TOPP, die Wette – Der Anfang...4   192

Romane/Serien · Romantisches

Von:    Ingrid Alias I      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 11. November 2009
Bei Webstories eingestellt: 11. November 2009
Anzahl gesehen: 2623
Seiten: 7

Diese Story ist Teil einer Reihe.

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   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


ZUHAUSE BEI IRMA



Irma sieht an sich herunter, die helltürkisfarbene Bluse steht ihr ausgezeichnet, der leichte Stoff schmiegt sich perfekt an gewisse Rundungen, dazu trägt sie eine schwarze weitgeschnittene Leinenhose, die sie zart und zerbrechlich erscheinen lässt. Und möglicherweise auch solide. Irgendwie hat sie das Gefühl, Chris mag solide und vor allem nicht aufgedonnerte Frauen. Ist sie solide? Na ja, in letzter Zeit hat sie sich schwer zurückgehalten. Irma kichert in sich hinein, denn die vielen Gläser Rotwein haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Okay, sie sieht nicht übel aus. Ihr braunes Haar fällt locker und glatt auf ihre Schulter, ihre Augen sind grünbraun und mandelförmig, ihre Nase ist unbedeutend und ein bisschen zu breit, aber ihren Mund findet sie sehr schön. Was noch? Ach ja, ihr Körper, darüber hat noch keiner gemeckert. Fazit: Sie ist zwar nicht die Schönste, aber bestimmt auch nicht abstoßend.



Sie sitzt mit Ralf im Wohnzimmer auf dem Fußboden und legt gerade Schallplatten auf, als die restliche Meute Sturm klingelt. Sie hat sich nämlich einen dieser nostalgischen Schallplattenspieler zugelegt, mit denen man nebenbei auch die alten Scheiben digitalisieren kann, sehr praktisch!

Irma drückt kurz die Tür auf und setzt sich dann sofort wieder im Wohnzimmer auf den Boden. Ralf hockt neben ihr, und sie lachen über ein uraltes Plattencover.

Sie schaut kurz hoch. Chris steht an der Tür und hinter ihm der Typ, den sie flüchtig aus dem E-body kennt, er unterhält sich mit Chris, und Chris nennt ihn Siggy. Siggy hat eine hübsche rothaarige Frau mitgebracht. Und dann erscheint – Schreck lass nach – diese Kuh Olivia, die Schlampe mit der unschuldigen Anmache. Dem Himmel sei Dank ist ihr Ab-und-zu-Stecher auch dabei, aber sie ist so makellos schön, intelligent, interessant... Und sie hat schon bei Party damit angefangen, Chris an die Wäsche zu gehen. Aber wen juckt’s, wenn er DIE will, dann kann er sie mal!



Alle verschwinden in die Küche, und nach einer angemessenen Weile steht Irma auf und geht mal gucken...

Siggy, seine Rothaarige, Olivia und ihr Ab-und-zu-Stecher haben den Küchentisch besetzt und tun so, als wären sie hier zu Hause. Na gut, die Gäste sollen sich wohl fühlen, aber ein bisschen unverschämt findet Irma das schon.
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Vor allem, als die Kuh Olivia nach Kaffee fragt. „Kaffee gibt’s hier nicht, nur Bier, Wein oder Cola.“ Die sollen froh sein, wenn sie hier überhaupt was kriegen!

Wo ist Chris? Irma lässt unauffällig ihre Blicke schweifen und entdeckt ihn schließlich, er steht ein Stück weiter neben ihr, lässig an den Türrahmen gelehnt.

Aus den Augenwinkeln sieht sie, dass Chris sich einen abgrinst, er hat’s wohl mitgekriegt, das mit dem Kaffee, den es nicht gibt.

„Kommst du klar?“, fragt sie ihn, denn er steht ausgerechnet dort, wo sie vorbei muss. Absicht von ihm?

„Natürlich“, wieder dieses anzügliche Grinsen. „Ich glaube, ich weiß, wo der Kühlschrank ist...“

So ein Blödmann! Will wohl drauf anspielen, dass er schon mal hier war. Da ist er aber nicht so richtig zum Zuge gekommen... Sie lächelt hinterhältig, drückt sich geschmeidig an ihm vorbei und verzieht sich wieder ins Wohnzimmer.



