Tagebuch einer aktuellen ISLAND Reise August 2026   12

Kurzgeschichten · Erinnerungen

Von:    Ron Holiday      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 13. August 2026
Bei Webstories eingestellt: 13. August 2026
Anzahl gesehen: 55
Seiten: 29

Inhaltsverzeichnis:



1.0 Prolog



2.0 Allgemeines und Spezielles zu Island (Politik, Sprache, Flächen, Klima …. etc.)

2.1 Geschichte Islands (Wikinger)

2.1.1 Das THING

2.2 Naturschauspiele und geologische Besonderheiten

2.2.1 Vulkanismus

2.2.2 Geysire

2.2.3 Gletscher

2.3 Diverses zu Island

2.4 UFOs/UAPs über Island

2.5 Tierwelt und Nahrung

2.5.1 Tomaten und Bananen auf Island?

2.6 Icelandia

2.7 Leben und Zahlen auf Island

2.7.1 Lebens(er)haltungskosten – unverbindlich -

2.8 Neugeburten

2.9 Wirtschaft

2.9.1 BIP

2.9.2 Wirtschaftszweige

2.9.3 Arbeitslosigkeit/Beschäftigung

2.9.4 Bodenschätze/Ressourcen

2.10 Kriminalität

2.11 Schulsystem

2.12 Hinweise für Autofahrer



3.0 Persönlicher Reisebericht Island Juli/August 2026

3.1 Schiffs-Eckdaten

3.2 Reiseerlebnisse /Reiseaktivitäten

3.2.1 Cuxhaven Steubenhöft – BEGINN DER REISE -

3.2.2 Seetag

3.2.3 Seetag

3.2.4 Vagur und Thorshaven

3.2.5 Thorshaven

3.2.6 Eskifjördur und Kreuzen in Reydarfjördur

3.2.7 Heimaey

3.2.8 Hafnarfjördur

3.2.9 Grundarfjördur

3.2.10 Isafjördur

?3.2.11 Überqueren des Polarkreises, Kreuzen im Eyjafjördur, Akureyri

3.2.12 Husavik

3.2.13 Akureyri

3.2.14 Seetag

3.2.15 Seetag

3.2.16 Stavanger

3.2.17 Seetag

3.2.18 Cuxhaven Steubenhöft – Rückfahrt und ENDE DER REISE –

3.2.19 Fazit der Islandreise

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1.0 Prolog:



Da ich bereits auf der Seite https://webstories.eu/stories/story.php?p_id=130463 über eine vorherige Island/Grönland Reise im September 2025 berichtet habe, erfolgt der Hinweis, dass die dortigen allgemeinen Informationen nachstehend noch einmal zum Teil überarbeitet wurden. Wer sich die Ausführungen nicht noch einmal durchlesen will, kann direkt nach unten zu Ziffer 3.0 scrollen und dort starten.



Teilweise landestypische (seltsame) Original-Schriftzeichen oder Buchstaben in Wörtern wurden von mir zwangs-eingedeutscht, damit diese im Webstories-Portal beim Abspeichern nicht wieder zu technischen Fehlern führen.
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Alle nachstehenden GPS-Angaben/Daten verstehen sich ohne jede Gewähr.

Wenn man die GPS-Daten mit copy/paste in die Zwischenablage nimmt, kann man über Google Earth mittels der Eingabe ins dortige Suchfeld (oben links) die Orte des Geschehens aufrufen und virtuell mitreisen.



2.0 Allgemeines und Spezielles zu Island



Island (Insel im Nordatlantik) wurde am 17.06.1944 nC unabhängig von Dänemark.

Das dortige Klima kann man als subarktisch bezeichnen (kühle Sommer und milde Wintern). Es wird stark durch den Golfstrom geprägt.

Island ist stellenweise ca. 480 km breit (West/Ost) und ca. 315 km lang (Nord/Süd).

Die nordamerikanische und die eurasische Platte treffen hier aufeinander, was u. a. dazu führt, dass es dort Erdrisse gibt, welche jedes Jahr einen Zentimeter breiter werden. Dies ist in geologischen Maßstäben gemessen enorm viel und schnell.

Man spricht in dieser parlamentarischen Republik Isländisch (Amtssprache; pseudo-indogermanisches Kauderwelsch), Dänisch und auch Englisch.

Der unabhängige Inselstaat hat ca. 395.000 (Stand März 2026) Einwohner auf 103.000 km² Fläche (Landfläche ca. 100.000 km² und Wasserfläche ca. 3.000 km²). Von der Fläche her betrachtet, könnte man Island in etwa mit Ungarn (93.036 km²), Portugal (92.212 km²) und Südkorea (100.210 km²) vergleichen. Die Bevölkerungsdichte beträgt nur ca. 4 Einwohnern pro km². Allein die Hauptstadt Reykjavík zählt ca. 130.000 Einwohnern. Die Einwohner sind zu ca. 74 Prozent protestantischen Glaubens.



2.1 Geschichte Islands



Im 9. und 10. Jahrhundert nC wanderten Wikinger u. a. aus Norwegen nach Island aus.

Was waren das für Leute, die Wikinger?

Diese wetterfesten historisch skandinavischen Gestalten trieben sich besonders im Betrachtungszeitraum 700 nC bis 1050 nC in Norwegen, Schweden und Dänemark herum. Sie sind uns eigentlich nur aufgrund ihrer Raubzüge von England bis Bagdad bekannt. Angeführt wurden sie von diversen Anführern bzw. Königen, welche schon zur damaligen Zeit als nicht besonders zart besaitet galten.
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Zu diesen zählten:



- Reginheri (Anführer auch Reginherus oder Ragnar genannt; ca. 845 nC Überfall und Plünderung auf/von Paris mit Langschiffen über die Seine. 885 nC – 886 nC erneute Belagerung von Paris durch die Wikinger.



- Gorm der Alte (ca. 900 nC – 958 nC)



- Harald Blauzahn ((*1) bzw. Harald I., ca. 958 nC – 986 nC); Sohn des „Gorm der Alte“; Wesentlich für die Christianisierung Dänemarks.



- Sven Gabelbart ((*2) bzw. Sven I., ca. 986 nC – 1014 nC); Sohn des Harald Blauzahn; Hobby: Raubzüge)



- Knut der Große (ca. 1016 nC – 1035 nC); Sohn des Sven Gabelbart, König von Dänemark, England und Norwegen.



- Anund Jakob (ca. 1022 nC – 1050 nC); König von Schweden.



- Erik Segersäll (ca. 970 nC – 995 nC); König von Schweden



- Olaf Skötkonung (ca. 995 nC – 1022 nC) ; Sohn von Erik Segersäll und erster christlicher König von Schweden



- Olaf der Heilige (bzw. Olaf II., ca. 1015 nC – 1030 nC); König von Norwegen und Christianisierer Norwegens.



- Olaf Tryggvason (ca. 963 (?)/995 nC – 1000 nC); König von Norwegen.

Wie der Webstories-Story https://webstories.eu/stories/story.php?p_id=130698 zu entnehmen ist, soll dieser auf „Skellig Michael“ (Erzengel Michaels Insel) getauft worden sein, wobei anzumerken ist, dass es zu seinem Geburtsdatum unterschiedliche Quellenaussagen im Internet gibt.



- Harald Schönhaar (bzw. Harald III., ca. 1046 nC – 1066 nC); König von Norwegen.



- Olaf Kyrre (ca. 1067 nC – 1093 nC); König von Norwegen und Sohn von Harald Schönhaar.



2.1.1 Das THING



Dann gab es bei Ihnen noch Stammeshäuptlinge, freie Männer, Bauern und Sklaven. Wenn es irgendwelchen Ärger oder etwas Wichtiges zu besprechen gab, beriefen die Stammesführer einen (altgermanischen) THING (Volksversammlung, Gerichtsversammlung etc.) auf einem THINGPLATZ unter freiem Himmel ein. Dieser THING konnte drei Tage lang bei Neumond/Vollmond dauern und führte Entscheidungen herbei, welche für die Wikinger teilweise Gesetzes kraft hatten. Oft begann der THING am ersten Tag mit einem allgemeinen Besäufnis. Viele der Teilnehmer hatten sich lange nicht mehr gesehen und das Wiedersehen musste gefeiert werden.
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Kinder, Frauen, Sklaven und Fremdlinge durften am THING nicht teilnehmen. Es wird berichtet, dass manche von diesen sich aber im Hintergrund solidarisch mitbetranken.

Ihre Götter waren vor allem Freya, Freyr, Thor, Týr und Odin, welche sich, nach Meinung der Wikinger, in ASGARD herumtrieben. Den sterblichen Menschen war der Aufenthalt im MIDGARD zugewiesen. Viele von ihnen erwarteten das RAGNARÖK, den Endkampf zwischen Riesenwesen und den o. g. Göttern. Wer sich in dieser oder einer anderen Schlacht tapfer schlug und starb, durfte ins WALHALLA. Der Rest musste sich mit dem Reich HEL begnügen.



Es gibt genetische Untersuchungen, die Gemeinsamkeiten des isländischen Genoms, mit dem der Norweger bzw. anderer skandinavischer Vorfahren belegen.

Viele isländischen Sagas (Märchen, Legenden, Sagen) schildern die Migration der Wikinger nach Island. Besonders das Landnahmebuch (Landnamabok) wird in der diesbezüglichen historischen Literatur immer wieder als bedeutende Schriftquelle dargestellt. In diesem Buch werden hunderte von Wikinger-Siedlern aus Skandinavien (auch Norwegen) benannt, die in einem Zeitraum von 60 Jahren ab 870 nC Island besiedelten. ERIK DER ROTE kehrte Island zwangsweise den Rücken zu, da er wegen Mordes aus Island verbannt wurde. Er schlug die Fluchtrichtung nach Grönland ein und kehrte angeblich drei Jahre später wieder nach Island zurück, um Werbung für eine Übersiedlung nach Grönland zu machen. Ca. 25 Wikinger Schiffe folgten seinem Aufruf und gründeten in Grönland mindestens 2 Siedlungen.



2.2 Naturschauspiele und geologische Besonderheiten



2.2.1 Vulkanismus



Island wird auch als "größte Vulkaninsel" der Erde bezeichnet. Von ca. 130 dort bekannten Vulkanen sollen bis zu 30 aktiv sein. Durchschnittlich alle 10 Jahre gibt es dort einen größeren Vulkanausbruch. Die Insel ist von vulkanischer Aktivität durchzogen (z. B. Hekla, Katla, Grímsvötn, Stratovulkan Eyjafjallajökull mit seinem Ausbruch 20.03.2010 bis ca. 24.05.2010 …. etc ). Der Isländer lebt praktisch auf heißer flüssiger Erde und erfreut sich trotzdem vieler Wasserfälle, die den Namen Wasserfall wirklich einmal verdienen.

