Holidays in Kampodia KAP.III – Teil 5 VATERSCHAFTEN...   100

Romane/Serien · Erotisches

Von:    Ingrid Alias I      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 9. April 2010
Bei Webstories eingestellt: 9. April 2010
Anzahl gesehen: 2096
Seiten: 8

Diese Story ist Teil einer Reihe.

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   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


Daniel und Max saßen auf der Treppe vor dem Verwalterhäuschen, und Morgaine tanzte um sie herum. Sie hatte Max lieb, von ihm kamen zwar traurige Bilder, die oft mit einem Baby im Wald zu tun hatten, und noch öfter tauchte ein furchtbar aussehendes Ding in seinen Gedanken auf, aber Max war nicht böse, das wusste Morgaine, und sie hatte ihn fast so lieb wie ihren Daniel. Daniel war ihr Papa, das stand fest, er wollte es, sie wollte es. Mammi, die wusste es noch nicht, aber sie würde sich damit abfinden, sie dachte ja oft an ihn. Nett von Mammi, denn wie sonst hätte sie ihn finden können, außer natürlich Morgan hätte ihr dabei geholfen. Auf dem Bild an der Treppe sah sie jung aus, aber in Wirklichkeit war sie sehr alt, ganz ganz alt. Und die wusste auch nicht alles...



Auch Daniel fühlte sich gut, Rebekka stand ihm nicht mehr so feindselig gegenüber wie am Anfang, und die Freundschaft mit Max war wieder intakt.

Endlich konnten sie wieder Gitarre zusammen spielen, Max stand nämlich auch auf Django Reinhardt. Und er hatte Daniel endlich den sagenumwobenen Lister-Jaguar vorgeführt, an dem er an den Wochenenden herumschraubte, sie teilten nämlich die Leidenschaft für die mittlerweile schon antiken Rennwagen der 60er Jahre. Wobei der Lister-Jaguar in seiner geilen Erscheinung eins von Daniels Lieblingsautos war.

Alles war bestens, nein, nicht alles, irgendetwas nagte an seinem Unterbewusstsein. Aber was? Und dann auf einmal fiel ihm Zirzas Reaktion auf Morgaine ein, ihr Blick war nicht nur verblüfft gewesen, sondern auch... Er wusste nicht, wie er es bezeichnen sollte, doch es gefiel ihm nicht. Seltsame Frau, irgendwie unsympathisch...

„Diese Zirza ist seltsam“, meinte er zu Max.

Max verschloss sich sofort, und Daniel erkannte, dass der Name Zirza ein Tabu-Thema war, das er besser nicht anfassen sollte.

„Lass dich besser nicht mit ihr ein“, sagte Max schließlich.

„Gut zu wissen...“ Daniel schaute ihn erstaunt an. Er wunderte sich über Max’ Worte, denn Morgaine hatte wohl keine bösen Bilder in Zirza gesehen, sonst hätte er vielleicht etwas davon mitbekommen. Allerdings wusste er immer noch nicht, ob es Absicht von ihr war, wenn sie ihm etwas ‚schickte’, oder ob es einfach so passierte.

„Archie hat gesagt, entweder man verabscheut sie – oder man verfällt ihr“, sagte er und fuhr locker fort: „Gut, sie ist attraktiv, und vor ein paar Jahren wäre ich bestimmt voll auf sie abgefahren.
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Aber jetzt nicht mehr, eigentlich ist sie mir scheißegal.“ Er wollte Max ein wenig aus der Reserve locken, ihn provozieren, aber das klappte nicht so richtig, denn...

„Das ist auch gut so!“ In Max’ Stimme schwang etwas wie Abscheu mit, jedenfalls kam es Daniel so vor. „Außerdem ist sie lange nicht mehr so attraktiv wie früher. Du hättest sie mal mit einundzwanzig sehen sollen... Aber ist ja auch egal!“ Max verstummte abrupt.

Daniel fühlte, dass er so nicht weiterkam, also wechselte er das Thema. „Ich glaub’, ich kümmere mich jetzt mal ein bisschen um Rebekka. Das Erbsenpflücken ist ihr nicht gut bekommen.“

„Ich wette, morgen tun ihr Knochen weh, von denen sie bis jetzt noch nichts wusste...“ Max lachte. Andromeda hatte ihm inzwischen von Daniels Vermutung erzählt, von wegen Tochter und so. Er hoffte für Daniel, dass es stimmte. Er kannte Daniels frühere Frauen, beide mochte er nicht besonders, sie hatten Daniel nicht glücklich machen können, obwohl er sich den Arsch für sie aufgerissen hatte. Rebekka allerdings war unberechenbar und undurchschaubar, aber vielleicht hatte sie es ja drauf...