Sie legt ein paar alte Scheiben auf, die sie von ihren Eltern geerbt hat, ihre Eltern haben mittlerweile nur noch einen CD-Player, wollten aber die alten Schallplatten nicht wegschmeißen.

„Wow, eine Vinylparty!“ Zwei nette Typen setzen sich zu ihr und wühlen in den Schallplatten herum.

Sie reden und reden, und es ist lustig, die Typen sind wirklich nett, aber irgendwas fehlt ihnen, vielleicht diese Abgebrühtheit, die Chris auszeichnet? Schwachsinn! Eine absolut üppige Frau stößt zu ihnen, sie ist unheimlich nett, und sie heißt Dani. Was tut sie hier? Es stellt sich heraus, dass sie mit einem der Typen zusammen ist. Und schwanger ist sie auch, aber das merkt man ihr gar nicht an.



Zwischendurch spricht Irma dem Rotwein zu, und nach einer Weile geht sie wieder in die Küche, um zu sehen was los ist. Ist ja schließlich ihre Wohnung, und die anderen pendeln ja auch hin und her...

Als Irma in die Küche kommt, verstummen die vier am Küchentisch und glotzen sie irgendwie blöd an. Irma wundert sich zwar, stellt sich aber locker zu ihnen und versucht, ein Gespräch in Gang zu bringen. Sie ist schließlich die Gastgeberin, und sie will einfach nur nett sein.

Doch seltsamerweise sind die überhaupt nicht scharf auf Gespräche mit ihr, zumindest die Frauen nicht.
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Die Rothaarige von Siggy bläst sie förmlich hinweg mit einem blöden Kommentar. Irma ist zwar von dem vielen Rotwein schon ein wenig betäubt, aber sie merkt, dass es sich um eine Beleidigung handelt. Irgendwas hat die gegen ihre Tapeten. Sind zwar ein bisschen gewöhnungsbedürftig, weil schwarz-weiß gestreift, und Irma hat sie diagonal an eine der vier Wände geklebt – aber was soll das? Sie hat der blöden Nuss doch nix getan!

Oder wissen die irgendwas über Chris und sie? Blödsinn, da ist nichts zu wissen.

Aber vielleicht spüren sie die Spannung, die unzweifelhaft zwischen ihr und Chris herrscht. Blödsinn, da ist keine Spannung.

Oder sie haben mitbekommen, wie er das mit dem Kühlschrank sagte und wissen jetzt, dass man sich kennt? Na und wenn schon! Alles Einbildung von ihr, denn in Wirklichkeit kennt sie Chris doch gar nicht, und er interessiert sie einen Dreck – gerade jetzt ist er auf dem Balkon, er raucht eine Zigarette und unterhält sich mit dieser unheimlich üppigen Frau, die Dani heißt und schwanger ist. Aber wenigstens ist die auch unheimlich nett, im Gegensatz zu diesen anderen beiden Gurken...

Seltsam, obwohl sie ihn kaum angeschaut hat, weiß sie genau, wie er aussieht. Sie weiß, dass sein Körper fantastisch ist und dass sein Gesicht mit dem arroganten Ausdruck auf viele Frauen und wahrscheinlich auch Männer sehr anziehend wirkt. Sie weiß, was er anhat. Er ist ganz schlicht gekleidet, Jeans, ein T-Shirt und darüber eine gerade geschnittene dunkle Jacke. Sieht elegant aus, aber es liegt wohl daran, wie er diese schlichten Sachen trägt. Er trägt sie unnachahmlich, muss wohl an seiner Arroganz liegen.

Steht er immer noch auf dem Balkon? Aaah jaaa... Sie sollte nicht so offenkundig nach ihm Ausschau halten, das ist ja schon krankhaft, und hoffentlich fällt es den anderen nicht auf. Am besten wieder ins Wohnzimmer gehen...



Als sie das nächste Mal in ihre Küche kommt, sieht sie ihn sofort. Er steht lässig angelehnt an ihren alten dunkelrot gestrichenen Holzschrank. Und Scheiße! Olivia steht neben ihm und redet auf ihn ein. Sie macht wieder ihr blödes hilfloses Anmachgesicht, und sie sieht so wunderschön aus.

