Der Hüter des Drachen - Kapitel 2   440

Romane/Serien · Fantastisches

Von:    Robin van Lindenbergh      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 19. Oktober 2009
Bei Webstories eingestellt: 19. Oktober 2009
Anzahl gesehen: 2514
Seiten: 7

Diese Story ist Teil einer Reihe.

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   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


„Was hast du getan?“

Eine wütende Stimme schneidet sich in unser Bewusstsein, jemand rüttelt und schüttelt uns. Wir haben einen Körper. Nicht mein Körper. Schmerz. Angst. Druck. Enge. Die Einzelteile des Körpers passen nicht zusammen, alles zu klein, fehlt. Passen, sind genau wie sie immer gewesen sind. Hilflos. Verletzlich. Stark.

Wir öffnen die Augen. Das erste, was wir je sehen, anders als alles, was wir je gesehen haben. Blinde Augen. Sehen mehr als sie je gesehen haben.

Wir wollen schlafen. Verwirrung im Kopf loswerden. Denken fällt so schwer, kein Gedanke macht Sinn. Alle verlaufen hierhin – dahin. Schlafen einfacher.

„Was hast du getan, du verdammter Nichtsnutz? Sprich!“ Jemand hat etwas dagegen.

Wir kennen die Stimme. Kennen den Mann. Kahler Schädel. Nie gesehen. Anderes Leben. Er schüttelt uns immer mehr. Keift. Fast hysterisch.

Hand schlägt ins Gesicht. Spüren Schmerz. Erinnerung an Schmerz. Vergangener Schmerz. Schmerzen können uns nicht erreichen.

Anderer Mann. Zerrt den Glatzkopf von uns weg. Körper schlägt wieder hart auf dem Boden auf. Was mit dem engen Körper geschieht – unwichtig.

„Lass ihn erst mal zu sich kommen, Prokon. Er wird uns sagen, was geschehen ist und wo der Drache ist“, sagt der andere, ältere Mann. Beugt sich über uns. Kennen ihn. Der Abt.

„Okuon, kannst du mich hören?“ Stimme ist sanfter.

Name schlägt etwas in uns an. Mein Name. Habe keinen Namen.

„Sieh nur, Prokon, er ist noch gar nicht richtig bei sich“, stellt der Abt fest.

„Wach endlich auf, du elender Nichtsnutz! Was ist hier geschehen? Wo ist der Drache?“

Drache? Wort ist wichtig. Bedeutungslos. Wir suchen nach Erinnerungen. Wir haben keine. Leere. Alles leer. Bedeutungslos. Körper unwichtig. Falsch. Die Trümmer des Raumes um uns, der Schlüpfraum ohne Sinn. Kann sich alles in Luft auflösen. Uns gleich.

„Wo ist das Ei?“ Prokon keift.

„Kein Ei mehr.“ Unsere Stimme. Merkwürdig. Ungewohnt. Nicht meine Stimme. Meine Stimme. Wollen gar nicht sprechen. Worte sind einfach da. Richtige Worte. Wahre Worte.

„Was soll das heißen?“

„Kein Ei mehr da.“ Thema beendet.

Glatzkopf versteht nicht.
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Hebt die Hand. Will uns schlagen. Erinnerung an Schmerz. Wir tun nichts. Unsere Hand schnellt vor. Packe Glatzkopfs Arm. Umklammere sie. Keine Krallen. Schnelle Reaktion. Zu schnell. Hand kein Teil von uns.

Prokon verzieht das Gesicht. „Dass du es wagst!“ Drohend.

„Lass ihn erst mal wieder ganz bei sich sein, Bruder Prior.“ Der Abt. Freundlich. Drückt unsere Hand herunter. Unwichtig.

Aufstehen, laufen. Gehen. Unsere Kammer. Schlafen. Endlich. Erschöpfung. Ruhe.

Werden.



Als ich erwachte stand die blutrote Sonne bereits kurz über dem Horizont und jemand hatte die Verletzung auf meiner Stirn mit einem Verband verarztet, obwohl ich wusste, dass da schon kein Schnitt mehr war.