„Dann muss ich das arme Rebekkalein wohl ein bisschen pflegen.“ Das arme Rebekkalein, er musste grinsen, diese Bezeichnung passte so gar nicht zu Rebekka, oder doch vielleicht ein bisschen? Auf einmal erschien ihm der Gedanke an sie so verlockend, dass er sich eilig von Max verabschiedete mit den Worten: „Spielen wir nachher eine Partie Billard?“

„Klar doch, ich hoffe nur, Zirza ist nicht da.“ Die Abneigung in Max’ Stimme war kaum zu überhören.

„Max!“ flüsterte Morgaine mit zärtlicher Stimme und schlang ihre Arme um Max’ Knie.

„Könnte es sein, dass sie bei dir bleiben will?“ Daniel lächelte.

„Möglich...“, auch Max lächelte „Lass sie ruhig hier. Ich muss nur kurz zum Erbsen-Laster, und danach gehen wir zu Kalybos und den Fohlen, falls das okay ist für die kleine Lady.“

Morgaine fand das anscheinend sehr okay, denn sie führte wie eine winzige Ballerina einen Spitzentanz auf.



~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~



Rebekka stand unter der Dusche und ließ das warme Wasser über ihren schmerzenden Körper strömen.
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Sie fand es wunderbar! Mit geschlossenen Augen hielt sie ihr Gesicht dem schmeichelnden Nass entgegen, für eine Weile dachte sie an nichts mehr, und überließ sich den sanften Wasserstrahlen, die so wohltuend zart auf ihre Gliedern niederregneten. Und an gewissen Stellen merkte sie es ganz deutlich, wie sie... Hmmm...

Sie sah an ihrem Körper herab, und er gefiel ihr, ihre Brüste waren fest und rund, das herabströmende Wasser liebkoste ihre Knospen, machte sie hart, und sie verspürte den Wunsch, sie noch mehr zu liebkosen. Das Duschgel war optimal dafür geeignet, und sie stöhnte auf. Manchmal wäre ein Mann gar nicht schlecht. Und gewisse Männer hatten es ganz besonders drauf...

Nein, besser nicht dran denken. Sie hörte auf, gewisse Stellen sanft mit den Fingern zu umkreisen und wunderte sich nun über die Bräune ihrer Haut, aber unter der Dusche sah man wohl immer brauner aus, als man war.

Während sie das Wasser abstellte und ihre nassen Haare auswrang, überlegte sie, wie viel dieser Urlaub sie wohl kosten würde. Hier hielten sich so viele reiche Industrielle auf, sie kicherte vor sich, da musste es einfach sauteuer sein.

Andererseits hatte sie seit Jahren keinen Urlaub mehr gemacht. Und Morgaine fühlte sich glücklich hier, alle liebten sie, und sie kannte so viele Leute. So könnte es in der Stadt nie sein. Und das alleine war das Geld schon wert, sie würde es woanders einsparen. Sie war ihr Leben lang genügsam gewesen, und irgendwie ging es immer weiter. Mit einem Seufzer stieg sie aus der Dusche.



Wenig später klopfte es an der Tür. Rebekka war gerade dabei, ihre Beine einzucremen, und sie hatte auf Nase und Stirn jeweils einen länglichen Cremeklecks geklatscht, zum späteren Verreiben. Sie trug nur Shorts und ein weißes Batistshirt ohne Ärmel, nicht einmal taillenkurz, aber sehr bequem.

Sie öffnete bedenkenlos die Tür, es konnte nur Claudia sein.



Daniel starrte sie an und fing an zu lachen.

„Was gibt's denn da zu lachen?“ fragte sie ein bisschen beleidigt. Automatisch griff sie sich an die Nase, dort wo die Aftersun-Creme dick prangte.
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..

„Du siehst aus wie ein Skunk“, sagte er.

„Oh danke! Und wieso?“

„Die haben manchmal auch so einen weißen Streifen auf der Nase und auf der Stirn.“

„Na gut, dann eben wie ein Skunk. Ich mag Skunks! Kennst du den Comic mit dem Skunk, der sich in eine schwarzweiße Katze verliebt?“

„Natürlich kenne ich den, komm’ her Cherie... Es war wohl ein französischer Skunk.“ Wieder musste Daniel lachen. „Erinnert mich ein bisschen an deine Geschichte von den französischen Katzen, die in Frankreich gesiezt werden.“

„Ach die! Ich glaub’, an dem Abend war ich ganz schön besoffen!“ Das war eine gute Antwort, wie sie fand, das Besoffensein stellte die nachfolgenden Ereignisse in ein ganz anderes Licht. In ein zufälliges, unbeabsichtigtes, eben in ein besoffenes Licht.

