Nachdenkliches · Kurzgeschichten

Von:    Josephine      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 22. November 2002
Bei Webstories eingestellt: 22. November 2002
Anzahl gesehen: 1248
Seiten: < 1

Bist du schon einmal alleine durch eine dunkle Winternacht spaziert? Es ist herrlich. Der Schnee, der im Laternenlicht glitzert und strahlt, die eisige Kälte, die Schneeflocken, die sich selig auf deiner Nase niederlassen, die Sterne, die in der glasklaren Nacht um die Wette funkeln, und mitten in diesem Wunderland stehst du und darfst das alles genießen. Es ist so wunderschön, so ergreifend. Plötzlich ist man von einer Ausgeglichenheit erfüllt, einer unglaublichen Erleichterung, die durch einen strömt und einen völlig erfüllt.

Wie oft findet man doch in den kleinen Dingen die wahre Erfüllung. Manchmal wird man vom Glück völlig erfasst wegen einer Kleinigkeit, ein Sonnenaufgang, ein Kind auf einer Schaukel, eine lachende Oma, der Anblick des unendlich weiten Meeres, das in der Sonne glitzert, das Gefühl von Sand unter den Füßen, der sich zwischen die Zehen drängt, ein Regentropfen, der sich provozierend mitten auf meiner Nase niederlässt, ein leuchtend bunter Schmetterling, ein wunderschönes Lied, das einem die Tränen in die Augen treibt, die Berührung eines Menschen, den man liebt, das beruhigende Geräusch der Wellen, der unverkennbare Geschmack von Joghurt-Eis, das gerade auf der Zunge zergeht, das Gefühl der Schwerelosigkeit, wenn ein Karussell gerade abhebt, ein Sonnenstrahl, der sich schüchtern den Weg durch das Fenster bahnt, ein roter, saftiger Apfel, das zufriedene Schnurren einer Katze, die sich gerade ins Bett kuschelt, tausende von kleinen Dingen existieren, die einen das Glück für einen Moment schenken. All diese Kleinigkeiten registriert man meistens leider nicht, wir suchen immer nur das große Glück und verpassen dabei jene kleinen Glücksmomente, die uns immer wieder überraschen.
Punktestand der Geschichte:   36
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Kommentare zur Story:

  Kleine Geschichte über das Glück von jemand, der weiß, was das Wort bedeutet.
Ja, heute wird uns oft von anderen erzählt, was wir angeblich alles brauchen (müssen), um uns als glücklich bezeichnen zu dürfen. Das fängt schon damit an, dass wir, wenn uns jemand nach unserem Wochenende fragt und wir sagen, dass wir uns ein wenig Auszeit genommen und uns mit einem guten Buch auf die Couch gekuschelt haben, mitleidig belächelt werden: So wenig spektakulär? So gar keine Action? Wie langweilig...
Dabei kommt das wahre Glück aus dem Inneren und ist völlig unanbhängig von äußeren Umständen oder anderen Menschen. Weshalb auch viele enttäuscht werden, die ihr Glück von der An- oder Abwesenheit oder den Launen anderer abhängig machen, anstatt an ihrem eigenen Empfinden zu arbeiten.
Hast du schön, ja bravourös 'rübergebracht. Volle Fünfe für dich.  
Gwenhwyfar  -  27.11.02 09:50

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  ...lebe für den augenblick...
...es sind die kurzen momente des glücks, die das leben lebenswert machen...  
*Becci*  -  22.11.02 22:28

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Interessante Kommentare

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