Kurzgeschichten · Romantisches

Von:    Lena N.      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 2. August 2006
Bei Webstories eingestellt: 2. August 2006
Anzahl gesehen: 1931
Seiten: 3

Sie waren achtzehn, sie waren verliebt, sie waren glücklich. Schon seit acht Monaten waren Karl und Tatjana ein Paar. Eine lange Zeit in ihrem Alter…

Der große, schlanke Karl und die kleine, aber ebenso schlanke Tatjana waren beide immer von allen Klassenkameraden umschwärmt worden, seit sie sich gefunden hatten, galten sie als unschlagbares Traumpaar der Schule. Der Abiturstress tat ihrer Liebe keinen Abbruch, sie trafen sich täglich zum Lernen, fragten sich gegenseitig ab und fanden trotzdem noch Zeit für das, was junge Liebespaare eben gern tun. Fast jeden Abend spazierten sie durch den idyllischen Park der Kleinstadt, setzten sich zum Schmusen unter die große Weide mit den tiefhängenden Zweigen und träumten von ihrer gemeinsamen Zukunft.

Das Abitur bestanden sie dann auch beide mit recht guten Noten und es ging ans Überlegen, was man wirklich mit seiner Zukunft tun sollte. Für Karl war klar, er wollte eines Tages die Firma seines Vaters übernehmen, also würde er in der nächsten Stadt BWL studieren und abends nach Hause fahren, um den Betrieb des Vaters besser kennenzulernen.

Tatjana allerdings wollte die Welt sehen, sie wollte frei sein, die elterliche Kleinstadt verlassen. So entschied sie sich, zunächst einmal ein Jahr in Australien und Neuseeland zu verbringen. Sie erzählte Karl eines Vormittags kurz nach dem Abschlussball von ihren Plänen. Er war entsetzt, hatte er doch so eine Ahnung, dass ihre Liebe dieses Jahr nicht überstehen würde. Hilflos stellte er sie vor die Entscheidung: Australien oder er. "Ich werde heute Abend an der Weide im Park warten, wenn du kommst, heißt das, du bleibst. Wenn du nicht kommst, so werde ich zwar immer auf dich warten und dich immer lieben, aber ich werde wissen, dass es vorbei ist. Ich hoffe sehr, dass du kommst, ich möchte ungern den Rest meines Lebens mit Dasitzen und Warten verbringen!"

Tatjana schwankte zwischen Rührung und Belustigung ob seiner romantisch-kitschigen Rede und antwortete ihm, sie werde am Abend sehen, was ihr Bauch ihr zu tun rate. Sie küsste Karl innig, dehte sich um und ging nach Hause, um zu einer Entscheidung zu kommen. Karl blieb traurig stehen und fragte sich, ob er sie wohl je wieder sehen würde. Und was er machen sollte, wenn nicht. Tatjana war seine große Liebe, eine andere Frau kam für ihn trotz seines zarten Alters nicht in Frage.
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Schon zwei Tage später saß Tatjana im Flugzeug Richtung Australien. Dort verbrachte sie zwei herrliche Monate, die sonnengebräunten Surfer ließen sie Karl schnell vergessen. Dann flog sie weiter nach Neuseeland. Es kam wie es kommen musste - sie verliebte sich, heiratete, bekam zwei Kinder und hielt sich für glücklich, bis sie eines Tages nach Jahren und Jahren der Ehe dieses rote Höschen unter dem Kissen ihres Mannes fand. Ihres war es nicht, und ihm konnte es auch kaum gehören. So verließ sie ihn Hals über Kopf, die Söhne waren sowieso vor einiger Zeit aus dem Haus, um ihrerseits als surfende Weiberhelden glücklich zu werden.