Sie zuckte mit den Schultern. Natürlich wusste sie, dass ihre Schultern schön waren, genauso schön wie ihre Arme. Die Beine waren auch nicht schlecht, lang und schlank. Alles in allem fand Rebekka, dass ihre Figur auch ohne viel Sport straff und gut proportioniert war und dass sie eigentlich zu wenig Fett auf den Rippen hatte. Die Schwangerschaft hatte kaum Spuren auf ihrem Körper hinterlassen, und Rebekka war ihrem ausgezeichneten Bindegewebe sehr dankbar dafür. Ihren Busen fand sie allerdings ein bisschen zu groß, aber es hatte sich noch keiner drüber beschwert, ganz im Gegenteil. Auch Daniel hatte sich nicht drüber beschwert. Aber der war ja auch kein Maßstab.

Sie ging nach draußen auf den Balkon, während sie die Aftersun-Creme im Gesicht und auf dem Hals verrieb, und Daniel folgte ihr.

„Was willst du?“ Rebekka setzte sich vorsichtig auf einen Terrassenstuhl. Alle Glieder taten ihr weh von der Knochenarbeit auf den Erbsenfeldern, und am schlimmsten war es im Nacken. Mit einem leichten Stöhnen ließ sie den Hals vorsichtig zurückfallen, legte ihre Hände nach hinten – und versuchte den Schmerz in den Muskeln einfach wegzukneten.

„Was ist denn?“, fragte Daniel aufmerksam.

„Ach nichts, es ist nichts.“ Bei diesen Worten zuckte Rebekka etwas zusammen. Es tat nämlich doch weh.

Daniel stellte sich hinter sie, er schob vorsichtig ihr langes Haar zur Seite und fing an, ihren Nacken zu massieren.
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Ganz zart und leicht.

Und Rebekka fing an, sich daran zu gewöhnen, nein, fing an es zu genießen. Seine Hände waren so angenehm kühl, und er verstand es, sie irgendwie, wieso und warum wusste sie nicht, in Erregung zu versetzen. Sie atmete tief ein und entspannte sich. Wenn er seine Hände jetzt ein wenig tiefer vorne... Sie musste an die Dusche von vorhin denken und stöhnte auf.

„Tut es weh?“

„Nein... nein...“, gab sie mühsam von sich, während ihr Körper sich immer mehr seinen Händen öffnete. Wenn er vielleicht ihre Brüste auch... Oh Gott, sie war ja fast nackt! Sie schloss die Augen und dachte an nichts anderes mehr als an seine Hände und was sie alles tun könnten. Und an seinen Mund und an ihren Körper, heiße Lippen auf kühler Haut, oder umgekehrt, kühle Lippen auf heißer Haut. Ihr Atem ging heftiger, Erregung breitete sich wellenförmig in ihr aus und erreichte Orte, die sie besser vergessen sollte... Sie ächzte auf und riss sich zusammen. Das wäre ja noch schöner, wenn sie hier auf der Stelle einen Orgasmus kriegte, nur weil er ihren Nacken massierte. Aber es war schwer, den Körper unter Kontrolle zu bekommen...

„Wer ist eigentlich der Vater von Morgaine?“

Rebekka tauchte langsam aus den Tiefen ihrer Erregung empor, abgekühlt und erschreckt durch diese unziemliche Frage. Es war, als hätte ihr jemand einen Kübel Eiswasser über den Kopf geschüttet.

„WAS?“ Ihre Stimme ließ nichts Gutes verheißen.

„Na der Vater. Wer ist der Vater? Könnte es sein, dass ich der Vater bin?“ Daniel massierte Rebekka immer noch, aber er stellte fest, dass ihre Nackenmuskeln mittlerweile total verhärtet waren.

Sie drehte sich zu ihm um, begleitet von einem leichten Stöhnen, weil es immer noch weh tat, und er musste zwangsläufig seine Hände von ihr nehmen.

„Du der Vater? Heiliger Strohsack! Nur weil wir mal eine Nacht lang rumgerammelt haben? Du spinnst doch wohl!“ Rebekka sah ihn wild an und fasste sich gleichzeitig an den Nacken, um seine Massage fortzusetzen, denn es war so gut gewesen.

