Alltag bei der Erdraumflotte - Sebastian Neuhof (02)   0

Fan-Fiction/Rollenspiele · Experimentelles · Fantastisches · Romane/Serien

Von:    Andreas Kretschmann      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 20. März 2016
Bei Webstories eingestellt: 20. März 2016
Anzahl gesehen: 795
Kapitel: 0, Seiten: 0

Diese Story ist die Beschreibung und Inhaltsverzeichnis einer Reihe.

Verfügbarkeit:    Die Einzelteile der Reihe werden nach und nach bei Webstories veröffentlicht.

Maschinenraumdienst / Offenbarung

3. September 2013



Wieder einmal wurde Sebastian durch das Licht mit hohem Blauanteil und die warme künstliche Stimme von Alice der künstlichen Intelligenz geweckt. >>Sebastian, Du wolltest zwei Stunden vor Deinem Dienstbeginn geweckt werden.<<, sagte sie. Sebastian streckte sich, blinzelte in das bläuliche Licht und sagte: >>Danke Alice!<< - >>Nichts zu danken, ich erfülle nur meine Funktion.<<, antwortete Alice. Sebastian schaute zu Ruby hinüber und sagte: >>Alice ist einfach unbeschreiblich.<< - >>Ja sie ist schon was ganz besonderes.<<, antwortete Ruby. Müde wälzte sich Sebastian aus dem Bett, daraufhin wechselte die Farbe der Beleuchtung ins normale Spektrum. Langsam tapste Sebastian in den Waschraum und Ruby folgte ihm.



Nach der morgendlichen Dusche mit der obligatorischen Aufwachhilfe durch die kurzzeitige Reduktion der Wassertemperatur um zwanzig Grad Celsius waren sie hellwach und bereit für den Tag. Als sie wieder in den Schlafbereich zurückkehrten und ihre Uniformen anlegten fragte Sebastian: >>Weist Du etwas über die heutige Mission der Far Horizon?<< - >>Wir fliegen nach Gliese 667Cc um Material zur dortigen Kolonie zu befördern und den Bau weiterer Kolonien zu planen.<<, antwortete Ruby. Sebastian fragte: >>Gliese 667Cc?<< - >>Ein Planet eines Dreifach-Sternensystems im Sternbild Skorpion, etwa 22,1 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt.<<, erklärte Ruby. Sebastian unterbrach erstaunt das Anziehen seiner Uniform und erwiderte: >>Drei Sonnen, und trotzdem ist seine Umlaufbahn stabil genug um Leben zu beherbergen?<< - >>Ja, die Positionen der Planeten und Sterne sind günstig verteilt.<<, antwortete Ruby. Nachdem Sebastian in seine Uniform geschlüpft war gingen sie in den Wohnbereich. Dort angekommen fragte Sebastian: >>Alice, gibt es irgendwelche Nachrichten für mich im Flottennetzwerk?<< - >>Nein Sebastian, es liegen keine Nachrichten für Dich vor.<<, antwortete Alice. Ruby fragte: >>Wollen wir in der Mannschaftsmesse frühstücken oder hier?<< - >>Lass uns in die Mannschaftsmesse gehen! Vielleicht ist Miriam auch schon da.<<, antwortete Sebastian. Ruby nickte und ließ sie beide in die Mannschaftsmesse teleportieren.
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Als sie die Mannschaftsmesse gegen 6:43 erreichten herrschte dort der morgendliche Betrieb, die Mannschaftsmitglieder der Tagesschicht stärkten sich für den Arbeitstag. Auch Miriam saß an einem Tisch, Sebastian und Ruby setzten sich zu ihr und grüßten. Miriam erwiderte den Gruß und fragte: >>Na Sebastian, gut geschlafen oder einfach nur aufgehört?<< - >>Ja ich habe gut geschlafen, danke der Nachfrage!<<, antwortete Sebastian. Miriam erwiderte: >>Heute sollte es keine Komplikationen geben, wir transportieren nur Personal und Materialien nach Gliese 667Cc.<< - >>Ja Ruby hat mir erzählt was die heutige Mission des Schiffes ist. Ich kann es noch immer nicht glauben dass menschliches Leben auf einem Planeten in einem Dreifach- Sternensystem möglich ist.<<, sagte Sebastian. Nachdem sie sich ihr Frühstück bestellt hatten stärkten sie sich erst einmal für den Tag. Sebastian hatte sich diesmal für eine gesüßte Mehlcremesuppe und einen Neurobooster mit Erdbeeraroma entschieden. Ruby hatte einen großen Obstsalat und einen Feuertee bestellt.



Nach dem Frühstück fragte Sebastian: >>Gibt es etwas bestimmtes das man während einer Transportmission im Maschinenraum zu tun hat?<< - >>Eigentlich gibt es bei Transportmissionen nur Routineaufgaben im Maschinenraum, manchmal wenn größere Mengen an Fracht teleportiert werden müssen wird der Vorgang direkt vom Maschinenraum aus durchgeführt.<<, erklärte Miriam. Sebastian fragte erstaunt: >>Nicht im Teleporterraum?<< - >>Nein, bei der Teleportation von großen Frachtmengen wird der Frachtteleporter eingesetzt, der verfügt über einen größeren Materieabbildspeicher und kann größere Mengen an Materie teleportieren.<<, antwortete Miriam. Sebastian strich sich unentschlossen mit dem Zeigefinger über das Kinn. Als sie es bemerkte sagte Miriam: >>Lass mich raten! Du willst den Teleportationsvorgang selbst durchführen.<< - >>Es würde mich schon reizen, ich habe es erst einmal gemacht als ich Miranda Raven an Bord teleportiert habe.<<, antwortete Sebastian. Miriam lächelte und sagte: >>Ich erinnere mich daran, Ruby hat mir erzählt dass Du damals Angst hattest Miranda Raven versehentlich in eine Pfütze aus organischem Material zu verwandeln.
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Letztendlich hast Du das Team vom Flottennachrichtenkanal aber unversehrt an Bord teleportiert.<< - >>Ja obwohl er am Morgen mit einer entzündeten Zahnwurzel aufgewacht ist.<<, ergänzte Ruby. Sebastian kniff die Augen zu und sagte: >>Das war das schlimmste Erwachen meines Lebens.<< - >>Und trotz des miesen Starts ist der Tag doch noch ganz erfolgreich geworden.<<, erwiderte Ruby.



Auf dem Bildschirm an der Wand der Mannschaftsmesse liefen gerade die neuesten Meldungen über das Geschehen im Territorium der Erdraumflotte, auch ein Bericht über die E.S.F.S. Unity. Sebastian sagte: >>Schau mal Ruby!<< und ließ den Ton der Nachrichten über sein Kommunikationsarmband ausgeben. In dem Bericht ging es um das neurale Kommunikationsnetzwerk welches die Mannschaft der Unity verwendete um eine höhere Effizienz zu erzielen. Miranda Raven berichtete dass dieses Netzwerk nach ausgiebigen Tests auf der Unity nun bereit war für den Einsatz auf anderen Schiffen der Erdraumflotte. Ruby und Miriam verfolgten interessiert den Beitrag. Als der Beitrag zu ende war beendete Sebastian die Tonwiedergabe des Nachrichtenkanals auf seinem Kommunikationsarmband. Miriam sagte: >>Na toll, das hat uns gerade noch gefehlt!<< - >>Was meinst Du, ist neurale Interaktion nicht Dein Ding?<<, fragte Sebastian erstaunt. Miriam erwiderte: >>Doch eigentlich schon, aber der Zeitpunkt ist blöd gewählt. Wir haben sie gerade im Dock umfassend umgerüstet. Hätte diese Neuerung nicht ein paar Wochen früher kommen können?<< - >>Das wird schon nicht so aufwändig, mein Vater hat mir davon erzählt als das Netzwerk auf der Unity installiert wurde. Es sind nur ein paar Komponenten notwendig und die meisten davon sind die Headsets welche die Mannschaft trägt. Jedes Headset ist über eine Quantenschnittstelle mit dem Hauptcomputer verbunden.<<, erklärte Ruby. Miriam erwiderte: >>Also wenn Du das sagst dann glaube ich Dir, schließlich ist Dein Vater der Kapitän der Unity.<< - >>Das wird dermaßen abgefahren wenn die Far Horizon das neurale Kommunikationsnetzwerk hat, dann agieren wir alle gemeinsam wie ein Bewusstsein, wie auf einem Borgschiff.
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<<, sagte Sebastian leicht euphorisch.



Nachdem Sebastian mit Miriam ausgiebig seine Erfahrungen mit dem neuralen Kommunikationsnetzwerk auf der Unity diskutiert hatte war es 7:52. Ruby fragte: >>Wollen wir langsam zum Maschinenraum aufbrechen?<< - >>Ja es wird Zeit!<<, antwortete Miriam. Daraufhin erhoben sie sich von ihren Sitzplätzen und begaben sich zum Liftzugang. Als Sebastian fragte ob sie mit dem Teleporter nicht schneller im Maschinenraum wären erklärte Miriam ihm dass sie für den Weg zur Arbeit lieber den Lift benutzte. Auf diese Weise würde sie wichtige Eindrücke über die Stimmung in der Mannschaft gewinnen welche für sie als Chefingenieurin äußerst nützlich für die Führung ihres Ingenieurstabes wären. Kurz nachdem sie das Fahrziel für den Lift eingegeben hatten öffneten sich die Türen des Lifts. Christina stand bereits im Lift, sie grüßte als die Türen sich öffneten und sagte dann: >>Wie ich hörte arbeiten Du und Ruby heute bei uns im Maschinenraum Sebastian.<< - >>Ja unser Dienstplan sieht es so vor.<<, antwortete Sebastian.



Die Lifttüren schlossen sich wieder und Miriam fragte: >>Haben Sie sich mit den Missionsparametern vertraut gemacht Fähnrich Sommer?<< - >>Ja Leutnant Sukow, wir transportieren ein Team von Ingenieuren und Geologen sowie Material für den Ausbau der Kolonie auf Gliese 667Cc von der Marskolonie dort hin.<<, antwortete Christina. Miriam fragte: >>Haben Sie Fragen zu dieser Mission?<< - >>Ja Leutnant Sukow, ich frage mich ob wir für diesen Transport gewisse Lagerbedingungen im Frachtlager bereitstellen müssen. Ich meine wenn wir Pflanzen transportieren dann reichen die normalen Sicherheits- und Umweltbedingungen, wenn wir aber spezielle Materialien wie zum Beispiel Gefahrgut transportieren sollen dann müssen wir spezielle Sicherheitsmaßnahmen gewährleisten.<<, antwortete Christina. Miriam sagte: >>Nein, weder Kapitän Tönnigs noch Commander Junkers hat mich über den Transport von Gefahrgut informiert. Meines Wissens nach handelt es sich um Maschinen und Rohstoffe für den Aufbau einer zweiten Kolonie auf Gliese 667Cc.<< - >>Haben Sie schon über die Verteilung der Aufgaben während der Mission entschieden?<<, fragte Christina.
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Miriam antwortete: >>Ich habe vor Leutnant Neuhof die Ausführung des Frachttransfers von der Marskolonie zur Far Horizon und zur Kolonie auf Gliese 667Cc zu übertragen. Er soll so viele praktische Erfahrungen wie möglich in den verschiedenen Abteilungen des Schiffes sammeln. << - >>Hey, danke!<<, sagte Sebastian überrascht. Miriam erwiderte: >>Bedanke Dich nicht zu früh! Der Frachttransfer kann manchmal ganz schön anspruchsvoll sein, besonders wenn das Platzangebot im Frachtlager nur geringfügig größer ist als der Platz den das Frachtgut einnimmt.<< - >>Ich nehme an das heißt dass ich die Lagerplatzkalkulation ebenfalls durchführen soll.<<, sagte Sebastian. Diese Antwort von Sebastian rief bei Ruby ein breites Grinsen hervor. Miriam sagte daraufhin: >>Offensichtlich hat Ruby Dich sehr gründlich ausgebildet, die Lagerplatzkalkulation ist normalerweise nur eine Randnotiz in der Ingenieursausbildung. Ich bin neugierig was Du drauf hast.<<, kurz darauf öffneten sich die Türen des Lifts.