Na super! Dann ist es jetzt wohl gelaufen, also Tschüss Chris und viel Spaß mit der Schlampe, auf die alle Männer stehen! Tröstlich zu wissen, dass du auch nicht anders bist als die anderen!



Nein, es ist überhaupt nicht tröstlich, sondern eigentlich furchtbar.
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Irma fühlt sich aus unbekannten Gründen leer und enttäuscht und tritt den Rückzug ins Wohnzimmer an. Sie widmet sich wieder den alten Schallplatten, bemerkt aber irritiert, dass ihre Mundwinkel etwas hysterisch zucken. Muss am Rotwein liegen.

Und sie hat keine Lust mehr, fremde Leute in ihrer Wohnung zu ertragen, die sollen alle abhauen mit ihren diversen Flittchen, sie hat keinen Bock mehr! Ihre Wohnung ist schließlich kein Institut für Partnervermittlung!

Irma setzt diesen Entschluss postwendend in die Tat um, sie marschiert kurzentschlossen in die Küche, um alle zu verabschieden.



Aber wie durch ein Wunder sitzt die Viererbande wie gewohnt wieder am Küchentisch, und die schöne und interessante Olivia sieht ein wenig sauer aus. Und die Rothaarige auch.

„Wo ist Chris?“ Die Worte verlassen Irmas Mund, ohne dass sie es verhindern kann. Okay, der viele Rotwein...

„Steck ihn dir doch an den Arsch!“

Irma glotzt Olivia verständnislos an. Was will die Kuh von ihr? Sie hat ihr doch gar nichts getan. Und Chris ist doch der Übeltäter, der bringt alle Weiber in Aufruhr, nimmt sich dann zurück und lacht sich drüber kaputt. Aber über mich wird er sich nicht kaputtlachen, denkt Irma rebellisch. Sie stürmt aus der Küche und überlegt sich, wie sie allen beibringen kann, dass jetzt Schluss ist. Schluss mit lustig, Schluss mit Chris!

„Du siehst besser aus als damals“, sagt Chris zu ihr. Wo ist der denn auf einmal hergekommen? Und hach, wieso geruht er auf einmal, das Wort an sie zu richten. Welche Ehre!

„Oh, ja wirklich?“ Sah sie vor zwei Monaten tatsächlich so schlecht aus? Und schon ist er wieder weg! Himmeldonnerwetter, sie wollte ihn doch gerade rausschmeißen, wieso lässt sie sich dann auf ein Gespräch mit ihm ein. Quatsch, es war gar kein Gespräch, nur so ein kleiner hingeworfener Brocken. Und sie hat sich den Brocken auch noch einverleibt. Was ist los mit dem Kerl? Irgendwas muss er doch vorhaben. Warum geht er ihr aus dem Weg? Und wieso sieht er aus wie ein Kater, der sich in Kürze ein Schüsselchen Sahne einverleiben wird? Und wieso kann er sich nicht normal mit ihr unterhalten, sonst quatscht er doch mit jedem, er unterhält sich sogar mit Ralf, der sich tatsächlich von seinem Charme einwickeln lässt.
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Der ist also auch nicht schlauer als sie am Anfang...



Sie sieht, wie Chris sich an den Küchentisch begibt, er erzählt ein bisschen was, und beide Frauen – egal ob zickig rothaarig oder wunderschön und interessant – himmeln ihn an und hängen an seinen Lippen. Das ist echt zum Piepen, findet Irma, denn Chris ignoriert die beiden so total, dass es fast schon beleidigend wirkt.

Irma schlendert langsam wieder ins Wohnzimmer, um Schallplatten aufzulegen und um mit Ralf und den anderen zu quatschen. Und um Rotwein zu trinken natürlich... Irgendwie hat sie so ein hilfloses Gefühl, sie hat keinerlei Einfluss auf das, was er tun wird, er lässt sich von niemanden beeinflussen. Er blockt die Anmache der schönsten Frauen einfach ab, und sie selber hat keinerlei Chancen bei ihm, sie spielt nicht in seiner Liga.