Aber dann gab sie es auf, sich selber zu massieren, sie erhob sich leicht ächzend und baute sich vor ihm in furchterregender Größe von einsfünfundsechzig Zentimetern auf.
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„Es könnte doch durchaus sein...“

Er ließ sich tatsächlich nicht von ihr einschüchtern! „Ist es aber nicht!“ sagte sie wütend. „Der Vater ist ein Idiot, und ich bin froh, dass Morgaine nichts von ihm geerbt hat.“

„Schon gut, es war also auch nicht der, den du heiraten wolltest?“

Rebekka traute ihren Ohren nicht, er wusste ja ziemlich viel von ihrem Leben. „Nein, der war es auch nicht. Aber was geht dich das überhaupt an?“

„Wer war es dann?“

„Es war ein Typ, der eine gewisse Ähnlichkeit mit dir hatte.“ Wieso hatte sie das Bedürfnis, sie müsse Morgaines Aussehen erklären, obwohl bis jetzt noch niemand irgendwas in dieser Richtung angedeutet hatte. Aber sie musste diesem Blödsinn auf jeden Fall ein Ende setzen. „Ich war drei Monate lang mit ihm zusammen, und dann war Schluss.“

„Du hast recht, sie sieht mir ein bisschen ähnlich, das ist mir noch gar nicht aufgefallen...“

„Das ist doch Einbildung!“ Rebekka fühlte sich verunsichert, und sie ärgerte sich, dass sie das Thema Ähnlichsehen überhaupt angeschnitten hatte. Sie war ihm doch keine Rechenschaft schuldig! „Kleine Kinder sehen doch allen möglichen Leuten ähnlich, falls man viel Fantasie hat...“

„Weiß er es?“ Daniel wusste nicht, warum er ihr diese Frage stellte, sie war ihm spontan eingefallen.

„Ich glaube nicht...“ Sie schaute ihn an wie ein in die Enge getriebenes Tier – und ging dann zum Angriff über: „Ich habe ihn hinausgeworfen! Ich wollte nicht, dass er der Vater ist. Er ist ein Idiot und total bescheuert!“

„Aber er ist der Vater?“ bohrte Daniel nach.

„Biologisch gesehen ja. Aber ich wollte ihn nicht als Vater. Morgaine braucht keinen Vater! Und ich, ich brauche auch keinen Vater!“

Daniel schaute sie verwundert an und sagte nach einer nachdenklichen Pause: „Das ist doch Quatsch, Rebekka!“

„Nein, das ist kein Quatsch“, erwiderte Rebekka aufgebracht. „Du verwöhntes Söhnchen hattest bestimmt einen guten Vater, aber meiner war zum Kotzen!“ Mit diesen Worten schob sie Daniel zur Tür hinaus und sagte: „Danke fürs Massieren!“



Der total verblüffte Daniel stand einige Minuten draußen auf dem Flur, starrte auf die geschlossene Tür und dachte sich so einiges.
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Er war sich jetzt sicher, dass da irgendetwas nicht stimmte, und das bereitete ihm seltsamerweise viel Freude, bis auf ‚den zum Kotzen gewesenen Vater’ von ihr... Verdammt noch mal, was war nur los mit ihr? Warum war sie so unzugänglich, warum blockte sie ihn immer wieder ab. Er hatte gedacht, es würde besser werden, aber jetzt war es wieder wie bei seiner Ankunft. Sie traten auf der Stelle, jeder kleine Lichtblick wurde sofort wieder zunichte gemacht, aber er würde dran bleiben. Er hatte so lange auf sie gewartet, sie fehlte ihm, er war einfach verrückt nach ihr, nicht nur körperlich, er fühlte, dass sie die einzige für ihn war. Und wahrscheinlich würde er immer wieder angekrochen kommen, aber er sollte sich besser zurückhalten, keine Frau mochte Hampelmänner, und eigentlich hielt er sich auch nicht für einen Hampelmann, obwohl sie das zu glauben schien. Daniel ging langsam zu seinem Zimmer, er fühlte sich echt Scheiße.



>>> Als sie noch klein ist, ist der Vater lieb zu ihr, sie kriecht immer am Sonntagmorgen zu ihm ins Bett, denn es ist schön und warm bei ihm. Die Mutter betrachtet sie dann mit verkniffenen Augen und schmalen Lippen. Zu ihr geht sie nie ins Bett.

