Kurzgeschichten · Amüsantes/Satirisches

Von:    Ron Holiday      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 20. Februar 2026
Bei Webstories eingestellt: 20. Februar 2026
Anzahl gesehen: 305
Seiten: 4

Liebe Webstories Leserinnen und Leser,

liebe Prä-Astronautiker und Paranormal-Forscher,



seit über einem Jahrhundert gibt es ein mysteriöses Naturphänomen in den USA (Blue Ridge Mountains, North Carolina) namens „Brown Mountain Lights“.



Schon die dortigen Cherokee- und Creek-Ureinwohner (Muskogee) berichteten, erleuchtet vom Feuerwasser an den Lagerfeuern, von geisterhaften Lichterscheinungen, welche des Nachts bei klarem Wetter über das Firmament funzelten, während diese die Friedenspfeifen kreisen ließen oder alternativ das Kriegsbeil ausgruben.

Diese Lights sollen auf jeden Fall auch für uns Bleichgesichter, seit dem 19ten Jahrhundert in Form von geisterhaft schwebenden und/oder pulsierenden Lichtpunkten bis in die heutige Zeit zu sehen sein. Sie sind je nach lokaler Wetterlage über dem Gebirge angeblich klar und deutlich zu sehen.



Brown Mountain liegt in West-North Carolina (USA) und ist in die sogenannten Blue Ridge Mountains -



(mit „Take me Home Country Roads“ von John Denver angeblich auch besungen)



- integriert, welche wiederum eine geografische Untergruppe der Appalachian Mountains (Appalachen) sind.



Die meisten Appalachen Bewohner, welche dort einst siedelten, sollen schottisch-irischer Abstammung sein. Soweit die Herkunft der Menschen. Wo die „Brown Mountain Lights“ herkommen, weiß kein Mensch so hundertprozentig.

Die dort Lebenden sind folkloristisch engagiert und bisweilen auch etwas abergläubisch. So soll es, seit mehreren Generationen eine Warnung von diesen geben, des Nachts bloß nicht im Gebiet der Appalachen laut zu pfeifen, da das Pfeifen mysteriöse Erscheinungen (die o.g. Lichter?) und Geschehnisse herbeirufen würde, denen man besser aus dem Weg ginge.

Die Brown Mountain Lights werden als minutenlange kleine bewegliche Lichtpunkte oder Leuchtkugeln am Himmel beschrieben, welche ab und zu ihre Größe wechseln oder auch plötzlich zu pulsieren anfangen. Die diesbezügliche Farbpalette wird von Augenzeugen mit gelb, orange, rot, weiß und blau beschrieben.

Manche der indigenen Ur-Einwohner munkeln, dass es sich um ruhelose Geister bzw. andere übernatürliche Wesen handeln könne, die diese Lichter verursachen.



Es werden diverse diesbezügliche Legenden in der Gegend erzählt.
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01.

Eine Legende der Cherokee deutet z. B. die Sichtungen als Geister von Kriegern. Um 1200 nC hätte es eine Metzelei zwischen dem Stamm der Catawba und den Cherokee in der Nähe des Brown Mountain gegeben. Die Lights wären die Geister gefallener Cherokee-Krieger, welche nachts über das alte Schlachtfeld schlurfen würden. Die Lichterscheinungen wären das Geleucht von Krieger-Geistern zum Zwecke der Warnung, Mahnung und Erinnerung. Es gibt eine abgewandelte Version dieser Legende, nach der auch die Seelen der getöteten Catawba herumspuken würden und nicht nur die der getöteten Cherokee-Krieger. Diese Version geht zudem davon aus, dass die Leuchtseelen in den angrenzenden Tälern nach den Seelen ihrer getöteten Squaw suchen würden.



Anmerkung: Unterstützt wird diese Legende durch Augenzeugenberichte, die von Lichtergruppen erzählen, welche sich einander am Himmel „jagen“ würden. Nebenbei sei hier mal darauf hingewiesen, dass das ständige "Squaw suchen" auch unter uns Lebenden bekannt sein sollte. Immer wieder kommt es vor, dass man seine bessere Hälfte im Baumarkt suchen muss, weil diese irgendwo zwischen den Regalen mal wieder falsch abgebogen ist.





02.

Auch touristisch gut verkaufen lässt sich eine weitere Legende, die über eine Liebesgeschichte handelt.

Zwei Verliebte hätten sich einst zum Stelldichein heimlich am Brown Mountain getroffen. Das Problem dieses Tête-à-Tête wäre gewesen, dass beide aus verfeindeten Stämmen stammten. Irgendwie kam es dann in der Folgezeit zu deren tragischen Tod. Seitdem würden deren Seelen als Lichter am Himmel herumspuken.



