilli der Becher aus der Hand. Das war zuviel. Männer. Sie versuchen es doch alle. In dieser Situation. Es war makaber.

„Nein, Alfredo“, sagte sie kalt. „Ich habe dich bisher für einen seriösen Geschäftsmann gehalten. Dem ist ja nun wohl nicht so, wie ich vermute.“

„Es wäre aber doch nett mit einem kleinen Liebesstündchen.“ Alfredo setzte sein charmantestes Lächeln auf.
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„Ich könnte mir im Moment nichts Schöneres vorstellen. Nach all der stressigen gegenseitigen Sucherei.“

Lilli war außer sich. Was bildete sich dieser verdrehte Gockel ein. Sie empfand es als maßlose Beleidigung, so plump angemacht zu werden. Alfredo war die Enttäuschung pur. Stundenlang ließ er sie in dieser unbekannten Stadt, in der kein Mensch deutsch sprach, durch die Straßen laufen, hungrig und durstig und geldlos. Immer wieder musste sie sich fast wehrlos von geilen Männern anmachen lassen. Und er, Alfredo, besaß die Frechheit, ihr ein obszönes Angebot zu machen.

Am liebsten hätte Lilli Alfredo eine geklebt. Doch sie beherrschte sich. Wie sollte sie ohne ihn und ohne Peseten nach Villa Gral. Belgrano kommen. „Nimmst du mich wieder mit?“, fragte sie scheinheilig. „Ich habe nichts erledigen können. Meine Dollars habe ich auch vergessen.“

„Kein Problem“, grinste Alfredo frech. „Ich kann dir welche schenken, wenn du mit in ein Hotel kommst. Ich kenne da so ein wunderschönes Hotel. Gleich zwei Straßen weiter. Bitte, Lilli, ich brenne.“

„Ich brenne auch. Von der Sonne. Und vor Wut.“

„Lilli“, bettelte Alfredo weiter, „Nach dieser Aufregung haben wir uns doch ein wenig Entspannung verdient.“

„So war es nicht gemeint“, sagte Lilli böse. „Ich meine, nimmst du mich ein andermal wieder mit?“

„Natürlich. Aber dann musst du besser auf mich aufpassen“, gab Alfredo endlich nach.

„Natürlich“, versprach Lilli. „Ich werde dich anketten. Hier, an diesen verdammten Stuhl“

Sie lachten versöhnlich. Lilli nur scheinbar. Das wäre geschafft. Innerlich kochte sie.

Wenn schon in kein Hotel, wollte Alfredo auf einmal schnell nach Hause.

„Warum denn so plötzlich?“, murrte Lilli.

Sie könnten doch noch bleiben. Essen gehen. Was trinken. Alfredo hatte sie doch groß eingeladen. Doch dieser Kerl wollte nach Hause. Hatte der tatsächlich geglaubt, sie wäre so naiv und ginge mit ihm in ein Hotel? So attraktiv fand sie ihn ja nun auch wieder nicht.

Sie fanden seinen Schlitten und fuhren los.

„Vielleicht komme ich das nächste Mal mit!“, sagte sie. „Vielleicht.“

„Das wäre schön!“ Alfredo war begeistert.
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„Eine deutsche Frau hatte ich noch nicht. Mein Himmel, Lilli! Ich bin verrückt nach dir!“ Leidenschaftlich quetschte Alfredo Lillis Hand.

„Langsam.“ Lilli zog erschrocken ihre Hand zurück. „Ich bin international auch nicht so bewandert“, versuchte sie, Alfredo abzuschrecken. „Und ziemlich kühl.“

„Das macht nichts.“ Alfredo quetschte wieder Lillis Hand. „Das Temperament habe ich. Und ich liebe kühle Frauen. Du brauchst dich bloß hinzulegen. Alles andere mache ich.“

Innerlich musste Lilli nun doch lachen. Auch das noch. Sie war doch keine leblose Puppe.

Alfredo ließ Lillis Hand los, legte seine jetzt in die Nähe ihrer mintgrünen Shorts.

„Halt das Lenkrad fest, Alfredo.“

Lilli nahm Alfredos Hand, die gerade im Begriff war, verbotene Regionen zu erobern, und legte sie zurück auf das Steuer. Doch sie kannte Alfredo nicht. So leicht ließ sich ein alter amerikanischer Jude nicht abweisen. Nein, Alfredo ließ sich nicht abweisen.

„Wir halten“, bestimmte er. Auf seiner Stirn hatten sich winzige Schweißtröpfchen versammelt. Und der Stoff seiner Hose wölbte sich verräterisch über einer ganz bestimmten Stelle. „Meine Hände brauche ich für etwas Schöneres.“

„Nein. Heute nicht. Später. Wir haben Zeit.“

„Bist du denn aus Eis?“, grollte Alfredo. Diese verdammte Deutsche. Er musste sie unbedingt haben. Sie war Feuer und Eis zugleich. Sie lockte und wies ihn ab. Bestimmt war sie gut im Bett. Mehr als das. Das spürte er. Doch sie sträubte sich immer noch, wies ihn ab. Und je mehr sie ihn abwies, desto mehr begehrte er sie, desto dringlicher wurde sein ohnehin feuriges Verlangen. „Du würdest es bestimmt nicht bereuen“, versprach er. „Ich bin gut und habe Erfahrung.“

Abrupt trat Alfredo auf die Bremse. Stürmisch umarmte er Lilli, versuchte, sie zu küssen.