Jahre später renovieren die Eltern das Haus, alles wird gestrichen, tapeziert und verändert. Sie bestellen ein neues Bett für Rebekka, und das alte Bett ist weg, bevor das neue kommt. Sie muss für eine Nacht zwischen ihnen schlafen in ihrem Ehebett. Da wo sie früher mit Papa immer so glücklich war als kleines Mädchen. Sie liegt in der Besucherritze und kann nicht schlafen, es ist ungewohnt. Papa schiebt sich an sie heran und berührt sie an der Taille. Sie macht sich steif und hat Angst. Sie weiß, dass es nicht richtig ist, sie ist immerhin dreizehn Jahre alt und nicht blöde. Seine Hand geht unmerklich tiefer zwischen ihre Beine, die sie zusammenklemmt, aber er ist stark, und sie traut sich nicht zu schreien. Er klemmt seine Hand zwischen ihren Beinen ein und fängt an zu stöhnen. Sie liegt da wie erstarrt und atmet nicht. Er fängt heftiger an zu stöhnen, und jetzt hält sie sich eine Hand vor den Mund, um nicht zu schreien. Geh weg, will sie schreien. Geh weg! Aber es kommt nichts heraus.
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Das Stöhnen hört nach einer Weile auf, und seine Hand verliert den Griff auf sie. Sie schiebt seine Hand vorsichtig weg, er merkt es nicht, er schläft bestimmt, denn er schnarcht. Aber sie weiß genau, dass die Mutter nicht schläft. Sie hat alles mitbekommen, und sie hasst sie, das weiß sie genau. Aber sie ist kein schlechtes Kind, nein... Oder doch?

Der Vater tut danach so, als wäre gar nichts gewesen, aber die Mutter behandelt sie noch mieser als vorher. Aber sie hat nichts Unrechtes getan, das weiß sie. Trotzdem träumt sie manchmal in der Nacht davon, und am Tage überlegt sie manchmal, ob alle Männer so sind. So untreu, so triebhaft, so schlecht... <<<



Rebekka steht immer noch an der Tür, dort wo sie Daniel hinausgeschoben hat. Eigentlich ist das alles schon lange vorbei, sie hat es überwunden, sie ist stärker geworden, und sie hat keine Schuld daran. Schuld hat nur ihr Vater. Aber wie kann man seinem Kind so etwas antun? Darüber wird sie wohl nie hinwegkommen.

Rebekka tut es schon leid, dass sie Daniel so abgewimmelt hat, aber etwas in ihr will es so. Es kommt nicht oft vor, es kommt vielleicht nur vor, wenn sie sich bedroht fühlt. Und von Daniel fühlt sie sich bedroht. Aber warum nur? Er hat ihr doch gar nichts getan.



Fortsetzung mal gucken
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Kommentare zur Story:

  hallo ihr alle,
schön dass ihr weitergelesen habt. natürlich ist rebekka ziemlich vorbelastet mit all diesem mist aus ihrer kindheit, viele ihrer reaktionen kann man als selbstschutz deuten - oder als verdrängung? mal gucken...
ich bin mir selber ja nicht sicher, ob und überhaupt. ;))
lieben gruß an euch und danke!  
   Ingrid Alias I  -  11.04.10 18:01

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  Also für mich ist es klar. Daniel ist nicht der Vater von Morgaine. Weshalb sollte Rebekka lügen? Auf der anderen Seite verstehe ich aber nicht wehalb sie einen so starken - sogar telepathischen - Kontakt zu Daniel hat? Aber vielleicht hat sie sich ja auch nur Daniel aus Vater auserkoren. Bin gespannt was nun wirklich stimmt und was es mit Zirza auf sich hat, weil die die Kleine vorhin bei ihrer Ankunft so komisch gemustert hatte.  
   Petra  -  10.04.10 20:24

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  Ist schon schlimm, wenn man als Kind verantwortlich dafür gemacht wird, was Erwachsene mit einem tun. Da wird einem Rebekkas zwiespältiger Charakter doch gleich um Einiges klarer. Der arme Daniel, man macht sich Gedanken um ihn und irgendwie bin ich misstrauisch, ob Rebekka ihm gegenüber- in punkto Vaterschaft - so ganz ehrlich gewesen ist. Aber wollen wir es dir mal ...äh ...ihr mal glauben *Grins*  
   Jochen  -  10.04.10 19:35

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  Ich kann hier doska nur zustimmen. Die Zwischenmenschlichen Themen liegen dir einfach. Es liest sich leicht und locker und ist immer weiter spannend, denn man möchte mehr über die Protagonisten und dihre Beziehung zu einander erfahren.

In diesem Sinne: Mal gucken was die Fortsetzung bringt.  
   Jingizu  -  10.04.10 09:41

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  Jetzt haben wir also so ein bisschen heraus bekommen, weshalb sich Rebekka so abweisend gegenüber Daniel benimmt. Man fragt sich dabei allerdings, wird sie je ihre Erinnerungen überwinden können, um seine Nähe wirklich zuzulassen? Es war alles sehr spannend und lebensecht und man wird immer neugieriger, wie das noch weitergehen wird, hehe.  
   doska  -  09.04.10 22:35

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