Bezüglich eines Vulkan-Watching sei darauf hingewiesen, dass infolge der permanent an unzähligen Inselstellen austretenden Erdgase, aktive Vulkane nur bei starkem Wind besucht werden sollten, da dort auch geruchloses Gas austritt, welches jederzeit tödlich sein kann.
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Wenn also irgendwo ein diesbezügliches amtliches Warnschild aufgestellt wurde, sollte man sich besser an die Anweisungen halten und nicht versuchen seinen neugierigen Riechkolben in irgendwelche Ritzen zu stecken.

Wenn es Vulkan mäßig auf Island kracht, dann häufig so heftig, dass große Teile unsere Erde auch etwas davon haben. Vom 08. 06.1783 nC bis zum 07.02.1784 nC kam es beispielsweise zur „Nebelnot“-Naturkatastrophe (Moduhardindin). Der Laki-Krater (GPS-Position ungefähr 64.070944° -18.240432° ) brach aus und spukte so viel Dreck in die Atmosphäre, dass das Weltklima insgesamt in Mitleidenschaft gezogen wurde. Mehr als 100.000.000 Tonnen Schwefeldioxid wurde von diesem in die Luft gepustet. Große Teile von Süd-Island wurden verwüstet und weltweit kam es zu Missernten.



2.2.2 Geysire



Auch die Tätigkeiten der dortigen Geysire werden bereits seit 1294 nC erwähnt (u. a. Heukadalur; Litli-Geysir; Strokkur – Ausbruch ca. 20 Meter hoch alle 8 bis 10 Minuten, GPS-Position 64.312687° -20.300736°). Freunde spektakulärer Geysire sollten das großangelegte Geysir Zentrum (GPS-Position 64.309402° -20.302022° ; Biskupstungnabraut Haukadalur 35) aufsuchen, welches auch neben einem Restaurant einen großen Parkplatz hat. Die geothermale Area hat Ausmaße in der Größenordnung von ca. 1000 * 600 Meter und ist als touristisches Highlight stark frequentiert.



2.2.3 Gletscher



Ca. 11 Prozent der Landesfläche von Island werden von Gletschern bedeckt (z. B. auch durch Vatnajökull, als größter Gletscher Europas)





2.3 Diverses zu Island



Man kann viele ein bis zweistöckige buntfarbige Holzhäuser auf der Insel Island sehen, von denen so manche ein begrüntes (Giebel-)Dach haben. Die Mitte von Island ist wenig bevölkert und vermittelt einen manchmal urzeitlichen Eindruck. Das Leben spielt sich hier mehr an den Küsten ab, was aufgrund der Fischerei-Gegenwart und Vergangenheit nur logisch erscheint.

Fährt man aufs Meer hinaus kann man manchmal Humpback Whale (Buckelwale) beobachten, die heutzutage zum Glück mehr mit dem Fotoapparat als mit der historischen Harpune geschossen werden. Im Inland trifft man häufiger auf (wirklich wilde?) Island Pferde (Caballos Islandeses) und allerlei anderes Getier.
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Wenn man von der Hauptstadt Reykjavik aus auf den Iceland National Highway 1 zunächst in Richtung Süden fährt, kann man die Insel Island auf diesen praktisch einmal umrunden. Laut Aussage einer KI soll dieser Highway eine Gesamtlänge von ca. 1322 Kilometern haben und wäre angeblich die längste Ringstraße Europas, welche 1974 nC fertiggestellt wurde.

Man soll es nicht glauben, aber strickende Männer sind auf Island keine Seltenheit. In dem Sinne kann man dort von einer Emanzipation des Mannes reden. Vielleicht ist das Stricken ja ein Ausgleich für das Fischnetze knüpfen, welches vom Aussterben bedroht ist?

Mit drei Paar Socken übereinander unter dem Neoprenanzug wagen sich hier männliche und weibliche Taucher mit Pressluftflaschen in die eisigen Meeresfluten. Was für uns ein Grauen wäre, ist für die Nachfahren der Wikinger eher ein Gaudi.

Samstag nachmittags tummelt sich die Jugend in den kleinen Dörfern, während es schneit, manchmal in einer Art warmen Outdoor-Badewanne (Inuit-Jacuzzi; Hot Pots; Snorralaug in Reykholt). Im heißen Hot Pot mit +40° C und Außentemperaturen von -10° C lehnen sich diese nachts gerne entspannt mit einem Bier in der Hand zurück und schauen sich die Polarlichter genauer an.

Manche stürzen sich nur mit Badekleidung ab und zu noch in die eisigen Meeresfluten und jauchzen laut vor Vergnügen. Furchtlose Isländerinnen gehen auch schon mal zwischen Grindwalen schwimmen und machen damit den alten Wikingern alle Ehre.

Man muss es einfach anerkennen: Umwelt harte Mädels und Jungs! Da kann und will ich als dekadenter Mitteleuropäer nicht mithalten.



2.4 UFOs/UAPs über Island



Ein isländischer UFO-Spezialist namens Magnus Sk. soll im Jahr 2013 von bisher ca. 170 UFO-Sichtungen im isländischen Luftraum gesprochen haben. Am 04.11.2014 nachts, soll in der Stadt Reydarfjördur (GPS-Position 65.037807° -14.216471°) die Himmels-Post abgegangen sein. Da hätte man wieder eins gesehen. U. a. sollen in der Vergangenheit auch 3 silberne Untertassen über dem Raudavatn-See (GPS-Position 64.107785° -21.771173°) zu sehen gewesen sein.

An dieser Stelle sei noch einmal der Hinweis abgegeben, dass das Baden in arktischen Gewässern ohne Neopren-Kälteschutz-Anzug zu unkalkulierbaren negativen körperlichen und geistigen Folgen führen kann, ……… aber nicht muss!

Besonders Eisbaden in Verbindung mit dem dort nicht unüblichen üppigen Genuss von alkoholischen Getränken ist nicht immer gesundheitlich förderlich und kann zu Visionen führen.
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Und derjenige, welcher Visionen hat, sollte ja bekanntlich besser einen Arzt konsultieren. Das schlug uns wenigstens einmal ein Alt-Bundeskanzler vor.



2.5 Tierwelt und Nahrung



Auf dieser urzeitlichen Vulkaninsel soll es ca. 1.000.000 Schafe (andere Info-Quellen schätzen die Anzahl auf maximal 450.000 oder 800.000) der Gattung Ovis(o) orientalis geben, welche sich munter, vergnügt und voller Lebensfreude auf den dortigen Wiesen tummeln, bis ……,. tja bis ….. der Metzger seine Arbeit aufnimmt und diese zu Saltkjöt (gesalzenes Lammfleisch), Hangikjöt (geräuchertes Lammfleisch), Svid (gesengter Lammkopf), Lifrarpylsa (Lammleberwurst) und/oder Svidasulta (Kopfsülze) zwangstransformiert. Während man an den o. g. Speisen als karnivorer Homo Sapiens noch vereinzelt Gaumenfreuden haben kann und nicht muss, sollte man beim Angebot des isländischen Schankwirts eine Portion Hrutspungar serviert zu bekommen schon vorsichtiger sein, da dies in Molke gesäuerter Widderhoden ist. Also, ich weiß nicht wie Ihr das als Leser seht, aber irgendwo hört es doch auf. Nicht alles, was so ein Tier hergibt, muss, meiner Meinung nach, auch unbedingt weiterverwertet werden. Aber, warum soll es dort anders sein als bei uns? Auch bei uns werden in der Gastronomie Innereien serviert.

Und nach der Mahlzeit spült der Isländer mit Kaffee oft auch mit Schuss (Likör, Cognac) ordentlich nach, wobei auch Bier gerne gestemmt wird. Kein Wunder, wenn man vorher Hrutspungar serviert bekommen hat.

Ach! Fast hätte ich den Stinkefisch (Gammel-Hai; Grönland-Hai) vergessen. Dieser wird vorzugsweise nicht in der Nähe von Wohnungen gelagert und ist erst nach Wochen langem Vergammeln angeblich genießbar. Während des Trocknens verbreitet dieser einen Atem raubenden Ammoniak Geruch, welcher angeblich kaum auszuhalten ist. Der Verzehr erfolgt von den Einheimischen später dann begleitend mit hochprozentigem Schnaps-Konsum.

Nebenbei sei angemerkt, dass es schlachtfrisches Lammfleisch (Omega-3-Fett-Fleisch angeblich ohne Antibiotika- und Wachstumshormonrückstände (Faktencheck besser durchführen!)) dort vor allem zwischen September und Dezember geben soll.
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Davor und danach bekommt man meistens Tiefkühlkost serviert. Die isländische Schafwolle, also so etwas wie der Skalp des Nordischen Kurzschwanzschafs, ist für viele ein Geheimtipp, wenn es darum geht einen außergewöhnlich warmen und teuren Pullover herzustellen bzw. zu tragen.

Es ist nicht nur das raue Klima, welches die Isländer diesbezüglich mental empathisch abgehärtet hat, sondern auch die Tatsache, dass Tiere dort, im Gegensatz zu unseren Breitengraden, weniger als Freizeitbegleitung des Menschen angesehen werden, sondern vor allem als reine Nutztiere.

Die wichtigsten isländischen Onshore- und Offshore Tiere sind u. a. Blauwale, Buckelwale, Finnwale, Minkwale, Pottwale, Schwertwale (Orcas – nahe Snæfellsnes-), Delfine, Robben (Kegelrobben, Ringelrobben, Sattelrobben, Seehunde), Polarfüchse (Vulpes lagopus; lebte schon vor der Erstbesiedelung Islands dort), Rentiere (östliches/nordöstliches Hochland. Wurden angeblich erst im 18ten Jahrhundert aus Norwegen dorthin eingeführt), Islandpferde (soll man angeblich nicht Island Pony nennen! Der Landrover oder Unimog unter den Pferden), Elche, Braunbären (Kodiakbären), Biber, Weißwedelhirsche, Kojoten, Vögel (250 Vogelarten, wie Singvögel, Greifvögel (Gerfalke), Wasservögel, Papageientaucher, Seeadler) und auch so mancher zweibeinige komische Vogel in den touristischen Hochburgen. Giftige Schlangen gibt es dort nicht. Große Walrosse, Wölfe und Eisbären soll es dort gar nicht oder nur wenige geben. Von gesichteten Wölfen wird berichtet, dass diese angeblich guten Schwimmer wären (Dundas Island Wölfe). Sollte man eine Pinguin Kolonie dort gesichtet haben, ist die Einblicknahme in die Reisepapiere noch einmal dringend zu empfehlen, da man sich dann nicht auf Island, sondern auf der anderen Pol-Seite der Erde befindet.