Zum ersten Mal war mein Kopf klar und auch meine Gefühle, so als wäre ich erst jetzt in dieser Welt angekommen. Es war, als hätte jemand nicht nur ein Buch für mich geöffnet, sondern mir in diesem Moment auch die Sprache beigebracht, in der es verfasst war und klare, reine Buchstaben geschrieben.

Ich wusste, zu was ich geworden war und nun werden würde.

Schon bevor ich es sehen konnte, spürte ich, dass ich mich veränderte. Ich war erfüllt von uraltem Wissen, das tausende von Leben alt war. Klare Logik spülte alle Zweifel in mir fort und hinterließ nichts als reine Wahrheit.

Auch mein Blick auf die Welt war ein anderer geworden, denn ich sah Farben, wie sie kein Menschenauge je gesehen hatte, Licht, wo vorher Dunkelheit geherrscht hatte. Meine Augen schmerzten von der ungewohnten Helligkeit, die sich wie Feuer in meine Pupillen schnitt. Ich sah das Leben selbst, wie es im Leib einer Spinne in der Ecke pulsierte. Auch ich selbst erstrahlte in Leben und spürte wie sich mein Menschenkörper wandelte. Meine Haut spannte und kribbelte. Die Haare darauf verdorrten und verschwanden und sie wurde hart, glatt und schuppig. Der menschliche rosa-braune Ton wandelte sich, wurde glänzend, herrlich und spiegelte alle Facetten von grün.

Etwas zog an meinem Gesicht, zerrte es in die Länge und verschob die Knochen. Mein Mund wurde eine lange Schnauze, die Nasenlöcher zu Nüstern. Stechend bohrten sich spitze, lange Reißzähne durch meinen Kiefer. Etwas zerrte an meiner Zunge, streckte sie in die Länge und zerriss ihre Spitze in zwei.
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Ich glaubte die Schmerzen nicht ertragen zu können.

Wie meine gesamte Körperbehaarung war auch das Haar auf meinem Kopf verdorrt und verschwunden. Unter der Schädeldecke spürte ich schrecklichen Druck, mein Kopf drohte zu platzen und genau das tat er. Zumindest dachte ich das als zwei kräftige, spitze Hörner sich daraus hervor schraubten.

Mein Körper wuchs auf die Größe eines Pferdes und verformte sich so, dass ich schließlich wimmernd auf alle Viere sank. Aber der Schmerz der Transformation ließ bereits etwas nach. Es fühlte sich natürlich an, dass ich mich so fortbewegte. Mit einem letzten Ruck streckte sich mein Hals und wurde lang und beweglich.

Mit der Veränderung meiner Haut waren aus meinen Händen und Füßen große Tatzen mit weichen, ledernen Ballen unter den Sohlen geworden, an meinen Handflächen, an Fingern und Zehen. Aber da waren nur noch jeweils drei Finger an jeder Hand und drei Zehen an jedem Fuß, lang und kräftig, aus deren Spitzen sich scharfe, schwarze Krallen geschnitten hatten. Vorne wurde mein Daumen noch zu einer vierten Kralle, die ich senkrecht zu den anderen bewegen konnte.

Kaum stand ich auf allen vier Tatzen, als sich auch schon mein langer, muskulöser Schwanz ausbildete, der beinah zwei Meter maß und an dessen Spitze vier lange, spitze Stacheln abstanden. Aus meinem Rückrad wuchsen vom Hals abwärts abgerundete, silberfarbene Knochenplatten hervor, die meinen Rückenkamm bildeten.

Ich bekam wieder Schwingen, die mich mit dem Wunsch erfüllten endlich zu fliegen, wie ich noch nie einen Wunsch verspürt hatte.

Die Schmerzen waren vergessen. Ich fühlte unbändige Kraft durch meinen Körper fließen, die mich beinah unverwundbar machte, und die brennende Hitze meines Feuers, das nur darauf wartete, dass ich es ausspie und die Welt in reinigende Flammen hüllte.

Ich war vollständig und all das, was ich je hätte sein sollen.