Anmerkung: Unterstützt wird diese Legende durch Augenzeugenberichte, die Spuklichter paarweise, also im Doppelpack, gesehen hätten. Das "etwas doppelt sehen" ist nicht immer ungewöhnlich, wenn man die angeblich schottisch-irische Abstammung der Appalachen-Siedler berücksichtigt. Genauso, wie der Süddeutsche sein Maß Bier liebt, schätzt man in Irland und Schottland bekanntlich den Whisky (Scotch). Der zu üppige Genuss dieses Nationalgetränks kann natürlich optische Folgen haben. Ab einem gewissen Pegel sieht man vieles doppelt.





03.

Dann gibt es da noch eine weitere Schutzgeister-Legende.

Einige Eingeborene meinen, dass die Lichter von Schutzgeistern kommen.
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Geister, welche die gesamte Region überwachen, damit Reisende vor Gefahren gewarnt werden und nicht zu Schaden kommen. Ähnlich wie ein Sheriff die Warnleuchte seines Polizeiwagens während eines Einsatzes blinken lässt, sollen die Lichter die Anwesenheit der Schutzgeister signalisieren.



Anmerkung: Das hört sich so an, als wäre es mit der Feder der Tourismusbehörde geschrieben worden.





04.

Zu guter Letzt kommt dann noch die für solche Situationen fast obligatorische Vermutung, dass Alien (Außerirdische) hinter allem stecken würden. Es wird über Lichterscheinungen aufgrund mysteriöser Energien schwadroniert, welche man außerirdischen Aktivitäten an diesem Ort zuordnet.



Natürlich hat es auch wissenschaftliche Untersuchungen zu den „Brown Mountain Lights“ gegeben. Die USGS (United States Geological Survey) kam 1971 zu dem Schluss, dass die meisten (also nicht alle!) Lichterscheinungen auf natürliche Ursachen zurückzuführen sind. Als Beispiele wurden ermittelt:



- Lagerfeuer



- andere Feuerquellen wie Buschfeuer, Elmsfeuer (Elektrometeore; Lichterscheinung nach elektrischen Entladungen in der Atmosphäre), Fuchsfeuer (Biolumineszenz spezifischer Pilzarten), Irrlichter (Methan-Entzündungen).



- Fahrzeuglichter von Lokomotiven und/oder Autos

(Anmerkung: Dieser Theorie wird teilweise heftig widersprochen, da es überlieferte Sichtungsgeschichten aus Zeiten gibt, in denen es noch gar keine Autos und/oder Lokomotiven gab.)



- Fata Morgana (Luftspiegelungen)

(Anmerkung: Hierzu soll es einem Test im Jahr 1977 gegeben haben. In diesem wurde aus über 20 Kilometern Entfernung ein enorm starker Lichtstrahl auf das West-Brown Mountain Gebirge gerichtet. Der Test produzierte zahlreiche neue Folge-Lichtmeldungen aus der Bevölkerung.)



- Natürliche atmosphärische Phänomene (z. B. Himmelslichter durch ionisierte Gase oder Temperaturinversionen)



- Ansammlungen von Glühwürmchen



Ein gewisser Prozentsatz der Sichtungen (ca. 3 Prozent) konnte aber bis heute tatsächlich nicht wissenschaftlich erklärt werden.





Die örtlichen Tourismusbehörden merkten mit der Zeit, dass solche Lichter und die damit verbundenen Legenden „bares Geld“ bedeuten.
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Dementsprechend wurden die Brown Mountain Lights schnell ein beliebtes Touristen-Ziel. Im Rahmen von organisierten Erlebnistouren werden Touristen zu Beobachtungsstellen gekarrt, von denen man laut Meinung der Veranstalter die geheimnisvollen Lichter gut sehen kann.



Howgh!





E N D E







EPILOG:



Auch an anderen Stellen unserer Erde zischt, qualmt, funkelt und blitzt es gewaltig!

Wer sozusagen weiter erleuchtet werden möchte bzw. wer sich für solche Geheimnisse interessiert, findet weitere Beiträge auf WebStories über folgende LINKS:



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https://webstories.eu/stories/story.php?p_id=130390

https://webstories.eu/stories/story.php?p_id=130532



Film-Hinweis zu den Brown Mountain Lights:



- Alien Abduction 2014 –

(Entführung durch Außerirdische; Gemäß der J. Allen Hynek Klassifikation, Film einer UFO-Nahbegegnung der vierten Art)
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Punktestand der Geschichte:   105
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Interessante Kommentare

Kommentar von "Unbekannt" zu "Violett"

schöö :-)

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