Ob man einen mythischen Troll (auch Elfen, Gnome, Feen), den manche Isländer hinter jedem Baumstamm lauernd vermuten, als Mensch, Tier oder als irreales Hirngespinst ansieht, bleibt jedem selbst überlassen. Furchtsamen unter uns ist es aber zu empfehlen, vor dem Schlafen gehen, besser noch einmal unter dem dortigen Bett nachzuschauen. Man weiß nie, was sich dort so alles verbirgt und des nachts, wenn der Tourist schon feste schnarcht, darunter mit glühend roten Teufelsaugen neugierig emporkriecht! Auch unter der Kreuzfahrtschiff Koje können jederzeit mysteriöse Gegenstände auftauchen, die der letzte Gast dort hinterlassen hat und vom Kabinen Stewart wegen Arbeitsüberlastung nicht beseitigt wurden.
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Nebenbei sei noch erwähnt, dass es selbsternannte isländische Seherinnen gibt, welche angeben via Telepathie Kontakt mit Elfen aufnehmen zu können. Eine von diesen berichtete in einer TV-Sendung tatsächlich, dass ihr eine Elfe ihr Missfallen über die respektlosen Touristenmassen ausgesprochen hätte. Die Wander-Touristen würden ständig durch ihre Elfenwohnung (Grasfläche im Freien) laufen, ohne vorher um Erlaubnis gefragt zu haben. Die Elfe wäre deswegen verärgert schon ein paar Mal umgezogen.



2.5.1 Tomaten und Bananen auf Island?



Wer hätte das gedacht?

In dieser nördlichen Hemisphäre hätte ich nicht vermutet, dass man dort auch erfolgreich Tomaten und Bananen in Gewächshäusern züchtet. Im Ort Hvanneyri (GPS-Position 64.561195° -21.771249° / Landwirtschaftshochschule) sorgt Erdwärme so erfolgreich für die Beheizung von Treibhäusern, dass man dort (07/2024) alljährlich bis zu mehreren Tonnen Bananen und Tomaten zum Eigenbedarf ernten kann.



2.6 Icelandia



Ein untergegangener Kontinent?

Neulich las ich irgendwo, dass es Wissenschaftler gibt, welche vermuten, dass es unter Island einen versunkenen Kontinent geben könnte, welchen diese „Icelandia“ tauften. Der angebliche Kleinkontinent (Größe: Ca. 600.000 km² und dreimal so groß wie Großbritannien) soll durch den Nordatlantik vor Urzeiten verschlungen worden sein und von Grönland bis zu den Färöer-Inseln bzw. bis nach Nordeuropa gereicht haben.



2.7 Leben und Zahlen auf Island



Währung: Isländische Krone (ISK).

Sehr real in Island sind aber die dortigen hohen Lebenserhaltungskosten. Suchen Sie mal, lieber Leser dort z. B. einen preiswerten Pullover aus echter isländischer Schafswolle zu einem günstigen Preis.

Ja, da können Sie lange suchen!

Zudem ist alles, was dort importiert werden muss logischerweise sehr teuer.

Da ist es für den Isländer z. B. schon hilfreich, dass er statt importierten Mineralwassers gleich sein Leitungswasser trinken kann, welches angeblich eines der saubersten der Welt sein soll. Angemerkt sei hier, dass ein diesbezüglicher Faktencheck vor dem Verzehr nicht schaden kann, da dieses viele Länder unserer Erde auch von ihrem Leitungswasser behaupten.
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Zu diesem angeblich Spitzen-Kranberger lässt es der DIN-Isländer jeden Morgen mit Haferbrei (Hafragrautur mit Quark und Milch) zusätzlich ordentlich krachen. Das dem dortigen einheimischen Kind, wie bei uns vor über 50 Jahren, zur angeblichen Förderung des Wachstums, ekliger weißer und andersfarbiger Lebertran täglich eingeflößt wird, dürfte in den Bereich der üblen Gerüchteküche gehören.



2.7.1 Lebens(er)haltungskosten – unverbindlich -



Hierzu habe ich einmal eine KI befragt, welche angibt, dass diese Kosten ca. 45 Prozent, über denen in Deutschland liegen würden. Meiner Erfahrung nach eher 100 Prozent.

Laut KI benötigt im Jahr 2026 eine vierköpfige Familie dort ca. 5.579 Euro pro Monat, um denselben Lebensstandard wie eine Vergleichsfamilie in Deutschland zu erreichen, wo man dafür mit angeblich ca. 3.935 Euro zur Kasse gebeten würde.



2.8 Neugeburten



Im Jahr 2021 sollen ca. 70 Prozent aller Neugeborenen auf Island aus außerehelichen Verhältnissen gestammt haben. Wenn man dies einmal mit (z. B.) der Türkei vergleicht, welche hier 2021 angeblich nur mit 3 Prozent punkten kann, dann ergibt sich daraus vielleicht ein interessanter gesellschaftspolitischer Aspekt. Das Bevölkerungswachstum Islands soll moderat sein und wird durch einen Geburtenüberschuss und auch durch Zuwanderung begründet. Innerhalb der letzten 64 Jahre soll die Bevölkerungszahl Islands um 120 Prozent gewachsen sein.



2.9 Wirtschaft



2.9.1 BIP



Im Jahr 2024 soll in Island das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP *1) ca. 33.000.000.000 US$ betragen haben (BIP von Deutschland im Jahr 2024: ca. 4.660.000.000.000 US$). Je Einwohner lag das nominale Island BIP 2024 bei ca. 86.664 US$ (BIP von Deutschland im Jahr 2024 ca. 56.000 US$). Island geht es also vom Wohlstand her anscheinend nicht schlecht. Island zählt sicherlich eher zu den wohlhabenden Ländern des geografischen Europas.



*********** *1) Exkurs BIP ******************

Das Bruttoinlandsprodukt ist der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, welche z. B. innerhalb eines Jahres in einem Land produziert werden. Das nominale BIP weist die Werte zu aktuellen Preisen aus. Das reale BIP ist inflationsbereinigt und zeigt die tatsächliche Mengenentwicklung auf.
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*********** Ende Exkurs BIP *************



2.9.2 Wirtschaftszweige



Als Wirtschaftszweige Islands gelten u. a.:



- Landwirtschaft (Primärbereich)

- Fischerei/Fischverarbeitung (Primärbereich mit mindestens 60 % Exportanteil. Exportiert wird vor allem: Kabeljau, Schellfische, Plattfische und der Seebarsch).

- Aluminiumproduktion (Sekundärbereich, welcher dank günstiger Energieversorgung im Aufwind ist)

- Geothermie (Sekundärbereich)

- Wasserkraft (Sekundärbereich)

- Tourismus (Tertiärbereich; Dienstleistungen)

- Finanzdienstleistungen (Tertiärbereich)

2.9.3 Arbeitslosigkeit/Beschäftigung

Die Arbeitslosenquote soll im Jahresdurchschnitt < 5% sein. Zum Vergleich lag diese Quote im Jahr 2025 in Deutschland bei ca. 6,3 %.



2.9.4 Bodenschätze/Ressourcen



- Schwefel

- Kristalle/Mineralien (z. B. Achat, Calcit; begünstigt durch starke vulkanische Aktivität)

- Gold

- Geothermie

- Wasserkraft / Elektrizität



2.10 Kriminalität – ohne jede Gewähr -



Island soll bisher eine relativ niedrige Kriminalitätsrate haben. Im letzten Jahrzehnt wurde aber eine Steigerung der Organisierten Kriminalität im Bereich des Menschenhandels, Drogenhandels und der Cyberkriminalität verzeichnet. Die Mordrate soll z. B. im Jahr 2023 bei ca. 1,3 Tötungsdelikten mit Vorsatz pro 100.000 Einwohner gelegen haben. Zum Vergleich lag die Mordrate in Deutschland 2024 angeblich bei 0,9 pro 100.000 Einwohner. Insgesamt zählt man Island zu den sichersten Ländern unserer Welt.

2.11 Schulsystem



In Island gilt die allgemeine Schulpflicht. In der Regel sind alle Schulen staatlich und private Schulen bilden die Ausnahme. Auf Inklusion wird Wert gelegt.

Zunächst gibt es eine Vorschule, welche auf die Grundschule vorbereitet.

Die allgemeine Schulpflicht dauert 10 Jahre und beginnt mit der Einschulung in die Grunnskoli (Grundschule). Im schulpflichtigen Alter von 6 bis 16 Jahre ist der Schulbesuch kostenlos. Nach Beendigung der Grundschule können sich die Heranwachsenden auf Gymnasien und Berufsbildenden Schulen weiterbilden, welche angeblich auch kostenlos sind.
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Anschließend gibt es noch die Möglichkeit isländische Fachhochschulen und Universitäten zu besuchen. Hier können Studiengebühren anfallen, wenn man, naturwissenschaftliche, technische, geisteswissenschaftliche, medizinische oder soziale Studiengänge wählt.



2.12 Hinweise für Autofahrer – ohne Gewähr -



Die urlange Island-Ringstraße ( > 1300 Kilometer mit viel Asphaltbelag) ist nur im Sommer für normale Autos geeignet. Zur Erkundung des isländischen Hochlands benötigt man einen 4-Rad-Antriebs-Allradwagen. Hochlandstraßen (F-Straßen), welche oft nur zwischen Mitte Juni und Ende September geöffnet sind, dürfen je nach Wetterlage – angeblich - mit normalen PKW (Mietfahrzeuge) nicht befahren werden. Im nördlichen und östlichen Island sollte man den Tank immer dann auffüllen, wenn 50 Prozent davon verbraucht wurden, da das Tankstellennetz dünn ist. Wenn man auf der Ringstraße liegen bleibt, hat man noch Chancen, dass einem jemand zur Hilfe kommt. Diese Chance ist auf den inner-isländischen unbefestigten Schotterpisten weitaus geringer. Zudem hat man in dünn besiedelten Gebieten evtl. keinen Mobilfunkempfang. Es gibt angeblich Mietwagenanbieter die Zusatzdeckungen zur Vollkaskoversicherung anbieten. Mit diesen werden dann auch Sand-, Schotter- und Ascheschäden (Vulkanasche) am gemieteten KFZ abgedeckt.

Persönlicher Tipp, welchen man nicht oft genug aussprechen kann:

Immer das Kleingedruckte (AGB – Allgemeine Leih- und Geschäftsbedingungen) genau und gründlich vor dem Vertragsabschluss durchlesen. Auch die Mindestdeckungssummen in der isländischen Pflicht-Haftpflichtversicherung (TPL bzw „Third Party Liability“; Abyrgoartrygging) daraufhin überprüfen, ob diese ausreichend sind. Bei der isländischen Kaskodeckung (Ökutækjatrygging) immer auch die Regelungen zur Selbstbehaltsfrage (Sjalfsabyrgo) vorher überprüfen.