So entschied sich Tatjana, ihrer alten Heimat einen Besuch abzustatten. Irgendwo tief in ihrem Innersten hoffte sie, Karl wiederzutreffen, der war keiner, der rote Schlüpfer unter seinem Kissen versteckte…

Als sie jedoch in ihrer Heimatstadt ankam, wurde ihr erzählt, dass Karls Eltern vor langer Zeit aus Trauer über das Verschwinden ihres Sohnes gestorben seien. Karl sei eines Abends aus dem Haus gegangen und nie wieder gesehen worden.

Traurig und verwundert ging Tatjana die Straße entlang Richtung Stadtpark. Karl hatte doch unbedingt studieren, die Firma übernehmen, erfolgreich werden wollen. Was konnte nur in ihn gefahren sein? Ob es ihn doch auch zu einem Abenteuer wie dem ihren getrieben hatte? Vielleicht war diese seltsame Postkarte vor vielen Jahren ja doch von ihm gewesen und er war ihr gefolgt? Dann hatte er sich vielleicht nicht getraut, sie in Neuseeland wirklich aufzuspüren.. Möglich wäre es. Sie hatte die Karte damals für einen Streich ihrer Freundin Katja gehalten. "Bis bald, K." war darauf gestanden und Katja hatte sie ja tatsächlich kurz darauf besucht. Dass sie behauptete, die Karte sei nicht von ihr, passte ganz gut zu ihrer Art.

Sie spazierte lange durch den Stadtpark, bis sie sich zufällig vor der alten Weide wiederfand. Hier hatte Karl damals auf sie warten wollen, sie war nicht gekommen, um ihr Glück stattdessen in der Fremde zu suchen…

Sie schlüpfte zwischen den Zweigen hindurch in die grüne Höhle aus Laub und Geäst. Gerade wollte sie sich hinsetzen, da fiel ihr Blick auf etwas weiß-graues, das am Boden herumlag. Zuerst bekam sie einen riesigen Schrecken, doch dann sagte sie sich, dieses Skelett müsse wohl ein makabrer Halloweenstreich der Dorfjugend sein.
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Ja, es kam ihr sogar bekannt vor, es war wohl das Anschauungsobjekt aus dem Biologiesaal des örtlichen Gymnasiums. Kopfschüttelnd ging sie weiter. Ob sie doch nach Neuseeland zurückkehren und Karl dort suchen sollte?
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Punktestand der Geschichte:   60
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Kommentare zur Story:

  Hallo, irgendwie immer noch eine meiner Lieblinggeschichten. Ich stolpere immer wieder mal darüber. lg Sabine  
Sabine Müller  -  02.04.07 12:22

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  Eine spannende Geschichte. Natürlich etwas tragisch... Aber so soll es wohl sein...  
Quieeetschboy  -  02.02.07 11:37

   Zustimmungen: 5     Zustimmen

  Hallo Stefan!
Vielen Dank für deinen langen und überlegten Kommentar. Kritik beleidigt mich nicht, ich bin froh drum. Aber: über Geschmack kann man streiten und ich mag eben lieber Geschichten wie die, die ich geschrieben habe, als die, die du mir ans Herz legst. Im Endeffekt kann man meine Kurzgeschichten wahrscheinlich als Zusammenfassungen von nie geschriebenen Romanen verstehen - ich kann michnur entweder ganz kurz fassen oder richtig ausholen. Eines Tages werde ich tatsächlich eine Kurzgeschichte ausbauen, aber dann noch viel, viel mehr.
Naja, wie gesagt, jedenfalls vielen Dank für deine Mühe und ich verstehe schon, was du meinst.
LG Lena  
Lena N.  -  25.10.06 18:48

   Zustimmungen: 0     Zustimmen

  Hallo Lena

„…seltsam? Aber so steht es geschrieben!“ trifft es haargenau. Was ich damit sagen will: Diese Geschichte reißt einen nicht wirklich vom Hocker. Es ist die Sorte, die ich normalerweise nicht kommentiere, weil die Schreiber dann bitterböse auf mich sind, wenn sie von mir nur einen oder zwei Punkte erhalten. Niemand mag es, wenn man seine Story schlecht findet.
Aber da Rosmarin mir geschrieben hat, ich solle auch solche Geschichten mal bewerten und kommentieren, tu ich es nun, auch auf die Gefahr hin, angefaucht zu werden.