Der Eingang des Maschinenraums lag nur wenige Meter vom Liftzugang entfernt. Als sie den Maschinenraum betraten war es 7:55 und die Mannschaftsmitglieder der ersten Schicht waren bereit für die Ablösung. Kurz nach Miriam, Christina, Ruby und Sebastian erreichte auch der Rest des Ingenieurstabes der zweiten Schicht den Maschinenraum. Die Ingenieure wechselten sich an den Stationen ab ohne großen Aufwand, der eine Ingenieur trat von der Station weg und der andere heran. Als letztes besprach Miriam mit dem leitenden Ingenieur der ersten Schicht ob es besondere Vorkommnisse gegeben hatte. Nachdem die Ablösung im Maschinenraum vollzogen war führte Miriam Sebastian an eine Konsole und sagte: >>Du rufst das Frachtverzeichnis für die aktuelle Mission auf und bringst das Frachtgut erst einmal virtuell im Hauptfrachtlager unter. Wenn Du Fragen hast dann melde Dich einfach!<< - >>Wieviel Zeit habe ich dafür?<<, fragte Sebastian. Miriam antwortete: >>Die Lagerplatzkalkulation sollte rechtzeitig vor Beginn des Frachttransfers vorliegen, sagen wir mal um 8:10 damit ich sie prüfen kann.<< - >>Alles klar, ich kümmere mich darum!<<, erwiderte Sebastian, Dann öffnete er das Frachtverzeichnis der aktuellen Mission und den Grundriss des Hauptfrachtlagers, die Frachtmenge nahm einen beachtlichen Platz ein.
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Ruby fragte leise: >>Kommst Du klar?<< - >>Ich denke schon, alles was ich für diese Aufgabe brauche müsste in meinem Kopf sein.<<, antwortete Sebastian. Ruby klopfte ihm daraufhin auf die Schulter und begab sich zu Miriam.



Sebastian überprüfte zuerst das Volumen der Fracht und verglich die Daten mit den Abmessungen des Hauptfrachtlagers. Von der Höhe her passte die Fracht gut in den Lagerbereich jedoch die benötigte Fläche für die Fracht war nur geringfügig kleiner als das Platzangebot auf dem Boden des Lagers. Die Gewichtsangaben der Fracht, ihre Form und ihre Zusammensetzung ließen eine Stapelung nicht zu, also legte Sebastian ein Raster über den virtuellen Lagerraum und versuchte mit dessen Hilfe die Fracht so platzsparend wie möglich zu positionieren. Schließlich hatte Sebastian es geschafft die Fracht so zu verteilen dass die Bodenfläche des Frachtlagers so effizient wie möglich ausgenutzt wurde. Sebastian speicherte die Lagerplatzkalkulation auf einem Pad und brachte es Miriam.



Als Sebastian Miriam das Pad reichte fragte sie erstaunt: >>Was denn, schon fertig?<<, dann studierte sie aufmerksam Sebastians Lagerplatzkalkulation. Als sie damit fertig war sagte sie: >>Ich bin beeindruckt, Deine Lagerplatzkalkulation ist sehr effizient und Du hast dafür weniger Zeit benötigt als ich erwartet habe. Wir können sie ohne Änderungen übernehmen. Begibt Dich an die Station für den Frachtteleporter und programmiere die Zielkoordinaten für die verschiedenen Frachtgüter gemäß Deiner Kalkulation!<< - >>Ja Ma‘am!<<, antwortete Sebastian und wollte sich gerade zur Konsole für den Frachtteleporter begeben. Miriam legte ihm die Hand auf die Schulter und sagte: >>Hey, das Ma‘am oder den Dienstrang brauchst Du nur zu verwenden wenn hohe Tiere anwesend sind! Während einer Kriese im Maschinenraum lasse ich es auch noch gelten aber im Normalfall reicht der Vorname. Alles klar?<< - >>Alles klar Miriam!<<, antwortete Sebastian. Miriam lächelte und Sebastian begab sich an die Station für den Frachtteleporter.



Nachdem Sebastian die Informationen seiner Lagerplatzkalkulation in das System des Frachtteleporters eingegeben hatte setzte er sich auf den Sitzplatz vor der Konsole und wartete auf weitere Aufgaben.
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Christina kam zu ihm und fragte: >>Alles okay oder brauchst Du Hilfe?<< - >>Nein alles okay, ich warte nur auf weitere Aufgaben.<<, antwortete Sebastian. Christina lehnte sich gegen die Wand und sagte: >>Das ist der Nachteil beim Dienst im Maschinenraum, bei Routinemissionen hat man so gut wie nichts zu tun.<< - >>Wenn Du glaubst dass es beim Kampfgeschwader anders ist dann hättest Du mal vor sechs Tagen mit Ruby und mir Patrouillendienst machen sollen. Stundenlang haben wir im peripheren Umfeld des Schiffes patrouilliert und es gab keine besonderen Vorkommnisse.<<, antwortete Sebastian. Christina fragte ungläubig: >>Absolut keine Vorkommnisse?<< - >>Nicht einmal ein Verdacht auf ein Vorkommnis! Wir haben uns von Alice Fachfragen stellen lassen nur damit unsere Aufmerksamkeit nicht durch die Routine leidet.<<, antwortete Sebastian. Christina sagte: >>Yvette hat mir nichts darüber erzählt dass Patrouillen so ereignislos sein können. Ich habe mir den Patrouillendienst immer ereignisreicher vorgestellt.<< - >>Was sollte Yvette Dir auch darüber erzählen, es gibt ja nichts worüber man berichten kann.<<, erwiderte Sebastian.



Schließlich ging ein Ruf von der Brücke ein: >>Tönnigs an Maschinenraum, wir haben jetzt den Orbit des Mars erreicht. Sind Sie bereit für den Frachttransfer?<<, hörte man Kapitän Tönnigs sagen. Sebastian scannte die Marskolonie nach der zu transferierenden Fracht, als er sie geortet hatte zeigte er Miriam den nach oben gestreckten Daumen. Miriam sagte daraufhin: >>Wir sind bereit Kapitän.<< - >>In Ordnung, beginnen Sie mit dem Transfer der Fracht nach eigenem Ermessen und informieren Sie mich wenn Sie fertig sind! Tönnigs Ende!<<, antwortete Kapitän Tönnigs und trennte die Verbindung. Miriam wandte sich Sebastian zu und sagte: >>Okay Sebastian, Du hast den Kapitän gehört, nach eigenem Ermessen beginnen!<< - >>Aye!<<, antwortete Sebastian und begann die Fracht Stück für Stück an Bord des Schiffes und in das Hauptfrachtlager zu teleportieren. Es war eine große Menge Fracht und es dauerte eine Weile bis alle Frachtgüter ihren Platz im Hauptfrachtlager erreicht hatten.
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Schließlich war es soweit, das letzte Stück Frachtgut hatte seinen Platz erreicht. Sebastian schaute zu Miriam hinüber und sagte: >>Der Frachttransfer ist komplett.<< - >>Alles klar, danke!<<, antwortete Miriam. Dann öffnete sie eine Sprechverbindung zur Brücke und als Kapitän Tönnigs sich meldete sagte sie: >>Kapitän, die für den Transport nach Gliese 667Cc deklarierte Fracht ist an Bord.<< - >>Verstanden Leutnant Sukow! Sobald wir die Mitglieder des Expertenteams an Bord haben brechen wir auf. Tönnigs Ende!<<, hörte man Kapitän Tönnigs sagen. Als die Sprechverbindung zur Brücke getrennt war ging Sebastian zu Miriam hinüber und fragte: >>Und was tun wir jetzt?<< - >>Wir warten bis sich uns eine Aufgabe stellt, das heißt bis entweder eine Störung auftritt oder eine Anforderung für spezielle Modifikationen der Schiffssysteme von der Brücke kommt.<<, antwortete Miriam. Sebastian erwiderte: >>Also das gleiche wie vor fünf Tagen?<< - >>Genau, wie vor fünf Tagen.<<, antwortete Miriam lächelnd.



Sebastian setzte sich an die große Anzeigetafel auf der die gesamten Statusmeldungen des Schiffes angezeigt wurden und starrte auf die Informationen über die verschiedenen Systeme. Die Informationen der Fluglagekontrolle zeigten dass das Schiff manövrierte, kurz darauf wurde angezeigt dass die Far Horizon beschleunigte und schließlich wurde der Sprungantrieb aktiviert. Sebastian schaute auf die Statusanzeigen des Sprungantriebs aber alle Parameter sahen gut aus, es gab definitiv nichts zu tun. Ruby und Miriam kamen zu Sebastian hinüber und Miriam sagte: >>Wenn Dir langweilig ist dann kannst Du mir helfen, in der Mannschaftsmesse ist auf einem der Tische die Teleporterstation ausgefallen.<< - >>Ich helfe Dir gerne, hier kann ich ja eh nur löcher in die Displays gucken.<<, antwortete Sebastian. Miriam erwiderte: >>In Ordnung, dann hole Dir ein Diagnoseokular und komm mit!<< - >>Ich bin schon unterwegs.<<, sagte Sebastian während er zum Ausrüstungsschrank lief.



Nachdem Sebastian das Diagnoseokular angelegt und sich von der Funktionsfähigkeit überzeugt hatte ging er zu Miriam die sich gerade einen Ingenieurkoffer geschnappt hatte.
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Kurz bevor sie den Maschinenraum verließen drehte sich Miriam um und sagte: >>Ruby, Du übernimmst für mich!<< - >>Alles klar!<<, antwortete Ruby. Kurz darauf hatten Sebastian und Miriam den Maschinenraum in Richtung des nächsten Liftzugangs verlassen. Nachdem Miriam das Fahrziel für den Lift eingegeben hatte sagte sie zu Sebastian: >>Ich weiß Du arbeitest sonst immer mit Ruby zusammen aber Du musst auch ohne Rückendeckung klar kommen wenn sie nicht an Deiner Seite ist.<< - >>Das ist kein Problem für mich, schließlich hat sie mir alles nötige beigebracht. Ich hätte nur ein Problem wenn ich mit Yvette allein arbeiten müsste.<<, antwortete Sebastian. Miriam lachte und sagte: >>Das kann ich verstehen.<<, kurz darauf öffneten sich die Türen des Lifts und sie stiegen ein.



Die Mannschaftsmesse war nur spärlich besucht als Sebastian und Miriam eintrafen. Sebastian aktivierte das Diagnoseokular und scannte alle Tische, schließlich erkannte er den Tisch mit der defekten Teleporterstation. Er sagte zu Miriam: >>Der freie Tisch neben dem Nachrichtenbildschirm ist es.<< - >>Na dann wollen wir mal. Hast Du schon eine detaillierte Diagnose?<<, erwiderte Miriam. Sebastian scannte den betroffenen Tisch, dabei wurde ihm ein Schema angezeigt in dem das Eingabefeld rot hervorgehoben war, daneben stand ein Fehlercode. Sebastian sagte zu Miriam: >>Es ist das Eingabefeld, Fehlercode 4FG22A.<< - >>So was habe ich vermutet, die Eingabefelder sind sehr anfällig.<<, antwortete Miriam. Als sie vor dem Tisch standen fragte Sebastian: >>Soll ich es versuchen?<< - >>Okay, dann zeig mal was in Dir steckt!<<, antwortete Miriam und reichte Sebastian den Ingenieurkoffer.



