Kurzgeschichten    Nachdenkliches    Nach Datum

   Beisetzung einer flüchtigen Bekannten   104

Die leise Orgelmusik verstummt, aufgebahrt liegt die Tote in einem ärmlichen anmutenden Sarg, nur ein kleiner Kranz zeugt davon, dass sie vermisst werden wird. Du hältst die Rede während der Trauerfeier, obwohl ...

   Der verrückte Veteran   4

Wie jeden Morgen werde ich geweckt von meinem Wecker; er hat diesen wundervollen Sound eines Fliegerangriffes mit den anschließenden Explosionen.
Auf so erfrischende Weise geweckt, erhebe ich mich, gehe ans Fenster und öffne es.

   Und wieder werde ich einsam sein   6

Wie immer sitze ich alleine in unserer Stube und starre Löcher in die Luft. Was soll man auch sonst Tag für Tag machen, in einer Stadt die man sowieso nach drei Monaten wieder verlassen würde, weil der geliebte Vater, oder sage ich bes

   Horst   6

Wenn Horst sich mit Sandra ums Geld streitet, schlägt er die Haustür zu und schläft einfach im Hotel. Das kann dazu führen, dass er im Monat drei Nächte außer Haus gastiert.

   Hundertsechs Tage   53

Hundertsechs Tage. Hundertsechs Tage. Hundertsechs Tage. Keine Zeit wenn man bedenkt wielange ein Menschenleben dauert. Hundertundsechstage. Keine Zeit wenn ich bedenke, wieviel Tage in meinem Leben schon gekommen und gegangen sind.

   Artenvielfalt gegen Einfalt   6

Als der Geschäftsführer des Schweriner Zoos am Morgen des 12.12.2004 den Park betrat, fiel er vor Entsetzen fast aus seinen feinen Lackschuhen. Er konnte kaum glauben, was er da sah.

   Zwischen Tod und Leben eine handbreit Nacht   77

Seit vierzig Jahren geht mir eine Geschichte nicht aus dem Sinn. Ihren Autor habe ich vergessen. War es vielleicht Stefan Zweig? Der Titel könnte in etwas geheißen haben "Die Wirren einer Nacht".

   Der Zobel   6

Hallo, sie da. Ja genau sie! Schauen sie mal bitte ein wenig zur Seite. Genau so. Hallo. Nein, nein erschrecken sie nicht. Nun hören sie doch auf zu schreien. Drüben beim Bäcker schauen schon die Leute. Was sollen die denn denken?

   Unbekannte Sehnsucht   167

Jörg lag in der Badewanne, die er mit heißem Wasser gefüllt hatte.
Eigentlich viel zu heiß, wie er meinte, doch das brauchte er, denn ihm war kalt.

   Zwiegespräch   150

Wir beide. Blutend liegen wir hier. Verlassen. Uns überlassen. Im Zwiegespräch der Einsamkeit. Ruhelos verankert miteinander. Was bringt der ganze Weg, wenn am Ende nur der Schmerz übrig bleibt?

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Interessante Kommentare

Kommentar von "Nausicaä" zu "frühling z2"

einfach toll, dieses frühlingsgedicht. du findest in deinen gedichten häufig ganz eigene, besondere bilder. wunderschön, ohne kitschig zu sein.

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Kommentar von "Dieter Halle" zu "Letzte Currywurst vor Armageddon"

Köstlich, deine scharfzüngige Art, die Dinge gleich beim Haarschopf zu packen und durchzuschütteln. Ich musste oft laut auflachen. So treffend hast du alles auf diesen wenigen Seiten beschrieben. W ...

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