Vorab: deine Idee ist hervorragend. Leider ist die Umsetzung eher traurig, zumindest flach.
Die beiden Hauptpersonen schaffen es nicht, sich „vom Papier zu lösen“, sie bleiben flach und leblos.
Warum? Du machst einen typischen Fehler. Du erzählst, statt zu zeigen.
Schon am Anfang fehlt wörtliche Rede.
„Sie waren achtzehn, sie waren verliebt, sie waren glücklich.“ Prima Einstieg, aber direkt danach gehört eine lebendige Szene, in der Karl und Tatjana was gemeinsam unternehmen. Eine Szene wie in einem Spielfilm. Z.B. könntest du die beiden beim Bummeln zeigen, sie laufen Arm in Arm, bleiben immer wieder stehen, küssen sich und reden dabei miteinander. Lass Tatjana zu Karl aufblicken, beschreibe, wie er dieses undefinierbare Gefühl im Bauch spürt, dieses süße Ziehen im Herzen. Lass ihn sagen: „Ich liebe dich so sehr, dass es fast weh tut.“ Oder ähnliches…Dann ab unter die Weide und schmusen.
Nun kannst du erzählen, was die beiden studieren wollen usw.
Dann sollte wieder eine gezeigte Szene kommen. Lass Tatjana mit Karl zusammen sein und sie sagt ihm, dass sie fortgehen will. Lass uns den Schock Karl spüren, wie er schlagartig den Boden unter den Füßen verliert, zeige seine konfusen Gedanken, die wie aufgeregte ängstliche Vögelchen in seinem Gehirn hin und her schießen. Lass ihn stammeln „Du willst weg? Warum? Tatjana, ich liebe dich! Ohne dich kann ich nicht sein!“ Lass ihn jammern und labern und flehen. Zeig uns, wie schwer es Tatjana fällt, abzusagen und gleichzeitig zeige uns ihren starken Drang nach Freiheit. Zeige uns ihre innere Zerrissenheit, denn sie liebt Karl ja.
Dann kommt Karls Ultimatum.
Vielleicht ist es grade dieses Ultimatum, dass Tatjana forttreibt, weil sie sich angekettet fühlt. Zeig sie uns in Australien am Strand, wie sie flirtet und Karl vergisst.
Dann kannst du kurz und bündig erzählen, wie sie sich verknallt und heiratet usw.
Der rote Schlüpfer sollte ausführlicher daher kommen.
Zeige und Tatjana beim Hausputz. Ungefähr so:
„Was?!“ Tatjana stand da und wiederholte immer wieder dieses eine Wort, dümmlich dreinschauend wie eine Kuh. Das fremde Höschen schrie sie mit seiner aufreizenden roten Farbe an. „Ich bin das Höschen einer Anderen“, flüsterte es. „Ich bin nicht deins. Aber ich wurde für dich hier hin gelegt. Er will, dass du mich findest, Baby.“ Fast schien das Höschen zu lachen. Tatjana fühlte, wie ihr die Beine weich wurden. George hatte eine Andere! Eine? War ihr nicht schon seit langem aufgefallen, wie sehr er sich verändert hatte? Er war kaum noch zärtlich zu ihr. Zwischen ihnen spielte sich fast nichts mehr ab. Usw…usw…
Und nun wäre ein guter Zeitpunkt, die Postkarte zu erwähnen. Nicht so weit hinten, das klingt dann nämlich, als ob du ein Kaninchen aus dem Zylinder zauberst. Lass sie über die Karte nachdenken, lass sie an Karl denken, an seine ruhige liebevolle Art, lass sie urplötzliche Sehnsucht nach Karl bekommen und an ihre alte Heimatstadt.
Dann macht sie Schluss und fliegt nach Hause.
In der alten Heimatstadt sollte Tatjana vorm Haus von Karls Eltern stehen und klingeln. Aber es öffnet eine fremde Frau und mit der unterhält sich Tatjana dann. Bitte wörtliche Rede. Die Fremde erzählt Tatjana, dass Karls Eltern damals wegzogen und warum. Sie mustert Tatjana neugierig und fragt: „Wozu wollen Sie das eigentlich wissen?“
„Ich stand der Familie einmal sehr nahe“, antwortete Tatjana. Sie fühlte sich innerlich leer und schrecklich einsam. Die Meyers waren fort und Karl auch. Ihre kindische, kleine Hoffnung auf Karls starke Arme, in deren Umarmung sie Trost finden konnte, löste sich schlagartig in Nichts auf. „Ich habe Karl geliebt. Wir waren ein Paar.“
„So?“ Die Fremde schaute noch neugieriger. „Warum gingen Sie fort, wenn sie beide ein Paar waren?“
Tatjana drehte sich um und ging mit schleppenden Schritten fort. „Das frage ich mich selber ständig“, sagte sie. Sie ging, lief mit mechanischen Bewegungen wie eine Aufziehpuppe. Ein heißes Gefühl entstand in ihrem Bauch und begann aufzusteigen, dem Herzen entgegen, ein Rumoren und Ziehen. Es dauerte einige Minuten, bis Tatjana verstand, was es war: Schmerz, unendlicher Schmerz. Schmerz, weil sie gerade die letzte Hoffnung im Leben verloren hatte.
Sie hatte ein Leben voller Leere auf der anderen Seite der Erdkugel hinter sich gelassen, um in ihrer alten Heimat die gleiche Leere wieder zu finden.
Dann lass Tatjana unbewusst Richtung Stadtpark laufen. Sie nimmt nichts um sich herum wahr. Sie ist ganz Einsamkeit und Enttäuschung. Das Herz tut ihr weh.
Und dann bitte nicht mehr erzählen, sondern wieder zeigen:

Plötzlich verstellte ihr etwas den Weg. Tatjana blickte auf. Vor ihr stand die Weide, ihre Weide, wo sie und Karl sich immer getroffen hatten. Sie war größer geworden, älter und knorriger und doch ging eine wundervolle Vertrautheit von dem Baumriesen aus. Seine herunterhängenden Äste schienen Tatjana umarmen zu wollen. Sie musste mit Gewalt die Tränen zurück drängen.
„Karl!“ flüsterte sie.
Hier war sie einst glücklich gewesen. Hier hatte sie Liebe und Geborgenheit gespürt, damals bevor sie sich entschieden hatte, in die Fremde zu gehen. Nun war sie zurückgekehrt und selbst zu einer Fremden geworden.
Sie hob den Vorhang auf Zweigen hoch und schlüpfte unter die dicht belaubten Äste.
Es war, als ob sie nach Hause zurück gekehrt sei. Hier war alles wie früher. Die Zeit schien stehen geblieben zu sein. Im Halbdunkel unter der Blätterhaube sah sie die Bank, auf der Karl und sie immer gesessen hatten. Die Farbe war im Lauf der Jahre abgeblättert und das Holz war aufgequollen. Die Sonne, die durch die Zweige schien, malte goldene Sprenkel auf die alte Bank.
„Karl!“ flüsterte Tatjana. „Lieber Karl!“ Das Ziehen in ihrem Herzen wurde unerträglich. „Karl, wo bist du? Ich bin so allein. Ich hatte gehofft, dich zu finden, Karl.“
Plötzlich weiteten sich ihre Augen. Ihr Herzschlag beschleunigte sich schlagartig. „Oh Gott! Nein!“ Ihre Stimme war ein heiseres Flüstern, ein rabenartiges Krächzen. „Jesus! Das kann nicht sein!“ Kaltes Entsetzen stieg in ihr auf. Ihre Hände begannen unkontrolliert zu zittern.
Sie schüttelte den Kopf. Mehrmals.
Es musste ein Scherz sein. Ein makabrer Halloweenstreich der Dorfjugend. Es konnte nicht echt sein. Nicht das!
Tatjana bemühte sich, das Zittern ihrer Hände unter Kontrolle zu bringen. „Komm zu dir!“ sagte sie zu sich selber. „Es ist nur ein Dummerjungenstreich! Das Ding stammt wahrscheinlich aus dem Biologiesaal. Es ist nicht, was du denkst.“
Aber wieso war ihre Stimme dann so hoch und zittrig? Warum schlug ihr das Herz bis zum Hals? Warum wich sie Schritt um Schritt von der Bank zurück mit diesem namenlosen Schrecken im Bauch, der sie ausbreitete wie eine Supernova? Wieso versuchte sie, die Augen zu schließen, um nicht sehen zu müssen, war bei der Bank am Boden lag?
„Nein!“ Sie schrie das Wort.
„Es kann nicht sein.“ Tatjana schlug die Hände vor den Mund.
Auf dem Boden lag ein menschliches Skelett, das Skelett eines erwachsenen Menschen.
Tatjana stieß mit dem Kopf gegen die Zweige der Weide. Erschrocken schlug sie danach. Sie stieß einen spitzen kleinen Schrei aus. Panik überkam sie. Die Zweige wollten sie festhalten, sie hier behalten. Sie würden sie einschließen unter dem halbdunklen Baldachin aus Blättern. Sie sollte auf immer unter den Ästen des Baumes gefangen bleiben.
„Ich habe gewartet“, sprach Karls tiefe, samtweiche Stimme zu ihr. „Ich habe auf dich gewartet, Tatjana, all die Jahre, und nun bist du gekommen.“
Sie starrte die Knochen am Boden an.
„Komm zu mir, Tatjana“, schien der Totenschädel zu sagen. „Komm. Ich tue dir nichts. Ich liebe dich, das weißt du doch.“
Mit einem Aufschrei wirbelte Tatjana herum. Mit wild fuchtelnden Armen schaffte sie einen Weg durch die herunterhängenden Äste. Zweige peitschten ihr ins Gesicht. Dann war sie draußen. Warmer Sonnenschein empfing sie.
Schnell entfernte sie sich von der Weide. Das Herz schlug ihr bis zum Hals. Erst allmählich wurde sie ruhiger.
„Mich hat jemand reingelegt“, murmelte sie vor sich hin. „Das war nicht Karl. So ein Quatsch.“ Tatjana beruhigte sich.
Nur ein Scherz. Ein Skelett aus dem Biosaal. Genau. Sonst nichts. Ein makabrer dummer Scherz von Gymnasiasten.
„Wie konnte ich nur so durchdrehen?“ Sie schüttelte den Kopf. Wenn jemand zugesehen hatte, wie sie sich aufgeführt hatte, hatte der bestimmt Grund zum Lachen gehabt.
Tatjana verließ den Park. Hier gab es nichts mehr für sie zu sehen.
Sie beschloss, nach Neuseeland zurück zu kehren, um Karl dort zu suchen. Er musste dort sein. Ob er sie auch suchte? Immer noch?
Tatjana wusste es nicht, aber sie hatte neue Hoffnung geschöpft. Nur nach der alten Weide wagte sie nicht, sich umzublicken. Sie hatte Angst, dass diese tiefe, samtweiche Stimme sie wieder rufen würde, die Stimme, die zu dem Skelett mit den alten, ausgebleichten Knochen gehörte, einem Skelett, das vielleicht doch nicht aus einem Biologiesaal des Gymnasiums stammte.
ENDE