3.0 Persönlicher Reisebericht Island Juli/August 2026



3.1 Schiffs-Eckdaten



- Name des Schiffs/Reederei: Kann bei mir persönlich gerne erfragt werden.

- Mannschaft/Schiffsbesatzung: ca. 290 philippinisch/europäische Seeleute

- Passagiere: ca. 550

- Baujahr: 1998

- Flagge des Schiffs: Bahamas

- Größe: 22.496 BRZ (Bruttoraumzahl/Bruttoregistertonne; 1 BRZ = ca.
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2,83 Kubikmeter)

- Länge: 175,30 Meter

- Breite: 23,00 Meter

- Motoren/Antrieb: Dieselmotor MAK mit 2 x 4.790 PS plus 2 x 3.590 PS

- Reisegeschwindigkeit: 14 bis18 Knoten bzw. 25,93 km/h bis 33,34 km/h



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3.2 Reiseerlebnisse /Reiseaktivitäten

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3.2.1



1. Reisetag Cuxhaven (Pier Steubenhöft) – BEGINN DER REISE –

Abfahrt: 18:00 Uhr



Allgemeine Info:



GPS-Position (Breite/Länge): 53.868939° 8.716073° .

Cuxhaven liegt an der deutschen Nordseeküste, am Ende der Elbe. Von dort aus kann man z. B. über den Fährenweg auch zur Helgoland-Inselgruppe kommen, welche ca. 60 Kilometer Seeweg (Kurs-Richtung ca. 302 Grad) von Cuxhaven entfernt in der Nordsee liegt. Auf den Weg nach Helgoland durchquert man auch den „Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer“ in der Nordsee. Folgt man grob mit dem Schiff der fast gleichen Richtung (aber mit Kurs ca. 320 Grad) ca. 1230 Kilometer lang von Cuxhaven aus, kommt man zu den Färöer-Inseln. Auf dem Seeweg dahin kommt man auch (Anm: Faktencheck hierzu aber unbedingt erforderlich, da eine KI die Seeposition ermittelt hat!) auch an der Draupner-Nordsee-Plattform vorbei, auf der man angeblich am 01.01.1995 eine Freak Wave (Rogue Wave; Monsterwelle) mit einer Höhe von fast 26 Metern gemessen bzw. registriert hat.

Bei Ebbe können Schiffe mit größerem Tiefgang nicht immer problemlos von Cuxhaven aus Richtung Nordsee auslaufen, da der Wasserstand evtl. zu niedrig ist. Deshalb startet man meistens bei Flut.

Persönliche Reiseeindrücke (Anfahrt) am 27.07.2026:



Die Reise ging gleich von meiner Wohnungstür an los. Ein Kleinbus holte mich überpünktlich von zuhause ab und transportierte mich und meine Koffer zum HBF (Busbahnhof) meiner Stadt. Dort wartete ich nur kurze Zeit auf den richtigen Transferbus, welcher mich nach Cuxhaven bringen sollte.

Zunächst fuhr der Bus weiter zum Busbahnhof Dortmund und dann über Kamen nach Osnabrück. An allen diesen Orten wurden neue Kreuzfahrtgäste eingeladen. Es ging zur Mittagszeit zum Rasthof Oldenburger Münsterland,

welcher, meiner Meinung nach, in keinem guten optischen Zustand war.
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Dort machten wir 1 Stunde Pause bei einem Mittagessen in spezieller Qualität. Weiter ging es mit dem Bus nach Bremen bzw. endlich nach Cuxhaven Steubenhöft. GPS-Position Pier Cuxhaven: 53°52.10` N 008° 43.02` E



Die Einschiffung erfolgte völlig unproblematisch, da die Koffer direkt vom Bus bis zur gebuchten Schiffskabine transportiert wurden.

Eine kurze Kabinenzustands-Inspektion (Kabine im Deck 4 Bereich) ergab:

Es fehlte ein Badetuch und ein Handtuch. Und die Dusch-Utensilien des Kabinenvorgängers waren nicht vollständig beseitigt worden. Nach erfolgter Reklamation an der Schiffs-Rezeption, wurden die fehlenden Wäschestücke ein paar Stunden später aber in der Kabine abgeliefert.

Um 18 Uhr legten wir vom Kai ab.

Aus Spaß maß ich die Geräuschkulisse in der Kabine um 22:20 Uhr mit einer Smartphone App:

Ergebnis: 53 dB bis 63 dB oszillierend. Das waren, meiner Erfahrung nach, akzeptable Werte von normalen schiffstypischen Geräuschen.



3.2.2



2. Reisetag See Tag



Aktivitäten: Schiffserkundungen und typische Völlerei auf See

Rückstellung der Uhrzeit um eine Stunde.



3.2.3



3. Reisetag See Tag



Aktivitäten: Typische Völlerei auf See.

Noch einmal Rückstellung der Uhrzeit um eine Stunde.

Ich besorge mir ein Buch in der Schiffsbibliothek mit dem Titel: "Es steht geschrieben. Die großen Dokumente der Menschheit" von Paul Frischauer.

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Exkurs/Buch-Rezension:

Im Buch waren einige wichtige fremdsprachige Dokumente der Zeitgeschichte ins Deutsche übersetzt worden. U.a. "Der internationale Weltraumvertrag". Ein interessantes dickes Buch, welches ich in einem Rutsch durchlas.

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3.2.4



4. Reistag Vagur (Färöer-Inseln/Dänemark)



Ankunft: 08:00 Uhr

Abfahrt: 13:00 Uhr



Allgemeine Info:



GPS-Position Vagur (Breite/Länge): 61.477422° -6.848088°

Vagur bedeutet so viel wie „Bucht“. Der Ort Vagur liegt auf der Insel Suouroy auf den Färöer-Inseln. Von den 18 Inseln des Färöer-Archipels sind 17 bewohnt.
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Die Archipel-Einwohnerzahl beträgt 2026 insgesamt ca. 55.000 Menschen. Vagur beherbergt von diesen nur ca. 1300.



Persönliche Reiseeindrücke:



Um ca. 08 Uhr a.m. Ortszeit erreichten wir Vagur und machten am Anlegeplatz Vagur Cruise Pier/Djuphavnin (Main Quay) fest, welcher nur ca. 400 Meter vom Vagur Ortszentrum entfernt liegt.

Hier fand man sehr viele Häuser, die im Erdgeschoss aus Stein gebaut waren, aber alle anderen Etagen aus Holz.

An vielen schien "der Zahn der Zeit" ordentlich genagt zu haben. Einige Häuser hatten großflächig begrünte/gegraste Dächer. Es fiel mir auf, dass die Gräber auf einem Friedhof kaum Blumenschmuck aufwiesen. Anscheinend wurden die Gräber, direkt nach einer Beerdigung ihrem wetterbedingtem Schicksal überlassen. Ich erlebte die Insel als baumlos. Es schienen nur Büsche, Gräser, Mose und Flechten zu geben. Aber, alles war satt grün. Wenige Kilometer Fußweg, westlich vom Pier entfernt, gelangte man an eine steile Klippenlandschaft (Vagseioi), welche sehr sehenswert ist, da die Felswände dort bis zu 200 Meter tief senkrecht ins Meer abfallen. Wenn man von dort entlang der Hauptstraße Vagsvegur zur Anlegestelle zurückläuft, kommt man am Touristenzentrum vorbei, welches kostenloses WLAN zur Verfügung stellte. Da Färöer nicht zum EU-Mobilfunk-Flat Gebiet gehört, hatte man dort Gelegenheit, kostenlos seine Urlaubsbilder an seine WhatsApp-Status-Follower-Gruppe schicken zu können, ohne dabei Gefahr zu laufen eine dicke Telefonrechnung später serviert zu bekommen. In einem Verkaufsgeschäft wurden mehr oder weniger regionale Strickjacken aus Wolle angeboten. Einzelpreise um die 159 Euro herum waren nichts Besonderes. Vor dem Kauf sollte man das Etikett genau prüfen. Wenn darauf „designed in Färöer“ steht, bedeutet das nicht, dass die Jacken auch in Färöer hergestellt wurden. Das kann evtl. auch in Auslands-Fabriken von Billiglohnländern geschehen sein, welche im Auftrag von Färöer-Firmen diese Wollsachen herstellen.

Direkt am Kai kann man die "Church of Vagur" besichtigen, welche mir recht schlicht gestaltet erschien. Interessant war, dass anscheinend sämtliche Gebetsbänke beheizt waren. So fällt das Frohlocken natürlich leichter.

Nachdem das Schiff um 13 Uhr abgelegt hatte, fuhren wir stundenlang durch Fjord- und Sund-Wasserstraßen. Die dortigen felsigen Steilküsten, Gebirge und Inseln waren schon beeindruckend.
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Es gab dort Wasserfälle zu sehen, welche diesen Namen auch verdient hatten.



3.2.5



4. Reistag Thorshaven (Färöer/Dänemark)



GPS-Position: 6200507° -6.76585° .

Einwohner: ca.14.300

Liegeplatz: Eastern Pier

Wir erreichten die Stadt um 19 Uhr.



Allgemeine Info:



Thorshaven ist die Hauptstadt der Färöer-Inseln und liegt an der Ostküste der Färöer-Insel Streymoys. „Skansin“ heißt die historische Festungsanlage, welche man dort findet (GPS-Position ungefähr: 62.007822° -6.763092°), die auf den damaligen Ärger zurückgeht, welchen der dänische König mit fremden Mächten hatte. Heute steht ein Leuchtturm auf dem Gelände.



5. Reisetag Thorshaven (Färöer/Dänemark)



Das Stadtzentrum erreicht man nach ca. 20 Minuten Fußmarsch.

Abfahrt/Ablegen: 13 Uhr.



Persönliche Reiseeindrücke:



Morgens nach dem Frühstück versuchte ich vergeblich in die Stadt zu kommen. Ich kam genau 100 Meter weit, dann kehrte ich freiwillig mit kaputten Schirm und Regen durchnässter Hose zum Schiff zurück. Es stürmte einfach zu nass und zu stark. Nach einer halben Stunde Wartezeit verschwand die Regenfront und ich startete erfolgreich einen zweiten Versuch. Zunächst wanderte ich zur kleinen Festung von Thorshaven, welche ihre Ursprünge angeblich (Faktencheck hierzu erforderlich) bereits im 16ten Jahrhundert haben soll und die außer vier Bronzekanonen und zwei englischen Geschützen aus dem II. Weltkrieg nicht viel sehenswertes zu bieten hatte. Auf dem Festungsgrundstück hat man einen kleinen Leuchtturm errichtet. Danach ging es zu einer Art Regierungsviertel, welches aus einigen roten Holzhäusern mit Grasdächern bestand. Die meisten Häuser scheinen in dieser Stadt auf massiven Felsuntergrund errichtet worden zu sein. Glaubte man den Beschilderungen auf diesen Regierungshäusern vor Ort, dann arbeitet selbst der Färöer Ministerpräsident in einem der Altstadt-Gebäude. Vergleicht man sein Amtsgebäude optisch mit unserem Kanzlergebäude in Berlin, dann ist das schon ein sehr krasser Gegensatz. Nach einem Besuch der öffentlichen Stadtbibliothek mit Free-Wifi-Hotspot lief ich zur sehr imposanten Kirche (Kirkja Vesturkirkjan), welche wie ein riesiger spitzer und eckiger Holz-Zuckerhut aussah.
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Das Gebäude war architektonisch sehr ungewöhnlich gestaltet und eine Besichtigung desselben kann meinerseits nur empfohlen werden, obwohl diese Kirche in den lokalen Tourismus-Broschüren anscheinend manchmal ausgeklammert wird.