Nichts hielt mich mehr in der Enge meiner menschlichen Behausung. Ich brüllte meine Kraft heraus und schwang mich mit einem gewaltigen Satz aus dem Fenster meiner kleinen Kammer. Es war mir egal, dass ich dabei rechts und links Steine aus dem Mauerwerk riss, die krachend in den Hof fielen. Ich verspürte sogar eine kindliche Freude daran, denn immerhin war ich am Tag zuvor erst geboren worden.
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Einen Moment lang stürzte ich auf den Boden zu, aber dann entfaltete ich meine Flügel und fing mich kurz zuvor ab, nicht ohne mit meinen Krallen tiefe Furchen im harten Grund des Hofes zu hinterlassen.

Ich schwang mich in den abendlichen Himmel, höher und höher in Richtung der ersten Sterne. Das Kloster unter mir, das vorher meine ganze Welt gewesen war, lag klein und unwichtig zwischen den gewaltigen Bergen und ich hörte von dort die Stimmen und Rufe der aufgeschreckten Mönche, die wie nervöse Ameisen über den Hof liefen.

In einem weiten Kreis zog ich über die Anlage hinweg und brüllte ausgelassen die Freude über mein Leben heraus. Aus dem weißen Tempel, der über dem Kloster in den Berg gebaut war, hörte ich die Antwort. Die Drachen schrien nach mir, lockten mich zu ihnen und kurz wollte ich gehen, aber dann überlegte ich es mir anders, denn plötzlich wurden die Menschenstimmen aus dem Kloster still und ich hörte eine leise Melodie, die durch den Abend klang. Ich erinnerte mich, sie schon sehr oft gehört zu haben und genoss ihre Zartheit. Es war eine Drachenflöte. Oft hatte ich gesehen, wie die Drachen bei ihrem Klang ruhig wurden und den Menschen gehorsam folgten. Keine Frage, dass es die schönste Melodie war, die ich jemals gehört hatte, denn nun nahm ich sie anders wahr, als in meinem früheren Leben. Ich begann neugierig zu werden, was die Menschen von mir wollten, dass sie mich mit der Flöte riefen und so schraubte ich mich langsam tiefer bis ich auf dem Klosterhof landete.

Das ganze Kloster schien auf den Beinen zu sein, denn ich sah Novizen, Altbrüder, Gerufene und natürlich den Abt, denn nur ihm war es erlaubt die Flöte zu spielen. Als er sie absetzte, war es mir als würden die süßen Töne noch weiter in meinem Kopf nachklinken und ich fühlte mich berauscht wie von Wein.

Alle bestaunten mich. Ich sah die Menschen um mich herum und erkannte sie alle. Sofort erinnerte ich mich an Ereignisse, die ihr und mein Leben verbunden hatte, aber es war nicht Okuon, der vor ihnen stand und so war auch das Wissen über die Brüder und ihr Leben nur ein Staubkorn in meinem Bewusstsein, das soviel mehr geworden war.

„Wieso rufst du mich?“ fragte ich den Abt.
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Ich kannte alle seine Titel und dennoch sah ich keinen Grund darin, ihn mit auch nur einem davon anzusprechen.

„Wir sind die Mönche des Drachenordens“, erklärte mir der Abt überflüssigerweise. „Es ist seit jeher unsere Pflicht uns um die Drachen zu kümmern.“

„Das weiß ich, aber ich brauche das nicht“, entschied ich.

„Bist du der Drache, der gestern Abend geschlüpft ist?“ fuhr der Abt meinen Einwand ignorierend fort.

„Ja, der bin ich“, antwortete ich wahrheitsgemäß. Wie alle Drachen hatte ich die Fähigkeit zur Unehrlichkeit, wie sie die Menschen besaßen, verloren.

„Dein Ei war verschwunden bevor sich dein Hüter um dich kümmern konnte. Du hast nicht einmal das Opferblut genommen.“

„Ich habe Blut genommen.“ Klar konnte ich mich daran erinnern, wie ich am Abend zuvor geschlüpft war und wie ich mich beim Schlüpfen gesehen hatte. Ich erinnerte mich, dass ich mein rotes Blut und danach mein goldenes Blut getrunken hatte und alles war richtig gewesen. Immer hatten die Mönche erklärt, dass die Drachen ihre Hüter brauchen würden, um die göttlichen Entscheidungen zu treffen und im Sinne des Kaisers zu handeln, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlen würde. „Wozu ein Hüter?“ fragte ich.