So ungefähr könnte die Geschichte laufen.
Ich habe deine Story ausgedruckt. Sie ist grade mal eine und eine halbe Seite lang. Wenn du sie ausbaust und auf drei bis fünf Seiten bringst, kann sie richtig gut werden.
Ich vergebe mal keine Punkte, denn für die Idee hätte ich zwar vier Points, für die Ausführung aber nur einen einzigen.
Vielleicht veränderst du die Geschichte ja.
Und hoffentlich bist du nicht sauer, weil ich so offen geschrieben habe.
So long an keep on writing! (man muss ja heute alles in Englisch sagen! *zwinker*)  
Stefan Steinmetz  -  24.10.06 12:23

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  Hi Lena,

eine schöne geschichte, genau so, wie ich sie gern lese. Ich find zwar auch, dass du etwas mehr auf Karl hättest eingehen sollen/können, aber das finde ich jetzt nicht so gravierend, die geschichte ist trotzdem noch genauso gut.

lg Holger  
Homo Faber  -  27.08.06 22:18

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  danke für eure Kommentare!
Ja, ich finde auch, es wäre besser, mehr zu beschreiben, was in Karl vorgeht. Ist allerdings schwer, ohne das Ende noch offensichtlicher zu machen. Aber ichwerd's noch probieren.
rosmarin, recht gute Noten habe ich absichtlich geschrieben, die ganzen könnte ich mir sparen, stimmt, die schmeiß ich jetzt gleich raus, glaub ich.
LG Lena  
Lena N.  -  03.08.06 17:50

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  hallo, lena, eine inhaltlich wirklich schöne geschichte über eine, leider einseitige, liebe bis hin in den tod. stilistisch gibt es jedoch so einige unebenheiten. - fünf mal waren kurz hintereinander gleich zu beginn, überflüssige worte, - zu (recht) guten noten ..., die (ganzen) sonnengebräunten...
, und so fort. alles in allem aber gut geschrieben.
lg
rosmarin  
rosmarin  -  03.08.06 17:28

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  Hallo, von mir gibts alle Fünfe, auch wenn es teilweise ein wenig schnell vorran ging und man nicht mehr mitbekommt, was z.B. in Karl vorgeht - obwohl - wir wissen es ja eigentlich... Manchmal muss man ja nichts dazu sagen. Traurig-schaurig-schöne Geschichte. Lg Sabine  
Sabine Müller  -  03.08.06 08:26

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  Ah, verstehe, wieder eine Jugend-Bildungslücke.. Ich hatte nur Mickymaushefte. Da stand Ente gut, alles gut. oje, da könnte ich mir glatt die nächste Geschichte dazu einfallen lassen.
Das mit dem überfliegen stimmt natürlich, find's trotzdem immer wieder faszinierend. Im Übrigen war ich höchstpersönlich bei PISA dabei und habe den ganzen Text, den man überfliegen sollte, vor Ablauf der Zeit fertig gehabt. :-)  
Lena N.  -  03.08.06 00:10

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  Weil man den Text schon kennt. Dann liest man anders. Überfliegt mehr. Das was die Kiddies heute nicht mehr können (siehe Pisa).

Also die Story hat mich an meine alten Gruselhefte erinnert "Gespenster-Geschichten" oder so. Da stand immer am Ende "... seltsam aber so steht es geschrieben"  
Middel  -  03.08.06 00:01

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  Und ist seltsam jetzt gut oder schlecht?!?
Danke für den schnellen Kommentar, das "irgendw" ist schon ausgebügelt. Seltsam, wie einem Tippfehler selbst nie auffallen und bei anderen sofort!
LG Lena  
Lena N.  -  02.08.06 23:58

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  ... seltsam aber so steht es geschrieben.

Ein kleiner Ausbügler ist noch fällig "Irgendw" steht ziemlich zu Anfang!  
Middel  -  02.08.06 23:42

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