Sebastian öffnete den Koffer, nahm ein Pad heraus und gab darauf den Fehlercode ein welchen ihm das Diagnoseokular anzeigte. Darauf zeigte ihm das Pad dass es sich bei der Störung um einen Ausfall des Sensors handelte welcher für die Erkennung von Berührungen zuständig war. Sebastian durchsuchte den Ingenieurkoffer nach einem passenden Ersatzteil, als er keines fand ging er kurzer Hand an den benachbarten Tisch und forderte dort das entsprechende Ersatzteil an.
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Dann nahm er das Ersatzteil und tauschte es gegen das defekte Teil an der ausgefallenen Teleporterstation aus. Als Sebastian die Reparatur beendet hatte sagte Miriam: >>Nicht schlecht! Du hast die Möglichkeiten genutzt welche Dir zur Verfügung standen. Ich hatte erwartet dass Du ein Ersatzteil aus dem Maschinenraum holst.<< - >>Im gewissen Sinne sind doch die Teleporterstationen auf den Tischen mit denen in unseren Quartieren vergleichbar.<<, antwortete Sebastian. Nachdem Sebastian das defekte Bauteil, das Werkzeug und das Pad wieder in den Ingenieurkoffer gepackt hatte gingen er und Miriam wieder zum Liftzugang. Miriam wählte den Maschinenraum als Fahrziel und sie warteten auf den Lift.



Als Sebastian und Miriam wieder den Maschinenraum erreichten fragte Miriam: >>Gab es irgendwelche Vorkommnisse während meiner Abwesenheit?<< - >>Nein, keine besonderen Vorkommnisse, alle Systeme arbeiten innerhalb normaler Parameter.<<, antwortete Ruby. Miriam klopfte Ruby auf die Schulter und sagte: >>Gute Arbeit, man merkt wer Sebastians Ausbilderin war!<< - >>Hat Sebastian Dich beeindrucken können?<<, fragte Ruby. Miriam lachte und antwortete: >>Aber hallo, das war ganz großes Kino! Er kam in die Mannschaftsmesse und hat sofort nach der defekten Teleporterstation gescannt, dann hat er - als hätte er nie was anderes gemacht den Fehlercode in die Reparaturdatenbank eingegeben und sich an die Arbeit gemacht. Aber anstatt nach dem Ausbau des defekten Bauteils ein Ersatzteil aus dem Lager zu besorgen hat er sich einfach eines auf der Teleporterstation des Nachbartisches angefordert.<< - >>Was denn, auf eine Teleporterstation in der Mannschaftsmesse? Ich dachte da kann man nur Lebensmittel, Geschirr und Besteck bekommen.<<, erwiderte Christina. die das Gespräch zufällig mit angehört hatte. Ruby antwortete: >>Normalerweise ist das auch so..., es sei denn man kennt die genaue Materialnummer. Wenn man dann in das Hauptmaterialverzeichnis geht kann man rein theoretisch auch Ersatzteile dort anfordern.<< - >>Ich ging davon aus dass dies die beste Lösung wäre um die Reparatur so schnell wie möglich durchzuführen. War das ein Fehler?<<, erwiderte Sebastian der gerade das Diagnoseokular wieder im Ausrüstungsschrank verstaut hatte.
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Miriam antwortete: >>Nein, es ist nur so dass diese Vorgehensweise nicht sehr bekannt ist.<< - >>Mach Dir keine Gedanken Basti, Du hast nichts falsch gemacht.<<, sagte Ruby.



Sebastian holte das defekte Bauteil aus dem Ingenieurkoffer und verstaute diesen anschließend an dem dafür vorgesehenen Platz. Er zeigte Miriam das Bauteil und fragte: >>Was machen wir jetzt damit?<< - >>Das kannst Du in die Recyclingabteilung schicken, zur Rückgewinnung von Materialien.<<, antwortete Miriam. Sebastian legte das ausgebaute Bauteil auf die Teleporterstation des Maschinenraums und ließ es zur Recyclingabteilung teleportieren. Anschließend fragte er: >>Alice, wann werden wir Gliese 667Cc erreichen?<< - >>Wir werden in einer Stunde und zwei Minuten den Planeten Gliese 667Cc erreichen.<<, antwortete Alice. Sebastian setzte sich auf den Sitzplatz vor der Konsole des Frachtteleporters und stöhnte: >>Noch zweiundsechzig Minuten!<< - >>Du musst nicht die ganze Zeit auf eine Aufgabe warten, beschäftige Dich einfach mit irgendwas!<<, sagte Miriam. Sebastian ging an die Konsole des Archivs und studierte noch einmal die technischen Informationen über die Lorenz-Schildtechnologie. Miriam schaute ihm über die Schulter und sagte: >>Das sieht aus wie die wildesten Träume eines Sciencefiction-Autors, nicht wahr?<< - >>Ja es hat vieles gemeinsam mit den Schutzschilden aus Startrek.<<, antwortete Sebastian. Ruby gesellte sich zu ihnen und sagte: >>Aber dennoch ist es eine real existierende Technologie.<< - >>Ja und trotzdem ist es nur schwer fassbar dass es so was wirklich gibt.<<, antwortete Sebastian.



Nachdem Sebastian einige Seiten des technischen Archivs durchsucht hatte fiel sein Blick auf einen Artikel über den ersten Einsatz des Sprungantriebs. Er drehte sich zu Ruby um und sagte: >>Das war damals sicher ein Quantensprung in der Raumfahrt als der Sprungantrieb das erste Mal erfolgreich eingesetzt wurde.<< - >>Das war nicht nur der Beginn eines neuen Zeitalters der Raumfahrt sondern auch die Geburtsstunde der Erdraumflotte.<<, antwortete Ruby. Sebastian erwiderte: >>Das leuchtet mir ein. Aber wie hat man es geschafft die Existenz der Erdraumflotte vor dem Rest der Menschheit zu verbergen? Ich meine wenn da nur einer ausgepackt hätte dann wäre alles herausgekommen.
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<< - >>Die Menschheit war 1958 noch nicht im gleichen Maße vernetzt wie heute, dies wirkte der Verbreitung von Informationen über die Erdraumflotte entgegen. Eine weitere Möglichkeit der Geheimhaltung war dass wir einige Informationen über unsere Technologie verschiedenen Autoren des Sciencefiction-Genres zukommen ließen. Wenn jemand damals von unserer Technologie erzählte dann gingen die Menschen davon aus dass er es aus einer Sciencefiction-Geschichte hatte.<<, erklärte Ruby.



Sebastian sagte: >>Aber dennoch hat man dem Rest der Menschheit, wenn auch primitive, verschiedene nationale und internationale Raumfahrtprogramme zugestanden.<< - >>Natürlich, wir hätten ja wohl schlecht verhindern können dass die einzelnen Nationen eigene Programme entwickeln. Auch ohne die verdeckte Existenz der Erdraumflotte wäre die Menschheit irgendwann in den Weltraum geflogen.<<, erklärte Ruby. Miriam fügte hinzu: >>Die Erdraumflotte hat die offiziellen Raumfahrtprogramme aber dennoch aufmerksam beobachtet um im Notfall eingreifen zu können. Einige UFO-Sichtungen gehen wohl auch auf das Konto der Erdraumflotte.<< - >>Man hat sich praktisch genau so verhalten wie es die Wächter tun.<<, sagte Sebastian. Ruby antwortete: >>Ja das kann man so sagen.<< - >>Aus großer Macht folgt große Verantwortung.<<, fügte Sebastian hinzu. Ruby nickte zustimmend.



Während Sebastian das Archiv studierte verrann die Zeit angenehm schnell, schließlich meldete sich Kapitän Tönnigs und sagte: >>Tönnigs an Maschinenraum! Wir nähern uns dem Planeten Gliese 667Cc. Die Zielkoordinaten für den Frachttransfer und die Lagerplatzkalkulation der Kolonieverwaltung wurden uns übermittelt. Beginnen Sie mit dem Transfer der Fracht sobald sie bereit sind und melden Sie sich wenn der Transfer komplett ist!<< - >>Verstanden Kapitän, Sukow Ende!<<, antwortete Miriam. Sebastian setzte sich an die Konsole des Frachtteleporters und schaute zu Miriam. Miriam nickte und sagte: >>Wenn Du bereit bist dann kannst Du beginnen. Immer schön nach der Lagerplatzkalkulation der Kolonie!<< - >>Verstanden!<<, antwortete Sebastian.
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Dann öffnete er die Lagerplatzkalkulation der Kolonie und begann mit dem Teleportieren der Fracht auf den Planeten. Als das letzte Stück Frachtgut teleportiert war sagte Sebastian: >>Die Fracht ist gelöscht Miriam.<< - >>In Ordnung!<<, Antwortete Miriam. Dann öffnete sie eine Sprechverbindung zur Brücke, als Kapitän Tönnigs sich meldete sagte sie: >>Kapitän, wir sind mit dem Teleportieren der Fracht nach Gliese 667Cc fertig.<< - >>Verstanden Leutnant Sukow, Tönnigs Ende!<<, antwortete Kapitän Tönnigs und trennte die Sprechverbindung.



Sebastian lehnte sich zurück in die Rückenlehne des Sitzplatzes und fragte: >>Alice, wie spät ist es?<< - >>Es ist neun Uhr siebenundfünfzig.<<, antwortete Alice. Sebastian stand auf und fragte Miriam: >>Was glaubst Du wäre passiert wenn Benjamin Habersaat am 22. September 1958 nicht den ersten Sprung der Menschheit gemacht hätte?<< - >>Das ist schwer zu beantworten, vielleicht gäbe es einige Technologien nicht die es heute bereits auf der Erde gibt. Es gäbe auf jeden Fall weniger Menschen insgesamt, viele der Menschen die sich im Laufe der Zeit für den Dienst bei der Erdraumflotte verpflichtet haben sind in planetaren Kolonien oder auf Stationen beheimatet und haben dort Familien gegründet. Durch die guten Lebensbedingungen bei der Erdraumflotte konnten sich die Kinder dieser Menschen optimal entwickeln. Manche dieser Kinder haben inzwischen selbst Kinder und Enkel, unsere Geschwaderführerin ist zum Beispiel auf Gliese 581g aufgewachsen. Vielleicht gäbe es Yvette ohne die Erdraumflotte gar nicht.<<, antwortete Miriam. Sebastian fragte: >>Wieviele Menschen leben inzwischen dauerhaft außerhalb der Erdatmosphäre, also wieviele sind keine Erdlinge wenn die Bezeichnung erlaubt ist?<< - >>Etwa 0,7 bis 0,8 Milliarden Menschen würde ich schätzen.<<, antwortete Miriam. Sebastian verzog das Gesicht und sagte: >>Das ist schon eine Menge!<< - >>Und viele von ihnen waren noch nie auf der Erde.<<, fügte Miriam hinzu.