Wütend stieß Lilli Alfredo von sich. Sie hatte null bock auf Sex. Was nun. Sie standen am Rande einer Landstraße. Es wurde langsam dämmrig. Die Sonne hatte die Berge schon in ihr rotes Feuer getaucht. Heiße Tangorhythmen tönten wehmütig schmalzend aus dem Radio, vermischten sich, nach Liebe lechzend, mit dem Gesang der Vögel.
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Und kein Mensch war weit und breit zu sehen. Es würde auch keiner kommen. Das stand fest. Sie musste Alfredo, der sie noch immer anflehte, sie berühren und mit ihr Liebe machen zu dürfen, von seinem Sextripp holen.

„Was soll das? Alfredo!“, wagte sie einen letzten verzweifelten Versuch, als Alfredo sie wieder küssen wollte. „Fahr sofort weiter. Oder morgen weiß der ganze Ort, was du für einer bist. Ich glaube nicht, dass du dir das in deiner Position erlauben kannst.“

Das saß. Sofort kam Alfredo zur Besinnung. Er gab Gas. Geschäft war Geschäft. Später, etwas ruhiger, erzählte er, seine Frau wolle nicht mehr. Deshalb ginge er des Öfteren zu Nutten, bezahle dreißig Peso dafür. Er wüsste zwei Kilometer weiter ein wunderschönes Stundenhotel. Dort könne man gut essen -aha- guten Wein trinken, einen Porno ansehen - aha - und scharfe Liebe machen. Aaha! War er also noch immer geil.

„Willst du nicht doch?“ Alfredo war nicht der Mann, der so schnell aufgab. Er stoppte wieder am Straßenrand. „Schon, als ich dich das erste Mal sah“, legte er sich ins Zeug, „bin ich steif geworden. Mein Blut ist sofort in Wallung geraten. Ich verbrenne vor Verlangen nach dir. Ich habe noch nie eine Deutsche gesehen, die so attraktiv ist.“

Mit Schrecken fühlte Lilli, wie feucht sie war. Sprach etwa ihr Körper eine andere Sprache als ihr Wollen? Wollte sie etwa? Verlangte ihr Körper nach Sex?

Verlangend spürte Lilli das verräterische Pochen in ihrem Unterleib. Verdammt. Ihre Hand presste sich plötzlich fest auf Alfredos Hose.

„Ich war noch nie im Stundenhotel“, sagte ihr Mund. „Es würde mich schon interessieren.“

Endlich. Selbstsicher wagte Alfredo einen weiteren Vorstoß. „Dein süßes Liebesnest ist bereit“, stellte er fest, nachdem er wie selbstverständlich eine Hand in Lillis grünen Shorts verschwinden lassen hatte. „Wir spielen ein bisschen. Ja?“ Lilli spürte Alfredos Finger ihre Perle umkreiden, dann vorsichtig ihre Öffnung erkunden. „“Und dann biegen wir ab“, flüsterte er.

Alfredo küsste gut. Seine Zunge in Lillis Mund ließ sie erschauern, löste begehrliche Gefühle aus. Wie von selbst öffneten sich ihre Schenkel.
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Ein warmes Gefühl durchströmte ihren ganzen Körper. Alfredo war geschickt. Seine Finger stießen zärtlich fordernd in sie hinein.

Lilli seufzte tief auf, stöhnte immer lauter, wollte mehr. Sie war heiß. Sie war klitschnass. Sie war bereit.

„Deine Brüste sind wunderschön.“

Alfredo hatte Lillis Bluse hochgeschoben, küsste ihre festen Nippel, eine Hand noch immer zwischen ihren Beinen. Mit der anderen knöpfte er siegessicher seine Hose auf. Sein Penis war beschnitten. Wie sollte es auch anders sein. Alfredo war doch Jude. Ungewöhnlich groß und dick ragte Lilli das Prachtstück entgegen. Sie verspürte ein unwiderstehliches Verlangen, dieses Superteil in sich zu spüren. Ausfüllen sollte es sie. Hart und leidenschaftlich. Und so wie Alfredo vorging, würde sie bestimmt nicht enttäuscht werden.



***



Fortsetzung in Kapitel 4
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Punktestand der Geschichte:   116
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Kommentare zur Story:

  hallo, jochen, ich danke dir. die 4 habe ich ja nun gepostet. und du kannst erfahren, ob es etwas geworden ist oder nicht.
grüß dich  
   rosmarin  -  10.06.10 18:47

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  Schön gemütlich, fast romantisch, wie du das Mateetrinken beschreibst und dann dazu diese tolle, wunderschöne Landschaft. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Und dann dieser Gegensatz, der ganze Trubel als Lily auf Alfredo wartet. Man wartet nicht gern, ich kann ihren Zorn verstehen. Letztendlich haben sie sich aber wohl vertragen - sehr sogar, möchte man meinen. Na, das kann ja noch etwas werden.*Grins*  
   Jochen  -  09.06.10 21:40

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  hallo, petra, na, wer weiß. bei lily kann man ja auf alles gefasst sein. danke fürs kommentieren.
grüß dich  
   rosmarin  -  09.06.10 00:04

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  Oh, hätte nicht gedacht, dass Lily nach all dem Ärger doch bereit ist, Sex mit Alfredo zu haben. Freue mich schon auf das nächste Kapitel.  
   Petra  -  08.06.10 18:47

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  hallo, ingrid, danke fürs lesen, aber wo steht denn was von unglück bringen oder gar von nobs, der die spinne fett gefüttert haben soll. lach auch. na, sowas.
grüß dich  
   rosmarin  -  08.06.10 16:32

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  die bergquelle mit dem schwarzen gewürm, uuaaah, aber es gehört zur natur. der hund mit ohne schwanz eher nicht, der arme... das unwetter toll beschrieben. spinnen bringen kein unglück, ganz im gegenteil. und nobs hat sie ein wenig fett gefüttert? *lach*
tja, dann bin ich mal gespannt, wie der alfredo so ist, falls er ist. ;))
lieben gruß  
   Ingrid Alias I  -  08.06.10 16:13

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