Andacht Wer ist der Größte?   82

Kurzgeschichten · Nachdenkliches

Von:    martin suevia      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 23. Juni 2017
Bei Webstories eingestellt: 23. Juni 2017
Anzahl gesehen: 2272
Seiten: 3

Alle Texte zur freien Verfügung



Ihr Lieben



So etwas kennt man nicht erst seit unserer Zeit ... obwohl, dieses ganze „Star“ und „Künstler“ Gehabe ja vor knapp 2000 Jahren anscheinend vorausgesagt wurde:



2. Tim. 3.3

Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, aufgeblasen, unbedacht Lästerer,

den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, (Volltreffer)



Zu Jesu irdischen Lebzeiten forderten ihn allen Ernstes Johannes und Jakobus, die Söhne des Zebedäus auf: „Gib uns, dass wir sitzen einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken in deiner Herrlichkeit!“ (Markus 10.37)



Ja, auch hier schienen die beiden Burschen vom Kelch der „Macht und Herrlichkeit“ genippt zu haben ...

Lukas 9.54

Als aber das die Jünger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel falle und sie verzehre.“



Wie gut, dass sie einen solchen Lehrer und Meister wie Jesus Christus vor sich hatten, sonst wäre es wohl um das Samariterdorf geschehen gewesen ...



Wir wollen alle gern auf dem Thron sitzen, unser Krönchen tragen, das Zepter in der Hand halten, Einfluss und Macht haben, angesehen sein, etwas bedeuten. Darüber definiert sich die heutige Menschheit, egal auf welchem Gebiet, ob auf wirtschaftlichem, auf religiösem, auf handwerklichem oder künstlerischem Gebiet. Wir wollen, nein, wir MÜSSEN uns einen Namen machen

(wir kennen die Geschichte ... Salomo hatte recht, „es gibt nichts neues unter der Sonne“)





1. Mose 11.4 ... und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen ...



Hören wir nicht immer den verächtlichen Rat den Leuten erhalten, die in ihrem Job Mist bauen oder etwas nicht verstehen:

„Geh zur Müllabfuhr!“



Abgesehen davon, dass bei einem Streik der Müllabfuhr das Chaos innerhalb kürzester Zeit ausbräche in der ach so aufgeklärten, modernen, hippen Gesellschaft, wirft das ein deutliches Bild auf die geistige Arroganz, Geringschätzung und Kurzsichtigkeit unserer Gesellschaften. Wird im Frühstücks TV über Arbeitsplätze und Themen ums Arbeiten gesprochen, hängt das so gut wie immer mit der Arbeit in Büros zusammen.
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Freitag früh wird schmunzelnd hingewiesen, dass heute der letzte Arbeitstag und danach Wochenende sei ...

Verkäufer, Reinigungskräfte, Köche, Bedienungen, Pflegekräfte etc. können da schon mal hinten runter fallen ... , doch zurück zum Turm in Babel wo sich die Leute „einen Namen“ machen wollten.



Ob dieses Gehabe damals seinen Anfang nahm oder ob wir noch weiter zurück müssen in den Gan Eden zu dem Wesen das als Schlange und Teufel Einzug in unsere Existenz fand – wir könnten auch zu Jesaia springen und uns dort die bittere Rede, gerichtet an einen „größenwahnsinnigen Gefallenen, durchlesen:



Jesaia 14.12

12 Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, du Bezwinger der Völker!

13 Du aber gedachtest in deinem Herzen: »Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden.

14 Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten.«

15 Doch hinunter ins Totenreich fährst du, in die tiefste Grube!



bedeutend sein, uns einen Namen machen, das scheint seit Anbeginn unserer irdischen Zivilisation in uns allen drin zu stecken.



Das faszinierende bei Jesus Christus, welcher DER HERR genannt wird und lt. Mrk.16.19 „zur Rechten Gottes“ sitzt und lt. Matth. 28.18. „alle Macht auf Erden“ besitzt,ist, dass bei ihm die Sache mit der Macht buchstäblich „seitenverkehrt“ zu sein scheint.



Mrk 10. 42

Da rief Jesus sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. 43 Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein; 44 und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein. 45 Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.



... und bei Matthäus 18 wird er zitiert mit den Worten ...

1 Zu derselben Stunde traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wer ist nun der Größte im Himmelreich? 2 Und er rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie 3 und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.
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4 Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich. 5 Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.



(Ich denke hierbei nicht, dass er in Herbert Grönemeyer Manier oder Alt 68er Romantik gefordert hatte, dass „Kinder an die Macht“ gehörten.)



Erschreckenderweise lässt der folgende Bibeltext aber auch erkennen, dass sowohl das orthodoxe, das römisch-katholische, das evangelische sowie deren „Äste“ und „Zweige“ (Opus Dei, anglikanische Kirche, Calvin, etc ...) wenig mit dem zu tun haben, was die urchristliche Gemeinde (vor)lebte und was im Sinne des Christus war.



Matthäus 23.5

... Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Kleidern groß. 6 Sie sitzen gern obenan beim Gastmahl und in den Synagogen 7 und haben's gern, dass sie auf dem Markt gegrüßt und von den Leuten Rabbi genannt werden. 8 Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder. 9 Und ihr sollt niemand euren Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater: der im Himmel. 10 Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer: Christus. 11 Der Größte unter euch soll euer Diener sein. 12 Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.



Ihr Lieben, die Zeiten werden nicht besser, auch wenn man euch anderes erzählt. Die Vorhersagen der Johannesoffenbarung erfüllen sich vor aller Augen, ebenso die aus der Danielprophezeiung (der „Hin- und Her Kampf zwischen dem „König des Nordens und des Südens“) Es werden noch mehr Seelenverkäufer auftreten, die euch dazu bringen euch immer wieder zu hinterfragen, ob euer Leben „Sinn“ hat, ob ihr „erfolgreich“ seid. Sie werden euch „Optimierungsvorschläge“ unterbreiten und etliche von euch laufen Gefahr, diesen geistlichen Rattenfängern hinterher zu laufen um sich am Ende bittere Selbstvorwürfe über nicht realisierte spinnerte „Ziele“ zu machen. So denkt die Welt und wer die Worte Jesus Christus nicht Ernst nehmen möchte (nun, der hat schon seinen Richter Johann.
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ev.) möge bitte ungehindert weiter in diesem Hamsterrad laufen mit den daraus resultierenden „Früchten“ und dem entsprechenden Ende.

Wir Christen sollten es jedoch nicht nötig haben „ uns einen Namen machen zu müssen“. Unsere Namen sind bereits bei GottVater „ins Buch des Lebens“ geschrieben.



Gottes Schutz und Segen für die kommende Woche!
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Kommentar von "Nausicaä" zu "frühling z2"

einfach toll, dieses frühlingsgedicht. du findest in deinen gedichten häufig ganz eigene, besondere bilder. wunderschön, ohne kitschig zu sein.

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Kommentar von "Evi Apfel" zu "On The Edge Of Us - Kapitel 1"

Das fängt ja recht spannend an. Ich bin neugierig wie es weiter geht.

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