Um mich herum sogen einige Altbrüder hörbar die Luft ein, andere murmelten ungläubig. Sahen sie nicht, dass ich keinen Hüter brauchte, um meine Entscheidungen zu treffen? Ich traf sehr gute Entscheidungen, aufgrund von Logik, Verstand und Erfahrung.

„Wer soll dich führen, wenn der Göttliche Kaiser dich braucht?“ fragte der Abt.

„Wenn man mich braucht, werde ich helfen.“

„Du kannst den Willen des Kaisers nicht erkennen ohne Hüter.“

„Dann bin ich eben mein eigener Hüter“, entschied ich nach kurzem Nachdenken und schnaubte. Es war nur logisch, denn schließlich war ich selbst der Mensch, den ich brauchte.

„Das ist unvernünftig“, sagte der Abt.

Sein Unverständnis wurde mir lästig und ich überlegte einfach wegzufliegen, doch im Stillen wünschte ich mir, er würde noch einmal diese herrliche Melodie spielen.

„Lass dich in den Tempel bringen, wo die anderen Drachen dir sagen werden, wie wichtig die Hüter sind“, schlug der Abt mir vor.
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Der Wunsch nach der Melodie ließ mich ihm folgen. Durch eine Gasse, die die Brüder mir gemacht hatten, schritt ich ihm nach zum Drachentempel.



Ich kannte den Drachentempel, aber dennoch sah ich ihn an diesem Abend zum ersten Mal. Kein anderer Ort strahlte so vor Leben wie dieser und ich nahm Gerüche wahr, die ich nie erlebt hatte und die so anders waren als der offensichtliche Duft der Räucherstäbchen, den ich früher als einziges hier wahrgenommen hatte.

Faul und träge räkelten sich die Drachen zwischen den Säulen des Tempels, fauchten und stießen dabei Rauchwölkchen aus. Nur wenige hoben den Kopf, als ich mit dem Abt eintrat. Als der alte Mann ihn rief, kam der größte von ihnen auf uns zu gekrochen. Eine scheinbar endlose Weile betrachtete mich die rötliche Echse aus ihren schwarzen Augen. In meinen Erinnerungen gab es etwas, was mir sagte, wie es sein würde, von diesem Wesen angesehen zu werden, aber es war ganz anders. Ich blickte in die schwarzen Pupillen und spürte das Wissen meines Gegenübers, aber in diesem Moment wurde mir auch klar wie anders als ich dieses Wesen war. Seine Gedanken waren irgendwie gebunden und reichten deshalb nicht so tief wie ich es gedacht hatte.

„Sag mir, alter Drache, was mit diesem Drachen nicht stimmt“, forderte der Abt ihn auf.

Die Musterung des Drachen wurde intensiver. Vorsichtig begann die alte Echse an mir zu schnuppern. „Nichts“, entschied er mit brüchiger Stimme.

„Ich bin dein Hüter, sag mir die Wahrheit!“

„Das ist die Wahrheit.“

Wusste der Abt nicht, dass Drachen nicht lügen konnten? Außerdem fragte ich mich, was an mir nicht stimmen sollte.

„Aber er besteht darauf, dass er keinen Hüter braucht“, bohrte der Abt nach.

„Er braucht auch keinen. Er ist sein Hüter“, bekräftigte der Drache und in einem kurzen Augenblick meinte ich einen nebligen Schatten auf seinen Pupillen zu sehen, der mir nie aufgefallen war.

„Erklär mir das“, forderte der Abt.

„Ich bin ein Drache und mein Hüter“, versuchte ich es. Aber der Abt konnte oder wollte es nicht verstehen. Wieso begriff er nicht, was er hörte, sondern blickte mich und den Drachen immer noch verwirrt an?

„Er ist rebellisch.
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Morgen werden wir ihm einen Hüter geben. Bis dahin bleibt er hier“, bestimmte der Abt und ging.

