GERECHTIGKEIT - ein leeres Wort?   25

Nachdenkliches · Poetisches

Von:    Irmgard Schöndorf Welch      Mehr vom Autor?

Erstveröffentlichung: 4. Oktober 2004
Bei Webstories eingestellt: 4. Oktober 2004
Anzahl gesehen: 2343
Seiten: < 1

*









G E R E C H T I G K E I T



(September 2004)





Ein nichtsnutziger Penner

sitzt verschämt und verlottert

in der Karstadt-Passage.

Er kostet den Staat

dreihundert Euro im Monat ... viel Geld.

Warum soll einer, der nichts bringt,

denn eigentlich essen?



Es fehlt nur die Zündschnur,

dann wird es passieren,

dann werden die Bürger in heiligem Volkszorn

diesem Schmarotzer

die blau angelaufene

Säufervisage

polieren!



*



Dagegen die hoch angeseh'nen

Nieten in Nadelstreifen,

Armani-veredelte Big Global-Players,

die mit betroffenen Mienen

immer umher geh’n

und weltweit Entscheidungen treffen,

auch sie zu nützlicher Leistung nicht fähig,

nur im Jonglieren

mit Zahlen und Unbekannten

sind sie ganz groß,

Versager

aber ... auf höchstem Niveau,



und ihnen zahlt man

- haben sie endlich genug

Pleiten und Pannen verursacht -

Millionen-Abfindung ... BELOHNUNG dafür,

dass sie in Zukunft

für die gefrustete Menschheit

kein Unheil mehr stiften.



Dann nach dem Rauswurf

sitzen die Herren

rasch in privaten Maschinen und reisen

vom Dienstvölkchen fleißig umhegt,

zu ihren Villen

in Tessin und Toscana.



*



Heute Nacht sah ich im Traum

eine Frau, die sehr bös war.

Ihr standen die Haare zu Berge

und sie hielt in der Hand eine Waage.



Man fing die verblüfften Konzern-Herrn,

- diesmal waren sie ohne Amigos und Lawyers -

und brachte sie ihr.



War die wütende Dame,

die mit dem Wirrhaar - Justizia?

Nein! Justizia war sonstwo und schlief.



"Und wenn dann der Kopf fällt",

schrie die Seeräuber - Jenny

- denn sie war die Frau -

"und wenn dann der Kopf fällt,

dann sage ich: „HOPPLA.
Seite 1 von 2       




Ich dachte noch: Seltsam

- warum lächelt die so?



Da rief ich ebenfalls: "Hoppla."



Wie kann man nur so etwas träumen

Ich bin doch sonst sehr

besonnen

und ...



zivilisiert.









*















Copyright Irmgard Schöndorf Welch September 2004

überarbeitet am 02.06.2005







*
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Punktestand der Geschichte:   25
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Kommentare zur Story:

  Liebe Irmgard,
Du sprichst mir aus der Seele... mein Kompliment für Dein Gedicht
LG,
Ralf  
Ralf Bier  -  05.10.04 22:17

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