Nachdenkliches · Poetisches

Von:    kalliope-ues      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 2. März 2007
Bei Webstories eingestellt: 2. März 2007
Anzahl gesehen: 1230
Seiten: < 1

Nie-

m a n d s l a n d

Angst es zu betreten

irgendwer könnte es ja

beobachten

beachten

achten

verachten

gib acht!

acht - meine Zahl

ohne Anfang, ohne Ende

dreht sich im Kreis

reicht mir die Hände

der Boden ist heiß

verbrennt mir die Sohlen

sitzt mir im Nacken

ich kanns nicht packen

und schau betreten

Niemandsland

Angst es zu

zertreten



(1988)
Punktestand der Geschichte:   42
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Kommentare zur Story:

  Hallo Mike, ich danke Dir! Ja, gerade wenn man/frau sehr ver-dichtet - was Du ja auch sehr gerne machst (und meist meisterlich) =) , kann es leicht zu dicht werden und dann für manchen nicht mehr nachvollziehbar - das ist der Gratweg, der nicht immer gleich gut läuft.
Liebe Grüße
Ursula  
kalliope-ues  -  27.03.07 00:08

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  Hallo Ursula,

interessant, wenn du mir nicht den Wink auf "weg nach innen" gegeben hättest,
hätte ich dein Gedicht tatsächlich nicht verstanden.
Ich merke schon, wir greifen oft ähnliche Themen auf.
Kann dir leider nicht die ganzen Punkte geben, weil ichs, wie gesagt, gar nicht verstanden hatte...
Aber dennoch :-)

Ganz liebe Grüße,
Mike  
weltuntergang  -  26.03.07 12:54

   Zustimmungen: 4     Zustimmen

  Hallo Nathan,
danke für Kommentar und Bewertung ... diesmal kann ich Dir in Deine Bilderwelt nicht ganz folgen. Erahnen zwar die Richtung - doch fehlt dort die Umkehrbewegung zum "Angst es zu zertreten", hin zum Behüten... vielleicht wird Dein Bild in mir "runder", wenn ich CFM's römischen Brunnen dazu denke?
LG
Ursula  
kalliope-ues  -  15.03.07 17:38

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  hm, die erste assoziation fehlt mir hier ... beim zweiten lesen kam mir das gedicht "die füsse im feuer" von conrad ferdinand meyer in den sinn ...
liebe grüße
nathan  
Nathanahel Compte de Lampeé  -  15.03.07 16:07

   Zustimmungen: 5     Zustimmen

  Hallo Nicolas,
danke für Deinen kritischen Blick - ja, die Acht. Liegend aufgezeichnet bildet sie eine Lemniskate und kehrt zum Ausgangspunkt zurück, also auch in der Form eine Bewegung zur Unendlichkeit. Diese Bewegung habe ich versucht, ins Wort zu bringen. Zunächst ein zaghafter Schritt "Angst es zu betreten", der sich zur Unendlichkeit "Niemandsland" (das überall und nirgends ist) hinbewegt, dann wieder in der Umkehrbewegung zum kleinen Ich zurückkehrt, das dann aber die Begegnung mit der Unendlichkeit des Seins als Ahnung in sich birgt und behütet "Angst es zu zertreten". Dass Du die Umkehrbewegung im Lesen nicht mitvollziehen konntest zeigt mir, dass es mir wohl nicht ausreichend gelungen ist, dies im Wort einzufangen. Es ist eines meiner "ältesten" Werke, in den späten 80er Jahren entstanden. Ich habe spontan zu wenig Kontakt, um es im Wort, im Ausdruck so verändern zu können, dass auch die Form der Lemniskate erhalten bleibt - nehme aber gerne Deine Anregung mit und werde sie in mir bewegen. Hast Du eine Anregung?
Liebe Grüße
Ursula  
kalliope-ues  -  12.03.07 23:49

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  Hallo Ursula,

hier ist so ein Grenzfall: Im ersten Teil viel Resonanz und im zweiten Teil fehlt mir dann was.
Folgendes ist ausgsprochen gut:
-> der etymologische Pfad von 'beobachten' zu 'acht'
-> der sprung von acht zur unendlichkeit
-> die grafische darstellung, die annähernd die acht abbildet

bei der zweiten hälfte verliere ich dann den sichtkontakt: ist das niemandsland die unendlichkeit? ich möchte dich ermutigen, das thema bei gelegenheit neu aufzugreifen...

lg

nicolas  
Nicolas van Bruenen  -  12.03.07 18:53

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