Nachdenkliches · Kurzgeschichten

Von:    Siehdichfuer      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 15. Oktober 2002
Bei Webstories eingestellt: 15. Oktober 2002
Anzahl gesehen: 2552
Seiten: 2

Diese Story ist Teil einer Reihe.

   Teil einer Reihe


Ein "Klappentext", ein Inhaltsverzeichnis mit Verknüpfungen zu allen Einzelteilen, sowie weitere interessante Informationen zur Reihe befinden sich in der "Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht":

  Inhaltsangabe / Kapitel-Übersicht      Was ist das?


In einem kleinen, romantisch wirkendem Haus, vor dem ein liebevoll angelegter, und gepflegter Garten, die Leute zu einem Besuch einlud, wohnte der alte Mann. Tröpfchen erkannte sofort, dass dieser Ort ein kleines Paradies war, sah es doch überall die Handschrift von viel Liebe, Harmonie, von Fleiß und Hingabe. Es gab in diesem Garten Ecken, wo die Blumenpracht üppig und farbenfroh war, es gab aber auch Stellen, die durch Kargheit und Sparsamkeit eine besondere Stimmung ausstrahlten. Hier war es viel leichter, alles zu überschauen und mit etwas Geduld und einem wachen Auge gelang es hier, die besonders schöne Handschrift, der göttlichen Natur, zu sehen. Zwischen Steinen, die jeder für sich betrachtet schon ein von der Zeit geschaffenes Kunstwerk darstellten, war der Boden von kräftig grün glänzendem und mit unglaublich kleinen Blüten geschmücktem Moos bedeckt. Und doch, waren es die Steine die Tröpfchen so faszinierten. So gab es ganz oben, fast schon am Zaun liegend, einen wunderschönen handgroßen, weißlich glänzenden, der wie eine Mondsichel aussah und wenn man genau hinschaute, dann konnte man hier und da, auch einige wie leuchtende Sterne aussehende, spitze Quarzgesteine sehen. Ja, so musste sich Tröpfchen gestehen, hier hatten liebevolle Hände einen kleinen Nachthimmel verewigt. Doch was war das, dort trüben in der rechten Ecke? Auch hier hatte Tröpfchen gleich den Eindruck den Himmel zu sehen. Auf einem kleinen felsigem Hügel wuchsen hier blaue und weiß blühende Moose, die einen nur leicht bewölkten Himmel auf das Beet malten, und hier und da sah man einige alte hölzerne Wurzeln, die wie fliegende Vögel aussahen, und mit ein wenig Fantasie konnte man sie, der goldenen Sonne, die von einer im Moos liegenden leuchtend gelben Glaskugel, dargestellt wurde, entgegen fliegen sehen. Immer wieder konnte Tröpfchen beobachten wie Schmetterlinge, Bienen, aber auch kleine Vögel auf den Steinen landeten um etwas auszuruhen und nach einer Weile bemerkte es, dass einige von Ihnen immer wieder kamen. Das konnte er gut verstehen, war es doch einfach wunderschön diesen kleinen Flecken Erde anzusehen.

Gleich neben dem Haus, ragte eine große, alte Weide ihren kräftigen Stamm und seine starken Äste, die sie wie Arme in den Himmel hielt, um dann die langen schönen Weidenruten in üppiger Fülle herunter hängen zu lassen.
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Sie strahlte Ehrfurcht und Würde aus und auch der Wind, konnte sich dieser Schönheit nicht entziehen, ja es sah sogar so aus, als würde er, mit diesem behutsamen Blasen, den alten Baum streicheln. Mit einem sanften und wohlklingendem Rauschen, bedankte sich die Weide und lud alsbald, so manchen Vogel zum musizieren ein. Oh ja, das gefiel der Weide und so gab sie sich alle Mühe, mit leichten Schwingungen ihrer Ruten, den Gesang der Vögel zu dirigieren. Dies war, an sich schon tief ergreifend, doch es wurde noch dadurch gesteigert, dass auch die Sonne versuchte ihren Beitrag zu leisten und so ließ sie die alte Weide, in ihrer ganzen Pracht, in einem besonders schönen, goldenen Licht erstrahlen. Die Weide bemerkte diese Zuwendung und vor lauter Glück, öffnete sie sich so weit sie konnte und ließ auf diese Weise, die goldenen Strahlen zu sich herein. Es war ein einzigartiges Fest der Sinne und alle Beteiligten gaben alles was sie konnten, damit es noch nicht enden musste.

Aber auch dieser Tag ging nun langsam zu Ende und jeder spürte, dass es nun Zeit würde sich auszuruhen und mit der untergehenden Sonne gingen auch die Vögel und Schmetterlinge, die Bienen, Käfer und Spinnen aber auch die Blüten der Blumen schlafen. Sie legten ihre farbenprächtigen Blütenblätter zusammen und boten somit so manchem kleinen Tierchen ein zu Hause für die kommende Nacht. Hier und da hörte man noch den einen oder anderen Vogel mit einem trillerndem Tirili und Tirila den schönen Tag besingen, bevor auch sie, mit einem letzten Zwitscher-Zwitscher, sich eine gute Nacht wünschten. So kehrte langsam Ruhe ein und der liebe Mond am Himmel zog mit all seinen Freunden, den Sternen am Himmel auf um über all den Schlafenden Wache zu halten.
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Kommentare zur Story:

  cool,
find es toll!
Du kommst total aus dich heraus!
das mag ich besonders an deinen geschichten ich lese sie öfters!!!schreib weiter hin geschichten!!  
   Josi Star  -  11.12.13 18:06

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  sehr schön  
heidi  -  26.10.02 13:54

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Interessante Kommentare

Kommentar von "Homo Faber" zu "Der Zug"

Hallo, ein schöner text, du stellst deine gedanken gut dar, trifft genau meinen geschmack. lg Holger

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