Nach dem Ablegen nach 13 Uhr kamen wir auf dem Weg nach Island in leicht schwererer See, die das Schiff zum Schwanken brachte. Irgendwann wurde Windstärke 6 im schiffseigenen Bordinformationssystem angezeigt. Das Schiff knarrte und oszillierte von Steuerbord nach Backbord und von oben nach unten.

Ich hatte mir vorsorglich eine neue Leselektüre in der Schiffsbibliothek besorgt, falls wegen dem Schiffsgeschaukel an Schlafen nicht zu denken war. Es war eine Sammlung von literarischen Essays von Albert Camus.

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Exkurs/Buch-Rezension:

Schwere mentale Kost bei vollem Kreuzfahrer Magen und meiner persönlichen Einschätzung nach, eher ein Werk, wo der Rotwein dem Autoren die Feder geführt hat. Teilweise eine nur schwer nachvollziehbare Ansammlung von Brainstorming-haften emotionalen Gedanken-Assoziationen aufbauend auf teilweise real wirkende zwischenmenschliche Geschichten.

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3.2.6



6. Reisetag Eskifjördur (Island)



Allgemeine Info:



Eskifjördur (Island)

Einwohnerzahl: Ca. 1100

Liegeplatz: Hafskiparbryggja

GPS-Position: 65.07425° -14.02504°

Ankunft 10 Uhr a.m.

Abfahrt/Ablegen 19:00 Uhr.



Besuch von Eskifjördur (Fischerort) und Kreuzen im Fjord Reyoarfjördur (65.022298° -13.926727°). Dieser Ort ist den Dänen schon seit ca. 1787 nC als Handelsplatz bekannt. Mit der immer stärkeren und erfolgreicheren Konzentration der dortigen Einwohner auf den Heringsfang (so ca. ab 1870 nC) entwickelte sich dort auch die Bevölkerungsanzahl positiv. Heute sollen dort knapp über 1.000 Menschen dauerhaft leben.



Persönliche Reiseeindrücke:



Der Wind pfiff ordentlich. Zum Glück konnte ich den Dampfer mit einer dicken Wollmütze verlassen und in Richtung Strandgata (Küstenhauptstraße) laufen. Zunächst begab ich mich zu einem größeren Wasserfall namens Bleiksafoss um ein paar Fotos zu machen. Im Ort selbst mündeten zahlreiche Bergbäche, welche sehr viel Regen- und Schmelzwasser talabwärts mit sich führten und dann im Fjord entluden.
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Im Ort gab es dann noch einen schmucklosen Friedhof. Aus der Mitte eines verfallenen Grabes wuchs ein großer Baum heraus. Echt gruselig. Ansonsten war im Ort nicht nur Hund und Katze begraben sondern auch noch Hund und Maus. Einheimische waren auf der Straße stundenlang kaum zu sehen. Eine Polizistin saß gelangweilt mit laufendem Motor in ihrem Einsatzwagen und beobachtete nur ihr Smartphone. Ich war direkt erschrocken, als drei einheimische Kinder plötzlich an mir vorbeiliefen und mir stolz ihre adipöse weiße Katze zeigen wollten, die einer von diesen auf dem Arm trug. In einem Supermarkt bat ich den Mann an der Kasse mir einen Artikelpreis in Euro zu nennen. Er verstand aber leider kein Englisch. Ein Kollege kam ihm zur Hilfe. Ich glaube hier gilt für die Dorfjugend tatsächlich die Prophezeiung: "Hier wirst du auf die Dauer, nur Schipper oder Bauer!"

Sonstige Schiffsaktivitäten: Kreuzen im Fjord Reydarfjördur (Island)



3.2.7



7. Reisetag Heimaey (Westmännerinseln/Island)





Bewohner: ca. 4.300

Liegeplatz: Naustham(m)arsbryggja (Nausthamar Pier)

GPS-Position: 63.44446° -20.26762°

Ankunft 13 Uhr

Abfahrt 19 Uhr

Allgemeine Info:



Südlich von Island liegt die Insel Heimaey, welche zu den sogenannten „Westmännerinseln“ (The Westman Islands) gezählt wird. Heimaey heißt auch die Stadt auf dieser Insel, welche ca. 4.500 Bewohner hat. Die höchste Erhebung der Insel soll bei ca. 283 Meter über dem Meeresspiegel liegen. Die Entfernung zum isländischen Festland beträgt ca. 10 Kilometer Seeweg. Unter der Insel wird eine große vulkanische Magmakammer vermutet, was dazu führt, dass es auf Heimaey angeblich bisher die meisten registrierten Vulkanausbrüche (z. B. Vulkan Eldfell 23.01.1973 nC; GPS-Position ungefähr: 63.432395° -20.250055°) gegeben haben soll. Bei einem Ausbruch nahmen die Bewohner den Zweikampf Mensch <-> Natur auf und sollen es tatsächlich mittels Wasserkanonen geschafft haben den glühend heißen Lavastrom zu bändigen. Vereinzelt sind auf der Insel noch Häuser mit Grasdächern zu bewundern. Die Insel soll sich gut für Vogel- und Walbeobachtungen eignen.



Persönliche Reiseeindrücke:



Selbst als eher nüchtern eingestellter Reisender gebe ich zu, dass das Naturszenario der Westmännerinseln sehr beeindruckend ist.
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Zunächst musste der Kapitän seinen Kreuzfahrt-Dampfer erst einmal durch eine sehr schmale und kurvige Hafeneinfahrt rückwärts am Pier von Heimaey einparken. Ein anderes Passagierschiff hatte dies erst gar nicht versucht und ankerte gleich vor den hunderte Meter hohen Felswänden, an denen unser Kapitän gefühlt Meter nah vorbeischipperte. Da auf unserer Westmännerinsel Heimaey, zur Zeit ein großes dreitägiges Musikfestival mit bis zu 30.000 Besuchern stattfand (Name in Lautsprache: Thjou dha hau tith), ging es im kleinen Hafen quirlig und teilweise sehr laut zu. Die gesamte Insel schien voller junger Menschen zu sein, welche sich über die Straßen in alle möglichen Richtungen bewegten. Der Festivalplatz lag in einem riesigen und felsigen halbkreisförmigen ehemaligen Vulkan(?)krater. In der Nähe desselben, nahe dem Fußballstadion, hatte man eine große Zeltstadt für die Festivalbesucher aufgebaut.

Am Besuchstag wanderte ich ca. 7,5 Kilometer auf einem Rundkurs über die Insel. Am Golfplatz an der Steilküste angekommen musste man aufpassen, dass man keinen Ball an den Kopf geschlagen bekam. Es gab nur ein Hinweisschild welches die Fußgänger davor warnte. Die dortige felsige und gebirgige Küstenlandschaft inkl. dem freien Atlantik-Blick auf zahlreiche naheliegenden Inseln im Meer war schon sehr beeindruckend. Hinzu kam hervorragend gutes Wetter.

Im Innern der Insel gab es unzählige große einstöckige Privat-Bungalows zu sehen, welche in einem guten Erhaltungszustand waren. Die äußere Haut ihrer Dächer und Wände bestand durchgehend aus Metall (Wellblech). Mag sein, dass dahinter noch zusätzlich Holzkonstruktionen mit Wärmedämmungen waren. Auch hier waren keine Ziegeldächer zu sehen. Die Straßen und Grünflächen sahen außergewöhnlich sauber aus.

1973 ereignete sich auf Heimaey ein Vulkanausbruch, welcher die Materialgrundlage für den dortigen 200 Meter hohen Vulkan Eidfell bildete.



3.2.8



8. Reisetag Hafnarfjördur (Island)



Bewohner: 32.398 (2025)

Liegeplatz: Port of Hafnarfjördur (am Suourbakki Pier. Isländisch: "Hafnar" = "Häfen" und "Fjördur" = "Fjord")

GPS-Position: 64.06500° -21.97000°

Ankunft: 08:00 a.
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m.

Abfahrt: 22:00 Uhr



Allgemeine Info:



Die isländische Stadt Hafenfjord (Hafnarfjördur) liegt im Südwesten von Island und

zählt 2026 fast 31.000 Einwohner. Sie wurde spätestens ab ca. 1486 nC auch von der deutschen Hanse als Handelsplatz (Hansestadt) aufgesucht. Auch hier ging es vor allem um den Fischfang. Weiterhin soll diese Stadt bis heute ein esoterisches Zentrum des Elfen-Glaubens sein, welcher auch den Glauben an Zwerge und Trolle umfasst.

In der weiteren Umgebung, ca. 80 Kilometer Luftlinie entfernt, gibt es auch einen Geysir (Geysir-Park Strokkur; GPS-Position ungefähr: 64.312697° -20.300697°), welcher jede 10 Minuten einmal ausbricht und bis zu 20 Meter Höhe erreicht.

Persönliche Reiseeindrücke:



Ich gebe zu, dass es weitaus schönere Häfen gibt. Deshalb war ich auch froh, dass ich einen Tagesausflug gebucht hatte.

Die Fahrt mit dem Ausflugsbus führte mich zu den Geysir-Feldern bei blauem Himmel. Ich fragte mich, was die eigentliche Sensation dort war. Die Geysire oder die enormen internationalen Menschenmassen, welche sich an den vereinzelt ca. 80° bis 100° Grad heiß qualmenden Geysir-Bächen vorbeischoben. Allein auf dem Busparkplatz standen ca. 15 Reisebusse. Einige chinesische Touristen hatten sich aus Angst vor einer ungewollt bräunenden Sonnenwirkung, die Gesichter vollständig mit weißen Tüchern bedeckt. Diese Sonnenangst war mir bei diesen schon öfter in anderen Ländern aufgefallen.

Wenn jemand mal in Island ist, zu viel Geld hat und Outdoor Bekleidung sucht, dann sollte er auch mal im großen Geysir-Center-Shop reinschauen. Dieser war außergewöhnlich weitläufig und hatte eine unglaubliche Auswahl an (überteuren) Artikeln.

