Schüsse fallen, Bomben knallen,
doch sitzt sie friedlich da,
am Fensterbrett
und summt herum,
die kleine Linah aus Daraa.
Im Viertel brennts,
die Mütter weinen,
Söhne ziehen los,
in einen Kampf gegen Tyrannen,
scheinbar hoffnungslos.
Linah summt ihr Lied vom Frieden,
das Krachen nimmt kein Ende,
schwarze Wolken steigen hoch empor,
sie faltet ihre Hände.
Hamza ging in ihre Klasse,
ihm gehört ihr Herz,
doch holten sie den kleinen Bub,
welch erstickend tiefer Schmerz.
So sitzt sie auf der Fensterbank,
hört Schreie immer lauter,
wo soll sie hin,
das kleine Kind,
das Weinen macht sie heiser.
Hamza sang ihr Liebeslieder,
heimlich in der Nacht,
wie schlug ihr Herz vor lauter Freude,
es war wie tausendundeine Nacht.
Linah summt ihr Lied vom Frieden,
im Viertel wird massakriert,
doch eines Tages ists so weit,
dass Liebe Hass pariert.