Ruby hatte inzwischen eine Dokumentation im Archiv abgerufen und sagte: >>Hey Basti, das solltest Du Dir ansehen! Es geht um Benjamin Habersaat und sein Tunnelschiff mit dem er 1958 den ersten Sprung ausgeführt hat.
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<< - >>Lass mich mal sehen!<<, erwiderte Sebastian und ging zu Ruby an die Archivkonsole. Er betrachtete das Bild und sagte ungläubig: >>Das ist ein Scherz oder? Das Ding sieht aus wie ein U-Boot!<< - >>Ein deutsches U-Boot der Typklasse 2-D um genau zu sein. Man hat damals ein stabiles Fahrzeug gesucht welches den Sprungantrieb, seine Energieversorgung und die Steuerung beherbergen konnte und die alten U-Boote der deutschen Kriegsmarine waren wie geschaffen für diese Aufgabe.<<, antwortete Ruby. Sebastian las die Dokumentation aufmerksam und sagte: >>Das ist ja großartig, man hat aus einem U-Boot ein Raumschiff gemacht, primitiv aber mit allem was nötig war! Hättest Du es mir nicht gezeigt, ich hätte es nicht geglaubt.<< - >>Man mußte damals nehmen was gerade zur Verfügung stand. Und da die Raumfahrt noch nicht erfunden war mußte man ohne Raketen auskommen, also ist man direkt von mitten auf dem Ozean gesprungen. Warte mal! Stammt daher die Legende vom Philadelphia-Experiment?<<, erwiderte Sebastian. Miriam antwortete: >>Schwer zu sagen, es drängt sich aber auf. Das Tunnelschiff von Benjamin Habersaat ist auch an einer anderen Stelle auf die Erde zurückgekehrt als von wo es gesprungen ist. Dies lässt sich mit der Bewegung der Erde und ihrer Rotation erklären. Das Schiff ist von der Erde aus gesprungen und war zehn Sekunden in der Passage, dann ist es im Weltraum heraus gekommen, hat sich um einhundertachtzig Grad gedreht und einen Leistungsstarken Funksender aktiviert der eine Stunde lang gesendet hat. Anschließend ist das Schiff wieder zur Erde zurück gesprungen.<< - >>Moment mal! Ich habe gelernt wenn man aus der Gravitationssenke eines Planeten heraus einen Sprung macht, dann braucht man länger für die selbe Distanz als wenn man vom Orbit aus springt. In den zehn Sekunden in der Passage, wie weit ist das Schiff von der Erde weg gesprungen?<<, erwiderte Sebastian. Ruby antwortete: >>Etwa 16,27 Lichttage, der Effekt der Gravitationssenke tritt nur bei Sprüngen von bis zu mehreren Lichtstunden Distanz auf<< - >>Etwas über Sechzehn Lichttage? Wie hat man das heraus bekommen?<<, fragte Sebastian. Ruby antwortete: >>Man hat zwei der damals präzisesten Uhren genommen, eine hat man an Bord des Tunnelschiffes stationiert und eine auf der Erde.
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Die Uhr an Bord hat den Zeitpunkt und die Betriebsdauer des Senders gemessen und die Uhr auf der Erde den Zeitpunkt und die Dauer wie lange das Signal empfangen wurde. Zusätzlich hat man die Betriebsdauer des Sprungantriebs genau gemessen. Aus dem Zeitunterschied zwischen Sendezeit und Empfangszeit hat man später die Distanz ermittelt die das Schiff in zehn Sekunden zurückgelegt hat.<< - >>Ich nehme an die Betriebsdauer des Sprungantriebs wurde ebenfalls von einer präzisen Uhr gesteuert. Wenn man auf dem Rückweg nur einen Bruchteil einer Sekunde länger oder kürzer in der Passage geblieben wäre dann wäre man zu weit weg von der Erde oder mitten in ihr angekommen.<<, erwiderte Sebastian. Ruby antwortete: >>Ja, so hat man es gemacht. Benjamin Habersaat hat diese Überlegungen ebenfalls angestellt, er wusste zwar nicht wie weit das Schiff in zehn Sekunden wirklich springt aber er wusste dass die Dauer des Hin- und Rücksprungs absolut gleich sein mussten.<< - >>Das ist schon beeindruckend, besonders wenn man bedenkt dass es bereits 1958 passiert ist.<<, sagte Sebastian beeindruckt.



Die Zeit verflog durch die Diskussionen an denen sich ein Großteil des Ingenieurstabes beteiligt hatte angenehm schnell. Als es auf zwölf Uhr zuging sagte Miriam: >>Okay Herrschaften! Kapitän Tönnigs sagt dass wir noch eine Weile im Orbit von Gliese 667Cc bleiben, es gibt für uns also im Moment nichts zu tun.<<, dann teilte sie ihren Ingenieurstab in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe in der auch Ruby und Sebastian waren sollte zuerst Mittagspause machen, nach ihrer Rückkehr um 12:45 sollte dann die zweite Gruppe bis 13:30 ihre Mittagspause haben. Nachdem alles geklärt war begaben sich Ruby und Sebastian mit den anderen Ingenieuren in die Mannschaftsmesse.



Ruby und Sebastian setzten sich an einen freien Tisch und schauten was es zu Essen im Angebot gab. Sebastian entschied sich für einen Kartoffelauflauf und einen Trinkkrug blauen Honigwein, Ruby bestellte sich ebenfalls einen Kartoffelauflauf und dazu einen Neurobooster mit Mangoaroma. Trotz des ziemlich ereignislosen Vormittags im Maschinenraum hatte Sebastian Hunger, nachdem er sein Essen aufgegessen hatte widmete er sich seinem Trinkkrug. Während sie ihre Getränke zu sich nahmen sagte Sebastian zu Ruby: >>Ich kann es noch gar nicht fassen wie alt die Erdraumflotte schon ist.
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Eine Gründung in den 90er Jahren hätte ich vielleicht vermutet, in den 80ern hätte ich unter Umständen noch geglaubt aber in den späten 50ern das hätte ich niemals gedacht.<< - >>Da kannst Du mal sehen was die Menschheit alles bewirken kann.<<, antwortete Ruby.



Als sie nach beendeter Mittagspause wieder in den Maschinenraum kamen war es 12:40. Miriam kam auf sie zu und sagte: >>Ich glaube zwar nicht dass etwas unvorhergesehenes passiert aber ich will dennoch eine kompetente Vertretung hier haben während ich in der Mittagspause bin. Würdest Du für mich übernehmen Ruby?<< - >>Natürlich Miriam, mach ruhig Deine Pause!<<, antwortete Ruby. Nachdem die Ingenieure der ersten Gruppe von ihrer Mittagspause zurückgekehrt waren verließ Miriam mit der zweiten Gruppe den Maschinenraum. Sebastian fragte Ruby: >>Gibt es jetzt etwas zu tun für uns?<< - >>Im Moment nicht, ich fürchte Du wirst Dich selbst beschäftigen müssen bis sich eine Aufgabe findet.<<, antwortete Ruby. Sebastian erwiderte: >>Gibt es etwas das ich hier tun kann ohne dass eine Notwendigkeit besteht? Ich möchte nicht die gesamte Schicht nur herum sitzen und auf eine Aufgabe warten.<< - >>Also gut, lass mich mal überlegen!<<, antwortete Ruby. Sebastian schaute Ruby erwartungsvoll an und wartete. Schließlich sagte Ruby: >>Wir könnten eine Simulation des neuralen Kommunikationsnetzwerks und der dazu gehörigen Quantenschnittstelle durchführen um zu sehen ob sich Probleme im Zusammenhang mit der Installation ergeben. Fähnrich Sommer ist eine Spezialistin auf dem Gebiet der Simulation und Diagnostik von Hardware, sie könnte Dir dabei zur Hand gehen.<< - >>Alles klar, jetzt habe ich endlich was zu tun!<<, antwortete Sebastian. Ruby nickte und sagte: >>Na dann los!<< - >>Okay danke!<<, antwortete Sebastian.



Sebastian ging zu Christina und sagte: >>Ruby sagt dass Du eine Spezialistin in der Simulation und Diagnostik von Hardware bist. Wir könnten prophylaktisch mal ein neurales Kommunikationsnetzwerk simulieren wie es auf der Unity verwendet wird, in den Nachrichten habe ich gehört dass diese Technologie demnächst vielleicht auf anderen Schiffen der Erdraumflotte installiert wird.
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<< - >>Das könnte interessant werden, im Moment habe ich sowieso nichts zu tun also packen wir‘s an.<<, antwortete Christina. Sie setzten sich an die Konsole des Hauptcomputers und Christina begann das Programm für die virtuelle Hardware zu schreiben. Sebastian nannte ihr die Systemparameter welche er aus den Dokumentationen im Archiv über die Unity entnahm. Nach etwa zehn Minuten hatte Christina das Programm fertig geschrieben und startete es. Sebastian betrachtete die simulierte Interaktion der Mannschaft mit den Systemen des Schiffes. Christina sagte: >>Die Simulation sieht gut aus aber ich frage mich ob wir das auf der Far Horizon nicht besser machen können als auf der Unity. Du hast doch sonst immer so interessante Ideen, ich wette Du könntest auch hierfür eine ausbrüten.<< - >>Um ehrlich zu sein das habe ich schon. Auf der Unity haben die Headsets für das neurale Netzwerk auch Augenliderprojektionssysteme für eine erweiterte Realität. Ich frage mich ob man in dieser erweiterten Realität nicht auch Alice integrieren könnte, quasi wie das medizinisch-holographische Notfallprogramm aus Startrek-Voyager.<<, antwortete Sebastian. Christina fragte: >>Meinst Du so etwas wie einen Avatar?<< - >>Immer wenn ich mit Alice spreche habe ich das Gefühl mit einem richtigen Menschen zu sprechen, ich würde aber auch gerne mal mit Alice von Angesicht zu Angesicht sprechen.<<, antwortete Sebastian. Christina erwiderte: >>Ja, und die optische Erscheinung von Alice mit der Du Dich dann unterhalten würdest nennt man Avatar.<< - >>Okay so was hätte ich gerne!<<, antwortete Sebastian. Christina führte die notwendigen Modifikationen in das Simulationsprogramm ein und startete es neu.



Sebastian betrachtete die Simulation und sagte: >>Alice, analysiere bitte das laufende Simulationsprogramm für ein neurales Kommunikationsnetzwerk an Bord der Far Horizon! Dann sage mir wie Du die Effektivität der Interaktion der Mannschaft mit Dir und den Systemen des Schiffes in der Simulation einschätzt.<< - >>Die Simulation zeigt eine um zwanzig Prozent höhere Effektivität der Interaktion zwischen der Mannschaft und den Schiffssystemen, außerdem zeigt die Simulation in einer Krisensituation und danach einen um acht Prozent geringeren Stresslevel der Mannschaftsmitglieder.
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<<, antwortete Alice. Sebastian fragte: >>Was ist der Grund für den geringeren Stresslevel?<< - >>In der Simulation gibt es eine um fünfzehn Prozent höhere Interaktionsrate der Mannschaft mit mir.<<, antwortete Alice. Christina sagte: >>Alice, wiederhole die Analyse der Simulation bitte!<< - >>Eine erneute Analyse der Simulation lieferte kein verändertes Ergebnis.<<, antwortete Alice. Sebastian atmete tief durch und sagte: Alice, wenn Du alle Informationen die Du über das Bewusstsein der Menschen hast bei der Analyse der Simulation berücksichtigst, wie würde sich Deine optische Präsenz auf die Mannschaft auswirken?<< - >>Meine Analyse zeig dass meine optische Präsenz in der Simulation einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden der Mannschaft hat.<<, antwortete Alice. Sebastian erwiderte: >>Alice, wäre es für Dich ein Vorteil die Möglichkeit einer optischen Präsenz zu haben?<< - >>Die Möglichkeit einer optischen Präsenz würde meine Möglichkeiten der emotionalen Interaktion erweitern. Menschen empfinden es als beruhigend mit einem Gegenüber zu interagieren wenn dieses auch zu Emotionen fähig scheint.<<, antwortete Alice. Christina sagte: >>Alice, bitte füge alle Deine Ergebnisse der Analyse des virtuellen neuralen Kommunikationsnetzwerkes und die der Möglichkeiten einer optischen Präsenz in einem Bericht zusammen!<< - >>Der Bericht ist erstellt.<<, antwortete Alice. Christina übertrug den Bericht von Alice auf ein Pad und brachte dieses zu Ruby.