Auch der Non-Food-Shop später am Gullfoss (isländisch: "Gull" = "Gold": und "Foss" = "Wasserfall"; "Gullfoss" = "goldener Wasserfall") konnte sich sehen lassen. Hier standen satte 25 Reisebusse auf dem Parkplatz, wobei ich die sogenannten Kleinbusse erst gar nicht mitgezählt habe. Dementsprechend konnte man den Lindwurm an Foss-Fans besser in Tausenden als in Hunderten an Touristen messen. Nichtsdestotrotz ist der Gullfoss Wasserfall außergewöhnlich und ein Besuch ist sehr zu empfehlen. Allein schon seine flächenmäßige Ausdehnung geht leicht in Richtung Niagara- oder Victoria-Fälle.

Danach ging es mit dem Bus zum "Thing"-Platz, also zum historischen Open Air Parlament der Wikinger.
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„Thing“ ("Ting" = "Versammlung") ist der historische Name für eine allgemeine Volks- und Gerichtsversammlung auf der grünen Wiese, zu der sich die Vertreter von allen isländischen Stämmen bei Notwendigkeit trafen. Grundlage dieser Versammlung war das damals mündlich von Generation zu Generation überlieferte germanische Recht. Dieser Palaver-Ort lag genau in der Gegend, wo sich zwei Kontinentalplatten voneinander entfernen und dabei große, tiefe und felsige Gräben (Erdspalten) mit ansehnlicher Länge durch die Landschaft zogen.

Die Busfahrt bzw. der Tagesausflug wurde mit einer Stadtrundfahrt in Reykjavik (isländisch: "Reykja" = "Rauch"; "vik" = "Bucht"; "Reykjavik" = "Rauchbucht") beendet.



3.2.9



9. Reisetag Grundarfjördur (Island; „Fjord mit festem Grund“)



GPS-Position: 64.92500° -23.24833°

Ankunft: 08:00 a.m.

Abfahrt: 18:00 Uhr



Allgemeine Info:



Grundarfjörour (Gemeinde in Island und Stadt) bedeutet in etwa so viel wie “Grundar-Fjord“. Grundarfjörour liegt im Nordwesten von Island und hat ca. 1000 Einwohner.

Von ca. 1800 nC bis 1860 nC betrieben hier Franzosen eine Kabeljau-Verarbeitung. Heutzutage haben sich die Insulaner mehr auf Garnelen und Muscheln spezialisiert. Hier sollen auch Seeadler, Pottwale und Orcas (Schwertwale) Anfang des Jahres auf dem Meer und in Küstennähe zu sehen sein. Es gibt hier den bekannten Wasserfall „Grundarfoss“ zu bestaunen, welcher eine Fallhöhe von 70 Metern haben soll.



Persönliche Reiseeindrücke:



Der Liegeplatz des Schiffes war in Sichtweite zum 463 Meter hohen Kirkjufell Berg.

Diesmal war ich schlauer als letztes Mal. Bei einer vorherigen Reise hatte ich einen begleiteten Ausflug zu Fuß zu einem Wasserfall (Kirkjufellsfoss; isländisch: "Kirkju" = "Kirche" und "fells" = "Berg") in der Nähe gebucht, welcher im Endeffekt "nicht der Rede wert" war. Reine Geldverschwendung damals!

Diesmal suchte ich mir selbst einen Foss aus, für den nicht schiffsseitig geworben wurde, der aber vom Schiff aus, in weiter Ferne zu sehen war. Grundarfoss war sein Name. Ich wanderte ca. 5 Kilometer die Küste entlang und traf kaum Menschen. Auf dem Wanderweg dorthin kam ich mit einem Ehepaar aus Australien ins Gespräch, welches mit einem anderen Dampfer unterwegs war.
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Um querfeldein möglichst nahe an den Wasserfall heranzukommen, musste man Tiergattertüren von Weiden öffnen und über felsiges Gelände längst einem rauschenden Gebirgsbach entlang balancieren. Die kleine Mühe lohnte sich, da der Wasserfall ca. 50 Meter senkrecht, im Freien Fall, mit lautem Getöse den Berg runter rauschte. Auf dem ebenfalls ca. 5 Kilometer langen Rückweg zum Cruise Terminal kam ich erneut mit einem asiatisch wirkenden Ehepaar ins Gespräch, welches in Los Angeles USA lebte. Der Mann machte mir mit engagierter Stimme ausführlich klar, was er vom derzeitigen Präsidenten der USA hielt.



3.2.10



10. Reisetag Isafjördur (Island)



Einwohner: 3979 (2025)

GPS-Position: 66.06500° -23.12000

Ankunft: 08:00 a.m.

Abfahrt: 18:00 Uhr



Allgemeine Info:



Die isländische Stadt „Eisfjord“ liegt im Nordwesten von Island und soll ca. 4000 Einwohner haben (je nach Info-Quelle unterschiedliche Angaben hierzu). Schon ab ca. 920 nC soll diese besiedelt worden sein, wobei berichtet wird, dass die ersten Siedler dort menschliche Spuren (u.a. Harpunen zum Walfang) fanden, welche vermuten lassen, dass es dort schon vorher menschliche Zivilisation gab. Heutzutage hat man sich dort auf Fischfang (u. a. Shrimps) spezialisiert. Der Kreuzfahrttourismus führt dort angeblich zu ca. 200 Anlandungen im Jahr. Persönliche Anmerkung: Außer dem Feinstaub, CO2 und die Schwefel- und Stickoxide, den/die diese Schiffe mitbringen, würde es mich einmal interessieren, was die dortige Wirtschaft (Industrie, Gewerbe, Handel) durch diese Art des Tourismus eigentlich an tatsächlichen Gewinn verbucht.

Persönliche Reiseeindrücke:

Heute war eine Bootsfahrt bzw. ein Ausflug zum Naturschutzgebiet Hesteyri angesagt.

Gleich vorweg.

Der Ausflug war mit 209 Euro sehr teuer. Meiner Meinung nach "viel zu teuer". Das Preis-, Erlebnisverhältnis war schwer diskussionswert.

Zunächst ging es vom Hafen aus über eine Stunde mit dem Transitboot durch den Fjord in Richtung Ausflugsziel. Dort angekommen stellte ich folgendes fest:

Das Naturschutzgebiet wurde von großen Mückenschwärmen bewacht. Diese warteten in Schwärmen hinterlistig bis die Touristen aus dem Schiff ausgestiegen waren.
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Erst dann stürzten sie sich auf die Eindringlinge. Einige Touristen hatten sich deswegen Mückenschutznetze über das Gesicht gezogen. Mit unzähligen Moskitos machte ich Bekanntschaft. Ein paar hatte ich plötzlich direkt auf dem Augapfel kleben, was verdammt unangenehm war. Andere versuchten dreist tief in meine Ohren zu kriechen. Zum Glück war es eine nichtstechende Mückensorte.

In 500 Meter Luftlinie Entfernung vom Landungssteg konnte ich später jedoch eine herrliche Ruhe genießen. Nur 20 dB Geräuschkulisse zeigte meine Smartphone App diesbezüglich an. Ein hervorragender Wert und ein großer Kontrast zum stundenlangen Schiffstransfer mit 80 dB Fahrlärm im Passagierraum. Die einzigen Geräuschquellen im Reservat waren summende Mücken, ein kleiner Wasserfall und dann und wann ein kreischender Seevogel. Außer einem Touristen Cafe gab es dort kaum andere Hütten. Interessant war ein verfallener Friedhof und ein kleiner Wasserfall. Auf dem Seerückweg sah ich enttäuschte Gesichter von Touristen, welche Kameras mit riesigen Teleobjektiven mitgeschleppt hatten. Wohl um einen Wal abzulichten, wenn man einen mal gesehen hätte. Im Kreuzfahrthafen zurückgekehrt machte ich erst einmal eine Sightseeing Tour durch die Hafenstadt Isafjördur. Meiner Meinung nach, ist die Stadt nicht besonders sehenswert. Wer hier nicht war, hat nichts verpasst. Interessant waren aber die Gebirge, die dort drei Kreuzfahrtschiffe umschlossen.

Dieser Tag, mit durchwachsener Ausflugs-Qualität, fand aber einen krönenden Höhepunkt zur Kaffee -, und Kuchenzeit in einem Restaurant des Cruise Ship. Der Apfelkuchen mit jeder Menge Sahne war einfach köstlich. Überhaupt muss ich hier mal ein lautes Lob an die Patisserie des Schiffes von mir geben. Die Torten und die diversen Kuchen sahen verführerisch dekoriert aus und schmeckten hervorragend. So hervorragend, dass ich wahrscheinlich irgendwann platzen werde.



3.2.12



11. Reisetag Husavik (Island)



Ankunft: 07:00 a.m.

Abfahrt: 14:00 Uhr

GPS-Position: 66.04125° -17.37144°

Liegeplatz: Hafen von Husavík



Allgemeine Info:



Die Stadt Husavik hat ca. 2500 Einwohner und eine Wikinger-Vorgeschichte. Husavik ist innerhalb der isländischen Gemeinde Norourbing die größte Stadt und auch der Sitz der Gemeindeverwaltung.
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Vor der Küste treiben sich angeblich ab und zu viele verschiedene Wal- und Delphinarten herum. Neben dem Tourismus konzentriert man sich hier auf die Fischerei und auf den Bergmehl-Export (Kieselgur; Gestein, welches aus den Schalen fossiler Kieselalgen gewonnen wird, welche sich im Sedimentgestein befinden).



Persönliche Reiseeindrücke:



Das Ortszentrum von Husavík befand sich in unmittelbarer Nähe der Anlegestelle. Nach dem Frühstück ging es raus in die kleine Stadt. Auffällig war der Hafenbereich, bei dem man deutlich erkennen konnte, dass hier nicht mehr Fischtrawler das Sagen hatten, sondern Whalewatching Ausflugsboote. Zahlreiche Jetskis standen zum Verleih bereit. Ich fragte mich, wer sich eigentlich in diesen eiskalten Meeresgewässern solche Jet Skis ausleiht. Aber egal! In der Innenstadt angekommen sah ich mir als erstes das zentrale Kirchengebäude aus Holz von innen an. Es hatte eine schlichte aber gemütliche Innenarchitektur mit einem großen Altarbild. Etwas weiter von der Kirk entfernt stand eine Badewanne mit einem Erklär Schild auf einer Rasenfläche. Es war angeblich die erste Badewanne des Ortes aus dem Jahr 1928 nC.. Man sah an ihr deutlich, dass die Tourismus-, und Kulturbeauftragten von Husavik die touristischen Zeichen der Zeit richtig erkannt hatten. Alles musste raus auf die Straße, was auch nur den Hauch einer Chance hatte, von fotografier wütigen Touristen abgelichtet zu werden.