Hmmm, immerhin wollte er mit ihr ins Bett gehen, auf diese saublöde unverschämte Art. Und es blieb ihr ja gar nichts anderes übrig, als ihn hinaus zuwerfen. Also wirklich, es gibt Grenzen, auch wenn die Kerle noch so verführerisch sind…



Es ist spät geworden, und die Reihen lichten sich allmählich. Ralf geht nach Hause, nicht ohne ihr vorher einen besorgten Blick zugeworfen zu haben. Hat er etwa Angst um sie? Auch das ist zum Piepen. Um sie braucht er keine Angst zu haben, sie kommt gut zurecht, mit was auch immer...

Dann bricht die Vierergruppe vom Küchentisch auseinander. Alle bis auf Siggy sind auf einmal weg, einfach verschwunden ohne ein Wort, auch die blöden Zicken. Irma atmet unbewusst erleichtert auf.

Sie weiß nicht, wer als nächster geht, sie kriegt das alles nicht mehr so richtig mit.



Und auf einmal findet sie sich mit Siggy und Chris alleine, und zwar im Wohnzimmer. Chris lümmelt sich auf einem Sessel herum, und Irma setzt sich ziemlich weit weg von ihm hin.

Siggy scheint etwas sauer zu sein.

„Warum bist du nicht mitgegangen, mit der äääh... Rothaarigen?“ Irma kann sich diese Frage nicht verkneifen.
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„Sie wollte alleine weg.“ Siggys Stimme klingt verkniffen, und nach einer kleinen Pause sagt er irgendwie noch verkniffener: „Ist eben freie Liebe.“

Das hätte er nicht sagen sollen, denn Chris fängt sofort schallend an zu lachen. Und Irma weiß auch genau, warum er lacht. Der Idiot Siggy ist gerade von seiner Freundin zurückgelassen worden wie Müll und bezeichnet diese Niederlage als ‚Freie Liebe‘. So etwas würde Chris natürlich nie passieren!

Irma muss mitlachen. Eigentlich hasst sie sich dafür, vor allem weil Chris darüber lacht, aber sie kann nicht anders, denn der Ausdruck ‚Freie Liebe’ ist wirklich bescheuert, genauso bescheuert wie der Ausdruck ‚Selbstverwirklichung’. Logo, die Rothaarige hatte die Nase voll von Siggy, wollte es aber nicht so hart ausdrücken. Aber Männern kann man wohl alles erzählen. Okay, fast allen Männern...



Mittlerweile weiß Irma, dass Chris als letzter hier sitzen wird. Warum sie das weiß? Sie weiß es eben, alles deutet daraufhin und dann... Ja was dann? Irgendwie hat sie Schiss davor.

Bald darauf geht auch Siggy, und er wirft ihr und Chris einen misstrauischen Blick zu. Was denkt er sich wohl? Sie sind sich den ganzen Abend über beflissentlich aus dem Weg gegangen, sie haben sich total ignoriert, und Siggy kann sich bestimmt nicht vorstellen, ob und was zwischen ihnen abgeht. So wird es wohl sein, denkt Irma. Blöderweise weiß sie aber auch nicht, ob und was zwischen ihr und Chris abgehen wird...



Chris gähnt und fragt dann nebenbei: „Hättest du was dagegen, wenn ich hier schlafe? Ich könnte meinen Schlafsack aus dem Auto holen. Ist ja nicht weit...“

„Du kannst in meinem Bett schlafen.“ Irma deutet großzügig in Richtung Schlafzimmertür und wundert sich im gleichen Augenblick über das, was sie da gesagt hat. Sie möchte es eigentlich wieder zurücknehmen, denn das Sofa als Schlafplatz hätte doch voll genügt. Aber jetzt ist es gesagt, und sie kann keinen Rückzieher machen, ohne ihr Gesicht zu verlieren.

Ein befriedigter Ausdruck überzieht sein Gesicht.

Irma lächelt ihn hinterhältig lieb an, denn sie weiß, was er denkt. So was ähnliches wie: Ich wusste es, die blöde Kuh war von Anfang an scharf auf mich.
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..

Doch was SIE denkt, das kann er nicht wissen. Allerdings weiß Irma das auch nicht so genau. Sie hat absolut keine Ahnung, was bei der Sache herauskommen könnte. Aber sie ist gewarnt, er könnte ihr gefährlich werden. Andererseits kennt sie den Schweinehund ja mittlerweile. Und vielleicht will er einfach nur hier übernachten, könnte ja sein. Ja sicherlich, Irma!