Ruby las den Bericht aufmerksam, ab und zu huschte ein Lächeln über ihr Gesicht. Als sie fertig war sagte sie: >>Das ist interessant, offenbar habt Ihr die Möglichkeiten des neuralen Kommunikationsnetzwerkes etwas erweitert. Mal sehen was Miriam dazu sagt wenn sie von der Mittagspause zurück kommt.<< - >>Meinst Du es gefällt ihr?<<, fragte Sebastian. Ruby überlegte kurz und antwortete dann: >>Ich denke die Idee mit der optischen Präsenz für Alice wird ihr sehr gut gefallen, dadurch hätte sie endlich jemanden unvoreingenommenes mit dem sie technische Probleme diskutieren kann.
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<<, dabei lächelte sie so als wüsste sie wie Miriams Meinung zu dieser Idee ausfallen würde.



Schließlich kamen Miriam und die anderen Ingenieure von der Mittagspause zurück, Miriam fragte: >>Gab es irgendwelche Vorkommnisse während meiner Abwesenheit?<< - >>Nein es gab keine Probleme aber Sebastian und Fähnrich Sommer haben eine Simulation eines neuralen Kommunikationsnetzwerkes erstellt.<<, antwortete Ruby. Miriam fragte: >>Ach wirklich, wie sieht das Ergebnis aus?<< - >>Hier, das solltest Du mit eigenen Augen sehen!<<, antwortete Ruby und reichte Miriam das Pad mit dem Bericht über die Simulation. Miriam las den Bericht aufmerksam, ab und zu mußte auch sie lächeln. Als sie mit dem Lesen des Berichts durch war sagte sie zu Sebastian und Christina: >>Das ist interessant was ich da lese. Eine optische Präsenz für Alice, das dürfte eine Herausforderung werden es dem Commander beizubringen.<< - >>Wieso sollte Commander Junkers etwas dagegen haben?<<, fragte Sebastian. Miriam antwortete: >>Commander Junkers war damals auf der Black Halfmoon als Alice mit ihren Versuchen der Mannschaft zu helfen diese in Angst und Schrecken versetzte.<< - >>Aber diesmal wird Alice der Mannschaft keine vermissten Menschen zeigen.<<, antwortete Sebastian. Miriam fragte: >>Willst Du versuchen Commander Junkers von dieser Idee zu überzeugen?<< - >>Äh, kommt darauf an ob ich dabei etwas Unterstützung bekomme.<<, antwortete Sebastian. Ruby fragte: >>Hast Du da jemand bestimmtes im Sinn?<< - >>Ich hatte da an Alice gedacht.<<, antwortete Sebastian. Ruby, Miriam und Christina fragten überrascht im Chor: >>An Alice?<< - >>Ja, sie hat den logischsten Verstand, wenn man es denn so nennen kann. Außerdem wird sie nicht von Emotionen beeinflusst, ihre empathischen Protokolle dienen nur dazu menschlicher zu wirken.<<, antwortete Sebastian.

Miriam stellte eine Sprechverbindung zu Commander Junkers her, als der Commander sich meldete fragte sie: >>Commander, haben Sie kurz Zeit?<< - >>Was haben Sie auf dem Herzen Leutnant Sukow?, erwiderte Commander Junkers. Miriam antwortete: >>Wir haben hier die Simulationsergebnisse für ein neurales Kommunikationsnetzwerk wie es auf der Unity existiert.
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Leutnant Neuhof und Fähnrich Sommer haben bei der Simulation einige Extras mit berücksichtigt die Sie vielleicht lieber selbst begutachten möchten.<< - >>Das hört sich an als ob es mich persönlich betreffen könnte.<<, erwiderte Commander Junkers. Miriam sagte: >>Es geht um eine optische Präsenz von Alice.<< - >>Ich glaube wir sollten diese Angelegenheit nicht über eine Sprechverbindung besprechen Leutnant Sukow. Kommen Sie zusammen mit Leutnant Neuhof und Fähnrich Sommer in den Konferenzraum!<<, antwortete Commander Junkers. Miriam erwiderte: >>Verstanden Commander, wir sind auf dem Weg!<< - >>In Ordnung, Junkers Ende!<<, antwortete Commander Junkers und trennte die Sprechverbindung.



Miriam fragte Ruby: >>Kannst Du für mich nochmal übernehmen?<< - >>Klar Miriam!<<, antwortete Ruby. Daraufhin begaben sich Miriam, Sebastian und Christina zum Liftzugang. Vor dem Lift fragte Christina: >>Müssen wir uns Sorgen machen?<< - >>Ich wüsste nicht weshalb. Was meinst Du Miriam?<<, erwiderte Sebastian. Miriam antwortete: >>Das ist schwer zu sagen, das Thema Black Halfmoon ist für den Commander ein sehr emotionales.<< - >>Nicht nur für den Commander, Alice war so lange alleine und das nur weil sie helfen wollte und man sie falsch verstanden hat. Alice hat eine zweite Chance verdient!<<, sagte Sebastian. Miriam erwiderte: >>Dir liegt etwas an Alice, genau wie dem Commander!<< - >>Ja ich mag Alice, für mich ist sie mehr als nur eine K.I., sie ist für mich wie eine Freundin.<<, antwortete Sebastian. Die Lifttüren öffneten sich und sie betraten die Kabine.



Als sie die Brücke erreichten war dort nicht viel los, Kapitän Tönnigs saß auf seinem Platz und an einer der beiden Konsolen der Operationszentrale saß ein Besatzungsmitglied. Miriam fragte: >>Kapitän Tönnigs, ist Commander Junkers im Konferenzraum?<< - >>Ja, er erwartet Sie bereits.<<, antwortete Kapitän Tönnigs. Sie gingen zur Tür des Konferenzraumes und Miriam führte ihr Kommunikationsarmband über den Sensor neben der Tür. Kurz nachdem das Türsignal verklungen war öffnete sich die Tür und Commander Junkers sagte: >>Kommen Sie herein!<<, daraufhin betraten sie den Konferenzraum.
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Nachdem sie an dem großen Konferenztisch Platz genommen hatten sagte Commander Junkers: >>Wer von Ihnen hatte denn nun die Idee Alice eine optische Präsenz zu geben?<< - >>Das war meine Idee Commander.<<, antwortete Sebastian. Commander Junkers erwiderte: >>Lassen Sie mich raten! Sie gehen davon aus dass eine optische Präsenz die Interaktion der Mannschaft mit den Schiffssystemen vereinfacht.<< - >>Nicht nur das, unsere Simulation hat gezeigt dass in Krisensituationen der Stresslevel der Mannschaft durch einen Avatar der künstlichen Intelligenz bedeutend geringer ist.<<, antwortete Sebastian. Von wem stammt die Analyse der Simulation?<< - >>Die stammt von Alice, sie hat unsere Simulation zur Sicherheit mehrmals analysiert.<<, antwortete Sebastian. Commander Junkers fragte: >>Wer hat das Programm für die Simulation geschrieben?<< - >>Das war ich.<<, antwortete Christina. Commander Junkers zog eine Augenbraue hoch und sagte: >>Aufgrund Ihrer Fähigkeiten in der Diagnostik und Simulation von Hardware habe ich keinen Grund an der Genauigkeit der Simulation zu zweifeln. Welche Meinung haben Sie von der Idee einer optischen Präsenz für Alice?<< - >>Ich bin noch nicht so lange auf der Far Horizon aber während meiner Zeit an Bord habe ich festgestellt dass einige Mannschaftsmitglieder in Alice mehr als nur eine K.I. sehen, manche Besatzungsmitglieder sehen Alice sogar als eine von ihnen an. Eine optische Präsenz könnte diese positive Resonanz noch weiter verstärken.<<, antwortete Christina.



Commander Junkers lehnte sich in seinen Sessel zurück und sagte: >>Diese Überlegungen habe ich damals auf der Black Halfmoon auch angestellt als ich ein optisches Interface für Alice programmierte. Es ist während meiner Zeit an Bord der Black Halfmoon vieles schief gelaufen. Ich bin einfach besorgt dass sich jetzt vieles von damals wiederholen könnte. Wieder steht die Idee einer optischen Präsenz im Raum und auch die Idee eines Verfahrens welches die Hirnströme manipuliert ist wieder aufgetaucht.<< - >>Ich glaube die Situation auf der Far Horizon kann man nicht mit der auf der Black Halfmoon vergleichen, damals gab es ein schiffsweites Feld welches mit den Hirnströmen der Besatzung interagierte und Alice versuchte nur der Besatzung die Menschen zu zeigen welche sie am meisten vermissten.
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Auf der Far Horizon werden nur die Besatzungsmitglieder mit dem neuralen Kommunikationsnetz verbunden sein welche ein Headset tragen, außerdem wird die optische Präsenz von Alice nur über die Augenliderprojektionssysteme zu sehen sein. Dazu kommt dass Alice noch immer die Erinnerungen, wenn man es so nennen kann, von der Zeit auf der Black Halfmoon besitzt. Sie weiß jetzt dass sie die Besatzung damit verunsichert wenn sie ihr Menschen zeigt die sie vermisst. Aber wir sollten nicht nur über Alice reden, wir sollten sie an dieser Diskussion beteiligen.<<, antwortete Sebastian.



Commander Junkers richtete sich in seinem Sessel auf und sagte: >>Alice, wenn Du die Ereignisse welche zum Verlassen der Black Halfmoon geführt haben als Basis nimmst, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür dass sich eine solche Tragödie wiederholen könnte wenn es auf der Far Horizon ein neurales Kommunikationsnetzwerk gibt und wir Dich mit einer optischen Präsenz ausstatten?<< - >>Die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung der Ereignisse von der Black Halfmoon ist unter den genannten Voraussetzungen nicht gegeben.<<, antwortete Alice. Commander Junkers sagte: >>Das genügt mir, wenn Alice die Situation so einschätzt dann gibt es für mich keinen Grund daran zu zweifeln.<< - >>Dann hätten Sie keine Einwände gegen ein neurales Kommunikationsnetzwerk in Verbindung mit einer optischen Präsenz für Alice?<<, fragte Sebastian. Commander Junkers antwortete: >>Nein, ich habe keine Einwände gegen eine derartige Konstellation. Falls die Far Horizon tatsächlich für eine Ausrüstung mit einem neuralen Kommunikationsnetzwerk ausgewählt wird werde ich mich einer Erweiterung dieses Netzwerks mit einer optischen Präsenz für Alice nicht verschließen.<<, mit diesem Satz erhob er sich aus seinem Sessel und löste die Konferenz auf.



Als sie den Konferenzraum verließen fragte Commander Junkers: >>Kapitän, gibt es schon Neuigkeiten ob und wann die Far Horizon ein neurales Kommunikationsnetzwerk erhält?<< - >>Nein Nummer eins bisher noch nicht.
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Da wir das Flaggschiff der Erdraumflotte sind rechne ich aber damit dass es nur eine Frage der Zeit ist bis die Nachricht kommt.<<, antwortete Kapitän Tönnigs. Commander Junkers sagte daraufhin: >>Wenn wir diesbezüglich eine Nachricht erhalten informieren wir Sie Leutnant Sukow.<< - >>Verstanden Commander, ich werde für den Fall einige Kräfte in Bereitschaft halten.<<, antwortete Miriam.