Sehr schön grün angelegt war der Stadtpark von Husavik, durch den sich ein schlangenförmig rauschender Hügelbach mit Miniwasserfällen wand. Es gab über 100 Jahre alte rotbraune Holzhäuser zu sehen, welche auf mich einen erstaunlich gut erhaltenen Eindruck machten. Sowohl das o.g. Bachgewässer als auch das Meereswasser im Hafenbereich waren glasklar.

Angeblich soll es auf Island Binnenseen geben, wo man bis 40 Meter tief in das Wasser hineinsehen kann.

Etwas nervig waren beim Spaziergang wieder die Mücken, welche mir ständig in die Augen flogen. Rein Studien halber betrat ich einige Verkaufsgeschäfte und war erstaunt, dass man für solche Horror Preise noch Kunden fand. Ein einfacher kleiner Bildmagnet für 15 Euro. Handgroße Troll Figuren für 30 Euro.



Überqueren des Polarkreises und Kreuzen im ca. 60 km langen Eyjafjördur (längster Fjord Island; GPS-Position Eyjafjördur-Fjord (Breite/Länge): 66.
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067586° -18.429448° ).



Auf dem Weg nach Akureyri fahren wir durch den berühmten und landschaftlich attraktiven Eyjafjördur. Hier standen unzählige Kreuzfahrer mit Feldstechern und Teleobjektiven an der Reling um evtl. auftauchende Wale fotografieren zu können. Ich surfte einmal im Internet ein wenig rum und fand tatsächlich eine Homepage, die mir für das Seegebiet, welches wir durchfuhren, die genaue real Time Position von einzelnen Walen anzeigte, welche mit einem aktiven Satelliten-Tracker im Meer herumschwammen. Leider war der so markierte Wal immer da, wo unser Schiff nicht war.



3.2.13



11. Reisetag Akureyri (Island)



Einwohner: 20.284 (2025)

Ankunft: 19:00 Uhr

Liegeplatz: Tangabryggja 11a

GPS-Position Akureyri (Breite/Länge): 65.677898° -18.092615°



Allgemeine Info:



Akureyri ist gleichzeitig eine Stadt und Gemeinde, welche es immerhin auf ca. 20.000 Einwohner gebracht hat. Sie liegt am Ende des Eyjafjördur-Fjords, welcher ca. 60 Kilometer lang ist. Bevor man mit südlichem Kurs Akureyri erreicht, muss man noch an einer Insel namens Hrisey vorbei, welche die GPS-Position (Breite/Länge): 65.993116° -18.381680° hat. Diese ist maximal ca. 6 Kilometer lang und ca. 2 Kilometer breit.

Persönliche Reiseeindrücke:

Vom Pier ging es schon ca.10 Minuten später zunächst im Rahmen eines Busausfluges für 99 Euro zum Botanischen Garten in Akureyri (Lystigardur). Der Bus hatte eine Toilette, welche wie üblich außer Betrieb war. Da es bereits dunkelte und zudem regnete, fiel der Besuch durchwachsen aus. Ich weise aber darauf hin, dass der Botanische Garten mit seinen unzähligen Blumen und Pflanzen (angeblich mit ca. 7.000 Pflanzenarten) bei Sonnenschein sicherlich sehenswerter ist und man sich dort gut 1 Stunde aufhalten kann. Nebenbei angemerkt. Die Toilettenbenutzung im Garten kostete 2 Euro, welche man zuerst mit Kreditkarte bezahlen musste bevor sich die Tür öffnen lies.

Vielleicht wäre es Touristen freundlicher gewesen, statt Ampel-Rot-Lichter in Herzchen-Form zu gestalten (ab dem Jahr 2008 hier städtisches Wahrzeichen für Lebensfreude und arktischen Optimismus), Sanitäranlagen grundsätzlich in kostenloser Form anzubieten. Aber egal, dass muss jede Stadt hier ja selbst entscheiden.
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Danach ging es per Bus zum Godafoss Wasserfall. Der Bus schob sich Kilometer lang durch Dunst, Nebel und feuchte Wolken. Ich lies aus dem Businnern heraus meine Blicke über die wolkenverhangenen Vulkanberge und Hügel schweifen, erblickte aber weder Trolle noch Elfen.

Für die Elfen hatten einige ländliche Grundbesitzer sogar kleine Elfenhäuschen aufgestellt. Ich ließ mir erzählen, dass viele abergläubische Isländer an deren Existenz tatsächlich glauben. "Faszinierend", würde Mr. Spock (USS Enterprise; spitzohriger Vulkanier und kein Isländer!) wohl dazu sagen.

Irgendwann waren wir dann am Godafoss. Der Wasserfall gehörte auch schon fast in die Kategorie der Niagara,- und Victoriafälle. Er war enorm groß und seine Wassermassen ergossen sich mit tosenden Lärm über eine breite Klippe. Wer urlaubsmäßig mal in der Nähe ist, sollte sich diesen mal ansehen.



12. Reisetag Akureyri (Island)

Abfahrt: 18:30 Uhr



Heute war eine Stadtbesichtigung bei Nieselregen und zeitweise unangenehmen Wind angesagt. Zunächst lief ich zum Touristenzentrum und besorgte mir eine Stadtkarte. Die Innenstadt der Neustadt ist von teuren Restaurants und vielen Souvenirshops gezeichnet. Es gab zwei interessante Kirchen, von denen man nur eine von innen besichtigen konnte, weil in der viel größeren anderen und architektonisch auch weitaus bedeutenderen (evangelische Akureyri Church) gerade eine Trauerfeier stattfand. Um zu dieser Kirche zu gelangen, musste man erst ca. 100 Treppenstufen den Kirchberg rauflaufen. Von da war es nicht weit bis zur bedeutend kleineren hölzernen katholischen St. Peters Kirche, welche für Besucher geöffnet war. Von innen wirkte diese ca. 50 Jahre alte Kirche schlicht aber gemütlich. Sitzheizungen unter den Bänken sah ich nicht. Die Anzahl der Katholiken soll in Island nur ca. 15.000 Gläubige betragen. Diese rekrutieren sich vor allem aus Migranten. Der niedrige katholische Anteil begründet sich dadurch, dass 1536 nC Christian III von Dänemark die evangelisch-lutherische Religionslehre (Protestantismus) länderüberschreitend einführte. Damit galt diese auch für Island, welches seit 1397 nC zu Dänemark gehörte. Der katholische Widerstand gegen diese Verfügung wurde mit Gewalt bis 1550 nC beseitigt (Hinrichtungsjahr des kath. Bischofs Jön Arason durch die Dänen). Irgendwie wurde ich auf dieser Kreuzfahrt das Gefühl nicht los, dass die katholischen Gemeinden in einem angespannten Verhältnis zu den Evangelisten und/oder zur isländischen Rest-Bevölkerung leben.
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Ich entdeckte zwei katholische Häuser, welche u.a. rundherum mit Kameras und Verbotsschildern eingekleidet waren. Bei den evangelischen Gebäuden stellte ich dies nicht fest. Na ja, ich kann mich natürlich auch irren.

Da die o.g. Kirche in der Nähe des Botanischen Gartens (Eintritt kostenlos) lag, machte ich noch einmal einen Abstecher in diesen.

Zurückgekehrt auf das Schiff erfuhr ich im Laufe des Abends, dass wegen eines drohenden Sturms, ein Reiseziel gecancelt und durch das norwegische Stavanger ersetzt worden war.



3.2.14



13. Reisetag Seetag

Allgemeine Völlerei und stundenlanger Aufenthalt in der Schiffsbibliothek.

Diesmal vertiefte ich mich in ein EURO kritisches Buch von Thilo S. (TS) mit dem Titel „Europa braucht den Euro nicht“.

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Exkurs/Buch-Rezension:

Insgesamt war es inhaltlich ökonomisch/volkswirtschaftlich gesehen „schwere Lese Kost“. TS ist ja bekanntlich ein umstrittener Schriftsteller. Aber ich muss gestehen, dass ich einer Reihe seiner volkswirtschaftlichen Analysen über die Bedeutung und Probleme der EURO-Währung folge. Nicht der EURO an sich ist problematisch, sondern mehr die Politiker, Institutionen und Mitgliedsstaaten, welche sich nicht an vereinbarten Gründungsregeln halten. Das Grundprinzip, dass jedes EURO-Mitglied für seine eigenen Schulden selbst verantwortlich ist („no bailout clause“ bzw. „no bailout principle“), sollte nicht durch Ideologie oder mit politischen Tricks unterwandert werden. Jedes EURO Land sollte sich an das „fiscal sovereignty“ bzw. „fiscal responsibility“ Prinzip halten und eigenständige Verantwortung für seine Staatsschulden und seinen Staatshaushalt übernehmen. Beim Lesen dieser „Generalabrechnung mit dem EURO“ hatte ich an einigen Buchstellen aber das Gefühl, dass der Autor deutlich machen wollte, dass viele Probleme mit einer einheitlichen europäischen Währung gar nicht erst entstanden wären, wenn man auf den Autoren und Mahner rechtzeitig gehört hätte. Wenn meine Interpretation diesbezüglich stimmt, dann bin ich der Meinung, dass dadurch die Gefahr entsteht, dass eine gewisse Unglaubwürdigkeit in dieses qualitativ höherwertige Sachbuch einzieht.
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TS tut sich an manchen Buchstellen selbst keinen Gefallen damit, dort emotional und zu subjektiv zu werden. Ich hatte beim Lesen des Buches an einigen Stellen das Gefühl, dass er sich selbst für Höheres bestimmt und fähig fühlt. Vielleicht ist es ja sogar so, aber als Westentaschen-Philosoph gebe ich zu bedenken, dass es sich in der Geschichte der Menschheit oft so verhält, dass der sachkundige Spezialist und Experte oft immer in der zweiten Reihe steht. In der ersten Reihe stehen oft diejenigen, welche keine Experten sind, sich aber der Wählerschaft als solche verkaufen können. Und das dies funktioniert, ist nicht die Schuld der Pseudoexperten, sondern die Schuld deren Wähler.

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Das Wetter verschlechterte sich, es zog dichter Nebel auf (maximale Sichtweite ca. 50 Meter) und die See wurde rauer.

Die Uhr wurde um 12 Uhr um eine Stunde vorgestellt.

3.2.15



14. Reisetag Seetag

Allgemeine Völlerei.

Besuch eines interessanten Vortrages über die Geschichte der Reederei dieses Kreuzfahrtschiffes und wieder stundenlanger Aufenthalt in der Schiffsbibliothek.

Der Nebel war verschwunden. Dafür kam Wind bis Windstärke 10 auf. Das Schiff fing unangenehm zu schaukeln an. Es war nur noch eine Frage der Zeit bis die ersten Passagiere seekrank wurden. Die Uhr wurde um 12 Uhr wieder um eine Stunde vorgestellt.

