Kurzgeschichten · Nachdenkliches

Von:    Siebensteins Traum      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 28. Juni 2026
Bei Webstories eingestellt: 28. Juni 2026
Anzahl gesehen: 399
Seiten: < 1

Das Leben ist begrenzt. Wir haben nur eine begrenzte Zeit, Erfahrungen zu sammeln. Wir haben nur eine begrenzte Zeit, Erkenntnisse zu gewinnen. Doch woher kommt der Wunsch danach? Woher kommt dieses unbändige Verlangen, sich einer derart aufwendigen und kostspieligen Sache hinzugeben? Woher kommt die Energie, sich mit Dingen zu beschäftigen, die im Grunde nichts mit dem Erhalt des eigenen Daseins zu tun zu haben scheinen? Woher kommt diese tiefe Sehnsucht nach einer Erklärung?



Es scheint verborgen zu sein

Es scheint sich vor uns zu verstecken und irgendwie auch scheu zu sein, aber gleichzeitig selbst auch neugierig. Denn manches Mal, in den ganz stillen Momenten, und zwar immer dann, wenn es sich unbeobachtet wähnt; wenn es denkt, dass es dabei unbemerkt bleiben kann, scheint es vorsichtig, ganz vorsichtig, hinter einem Baum hervor zu lugen. In diesen ganz seltenen Momenten kann es sogar vorkommen, dass sich die Blicke kurz, ganz kurz nur, treffen. Dies sind kurze Augenblicke, die sich tief in uns festsetzen; die in Erinnerung bleiben, weil für den Bruchteil einer Sekunde, ganz ähnlich einem Blitz, wahre Erkenntnis aufgeleuchtet ist. Und genauso schnell auch wieder verschwunden ist.



Doch wo kommt diese Sehnsucht danach her? Wer hat sie uns eingepflanzt, und noch viel wichtiger: weshalb? Und wo treibt sie uns hin? Lediglich auf eine schier endlose Suche?



Oh ja, auf eine Suche, von Anbeginn bis hin zu ihrem natürlichen Ende. Und die Begrenzung scheint dabei durchaus ein wesentlicher Bestandteil zu sein, gar ein bedeutender Aspekt. Denn es macht die Suche an sich wertvoll für uns, wohlgemerkt die Suche, nicht die Zeit. Zwar lässt uns der Umstand ganz genau überlegen, was wir mit unserer Zeit anfangen; wie wir sie investieren. Doch Zeit, als Konzept, bleibt dabei irrelevant. Denn Zeit, als Begriff betrachtet, versucht etwas zu fassen zu bekommen, das sich uns seinem Wesen nach stets entzieht. Deshalb macht es wenig Sinn, ihr in irgendeiner Weise hinterherzulaufen. Sie wird schneller sein. Immer.



Lasst dieses künstliche Konzept doch einfach fallen und mit der Suche nach Erkenntnis ersetzen. Das wirkt befreiend. So unendlich befreiend. Und die Begrenzung kommt dabei von ganz alleine. Auch ohne unser Zutun.
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Kommentar von "Sebastian Krebs" zu "Ein Wort zum Valentinstag"

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