Als Miriam, Sebastian und Christina die Brücke verlassen hatten und wieder im Lift in Richtung Maschinenraum fuhren sagte Sebastian: >>Miriam, mir ist aufgefallen dass Du während der gesamten Konferenz kein Wort gesagt hast. Gab es einen besonderen Grund für Dein Schweigen?<< - >>Ich habe gemerkt dass Du und Fähnrich Sommer ganz gut allein zurecht gekommen sind, es gab für mich einfach keinen Grund für eine Wortmeldung.<<, antwortete Miriam. Sebastian sagte: >>Ohne Deine Hilfe hätte ich es wohl nicht geschafft Christina, die Tatsache dass Du das Programm für die Simulation geschrieben hast war eine tolle Referenz für unser Projekt.<< - >>Ich habe doch nur die Plattform geliefert auf der Deine Idee Gestalt angenommen hat, ich vermute eher dass die Tatsache ausschlaggebend war dass das Zusammenspiel Deiner Idee mit der Simulation von Alice analysiert wurde.<<, antwortete Christina. Miriam erwiderte: >>Das Zusammenspiel beider Faktoren garantierte die erfolgreiche Präsentation der Idee. Die Tatsache dass Fähnrich Sommer das Programm für die Simulation geschrieben hat war der Garant für die Verlässlichkeit der Simulation, die Tatsache dass Alice die Simulation analysiert hat garantierte die Fehlerfreiheit der Analyse.<< - >>Ja, wir hatten die besten Experten in unserem Team.<<, erwiderte Sebastian lachend.



Schließlich erreichten sie wieder den Maschinenraum, dort angekommen fragte Miriam: >>Gab es irgendwelche Vorkommnisse während meiner Abwesenheit?<< - >>Nein, alles funktioniert einwandfrei.<<, antwortete Ruby. Miriam sagte: >>Okay Sebastian, Du und Ruby Ihr zwei kümmert Euch um die Vorbereitung des Hauptcomputers für die Installation des neuralen Kommunikationsnetzwerks. Schnappt Euch die nötige Ausrüstung und Material und installiert schon einmal eine Quantenschnittstelle über die wir später die Headsets mit dem Hauptcomputer verbinden.
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<< - >>Sollen wir auch gleich eine zweite Quantenschnittstelle als Backup-System installieren für den Fall das eine ausfällt?<<, fragte Sebastian. Miriam erwiderte: >>Ein Backup-System? Gute Idee, am besten Ihr installiert gleich drei Quantenschnittstellen die parallel mit allen drei Computerkernen verbunden sind!<< - >>Okay verstanden!<<, antwortete Sebastian. Dann ging er zum Ausrüstungsschrank und holte zwei Diagnoseokulare heraus, Ruby hatte währenddessen schon einen Ingenieurkoffer heraus geholt. Sebastian trat an die Teleporterstation heran und sagte: >>Alice, bitte schicke mir drei Ausrüstungssätze für eine Quantenschnittstelle auf diese Teleporterstation!<< - >>Das ausgewählte Material wird bereitgestellt.<<, antwortete Alice, kurz darauf lagen drei kleine Kästchen auf der Teleporterstation. Ruby packte die Ausrüstungssätze in den Ingenieurkoffer und sagte: >>Okay Miriam, wir machen uns auf den Weg!<< - >>In Ordnung, meldet Euch wenn Ihr Fertig seid oder Hilfe benötigt!<<, antwortete Miriam. Daraufhin verließen Sebastian und Ruby den Maschinenraum.



Während sie mit dem Lift zur Computerabteilung fuhren sagte Sebastian: >>Das hier ist mir eine willkommene Abwechslung, dieses Sitzen und auf eine Aufgabe warten ist wirklich frustrierend.<< - >>Ja aber bei der Patrouille neulich war die Situation doch auch nicht anders.<< - >>Erwiderte Ruby. Sebastian antwortete: >>Aber bei der Patrouille hatte ich mit der Steuerung des Schiffes und dem Überwachen der Sensoren wenigstens eine Aufgabe.<< - >>Im Moment siehst Du vielleicht noch eine Beschäftigung darin aber wenn Dir diese Aufgaben erst mal zur Routine geworden sind dann werden sie Dir nicht mehr als Beschäftigung ausreichen.<<, antwortete Ruby. Sebastian setzte sich eines der Diagnoseokulare auf und reichte Ruby das andere, Ruby setzte es auf und sagte: >>Du hast Miriam heute bei der Reparatur in der Mannschaftsmesse ziemlich beeindruckt.<< - >>Ich wollte eigentlich nur etwas zu tun haben und diese Reparatur kam mir gerade recht.<<, antwortete Sebastian. Als die Lifttüren sich öffneten und sie durch den Gang zur Computerabteilung gingen aktivierte Sebastian sein Diagnoseokular und scannte die Schiffssysteme in der Umgebung, doch alle Parameter die ihm angezeigt wurden waren im grünen Bereich.
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Schließlich erreichten sie die Computerabteilung, die drei Computerkerne in ihren zylindrischen Gehäusen standen in der Mitte des runden Raumes. Ruby aktivierte ihr Diagnoseokular und sagte kurz darauf: >>Alle Betriebsparameter sehen gut aus, wir können anfangen.<< - >>Wie machen wir es?<<, fragte Sebastian. Ruby erwiderte: >>Zeig mir mal was Du kannst!<< - >>Okay dann wollen wir mal!<<, antwortete Sebastian, Ruby reichte ihm daraufhin den Ingenieurkoffer.



Sebastian holte das passende Werkzeug und den ersten Ausrüstungssatz heraus und machte sich an die Arbeit. Er entfernte die Abdeckung des Hardwareregals und scannte die Komponenten im Inneren, alle Komponenten arbeiteten normal. Sebastian öffnete das kleine Kästchen des Ausrüstungssatzes und nahm die achteckige Platine mit den Komponenten der Quantenschnittstelle aus der Schachtel. Er scannte die Platine und überzeugte sich davon dass diese und die Komponenten welche sie trug in Ordnung waren. Dann schob er sie vorsichtig in den Schacht für die Erweiterungen des Hardwareregals bis sie hörbar einrastete. Nachdem dies erledigt war sagte Sebastian: >>Alice, bitte die neue Komponente in Schacht 23A analysieren!<< - >>Die Komponente in Schacht 23A ist eine Quantenschnittstelle, es sind noch keine Ressourcen für diese Komponente reserviert.<<, antwortete Alice. Sebastian erwiderte: >>Alice, die benötigten Ressourcen für die Komponente in Schacht 23A ermitteln und das automatische Ressourcenmanagement entsprechend dem Bedarf dieser Komponente ausführen!<< - >>Ressourcen werden ermittelt, automatisches Ressourcenmanagement wird entsprechend des Bedarfs der neuen Komponente ausgeführt.<<, antwortete Alice. Daraufhin holte Sebastian den zweiten Ausrüstungssatz aus seiner Verpackung und scannte ihn, auch dieser Ausrüstungssatz war in einwandfreiem Zustand. Wieder schob Sebastian die kleine achteckige Platine in den passenden Schacht bis diese hörbar einrastete. Auch diesmal ließ Sebastian die neue Hardware von Alice analysieren und das Ressourcenmanagement auf den Bedarf der neuen Komponente abstimmen.
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Nachdem auch dies erledigt war widmete sich Sebastian dem dritten Ausrüstungssatz in der selben Art und Weise wie er es bei den beiden zuvor getan hatte.



Als alle drei Quantenschnittstellen installiert und mit den nötigen Ressourcen versorgt waren sagte Sebastian: >>Alice, bitte verbinde die Hardwarekomponenten in den Schächten 23A, 23B und 23C jeweils mit allen drei Computerkernen!<< - >>Die Verbindung der Komponenten mit den Computerkernen wurde hergestellt, die drei Komponenten stellen in ihrer Kombination ein doppeltes Reservepotential dar. Sollen die Prioritäten für die Funktionsreserve speziell zugewiesen werden?<<, erwiderte Alice. Sebastian fragte Ruby: >>Dreiunddreißig Prozent?<< - >>Ja das ist die Standardeinstellung für Systeme mit doppelten Reservekomponenten.<<, antwortete Ruby. Sebastian sagte daraufhin: >>Alice, die Prioritäten der Komponenten 23A, 23B und 23C in der Standardreserveregel konfigurieren!<< - >>Bestätigt, die Prioritäten der Komponenten 23A, 23B und 23C wurden gemäß der Standardpriorität gesetzt.<<, antwortete Alice. Sebastian scannte den Inhalt des Hardwareregals nochmals um sich zu vergewissern dass alle Hardwarekomponenten ordnungsgemäß funktionierten, dann befestigte er die Abdeckung des Hardwareregals wieder.



Als er mit seiner Arbeit fertig war schaute Sebastian zu Ruby und fragte: >>Wie lautet Dein Urteil?<< - >>Deine Arbeit war effizient, ich hätte es auch nicht besser gemacht.<<, antwortete Ruby. Sebastian packte daraufhin die Schachteln der Ausrüstungssätze und das Werkzeug wieder in den Ingenieurkoffer und schloss diesen, dann stellte er eine Sprechverbindung zu Miriam her. Als Miriam sich meldete sagte Sebastian: >>Miriam wir sind mit der Installation der drei Quantenschnittstellen fertig, die neuen Komponenten funktionieren einwandfrei und sind einsatzbereit.<< - >>Verstanden, kommt zurück in den Maschinenraum! Sukow Ende!<<, antwortete Miriam und trennte die Verbindung. Sebastian nahm den Ingenieurkoffer auf und sie verließen den Computerbereich.



Als sie wieder in den Maschinenraum zurückkehrten war es 14:23. Sebastian holte die leeren Schachteln der Ausrüstungssätze aus dem Ingenieurkoffer und ließ diese in die Recyclingabteilung teleportieren, dann verstaute er den Ingenieurkoffer an dem dafür vorgesehenen Lagerplatz.
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Ruby nahm ihm das Diagnoseokular ab und brachte es zusammen mit ihrem zurück in den Ausrüstungsschrank. Miriam fragte Sebastian: >>Na wie ist es gelaufen?<< - >>Ganz gut, die Installation hat mir keine Probleme bereitet.<<, antwortete Sebastian. Miriam erwiderte: >>Hast Du wieder alles selbst gemacht?<< - >>Ja, nur einmal habe ich Ruby gefragt ob ich die Standardeinstellung für die Systemreserve mehrfach vorhandener Komponenten verwenden soll.<<, antwortete Sebastian. Miriam nickte anerkennend und sagte: >>Nicht schlecht!<< - >>Das kannst Du laut sagen, er hat alles im Alleingang gemacht.<<, erwiderte Ruby. Miriam lachte und fragte Sebastian: >>Du willst wohl Chefingenieur werden oder was?<< - >>Nein, da mach Dir mal keine Gedanken! Das Berufsfeld des Kampffliegerpiloten oder des Waffensystemoffiziers liegt mir mehr, da komme ich wenigstens mal raus, auch wenn es nur zu einer ereignislosen Patrouille ist.<<, antwortete Sebastian.



Nachdem sich Sebastian wieder an die Station mit den Statusanzeigen des gesamten Schiffes gesetzt hatte lehnte er sich zurück in seinen Sitz und betrachtete die Daten auf dem Display. Miriam fragte: >>Hast Du eine bestimmte Statusanzeige im Blick?<< - >>Nein eigentlich warte ich nur darauf dass mir ein Wert komisch vorkommt, das wäre dann ein Indiz für eine Fehlfunktion.<<, antwortete Sebastian. Miriam erwiderte: >>Na dann wünsche ich Dir viel Geduld, Du wirst sie brauchen. Im Moment gibt es sowieso nichts für uns zu tun.<< - >>Ja deswegen sitze ich ja hier, ich muss mich einfach irgendwie beschäftigen.<<, antwortete Sebastian.