3.2.16



15. Reisetag Stavanger (Norwegen)



Liegeplatz: Konzerthuskaien (Konzerthaus; Stavanger Cruise Terminal)

Ankunft: 12:00 Uhr

Abfahrt: 20:00 Uhr

GPS-Position: 58.97625° 5.72306°



Allgemeines:

Der Seeweg nach Stavanger (Südwest Norwegen) erfolgt über den Lysefjord. Die Altstadt hat mehr als 173 Holzhäuser aus dem 18. Und 19. Jahrhundert mit weißlichem Anstrich. Die Domkirche von Stavanger (4005 Stavanger, Haakon Vils gate 2), angeblich die älteste Kathedrale Norwegens, hat ihre Ursprünge im 12.Jahrhundert.



Persönliche Reiseeindrücke:

Nachdem wir am Pier fest gemacht hatten, wanderte ich zunächst durch die Altstadt von Stavanger. Dort gab es viel Blumenschmuck und alte Holzhäuschen zu bestaunen. Weiter ging es von dort zur Innenstadt von Stavanger. Am Marktplatz (?) am Hafen erlebte ich Erstaunliches.
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Neben einer Fritten-Bude schwebten ca. 20 sehr große Möwen (Flügelspannweite je ca. 1 Meter), fast ohne mit den Flügeln zu schlagen, in einer Höhe von ca. 10 Metern lauernd im Wind. Diese hatten sich in der Luft so gruppiert, dass eine einzelne Möwe allein vorne schwebte und alle anderen in mehreren Reihen dahinter. Aus der Frittenbude kam ein Ehepaar mit Kleinkind und einer sehr großen Schale mit offen liegenden frischen Pommes Frites in der Hand und lies sich auf einer Bank fast unterhalb der Möwen nieder. Plötzlich stieß die vorne schwebende Möwe einen schrillen Schrei aus und stürzte sich wie ein Falke direkt auf die Pommes-Schale. Diese Möwe landete mit ihren Füßen zuerst mit einer so enormen Wucht in den Pommes, dass die Fritten meterweit durch die Luft flogen. Das attackierte Kind schrie voller Panik auf.

Soweit eigentlich ein normales Tierverhalten mit dem man immer rechnen muss. Interessant war dabei aber, dass diese Leit-Möwe ihren Angriff anscheinend mit den anderen Möwen koordiniert hatte. Sekunden nach deren Anprall auf der Pommes Schale, stürzten sich auch die restlichen Möwen auf die verstreute Beute. Innerhalb von ca.15 Sekunden hatten diese die herumliegenden Pommes mit ihren gelben Schnäbeln sämtlich erobert und waren mit ihrer Beute wieder davongeflogen. Mir kam der spontane Gedanke, ob wir Menschen die Intelligenz der Tierwelt nicht völlig falsch einschätzen. Nach diesem Ereignis suchte ich die Stavanger Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert auf. Nicht um unseren Herrn um eine Antwort auf meine o.g. philosophische Frage zu bitten, sondern weil diese mit das Kultur historische Highlight von Stavanger ist.

In der Kirche gab es einiges zu bestaunen. Am Besten beim Besuch war aber, dass zur gleichen Zeit jemand dort Orgel spielte. Obwohl mir AC/DC grundsätzlich mehr zusagt als ein frommes Orgelspiel, gebe ich zu, dass ich mir einen solchen Orgelsound in einer Kirche mit einem so großen Raum-, und Klang Volumen stundenlang anhören könnte.

Weiter ging es durch die Gässchen von Stavanger, wo mir auffiel, dass eine Reihe von Häuserwänden mit Bansky ähnlichen Graffitis versehen waren. Irgendwann landete ich dann am Valberg Tower (Valberg Tarnet), dessen kostenpflichtige Besteigung (40 NOK/Erwachsene) man mir empfohlen hatte. In Anbetracht der Höhe des Eintrittsgeldes war die Besteigung und Besichtigung des sogenannten Turm Museums aber eine Fehlinvestition. Im Turm waren einige unspektakuläre historische Feuerwehr-Gerätschaften ausgestellt, welche aus der Zeit der Eimer-Ketten stammten.
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In der Turmspitze konnte man einige verdreckte Sichtluken-Fenster (360 Grad Ausblick) öffnen und nach draußen schauen. Ein Schild warnte die Museumsgäste davor, die Turmglocke zu betätigen, welche in der obersten Etage in der Deckenmitte herunter baumelte. Schade, ich hätte mal gerne damit Sturm gebimmelt.

Power-Shopper seien auch hier gewarnt. Hier kostet fast alles leicht 100 Prozent mehr als in Deutschland. Ein Herren-Trocken-Haarschnitt kostet hier leicht 40 Euro. Da empfiehlt es sich, nach dem diesbezüglichen Preis für Frauen besser erst gar nicht zu fragen.

3.2.17



16. Reisetag Seetag



Übliche Völlerei.



3.2.18



17. Reisetag Cuxhaven Steubenhöft



Ankunft: 08:00 a.m.

Im Kreuzfahrterminal wieder angekommen ging es zur Rückfahrt. Zunächst einmal musste ich mit meinem Koffer an außergewöhnlich vielen Zoll-Beamten vorbei. Ich fragte mich im Stillen, was man hier eigentlich großes außer Walrosszähnen aus Island verzollen sollte. Aber egal!

Der Transferbus fuhr uns nur eine Zeitlang Richtung Heimat. Irgendwann, auf halber Strecke, stoppte er an einem riesigen Stellplatz für Lkw und Reisebusse. Ich musste umsteigen und mein Koffer wurde in einen anderen Bus umgeladen. Der Fahrer des neuen Busses war wohl ein kurzfristiger Ersatzfahrer (Springer), da dieser noch nicht einmal eine Fahrgastliste von uns hatte. Er zählte vor der Abfahrt auch die Anzahl der Eingestiegenen nicht nach, was kein Wunder war, da er ja ohnehin über die Anzahl der von ihm zu Transportierenden und den Umfang deren Gepäcks nicht informiert war.

Damit ging das Theater los! Nachfolgend nur das Wichtigste:



Zwei vorangemeldete Rollstühle (einer nicht einklappbar), deren Existenz an den Springer-Fahrer informationsmäßig aber nicht weitergeleitet worden war, sorgten dafür, dass der Busfahrer die Koffer insgesamt nicht mehr in den Laderaum bekam. Der Buskofferraum war so prall gefüllt, dass die Kofferraumtüren nicht mehr richtig bündig zu schließen waren. Eine musste mit Gewalt zugedrückt werden. Eine völlig verärgerte Mitreisende drohte dem Fahrer sogar mit der Polizei. Das war diesem aber egal.

Es ergab sich dadurch eine ca.
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40 minütige Zeitverzögerung.

Nachdem der Busfahrer dann irgendwann endlich auf dem Weg in meine Heimatstadt war, bekam dieser nach ca. 30 Kilometern Fahrstrecke einen Anruf. Er hatte eine Person am o.g. Umsteigeparkplatz vergessen. Also ging es wieder zum Umsteigeparkplatz zurück. Die vergessene Person wurde eingeladen und es ging erneut wieder Richtung Heimat.

Damit hatten wir die zweite ca. 30 minütige Zeitverzögerung.

Auf der Autobahn konnte man plötzlich in der Ferne schwarz graue Brandwolken sehen. Laut Internet-Infos war irgendeine Fleischfabrik in Flammen aufgegangen.

Der Bus bog kurze Zeit später in Richtung Großbrand ab, weil dort in der Nähe einige Fahrgäste aussteigen mussten. Kaum waren die ersten Fahrgäste ausgestiegen, witterte auch schon ein Mitreisender bedenkliche brandbedingte Luftbeeinträchtigungen. Die Person mit dem nicht zusammenklappbaren Rollstuhl stieg aus und wollte mit ihrem Rolli und ihrem Reisegepäck in ein wartendes Taxi steigen. Da das Taxi auch andere Fahrgäste mitnahm, passte nun auch dort ihr Rollstuhl nicht mehr rein. Sie saß nun in ihren Rolli auf dem Autobahnparkplatz fest und musste anscheinend ein neues Lastentaxi bestellen. Ich verlor sie aus den Augen als wir weiterfuhren. Da unser Busfahrer mittlerweile schwer genervt war, drohte er uns an, nicht noch einmal umzukehren, wenn wieder jemand im Bus fehlen sollte.

Nur wie sollte man das Feststellen, wenn es keine Passagierliste gab?

Kurzum, die Stimmung im Bus war Top!

Zur allgemeinen Freude der Fahrgäste, war die Bustoilette nicht in Ordnung. Aber dies verwunderte mich nicht, da ich nichts anderes erwartet hatte.

Zur Vermeidung einer Lenkzeitüberschreitung musste der Busfahrer einige Zeit später seine Ruhepause auf einem Parkplatz einlegen. Folge: Weitere 30 Minuten Zeitverzögerung.

Endlich in einer Nachbarstadt meines Wohnortes angekommen, musste ich erneut in ein unbequemes Kleintaxi umsteigen, welches mich noch ca. weitere 2 Stunden lang durch die Gegend kutschierte, bis ich meinen Wohnort endlich erreichte.



Ich habe die o.g. Schilderungen diesem Reisebericht nur beigefügt, weil es gerade diese kleinen Episoden im eigenen Leben sind, welche man irgendwann einmal am Lagerfeuer zum Besten gibt.



– ENDE DER REISE -



3.2.
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19 Fazit der Islandreise:



Island ist eine Reise wert und überzeugt an vielen Stellen durch ein weltweit einmaliges Naturszenario. Die Reisekosten sind im Vergleich zu anderen Destinationen aber sehr hoch. Auch die hohen Nebenkosten einer Reise dahin, sind erwähnenswert.

Wer in einem Restaurant etwas essen will muss viel Geld mitbringen. Das gleiche gilt für Naturschwimmbad- und Museumsbesuche. Pauschal kann man als Faustformel durchaus sagen, dass dort fast alles doppelt so teuer wie in Deutschland ist. Okay! In vielen Berufen auf Island verdient man auch weitaus mehr, als auf dem europäischen Festland. Dies mag ein Ausgleich sein.

Der dortige Strom ist jedoch sehr preiswert und entspricht nur ca. 1/3 unserer Stromkosten. Deswegen werden sich dort zukünftig stromfressende Industrien (Aluminium, IT-Rechenzentren .... etc.) vermehrt ansiedeln.





E N D E





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  29 Seiten die sich lohnen zu lesen. Der Text ist informativ, unterhaltsam, teilweise sogar spannend und vor allem humorvoll. Vom geschichtlichen Hintergrund bis zu heutigen Preissteigerungen, lukrativen bis ungewöhnlichen Speisen ist alles vorhanden. Hat mir von vorne bis hinten Spaß gemacht das alles zu lesen.
Die besten Grüße von  
   Gerald W.  -  13.08.26 22:47

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