Eine Weile sah ich ihm nach. Ich hatte ihn immer für einen weisen Mann gehalten, aber nun zweifelte ich daran. „Wieso versteht er nicht?“ fragte ich den Drachen.

„Die Menschen sehen nur mit den Augen, aber wir sehen mehr. Ich sehe, dass du auch bist wie er… zur Hälfe. Aber du bist auch wie wir, nur frei.“

„Gehöre ich hier zu euch?“ fragte ich nach einer Weile.

„Du musst bleiben bis sie dich mit einem Hüter verbinden, mein Hüter hat es befohlen.“

„Aber ich bin mit meinem Hüter verbunden, wozu ein anderer?“

„Es ist ein Befehl. Ich kann nicht anders.“

„Aber die Nacht ist noch jung, ich will fliegen und die Welt sehen.“ Entschieden ging ich auf den Eingang des Tempels zu, aber der massige Leib des Alten drängte sich mir in den Weg.

„Du musst bleiben!“ Beinah meinte ich Traurigkeit in seinem Blick zu sehen. „Ich wünsche, was er wünscht. Ich will, was er will.“

Seine Reaktionen waren langsam, so als würde er mich entgegen seiner Worte gar nicht wirklich aufhalten wollen. Mit einem Stoß drängte ich ihn beiseite, hatte mit zwei Sätzen den Tempel verlassen und erhob mich in die Nacht. Hinter mir hörte ich ein trauriges Brüllen, aber ich sah mich nicht noch einmal um.



Gegen Morgen kehrte ich in das Kloster zurück. Es hatte mich gerufen, wie der Winter die Zugvögel nach Süden rief, denn ich wusste nicht, wo ich sonst hingehen sollte. Behutsam landete ich im Obstgarten zwischen den Apfelbäumen, in dem um diese Uhrzeit kein Mensch war, und betrachtete eine Weile den rosafarbenen Himmel, der in jeder Minute heller zu werden schien. Die Sonne würde jeden Moment aufgehen und wie sie die Nacht veränderte, so begann auch ich mich wieder zu verändern.

Das Feuer in meinem Inneren verkam zu einem Glimmen und meine Kräfte schwanden. Meine Schwingen zerfielen ebenso zu Staub wie mein Schwanz. Die Dornenplatten kehrten in mein Rückrad zurück und aus den Krallen wurden wieder Fingernägel. Ich fühlte, dass ich schrumpfte, mein Körper richtete sich dabei auf.
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Schließlich wurde meine Haut weich und rosa, überall bedeckt von zarten Härchen. Keine Schmerzen.

Nackt und barfuss stand ich im taufeuchten Gras des Gartens und war das, was ich immer hatte sein sollen.

Obwohl es noch früh im Jahr war, fror ich nicht als ich mich ins Gras legte und glücklich und erschöpft einschlief.
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Punktestand der Geschichte:   440
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Kommentare zur Story:

  Wie von dir zu erwarten. 2. Kapitel hat mich erfreut^^ grün :D  
   Michael Drake  -  20.10.09 22:53

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  auch grün von mir für den gestaltenwandler. ich bin gespannt, in welche abenteuer er stürzen wird.
liebe grüße Dubliner Tinte  
   Pia Dublin  -  20.10.09 19:51

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  Toller Schreibstil. Ich konnte mir das alles sehr gut vorstellen. Besonders schön, fand ich, hast du die Verwandlungen beschrieben. Erst dachte ich, der Junge wäre tot, aber nun weiß ich ja: Es leben BEIDE. Ich kann`s schon kaum abwarten, bis die Fortsetzung kommt.  
   Petra  -  20.10.09 16:23

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  Toll, wie du dieses Zweiwesengeschöpf darstellst. So, als wäre es etwas ganz Selbstverständliches. Und schön auch, dass es mal das eine und mal das andere Wesen sein kann. Hat auch mir sehr gefallen.  
   Jochen  -  20.10.09 15:54

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  Hallo Robin, das ist ja spitzenmäßig! Ein erstklassiges Kapitel. Ich hatte wunderschöne Bilder vor Augen. Mann, wirklich, einfach toll! Ich bin ganz begeistert.  
   doska  -  20.10.09 09:20

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