„Ich muss noch aufräumen.“ sagt sie lässig. „Kannst ja schon mal vorgehen...“

Er nickt und schlendert langsam in Richtung Schlafzimmer. Irma blickt ihm verstohlen hinterher.

Sie räumt ziemlich lange auf, spült Geschirr, trocknet es ab und verstaut es penibel in den Küchenschränken, sie poliert die Spüle, fegt den Küchenboden und so weiter und so fort, all das dauert mindestens eine dreiviertel Stunde, denn sie hegt die Hoffnung, dass er bis dahin schon eingeschlafen ist. Sie weiß nicht recht, wie sie sich verhalten soll, was sie tun soll, falls er denn doch nicht...

Vielleicht könnte sie noch den Kühlschrank abtauen oder die ganze Bude putzen, Wäsche waschen, den Keller aufräumen...

Geh’ jetzt endlich ins Schlafzimmer, Irma! Was kann er dir schon groß antun? Entweder pennt er schon – oder er ist bestimmt ein lausiger Liebhaber. Wie alle...

Also seufzt sie auf und geht entschlossen und vor allem leise durch das dunkle Schlafzimmer ins Badezimmer. Die Aufteilung dieser Wohnung ist genial praktisch, das Bad ist nur vom Schlafzimmer aus erreichbar, und von der Diele aus kommt man in das Gäste-WC. Man kann also variieren, vor allem, wenn man auf eins der beiden Klos gehen will...



Irma hat reichlich Rotwein getrunken, und ihr Körper fühlt sich ziemlich taub und gefühllos an. Sie will eigentlich nur schlafen. Wenn da nur nicht dieser Typ in ihrem Bett liegen würde. Der Feind in meinem Bett, das kommt ihr automatisch in den Sinn. Aber so schlimm wird es nicht sein. Ja hoffentlich!

Er schläft mit Sicherheit schon. Irma lässt sich ein bisschen kaltes Wasser übers Gesicht laufen, und sie zieht das dünne indische Shirt an, das aussieht wie ein Minikleid, denn sie friert immer schnell an den Schultern, und außerdem hat sie keine Lust, sich nackt neben ihn ins Bett zu legen.
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Das wäre ja wie eine Einladung, falls er doch noch wach wäre.



Gut, sie geht barfuß zurück ins Schlafzimmer – leise, ganz leise – und schlüpft unter die Bettdecke.

Er liegt dem Himmel sei Dank hinten an der Wand, und sie versucht, sich leise und unauffällig neben ihn zu legen. Leise, ganz leise...



Fortsetzung: DIE SAHNE...
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Punktestand der Geschichte:   192
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Kommentare zur Story:

  ein danke schön an alle!
irgendwie liegt die story mir am herzen, denn da ist viel wahres eingeflochten, und deswegen freue ich mich auch so, dass sie gelesen wird.
und schon kommt der nächste teil, der allerdings ein wenig erotisch ist, wobei ich nicht weiß, ob 'erotisch' das richtige wort ist... ;))  
   Ingrid Alias I  -  15.11.09 13:10

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  Wieder gut geschrieben. Ich habe alles wie in einem Film vor mir gesehen. Du beschreibst die Charaktere der verschiedenen Personen so gut. Am allerbesten natürlich Irma und Chris. Wo bei Chris noch ein wenig undurchsichtig daher kommt, Irmas Gedanken aber klar und sehr witzig herüber kommen. Witzig deswegen, weil man sie völlig verstehen kann.Wirklich süß.  
   Petra  -  14.11.09 20:24

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  hallo, ingrid, schön, schön, du spannst uns ja ganz schön auf die folter. aber sehr interessant, die einblicke in die gedankenwelt irmas.
grüß dich  
   rosmarin  -  12.11.09 20:00

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  Das ist aber diesmal ein ganz besonders bezauberndes Kapitel. So typisch, die vielen Ängste , man hat sie ja selber schon mal so erlebt. Bei der Szene wo Irma am liebsten noch die ganze Wohnung geputzt hätte, nur um nicht mit ihrem Schwarm ins Gespräch zu kommen, habe ich sogar laut lachen müssen. Wirklich geglückt.  
   doska  -  12.11.09 16:44

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