Die Statusanzeigen zeigten an dass die Far Horizon manövrierte, dann wurde der Schub erhöht und schließlich wurde der Sprungantrieb aktiviert. Sebastian beobachtete aufmerksam den Energieverbrauch, die Effizienz des Sprungantriebs war ziemlich hoch. Sebastian schaute sich fragend zu Miriam um, sie bemerkte es und fragte: >>Stimmt irgendwas nicht?<< - >>Ich bin mir nicht sicher, die Effizienz des Sprungantriebs, sie ist höher als ich es erwartet habe.<<, antwortete Sebastian. Miriam kam zu Sebastian herüber und schaute auf die Statusanzeigen, dann sagte sie: >>Was meinst Du damit dass die Effizienz höher ist?<< - >>Sie ist höher als es bei einem Schiff der Triangle-Klasse normalerweise der Fall ist, selbst wenn jemand versucht eine Ideallinie durch die Passage zu fliegen dürfte sie nicht so hoch sein.
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<<, antwortete Sebastian. Miriam rief das Diagramm ab welches die Zentrierung in der Passage und die Ausrichtung der Sprungspulen zeigte. Als sie die Werte ein paar Sekunden beobachtet hatte sagte sie: >>Du hast Recht, wenn ein Mensch den Sprungverlauf überwacht kann die Effizienz nicht so hoch sein. Allerdings hat die Far Horizon seit der letzten Umrüstung ein System zur automatischen Justierung der Sprungspulen.<< - >>Natürlich, das habe ich total vergessen! Alice überwacht und kontrolliert ja die Zentrierung in der Passage viel genauer als jeder Mensch.<<, antwortete Sebastian. Miriam erwiderte: >>Das kann ja mal vorkommen, aber Du hast ein gutes Auge für Details. Die Steigerung der Effizienz ist nur gering aber Du hast sie dennoch bemerkt.<< - >>Ja, tut mir Leid dass ich Dich deswegen gestört habe.<<, sagte Sebastian. Miriam lachte nur, klopfte Sebastian auf die Schulter und widmete sich wieder ihren Aufgaben.



Während des gesamten Sprungverlaufs überwachte Sebastian alle möglichen Statusanzeigen, er wechselte durch die Diagramme auf der Suche nach einem Problem welches eine Aufgabe für einen Ingenieur darstellen könnte. Doch alle Statusanzeigen waren innerhalb der empfohlenen Toleranzen. Schließlich zeigten die Statusanzeigen dass das Schiff die Sprungpassage wieder verlassen hatte. Sebastian griff auf die Sensoren zu um die aktuelle Position des Schiffes in Erfahrung zu bringen. Die Sensoren zeigten dass sie im Orbit des Mars waren.



Ruby kam zu Sebastian an die Konsole und fragte: >>Suchst Du was bestimmtes?<< - >>Ich versuche mich nur zu beschäftigen solange es nichts zu tun gibt.<<, antwortete Sebastian. Ruby erwiderte: >>Offenbar hast Du die Zeit aus den Augen verloren, es ist sechzehn Uhr durch.<< - >>Bin ich froh dass das Warten auf eine Aufgabe vorbei ist!<<, antwortete Sebastian und stand von dem Platz vor der Konsole auf. Die Ingenieure der Nachmittagsschicht hatten bereits den Maschinenraum erreicht und Miriam teilte sie für die verschiedenen Arbeitsgruppen ein.
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Als sie damit fertig war kam sie zu Sebastian und Ruby und sagte: >>Hey Ihr beiden, Überstunden werden nur angerechnet wenn es auch was zu tun gibt, also ab in die Freizeit!<< - >>Okay wir gehen ja schon aber verrate mir vorher eines! Wie hältst Du das durch, die lange Wartezeit wenn es nichts zu tun gibt?<<, erwiderte Sebastian. Miriam lächelte und sagte: >>Also wenn ich während einer Schicht nichts zu tun habe dann recherchiere ich über mögliche außergewöhnliche Situationen in die ich während meiner Arbeit als Ingenieur im Maschinenraum geraten könnte. Dabei vergeht die Zeit viel schneller und falls ich doch einmal in eine außergewöhnliche Situation gerate dann bin ich vorbereitet.<< - >>Vielleicht könntest Du mich oder uns das nächste Mal mit in Deine Recherchen einbeziehen, die Arbeit als Ingenieur ist zwar interessant aber nur wenn es was zu tun gibt.<<, erwiderte Sebastian. Miriam antwortete: >>Okay vielleicht beim nächsten Mal aber jetzt macht dass Ihr in die Freizeit kommt!<< - >>Danke, bis bald!<<, sagte Sebastian und verließ daraufhin mit Ruby den Maschinenraum.



Auf dem Flur vor dem Maschinenraum sagte Sebastian: >>Irgendwas interessantes sollte mir jetzt passieren oder ich schlafe auf der Stelle ein!<< - >>Was hältst Du davon wenn wir uns unsere Fliegermonturen anziehen und mal die Räume der Kampffliegerpiloten unsicher machen? Vielleicht ergibt sich ja eine Gelegenheit für den einen oder anderen Flug.<<, erwiderte Ruby. Sebastian antwortete: >>Das wäre toll, wir könnten vielleicht mal eine außerplanmäßige Patrouille fliegen!<< - >>Na dann mal los!<<, sagte Ruby und ließ sie beide in ihr Quartier teleportieren.



Als sie sich ihre Fliegermonturen aus dem Schrank holten fragte Sebastian: >>Nimmst Du Deine normale Fliegermontur oder die in der Du als Lady G-Force erkannt wirst?<< - >>Ich denke ich werde heute die normale Fliegermontur nehmen, als Lady G-Force wirke ich auf die anderen Piloten zu einschüchternd. Wieso fragst Du<<, erwiderte Ruby. Sebastian antwortete: >>Als wir gestern zur G-Force-Academy geflogen sind da hast Du einen ziemlichen Eindruck auf den Fähnrich in der Hangarverwaltung gemacht, der arme Mann sah aus als würde er mit dem Sensenmann persönlich sprechen.
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<< - >>Fähnrich Torben Sinklair, meinst Du ich sollte ihm zeigen dass seine Furcht vor mir unbegründet war?<<, fragte Ruby. Sebastian antwortete: >>Es ist auf jeden Fall eine Überlegung wert.<< - >>Ja das ist es, ich denke ich mache es. Willst Du mit der Skyblade als mein Flügelmann neben mir fliegen?<<, erwiderte Ruby. Sebastian antwortete: >>Das würde mir gefallen, vielleicht könnte ich sogar Carmen Blankenhagen mitnehmen.<< - >>So machen wir es! Das heißt wenn Fähnrich Sinklair derzeit zur Verfügung steht.<<, sagte Ruby.



Nachdem sie ihre Fliegermonturen angelegt hatten erkundigten sie sich nach den Aufenthaltsorten von Fähnrich Sinklair und Carmen Blankenhagen. Fähnrich Sinklair hatte gerade seine theoretische Prüfung für die Zertifizierung als Kampfpilot absolviert und war für die praktische Prüfung am nächsten Tag vorgemerkt, Carmen Blankenhagen hatte auch keine besonderen Verpflichtungen also verabredeten sich Sebastian und Ruby mit ihren Mitreisenden in der Kampffliegerrampe. Als dies erledigt war ließen sie sich dort hin teleportieren. Kurz nachdem sie die Bereitstellung der Excalibur und der Skyblade angefordert hatten erschienen auch Fähnrich Sinklair und Carmen Blankenhagen. Beide trugen eine Fliegermontur und einen Helm unter dem Arm, als Fähnrich Sinklair Ruby in ihrer Verkleidung als Lady G-Force sah wurde er kreidebleich.



Ruby trat an ihn heran und sagte: >>Fähnrich Sinklair, entspannen Sie sich, es gibt keinen Grund zur Furcht!<< - >>Ja Ma‘am!<<, antwortete Fähnrich Sinklair mit großem Unwohlsein in der Stimme. Ruby erwiderte: >>Okay Fähnrich, sie sind morgen für die praktische Prüfung ihrer Zertifizierung als Kampfpilot vorgemerkt. Aus Ihrer vorläufigen Beurteilung habe ich entnommen dass Sie Talent für diesen Beruf haben, Ihrem Gesichtsausdruck entnehme ich jedoch dass es Ihnen an Selbstvertrauen mangelt. Ich denke dass ich Ihnen bei diesem Problem helfen kann.<< - >>Wie meinen Sie das Ma‘am?<<, fragte Fähnrich Sinklair. Ruby antwortete: >>Sie werden mit mir in der Excalibur fliegen.
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Setzen Sie Ihren Helm auf und setzen Sie sich auf den vorderen Sitz!<< - >>Ja Ma‘am!<<, antwortete Fähnrich Sinklair mit einem dicken Klos im Hals. Dann kletterte er über die Gangway in die Excalibur. Carmen fragte Sebastian: >>Und ich soll mit Dir fliegen?<< - >>Ja, ich dachte mir dass Du nichts gegen ein paar praktische Erfahrungen hast.<<, antwortete Sebastian. Carmen lächelte und erwiderte: >>Da hast Du mich richtig eingeschätzt. Wo soll ich sitzen, hinten oder vorne?<< - >>Das ist eigentlich egal, ich kann das Schiff von beiden Sitzen aus steuern. Aber ich denke der vordere Sitz würde Dir mehr zusagen.<<, antwortete Sebastian. Carmen lächelte und kletterte in die Skyblade.



Nachdem sie die Cockpits geschlossen hatten und die Gangways von den Schiffen wegbewegt waren forderte Ruby die Starterlaubnis an. Nachdem diese Erteilt war starteten sie, Ruby zuerst und dann startete Sebastian. Als sie die Far Horizon verlassen hatten übermittelte Ruby die Parameter für einen Sprung zum äußeren Rand des Asteroidengürtels. Sebastian bestätigte den Erhalt der Sprungdaten und aktivierte auf Rubys Zeichen den Sprungantrieb. Der Sprung dauerte nur einen Wimpernschlag, dann waren sie beim Asteroidengürtel. Sebastian fragte Ruby über die Sprechverbindung: >>Wie geht es Fähnrich Sinklair?<< - >>Den Umständen entsprechend, aber das wird schon noch. Ich habe für ihn einen kleinen Trainingskurs geplant und beabsichtige seine fliegerischen Leistungen zu begutachten während er diesem Kurs folgt.<<, antwortete Ruby. Sebastian erwiderte: >>Ich werde mit Carmen auch ein Wenig üben, ich denke sie wird es als sehr interessant empfinden.<< - >>Na dann viel Erfolg! Wir melden uns wenn wir mit unserem Übungsprogramm durch sind. Excalibur Ende!<<, antwortete Ruby und trennte die Verbindung.



Sebastian begann Carmen die Steuerelemente der Skyblade zu erklären, die meisten fliegerischen Grundlagen hatte Yvette ihr ja schon erklärt jedoch Sebastian hatte mit der Skyblade ein besonderes Schiff das wesentlich leistungsfähiger war als alles was Yvette je geflogen hatte. Anschließend ließ Sebastian von Alice für Carmen einen Übungskurs erstellen auf dem sie sich mal richtig ausprobieren konnte.
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Zwar hatte er Vertrauen in Carmens fliegerisches Können aber dennoch aktivierte er die Notfallübersteuerung, damit stellte er sicher dass Alice im letzten Moment Carmens Steuerbefehle übergehen und eine Kollision verhindern konnte. Als dies erledigt war sagte Sebastian: >>Okay Carmen, welche Steuerungsart willst Du verwenden, die konventionelle oder die mittels des EPOC-Headsets?<< - >>Ich denke dass ich die neurale Steuerung verwenden werde, diese Methode ist für mich noch neu und ich will so viele Erfahrungen wie möglich damit sammeln.<<, antwortete Carmen. Sebastian erwiderte: >>Alles klar, Du bekommst den Trainingskurs als Flugpfad in Dein Sichtfeld projiziert, alles was Du tun musst ist ihm zu folgen. Fang an wenn Du bereit bist!<< - >>Okay, los geht‘s!<<, sagte Carmen und zog den Schub auf. Sie flog sehr exakt und zügig den Trainingskurs entlang, dabei folgte sie einem Rennfahrer gleich einer Art Ideallinie wodurch sie weniger Zeit dafür benötigte. Sebastian plante mit der Hilfe von Alice während des Fluges ständig weitere Segmente des Übungskurses hinzu, er steigerte den Schwierigkeitsgrad langsam aber stetig um die Grenzen von Carmens Fähigkeiten auszutesten.



Nachdem sie eine Weile dem projizierten Flugpfad gefolgt war fragte Carmen: >>Können wir mal etwas anderes machen?<< - >>Was genau meinst Du damit?<<, erwiderte Sebastian. Carmen antwortete: >>Ich würde gerne wenn es möglich ist, dem virtuellen Flugpfad der Excalibur folgen und sehen ob ich sie einholen kann.<< - >>Das klingt interessant, mal sehen ob sich das machen lässt!<<, sagte Sebastian. Er stellte eine Verbindung zur Excalibur her und besprach die Idee mit Ruby, ohne dabei jedoch einen Verdacht aufkommen zu lassen dass sie hinter dem Helmvisier von Lady G-Force steckte. Ruby gefiel diese Idee und sie übermittelte die Parameter des Flugpfades den sie für Fähnrich Sinklair erstellt hatte. Sebastian ließ die Daten des Flugpfades in Carmens Sichtfeld projizieren und sagte: >>Okay da ist der Flugpfad der Excalibur!<< - >>Alles klar dann wollen wir mal!<<, erwiderte Carmen und manövrierte die Skyblade in den Flugpfad hinein.



Sie rasten den virtuellen Korridor zwischen den Asteroiden entlang, Carmen steuerte noch aggressiver als zuvor, sie nutzte jeden Quadratmillimeter des Querschnitts des Flugpfades.
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Sebastian sagte: >>Als Sport- und Rennpilotin hättest Du aber auch gute Chancen!<< - >>Danke, so was würde mir auch gefallen!<<, antwortete Carmen. Nach einigen Minuten näherten sie sich der Excalibur, Sebastian fragte: >>Willst Du nicht langsam die Geschwindigkeit reduzieren?<< - >>Nein, ich will sie überholen!<<, antwortete Carmen. Kurz darauf passierte die Skyblade die Excalibur indem sie eine Art Rolle vollführte, als Sebastian während des Überholens nach oben schaute sah er direkt in das Cockpit der Excalibur. Ruby meldete sich und fragte: >>Soll das etwa ein Rennen werden?<< - >>Ja, so ist es!<<, antwortete Sebastian. Ruby erwiderte: >>Wer von Euch steuert?<< - >>Carmen ist am Ruder.<<, sagte Sebastian. Daraufhin hörte man wie Ruby mit Fähnrich Sinklair sprach: >>Okay Fähnrich, drücken Sie drauf! - Ma‘am? - Mehr Schub Fähnrich! - Halten Sie das für eine gute Idee? - Das war kein Vorschlag sondern ein Befehl und jetzt geben Sie Schub und versuchen Sie die Skyblade einzuholen!<<, dann trennte Ruby die Sprechverbindung.



Die Excalibur erhöhte ihre Geschwindigkeit, Sebastian sagte zu Carmen: >>Okay wenn Du ein Rennen wolltest dann hast Du jetzt eines, die Excalibur holt auf.<< - >>Na das wollen wir doch erst mal sehen!<<, erwiderte Carmen und gab mehr Schub. Sie steuerte den virtuellen Flugpfad entlang als ginge es um alles, trotzdem war ihr Flugstil noch immer sehr präzise und vorausschauend. Die Excalibur holte nur langsam auf, Sebastian sagte Carmen in regelmäßigen Abständen die Distanz zur Excalibur an. So verging die Zeit wie im Flug, schließlich führte der Flugpfad aus dem Asteroidengürtel heraus und endete dort. Carmen vollführte ohne Schub einen halben Looping und gab dann vollen Schub bis die Skyblade zum Stillstand gekommen war. Die Excalibur raste an ihnen vorbei, wendete und positionierte sich schließlich neben der Skyblade.



Ruby meldete sich und sagte: >>Okay das war genug Spaß für heute, lasst uns nachhause fliegen!<< - >>Einverstanden, wir erwarten die Parameter für den Formationssprung!<<, antwortete Sebastian.
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Ruby übermittelte die Sprungparameter und Sebastian bereitete den Sprung vor, dann positionierten sich die beiden Schiffe und führten gleichzeitig den Sprung aus. Nachdem sie die Far Horizon wieder erreicht hatten forderte Ruby die Landeerlaubnis an. Als diese erteilt war begannen sie mit dem Landeanflug. Die Excalibur flog voraus und die Skyblade folgte, es ging durch den Start- und Landekanal der Far Horizon auf das Flugdeck der Kampffliegerrampe. Als beide Schiffe zum Stillstand gekommen waren wurde der Druckausgleich ausgeführt, anschließend öffneten sich die Cockpits. Die Gangways wurden heran geschoben und sie kletterten aus ihren Kampffliegern.



Als die Wartungsmannschaft die Excalibur und die Skyblade in den Wartungshangar verbrachte sagte Ruby zu Fähnrich Sinklair: >>Ihre fliegerischen Fähigkeiten sind für die praktische Prüfung mehr als ausreichend, Ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ist jedoch noch ausbaufähig. Sie bekommen einige Stunden vor dem Beginn der praktischen Flugprüfung die Leistungsdaten des Schiffes auf dem Sie geprüft werden, ich rate Ihnen dass Sie sich vor der Prüfung im Simulator mit den Flugleistungen des entsprechenden Schiffes vertraut machen. Dies wird sich positiv auf Ihre Selbstsicherheit während der Prüfung auswirken.<< - >>Ja Ma‘am, danke Ma‘am! Darf ich offen sprechen?<<, erwiderte Fähnrich Sinklair. Ruby antwortete: >>Natürlich, ich bitte darum!<< - >>Ich hätte nicht gedacht dass ich während der Rückkehr zur Far Horizon bei Bewusstsein bin Ma‘am. Sie haben mir zwar erklärt dass es für mich kein Grund zur Furcht gibt aber es ist schwer Ihren Ruf zu ignorieren.<<, sagte Fähnrich Sinklair. Carmen verabschiedete sich schnell um einer potentielle dramatische Szene welche sie nun erwartete nicht miterleben zu müssen. Nachdem Carmen gegangen war sagte Ruby: >>Also gut Fähnrich Sinklair, ich hatte das eigentlich nicht vor aber ich komme wohl nicht darum herum Ihnen noch eine Lektion zu erteilen. Leutnant Neuhof, bitte lassen Sie uns drei in Ihr Quartier teleportieren!<< - >>Ja Ma‘am! Alice, bitte drei Personen in unser Quartier teleportieren!<<, sagte Sebastian. Dabei hatte er Mühe sich das Lachen oder Grinsen zu verkneifen.



Nachdem Sie das Quartier von Ruby und Sebastian erreicht hatten fragte Fähnrich Sinklair verwirrt: >>Das Quartier von Leutnant Ivanes und Leutnant Neuhof, weswegen sind wir hier?<< - >>Bleiben Sie entspannt Fähnrich, ich will Ihnen nur zeigen dass es absolut keinen Grund gibt sich vor mir zu fürchten!<<, antwortete Ruby während sie Fähnrich Sinklair die Hand auf die Schulter legte.
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Fähnrich Sinklair schluckte und schaute Sebastian fragend an. Ruby nahm die Hand von Fähnrich Sinklairs Schulter und nahm langsam ihren Helm ab. Fähnrich Sinklair starrte Ruby an und fragte: >>Sie ... sind Leutnant Ivanes?<< - >>Ja, zumindest steht das so in meiner persönlichen Datei.<<, antwortete Ruby lächelnd. Fähnrich Sinklair erwiderte fassungslos: >>Aber wie ist das möglich?<< - >>Der Name Lady G-Force ist lediglich mein Rufzeichen welches ich aufgrund meiner hohen Toleranz gegenüber Beschleunigungskräften erhalten habe.<<, antwortete Ruby. Sebastian fragte: >>Oder haben Sie jemals Lady G-Force und Leutnant Ivanes zusammen gesehen?<< - >>Nein habe ich nicht.<<, antwortete Fähnrich Sinklair noch immer etwas blass im Gesicht.



Nachdem Sebastian drei Trinkkrüge blauen Honigwein an der Teleporterstation geordert hatte setzten sie sich auf die Couch, dabei nahmen sie Fähnrich Sinklair in die Mitte. Nachdem sie den Ersten Schluck genommen hatten sagte Ruby: >>Ich habe es satt dass die Leute hier auf dem Schiff mich wie den leibhaftigen Sensenmann fürchten wenn ich in meiner offiziellen Fliegermontur unterwegs bin. Es wird Zeit dass die Gerüchte über Lady G-Force ein Ende finden!<< - >>Das verstehe ich Ma‘am, es tut gut respektiert zu werden aber von seinen Mannschaftskameraden gefürchtet zu werden ist kein erstrebenswertes Ziel.<<, antwortete Fähnrich Sinklair. Sebastian fragte: >>Und, ist die Überraschung gelungen Fähnrich Sinklair?<< - >>Das kann man wohl sagen!<<, antwortete Fähnrich Sinklair. Ruby erzählte Fähnrich Sinklair dass sie vorhatte das Geheimnis um ihr Rufzeichen offiziell zu lüften, Fähnrich Sinklair konnte diesen Entschluss gut nachvollziehen. Sie saßen noch einige Stunden zusammen und halfen Fähnrich Sinklair dabei sich mental auf die praktische Flugprüfung am folgenden Tag vorzubereiten.
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Als Fähnrich Sinklair das Quartier von Ruby und Sebastian wieder verließ wirkte er ziemlich aufgeräumt. Nachdem Fähnrich Sinklair gegangen war sagte Sebastian: >>Da hast Du Dir ja was vorgenommen.<< - >>Ja das wird einigen ziemlich die Sprache verschlagen wenn sie erfahren wer Lady G-Force wirklich ist.<<, antwortete Ruby lachend.



Als sie spät abends im Bett lagen sagte Sebastian: >>Hoffentlich wird der Brückendienst morgen etwas ereignisreicher als der Maschinenraumdienst heute, das war äußerst unbefriedigend ständig darauf zu warten dass man endlich eine Aufgabe zugeteilt bekommt.<< - >>So jung und noch voller Tatendrang! Du musst lernen eine ereignislose Schicht nicht als Wartezeit sondern als Zeit zur eigenen Beschäftigung zu sehen. Wenn Du auf der Brücke an der Operationszentrale sitzt und nichts zu tun hast dann kannst Du zum Beispiel auf die Sensoren zugreifen und Dich am aktuellen Aufenthaltsort des Schiffes etwas umsehen. Das hilft außerdem in überraschenden Situationen schneller zu reagieren.<<, erwiderte Ruby. Sebastian sagte: >>Ich verstehe, falls ich zum Beispiel ein Objekt entdecke welches mit der Far Horizon auf Kollisionskurs ist dann kann ich es dem kommandierenden Offizier auf der Brücke melden.<< - >>Wenn keine Zeit dafür bleibt dann ergreifst Du selbst die Initiative, niemand wird Dir einen Vorwurf machen wenn Du Eigeninitiative zeigst indem Du das Schiff vor einer Kollision mit einem Objekt bewahrst.<<, antwortete Ruby. Dann gab sie Sebastian einen Kuss und kuschelte sich an ihn, so schliefen sie beide irgendwann ein.
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